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Freitag 20.10.2017 08:56
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Sport/Gesundheit

12.01.2017

Feinstaubbelastung im Jahr 2016 in Österreich zurückgegangen

Feinstaubbelastung im Jahr 2016 in Österreich zurückgegangen Feinstaubbelastung im Jahr 2016 in Österreich zurückgegangen

Graz war auch im Jahr 2016 die Stadt mit der höchsten Feinstaubbelastung Österreichs, macht der VCÖ aufmerksam. Auch in Klagenfurt und im Kärntner Ebenthal-Zell wurde der Jahresgrenzwert überschritten. An den Messstellen der anderen Bundesländer lag die Belastung unter dem Jahresgrenzwert. Zu hoch ist hingegen vielerorts die Stickstoffdioxid-Belastung. Durch die Verbesserung des klimafreundlichen Mobilitätsangebots kann die Luftqualität noch deutlich verbessert werden, betont der VCÖ.

„Die südlichen Bundesländer Steiermark und Kärnten hatten im Vorjahr eine deutlich höhere Feinstaubbelastung als der Rest des Landes“, stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass in Graz, Klagenfurt und Ebenthal Zell der Feinstaub-Jahresgrenzwert im Vorjahr überschritten wurde. An höchstens 25 Tagen darf der Tagesmittelwert höher als 50 Mikrogramm Feinstaub PM10 pro Kubikmeter Luft betragen.

Laut vorläufigen Daten des Umweltbundesamts war bei der Messstelle Graz Don Bosco an 37 Tagen die Feinstaubbelastung zu hoch, in Graz-Süd an 36 Tagen und in Graz Mitte an 29 Tagen. Die Stadt mit der zweithöchsten Feinstaubbelastung war im Vorjahr Klagenfurt, wo an 29 Tagen zu viel Feinstaub in der Luft war. In Ebenthal-Zell war an 28 Tagen der Wert zu hoch. In den anderen Bundesländern wurde an keiner einzigen Messstation der Jahresgrenzwert überschritten, berichtet der VCÖ. Die günstige Wetterlage mit den warmen Wintermonaten hat zur niedrigeren Feinstaubbelastung beigetragen.

Hauptverursacher von Feinstaub sind Industrie, Heizen und der Verkehr. Der Kfz-Verkehr verschmutzt die Luft durch seine Abgase, durch Reifen- und Bremsabrieb sowie durch Aufwirbelung. „Je kleiner die Feinstaubpartikel, umso stärker beeinträchtigen sie die Gesundheit“, macht VCÖ-Expertin Rasmussen aufmerksam. Größerer Feinstaub (PM10) bleibt in den oberen Atemwegen (Nase, Rachen) „hängen“. Die kleinsten Partikel (PM0,1 bis PM1) können hingegen bis in die Lungenbläschen und in den Blutkreislauf eindringen und bei den Organen chronische Entzündungen verursachen. Vor allem entlang von Straßen ist die Belastung mit den Kleinstpartikeln hoch.

Dass im Verkehrsbereich großer Handlungsbedarf besteht, zeigt auch die Stickstoffdioxid (NO2)-Belastung. Hauptverursacher der Stickoxide sind die Dieselabgase. Österreichweit am höchsten ist die Stickstoffdioxid-Belastung in Tirol. Zu hoch ist die Belastung auch im Ballungsraum Salzburg, in Linz, Graz, Klagenfurt und in Wien am Hietzinger Kai. Die hohe NO2-Belastung ist auch die Folge davon, dass Diesel-Pkw, die in den vergangenen Jahren auf den Markt gekommen sind, die beim Fahren auf der Straße deutlich mehr Stickoxide verursachen als die Tests im Labor zeigen, betont der VCÖ. Laut Studie des Forschungsinstituts ICCT verursachen rund 80 Prozent der Diesel-Pkw, die im Labor die EURO5-Abgaswerte eingehalten haben und zwischen 2010 und 2014 in der EU verkauft wurden, auf der Straße mehr als drei Mal so hohe NOx-Emissionen wie im Labor angegeben. Und zwei Drittel der Diesel-Pkw der aktuellen Abgasklasse EURO6 überschreiten die Werte ebenfalls um mehr als das Dreifache.

Das Verbrennen fossiler Energieträger, wie Heizöl und Kohle beim Heizen sowie Diesel und Benzin im Verkehr, verschmutzt die Luft mit Schadstoffen. „Je früher der mit dem Klimaabkommen von Paris beschlossene Ausstieg aus fossilen Energieträgern gelingt, umso besser für die Luftqualität“, betont VCÖ-Expertin Rasmussen. Im Verkehrsbereich sind vor allem in den Ballungsräumen sowie in den regionalen Zentren mehr öffentliche Verkehrsverbindungen nötig.

Darüber hinaus ist die Infrastruktur für den Radverkehr auszubauen und im Ortsgebiet eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung umzusetzen. Großen Einfluss auf die Verkehrsentwicklung hat die Siedlungsentwicklung. Mit der Stärkung der Ortskerne und der Nahversorgung und einem Stopp der Zersiedelung können wieder mehr Alltagswege zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden. Zudem braucht es verstärkte Maßnahmen gegen den wachsenden Lkw-Verkehr.

VCÖ: In Steiermark und Kärnten wurde Feinstaub-Jahresgrenzwert überschritten (Tage im Jahr 2016 mit Tagesmittelwert von mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft, in Klammer Jahr 2015 - Erlaubter Jahresgrenzwert in Österreich: 25 Tage; Von der EU erlaubter Jahresgrenzwert: 35 Tage)

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
12.10.2017

Wichtige Schulung zum richtigen Umgang mit Zytostatika rundete das Angebot der Sicherheitstage ab

v.l.n.r.: Hygienefachkraft DGKP Sabine Zeman, Hygienefachkraft DGKP Willi Blieberger, Dr.in Katrin Weinert, Anstaltsapotheke, BI Rudolf Barnert, MSc und Stationsleiter DGKP Gilbert Faulhaber. v.l.n.r.: Hygienefachkraft DGKP Sabine Zeman, Hygienefachkraft DGKP Willi Blieberger, Dr.in Katrin Weinert, Anstaltsapotheke, BI Rudolf Barnert, MSc und Stationsleiter DGKP Gilbert Faulhaber.

Großes Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verzeichnete das Landesklinikum Wiener Neustadt auch beim zweiten Block der jährlichen Sicherheitstage. Neben den verpflichtenden Brandschutz- und Hygieneschulungen wurde als weiterer Schwerpunkt die „Zytostatika Schulung“ eingerichtet.

Neu etabliert wurde heuer bei den Sicherheitstagen die „Zytostatika Schulung“ durch die Anstaltsapotheke. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsmedizin und der Pflegedirektion wurden dabei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die richtigen Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit Zytostatika nähergebracht. Wichtig ist die Verwendung von geeigneten Handschuhen nicht nur bei parenteralen sondern auch bei oralen Zytostatika, die richtige Vorgehensweise bei Kontaminationen sowie bei der Entsorgung. „Im Landesklinikum hat das Thema Sicherheit vor allem auch im Umgang mit Zytostatika einen ganz besonderen Stellenwert und so war es für uns wichtig den Schritt zur Teilnahme an den Sicherheitstagen zu setzen“, erklärt Mag.a pharm. Gabriele Schrammel, aHPh Leiterin der Anstaltsapotheke.

Neben dieser wichtigen Neuerung gab es beim zweiten Block der Sicherheitstage auch wieder ein großes Angebot an Sicherheitsinformationen der Hygiene und Betriebsfeuerwehr. Hier bildeten vor allem das „richtige Verhalten im Brandfall“ und ein Löschtraining sowie die richtige Anwendung der Händedesinfektion, welche im Hinblick auf die Übertragung von multiresistenten Keimen von enormer Wichtigkeit ist, die interessanten Inhalte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Barbara F. / Foto: Landesklinikum Wiener Neustadt
28.02.2017

Medikamente am Steuer – oft unterschätzt!

Medikamente am Steuer – oft unterschätzt! Medikamente am Steuer – oft unterschätzt!

Kopfweh, Fieber, Schwindel, Müdigkeit - Viele hat es heuer mit Erkältungen und Grippe erwischt. Aber: Gesundheitlich angeschlagen ein Kraftfahrzeug zu lenken, kann gefährlich werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man krank ist und Medikamente eingenommen hat.

Viele Österreicherinnen und Österreicher nehmen derzeit aufgrund einer Verkühlung, Erkältung oder Grippe Medikamente ein. Jedoch können bereits gewöhnliche Schmerzmittel, Mittel gegen Fieber oder Entzündungen sowie Hustensaft die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Dies gilt auch für rezeptfreie Präparate und pflanzlichen Heilmittel. Laut einer aktuellen Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ist beinahe die Hälfte der 450 Befragten schon einmal krank und/oder unter Medikamenteneinfluss mit dem Auto unterwegs gewesen.

Warnhinweise beachten

Um sich über mögliche Beeinträchtigungen der Fahrtauglichkeit zu informieren, sollten Sie unbedingt immer den Beipackzettel des Medikaments vollständig durchlesen. Aber: Auch Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfweh oder allergische Reaktionen können die Verkehrstauglichkeit stark einschränken.

Mit Eigenverantwortung sicher ans Ziel - Checkliste

Fühle ich mich fit?

Habe ich Medikamente genommen?

Beeinflussen diese die Fahrtüchtigkeit?

Unsicher? Informieren Sie sich im Zweifelsfall bei Ihrem Arzt oder Apotheker.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: ASFINAG
11.12.2016

Pestizid-Cocktail bei Mandarinen, Orangen und Zitronen gefunden

Zitrusfrüchte gehören zu den Obstsorten mit der höchsten Pestizid-Belastung Zitrusfrüchte gehören zu den Obstsorten mit der höchsten Pestizid-Belastung

Zitrusfrüchte gehören zu den Obstsorten mit der höchsten Pestizid-Belastung. Bei allen getesteten konventionellen Proben wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden, in 95% der Fälle sogar Mehrfachrückstände. Dr. Waltraud Novak, Pestizid-Expertin bei GLOBAL 2000 zu den Test-Ergebnissen: „Das ist ein richtiger Pestizid-Cocktail und über die Wechselwirkungen von Pestiziden ist noch sehr wenig bekannt, die Wirkstoffe können sich gegenseitig beeinflussen und auch verstärken. Zitrusfrüchte können viel sauberer produziert werden.“

Der Großteil der Rückstände befindet sich bei Zitrusfrüchten auf der Schale, welche normalerweise nicht verzehrt wird. Doch gerade in der Advent-Zeit wird die Schale oft doch verwendet, sei es in Keksen, im Punsch oder in Marmeladen.

Wegen dieser speziellen Situation gibt es die gesetzliche Vorschrift, dass Ware, die nach der Ernte mit Pestiziden behandelt wurde, gekennzeichnet werden muss. „Bei vielen der sogenannten Nachernte- oder Schalenbehandlungsmittel gibt es Hinweise, dass sie krebserregend oder fortpflanzungsschädigend sein könnten“, erklärt Novak. „So ist zum Beispiel das am häufigsten gefundene Nacherntebehandlungsmittel Imazalil von der EU als 'wahrscheinlich krebserregend' eingestuft. KonsumentInnen müssen allerdings lange suchen, bis sie vielleicht irgendwo im Kleingedruckten die Aufschrift 'konserviert mit Imazalil, o-Phenylphenol, Propiconazol usw' finden“. Oft ist eine derartige Kennzeichnung aber gar nicht zu finden: Beim GLOBAL 2000 Test wurden in neun Produkten Nacherntebehandlungsmittel nachgewiesen, obwohl weder im Regal noch auf der Verpackung Hinweise auf eine Behandlung nach der Ernte ersichtlich war.

Nur Bio Zitrus-Schalen essen oder verarbeiten!

Auch die Kennzeichnung 'Schale zum Verzehr geeignet' ist noch lange keine Garantie dafür, dass die Schale frei von Pestiziden ist. Denn in der Produktion werden trotzdem Pflanzenschutzmittel eingesetzt, und diese sind dann auch auf der Schale zu finden. So wurden in Früchten, die mit 'Schale zum Verzehr geeignet' oder 'unbehandelt' gekennzeichnet waren, trotzdem bis zu drei verschiedene Pestizid-Wirkstoffe nachgewiesen. Wirklich sicher sind nur Früchte aus biologischem Anbau. „Alle zwölf von uns getesteten Bio-Proben waren völlig frei von Pestizid-Rückständen“ ist Novak erfreut. „In der biologischen Landwirtschaft dürfen keine chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt werden, deshalb empfehlen wir, wenn die Schale von Zitrusfrüchten zum Kochen und Backen verwendet wird, nur Bio-Früchte zu kaufen“.

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12.10.2017

Unabhängigkeit: ein weit entferntes Ziel für viele Menschen mit Behinderungen

„Menschen mit Behinderungen haben zu häufig keine Wahl und keine Kontrolle über ihr Leben“, erläutert FRA-Direktor Michael O’Flaherty. „Menschen mit Behinderungen haben zu häufig keine Wahl und keine Kontrolle über ihr Leben“, erläutert FRA-Direktor Michael O’Flaherty.

Noch immer leben viele Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen. Dadurch werden sie häufig isoliert, an den Rand gedrängt und können kein vollständig unabhängiges Leben führen. Sie sind schlechteren Bedingungen ausgesetzt als Menschen ohne Behinderung. Die neuen Berichte der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) zeigen, dass die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen systematisch anders organisiert und finanziert werden muss. Die Berichte enthalten Vorschläge dazu, was Menschen mit Behinderungen von der EU und den Mitgliedstaaten benötigen, damit sie mit gemeindenaher Unterstützung unabhängig leben, einfach öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder einkaufen gehen können.

„Menschen mit Behinderungen haben zu häufig keine Wahl und keine Kontrolle über ihr Leben“, erläutert FRA-Direktor Michael O’Flaherty. „Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben sich zwar verpflichtet, Menschen mit Behinderung bei der Wahrnehmung ihrer Rechte auf ein unabhängiges Leben zu unterstützen, aber in der Realität funktioniert das nur unzulänglich. Diese Berichte sind ein Alarmsignal. Sie zeigen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, wie sie sicherstellen können, dass diese Rechte europaweit in vollem Maße umgesetzt werden.“

Die Berichte zum Thema „Vom Leben in Einrichtungen zum Leben in der Gemeinschaft“ (From institutions to community living) untersuchen in verschiedenen Aspekten, wie ein Leben in Einrichtungen von einem Leben in der Gemeinschaft abgelöst werden kann – ein Recht, dass in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert ist. Behandelt werden folgende Themen: Deinstitutionalisierungspläne und -verpflichtungen, Finanzierung und die Auswirkungen auf Menschen mit Behinderungen.

Wie die Berichte zeigen, haben viele Mitgliedstaaten Desinstitutionalisierungspläne, die sie dazu verpflichten, allen Menschen mit Behinderungen ein unabhängiges Leben zu ermöglichen. Der Übergang von Institutionen zu gemeindenaher Unterstützung ist eine Bedingung des EU-Strukturfonds, um Gelder zu erhalten. Trotzdem fehlen bei den Strategien oft die passende finanzielle Unterstützung, klare Zeitrahmen und Zielvorgaben, und Behindertenorganisationen werden nicht richtig eingebunden, was Fortschritte verzögert. Darüber hinaus unterstützen viele Mitgliedstaaten noch immer Einrichtungen finanziell.

Hinzu kommt, dass die vielen verschiedenen nationalen und lokalen Behörden, die Unterstützung bieten, nicht ausreichend zusammenarbeiten. So leben Menschen mit Behinderungen gemeinhin unter schlechteren Bedingungen als Menschen ohne Behinderungen. Dies gilt besonders für Menschen mit schweren Behinderungen, die sich dadurch häufig ausgeschlossen und ohne Kontrolle über ihr Leben fühlen.

Hier wird deutlich: Um Einrichtungen zu schließen und ein Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen, sind klare, mit angemessenen Ressourcen ausgestattete Pläne nötig, die die Finanzierung und Verantwortlichkeiten festlegen, z.B. um verschiedenartige Möglichkeiten für qualifizierte persönliche Hilfe zu schaffen. Es sollte eine angemessene gemeindenahe Unterstützung geben, um Menschen mit Behinderungen zu helfen, wenn sie Einrichtungen verlassen. Daher ist es unabdinglich, tägliche Dienstleistungen wie öffentlichen Nahverkehr, medizinische Versorgung und Bildung zugänglich zu machen. Menschen mit Behinderungen und ihre repräsentativen Organisationen in Entscheidungsfindungen und Überwachungsprozesse einzubinden, ist ein weiterer Schlüsselfaktor, um sicherzustellen, dass ihren Bedürfnissen entsprochen wird – damit sie ihr Recht auf ein unabhängiges Leben wahrnehmen können.

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29.05.2017

Glyphosat: EU-Behörden übersahen 8 Krebsbefunde in Industrie-Studien

Glyphosat: EU-Behörden übersahen 8 Krebsbefunde in Industrie-Studien Glyphosat: EU-Behörden übersahen 8 Krebsbefunde in Industrie-Studien

In einem sechseitigen Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erhebt Professor Christopher Portier, ehemaliger Direktor des National Institute of Environmental Health Sciences der USA und Berater der WHO-Krebsforschungsagentur IARC schwere Vorwürfe hinsichtlich der Korrektheit der Glyphosat-Bewertung durch die EU-Behörden.

Nach Durchsicht der aufgrund eines Antrags der Grünen im Europaparlament teilweise offengelegten Krebsstudien der Hersteller fand Portier acht bisher unberücksichtigte statistisch signifikante Tumorbefunde in Fütterungsstudien mit Mäusen und Ratten. Diese Tumorbefunde waren im Zulassungsantrag der Glyphosate Task Force (Zusammenschluss von 25 Glyphosat-Herstellern) nicht offen gelegt worden, sind aber in den ebenfalls eingereichten Originalstudien dokumentiert. Damit habe sich laut Christopher Portier die Zahl der statistisch signifikanten Befunde in dem guten Dutzend Krebsstudien der Hersteller auf mittlerweile 21 signifikante Tumorbefunde erhöht. Portier weist auch darauf hin, dass das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ursprünglich nur vier Krebseffekte, also nur 20% der in Studien aufgetretenen signifikanten Krebseffekte überhaupt erkannt hätte, als die Behörde im März 2015 Glyphosat für nicht krebserregend erklärt hat.

Nachdem im März 2017 der von GLOBAL 2000 publizierte Report "Die gekaufte Wissenschaft" existierende Zweifel an der wissenschaftlichen Unabhängigkeit des EU-Zulassungsverfahrens verstärkt hatte, widersprach ein Sprecher der Europäischen Behörde für Lebensmttelsicherheit (EFSA). Die Behörden in den Mitgliedsstaaten und die EFSA würden „in erster Linie auf die Originalstudien und die darin enthaltenen Rohdaten, die sie selbst überprüfen, vertrauen“, und nicht auf die von Monsanto beauftragten und finanzierten Studien. Letzteres hatte der Report von GLOBAL 2000 aber nahegelegt.

Dieser EFSA-Aussage widerspricht die Analyse von Christopher Portier. Zumindest bei den Krebsstudien mit Mäusen und Ratten hat die EFSA die geheimen Originalstudien der Glyphosat-Hersteller offenbar nicht ernsthaft geprüft. Das ist deshalb von besonderer Brisanz, da insbesondere die Ergebnisse dieser Studien darüber entscheiden, ob eine Zulassung erteilt werden kann oder nicht: Denn gemäß EU-Pestizidverordnung Nr. 1107/2009 gilt seit Juni 2011, dass schon zwei als positiv erkannte Krebsbefunde in Mäusen oder Ratten eine Zulassung verbieten, unter dem Stichwort: „gefahrenbasierte Cut-Off-Kriterien“.

GLOBAL 2000 Umweltchemiker Helmut Burtscher: „Das Versagen des derzeitigen EU-Zulassungssystems für Pestizide, das auf den geheimen Studien der Pestizidhersteller und ihr Vertragslabors basiert, wurde heute schonungslos offengelegt. Eine Zulassungserneuerung von Glyphosat noch im Laufe dieses Jahres, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen wurde, sollte im Lichte dieser neuen Erkenntnissse hoffentlich vom Tisch sein.“

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27.04.2017

Absolventen der Diplomkrankenpflegeschule Wiener Neustadt feierten 40jähriges Jubiläum

Nach 40 Jahren drückten die erfahrenen Pflegekräfte nochmals gemeinsam die Schulbank. Nach 40 Jahren drückten die erfahrenen Pflegekräfte nochmals gemeinsam die Schulbank.

Für den Jahrgang 1973/77 der Diplomkrankenpflegeschule Wiener Neustadt jährte sich der erfolgreiche Abschluss zum 40. Mal. Zu diesem runden Jubiläum traf man sich zum Klassentreffen und feierte ein beinahe vollständiges Wiedersehen in gemütlichem Beisammensein.

Die dynamische Gemeinschaft des Jahrgangs 1973/77 ging als „Revoluzzer“-Klasse in die Schulgeschichte ein. Hintergrund ist eine Gesetzesnovellierung, die der zweijährigen „Vorschule“ zur Diplomkrankenpflegeschule, sowie der damaligen Internatspflicht ein Ende bereitete. So fand sich plötzlich eine sehr lebendige junge Gruppe von 15jährigen Schülerinnen und Schülern in der ersten Klasse, die den älteren Jahrgängen mit ausgezeichneten Leistungen Paroli bot und den alten Lehrplan revolutionierte. Nach sensationellen Abschlussergebnissen durfte die Schule nach vielen Jahren wieder die erste weiße Flagge hissen. Mehr als die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen legten die Diplomprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Auch die Klassengemeinschaft galt als vorbildlich freundschaftlich und von Zusammenhalt geprägt, obwohl sie nach Beendigung der Internatspflicht aus einem viel größeren Einzugsgebiet stammte und nicht wie üblich zusammen wohnte.

Im Zuge des Wiedersehens schwelgte man im Rahmen des - seit 20 Jahren traditionell gewordenen - Klassentreffens bei einem Schulrundgang in Erinnerungen und philosophierte über vergangene Zeiten. Organisatorin DGKP Gabriele Zöchmann, MSc, vormals Krumpöck, genoss den Abend ganz besonders: „Man hatte teilweise das Gefühl, als ob kein Tag vergangen wäre. Ich danke all meinen Klassenkameradinnen und -kameraden, dass sie meiner Einladung gefolgt sind und dieses Treffen zu einem unvergesslichen Abend gemacht haben! Ich freue mich schon auf unser 45jähriges Jubiläum!“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Barbara F. / Foto: Landesklinikum Wiener Neustadt
05.01.2017

Sicher durch Eis und Schnee

Worauf im Winter bei Sport im Freien zu achten ist und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen zu treffen sind, wenn jemand im Eis einbricht. Worauf im Winter bei Sport im Freien zu achten ist und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen zu treffen sind, wenn jemand im Eis einbricht.

Das neue Jahr begrüßt uns mit klirrender Kälte. Das freut zwar die Wintersportler, dennoch gilt es seinen Körper gut zu schützen. Dr. Wolfgang Schreiber, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes, rät: „Fettcreme auf unbedeckte Körperstellen, keine engen Schuhe und gut unterfütterte Windstopper-Jacken sowie Thermo-Unterwäsche sind bei Minusgraden wichtig". Erfrierungsgefahr droht schon ab einer Temperatur von minus fünf Grad, bei Wind sind bereits null Grad gefährlich.

Pistenfans sollten ihren Kopf mit einem Helm schützen, denn beim Skifahren sind Kopfverletzungen häufig. Wie die Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigt sind allerdings die Knie am häufigsten von Verletzungen betroffen, und zwar in einem Drittel der Fälle. Schuld daran sind nicht nur das Material und ungeübte Sportler sondern auch Leichtsinn, sagt Schreiber: „Carvingskier, Selbstüberschätzung und nicht selten Alkohol führen zu vielen Unfällen“. Oft würde es schon helfen vorsichtig zu sein und sich aufzuwärmen, sagt Schreiber.

Wer sich mit Eislaufschuhen aufs Eis wagt und einbricht sollte versuchen besonnen zu bleiben. Im kalten Wasser kühlt der Körper schneller aus als an der Luft. „Deshalb führt eiskaltes Wasser rasch zur Bewegungsunfähigkeit", sagt Schreiber. Schnell, aber ruhig und besonnen aus dem Wasser ist also die Devise. Helfer sollten rasch die Feuerwehr alarmieren. Vom Ufer aus kann man versuchen, die Einbruchstelle mit einem Brett oder einer Leiter zu erreichen. Im günstigsten Fall gibt es einen Rettungsball an einer Leine, den man dem Verunglückten zuwirft, damit sich dieser aus dem Wasser ziehen kann.

Danach heißt es auf die Unterkühlung reagieren: Den Verunglückten an einen windstillen Ort bringen und von nasser Kleidung befreien. „Bis zum Abtransport soll der Ersthelfer den Unterkühlten wach halten, ihn aber nicht zu Bewegung oder Gehen auffordern. Am besten ist es, ihn in wärmende Decken oder trockene Kleidungsstücke einzuwickeln“, sagt Schreiber. Nicht hilfreich sind Massagen, das Abreiben des Körpers oder das Verabreichen von alkoholischen Getränken, weil es dadurch zu weiterem Wärmeverlust kommen kann.

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08.09.2017

7.100 verletzte Mountainbiker in Österreich

Tausende Menschen zieht es Jahr für Jahr mit dem Mountainbike in die Natur. Längst Tausende Menschen zieht es Jahr für Jahr mit dem Mountainbike in die Natur. Längst

Mehr als 140.000 aktive Mountainbiker gibt es in Österreich. Nicht verwunderlich, denn Österreich bietet neben der Schweiz, Frankreich und Spanien in Europa ideale Bedingungen für die Ausübung des Sports. Doch das hat auch seine Kehrseite: „7.100 Personen verletzten sich 2016 beim Mountainbiken so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Auf die Saison von April bis Oktober gerechnet sind das über 30 Mountainbiker pro Tag!“, erläutert Dipl.-Ing. Christian Kräutler vom KFV. Da der Sport hauptsächlich von Männern ausgeübt wird (der Anteil der weiblichen Mountainbiker beträgt 25 Prozent) verwundert es nicht, dass vor allem diese am häufigsten verunfallen: Etwa 85 Prozent der Verletzten sind männlich. „Das Risiko beim Mountainbiken zu verunfallen ist für Männer deutlich höher als für Frauen. Die Altersverteilung der Verunfallten zeigt zwei Spitzen, eine bei den 25-29-Jährigen und eine bei den 50-54-Jährigen“, so Kräutler.

Verletzungen trotz guter Schutzausrüstung

Obwohl beim Mountainbiken im Vergleich zu anderen Sportarten großer Wert auf die richtige Schutzausrüstung gelegt wird (rund 90 Prozent der Mountainbiker tragen einen Schutzhelm; 70 Prozent tragen eine Schutzbrille), ist die Verletzungsschwere bei Mountainbikeunfällen oft hoch. Die häufigsten spitalsbehandelten Verletzungen betreffen die oberen Extremitäten. In schlimmen Fällen sind Wirbelsäule oder Schädel betroffen. Betrachtet man die Art der Verletzungen, so ist der Knochenbruch unangefochten auf Platz eins: Rund 50 Prozent der verunglückten Mountainbiker brachen sich beispielsweise das Schlüsselbein, die Rippen, die Unterarme oder die Schultern.

Gute Vorbereitung und genaue Risikoeinschätzung besonders wichtig

Es braucht einiges an Vorbereitung, Training und nicht zuletzt entsprechendes Material, bevor man sich auf zwei Rädern in die Berge begibt. Biker benötigen fahrtechnisches Können, das man nur mit gutem Training und entsprechender Fitness erreichen kann. Hinzu kommt, dass die Bewältigung einer mehrstündigen Tour hohe Anforderung an die sportliche Kompetenz des Bikers stellt. Körperliche Überlastung kann nicht nur motivationshemmend wirken, sondern kann die Unfallgefahr wesentlich erhöhen. Ein regelmäßiges und ausgewogenes Training über das ganze Jahr verteilt ist daher die Grundvoraussetzung für eine sichere Mountainbiketour. Aufwärmübungen, gute Tourenplanung und die passende Schutzausrüstung helfen, das Unfall- und Verletzungsrisiko zu minimieren.

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16.07.2017

"Immer wenn er Pillen nahm"

Der wichtigste Partner in der Forschung ist der Arzt, klinische Studien oder die Anwendungsbeobachtung über die Wirkung von Medikamenten sind Eckpfeiler für die neuen Heilmittel. Der wichtigste Partner in der Forschung ist der Arzt, klinische Studien oder die Anwendungsbeobachtung über die Wirkung von Medikamenten sind Eckpfeiler für die neuen Heilmittel.

In der Medizin humpelt die Transparenz so dahin, wenn es um Förderungen, Spenden und Leistungen der Pharma-Industrie geht. Die Heimlichtuerei schadet, weil der Eindruck entsteht, mit der Gesundheit werde auch ein Geschäft gemacht.

Es sind unvorstellbare Summen: Eine Billion Euro werden die Menschen 2018 weltweit für Medikamente ausgeben, für die Entwicklung eines einzigen neuen Medikaments müssen Pharmakonzerne derzeit mehr als zwei Milliarden Euro aufwenden. Und allein 100 Milliarden Euro investiert die Wissenschaft jährlich in die Krebsforschung. Dazu kommt noch die vom amerikanischen Gesundheitsökonomen Joseph DiMasi berechnete Misserfolgsquote: 80 Prozent der Forschungsausgaben muss die Arzneimittelindustrie nämlich in den Wind schreiben.

So bewegt die Pharmaindustrie jährlich Billionen. Weil die Gesundheit das höchste Gut ist und die moderne Medizin ständig nach neuen Arzneimitteln giert, bleibt die Transparenz in diesem Milliardengeschäft allerdings unterbelichtet. Der wichtigste Partner in der Forschung ist der Arzt, klinische Studien oder die Anwendungsbeobachtung über die Wirkung von Medikamenten sind Eckpfeiler für die neuen Heilmittel. Dieses Beziehungsgeflecht darf man keinesfalls verteufeln, denn ohne die Zusammenarbeit mit der forschenden pharmazeutischen Industrie könnte der Anspruch auf Spitzenmedizin in Österreich nicht aufrechterhalten werden. Nur mit staatlichen Förderungen gelingt das nicht.

Andererseits zeichnen die Millionenhonorare der Pharma-Unternehmen an die Ärzteschafft Graubereiche, wo eigentlich Transparenz notwendig wäre. Österreich und Deutschland marschieren hier im nachbarschaftlichen Gleichschritt: 562 Millionen Euro hat im Vorjahr in der Bundesrepublik die Pharma-Industrie an Ärzte und Kliniken gezahlt, in Österreich waren es 90 Millionen. In Deutschland veröffentlicht jeder vierte Mediziner seine Pharma-Einkünfte, hierzulande jeder fünfte. Das schafft Misstrauen und ruft Unverständnis hervor. Glaubwürdigkeitsdefizite sind die Folge, begleitet von Neid und Missgunst gegenüber Ärzten im Geldschein-Modus.

In der heutigen Transparenzgesellschaft darf sich eine Berufsgruppe nicht an den Rand stellen. Ein funktionierendes Gesundheitswesen benötigt gut aus- und fortgebildete Ärzte, Heimlichtuerei ist hier sicherlich fehl am Platz. Solange die Ärzteschaft und die medizinischen Einrichtungen bzw. Institutionen nicht völlig transparent agieren, bleibt nämlich auch das ungute Gefühl, dass mit der Gesundheit auch ein Geschäft gemacht wird. Ein Eindruck, der sich mit der Verpflichtung zur Offenlegung wohl leicht korrigieren ließe.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Peter Nindler
13.03.2017

Ein neuer Lebensabschnitt mit viel Spontanität: Günther Krenn freut sich auf die Pension

Der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA wünschte Günther Krenn alles Gute für den neuen Lebensabschnitt. Der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA wünschte Günther Krenn alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.

Beinahe 40 Jahre war Günther Krenn beim medizinisch-technischen Dienst fixes Teammitglied in der Unfallröntgenabteilung des Landesklinikums Wiener Neustadt. Jetzt verabschiedet er sich in den wohlverdienten Ruhestand.

„Am meisten hat mich die revolutionäre Entwicklung der Röntgentechnik fasziniert“, erzählt Günther Krenn und erinnert sich dabei an die früheren zweidimensionalen Aufnahmen, bis hin zu der ersten Zeit mit den digitalen Computertomographien und MRT’s, die er in seiner beruflichen Laufbahn gemacht hat.

Der Werdegang von Günther Krenn begann 1976 in der Schule für den medizinisch-technischen Fachdienst. Bereits 1978 trat er in den Dienst des Zentralröntgeninstitutes ein und übernahm 1982 die Leitung des Unfallröntgens. Bis zuletzt war er als leitender MTF tätig.

In seiner neugewonnen Freizeit möchte der Röntgenspezialist vor allem viel Zeit an der frischen Luft verbringen, die Ruhe genießen und ohne Zeitdruck den Tag leben. „Da können zwischendurch auch ganz spontan Urlaube geplant werden“, lacht Günther Krenn. Am meisten freue er sich aber auf Besuche seiner drei Enkelkinder.

„Es ist heutzutage etwas ganz Besonderes geworden, wenn ein Mitarbeiter über diesen langen Zeitraum an einer einzigen Dienststelle tätig ist. Wir verabschieden Herrn Krenn als wertvolles Mitglied des Teams und wünschen für die Zukunft alles erdenklich Gute“, gratuliert der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser dem Neo-Pensionisten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Markus N. / Foto: NÖ Landeskliniken-Holding
15.09.2017

Gemeinsame Diplom- und Abschlussfeier an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Wr. Neustadt

Abgeordneter zum Nationalrat Johann Rädler (5.v.r. sitzend) und die Direktorin der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Daniela Schnell (6.v.r. sitzend) gratulierten mit zahlreichen Ehrengästen den Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss ihrer Ausbildungen. Abgeordneter zum Nationalrat Johann Rädler (5.v.r. sitzend) und die Direktorin der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Daniela Schnell (6.v.r. sitzend) gratulierten mit zahlreichen Ehrengästen den Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss ihrer Ausbildungen.

In diesem Jahr nahmen 34 Absolventinnen und Absolventen der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege ihre Diplome entgegen. Zum ersten Mal wurden, neben den Diplomen, auch die Abschlusszeugnisse für die 24 Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer der Pflegeassistenz übergeben. Dieses große und erfreuliche Ereignis ging im Stadttheater in Wiener Neustadt über die Bühne.

Sehr lange haben die Absolventinnen und Absolventen beider Fachrichtungen auf diesen feierlichen Tag gewartet. Im Beisein ihrer Familienangehörigen und vieler Ehrengäste wurden ihnen ihr Diplom und ihr Abschlusszeugnis im feierlichen Ambiente des Stadttheaters überreicht. Abgeordneter zum Nationalrat Johann Rädler, der in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner teilnahm, zeigte in seiner Festrede die Vorteile beider Ausbildungen auf: „Es ist uns ein besonders wichtiges Anliegen, umfangreiches theoretisches und praktisches Wissen unter Förderung der Kreativität im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege zu vermitteln. Daher ist es mir eine große Ehre den Absolventinnen und Absolventen ihre Diplome und Abschlusszeugnisse übergeben zu dürfen.“

Im Zuge der dreijährigen Ausbildung zur diplomierten Krankenpflegerin und zum diplomierten Krankenpfleger sammelten die Schülerinnen und Schüler in insgesamt 4.600 Stunden viele Erfahrungen im theoretischen und praktischen Bereich. Mehr als die Hälfte der Ausbildungsstunden galten der Praxis, wodurch sie für den späteren Berufsalltag bestens vorbereitet wurden.

Im Berufsbild zur Pflegeassistentin und zum Pflegeassistenten, in rund 900 Stunden Theorie und 700 Stunden Praxis, ist auch die Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie verankert. Dadurch unterstützen sie den gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Ärztinnen und Ärzte. Ein Schwerpunkt in der Ausbildungszeit sind die fachpraktischen Übungen, in denen beispielsweise die Erhebung und Überwachung medizinischer Basisdaten trainiert werden.

Die Direktorin der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege, Daniela Schnell, betonte in ihrer Abschlussrede: „Wissen allein schafft für das Berufsfeld der Pflege noch kein tragfähiges Fundament. Erst in Verbindung mit einer positiven persönlichen Haltung und der Bereitschaft mit anderen Berufsgruppen zu kooperieren ist der feste Grund für eine Weiterentwicklung im Berufsalltag gegeben.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Barbara F. / Foto: Foto Steiger
08.09.2017

Zentrallabor des LK Wiener Neustadt ermöglicht Diagnose von angeborener Anomalie roter Blutzellen

v.l: MTF Susanne Körrer, OÄ Dr. Verena Ruso, MTF Birgit Kerschbaumer, der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt, Dr. Peter Gläser, MBA sowie Prim.a Dr.in Karin Köhrer, MSc, MBA, Leiterin des Zentrallabors. v.l: MTF Susanne Körrer, OÄ Dr. Verena Ruso, MTF Birgit Kerschbaumer, der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt, Dr. Peter Gläser, MBA sowie Prim.a Dr.in Karin Köhrer, MSc, MBA, Leiterin des Zentrallabors.

Eine angeborene Anomalie roter Blutzellen kann künftig schneller und sicherer festgestellt werden. Im Landesklinikum Wiener Neustadt ist es gelungen, eine neue Methodik, den EMA-Test, zu etablieren.

„Laut WHO sind etwa 7% der Weltbevölkerung Träger eines erythrozytären Defektes. Dieser angeborene Defekt der Erythrozyten, der roten Blutzellen, kann die Zellmembran oder den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin, betreffen. Beide Formen führen zu einer folgenschweren Auflösung der roten Blutzellen und Blutarmut beim Betroffenen“, erklärt der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt, Dr. Peter Gläser, MBA. Bisher waren diese Erkrankungen vor allem in Afrika und im Mittelmeerraum verbreitet. Durch die Globalisierung werden sie auch bei uns zu einem relevanten Thema.

In der Vergangenheit wurden Anomalien der roten Blutkörperchen bereits mittels Hämoglobin-Elektrophorese diagnostiziert. Seit Neuestem ist im Zentrallabor des LK Wiener Neustadt auch die Abklärung eines Erythrozyten-Membrandefekts bei Patientinnen und Patienten mit angeborener Kugelzellenanämie möglich. Diese neue Methode nennt sich EMA-Test.

„Ziel der NÖ Landeskliniken-Holding ist die bestmögliche Betreuung der Patientinnen und Patienten. Mit der neuen Diagnosemöglichkeit können wir die Versorgung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher wieder ein Stück ausbauen und verbessern. Der EMA-Test steht über das Landesklinikum Wiener Neustadt ab sofort allen NÖ Kliniken zur Verfügung“, so LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf.

„Beim EMA-Test wird anhand von Färbungen der Zellen die Anomalie festgestellt. Die roten Blutzellen färben sich bei den Betroffenen schwächer als jene der gesunden Kontrollgruppe. Mittels EMA-Test können wir sicher und zeitnah eine korrekte Diagnose stellen und die passende Therapie kann eingeleitet werden“, berichtet Prim.a Dr.in Karin Köhrer, MSc, MBA, Leiterin des Zentrallabors.

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24.08.2017

Tatkräftige Unterstützung im LK Wiener Neustadt durch engagierte Praktikantinnen und Praktikanten

Mag. Andreas Gamlich, Kaufmännischer Direktor und DKBW Susanne Irsigler, Leiterin der Servicestelle Personal im Landesklinikum Wiener Neustadt freuen sich über das große Interesse der Praktikantinnen und Praktikanten: Julia Glatz, Melina Haslehner, Jana Karoly, Martin Kerschbaumer, Julia Leitgeb, Anna Leitgeb, Stefanie Reiter, Alina Schwaiger, Sebastian Pürzl, Markus Korner, Markus Haselgruber, Benjamin Rabl und Andreas Teubi. Mag. Andreas Gamlich, Kaufmännischer Direktor und DKBW Susanne Irsigler, Leiterin der Servicestelle Personal im Landesklinikum Wiener Neustadt freuen sich über das große Interesse der Praktikantinnen und Praktikanten: Julia Glatz, Melina Haslehner, Jana Karoly, Martin Kerschbaumer, Julia Leitgeb, Anna Leitgeb, Stefanie Reiter, Alina Schwaiger, Sebastian Pürzl, Markus Korner, Markus Haselgruber, Benjamin Rabl und Andreas Teubi.

Auch diesen Sommer haben 35 junge Erwachsene im Landesklinikum Wiener Neustadt die Chance als Ferial-, oder Berufspraktikantinnen und -praktikanten einen Einblick in die Arbeitswelt zu erlangen und den Klinikalltag aktiv mitzugestalten.

„Das Landesklinikum Wiener Neustadt nimmt seine Verantwortung als einer der größten Dienststellen des Landes Niederösterreichs wahr und bildet junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus. Ich freue mich daher sehr, dass so viele junge Menschen diese Chance ergriffen haben in die verschiedenen Bereiche des Klinikums hinein zu schnuppern“, freut sich LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Die 35 Praktikantinnen und Praktikanten werden im Landesklinikum Wiener Neustadt in den Berufsalltag der unterschiedlichen kaufmännischen Bereiche des Klinikums integriert. Hier können die Jugendlichen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tatkräftig unterstützen, bereits erlernte Fähigkeiten vertiefen und Kontakte für die Zukunft knüpfen.

„Wir sind sehr froh und stolz, auch heuer wieder vielen Jugendlichen in unterschiedlichen Zeiträumen in unserem Klinikum wichtige Arbeitserfahrungen mit auf den Weg geben zu können. Außerdem sind sie eine große Unterstützung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Sommermonate“, so der Kaufmännische Direktor Mag. Andreas Gamlich.

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14.07.2017

Rührender Abschied: Apfelbaum als Dankeschön für die liebevolle Betreuung im Calimero

Hatten große Freude mit dem Geschenk v.l: die stellvertretende Leiterin Yvonne Eipeldauer, Konstantin und die Kindergartenbetreuerin Erika Rupp. Hatten große Freude mit dem Geschenk v.l: die stellvertretende Leiterin Yvonne Eipeldauer, Konstantin und die Kindergartenbetreuerin Erika Rupp.

Mit einem besonderen Abschiedsgeschenk wurden die Kindergartenpädagoginnen rund um Yvonne Eipeldauer kürzlich überrascht. Als Dankeschön für die gute Betreuung in den letzten Jahren gab es für den Kindergarten einen kleinen Apfelbaum.

„Ich bin traurig, dass ich jetzt in die Schule gehen muss“, fiel dem kleinen Konstantin nach viereinhalb Jahren in der Kinderbetreuungseinrichtung Calimero der Abschied in die Schule nicht leicht.

Am letzten Kindergartentag haben sich Konstantin und seine Mutter daher etwas ganz Besonderes einfallen lassen. An diesem heißen Sommertag gab es für das „Calimero-Team“ rund um die stellvertretende Leiterin Yvonne Eipeldauer einen kleinen Apfelbaum als Dankeschön.

Das Kindergartenteam war gerührt und freute sich über dieses besondere Abschiedsgeschenk. „Wir werden den Baum gleich gemeinsam mit unserem Gärtner und Konstantin pflanzen. In ein paar Jahren wird er an solch heißen Sommertagen wertvollen Schatten spenden und wenn der Baum dann in ein paar Jahren reichliche Früchte trägt, werden wir sicher ein großes Apfelfest machen. Da gibt es dann natürlich ein eine persönliche Einladung“, verspricht Eipeldauer.

Abschließend wünschte man Konstantin viel Erfolg in der Schule. Nach der guten Vorbereitung im Kindergarten Calimero kann ja so gut wie nichts schief gehen…

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11.06.2017

In Österreich sind fast 400.000 E-Fahrräder unterwegs

Bereits acht Prozent von Österreichs Radfahrern nutzen ein E-Fahrrad, wie die vom Institut Integral durchgeführte VCÖ-Radfahrumfrage zeigt. Bereits acht Prozent von Österreichs Radfahrern nutzen ein E-Fahrrad, wie die vom Institut Integral durchgeführte VCÖ-Radfahrumfrage zeigt.

„Österreich erlebt einen E-Fahrradboom. Wir gehen davon aus, dass heuer erstmals mehr als 100.000 E-Fahrräder verkauft werden“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. E-Fahrräder sind der Spitzenreiter unter den E-Fahrzeugen in Österreich. Während im Vorjahr nur 1.352 E-Mopeds und E-Motorräder verkauft wurden und 3.826 E-Pkw, war die Zahl der verkauften E-Fahrräder mit 86.500 um ein Vielfaches höher.

Bei der vom Institut Integral durchgeführten repräsentativen VCÖ-Radfahrumfrage wurden nun die Motive für den Kauf von E-Fahrrädern erhoben. Das Hauptmotiv ist, dass mit dem E-Fahrrad weitere Distanzen gefahren werden können. Bequemeres Radfahren, etwa bei Steigungen, wurde als zweithäufigster Grund genannt vor dem Motiv, schneller am Ziel zu sein. Für elf Prozent war das E-Fahrrad Grund, wieder mit dem Radfahren zu beginnen.

„E-Fahrräder verändern das Mobilitätsverhalten. Autofahrer lassen öfters das Auto stehen und nehmen stattdessen das E-Fahrrad“, erläutert VCÖ-Experte Gansterer. 60 Prozent der E-Fahrrad-Nutzer radeln heute Strecken, die sie früher mit dem Auto gefahren sind. Die Zahl der E-Fahrrad-Verkäufe dürfte in den kommenden Jahren weiter stark steigen: Jeder vierte Österreicher, der noch kein E-Fahrrad besitzt, kann sich den Kauf eines E-Fahrrads vorstellen. Besonders auffallend: Auch unter jenen, die derzeit im Alltag nicht Rad fahren, zeigt sich jeder Dritte am Kauf eines Elektro-Fahrrads interessiert.

Mit E-Fahrrädern können auch Distanzen von 10 bis 15 Kilometer gut mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. 60 Prozent der Autofahrten der Österreicherinnen und Österreicher sind kürzer als zehn Kilometer. „Gerade in Ballungsräumen kann die Staubelastung stark verringert werden, wenn das Potenzial der E-Fahrräder genutzt wird. Voraussetzung ist der Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr“, betont VCÖ-Experte Gansterer.

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16.08.2017

Viele Proteine müssen laufen, um Fett zu aktivieren

Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen

Wer macht was und wo, wenn die Fettspeicher im Körper aktiviert werden? Die Biochemikerin Ruth Birner-Grünberger untersucht mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF das komplexe Zusammenspiel der Aktivierung und Regulation der Lipolyse und liefert damit die Basis für neue Therapieansätze bei Krankheiten wie Diabetes oder Arteriosklerose.

Jeder Marathonläufer erreicht diesen Punkt: Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen. Wer sich ausdauernd und bei niedrigem Puls bewegt, setzt nach etwa 30 Minuten die Lipolyse in Gang. Das Gleiche passiert, wenn wir Hunger haben: Die Fettzellen bekommen ein hormonelles Signal, das Depot verfügbar zu machen und eingelagerte Fett-Tröpfchen in Fettsäuren aufzuspalten. Selbst wenn wir im moderaten Laufschritt unterwegs sind, laufen diese Prozesse im Körper blitzschnell ab. "Die Aktivierungs- und Steuerungsprozesse springen innerhalb von Sekunden an. Das geht nur, weil die Proteine für die Fettaufspaltung in der Zelle nicht erst gebaut, sondern nur entsperrt werden müssen." In ihrem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt "Hormonale Regulation der Lipolyse" hat die Biochemikerin Ruth Birner-Grünberger drei Fragen analysiert: welche Proteine bei der Fettverbrennung beteiligt sind, wo sie räumlich an den Fett-Tröpfchen in den Fettzellen interagieren und wie sie zu- oder ausgeschaltet werden.

PHOSPHAT ALS SCHALTER

Birner-Grünberger beschäftigt sich seit ihrer Postdoc-Zeit 2002 mit der Lipolyse und entwickelt in ihrer Arbeitsgruppe am Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Graz Technologien für Proteomik: "Dabei versuchen wir, für bestimmte Stoffwechselprozesse Proteine aufgrund ihrer Aktivität aufzuspüren", so die Projektleiterin. Auf der Suche nach fettspaltenden Enzymen im Fettgewebe und in der Leber wurden in Vorstudien mehrere Beteiligte gefunden: "Es gibt mehrere Lipasen, also fettspaltende Proteine, zudem weitere Proteine, die den Prozess steuern." Besonders auffällig war die Fülle an Phosphorylierungen. Mit dieser chemischen Modifikation, bei der Phosphat an Proteine gebunden wird, können in den Zellen Proteine aktiviert oder ausgeschalten werden. Das ist zeit- und energiesparender, als jedes Mal die Proteinsynthese und den Proteinabbau anzuwerfen. Im Forschungsprojekt galt es zu beantworten, wann und wo chemische Modifikationen die Proteine im Fettstoffwechsel entriegeln oder lahmlegen.

Um dem Zusammenspiel der fettspaltenden Proteine auf die Schliche zu kommen, reichten in-vitro Studien allerdings nicht aus: "Das biologische System ist komplex, stark reguliert und ortsgebunden. Wir bekommen kein vollständiges Bild, wenn wir in einem Reagenzglas Fett-Tröpfchen, Lipase und Aktivator mischen", erklärt die Forscherin. Erst die Beobachtung tierischer Zellen mittels konfokalem Laserscan-Mikroskop führte zum gemeinsamen Erfolg, denn "Forschung bedeutet heute Kooperation", betont die Biochemikerin, die mit der Strukturbiologin Monika Oberer (Universität Graz) und mit der Zellbiologin Dawn Brasaemle (Rutgers University, New Jersey, USA) zusammenarbeitete, um die Proteine für die Versuchsreihen in entsprechender Menge und Qualität zu bekommen.

RÄUMLICH UND ZEITLICH GETAKTETE AKTIVIERUNG

So konnten die ersten Schritte der räumlichen und chemischen Interaktion an den Fett-Tröpfchen in Gewebszellen enthüllt werden: Um die erste (von drei) Lipasen zu aktivieren, braucht es in der Befehlskette den Aktivator CGl58 und den Regulator Perilipin. Die beiden Proteine sitzen im basalen Zustand der Fettzellen aneinander gebunden auf dem Lipid-Tropfen. Durch die Markierung mit Phosphat trennen sie sich, CGl58 wandert an eine andere Stelle des Tropfens, um die erste Lipase (ATGL) zu aktivieren. Der Regulator Perilipin verhindert, dass die Lipasen aktiviert werden, wenn es nicht nötig ist. Das ist interessant, weil verbreitete Krankheiten wie Diabetes und Arteriosklerose durch die Überlastung des Fettstoffwechsels begünstigt werden. Wenn lange Zeit mehr Energie zugeführt wird, als der Körper verbrennen kann, wird ein sorgfältig getaktetes und räumlich austariertes System gestört.

In einem geplanten Folgeprojekt will die Leiterin der Forschungsgruppe "Functional Proteomics and Metabolic Pathways" sich mittels Phosphoproteomik (das ist die globale Analyse von Tausenden Proteinphosphorylierungen in Zellen) ansehen, welche energetischen Prozesse gleichzeitig mit der Lipolyse reguliert werden, wie zum Beispiel Glykogenabbau, und deren zeitlichen Ablauf beobachten: "Es sieht so aus, als würden sich Fett-Zellen binnen Minuten optimal darauf einstellen, dass Fettsäuren benötigt werden und wie sie weiter verarbeitet werden. Wir brauchen sie ja nicht nur für die Bereitstellung von Energie, wie etwa bei Bewegung oder Hunger, sondern auch für den Aufbau von Zellmembranen und Signalmolekülen." Um diese Analysen durchführen zu können, wurde im Projekt auch eine Methode zur verbesserten Auswertung von Proteomik-Daten entwickelt.

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18.12.2016

Erinnerungshilfen für Komapatienten

Wer aus einem Koma oder künstlichen Tiefschlaf erwacht, leidet oft unter Depressionen und Angststörungen. Wer aus einem Koma oder künstlichen Tiefschlaf erwacht, leidet oft unter Depressionen und Angststörungen.

Wer aus einem Koma oder künstlichen Tiefschlaf erwacht, leidet oft unter Depressionen und Angststörungen. Wie ein Tagebuch Hilfe bei deren Bewältigung bringen kann, berichtet das neue Vinzenz magazin.

Patienten, die eine Zeitlang im Koma oder künstlichen Tiefschlaf auf der Intensivstation eines Spitals verbracht haben, leiden danach oftmals unter psychischen Störungen wie Depressionen (28 Prozent), Angststörungen (24 Prozent) und Posttraumatischen Belastungsstörungen (22 Prozent). So werden sie etwa von Alpträumen, Halluzinationen oder Flashbacks heimgesucht. Eine Erklärung, wo die Wurzeln für diese liegen, kann den Patienten ein Tagebuch aus der Intensivstation bringen.

Erfahrungen damit gibt es aus Skandinavien, England und Deutschland – hier trägt seit mehr als 20 Jahren das Personal gemeinsam mit Angehörigen täglich wichtige Ereignisse aus dem Patientenleben auf der Station in ein Journal ein. Die positiven Erfahrungen dort haben nun das Team im Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien motiviert dieses Konzept zu übernehmen. „Unser Ziel ist es, dass Patienten diesen Zeitabschnitt rekonstruieren und verstehen können. Das kann die Albträume und den Stress lindern, worunter viele ehemalige Intensivpatienten leiden“, erklärt die Bereichsleiterin der Anästhesie- und Intensivpflege, Claudia Lehmann. „Es geht darum zu verstehen, was in dieser Zeit passiert ist, während der man ohne Bewusstsein war.“ In Planung ist zudem eine CD mit typischen Geräuschen aus der Intensivstation, deren Quelle erklärt wird.

Innovationen für die Menschlichkeit

Einer aktuellen Studie zum Thema Soziale Innovationen widmet sich ein weiterer Beitrag im neuen Vinzenz magazin. Der Hintergrund: Soziale Neuerungen und Start-ups sind entscheidend für eine Verbesserung unserer Gesellschaft und unseres Gesundheitssystems. Doch gerade in Österreich scheitern viele dieser Projekte. Die Studie der Wirtschaftsuniversität Wien im Auftrag der Vinzenz Gruppe hat nun analysiert, woran das liegt und wie man das ändern kann. Studienleiter Michael Meyer von der WU: „Österreich leidet an ‚Projektitis’. Zu viele Innovationen bleiben in der Prototypenphase hängen, es krankt an der Überführung in den Regelbetrieb.“ Lösungsansätze, die die Studie aufzeigt, sind beispielsweise die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle, einer Art „Agentur für soziale Innovation“ sowie die Unterstützung von Mentoren. Parallel dazu müsste die Förderlandschaft für soziale Start-ups ausgebaut werden.

Reha bei Fettstoffwechselstörungen

Über die erste und einzige Einrichtung Österreichs, die eine Rehabilitation bei Fettstoffwechselstörungen anbietet, spricht deren Ärztlicher Direktor in einem Interview. In der HerzReha Bad Ischl werden seit kurzem speziell erhöhte Blutfette präventiv behandelt, gefährden diese doch auf vielfältige Weise die Gesundheit: Sowohl die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung als auch die Atherosklerose sind Folgen langjährig erhöhter Blutfette. „In Europa leiden bereits geschätzte 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung an einer Fettleber. Und 10 bis 20 Prozent der Leberzirrhosen sowie Leberkrebs gehen auf das Konto erhöhter Blutfette“, erklärt Primarius Dozent Dr. Robert Berent, Ärztlicher Direktor der HerzReha. Als Folge der Gefäßverkalkungen stehen zudem Herzinfarkt und Schlaganfall an der Spitze der häufigsten Todesursachen. In der Reha können Betroffene nun lernen, welche Ernährung und Bewegung ihnen hilft.

Sichere Heimat Österreich

Berührend ist das Schicksal von Abas Jamali, der im neuen Vinzenz magazin über seine Flucht als 14jähriger aus Afghanistan erzählt und nun als Krankenpfleger Krebspatienten im St. Josef-Krankenhaus betreut. Er beschreibt die Unterdrückung durch die Taliban in seiner Heimat, den langen Weg bis nach Österreich und seinen Willen, sich hier schnell einzuleben und zu integrieren.

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18.10.2017

Skulpturengarten Landesklinikum Neunkirchen: Künstler präsentieren ihre Werke

v.l.: Bürgermeister KommR Herbert Osterbauer, Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Gerhard Koinig MBA, Josef Trattner, Pflegedirektorin Maria Aicinger MSc MAS, DI Bianca Schöller NÖ Landeskliniken-Holding Abteilung Bau- und Facilitymanagement, Thomas Hoke, Prof. Leopold Kogler, Gerhard Kaiser, Clemens Fürtler, Robert Weber, Karl Vonmetz, Abgeordneter zum NÖ Landtag Hermann Hauer, Kaufm. Direktor Dipl. KH-Bw Johann Ungersböck. v.l.: Bürgermeister KommR Herbert Osterbauer, Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Gerhard Koinig MBA, Josef Trattner, Pflegedirektorin Maria Aicinger MSc MAS, DI Bianca Schöller NÖ Landeskliniken-Holding Abteilung Bau- und Facilitymanagement, Thomas Hoke, Prof. Leopold Kogler, Gerhard Kaiser, Clemens Fürtler, Robert Weber, Karl Vonmetz, Abgeordneter zum NÖ Landtag Hermann Hauer, Kaufm. Direktor Dipl. KH-Bw Johann Ungersböck.

NEUNKIRCHEN – Im Rahmen von „Kunst am Bau“ wurde beim Neubau des Landesklinikums ein Garten mit Skulpturen heimischer Künstler errichtet. Im Beisein von Abgeordneten zum NÖ Landtag Hermann Hauer fand durch Professor Leopold Kogler die Präsentation der Künstler und deren Werke statt.

„Niederösterreich ist es ein großes Anliegen, der Kunst als Ausdrucksmittel, Kommunikationsmittel und Mittel zur Unterstützung der Gesundheit einen angemessenen Stellenwert zu geben. Sei es durch Förderungen, oder durch aktive Mitgestaltung im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden. Hier im Landesklinikum Neunkirchen gebührt ein besonderer Dank den Künstlern für ihre ansprechenden Arbeiten und Prof. Leopold Kogler für seine fachmännische Unterstützung“, so der Abgeordnete zum NÖ Landtag Hermann Hauer.

Unter dem Titel „Kunst am Bau“ wird in der NÖ Landeskliniken-Holding, in jedem Neubauprojekt sowie in großen Zu- und Umbauprojekten, Kunst gefördert und umgesetzt. Im Landesklinikum Neunkirchen wurden sowohl der Innen- als auch der Außenraum von verschiedenen Künstlern gestaltet. Das Architektenteam erarbeitete ein Konzept für die Umsetzung von „Kunst am Bau“. Dieser Entwurf wurde mit Prof. Leopold Kogler, der Klinikleitung und der Bauprojektleitung diskutiert und die Umsetzung festgelegt.

Die Skulpturen des Gartens wurden im Rahmen eines Wettbewerbes ausgewählt. Die eingereichten Entwürfe samt Modell wurden von einer 5-köpfigen Jury bewertet und die besten acht Vorschläge zur Realisierung beauftragt. Im Skulpturengarten zu sehen sind folgende Werke:

o Clemens Fürtler, Skulptur „Kapsel 2016“

o Thomas Hoke, Skulptur „Phäno-A-Typ“

o Gerhard Kaiser, Skulptur „Continous“

o Egon Straszer, Skulptur „Manifeste Figuration“

o Josef Trattner, Skulptur „O.T.“

o Karl Vonmetz, Skulptur „Eingang – Ausgang“

o Manfred Wakolbinger, Skulptur „Circulations“

o Robert Weber, Skulptur „Zusammenspiel“

Auch der Haupteingang wurde künstlerisch gestaltet, hier fand die Skulptur „Voyage“ von Manfred Wakolbinger ihren Platz.

„Das harmonische Ambiente des Gartens, hervorgerufen durch ein gelungenes Zusammenspiel von stilvoller Gartengestaltung und faszinierenden Skulpturen, lädt die PatientInnen und deren BesucherInnen zum Verweilen in einer entspannten Atmosphäre ein“, so der Kaufmännische Direktor Dipl. KH-Bw Johann Ungersböck.

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27.09.2017

"Cannabismedizin muss für PatientInnen zugänglich und leistbar sein"

Cannabismedizin muss für PatientInnen zugänglich und leistbar sein Cannabismedizin muss für PatientInnen zugänglich und leistbar sein

Die von Medizinern präsentierten Ergebnisse einer Befragung zum Thema Cannabis als Medizin zeigen eine hohe Zustimmung der Bevölkerung zu dieser Behandlungsmöglichkeit. Cannabismedizin wird erfolgreich in der Schmerztherapie, bei der Linderung von Nebenwirkungen von Chemotherapie und bei der Behandlung von einer Reihe von Krankheiten wie z.B. Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, eingesetzt.

„Wir Grünen setzen uns bereits seit einigen Jahren für Verbesserungen im Bereich Cannabismedizin ein. Derzeit sind nur teure Medikamente auf Cannabisbasis erhältlich, deren Kosten nur in ca. 30 Prozent der Fälle von den Krankenkassen übernommen werden. Wir fordern daher den Entfall der Chefarztpflicht für diese wirkungsvollen Medikamente. Cannabismedizin muss leistbar für die PatientInnen sein, die sie benötigen", meint die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein.

Die Grünen setzen sich auch dafür ein, dass Cannabisblüten wie in Deutschland nach ärztlicher Verschreibung in Apotheken bezogen werden können.

Nach dieser neuen deutschen Regelung hat das Gesundheitsministerium angekündigt, noch im Frühjahr 2017 eine ExpertInnengruppe rund um das Thema Cannabis auf Rezept einzurichten. Da nichts mehr dazu gemeldet wurde, haben die Grünen am 22.9.2017 eine parlamentarische Anfrage eingebracht, um Näheres über die ExpertInnengruppe (Mitglieder, Themen, Ergebnisse) zu erfahren.

Eine weitere wichtige Forderung ist die Fort- und Weiterbildung für ÄrztInnen über den Einsatz von Cannabis in der Medizin.

„Es muss in Österreich endlich ein Umdenken in Richtung Enttabuisierung der alten Heilpflanze Hanf stattfinden. Der Anbau von sogenanntem Medizinalhanf muss in staatlicher Kontrolle und mit verpflichtender Qualitätskontrolle stattfinden", meint Mückstein.

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28.04.2017

VKI: Jede fünfte verpackte Extrawurst war ungenießbar

Offene Wurst wurde sofort untersucht, verpackte zum Mindesthaltbarkeitsdatum überprüft. Das Ergebnis ist bei verpackter Ware alarmierend. Offene Wurst wurde sofort untersucht, verpackte zum Mindesthaltbarkeitsdatum überprüft. Das Ergebnis ist bei verpackter Ware alarmierend.

Extrawurst gehört in Österreich zu den beliebtesten Wurstsorten. Während sie früher hauptsächlich offen und frisch aufgeschnitten beim Fleischer oder Greißler gekauft wurde, findet die Extrawurst heute immer öfter verpackt aus dem Supermarktregal den Weg nach Hause zum Konsumenten. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 20 Produkte getestet, offen und verpackt, auch in Variationen wie Putenextra oder Kalbspariser, darunter fettreduzierte und Bio-Ware. Offene Wurst wurde sofort untersucht, verpackte zum Mindesthaltbarkeitsdatum überprüft. Das Ergebnis ist bei verpackter Ware alarmierend. Von den 16 Proben fielen 3 mit „nicht zufriedenstellend“ sogar durch. Details zum Test können im neuen KONSUMENT und online unter konsument.at ab 27. April nachgelesen werden.

Der VKI war in Wien und Niederösterreich unterwegs, um in Supermärkten, bei Diskontern, in einem Bio-Markt und bei einem Fleischer Proben einzukaufen. Das Hauptaugenmerk wurde mit 16 Produkten auf verpackte Ware gelegt. Offene Wurst ging viermal über die Feinkosttheke. Wobei die Sorten dieser Gruppe sich nicht sehr stark voneinander unterschieden, weder preislich (alle 12-13 Euro pro kg) noch qualitativ.

Bei der Extra in Verpackung gab es schon mehr zu entdecken und auch zu bemängeln. Erstens war der Preisunterschied mit einem Bereich zwischen 4,95 Euro und 28,63 Euro pro Kilogramm enorm. Zweitens war auch der Qualitätsunterschied gravierend. Vier Wurstproben bekamen nach dem Test die Höchstnote „sehr gut“, während drei Produkte mit „nicht zufriedenstellend“ gar durchfielen (Pöttelsdorfer Edelputen Extra, Juffinger Bio-Putenextrawurst und Ja! Natürlich Kalbspariser). Und wieder zeigte sich, dass der Preis nicht unbedingt die Qualität widerspiegelt. Die 4,95-Euro-Extra schnitt sehr gut ab, während die 28,63-Euro-Hochpreiswurst am letzten Tag der Mindesthaltbarkeit bereits stark mit Bakterien belastet war.

„Das Wichtigste auch bei der Extrawurst ist der baldige Verzehr“, rät Birgit Beck, Projektleiterin Untersuchung im VKI. „Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte die Wurst nicht bis zum Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums aufgehoben werden.“

Die Extrawurstscheiben wurden im Labor von Experten auf Aussehen und Geruch begutachtet und mikrobiologisch analysiert. Aber auch der Geschmack war ein Kriterium. Bei der Verkostung waren neben den Experten auch Laien dabei. Weitere Untersuchungsmerkmale waren die Zusammensetzung der Würste, die Kennzeichnung und die Herkunft. Wichtig für Konsumenten, die auf Fleisch aus Österreich wertlegen: Nur das rote AMA-Gütesiegel garantiert die heimische Herkunft. Sonst stammt das Kleinfleisch von Schweinen in der Wursthaut meist aus Holland, Deutschland oder Polen. Oft wissen nicht einmal die Produzenten so genau, woher ihr Fleisch kommt.

Geht es nach den Herstellern, legen die KonsumentInnen auch Wert auf die Farbe des Lebensmittels. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass 7 von 16 verpackten Produkten mit dem roten Farbstoff der Scharlach-Schildlaus aufgepeppt sind. Eine andere – für den VKI unlautere – Methode ist, das Sichtfenster der Verpackung rosa zu tönen. Der durch die ungeöffnete Verpackung vermittelte Eindruck der Ware entspricht nicht ihrer tatsächlichen Beschaffenheit. Das gilt als potentielle Irreführung des Verbrauchers.

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30.03.2017

VKI: Fertigsalate im Test – eine heikle Angelegenheit

Fertigsalate werden im Handel ganzjährig angeboten. Das Angebot ist riesig, Fertigsalate werden im Handel ganzjährig angeboten. Das Angebot ist riesig,

Selbst gemachter Salat ist natürlich immer der beste, aber dafür braucht man Zeit. Im Falle von Getreide- oder Nudelsalaten sogar viel Zeit. Denn schließlich müssen die Hauptzutaten ja erst einmal gekocht werden. Nicht jeder mag so lange warten, und die Zahl jener, die es eilig haben, steigt. Fertigsalate werden mittlerweile nicht nur in Supermarktregalen und an Feinkosttheken angeboten, auch die Bäckereiketten haben den Bereich der Convenience Produkte für sich entdeckt. 13 Fertigsalate hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in seinem aktuellen Test auf den Prüfstand gestellt, darunter zwei Wurstsalate, sechs Nudelsalate und fünf Getreidesalate. Die Ergebnisse sind ab 30. März in der Aprilausgabe der Testzeitschrift KONSUMENT zu finden.

Fertigsalate werden im Handel ganzjährig angeboten. Das Angebot ist riesig, bei der im Vorfeld des Tests durchgeführten Markterhebung wurden 140 Produkte gezählt. Die von den VKI-Testern ausgewählten Salatproben wurden sofort nach dem Einkauf mit dem Kühlwagen ins Untersuchungslabor transportiert und dort unter idealen Bedingungen bis zum Erreichen der auf der jeweiligen Verpackung angegebenen Mindesthaltbarkeit gelagert. Sobald das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht war, wurde jeder Salat organoleptisch, also mit den Augen, der Nase und dem Gaumen überprüft und danach mikrobiologisch auf Keime untersucht. Zudem wurden die Nährwerte analysiert und die Kennzeichnung kontrolliert.

Bei der organoleptischen Untersuchung war keine der 13 Proben auffällig. Bei der mikrobiologischen Untersuchung zeigte sich aber, dass eine Bewertung allein mit den Sinnesorganen nicht ausreichend ist. Der mediterrane Nudelsalat von Anker wies laut Prüfprotokoll „einen stark erhöhten Keimgehalt“ auf und war daher wertgemindert. Im Grünkernsalat von „Spar Enjoy“ war der Keimgehalt bereits überhöht. „Nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet“ lautete das niederschmetternde Urteil der Experten.

„Was Konsumentinnen und Konsumenten bei Fertigsalaten in jedem Fall bedenken sollten, ist ihre leichte Verderblichkeit. Die vielen Zutaten bilden eine große Oberfläche, auf der sich unerwünschte Keime gut vermehren können. Zwei der Produkte im Test fielen bei der Untersuchung auf Keime durch, obwohl sie unter idealen Bedingungen gelagert wurden. In der alltäglichen Praxis sind die Vorrausetzungen aber weniger ideal und daher ist eine kürzere Haltbarkeit zu befürchten“, erläutert VKI-Ernährungswissenschaftlerin Nina Siegenthaler. „Lange Transportwege nach dem Einkauf verschlechtern die Qualität. Es empfiehlt sich, den Salat erst aus dem Kühlschrank zu nehmen, wenn er tatsächlich gegessen wird. Grundsätzlich sollte Fertigsalat ausreichend gekühlt (+4 Grad C) und nach dem Einkauf möglichst bald verbraucht werden.“

In der Nährwertanalyse zeigte sich außerdem, dass alle Produkte zu viel Salz enthielten. Die Spitzenwerte lagen bei mehr als 4 Gramm Salz pro Portion. Das entspricht fast einem halben Teelöffel. Zum Vergleich: Die DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Salz einen Richtwert von 6 Gramm pro Tag, bei der Weltgesundheitsorganisation WHO sind es weniger als 5 Gramm. Zudem stellte sich heraus, dass manche Salate wahre Fettbomben sind. Dass ein Wurstsalat kein Diätessen ist, war zu erwarten. Aber pro Portion 45 Gramm Fett bei Radatz und fast 40 Gramm bei Anker hat die Experten dann doch überrascht. Auch der Zuckergehalt einzelner Produkte gab Anlass zur Kritik und bestätigte den Eindruck, dass ein Fertigsalat keineswegs eine leichte Mahlzeit sein muss.

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20.09.2017

Gemeinsame Diplom- und Abschlussfeier an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Wr. Neustadt

Abgeordneter zum Nationalrat Johann Rädler (5.v.r. sitzend) und die Direktorin der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Daniela Schnell (6.v.r. sitzend) gratulierten mit zahlreichen Ehrengästen den Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss ihrer Ausbildungen. Abgeordneter zum Nationalrat Johann Rädler (5.v.r. sitzend) und die Direktorin der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Daniela Schnell (6.v.r. sitzend) gratulierten mit zahlreichen Ehrengästen den Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss ihrer Ausbildungen.

In diesem Jahr nahmen 34 Absolventinnen und Absolventen der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege ihre Diplome entgegen. Zum ersten Mal wurden, neben den Diplomen, auch die Abschlusszeugnisse für die 24 Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer der Pflegeassistenz übergeben. Dieses große und erfreuliche Ereignis ging im Stadttheater in Wiener Neustadt über die Bühne.

Sehr lange haben die Absolventinnen und Absolventen beider Fachrichtungen auf diesen feierlichen Tag gewartet. Im Beisein ihrer Familienangehörigen und vieler Ehrengäste wurden ihnen ihr Diplom und ihr Abschlusszeugnis im feierlichen Ambiente des Stadttheaters überreicht. Abgeordneter zum Nationalrat Johann Rädler, der in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner teilnahm, zeigte in seiner Festrede die Vorteile beider Ausbildungen auf: „Es ist uns ein besonders wichtiges Anliegen, umfangreiches theoretisches und praktisches Wissen unter Förderung der Kreativität im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege zu vermitteln. Daher ist es mir eine große Ehre den Absolventinnen und Absolventen ihre Diplome und Abschlusszeugnisse übergeben zu dürfen.“

Im Zuge der dreijährigen Ausbildung zur diplomierten Krankenpflegerin und zum diplomierten Krankenpfleger sammelten die Schülerinnen und Schüler in insgesamt 4.600 Stunden viele Erfahrungen im theoretischen und praktischen Bereich. Mehr als die Hälfte der Ausbildungsstunden galten der Praxis, wodurch sie für den späteren Berufsalltag bestens vorbereitet wurden.

Im Berufsbild zur Pflegeassistentin und zum Pflegeassistenten, in rund 900 Stunden Theorie und 700 Stunden Praxis, ist auch die Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie verankert. Dadurch unterstützen sie den gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Ärztinnen und Ärzte. Ein Schwerpunkt in der Ausbildungszeit sind die fachpraktischen Übungen, in denen beispielsweise die Erhebung und Überwachung medizinischer Basisdaten trainiert werden.

Die Direktorin der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege, Daniela Schnell, betonte in ihrer Abschlussrede: „Wissen allein schafft für das Berufsfeld der Pflege noch kein tragfähiges Fundament. Erst in Verbindung mit einer positiven persönlichen Haltung und der Bereitschaft mit anderen Berufsgruppen zu kooperieren ist der feste Grund für eine Weiterentwicklung im Berufsalltag gegeben.“

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08.08.2017

Heuschnupfen hat nur wenig mit Heu zu tun!

Niesattacken, gerötete Augen und Juckreiz gehören zu den klassischen Merkmalen einer allergischen Rhinitis – im Allgemeinen Heuschnupfen genannt. Niesattacken, gerötete Augen und Juckreiz gehören zu den klassischen Merkmalen einer allergischen Rhinitis – im Allgemeinen Heuschnupfen genannt.

Es handelt sich um eine unmittelbare Überempfindlichkeitsreaktion, die während der Blütezeit von Pflanzenpollen (kleinste Blütenstaubteilchen in der Luft) ausgelöst wird.2 Im Normalfall erkennt unser Immunsystem Krankheitserreger und wehrt diese ab. Von einer allergischen Reaktion ist die Rede, wenn das Immunsystem Antikörper gegen Pflanzenpollen oder andere Stoffe bildet. Allergieauslösende Stoffe werden als Allergene bezeichnet. Eine Übersensibilität zeigt sich häufig schon im Kindesalter

Die Blütezeit allergener Pflanzen ist saisonabhängig: Neben Hasel-, Erlen-, Birken- und einigen Kräuterpollen z. B. Beifuß und Traubenkraut, sind vor allem Gräser- und Getreidepollen häufige Auslöser.

Ärzte diagnostizieren Heuschnupfen anhand allergologischer Blut- und Hauttests. Eine allergische Rhinitis kann das Risiko für Asthma steigern, deshalb sollten primäre Symptome wie Niesen, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Augenjucken und -rötung ernst genommen werden. Zu den sekundären Symptomen zählen Husten, Halsschmerzen, Mundatmung, Luftnot, Schlafstörungen und Konzentrationsstörungen.

Heuschnupfen wird in der Regel mit Antihistaminika oder Cortison behandelt, in Form von Nasensprays, Cremen und Tabletten. Mithilfe einer Allergieimpfung, auch „Hyposensibilisierung“ genannt, kann das Immunsystem an den Allergieauslöser gewöhnt werden.

Grundsätzlich sollten Betroffene Pollen meiden. Bevor es raus in die Natur geht, ist es hilfreich, Pollenflugkalender, örtliche Pollenflugberichte und -warnungen zu beachten, z. B. auf www.pollenwarndienst.at. Zusätzlich kann es helfen, Pollenschutzgitter für Fenster und Türen zu installieren und vor dem zu Bettgehen die Haare zu waschen.

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06.04.2017

Niemals geht man so ganz: Brigitte Gsellmann geht nach 38 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand

v.l.n.r.: Vorstand der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie, Prim. Dr. Erwin Wodak, Neo-Pensionistin Brigitte Gsellmann, der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA, und die leitende MTD Klaudia Tarnok. v.l.n.r.: Vorstand der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie, Prim. Dr. Erwin Wodak, Neo-Pensionistin Brigitte Gsellmann, der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA, und die leitende MTD Klaudia Tarnok.

1979 begann Brigitte Gsellmann als erste Orthoptistin im Landesklinikum Wiener Neustadt ihren beruflichen Werdegang. Besonders wichtig waren ihr dabei die Förderung der zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die dafür notwendige Entwicklung von guten Ausbildungsstrukturen.

Ein besonderes Anliegen war Brigitte Gsellmann der Aufbau und die Positionierung der „Sehschule“ als Schielambulanz. Als wesentliches Merkmal ihres Wirkens kann zweifelsohne das große Interesse am gemeinsamen Handeln in der Berufsgruppe der Medizinisch-technischen Dienste (MTD) erwähnt werden: diesem Ideal getreu, ging 2006 mit der Gründung der MTD-Plattform für Sie ein Herzenswunsch in Erfüllung. Viele gute Ideen konnten so umgesetzt werden.

Frau Gsellmann hat sich immer wieder innovativ für Neues begeistert und engagiert. Einige Tätigkeitsfelder belegen dies eindrucksvoll:

• Vorsorgeuntersuchungen in den Landeskindergärten von Wiener Neustadt

• Lehrtätigkeit an der FH für Orthoptik

• Vorstandsmitglied im Berufsverband der Orthoptistinnen

• Stv. Leitung der MTD-Plattform Landesklinikum Wiener Neustadt

Abschließend meint die leitende MTD Klaudia Tarnok: „Wir gönnen dir mit einem weinenden und einem lachenden Auge deinen neuen Lebensabschnitt. Mit einem weinenden Auge, weil du uns als Kollegin und Mensch fehlen wirst. Mit einem lachenden Auge, weil wir uns für dich von Herzen freuen, dass du nun mehr Zeit für die Verwirklichung deiner persönlichen Lebensziele hast.“

„Der hervorragende Ruf unseres Hauses als Ausbildungsstätte für den Studiengang Orthoptik ist dem persönlichen Engagement von Frau Gsellmann zu verdanken“, meint der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA anerkennend.

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06.10.2017

Die Zukunft hat begonnen – Neue Laborstraßen im Akutlabor arbeiten deutlich schneller als bisher

v.l.: BMA Nina Mayer, OÄ Dr. Verena Ruso, der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt, Dr. Peter Gläser, MBA, BMA Ilse Theissbacher sowie Prim.a Dr.in Karin Köhrer, MSc, MBA, Leiterin des Zentrallabors. v.l.: BMA Nina Mayer, OÄ Dr. Verena Ruso, der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt, Dr. Peter Gläser, MBA, BMA Ilse Theissbacher sowie Prim.a Dr.in Karin Köhrer, MSc, MBA, Leiterin des Zentrallabors.

Im Akutlabor des Landesklinikums Wiener Neustadt ist eine innovative Umstrukturierung in Betrieb gegangen. Bei den „Laborstraßen“ wurden die Immunologie-Teile ausgetauscht und entsprechen nun dem neuesten Stand der Technik. Die drei neuen Einheiten arbeiten bei gleicher Qualität der Ergebnisse schneller als sechs alte Einheiten.

„Schneller und besser ist derzeit im Bereich der Labordiagnostik nicht möglich“, schwärmt der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA. „Die drei neuen Einheiten arbeiten bei gleicher Qualität deutlich schneller als unsere sechs alten Einheiten.“ Punkten können die sogenannten „Cobas e 801“ Hochdurchsatzmodule auch durch geringeren Platzbedarf, weniger Lärm bzw. Abwärme und geringere Betriebskosten. Betroffen sind in erster Linie Patientenergebnisse, die in der Akutdiagnostik zeitliche Vorteile für unsere Patienten bringen – und das bei unverändert hoher Ergebnisqualität und gleichen Kosten.

„Unser Ziel ist es, die Niederösterreicherinnen und Niederösterreich medizinisch und pflegerisch bestmöglich zu betreuen. Deshalb entwickeln wir unsere Standorte laufend weiter, um Medizin auf höchstem Niveau bieten zu können. Mit der neuen Laborstraße können wir die Versorgung für unsere Patientinnen und Patienten im Landesklinikum noch weiter verbessern“, betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Die beiden „Laborstraßen“ sind tagtäglich 24 Stunden in Betrieb. Sie erarbeiten 4/5 der Labordiagnostik. „Mit den neuen Geräten haben wir eine Win-win-Situation für alle Beteiligten geschaffen – sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für Ärztinnen und Ärzte sowie Expertinnen und Experten im Labor. Die Umstellung auf das neue System war nur durch das Engagement der Kolleginnen und Kollegen im Zentrallabor und die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Hersteller möglich“, so Prim.a Dr.in Karin Köhrer, MSc, MBA, Leiterin des Zentrallabors.

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11.09.2017

Monika Schwarz wurde in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet

Pflegedirektorin Dr.in Evelyn Fürtinger, MAS, Stationsleitung Kinderambulanz DKKP Andrea Höld und Bereichsleitung DKKP Evelyne Peinsipp, MSc verabschiedeten sich von ihrer Kollegin DKKP Monika Schwarz (2. von links). Pflegedirektorin Dr.in Evelyn Fürtinger, MAS, Stationsleitung Kinderambulanz DKKP Andrea Höld und Bereichsleitung DKKP Evelyne Peinsipp, MSc verabschiedeten sich von ihrer Kollegin DKKP Monika Schwarz (2. von links).

Im Jahr 1980 startete die berufliche Laufbahn von DKKP Monika Schwarz im Chirurgie OP des Landesklinikums Wiener Neustadt. Nach dem Wechsel in die Unfallerstaufnahme und danach auf die 2. Interne Abteilung konnte sie auch auf der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde viele Berufserfahrungen sammeln. Dort arbeitete Frau Schwarz auf der Kinderambulanz und verübte ihre Tätigkeit bis zur Pensionierung stets mit viel Leidenschaft und Begeisterung.

Pflegedirektorin Dr.in Evelyn Fürtinger, MAS wünscht DKKP Monika Schwarz alles Gute für ihre Zukunft: „Im Namen des Landesklinikums möchten wir Frau Schwarz für die langjährige Zusammenarbeit danken und hoffe, dass sie auch weiterhin mit uns in Kontakt bleibt.“ Für den neuen Lebensabschnitt hat die angehende Pensionistin schon große Pläne. Sie möchte sich vor allem ihrem Garten widmen, in dem sie gemeinsam mit ihrer Familie viel Entspannung findet.

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07.09.2017

Erfolgreiche Rezertifizierung der Pflegedirektion des LK Wr. Neustadt nach neuer EN ISO 9001:2015

Projektteam ISO Rezertifizierung: v.l: DGKP Hubert Waldhuber, Elfriede Walli, Bettina Scheibenreif, KR Alexander Smyczko, Pflegedirektorin Dr.in Evelyn Fürtinger, MAS, DGKP Michaela Faulhaber, MBA, DGKP Ginny Weber, MAS sowie Mag. (FH) DGKP Renate Trummer. Projektteam ISO Rezertifizierung: v.l: DGKP Hubert Waldhuber, Elfriede Walli, Bettina Scheibenreif, KR Alexander Smyczko, Pflegedirektorin Dr.in Evelyn Fürtinger, MAS, DGKP Michaela Faulhaber, MBA, DGKP Ginny Weber, MAS sowie Mag. (FH) DGKP Renate Trummer.

Alle Anstrengungen haben sich gelohnt: Die Pflegedirektion des Landesklinikums Wiener Neustadt wurde 2014, nach einem ganztägigen externen Audit, nach der EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Jetzt konnte Pflegedirektorin Dr.in Evelyn Fürtinger, MAS und ihr Team als erste Pflegedirektion auch die Rezertifizierung, nach den neuen Anforderungen der EN ISO 9001:2015, erfolgreich umsetzen.

Mit der ISO-Zertifizierung und der erfolgreich umgesetzten Rezertifizierung, zählt die Pflegedirektion des Landesklinikums Wiener Neustadt österreichweit zu den Vorreitern, wenn es um Qualitätssteigerung und –sicherung geht. Die Optimierung aller Abläufe und Prozesse im Team hatte oberste Priorität. Nach der Erstzertifizierung gab es in den Jahren 2015 und 2016 interne und externe ISO Überwachungsaudits. Hier wurde kontinuierlich an der Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems, der Weiterentwicklung von Prozessen, an Handlungsrichtlinien und Verantwortlichkeiten der unterschiedlichen Tätigkeiten in der Pflegedirektion weitergearbeitet.

Und es hat sich gelohnt, denn durch die Überprüfung mit den Normanforderungen der neuen EN ISO 9001:2015 konnten die Anforderungen vom Projektteam, rund um Pflegedirektorin Dr.in Evelyn Fürtinger, MAS, erfolgreich umgesetzt werden. Die Erteilung des Zertifikates seitens der ESC Cert GmbH erfolgte in gemütlichem kleinem Rahmen von KR Alexander Smyczko.

„Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne die ein solches Projekt nicht möglich gewesen wäre“, so Projektauftraggeberin und Pflegedirektorin Dr.in Evelyn Fürtinger, MAS.

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16.07.2017

Grillunfälle - das sind die gefährlichsten Fehler der Österreicher

Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus

Mit dem Grillgeruch stellt sich automatisch das Sommergefühl ein: da sind sich mehr als die Hälfte der befragten Österreicher einer aktuellen Umfrage des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) einig. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus: Rund 500 Personen verunfallen jährlich, die meisten naturgemäß in den Sommermonaten. „Rund 80 Prozent der Verletzten müssen aufgrund von Verbrennungen und Verbrühungen (40%) und Schnittverletzungen (38%) ins Spital. Unachtsamkeit, ungeeignete Ausrüstung oder falsche Anwendung von Grillanzündern sind dabei die häufigsten Grillfehler“, sagt Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereiches Recht und Normen im KFV.

Hände und Finger werden am häufigsten verbrannt

Die häufigsten Verletzungen betreffen laut KFV-Unfalldatenbank Verbrennungen und Verbrühungen an Fingern oder Händen. Stichflammen, heißer Grillrost und heißes Öl sowie unachtsamer Gebrauch von Messern sind die häufigsten Gründe für Verletzungen. Gefolgt von Knochenbrüchen (13 Prozent) durch etwa Stolpern über Grillutensilien oder sogar über den Grill selbst.

Grillen als unterschätzte Gefahr

Bei den Sicherheitsvorkehrungen herrscht bei den Grillfans Aufholbedarf: Als beliebtes Löschmittel geben die Befragten zwar den Wasserkübel (65 Prozent) an, dennoch bereiten nur 23 Prozent aller Befragten tatsächlich einen vor oder haben Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit. Nur jeder Dritte schätzt Verletzungsgefahren beim Grillen hoch ein. „Unsere aktuelle Umfrage zeigt, dass knapp 60 Prozent von einer eher geringen bis mittelmäßigen Verletzungsgefahr beim Grillen

ausgehen. Die Gefahr beim Grillen wird demnach unterschätzt. Zwei Drittel aller Unfälle entstehen durch Unachtsamkeit oder durch fehlendes Wissen bei der Prävention“, so Kaltenegger.

„Finger weg von flüssigen Brandbeschleunigern!“

Leichtsinn und mangelnde Vorsicht im Umgang mit dem Grill ist häufig die Ursache von Bränden und Brandverletzungen, weiß Dr. Arthur Eisenbeiss, Direktor der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ und Sprecher der österreichischen Brandverhütungsstellen. „Glücklicherweise gehen viele Grillunfälle glimpflich aus. Trotzdem kommt es immer wieder zu weitreichenden, manchmal sogar zu lebensgefährlichen Zwischenfällen“, so Eisenbeiss. „Die Erfahrungen aus der Brandursachenermittlung zeigen, dass der Funkenflug aus Grillgeräten und die unsachgemäße Entsorgung der Grillkohle die häufigsten Brandursachen darstellen.“

Besonders hohe Lebensgefahr besteht bei Verwendung von flüssigen Brandbeschleunigern! „Wenn das Anzünden der Grillkohle besonders schnell gehen soll, folgt oftmals der Griff zur Spiritusflasche oder zum Benzinkanister. Die ‚Grillmeister’ sind dabei durchaus erfinderisch. Auch Bioethanol, Terpentin oder Petroleum kommen dabei zum Einsatz. Bei all diesen Produkten handelt es sich um flüchtige Stoffe, die innerhalb kurzer Zeit zu verdunsten beginnen und dabei hochexplosive Dämpfe bilden. Beim Anzünden kommt es dann zum explosionsartigen Abbrand, durch die Stichflamme wird nicht selten die Kleidung umstehender Personen entzündet“, erzählt Dr. Arthur Eisenbeiss.

Stichflammen und Rückzündungen

Die gefährlichsten Situationen beim Grillen entstehen fast immer durch die Verwendung von Brandbeschleunigern. Mindestens genauso gefährlich sind sogenannte Rückzündungen, die beim Nachschütten brennbarer Flüssigkeiten auf die Grillkohle auftreten können. Letzteres kann zu Stichflammen führen, die sich blitzschnell ausbreiten und dabei auch die Dämpfe des in der Flasche verbleibenden Brandbeschleunigers entzünden können. Besonders dramatisch werden diese Szenarien, wenn statt Brennspiritus Benzin zur Anwendung kommt. Die Benzindämpfe sind schwerer als die Luft und breiten sich schnell rund um den Grill am Boden aus. Durch einen Zündfunken kann es dann zu einer Explosion kommen und das Feuer entfacht rasend schnell: „Solche Situationen bedeuten höchste Lebensgefahr“, warnt der Brandschutzexperte. Viele Grillunfälle enden jedoch mit leichten Brandverletzungen oder mit kleineren Bränden, die – sofern sie rechtzeitig erkannt werden – wieder gelöscht werden können. Die Gefahren erklären sich anhand der im und am Grill entstehenden Temperaturen: unmittelbar über der Grillkohlenglut herrschen rund 700 oC. Selbst die „Außenhaut“ des Grills kann über 300 oC heiß werden und sowohl für Brandverletzungen als auch für Brände sorgen.

Anzündriegel, Trockenspiritus oder Sicherheitsbrennpaste

Wer also sorglos grillen möchte, sollte zum Anzünden der Grillkohle ausschließlich Sicherheitsbrennpasten oder feste Anzündhilfen wie z.B. Anzündriegel und Trockenspiritus verwenden, so ein Rat des Brandschutzexperten. Sicheres Grillen beginnt beim Aufstellen des Grillgeräts und endet beim Ablöschen der Grillkohle: „Der Grill selbst muss stabil bzw. standsicher sein und mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Materialien aufgestellt werden. Nach dem Grillen sollte die Kohle gänzlich mit Wasser geflutet werden, weil sich andernfalls selbst in einem scheinbar ausgekühlten Grill ohne weiteres bis zu 72 Stunden lang noch Glutreste darin halten können“, rät Eisenbeiss.

Sicherheitstipps beim Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Bereits beim „Auswintern“ den Grill auf Stabilität und festen Zusammenbau prüfen.

Der Grill sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Grill nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Grill nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgrill grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

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06.07.2017

„Damit jeder Handgriff sitzt“: Sicherheitstage im Landesklinikum Wiener Neustadt

v.l.: Oberbrandmeister Manfred Schopf, Hygienefachkraft DGKP Antje Krellmann und Oberbrandmeister Andreas Gregor. v.l.: Oberbrandmeister Manfred Schopf, Hygienefachkraft DGKP Antje Krellmann und Oberbrandmeister Andreas Gregor.

Hohes Interesse verzeichneten die Betriebsfeuerwehr und die Stabstelle für Hygiene, beim ersten Block der jährlichen Schulungen in Praxis und Theorie im Rahmen der Sicherheitstage des Landesklinikums Wiener Neustadt. Auch für das Logistikzentrum sind Brandschutztage vorgesehen.

„Mit klarem Kopf im Ernstfall gerüstet sein!“ Unter diesem Motto gab es bei der Betriebsfeuerwehr neben einer theoretischen Brandschutzschulung auch ein spannendes Löschtraining mit dem Feuerlöscher. „Wir wollen durch diese, im Notfall überlebenswichtige Trainingseinheit, das Bewusstsein für den Brandschutz stärken. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter hat somit die erforderlichen Handgriffe und Gedankengänge für den Notfall geprobt“, erzählt der Kommandant der Betriebsfeuerwehr ABI Robert Fuchs.

Auch das Hygieneteam konnte mit einem speziellen UV-Gerät, welches alle Benetzungslücken durch den fluoreszierenden Zusatz im Desinfektionsmittel sichtbar macht, einen beeindruckenden Beitrag zur Bewusstseinssteigerung in Punkto Sicherheit leisten. „Zur Maximierung des Schutzes von Patientinnen und Patienten sowie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ist es notwendig, durch die richtige Anwendung der Händedesinfektion, die Infektionsketten zu unterbrechen. Dies ist auch im Hinblick auf die Übertragung von multiresistenten Keimen von enormer Wichtigkeit“, betont Hygienefachkraft DGKP Antje Krellmann von der Stabstelle Hygiene.

Der zweite Block der hauseigenen Sicherheitstage wird im Herbst stattfinden. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Logistikzentrums werden dann eine verpflichtende Brandschutzübung absolvieren, die an die Gegebenheiten des Hauses angepasst ist.

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