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Sport/Gesundheit

28.11.2017

Skigebiete in Österreich: Immer teurer!

Skigebiete in Österreich: Immer teurer! Skigebiete in Österreich: Immer teurer!

Seit 14 Jahren beobachtet der Verein für Konsumenteninformation (VKI) die Preisgestaltung der heimischen Skigebiete. Und seit 14 Jahren kennen die Preise nur eine Richtung: nach oben. Das zeigt auch die aktuelle Erhebung für die Saison 2017/18. Im Durchschnitt verteuerte sich eine Erwachsenen-Tageskarte im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Noch deutlicher zeigen sich die Preiserhöhungen bei 6-Tages-Tickets. Diese Mehrtagespässe für Erwachsene legten gegenüber der vorigen Saison um durchschnittlich 3,3 Prozent zu. Die Kartenpreise gondeln damit schneller nach oben als die Inflation, die über die letzten Monate etwa 2 Prozent betrug. Den höchsten Preisgipfel müssen die Wintersportler in Kitzbühel bezwingen. Am günstigsten sind die Tagestickets in Wenigzell und in Raggal.

Gekonnt seine Schwünge in den Schnee ziehen oder einfach nur begeistert die Pisten runterrutschen – das gehört im Winter immer noch zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen in Österreich. Bevor aber die Wintersportausrüstung angelegt wird, muss ordentlich Geld für die Liftkarte abgelegt werden. Und zwar Jahr für Jahr mehr. Die Seilbahnwirtschaft rechtfertigt sich dafür mit aus ihrer Sicht nötigen Investitionen. Diese gilt es natürlich wieder hereinzuspielen. Die Folge sind eben Preisanstiege, die klar über der Inflation liegen.

Üblich sind jährliche Verteuerungen für Erwachsenen-Tageskarten um 50 Cent oder 1 Euro. Kitzbühel hält sich heuer nicht mit Bescheidenheit auf und erhöht gleich um 2 Euro. Somit kostet das Ticket 55 Euro. Die Tiroler Nobelstadt ist damit Spitzenreiter. Kaufen sich Erwachsene in den günstigsten Gebieten wie Wenigzell in der Steiermark oder Raggal in Vorarlberg für einen Tag eine Liftkarte, kostet das 22 Euro. „Die großen und teuren Skiregionen haben natürlich viel mehr Pistenkilometer zur Verfügung als die kleinen. Allerdings stellt sich die Frage, ob dieses große Angebot an Pisten überhaupt ausgenutzt werden kann, vor allem an einem Tag“, sagt VKI-Projektleiter Markus Stingl. Bleibt man länger in einem Wintersportgebiet, sind Mehrtagespässe wohl eine Überlegung wert. Der VKI hat sich deshalb auch die Preise der 6-Tages-Tickets angesehen. Hier werden die 266 Euro in Kitzbühel von einigen Skischaukeln überboten, angeführt von Ischgl/Samnaun mit 290 Euro. „Immerhin, die 300-Euro-Grenze wird diese Saison also noch nicht durchbrochen“, konstatiert Stingl. Am anderen Ende der Preisskala positioniert sich Königsberg-Hollenstein in Niederösterreich mit 110 Euro für den 6-Tages-Pass für Erwachsene.

Auch wenn sich die kleinen Skigebiete mit nur wenigen Pistenkilometern schwer mit den großen Skischaukeln vergleichen lassen, die Hunderte Kilometer Abfahrten bieten – beträchtliches Geld lässt sich auf jeden Fall sparen. Wem weniger Angebot reicht, der kann in einem kleinen Skigebiet 6 Tage die Lifte benützen und zahlt dafür gleich viel wie jemand für 2 Tageskarten in einer riesigen Skischaukel.

Neben dem Trend der jährlichen Preiserhöhung gibt es auch den Trend des Kampfes kleinerer Skigebiete ums Überleben – heuer wurden auf der Frauenalpe bei Murau in der Steiermark die letzten Liftanlagen abgebaut. „Während die großen Skigebiete mit riesigen Investitionssummen klotzen, kommen die kleinen im Verdrängungswettbewerb unter die Räder“, sagt Stingl. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Am Fuße des Hauser Kaibling wurden allein 5,5 Millionen Euro in eine neue Après-Ski-Hütte investiert. „Mit dieser Summe wäre der Betrieb von so manchem kleinen Skigebiet für 10 Jahre gesichert.“

Untersucht wurden Tages- und 6-Tages-Karten in den Kategorien Kind, Jugendlicher, Erwachsener und Senior in 102 österreichischen Skigebieten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
04.10.2018

10 Jahre Palliative Care im Landesklinikum Wiener Neustadt - Feier und Fortbildung

v.l.n.r.: OÄ Dr. Ljiljana Durovic, Leiterin PKD am LK Wr. Neustadt; DGKP Astrid Soffried, MSc, PKD; Abgeordneter zum NÖ Landtag Franz Dinhobl; die Kollegiale Führung des LK Wr. Neustadt: Dipl. KH-BW Christa Grosz, MBA, MBA, Pflegedirektorin; Mag. Andreas Gamlich, Kaufmännischer Direktor; Dr. Peter Gläser, MBA, Ärztlicher Direktor; v.l.n.r.: OÄ Dr. Ljiljana Durovic, Leiterin PKD am LK Wr. Neustadt; DGKP Astrid Soffried, MSc, PKD; Abgeordneter zum NÖ Landtag Franz Dinhobl; die Kollegiale Führung des LK Wr. Neustadt: Dipl. KH-BW Christa Grosz, MBA, MBA, Pflegedirektorin; Mag. Andreas Gamlich, Kaufmännischer Direktor; Dr. Peter Gläser, MBA, Ärztlicher Direktor;

WIENER NEUSTADT. Das Team des Palliativkonsiliardienstes (PKD) hat zu seinem 10-jährigen Bestehen zum Palliativtag unter dem Motto „Palliative Care: Mythos und Wahrheit“ ins Bildungshaus St. Bernhard geladen.

Nach der feierlichen Eröffnung und Begrüßung durch den Abgeordneten zum NÖ Landtag Franz Dinhobl, der in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner festliche Worte zum Jubiläum des Palliativkonsiliardienstes gefunden hat, startete der Tag mit einer Interviewrunde des PKD-Teams. „Es ranken sich viele Mythen um die Palliativarbeit – beispielsweise, dass es sich dabei „nur“ um Sterbebegleitung handelt. Die Wahrheit ist, dass Palliativarbeit eigentlich Lebensbegleitung oft über viele Monate und Jahre bedeutet“, erklärt Oberärztin Dr. Ljiljana Durovic, Leiterin des Palliativteams im LK Wr. Neustadt.

Danach warteten auf die rund hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Palliativtages zahlreiche hochqualitative Fachvorträge rund um Mythen und Wahrheit in der Palliativarbeit. Es wurde referiert und diskutiert über Themen wie Konflikte am Sterbebett, welche Unterstützung eine onkologische Pflegekraft Kindern krebskranker Eltern anbieten oder auch, was Musiktherapie wirklich leisten kann.

„Die Arbeit unseres Palliativteams in Wr. Neustadt ist für Patientinnen und Patienten nicht mehr wegzudenken. Überhaupt ist es wichtig, dass die Palliativkonsiliardienste im letzten Jahrzehnt in Österreich Fuß gefasst haben, denn die Wahrheit – wie auch immer diese aussieht – ist den Menschen zumutbar und muss ausgesprochen werden. Nur so können die Patientinnen und Patienten ihre weitere Lebensplanung gestalten“, sagt die Pflegedirektorin des Landesklinikums, Dipl. KH-BW Christa Grosz, MBA, MBA.

Erklärung Palliative Care

Palliativpflege gewährleistet Patientinnen und Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung durch fachlich fundierte, umfassende, individuelle und kreative Pflege eine möglichst hohe Lebensqualität und Selbstbestimmung. Unter Einbeziehung und Begleitung der Angehörigen soll ein Umfeld geschaffen werden, in dem die Bewältigung krankheitsbedingter Krisen und schwieriger Situationen ermöglicht und die Zeit des Abschiednehmens über den Tod hinaus als wertvoll erlebt wird.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Doris Z. / Foto: Landesklinikum Wr. Neustadt
08.02.2018

SPAR reduziert tatsächlich Zucker in Eigenmarken

 Zucker wird in SPAR-Eigenmarken tatsächlich reduziert und nicht durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt Zucker wird in SPAR-Eigenmarken tatsächlich reduziert und nicht durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt

„Die Rübenbauern“ haben in einer heutigen Aussendung behauptet, SPAR ersetze in seinen Produkten österreichischen Zucker durch zwei aus Sicht der Rübenbauern bedenkliche Süßstoffe. So meinen "Die Rübenbauern" folgendes: "Spar aber macht derzeit zweierlei: Einerseits ersetzt das Unternehmen in seinen Produkten österreichischen Zucker durch zwei Süßstoffe, die das Unternehmen „Spar Vital Zukka“ und „Spar Vital Birkenzucker“ nennt. Die chemischen Bezeichnungen dahinter lauten für Zukka „Erythrit“ und für Birkenzucker „Xylit“.

Laut Literatur können bei beiden Stoffen unangenehme Begleiterscheinungen auftreten, wie etwa Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Wie bei vielen neuen Substanzen seien die langfristigen Nebenwirkungen auf den Körper durch Erythrit noch nicht zur Gänze bekannt."

SPAR entgegnet: Zucker wird in SPAR-Eigenmarken tatsächlich reduziert und nicht durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt.

„Denn der beste Weg für eine gesündere Ernährung ist die generelle Reduktion von Zucker“, so SPAR-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel.

In mehr als 50 Eigenmarkenprodukten hat SPAR bereits Zucker reduziert. Bei rund 300 weiteren SPAR-Eigenmarkenprodukten wird an der Zuckerreduktion gearbeitet. Mindestens 1.000 Tonnen Zucker entfernt SPAR in den nächsten Jahren aus den Eigenmarkenprodukten.

Alle Maßnahmen zur Zuckerreduktion, auch die Zuckeralternativen, die SPAR im Sortiment anbietet, wie SPAR Vital Birkenzucker oder SPAR Vital Zukka (Erythrit) sind mit dem wissenschaftlichen Ärztebeirat der SPAR abgesprochen. Dem wissenschaftlichen Ärzteeirat gehören namhafte Ärzte, wie zum Beispiel Prof. Dr.med. Markus M. Metka und Prim. Univ.-Prof. Dr.med. Fritz Hoppichler und Diätologinnen an.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
22.11.2017

Tag der gesunden Raumluft: Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Raumluft abhängig

v.l.n.r.: Komm.-Rat Anton Koller, Fachgruppenobmann WKO-Gesundheitsberufe, Mag. Manuela Lanzinger,Fachberatung Umweltbildung "die umweltberatung", Mag. Thomas Schlatte, Plattformsprecher MeineRaumluft.at, Erwin Stella v.l.n.r.: Komm.-Rat Anton Koller, Fachgruppenobmann WKO-Gesundheitsberufe, Mag. Manuela Lanzinger,Fachberatung Umweltbildung "die umweltberatung", Mag. Thomas Schlatte, Plattformsprecher MeineRaumluft.at, Erwin Stella

Die Plattform „MeineRaumluft.at“ weist am Tag der gesunden Raumluft, dem 22.11., in Projektkooperation mit "die umweltberatung" und der WKO-Gesundheitsberufe, erneut auf Bedeutung und Auswirkungen der Qualität der Raumluft in Zusammenhang mit Gesundheit und Lebensqualität hin. Aktuelle Themen sind die neuesten Ergebnisse aus den österreichweiten umfangreichen Messungen in Büroräumen sowie die erstmalige Präsentation eines kompakten Raumluft-Leitfadens für den Wohn-, Schul- und Arbeitsbereich im deutschen Sprachraum.

Trockener Arbeitsalltag

Bereits seit über zwei Jahren bieten die WKO Gesundheitsberufe über die Bundesinnung der Augenoptiker/Optometristen gemeinsam mit der Plattform MeineRaumluft.at Unternehmen ein kostenloses Mess- und Beratungsservice österreichweit an: Dabei werden Arbeitsplätze auf Luftqualität, generelles körperliches Wohlbefinden und Augengesundheit bewertet. Die aktuellen Daten aus 248 Büromessungen und 422 untersuchten Arbeitsplätzen zeigen ein durchaus bedenkliches Bild. Einer der großen Sorgenfaktoren ist die relative Luftfeuchtigkeit: Diese liegt im Durchschnitt am unteren Ende von knapp über 40 %. Bei nahezu einem Drittel aller Messungen lag die Luftfeuchtigkeit sogar unter diesem Wert. Neben häufig auftretenden Augenproblemen (Office-Eye-Syndrom) kann die zu trockene Luft außerdem zu austrocknenden Schleimhäuten, damit einhergehender erhöhter Infektionsrate sowie Hautreizungen führen.

Zu hoher Kohlendioxid-Gehalt in Schulen und Büros

CO2 steht aktuell im Rahmen der Klimawandeldiskussion wieder intensiv im Fokus. CO2 gilt als Leitwert für die generelle Luftqualität und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit. Bereits bei 1.000 ppm (0,1 Vol%) CO2-Konzentration in der Raumluft empfinden ein Fünftel aller Menschen die Raumluftqualität als unbefriedigend. Die CO2-Konzentration in Innenräumen wird allerdings weiterhin stiefmütterlich behandelt. Hier ist der CO2-Gehalt durch unsere Atmung hauptsächlich hausgemacht. Über geeignete Maßnahmen (Fensterlüftung, Lüftungsanlagen etc.) sind zu hohe Konzentrationen leicht zu vermeiden.

Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Raumluftqualität abhängig

1.000 ppm CO2-Konzentration in der Raumluft sind ebenfalls als guter Anhaltspunkt, wenn es um die Raumluft in Büros geht. Auch wenn dieser Wert bei Büromessungen oft nur knapp erreicht wird, ist es bedenklich, dass diese Grenze bei knapp einem Fünftel aller Messungen (19 %) bereits überschritten wurde. Bei jeder zehnten Messung lag der Wert gar über 1.400 ppm.

„Neben der teilweise bedenklichen Raumluftqualität in Büros, führt die permanente Bildschirmarbeit zu Augen- und Sehbeschwerden. Hinzu kommen durch mangelnde Bewegung und verkrümmte Haltung weitere Problemen im gesamten Bewegungsapparat - wie z.B. im Bereich von Schultern oder Nacken. Damit leiden nicht nur die Befindlichkeit und Gesundheit, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, zeigt KommRat Anton Koller von der WKO Fachgruppe Gesundheitsberufe auf.

Präsentation eines Raumluft-Leitfadens für Wohn-, Schul- und Arbeitsbereich

Mit den umfassenden Daten aus den Büromessungen und den Daten aus einer von der Plattform MeineRaumluft.at bereits durchgeführten Messstudie in über 1.000 Schulklassen liegen unverrückbare Erkenntnisse zur Raumluftqualität in Österreich vor. Dies hat die Plattform MeineRaumluft.at dazu veranlasst, in enger Zusammenarbeit mit "die umweltberatung" und der WKO-Gesundheitsberufe, erstmalig im deutschsprachigen Raum, einen kompakten Leitfaden für eine gesunde Raumluft zu erarbeiten. „"Natürlich kann und soll jede Person einen Beitrag zum Schutz des Klimas und damit der Luftqualität beitragen – aber unmittelbaren Einfluss auf die Luftqualität haben wir nur im Innenraum". Der MeineRaumluft-Leitfaden zielt darauf ab, wesentliche Qualitätsfaktoren aufzuzeigen und praktikable Tipps zur Verbesserung der Raumluft zu geben“, begründet Mag. Thomas Schlatte Sprecher der Plattform MeineRaumluft.at die Initiative.

Mit dem Raumluft-Leitfaden durch den Wohn-, Arbeits- und Schulalltag

Die meiste Zeit unseres Lebens – nämlich ca. 90 % – halten wir uns in Innenräumen auf. Die eigenen vier Wände, der Arbeitsplatz und der Klassenraum haben den größten Anteil. Der kompakte Raumluft-Leitfaden zeigt auf, mit welchen einfachen Maßnahmen das Raumklima verbessert und optimiert werden kann. Ein gesonderter Teil des Raumluft-Leitfadens widmet sich dem Neubau, der Sanierung und Renovierung. Vor Beginn einer Bauphase ist es am einfachsten und auch kosteneffizientesten auf ein gesundes Raumklima - insbesondere bei der Auswahl von Baustoffen und Technologien - zu achten.

„Der Raumluft-Leitfaden ist für den Alltagsgebrauch als praxisorientierter Ratgeber gedacht. Er zeigt, wie wir Einfluss auf die Raumluft und damit auf unsere Gesundheit nehmen können“, zeigt sich DI Markus Piringer von "die umweltberatung" überzeugt, damit an einer Bewusstseinsbildung und Verhaltensänderung beizutragen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: MeineRaumluft /APA-Fotoservice/Tanzer
27.09.2018

Diamantene Hochzeit im Landesklinikum Neunkirchen

Das glückliche Ehepaar Elfriede und Horst Starnberger Das glückliche Ehepaar Elfriede und Horst Starnberger

NEUNKIRCHEN – Trotz seines Krankenhausaufenthaltes gelingt es Herrn Starnberger seine Frau zur Diamantenen Hochzeit mit einer kleinen Feier zu überraschen.

Vor 60 Jahren gaben sich Elfriede und Horst Starnberger das Jawort - etwas, was Herr Starnberger trotz seines Krankenhaus-Aufenthaltes unbedingt feiern wollte! Um seine Frau überraschen zu können, bat er das Pflegeteam der Bettenstation 1 um Unterstützung. Mit Freude wurde dem Patienten bei den Vorbereitungen geholfen. So wurden auf seinen Wunsch hin rote Rosen für seine Elfriede besorgt. Sekt zum Anstoßen und Herzluftballons wurden vom Team spendiert.

„Trotz dauernder Schmerzen hat mein Mann dies alles vorbereiten lassen und das ganze Pflegeteam war dabei. So möchte ich mich bedanken für die wunderbare Pflege und die Menschlichkeit auf dieser Station“, freut sich Frau Starnberger.

Herr Starnberger erzählte ein bisschen vom Kennenlernen und dem gemeinsamen Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Sehr berührend für alle, zu sehen, dass auch nach 60 Jahren die Liebe und die Romantik nicht abhandengekommen sind.

Das Team des Landesklinikums Neunkirchen gratuliert sehr herzlich und wünscht alles Gute!

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Irmgard E. / Foto: Landesklinikum Neunkirchen
27.09.2018

10. Intensivpflegekongress des LK Wr. Neustadt lockt hunderte Teilnehmer in die Arena Nova

DGKP i.R. Robert Meixner umringt von Prim. Dr. Helmut Trimmel, Abteilungsvorstand Anästhesie-, Notfall- und Allgemeine Intensivmedizin und dem Organisationsteam DGKP i.R. Robert Meixner umringt von Prim. Dr. Helmut Trimmel, Abteilungsvorstand Anästhesie-, Notfall- und Allgemeine Intensivmedizin und dem Organisationsteam

WIENER NEUSTADT. Unter dem Motto „The dark side of the moon. Licht- und Schattenseiten der Intensivbehandlung“ wurden am 13. und 14. September in zwei Veranstaltungssälen Fachvorträge zur Intensiv- und Kinderintensivpflege sowie zu Themen der Anästhesiepflege geboten.

„Neue Entwicklungen in medizinischer, aber auch soziokultureller Hinsicht und Fragen von Ausbildung und Training und deren Auswirkungen auf den täglichen Arbeitseinsatz in der Anästhesie, Neonatologie und Kinderintensivpflege sind nur einige der Themen, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Österreich in Vorträgen und Diskussionen von und mit Expertinnen und Experten geboten werden“, erklärt Prim. Dr. Helmut Trimmel, MSc, Vorstand der Abteilung für Anästhesie-, Intensiv- und Allgemeine Notfallmedizin am Landesklinikum Wiener Neustadt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich am ersten Tag durch gut gewählte Schwerpunktsetzungen in ihren jeweiligen Bereichen fortbilden. „Vorträge und Diskussionen zur Patientensicherheit oder auch zu alternativen Behandlungsmethoden in der pädiatrischen Intensivmedizin sind einige der Schwerpunkte am Donnerstag“, erklärt DGKP Mag. (FH) Renate Trummer, Bereichsleiterin Intensivpflege, aus dem Organisationteam. „Der Freitag steht im Zeichen gemeinsamer Themen, wie beispielsweise der psychologischen Betreuung auf Intensivstationen im Erwachsenen- und Kinderbereich oder auch einer möglichen Bedrohung durch Terrorismus und Kriminalität“, so Trummer weiter.

„Medizinische und pflegerische Qualität auf höchstem Niveau ist, was wir uns in unseren niederösterreichischen Kliniken an die Fahnen heften. Der Intensivpflegekongress, in diesem Jahr ausgerichtet durch das Landesklinikum Wr. Neustadt, ist ein fixer Bestandteil auf dem Fortbildungssektor geworden, um unser medizinisches und pflegerisches Level zu halten und gleichzeitig stetig zu erweitern“, sagt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

„Der Intensivpflegekongress hat sich in den vergangen Jahren zum größten Pflegekongress Österreichs entwickelt, der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Land anlockt. Als Bürgermeister der Stadt Wiener Neustadt macht es mich stolz, diese Fortbildungsmöglichkeit bei uns in der Arena Nova ausrichten zu dürfen“, so Mag. Klaus Schneeberger.

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung und Begrüßung gab es beim 10. Intensivpflegekongress einen ganz speziellen Punkt, nämlich die Ehrung von DGKP i.R. Robert Meixner. „Robert Meixner war vor 10 Jahren maßgeblich daran beteiligt, dass der Intensivpflegekongress ins Leben gerufen wurde. Ohne seinen Impuls und unermüdlichen Einsatz würde es diesen Kongress in seiner heutigen Form nicht geben. Dass der Intensivpflegekongress sich als Meilenstein der Fortbildung und als perfekte Möglichkeit für Vernetzung und Erfahrungsaustausch etabliert hat, verdanken wir zu einem großen Teil Herrn Meixner“, betont DGKP Dipl. KH-BW Christa Grosz, MBA, MBA, Pflegedirektorin des Landesklinikums Wiener Neustadt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Doris Z. / Foto: Landesklinikum Wr. Neustadt
24.09.2018

"Drei Viertel aller Unfälle nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt"

"Drei Viertel aller Unfälle nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt" "Drei Viertel aller Unfälle nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt"

Täglich verletzen sich in Österreich laut aktueller Unfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit mehr als 2.100 Menschen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Darauf weist UNIQA anlässlich der „Europäischen Woche des Sports“ #beactive hin. Auf das Jahr gerechnet sind das über 780.000 Menschen, die bei Unfällen verunglücken, 26.220 davon sogar schwer. Haushalts- Freizeit sowie Freizeitsportunfälle sind die häufigsten Unfallursachen, gefolgt von Verkehrsunfällen. Drei Viertel aller Unfälle sind nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt. Unfälle in den eigenen vier Wänden und in der näheren Wohnumgebung stellen mit 39 Prozent den Großteil aller Unfälle dar (303.900 Verletzte), während sich 36 Prozent der Unfälle (285.900 Verletzte) bei der Ausübung eines Freizeitsports ereignen. Ein Viertel aller Unfälle (194.500 Verletzte) tragen sich im Straßenverkehr zu.

Jeder zweite Österreicher hat keine Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung steigt dort ein, wo das staatliche System aussteigt. In Österreich hat jeder über die staatlichen Systeme eine Grundversicherung: Erstversorgung, Behandlung, Rehabilitation und nach einem Arbeitsunfall auch eine Rente bei Berufsunfähigkeit. Nur reicht der staatliche Schutz oft nicht aus, vor allem wenn ein Unfall in jungen Jahren passiert und nur wenig Versicherungszeiten zu Buche stehen. Aber die Berufsunfähigkeit bei 70 Prozent aller Unfälle ist gar nicht gedeckt, weil so viele nämlich in der Freizeit passieren und hier bietet nur die private Unfallversicherung Schutz. Die private Unfallversicherung deckt je nach gewähltem Produkt auch bleibende Schäden, Berufsunfähigkeit, Bergekosten und Privatarztkosten bei Freizeit- und bei Arbeitsunfällen. Übrigens: In der Regel deckt eine Unfallversicherung sogar Folgebeeinträchtigungen, die durch Borreliose oder FSME hervorgerufen werden.

Obwohl eine Unfallversicherung zu der absoluten Basisabsicherung zählt, auf die niemand verzichten sollte, hat nur jeder zweite Österreicher eine Unfallpolizze abgeschlossen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
27.08.2018

Schneefall im August: Der Ironman Zell am See-Kaprun wurde zum Swim-Run Bewerb

Am Podium Michael Weiss, Andreas Giglmayr Am Podium Michael Weiss, Andreas Giglmayr

Der Zeller See war beim heutigen Ironman noch der wärmste Ort für die 2.200 Athleten. Der Wetterumschwung am Wochenende bewirkte Schneefall bis auf 1.200m. Aufgrund der tiefen Temperaturen von 2 Grad am Filzensattel, dem höchsten Punkt der 90km Radstrecke, entschieden die Veranstalter das erste Mal in der Geschichte der Austragung in Zell am See-Kaprun gemeinsam mit dem Offiziellen, den Bewerb als "Swim-Run" Bewerb auszutragen.

Um 13 Uhr warfen sich die Teilnehmer in den Zeller See und verwandelten diesen in stürmisches Gewässer. Nach 23:18 Minuten entstieg Florian Angert aus Deutschland als Erster dem Zeller See. An seinen Fersen Manuel Küng aus der Schweiz und David Hanko mit nur zwei Sekunden Rückstand. Bester Österreicher nach dem Schwimmen war der Salzburger Andreas Giglmayr mit 51 Sekunden Rückstand

Tausende Zuseher säumten danach die Laufstrecke entlang der Seeufer Promenade. Nach 15 von 21 Laufkilometer übernahm Michael Weiss von Andreas Giglmayr die Führung und gab diese auf den verbleibenden sechs Kilometer nicht mehr ab. Hinter Weiss kam Andreas Giglmayr auf Rang zwei über die Ziellinie und komplementierte den heimischen Doppelsieg. Rang drei ging an den Ungarn Laszlo Tarnai. Als erster Athlet gewann Michael Weiss in einem Jahr die drei Österreichischen Bewerbe IRONMAN 70.3 St. Pölten, IRONMAN Austria-Kärnten und IRONMAN 70.3 Zell am See-Kaprun.

Nach dem Schwimmen lag Beatrice Weiss in Führung. Die junge Kärntnerin führte das Feld auch auf der Laufstrecke einige Kilometer an, ehe Laura Philipp die Führung übernahm und diese bis ins Ziel nicht mehr abgab. Rang zwei holte sich die zweifache Olympiateilnehmerin Barbara Riveros vor der Belgieren Alexandra Tondeur. Beste Österreicherin wurde Eva Wutti auf Rang 4.

„Das Triathlon Wochenende der Superlative in unserer Region mit dem IRON GIRL Run, der Ö3 Disco sowie dem IRONKIDS Bewerb, feierte heute mit dem IRONMAN 70.3 Zell am See-Kaprun einem traumhaften Höhepunkt, der das Wetter überstrahlte. Ein Teilnehmerfeld von über 2.200 trotz dieses eher winterlichen Wetters unterstreicht die Klasse Veranstaltung“, resümiert die Tourismusdirektorin Mag. Renate Ecker. Ecker ergänzt: ,,Das zeigt wieder einmal den hohen Stellenwert dieser Veranstaltung und das Zell am See-Kaprun mit seinen Nachbargemeinden zu den wichtigsten internationalen Triathlon-Regionen gehört. Und außerdem sind wir dieses Jahr besonders stolz, der am schnellsten ausverkaufte Ironman 70.3 in Europa zu sein. Wir erwarten eine Wertschöpfung in der Höhe von etwa 4,5 Millionen Euro. Ein ganz besonderer Dank gilt den über 2.000 freiwilligen Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre“

Sportlandesrat Stefan Schnöll zeigte sich ebenso beeindruckt von der Leistung der Athleten und Helfer: "Als Hobbytriathlet und Sportlandesrat freut es mich, dass heute bereits zum 7. Mal der IRONMAN 70.3 in der Region Zell am See-Kaprun stattgefunden hat. Diese Veranstaltung ist für das Sportland Salzburg eine tolle Bereicherung und begeistert viele Menschen aus der Region, als auch zahlreiche Touristen. Ich möchte mich bei den Veranstaltern und den vielen freiwilligen Helfern sehr herzlich für die hervorragende Abwicklung dieses Events bedanken und gratuliere den Athletinnen und Athleten zu den erbrachten Spitzenleistungen trotz des Wetters!"

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Zell am See-Kaprun Tourismus GmbH
30.07.2018

Grillunfälle: 700 Verletzte jährlich

Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August.

Ein Sommer ohne Fleisch, Fisch oder Gemüse auf dem Grill ist kein richtiger Sommer. Dieser Aussage stimmten in einer KFV-Befragung die Mehrheit der Befragungsteilnehmer zu. Grillen gehört mit seinem typischen Geruch für die meisten Österreicher zum Sommerfeeling einfach dazu. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis August. Naturgemäß kommt es in dieser Zeit auch am häufigsten zu Unfällen: Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. „Glücklicherweise gehen die meisten Grillabende unfallfrei über die Bühne. Doch der Umgang mit dem Grill kann schnell brandgefährlich werden. Gemäß einer KFV-Befragung stellen nur etwa 23 Prozent der Österreicher beim Grillen Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Viele Grillunfälle könnten leicht verhindert werden. Denn: Die meisten Grillunfälle entstehen durch Unachtsamkeit, Übermut oder Fehleinschätzungen.“

Am Samstag passieren die meisten Unfälle

Rund die Hälfte aller Verletzungen sind thermische Verletzungen, d.h. Verbrennungen oder Verbrühungen. Aber auch Schnittverletzungen (32 Prozent) zählen zu den häufigsten Verletzungsarten beim Grillen. Besonders häufig betroffen sind dabei Finger und Hände. Und: Dass Grillen nach wie vor Männersache zu sein scheint, zeigt sich bei den Unfallzahlen. 2 von 3 Personen, die nach einem Unfall beim Grillen im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, sind Männer. Der unfallträchtigste Wochentag ist der Samstag.

KFV-Sicherheitstipps für das sichere Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Der Griller sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Griller nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Griller nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit hin.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgriller grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.07.2018

Trendsportgeräte: Was ist erlaubt?

Der überwiegende Teil der Trendsportgeräte, wie etwa Kickboards, Snakeboards, Skateboards und Tretautos, fällt unter die Kategorie „Fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Mit diesen Geräten darf am Gehsteig und am Gehweg sowie in Fußgängerzonen und Begegnungszonen gefahren werden, sofern keine Gefährdung bzw. Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer besteht Der überwiegende Teil der Trendsportgeräte, wie etwa Kickboards, Snakeboards, Skateboards und Tretautos, fällt unter die Kategorie „Fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Mit diesen Geräten darf am Gehsteig und am Gehweg sowie in Fußgängerzonen und Begegnungszonen gefahren werden, sofern keine Gefährdung bzw. Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer besteht

Hoverboard, E-Scooter und City Wheel – Trendsportgeräte erfreuen sich in Österreich großer Beliebtheit. Der Markt der Trendsportgeräte ist dabei ständig im Wandel: Immer wieder kommen neue Geräte hinzu. Kein Wunder: Trendsportgeräte verfügen über einen hohen Spaßfaktor und eröffnen für alle Altersgruppen neue Fortbewegungsmöglichkeiten. „Trendsportgeräte bieten die Möglichkeit neue Bewegungsformen auszuprobieren und die eigene Geschicklichkeit zu verbessern“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Recht & Normen im KFV. „Wichtig ist bei der Verwendung von Trendsportgeräten, dass man sich zu seiner eigenen Sicherheit an die Straßenverkehrsordnung hält und die Geräte nur auf Verkehrsflächen verwendet, auf welchen die Benützung des jeweiligen Geräts erlaubt ist.“

Aufholbedarf bei Schutzausrüstung

Einer aktuellen KFV-Befragung unter rund 500 Personen, die zumindest fallweise ein Trendsportgerät benutzen, zufolge werden Inlineskates, Kickboards, Longboards und Skateboards vor allem in der Freizeit und zur sportlichen Betätigung verwendet. Scooter werden hingegen vergleichsweise häufig zum Einkaufen, am Arbeitsweg, aber auch zur Bewältigung der Strecke von daheim zur Haltestelle des öffentlichen Verkehrs und retour verwendet. Aufholbedarf zeigte sich bei der Verwendung von Schutzausrüstung: Unter den Inlineskatern gaben etwa ein Drittel der Befragten zu, bei der Ausübung des Sports keine Schutzausrüstung zu tragen. Unter den Nutzern von Longboards verzichten nach eigener Angabe sogar 6 von 10 Personen auf jegliche Schutzausrüstung.

Kickboards, Snakeboards & Co im Straßenverkehr

Der überwiegende Teil der Trendsportgeräte, wie etwa Kickboards, Snakeboards, Skateboards und Tretautos, fällt unter die Kategorie „Fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Mit diesen Geräten darf am Gehsteig und am Gehweg sowie in Fußgängerzonen und Begegnungszonen gefahren werden, sofern keine Gefährdung bzw. Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer besteht. Auch in Wohnstraßen und Rollschuh- und Spielstraßen ist die Benützung erlaubt. Die selben Regeln gelten für Kleinfahrzeuge, die vorwiegend zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn bestimmt sind. Dazu zählen unter anderem: Hoverboard, Einrad, City Wheel, E-Bikeboard, Micro-Scooter, E-Micro-Scooter und Elektro-Scooter. „Die Benützung von Hoverboards & Co im Straßenverkehr ist allen Kindern und Erwachsenen erlaubt. Kinder unter 12 Jahren müssen von einer zumindest 16-jährigen Begleitperson beaufsichtigt werden – wenn das Kind einen Radfahrausweis besitzt, sinkt diese Grenze auf 10 Jahre. In Wohnstraßen gibt es zudem generell kein Alterslimit“, erklärt Kaltenegger. Besondere Regelungen gibt es für Rollschuhe und Inlineskates: Damit dürfen im Ortsgebiet auch Radwege befahren werden, Radfahrstreifen aber nur im Ortsgebiet.

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25.06.2018

Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche

Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche

Jede 3. Frau ist im Laufe ihres Lebens von Blasenschwäche betroffen. Besonders Schwangerschaften und Geburten gelten als große Riskiofaktoren, denn bei 70 % der Geburten kommt es zu Folgeschäden am Beckenboden, die eine zukünftige Blasenschwäche begünstigen. Beim internationalen Urogynäkologiekongress in Wien vom 27. bis 30. Juni wird daher ein Schwerpunkt auf Blaseninkontinenz und Beckenbodenprobleme nach der Geburt und bei Älteren gesetzt.

„Jede 3. Frau leidet im Laufe ihres Lebens an einer Blasenschwäche und jede 5. Frau an einer Beckenbodenschwäche,“ so Univ.-Prof. Dr. Heinz Kölbl, Abteilungsleiter der Frauenheilkunde an der MedUni Wien und Vorsitzender des lokalen Organisationskommitees des internationalen Urogynäkologiekongresses der International Urogynecological Associatoin (IUGA). „Obwohl sich in den letzten Jahren schon einiges getan hat, ist unsere Hauptaufgabe nach wie vor die Endtabuisierung dieser beiden urogynäkologischen Probleme. Denn viele Frauen leiden aus Scham stumm vor sich hin. Das muss nicht sein, denn mittlerweile können wir in der Prävention und in der Behandlung schon viel tun, um diese Leiden zu lindern,“ betont Kölbl. Beim internationalen Urogynäkologiekongress vom 27. bis 30. Juni diskutieren daher über 1.200 Gynäkologen im Austria Center Vienna vor allem über Blaseninkontinenz und Beckenbodenproblemen nach der Geburt und bei Älteren.

Schwangerschaft und Geburt als größte Risikofaktoren

Frauen sind generell anfälliger für Blasen- und Beckenbodenschwächen. Das liegt an der Stütz- und Haltefunktion des weiblichen Beckenbodens, der durch Schwangerschaften und Geburten viel stärker beansprucht wird. Etwa 25 Prozent aller Frauen zwischen 25 und 35 Jahren leiden – zumindest vorübergehend – an Blasenschwäche als Folge von Entbindungen. „Ganz wichtig ist es daher, bereits in der Schwangerschaft vorbeugend Beckenbodengymnastik zu betreiben, während der Geburt professionell begleitet zu werden, um hier Verletzungen während des Geburtsvorganges vorzubeugen, und im Nachgang auf Rückbildungsgymnastik zu setzen,“ erklärt der Mediziner. Frauen, die besonders große Kinder auf die Welt gebracht haben, eine instrumentelle Geburt – wie etwa eine Zangengeburt – hinter sich haben oder während der Geburt eine besonders lange Austreibungsphase erlebt haben, sind besonders gefährdet, in ihrem späteren Leben eine Blasen- oder Beckenbodenschwäche zu bekommen. Rein statistisch gesehen regenerieren sich nach einer Geburt nur 30 % der weiblichen Beckenböden innerhalb von 3 Monaten vollständig, bei 70 % der Frauen bleiben Folgeschäden zurück.

Kaiserschnitt ist keine Prophylaxe

„Einige Frauen setzen daher für die Geburt lieber auf einen Kaiserschnitt, aber der ist kein profilaktisches Allheilmittel gegen Blasen- und Beckenbodenprobleme,“ warnt Kölbl, „denn auch Frauen, die keine Kinder bekommen haben, wie beispielsweise Nonnen, können im späteren Leben an einer Blasen- oder Beckenbodenschwäche leiden.“

Denn Blasenschwäche kann auch andere Ursachen haben. So sind auch Adipositas-Patientinnen, Raucherinnen und ältere Frauen einem höheren Risiko einer Blasenschwäche ausgesetzt. Im Alter führt vor allem der Hormonmangel nach den Wechseljahren und die verschlechterte Durchblutung sowie allgemeine Gewebs- und Muskelschwächen zu Blasenproblemen. So wird geschätzt, dass sogar bis zu 40 % aller Frauen über 60 Jahren an einer Blasenschwäche leiden dürften.

Gute Heilungschancen

Blasen- und Beckenbodenschwächen sind keine Leiden, die es als Frau stumm zu ertragen gilt. Physikalische Therapien – wie beispielsweise das Beckenbodentraining bei Belastungsinkontinenz – sowie medikamentöse Behandlungen und eingesetzte Prothesen für den Blasenschließmuskel können hier schon viel bewirken. Schaffen diese Therapieformen keine oder nur geringe Abhilfe, stehen auch operative Verfahren – wie minimalinvasive Operationen der Urethralbänder oder eine operative Anhebungen der Scheide – zur Verfügung. „Hier schaffen wir beispielsweise durch die Anhebung der Scheide schon in 87-90% der Fälle innerhalb von 5 Jahren eine Heilung,“ so Kölbl.

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18.06.2018

Ein Jubiläum auf Augenhöhe - 105 Jahre Miteinander an der Augenabteilung des LK Wiener Neustadt

Das interdisziplinäre Team der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie im Landesklinikum Wr. Neustadt versammelt zum 105jährigen Jubiläum Das interdisziplinäre Team der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie im Landesklinikum Wr. Neustadt versammelt zum 105jährigen Jubiläum

Als erste Fachabteilung wurde die Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie 1913 unter der Leitung von Dr. Richard Fröhlich eröffnet. 105 Jahre und weitere drei Abteilungsvorstände später hat die Augenabteilung des Landesklinikums Wr. Neustadt eine enorme Entwicklung durchgemacht.

Mit nur zwei Ärzten hat die Fachabteilung vor 105 Jahren ihren Dienst angetreten. Groß geworden ist die Abteilung unter der Leitung von Prof. Hamburger, der unter anderem die Schielbehandlung in Österreich eingeführt hat. Mit einem Team von fünf Ärzten unter der Leitung von Prim. OMR Dr. Wilhelm Pinkernell – damals auch ärztlicher Direktor im Klinikum – hat die Abteilung einen eminenten Aufschwung erlebt.

Seit 2004 zieht Prim. Dr. Erwin Wodak die Fäden an der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie in Wr. Neustadt und beschenkt sich zu seinem 60ten Geburtstag mit einer 105 Jahre alten Abteilung, die für ihn aus einem vorrangigen Grund so erfolgreich ist: „Das tolle Arbeitsklima, getragen durch den enormen Zusammenhalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und zwar Berufsgruppen übergreifend, ist mein absolutes Highlight!“

Außerdem schwärmt Wodak von der unglaublichen Entwicklung, die die Augenheilkunde in Bezug auf Qualität und Erfolgschancen bei diversen Behandlungen gemacht hat. Als Beispiel nennt er altersbedingte Netzhauterkrankungen wie beispielsweise den Grauen Star (Katarakt). „Früher half nur eine dicke Brille. Oft musste man dem Patienten erklären, dass sein Sehvermögen sich akut verschlechtern wird. Heute setzt man bei Kataraktoperationen künstliche Linsen ein, die bis zu 40 Jahre für komfortables Sehvermögen sorgen. Die Wahrscheinlichkeit einer massiven Sehverbesserung liegt damit bei 96 bis 97 Prozent!“, erklärt Prim. Dr. Erwin Wodak.

Eine herzliche Gratulation zum Jubiläum spricht auch LH Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf dem gesamten Team der Augenabteilung aus. „Besonders die Entwicklung der tagesklinischen Betreuung möchte ich hervorheben. Die enorme Zahl der ambulanten Eingriffe in der Tagesklinik ist ein weiterer Meilenstein beim Ausbau der regionalen Gesundheitsversorgung in der Thermenregion.“

Die Entwicklung der Augenabteilung im LK Wr. Neustadt lässt sich auch ganz gut mit folgenden Zahlen veranschaulichen: 14 Oberärzte, 8 Assistenzärzte und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Pflegebereich behandeln und pflegen unter der Leitung von Prim. Wodak heute 48.000 ambulante Patienten. Vor 25 Jahren waren es etwas über 15.000. Durch die enorme Entwicklung, die die Augenheilkunde und Optometrie gemacht hat, gekoppelt mit der Entwicklung hin zur Tagesklinik im Landesklinikum Wiener Neustadt, wird heute 82 Prozent der Patientinnen und Patienten ein stationärer Aufenthalt erspart.

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11.06.2018

Demenz: Leben mit der Vergesslichkeit

Demenz: Leben mit der Vergesslichkeit Demenz: Leben mit der Vergesslichkeit

Wenn Eltern oder Partner an Demenz erkranken, leiden auch die Angehörigen. In den verschiedenen Einrichtungen der Vinzenz Gruppe werden demente Menschen nicht nur bestens betreut, sondern ihre Familien stark entlastet.

Wie schwierig die Situation vieler Angehöriger von Demenzerkrankten ist, erzählt Astrid Reiter, Heim- und Pflegedienstleiterin vom Barmherzige Schwestern Pflegehaus St. Katharina, im aktuellen Vinzenz magazin: „Viele sind schon so am Limit, dass sie in fast schlechterer Verfassung sind als die Betroffenen selbst.“ Daher ihr eindringlicher Ratschlag: „Man darf sich Hilfe holen!“

Diese bekommt man in den zwei Pflegehäusern, die zur Vinzenz Gruppe gehören – St. Katharina in Wien-Gumpendorf und St. Louise im niederösterreichischen Maria Anzbach sowie in den Einrichtungen für Betreutes Wohnen. Aber auch in den gruppeneigenen Krankenhäusern gibt es speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie viele Projekte zum Thema demente Patientinnen und Patienten sowie ein großes Serviceangebot für Angehörige. So setzt man etwa im Herz-Jesu Krankenhaus Wien auf ein integratives Pflegekonzept und betreut Demenzkranke nach ihren speziellen Bedürfnissen. Die Abteilung Akutgeriatrie und Remobilisation im Göttlichen Heiland Krankenhaus Wien bietet gemeinsam mit der Caritas Wien das Angehörigencafé Zeitreise. Während diese sich austauschen können, werden die Erkrankten professionell betreut. Und in Oberösterreich, im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Ried, läuft derzeit ein Pilotprojekt auf der Neurologie, in dem Maßnahmen für die umfassende Betreuung Demenzkranker erstellt und erprobt werden. Das gemeinsame Ziel, fasst Reiter so zusammen: „Uns ist es wichtig, das Verständnis für einander zu fördern.“

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30.03.2018

Getränke im Zucker- und Süßstoff-Check

Getränke im Zucker- und Süßstoff-Check Getränke im Zucker- und Süßstoff-Check

„Die ÖDG fordert seit vielen Jahren eine Reduktion von Zucker und Fett in Lebensmitteln und tritt dafür ein, dass gesunde Lebensmittel auch zu einem leistbaren Preis verfügbar gemacht werden“, erklärt die Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, Univ. Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer. „Es freut uns sehr, dass durch die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und die SIPCAN-Getränkeliste bereits Erfolge bei der Reduktion des Zuckergehalts in Getränken erreicht werden konnten. Wir wissen aus Mexiko, dem Land, das sich bisher am meisten für die Reduzierung von Zucker in Softdrinks stark gemacht hat, wie deutlich sich dieser Einsatz direkt auf den Rückgang von Adipositas- und Diabetes-Neuerkrankungen auswirkt.“

Zuckersteuer auf Getränke?

Bezugnehmend auf die aktuellen Auswirkungen der geplanten Steuer in Großbritannien ergänzt Kautzky-Willer: „Die ÖDG erachtet einen Weg mit positiven Incentives prinzipiell als besser, weil er nachhaltiger wirkt, in dem er gesunde Produkte fördert statt andere zu bestrafen. Wenn eine Zuckersteuer aber so rasch, bereits durch die Ankündigung, den Zuckergehalt real senkt, kann auch dieses gesundheitspolitische Steuerungselement gerne angewendet werden.“

Der Vorstand von SIPCAN und Präsident der ÖAG (Österreichische Adipositas Gesellschaft) Univ.-Prof. Prim. Dr. Friedrich Hoppichler betont: „In Großbritannien führt die Politik über Steuern zu einem vermehrten Einsatz von Süßstoffen und nicht zu einer Reduktion der generellen Süße. In Österreich können wir bereits Erfolge belegen. Durch den breiten Einsatz der Getränkeliste vor allem im schulischen Bereich gelingt es ebenfalls einen positiven Anreiz zur Zuckerreduktion für die Getränkeproduzenten zu schaffen, das bezeichnen wir als den österreichischen Weg zu einem gesünderen Trinkverhalten.“

Positiv-Liste wächst

In einer jährlichen wissenschaftlichen Untersuchung wird von SIPCAN bundesweit das Getränkeangebot in PET-Gebinden sowie Kartonverpackungen von 0,20 bis 0,75 Liter analysiert. Die aktuelle Erhebung umfasst über 700 Produkte und zeigt, dass der Anteil an Getränken, die den Orientierungskriterien entsprechen, im Vergleich zum Vorjahr weiter zugenommen hat und derzeit bei 57,4 Prozent liegt. Im Vergleich zur ersten Untersuchung aus dem Jahr 2010 entspricht dies einer Zunahme von 14,1 Prozent. „Das bedeutet, dass derzeit in einem Supermarkt mit einem repräsentativen Getränkeangebot mehr als die Hälfte der angebotenen Produkte den SIPCAN-Kriterien entspricht“ erklärt Hoppichler „Pro 100 ml Getränk sind derzeit 6,51 g Zucker im Durchschnitt enthalten. Das entspricht einer Reduktion um 13,5 Prozent seit 2010“.

Klare Orientierungskriterien

Neben der transparenten Darstellung des Zuckergehaltes werden auch klare Kriterien für die Produktauswahl festgelegt. Die Ernährungsexperten von SIPCAN erarbeiteten in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium und weiteren Institutionen Orientierungskriterien, die sich unter anderem nach den aktuellen WHO-Empfehlungen zum täglichen Zuckerkonsum richten. Dabei gilt, dass nur jene Produkte in der Positiv-Liste berücksichtigt werden, bei denen der Zuckergehalt pro 100 ml Getränk bei maximal 7,4 g liegt und die keine Süßstoffe enthalten. „Allerdings wird generell zu viel Zucker konsumiert, er sollte auf weniger als fünf Prozent der Energiezufuhr bei Kindern und Jugendlichen und weniger als zehn Prozent bei Erwachsenen beschränkt sein. Idealerweise sollte gar kein freier Zucker in Getränken konsumiert werden, stattdessen gilt z.B. Wasser als idealer Durstlöscher“ betont Kautzky-Willer.

Süß ist auch ohne Zucker nicht gesund!

Süßstoffe werden trotz der dadurch erreichten Kalorieneinsparung als sehr kritisch angesehen, da der Konsument keine Chance hat sich an einen geringeren süßen Geschmack zu gewöhnen. „Auch wenn durch Süßstoffe keine zusätzlichen Kalorien zugeführt werden, bleibt die Süße! Die Lust nach Süßem wird weiter angekurbelt. Säuglinge haben eine angeborene Präferenz für die Geschmacksrichtung Süß. Jedes Mal wenn wir Süßes zu uns nehmen, aktivieren wir unser Belohnungszentrum. Diese Präferenz wird durch prä- und postnatale Einwirkungen verstärkt. Daher ist die Vermeidung von Zucker und süßem Geschmack schon möglichst früh im Kindesalter der beste Schutz vor Übergewicht“, erklärt Kautzky-Willer, „da Süßstoffe außerdem auch die Darmhormone und -flora beeinflussen können und Langzeitdaten zu Gewichtsentwicklung fehlen, kann ich derzeit keine wissenschaftlich fundierte Empfehlung für Süßstoffe abgeben“.

SIPCAN Liste hat Einfluss auf Getränkeindustrie

Eine aktuelle Publikation im European Journal of Public Health zeigt, dass die SIPCAN Getränkeliste mehr als nur eine jährliche Erhebung des IST-Zustandes ist. Durch den sehr breiten Einsatz der Getränkeliste als Entscheidungsgrundlage für das Getränkeangebot vor allem im schulischen Sektor wie z.B. bei Getränkeautomaten und Schulbuffets gelingt es SIPCAN einen Anreiz zur Zuckerreduktion für die Getränkeproduzenten zu schaffen und gleichzeitig auch in gewisser Weise Druck im Hinblick auf diese Zuckerreduktion auszuüben. „Die klaren und leicht verständlichen Orientierungskriterien sowie die Transparenz des Zuckergehaltes erleichtert den Konsumentinnen und Konsumenten die Getränkewahl. Die bereits erreichte durchschnittliche Zuckerreduktion zeigt, dass es sowohl auf Seiten der Industrie als auch auf KonsumentInnenseite eine Bereitschaft hin zu weniger Süße gibt“, erläutert Hoppichler.

Zeichen gegen die Übergewichtsproblematik

SIPCAN setzt sich energisch für diese schrittweise Reduktion des Zuckergehaltes ein, um ein starkes Zeichen im Kampf gegenüber der großen Übergewichtsproblematik und den damit einhergehenden Folgeerkrankungen wie Diabetes Mellitus zu setzen. „Dass mit Zucker gesüßte Getränke eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Übergewicht spielen, zeigte eine weitere kürzlich veröffentlichte Übersichtsarbeit, an der SIPCAN maßgeblich beteiligt war“ erklärt Hoppichler. In dieser Übersichtsarbeit, die in Kooperation mit der Europäischen Adipositas Gesellschaft (EASO) durchgeführt wurde, bei der 30 Studien mit über 250.000 Teilnehmern inkludiert waren, konnte aufgezeigt werden, dass der Konsum von mit Zucker gesüßten Getränken in 93 Prozent mit einem erhöhten Körpergewicht bzw. BMI (Body Mass Index) in Zusammenhang stand.

Ausblick für die Zukunft

Der eingeschlagene Weg soll auch in Zukunft langfristig umgesetzt werden. Eine zentrale Maßnahme wird dabei die schrittweise Reduzierung des Orientierungskriteriums für den Zuckergehalt in den nächsten Jahren sein. Weiters soll die Nutzung der Getränkeliste abseits vom Schulsektor ausgebaut werden, um so auch den Anreiz zur Zuckerreduktion für die Getränkeindustrie zu erhöhen. Beide Topmediziner sind sich einig, dass Österreich mit dem eingeschlagenen Weg eine Vorbildwirkung für andere Länder haben kann, bei dem jede Konsumentin und jeder Konsument eine echte Chance hat sich an weniger Süße gewöhnen zu können. Der EU-Ratsvorsitz heuer könnte ein guter Rahmen sein, um diesen österreichischen Weg anderen Mitgliedsländern schmackhaft zu machen.

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12.03.2018

NÖ Freizeitwirtschaft wünscht sich einen Mountainbike-Beauftragten

NÖ Freizeitwirtschaft wünscht sich einen Mountainbike-Beauftragten NÖ Freizeitwirtschaft wünscht sich einen Mountainbike-Beauftragten

„Für das Mountainbiken ist in Niederösterreich noch immer keine gesetzliche Lösung in Sicht“, stellt Wolfgang Menzel, Branchensprecher der Freizeit- & Sportdienstleister in der NÖ Wirtschaftskammer, fest. „Großgrundbesitzer und ihre Verbote, auf privaten Grundstücken zu fahren, machen Österreich - insbesondere Niederösterreich - für Mountainbiker uninteressant. Man bewegt sich regelmäßig an der Grenze der Legalität.“

Gleichzeitig aber liegt Mountainbiken voll im Trend, und es gibt immer mehr Menschen, die diese Sportart ausüben wollen. Unterstützt werden sie von einigen Initiativen, die sich darum bemühen, bestimmte begrenzte Gebiete für Mountainbiker zu erschließen. Dazu gehören die Wexl Trails in St. Corona am Wechsel, wo viel Geld in einige Kilometer für Mountainbiker investiert wurde. Für Wienerwaldtrails in der Grenzregion Wien - Niederösterreich sorgt eine Crowdfunding-Initiative, die in Einheit mit dem Biosphärenpark Strecken ermöglicht. Und am Königsberg bei Hollenstein/Ybbs gibt es mittlerweile ein dichtes Netz beschilderter Wege.

„Da passiert viel, weil der Bedarf enorm ist. Es entstehen zwar viele private Initiativen, aber noch immer sind weite Teile des Landes für Mountainbiker nicht erschlossen. Oft sind Wege vorhanden, die aber alt und schlecht beschildert sind“, erklärt Menzel. Einen Mountainbike-Beauftragten für Niederösterreich hält er für unabdingbar. In Tirol beispielsweise erledigen diesen Job vier Personen.

Als Hauptthema macht Menzel die Grundeigentümer aus. Als Beispiel nennt er die Stadt Wien, die bis auf die wenigen Wienerwaldregionen gegen Mountainbiker auftritt, sowie die Familien Rothschild und Hoyos. Wenn etwas freigegeben wird, und das sei nur in einem sehr geringen Umfang der Fall, dann seien es Forststraßen. Was aber völlig fehle, seien Single Trails. In Niederösterreich gibt es einen Anteil von einem Prozent schmaler und holpriger Wege, die Mountainbiker befahren dürfen.

Ob sich daran in nächster Zeit etwas ändern wird, bezweifelt der Branchensprecher. „Meines Wissens nach“, sagt er, „müssen die Betreiber, also die niederösterreichischen Gemeinden, 22 Cent pro Laufmeter an den Grundeigentümer zahlen. Auch hier ein Vergleich mit Tirol: Dort sind es 14 Cent. Und wenn es um neue Strecken geht, dann sitzen Gemeindevertreter, Grundeigentümer und Jäger an einem Tisch. Vertreter, die sich für das Mountainbiken einsetzen, wie wir von der Wirtschaftskammer, fehlen. Und natürlich auch der noch nicht eingesetzte Mountainbike-Beauftragte.“

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02.03.2018

Landesklinikum Wiener Neustadt: Neuer Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie

Prim. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Kambiz Sarahrudi Prim. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Kambiz Sarahrudi

Mit 1. März übernahm Prim. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Kambiz Sarahrudi die Leitung der Abteilung für Unfallchirurgie am Landesklinikum Wiener Neustadt.

Prim. Dr. Kambiz Sarahrudi begann seine Karriere an der Universitätsklinik für Unfallchirurgie im AKH Wien. Im Jahr 2007 schloss Dr. Sarahrudi seine Facharztausbildung für Unfallchirurgie ab. Die Habilitation erfolgte im Jahr 2010. Im selben Jahr wurde Dr. Sarahrudi zum Oberarzt der Universitätsklinik für Unfallchirurgie ernannt. Bald darauf übernahm er die Leitung der Forschung für die gesamte Klinik der Unfallchirurgie im AKH Wien. Sein klinischer Schwerpunkt lag, neben der Versorgung von Schwerstverletzten, im Bereich der Wirbelsäulentraumatologie. Seine Expertise in der Wirbelsäulentraumatologie erlangte er unter anderem in mehreren internationalen Wirbelsäulenzentren. Neben der klinischen Arbeit und Forschung war Dr. Sarahrudi die Lehrtätigkeit während der gesamten universitären Karriere ein Anliegen. Prim. Dr. Kambiz Sarahrudi war Vorstandsmitglied von AOSpine Österreich und leitet seit 2016 den Prüfungsausschuss der österreichischen Ärztekammer für das Sonderfach Unfallchirurgie. Zusätzlich absolvierte Dr. Sarahrudi noch die Komplementärausbildung zum Facharzt für Orthopädie und Traumatologie.

„Als neuer Leiter einer österreichweit führenden Abteilung für Unfallchirurgie freue ich mich neuen Herausforderungen zu stellen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung bestmöglich zu unterstützen und zu motivieren. Zu diesen Herausforderungen zählen unter anderem die Etablierung des bundeslandweiten Trauma Netzwerkes sowie die Implementierung des neuen Sonderfaches Orthopädie und Traumatologie an der Abteilung für Unfallchirurgie am Landesklinikum Wiener Neustadt“, so Prim. Dr. Sarahrudi.

Im Landesklinikum Wiener Neustadt will Prim. Sarahrudi in Zukunft ein erweitertes Versorgungsspektrum in Angriff nehmen. Ein weiteres Vorhaben ist die Verstärkung des Schwerpunktes Wirbelsäulentraumatologie. „Es bedarf Engagement und Selbstvertrauen für die Umsetzung dieser Projekte. Deshalb wünsche ich ihm für diese ambitionierten Ziele viel Kraft sowie Ausdauer und freue mich einen so engagierten Kollegen bei uns im Klinikum begrüßen zu dürfen“, so der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA abschließend.

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13.09.2018

Nach Hitze-Rekordsommer: Neuer Bericht warnt vor gesundheitlichen Risiken des Klimawandels

v.li.na.re: Ingmar Höbarth (Geschäftsführer Klima- und Energiefonds); Bundesministerin Elisabeth Köstinger (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus); Willi Haas (Universität für Bodenkultur Wien) v.li.na.re: Ingmar Höbarth (Geschäftsführer Klima- und Energiefonds); Bundesministerin Elisabeth Köstinger (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus); Willi Haas (Universität für Bodenkultur Wien)

Nach dem heißesten Mai seit 1868 war auch der Sommer von Rekord-Temperaturen geprägt. Dass sich diese veränderten klimatischen Bedingungen auf unsere Gesundheit auswirken, bestätigt jetzt der vom Klima- und Energiefonds in Auftrag gegebene erste nationale Sachstandsbericht zum Thema Gesundheit, Demographie und Klimawandel, der heute gemeinsam mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) präsentiert wurde. Mehr als 60 österreichische ForscherInnen aus den Fachbereichen Medizin, Klima und Demographie sind sich einig: Lösungswege können nur systemübergreifend gedacht und gefunden werden.

Der Sommer 2018 geht in die Geschichte ein: In allen Landeshauptstädten gab es deutlich mehr Hitzetage mit einem Höchstwert von mindestens 30 Grad als in einem durchschnittlichen Sommer; Wien und Bregenz verzeichneten mit 32 bzw. 16 Hitzewellentagen in Folge einen neuen Rekord. In Wien gab es insgesamt 40 Tropennächte und damit mehr als in jedem anderen Sommer seit Messbeginn.

„Der Rekord-Sommer 2018 hat gezeigt: Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind deutlich spürbar. Mit der vorliegenden Studie, die der Klima- und Energiefonds in Auftrag gegeben hat, wurden fundierte Fakten geschaffen. Nun brauchen wir konkrete Lösungen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Die Österreichische Bundesregierung gibt dem Thema Klimaschutz große Bedeutung. Mit der Österreichischen Klima- und Energiestrategie #mission2030 haben wir eine Grundlage geschaffen, von der sich jetzt zahlreiche Maßnahmen und Strategien ableiten, die in die richtige Richtung gehen. Wir müssen außerdem die politikübergreifende Zusammenarbeit auf nationaler und auf europäischer Ebene im Bereich Klimaschutz stärken“, unterstreicht Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger.

Hitze, Wetterextreme, Allergien: Klimawandel vor der Haustüre

„Mit dieser Meta-Studie ist Österreich europaweit Vorreiter. Es ist der erste Sachstandsbericht, der systemübergreifende Fakten in dieser Qualität und Tiefe liefert. Er verdeutlicht, dass wir uns in den nächsten Jahren auf vier zentrale Bereiche konzentrieren müssen: Hitze, Allergien, Extremwetterereignisse und neue invasive Insektenarten. Der Klima- und Energiefonds bereitet seit Jahren das Feld auf: durch Klimafolgenforschung wie dem Austrian Climate Research Programme (ACRP) schaffen wir fundiertes Wissen, die KLAR-Modellregionen erarbeiten regional maßgeschneiderte Lösungen und mit unseren Programmen treiben wir die Energie- und Mobilitätswende konsequent voran“, betont Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds.

Laut dem Special Report des Austrian Panel on Climate Change (APCC) wird sich die Zahl der Hitzetage während Hitzeepisoden bis Mitte des Jahrhunderts verdoppeln und trifft gleichzeitig auf eine ältere Gesellschaft, die einen um 10% höheren Anteil an Personen über 65 Jahren aufweist. Aufgrund der wachsenden Zahl an Tropennächten, in denen nicht ausreichend Abkühlung stattfindet, führen all diese Entwicklungen insbesondere in dicht verbauten Gebieten zu stark erhöhten gesundheitlichen Risiken. Im Zuge des Klimawandels rechnen die ForscherInnen außerdem mit einer erhöhten Pollenbelastung, insbesondere durch Ragweed (Traubenkraut, Ambrosia). Bereits heute sind rund 1,75 Mio. und damit rund 20% der ÖsterreicherInnen von allergischen Erkrankungen betroffen. Folgt Österreich dem europäischen Trend, könnten das in den nächsten 10 Jahren 50% werden. Auch finden künftig subtropische und tropische Stechmücken-Arten (z.B. Tigermücke und Buschmücke) hierzulande bessere Überlebensbedingungen vor und erfordern eine Überwachung der Ausbreitung sowie der Erkrankungen. Und nicht zuletzt werden extreme Niederschläge, länger andauernde Trockenheit oder heftigere Stürme im Zuge des Klimawandels erwartet, was nicht nur hohe wirtschaftliche Kosten etwa durch Hochwasserschäden oder Ernteausfälle verursacht, sondern auch lokale Auswirkungen auf die heimische Wasserqualität und -verfügbarkeit hat.

Bildung, Ernährung, Bewegung: Jeder und jede Einzelne kann gesünder leben und dabei das Klima schützen

Um die Transformation unseres Gesamtsystems im Hinblick auf den Klimawandel gezielt voranzutreiben und die größtmögliche Wirkung zu erzielen, ist es dem über 60-köpfigen ForscherInnenteam zufolge notwendig, Klima und Gesundheit nicht getrennt voneinander, sondern systemübergreifend zu betrachten. „Sobald wir die Auswirkungen des Klimawandels auf alle unsere Lebensbereiche erkennen, kann es gelingen, passende Maßnahmen sowohl auf politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene zu identifizieren, als auch deutlich zu machen, wie jeder und jede Einzelne von uns bei einem klimatauglichen Leben unterstützt werden kann“, erklärt Willi Haas vom Institut für Soziale Ökologie der Universität für Bodenkultur Wien und zentraler Studienautor. Der Special Report hat entsprechend den Qualitätsstandards des APCC einen mehrstufigen Review-Prozess mit 30 ReviewerInnen und über 2000 Kommentaren durchlaufen, der vom CCCA organisiert wurde.

Neben dem Abschwächen der Klimafolgen für die Gesundheit kann auch gezielt die Vulnerabilität bzw. Verletzlichkeit der Bevölkerung reduziert werden, in dem die klimaspezifische Gesundheitskompetenz von Gesundheitspersonal und Bevölkerung gestärkt wird. Die Förderung von sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen, insbesondere das Angleichen der Unterschiede zwischen Stadt und Land, kann zudem dazu beitragen, das Anwachsen der gesundheitlichen Ungleichheit durch Klimafolgen zu verhindern. Ziel muss es sein, die nötigen Bildungsangebote bereit zu stellen, um es für alle Bevölkerungsschichten zu ermöglichen, sich über gesunde Lebensweisen zu informieren.

Verhaltensänderungen z.B. in den Bereichen Ernährung oder Mobilität wirken sich sowohl positiv auf das Klima als auch auf die Gesundheit aus. Eine gesündere Ernährung mit saisonalen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln leistet auch einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Der Umstieg auf Elektromobilität ist ein notwendiger Baustein, zusätzlich bietet es sich gerade in Städten an, auf öffentliche Verkehrsmittel und aktive Mobilität zu setzen: Per Fahrrad oder zu Fuß unterwegs zu sein reduziert nicht nur Emissionen, sondern führt vor allem zu mehr gesundheitsförderlicher Bewegung im Alltag.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Klima- u. Energiefonds/APA-Fotoservice/Bargad
03.01.2018

Neue Operationstechnik in Österreich: Narbenfreie Schilddrüsen-OP im Landesklinikum Wr. Neustadt

v.l: Bgm. Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger, Oberarzt Dr. Günther Klein, LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf und OÄ Dr.in Linda Michlmayr. v.l: Bgm. Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger, Oberarzt Dr. Günther Klein, LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf und OÄ Dr.in Linda Michlmayr.

Im Landesklinikum Wr. Neustadt wird österreichweit erstmals eine narbenfreie Operationsmethode für Schilddrüsenerkrankungen angewendet. Damit zählt das Landesklinikum einmal mehr zu den Vorreitern.

Dr. Angkoon Anuwong M.D. aus Thailand ist anerkannter Experte für die narbenfreie Operationstechnik in der Schilddrüsenchirurgie. Als Gast im Landesklinikum brachte er diese neuartige Technik nach Österreich.

Die erste Schilddrüsen-OP dieser Art in Österreich wurde im Rahmen einer sogenannten „Teaching-Operation“ durchgeführt. Ermöglicht hat dies eine Kooperation zwischen der Alexianer Klinik Krefeld (Deutschland) und der chirurgischen Abteilung des Landesklinikums Wiener Neustadt. Dr. Elias Karakas; Chefarzt Alexianer Klinik Krefeld und OA Dr. Günther Klein, Chirurgie am Landesklinikum Wiener Neustadt wendeten gemeinsam mit Prof. Anuwong zum ersten Mal in Österreich diese innovative Operationstechnik an. „Mittlerweile wurden am Landesklinikum bereits zehn Patienten mit dieser neuen Technik operiert und wir werden sie zukünftig noch häufiger einsetzen“, so der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA.

„Diese Operationstechnik wird vor allem in den USA und in Asien verwendet. Sie erlaubt es, die Schilddrüse transoral – das heißt über drei kleine Schnitte – zu operieren. Die Schnitte werden zwischen Unterkiefer und Unterlippe gesetzt und sind kaum sichtbar. Dadurch bleibt der Hals narbenfrei“, schwärmt Oberarzt Dr. Günther Klein.

LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf gratulierte dem Ärzteteam in Wiener Neustadt und lobte die hohe Expertise und das Engagement: „Durch internationale Kooperationen und den Einsatz unserer Ärztinnen und Ärzte ist es möglich Spitzenmedizin auf dem neuesten Stand nach Niederösterreich zu bringen. Die neue Operationsmethode ist hier ein weiterer wichtiger Meilenstein für die betroffenen Patientinnen und Patienten.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Barbara F. / Foto: Foto Herbst
16.08.2017

Viele Proteine müssen laufen, um Fett zu aktivieren

Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen

Wer macht was und wo, wenn die Fettspeicher im Körper aktiviert werden? Die Biochemikerin Ruth Birner-Grünberger untersucht mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF das komplexe Zusammenspiel der Aktivierung und Regulation der Lipolyse und liefert damit die Basis für neue Therapieansätze bei Krankheiten wie Diabetes oder Arteriosklerose.

Jeder Marathonläufer erreicht diesen Punkt: Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen. Wer sich ausdauernd und bei niedrigem Puls bewegt, setzt nach etwa 30 Minuten die Lipolyse in Gang. Das Gleiche passiert, wenn wir Hunger haben: Die Fettzellen bekommen ein hormonelles Signal, das Depot verfügbar zu machen und eingelagerte Fett-Tröpfchen in Fettsäuren aufzuspalten. Selbst wenn wir im moderaten Laufschritt unterwegs sind, laufen diese Prozesse im Körper blitzschnell ab. "Die Aktivierungs- und Steuerungsprozesse springen innerhalb von Sekunden an. Das geht nur, weil die Proteine für die Fettaufspaltung in der Zelle nicht erst gebaut, sondern nur entsperrt werden müssen." In ihrem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt "Hormonale Regulation der Lipolyse" hat die Biochemikerin Ruth Birner-Grünberger drei Fragen analysiert: welche Proteine bei der Fettverbrennung beteiligt sind, wo sie räumlich an den Fett-Tröpfchen in den Fettzellen interagieren und wie sie zu- oder ausgeschaltet werden.

PHOSPHAT ALS SCHALTER

Birner-Grünberger beschäftigt sich seit ihrer Postdoc-Zeit 2002 mit der Lipolyse und entwickelt in ihrer Arbeitsgruppe am Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Graz Technologien für Proteomik: "Dabei versuchen wir, für bestimmte Stoffwechselprozesse Proteine aufgrund ihrer Aktivität aufzuspüren", so die Projektleiterin. Auf der Suche nach fettspaltenden Enzymen im Fettgewebe und in der Leber wurden in Vorstudien mehrere Beteiligte gefunden: "Es gibt mehrere Lipasen, also fettspaltende Proteine, zudem weitere Proteine, die den Prozess steuern." Besonders auffällig war die Fülle an Phosphorylierungen. Mit dieser chemischen Modifikation, bei der Phosphat an Proteine gebunden wird, können in den Zellen Proteine aktiviert oder ausgeschalten werden. Das ist zeit- und energiesparender, als jedes Mal die Proteinsynthese und den Proteinabbau anzuwerfen. Im Forschungsprojekt galt es zu beantworten, wann und wo chemische Modifikationen die Proteine im Fettstoffwechsel entriegeln oder lahmlegen.

Um dem Zusammenspiel der fettspaltenden Proteine auf die Schliche zu kommen, reichten in-vitro Studien allerdings nicht aus: "Das biologische System ist komplex, stark reguliert und ortsgebunden. Wir bekommen kein vollständiges Bild, wenn wir in einem Reagenzglas Fett-Tröpfchen, Lipase und Aktivator mischen", erklärt die Forscherin. Erst die Beobachtung tierischer Zellen mittels konfokalem Laserscan-Mikroskop führte zum gemeinsamen Erfolg, denn "Forschung bedeutet heute Kooperation", betont die Biochemikerin, die mit der Strukturbiologin Monika Oberer (Universität Graz) und mit der Zellbiologin Dawn Brasaemle (Rutgers University, New Jersey, USA) zusammenarbeitete, um die Proteine für die Versuchsreihen in entsprechender Menge und Qualität zu bekommen.

RÄUMLICH UND ZEITLICH GETAKTETE AKTIVIERUNG

So konnten die ersten Schritte der räumlichen und chemischen Interaktion an den Fett-Tröpfchen in Gewebszellen enthüllt werden: Um die erste (von drei) Lipasen zu aktivieren, braucht es in der Befehlskette den Aktivator CGl58 und den Regulator Perilipin. Die beiden Proteine sitzen im basalen Zustand der Fettzellen aneinander gebunden auf dem Lipid-Tropfen. Durch die Markierung mit Phosphat trennen sie sich, CGl58 wandert an eine andere Stelle des Tropfens, um die erste Lipase (ATGL) zu aktivieren. Der Regulator Perilipin verhindert, dass die Lipasen aktiviert werden, wenn es nicht nötig ist. Das ist interessant, weil verbreitete Krankheiten wie Diabetes und Arteriosklerose durch die Überlastung des Fettstoffwechsels begünstigt werden. Wenn lange Zeit mehr Energie zugeführt wird, als der Körper verbrennen kann, wird ein sorgfältig getaktetes und räumlich austariertes System gestört.

In einem geplanten Folgeprojekt will die Leiterin der Forschungsgruppe "Functional Proteomics and Metabolic Pathways" sich mittels Phosphoproteomik (das ist die globale Analyse von Tausenden Proteinphosphorylierungen in Zellen) ansehen, welche energetischen Prozesse gleichzeitig mit der Lipolyse reguliert werden, wie zum Beispiel Glykogenabbau, und deren zeitlichen Ablauf beobachten: "Es sieht so aus, als würden sich Fett-Zellen binnen Minuten optimal darauf einstellen, dass Fettsäuren benötigt werden und wie sie weiter verarbeitet werden. Wir brauchen sie ja nicht nur für die Bereitstellung von Energie, wie etwa bei Bewegung oder Hunger, sondern auch für den Aufbau von Zellmembranen und Signalmolekülen." Um diese Analysen durchführen zu können, wurde im Projekt auch eine Methode zur verbesserten Auswertung von Proteomik-Daten entwickelt.

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27.09.2018

Diplomiert! Feier der Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflegeschule Wr. Neustadt im Sparkassensaal

vordere Reihe Mitte: Schuldirektorin Daniela Schnell und Abgeordneter zum NÖ Landtag Franz Dinhobl umringt vom Team der GuKPS und den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen vordere Reihe Mitte: Schuldirektorin Daniela Schnell und Abgeordneter zum NÖ Landtag Franz Dinhobl umringt vom Team der GuKPS und den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen

WIENER NEUSTADT. 34 Absolventinnen und Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule (GuKPS) nahmen kürzlich im Sparkassensaal ihre Diplome in einem feierlichen Akt entgegen.

In dreijähriger Ausbildung wurden die Schülerinnen und Schüler in über 2.000 Stunden Theorie und fast 2.500 Stunden Praxis bestens auf den nun folgenden Berufsalltag vorbereitet. Stolz nahmen die Absolventinnen und Absolventen ihre Diplome vom Abgeordneten zum niederösterreichischen Landtag Franz Dinhobl entgegen. „Umfangreiches theoretisches und praktisches Wissen vermitteln, um die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich stets auf hohem Niveau zu halten, das ist unser Anliegen. Diesen nun perfekt ausgebildeten Damen und Herren die Diplome überreichen zu dürfen, ist mir eine große Freude“, so Dinhobl.

„Drei Jahre lang haben meine Kolleginnen und Kollegen an der GuKPS, alle Expertinnen und Experten auf ihrem Gebiet, eine optimale Ausbildung für unsere Schülerinnen und Schüler gewährleistet. Nicht nur fachliche sondern vor allem auch persönliche Bildung ist in diesen drei Jahren passiert. Und heute darf ich stolz unseren diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –pflegern gratulieren und wünsche mir, dass sie ihren Beruf künftig mit Fachwissen, interdisziplinärem Denken, vor allem aber mit einer dem Menschen zugewandten Haltung ausüben“, sagt die Direktorin der Schule, Daniela Schnell, stolz.

Zusätzlich zu den Diplomen für Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege wurden im Sparkassensaal auch die Abschlusszeugnisse für die 16 Lehrgangsteilnehmerinnen und –teilnehmer der Pflegeassistenz überreicht. Nach einem Jahr mit 1.600 Ausbildungsstunden in Theorie und Praxis unterstützen die fertigen Pflegeassistentinnen und –assistenten künftig den gehobenen Dienst bei seinen Tätigkeiten.

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27.09.2018

Landesklinikum Wiener Neustadt ab sofort Lehrklinikum der Karl Landsteiner Privatuniversität

v.l.n.r.: Prim. Univ.-Doz. Dr. Robert Müllegger und der ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA, mit dem Zertifikat der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems v.l.n.r.: Prim. Univ.-Doz. Dr. Robert Müllegger und der ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA, mit dem Zertifikat der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems

WIENER NEUSTADT. Das Landesklinikum genießt hohes Ansehen als Ausbildungsstätte und wurde nun, nach den Medizinischen Universitäten Wien und Graz und der Fachhochschule Wiener Neustadt, auch als Lehrklinikum der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems akkreditiert.

Der Vorstand der Abteilung Dermatologie und Venerologie des Wiener Neustädter Klinikums, Prim. Univ.-Doz. Dr. Robert Müllegger ist der zuständige Studienprofessor der Studierenden im klinisch-praktischen Jahr (KPJ Studenten) und freut sich darauf, „künftig junge und motivierte Kolleginnen und Kollegen im Haus begrüßen zu dürfen.“ Denn: „Die Nachwuchspflege ist für die Zukunft der Medizin von eminenter Bedeutung!“, so Müllegger.

Mit der Akkreditierung kann das LK Wr. Neustadt das Ausbildungsangebot nun neben den Räumen Süd-Ost Österreich und Wien auf ganz Niederösterreich ausweiten. Die Akkreditierung an der Karl Landsteiner Uni ist nicht nur der Beweis, dass man in Wiener Neustadt um die angehende junge Kollegenschaft bemüht ist und Kontakt und Vernetzung schon vom jungen Medizineralter weg aufbauen und pflegen möchte. „Es liegt natürlich in unserem Interesse, die Studierenden im klinisch-praktischen Jahr für unser Haus zu begeistern, damit sie das Landesklinikum nach Beendigung ihrer Ausbildung auch als Arbeitsplatz wählen“, sagt Dr. Peter Gläser, MBA, ärztlicher Direktor in Wr. Neustadt.

Gratulationen zur Akkreditierung kommen auch von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Wir möchten die Qualität der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich nicht nur immer weiter ausbauen, sondern vor allem auch für zukünftige Generationen stetig auf höchstem Niveau halten. Die Basis dafür sind gut ausgebildete junge Medizinerinnen und Mediziner. Dass die Studierenden der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems ihre klinisch-praktische Ausbildung ab sofort auch am Landesklinikum Wiener Neustadt absolvieren können, freut mich deshalb sehr!“

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02.09.2018

Mödlinger Firma entwickelt ersten computergestützten Demenztest

Mödlinger Firma entwickelt ersten computergestützten Demenztest Mödlinger Firma entwickelt ersten computergestützten Demenztest

Den ersten Demenztest, der computergestützt arbeitet, hat die Schuhfried GmbH in Mödling auf den Markt gebracht. Schuhfried ist auf die Entwicklung und Produktion computergestützter psychologischer Diagnostik spezialisiert. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst betont der Geschäftsführer Gerald Schuhfried, dass nach diesem Test bereits eine internationale Nachfrage herrsche.

„Unser Demenztest wird an einem Touchscreen durchgeführt, auch um Senioren nicht mit einem regulären Computer zu überfordern und um eine angenehme Testumgebung herzustellen. Hier war die Herausforderung nicht nur eine benutzerfreundliche Oberfläche zu schaffen, sondern auch die Reaktionszeiten am Touchscreen exakt messen zu können, was bei solchen Tests ebenfalls sehr wichtig ist,“ erklärt Schuhfried. Dieser Test wird insbesondere zur Früherkennung von Demenz bei Psychologen eingesetzt.

Entwickelt werden alles Tests in Mödling, wo auch die Hardwarekomponenten hergestellt werden. In Sachen Forschung bestehen Kooperationen besonders eng mit der Universität Padua und dem Max-Plank-Institut sowie mit mehr als 500 Universitäten weltweit. Derzeit sind 120 Testverfahren in rund 30 Sprachen verfügbar. Je nach Anforderung belaufen sich die Kosten auf fünf bis zehn Euro je Testvorgabe oder als Paket auf 5.000 bis 10.000 Euro. Zu den Kunden zählen das AMS, das österreichische Bundesheer, die Schweizer und Deutsche Bahn, etliche Fluglinien sowie Kliniken und Rehabilitationszentren.

Die Exportquote beträgt 80 Prozent und verteilt sich auf 68 Länder. Schwerpunkte sind Deutschland, die Schweiz, Frankreich, Südafrika, China und Holland. Für 2018 peilt man mit 75 Mitarbeitern einen Umsatz in der Größenordnung von neun Millionen Euro an.

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03.08.2018

Urlaubszeit: Angst vor dem Stress danach? - Dreifach schlecht bei Diabetes

Urlaubszeit: Angst vor dem Stress danach? - Dreifach schlecht bei Diabetes Urlaubszeit: Angst vor dem Stress danach? - Dreifach schlecht bei Diabetes

Sommerzeit ist für viele Menschen Urlaubszeit mit Entspannung und Erholung. Wer schon jetzt dafür sorgt seinen Stresslevel dauerhaft niedrig zu halten, indem er präventive Maßnahmen im privaten und beruflichen Umfeld plant, ist besser dran – auch in Bezug auf Diabetes.

„Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung und Stress wirkt sich auf den Stoffwechsel in mehrfacher Hinsicht ungünstig aus: Sowohl durch Veränderungen im Hormonhaushalt mit direkten Auswirkungen auf den Stoffwechsel und Energiehaushalt, als auch durch gesundheitsschädigende Verhaltensänderungen“, erklärt Univ. Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer, von der Univ.-Klinik für Innere Medizin III, Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel an der Med Uni Wien, und Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft. „Vor allem chronischer Stress hat weitreichende gesundheitliche Auswirkungen, aber auch akute Stresssituationen erhöhen den Blutzucker und das Risiko für Herzerkrankungen, emotionaler Stress besonders bei Frauen. Deshalb ist es für alle wichtig, Erholungsphasen im Urlaub aktiv einzuplanen und dafür zu sorgen, dass der Stresslevel auf Dauer gesenkt werden kann“.

Der Stress-Hormoncocktail

Kautzky- Willer führt aus: „Bei Stress kommt es zu einer Aktivierung und vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Kortisol. Kortisol bringt uns auf Touren, es bringt Energie und steigert unsere Aufmerksamkeit, führt aber auch zu Insulinresistenz, einer Vorstufe des Typ-2-Diabetes. Zusätzlich werden die Hormone Adrenalin und Noradrenalin bei Stress stärker ausgeschüttet. Diese Hormone machen uns wacher, aufmerksamer, unsere Konzentrationsfähigkeit ist besser, die Muskeln werden stärker durchblutet, unsere Leistungsfähigkeit wird höher, der Herzschlag schneller und der Blutdruck steigt an. Diese Hormone mobilisieren gleichzeitig Zucker aus den Zuckerspeichern im Körper, um schnell verfügbare Energie zu bekommen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel.“ Unter Stress werden weiters mehr Eiweißstoffe aus dem Immunsystem ausgeschüttet. Diese Eiweißstoffe wirken ungünstig auf den Stoffwechsel und die Immunabwehr.

Appetithormon steuert Gusto auf Süßes

Hohe Stressbelastung führt auch zur Ausschüttung des Appetithormons Ghrelin – das Verlangen nach Süßem erzeugt. Prim.a Dr.in Heidemarie Abrahamian, Abteilungsvorständin des Internistischen Zentrums im Otto Wagner Spital in Wien und Mitglied der ÖDG erläutert: „Unter Stress essen wir mehr Süßes, denn das Essen von Kohlehydraten baut Spannung ab. Akut kann es uns kurzfristig helfen. Auf Dauer hat es negative Folgen wie Gewichtszunahme, Adipositas und Diabetes. Zusätzlich haben Menschen unter Stress ein vermehrtes Verlangen nach Suchtmitteln wie Alkohol und Nikotin, die sich auch negativ auf den Stoffwechsel auswirken. Auch wenn für viele Menschen Urlaubszeit Genusszeit bedeutet, so bietet gerade diese Zeit oft den leichteren Einstieg, um gesündere Ernährungs- und Lebensweisen dauerhaft zu etablieren.“

Stress als Diabetesauslöser

Menschen, die viel Stress erleben und schlecht damit umgehen können, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken. Die Fähigkeit mit Stress umzugehen, bzw. Stress gut auszuhalten, nennt man Stressresilienz. Bei sehr niedriger Stressresilienz ist das Risiko an Diabetes zu erkranken zirka doppelt so hoch wie bei Menschen mit normaler Stressresilienz. Kennzeichen für eine gute Stressresilienz wären eine optimistische Grundhaltung und lösungsorientiertes Denken. Abrahamian beruhigt: „Die gute Nachricht ist: Stressresilienz kann erlernt und verbessert werden. Die wichtigste Maßnahme in Bezug auf Stress, ist ihn zu reduzieren. Stressreduktion ist ein laufender Prozess, der in kleinen Schritten besser gelingt. Gerade der Urlaub ist eine hervorragende Gelegenheit dafür neue Ideen zu generieren. Wem es zum Beispiel gelingt, in belastenden Situationen Ressourcen zu aktivieren, wie beispielsweise Verwandte und Freunde, oder wer beginnt, seine körperliche Fitness wieder zu steigern, wird besser mit kommenden Stresssituationen umgehen können. Hilfe zu suchen und auch anzunehmen ist essentiell. Psychotherapie ist eine gute Unterstützung bei der Stressbewältigung. Wer merkt, dass er allein nicht mehr aus seinem Hamsterrad herausfindet, sollte auch in Hinblick auf seine körperliche Gesundheit Hilfe in Anspruch nehmen.“

Stress verschlechtert den Behandlungserfolg

Bei Menschen, die bereits an Diabetes erkrankt sind und dann zusätzlich höherem Stress ausgesetzt sind, kann sich der Diabetes verschlechtern. Abrahamian erklärt: „In der Phase des Stresses liegen die Prioritäten anderswo und der Diabetes wird oft vernachlässigt. Wir beobachten in der klinischen Praxis, dass eine Verbesserung der Diabeteswerte eintritt, wenn Stressauslöser bewältigt werden. Frauen sind hier mehr gefährdet als Männer. Ein Grund dafür könnte sein, dass Frauen Situationen emotional stärker erleben. Dieses stärkere Erleben hat einen physiologischen Hintergrund. So leiden Frauen auch doppelt so oft an Depressionen wie Männer. Deshalb ist es gerade für Menschen mit Diabetes wichtig, dafür zu sorgen, dass Urlaub nicht zum zusätzlichen Stressfaktor wird, sondern Erholung und Entspannung auch tatsächlich greifen können.“

Diabetes Distress: Überforderung und Belastung durch Diabetes

Diabetes ist eine Erkrankung mit relativ hohen organisatorischen Anforderungen. Die Betroffenen müssen zumeist mehrmals täglich Blutzucker messen, ihre Ernährung auf die Behandlung abstimmen und ausreichend Bewegung in Ihren Alltag einbauen. Das ständige „Einhalten müssen“ dieser Anforderungen kann zu emotionaler Überlastung führen. Diese emotionale Überlastung durch Diabetes wird in der Medizin als „Diabetes Distress“ bezeichnet. „Diabetes Distress führt zu schlechterer Fürsorge für den eigenen Diabetes, und dadurch zu schlechterer Stoffwechselkontrolle. Die Folge sind Akutkomplikationen bis hin zu chronischen Folgen mit mehr Spätschäden – je nach Dauer der Distress-Phase. Zwischen 20 und 45 Prozent aller Menschen mit Typ-2-Diabetes sind von dieser Art von Stress betroffen. Von den Betroffenen sind drei Viertel Frauen und ein Viertel Männer“, ergänzt Kautzky-Willer.

Abschließend betonen beide ÖDG-Expertinnen gemeinsam: „Nützen Sie die Urlaubszeit, um Stresswirkungen zu reduzieren und damit auch gleichzeitig Diabetes vorzubeugen oder bessere Behandlungserfolge zu erzielen! Wir müssen die stark erhöhte Stressbelastung in unserer modernen, fordernden Gesellschaft als Risikofaktor für Diabetes und seine Folgeerkrankungen ernstnehmen – sowohl in der Grundlagenforschung, als auch in der personalisierten Therapie in multiprofessionellen Behandlungsteams.“

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30.07.2018

Wertgegenstände in Schwimmbädern häufig unbeaufsichtigt

Wertgegenstände in Schwimmbädern häufig unbeaufsichtigt Wertgegenstände in Schwimmbädern häufig unbeaufsichtigt

An Badeplätzen wird mit den eigenen Wertgegenständen eher sorglos umgegangen. Das geht aus einer aktuellen KFV-Beobachtung, die im Zeitraum Mai bis Juni dieses Jahres durchgeführt wurde, hervor. An knapp 50 Prozent der Liegeplätze, die nicht beaufsichtigt waren, konnten potentielle Wertgegenstände gefunden werden. Der Wertgegenstand mit dem am sorglosesten umgegangen wird, ist das Smartphone, welches immer wieder völlig offen unbeobachtet am Platz gelassen wurde. „Beim Besuch von Frei- und Naturbädern sollten nur unbedingt notwendige Wertgegenstände mitgenommen werden. In vielen Bädern gibt es die Möglichkeit, Wertgegenstände in Schließfächer zu verstauen. Bei unserer Beobachtung mussten wir allerdings feststellen, dass Schließfächer nur von einem kleinen Teil der Badegäste benutzt werden“, erläutert KFV-Expertin Mag. Monika Pilgerstorfer.

Tipps für den Umgang mit Wertgegenständen in Freibädern & Badeseen:

Nur mitnehmen, was tatsächlich für den Badetag benötigt wird. Kreditkarten, Schmuck, teure Sonnenbrillen, Tablets, größere Geldbeträge oder Dokumente, die nicht gebraucht werden, sollten zu Hause bleiben.

Mitgebrachte Wertsachen nie unbeaufsichtigt liegen lassen und am besten in verschließbaren Kästchen verstauen – Verstecke unter dem Handtuch oder der Liege sind nicht sicher, auch nicht für den Schlüssel des Schließfaches!

Wertgegenstände, die unbedingt auf die Liegewiese mit sollen, am besten in einem druck- und wasserdichter Aufbewahrungsbehälter, der auch zum Schwimmen mitgenommen werden kann, verstauen.

Nur vertrauenswürdige Personen bitten, vorübergehend auf die Sachen aufzupassen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Es sollte sich niemand darauf verlassen, dass ein Fremder ununterbrochen auf die eigenen Habseligkeiten achtet.

Wertgegenstände auch keinesfalls im Auto zurücklassen – Gelegenheit macht nämlich Diebe: nicht nur im Bad, sondern auch davor.

Verdächtiges Verhalten von anderen Personen einer Aufsichtsperson des Bades melden.

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03.07.2018

Mitarbeiter-Sicherheitstage im Landesklinikum Wiener Neustadt

Station Brandschutzschulung – Löschübung mit BI Rudolf Barnert, MSc, Oberbrandmeister Manfred Schopf, Helmut Rath Station Brandschutzschulung – Löschübung mit BI Rudolf Barnert, MSc, Oberbrandmeister Manfred Schopf, Helmut Rath

Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten die Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Darum finden auch heuer Schulungen im Bereich der Hygiene, des Brandschutzes und eine Zytostatika-Schulung statt.

„Verpflichtend“ und „regelmäßig“ sind die Schlagworte für die Sicherheitstage im Landesklinikum Wr. Neustadt. „Dies für fast 2.500 Mitarbeiter auf die Beine zu stellen, ist ein großer organisatorischer Aufwand, aber unerlässlich, um die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen und dadurch auch unserer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten“, sagt Mag. Andreas Gamlich, kaufmännischer Direktor.

Hygieneschulung

Angefangen von der richtigen Lagerung von Medikamenten über die Sauberkeit auf Abteilungen, Stationen, in Aufenthaltsräumen und Teeküchen bis hin zur richtigen Desinfektion der Hände – all das sind Themen im Bereich der Hygiene.

Brandschutzschulung

Hier wird das Wissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf vorbeugende Brandschutzmaßnahmen und das Verhalten im Brandfall aufgefrischt. Außerdem müssen alle Bediensteten eine praktische Feuerlösch-Übung durchführen.

Zytostatika-Schulung

Zytostatika sind Wirkstoffe, die Zellteilung und Zellwachstum hemmen. Diese kommen in der Krebstherapie zum Einsatz. Vor allem im Falle von verschütteten Zytostatika gibt es spezielle Notfall- und Reinigungssets, die zum Einsatz kommen. In der Zytostatika-Schulung werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jährlich wieder für den Notfall trainiert.

An vier Terminen werden die Schulungen im Landesklinikum Wiener Neustadt durchgeführt.

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25.06.2018

Operations-Premiere in der Unfallchirurgie – 1. endoskopische Wirbelsäulen OP in Wr. Neustadt

Röntgenbild des Patienten: Wirbelsäule nach der Stabilisierung Röntgenbild des Patienten: Wirbelsäule nach der Stabilisierung

Erstmals wurde am Landesklinikum Wr. Neustadt eine Wirbelsäulen-Stabilisierung (Spondylodese) mittels minimal-invasiver endoskopischer Operation durchgeführt.

„Bei der minimal-invasiven endoskopischen Wirbelsäulen-Stabilisierung wird zuerst durch eine sogenannte Schlüsselloch-Öffnung der Brustkorb minimal geöffnet und die Lunge künstlich kollabiert. Durch diese Öffnung werden dann durch ein Endoskop Bandscheibe und Knochentrümmer entfernt“, erklärt Prim. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Kambiz Sarahrudi, Leiter der Unfallchirurgie am LK Wr. Neustadt. „Anschließend wird mittels eines Knochenstückes aus dem Beckenkamm und einer Platte die Stabilisierung durchgeführt.“

Alternativ müsste man die Operation durch einen großen Schnitt über den Brustkorb des Patienten durchführen, was ungleich schmerzhafter ist. Durch die endoskopische OP treten kaum postoperative Schmerzen auf. Die Schädigung von Gewebe wie Nerven, Muskulatur oder Haut sowie der Blutverlust können gering gehalten und der Patient schneller wieder mobilisiert werden.

„Wichtig ist auch, nicht nur die Leistung meiner Oberärzte Dr. Daniel Freytag und Dr. Richard Reidinger hervorzuheben. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im OP, vor allem das Anästhesie-Team, haben hervorragende Arbeit geleistet!“, betont Prim. Sarahrudi.

Bis dato werden endoskopische Wirbelsäulen-Stabilisierungen in nur wenigen Kliniken in ganz Österreich angeboten. In der niederösterreichischen Thermenregion ist das Landesklinikum Wiener Neustadt absoluter Vorreiter, was diese OP-Methode betrifft. „Ein weiterer Punkt, der bestätigt, wie hochqualitativ die medizinische Versorgung in unserem Haus ist“, zeigt sich Dr. Peter Gläser, ärztlicher Direktor, beeindruckt.

Die Patientenmeinung

Der Patient, bei dem der Eingriff durchgeführt wurde, ist der 27-jährige Daniel Klaubauf. Er ist auf einer Rennstrecke in Ungarn mit dem Motorrad verunfallt. Nach der Ersthilfe wurde er direkt ins Landesklinikum Wr. Neustadt überstellt und ist froh, „von so einem fähigen Team operiert und behandelt worden zu sein. Von den Ärzten bis zu den Pflegekräften hat man sich professionell und menschlich toll um mich gekümmert. Dank des Teams in Wr. Neustadt kann ich auch in Zukunft mein größtes Hobby, das Motorrad-Fahren, ausüben. Wenn auch vielleicht nicht mehr mit so viel Speed wie bisher“, so Klaubauf mit einem Augenzwinkern.

Facts zur Spondylodese

Diese wird angewandt, wenn die Stabilität der Wirbelsäule beeinträchtigt ist. Zum Beispiel nach Wirbelkörperbrüchen, bei Skoliose oder einem Abbau der Knochenstruktur. Die Versteifung der Wirbelsäule ist besonders häufig im Bereich zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule notwendig. Die Spondylodese findet unter Vollnarkose statt.

Begrifferklärung

Spondylodese – Wirbelsäulen-Stabilisierung; Wirbelsäulen-Versteifung;

Minimal-invasiv – Durchführung operativer Eingriffe ohne größere Schnitte

Endoskop – Gerät, mit dem das Innere untersucht und manipuliert werden kann

Skoliose – Fehlstellung der Wirbelsäule

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14.06.2018

Sicherheit an 1. Stelle: zwei neue Notstromaggregate für das Landesklinikum

Eines der neuen Notstromaggregate, die die Versorgung im LK Wr. Neustadt künftig sichern. (Foto von der Anlieferung eines solchen Notstromaggregates im Logistikzentrum im Jahr 2013) Eines der neuen Notstromaggregate, die die Versorgung im LK Wr. Neustadt künftig sichern. (Foto von der Anlieferung eines solchen Notstromaggregates im Logistikzentrum im Jahr 2013)

Am Montag, 18.06.2018, werden zwei zusätzliche neue Notstromaggregate ans Landesklinikum geliefert und stationär installiert. Ein 200-Tonnen-Kran liefert die beiden Geräte, die eine Gesamtleistung von 3.300 kVA (Kilovoltampere) haben.

Seit 1980 befinden sich drei innenverbaute Geräte mit einer Gesamtleistung von 1.860 kVA im LK Wr. Neustadt, von denen zwei weiter im Einsatz bleiben. “Mit den beiden zusätzlich neu angeschafften Notstromaggregaten erzielen wir eine um fast 2.800 kVA höhere Leistungskapazität und gewährleisten damit eine noch höhere Versorgungssicherheit im Notfall”, erklärt DI Thomas Müller, Leiter der Haus- und Betriebstechnik.

Auch Krankenhäuser bleiben von Stromausfällen nicht verschont. Ein solcher Blackout kann schlimme Folgen für die Patientinnen und Patienten haben. Die Notstromaggregate im Landesklinikum garantieren, dass wichtige medizinische Geräte wie lebensnotwendige Beatmungsgeräte auf der Intensivstation, Dialysegeräte, OP-Lampen oder auch elektrische Skalpelle und Narkosegeräte bei einem Stromausfall problemlos in Betrieb gehalten werden können.

Wichtige Information zu Sperren während der Anlieferung:

Am Montag, 18.06.2018 wird am Vormittag die Zufahrt von der Ungargasse gesperrt.

Nachmittags ist der Bereich der Hauptzufahrt zur Unfallabteilung nur eingeschränkt möglich.

Der Verkehr wird individuell geregelt.

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03.06.2018

"HIV-Test als Teil der Gesundenuntersuchung wäre wichtiger Schritt"

"HIV-Test als Teil der Gesundenuntersuchung wäre wichtiger Schritt" "HIV-Test als Teil der Gesundenuntersuchung wäre wichtiger Schritt"

Positiv überrascht reagiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker auf die Interviews, die Ministerin Hartinger-Klein am Lifeball gab: „Dass der HIV-Test Teil der Gesundenuntersuchung sein könnte und von der Krankenkasse bezahlt wird, war bisher für alle Regierungen ein absolutes Tabu. Es ist sehr erfreulich, dass sich offenbar doch etwas bewegt und Hartinger-Klein am Lifeball genau das vorschlägt. Rund die Hälfte der Diagnosen wird zu spät gestellt, das machte es auch schwierig, Neuinfektionen zu bekämpfen. Wird der HIV-Test standardmäßig Teil der Gesundenuntersuchung, wäre das ein großer Schritt“, zeigt Loacker auf. NEOS nehmen die Ministerin hier beim Wort und werden Vorhaben diesbezüglich selbstverständlich unterstützen – und gegebenenfalls daran erinnern, sollte es bei Interviews am roten Teppich bleiben und keine konkreten Maßnahmen folgen.

Loacker macht außerdem darauf aufmerksam, dass es eine breitere Aufklärungskampagne braucht: „Es ist schön, wenn die Bundesregierung einmal im Jahr am Lifeball aufläuft. Die Gesundheitsministerin sollte sich allerdings das ganze Jahr über mit dem Thema beschäftigen: HIV und AIDS sind immer noch Tabu-Themen und nach wie vor mit Diskriminierung und Angst verbunden. Das können wir nur mit umfassender Information ändern.“

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20.03.2018

Tipps zum Kauf von Elektrozahnbürsten

Tipps zum Kauf von Elektrozahnbürsten Tipps zum Kauf von Elektrozahnbürsten

Ob manuell oder elektrisch putzen ist Ansichtssache. Allerdings zeigen Studien, dass Elektrozahnbürsten die Zähne besser reinigen als Handzahnbürsten. Tipps zum Kauf einer elektrischen Zahnbürste hat Marco Chwalek für uns bei einer Fachfrau eingeholt:

Morgens und abends sollten wir je zwei Minuten die Zähne putzen, damit sie lange weiß und gesund bleiben. Elektrische Zahnbürsten unterstützen ein gutes Putzergebnis. Wir wollten darum von der TÜV SÜD-Expertin Andrea Biehler wissen, worauf man beim Kauf einer elektrischen Zahnbürste generell achten sollte:

Andrea Biehler: "Beim Kauf einer elektrischen Zahnbürste ist es wichtig, dass diese mindestens zwei Programme haben und ein Timer für die optimale Gesamtdauer eines Putzvorgangs vorhanden ist. Auch ist es wichtig, dass ein guter Akku verbaut ist. Die Akkuladung sollte mindestens fünf bis sieben Tage halten, sodass die Zahnbürste gut genutzt werden kann."

Und wir kein Ladegerät beim Wochenendtrip oder Kurzurlaub mitnehmen müssen. Aber zurück zu den Zahnbürsten. Man kann zwischen zwei Technologien wählen, dem Schallzahnmodell oder dem Rotationssystem:

Andrea Biehler: "Bei einem Rotationsmodell ist ein rotierender Bürstenkopf vorhanden, der sehr klein und rund ist und immer eine kleine Links-Rechts-Bewegung macht. Dadurch dass der Bürstenkopf so klein ist, soll aber jeder Zahn einzeln geputzt werden, denn nur so kann eine optimale Plaque-Entfernung gewährleistet werden."

Die Schallzahnbürste unterscheidet sich schon optisch von dem Rotationsmodell:

Andrea Biehler: "Bei den Schallzahnbürsten ist der Kopf etwas größer als bei den Rotationsmodellen und oval, und die Reinigungsleistung wird durch die Vibration der einzelnen Borsten erzielt. Schallzahnbürsten sind vor allem zu empfehlen für Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch oder freiliegenden Zahnhälse oder wenn Menschen Zahnspangen tragen."

Man sollte beim Kauf auch an die Folgekosten denken, denn genau wie bei einer Handzahnbürste, sollte der Bürstenkopf alle 3 Monate gewechselt werden, rät TÜV SÜD.

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09.03.2018

JETZT NEU - GRATIS WLAN im Landesklinikum Wiener Neustadt

Ab sofort bietet das Landesklinikum auf nahezu allen medizinischen Abteilungen einen gratis Internetzugang für Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher an.

Damit steht das nächste große Projekt am Landesklinikum Wiener Neustadt vor dem Abschluss. Nicht nur auf nahezu allen medizinischen Abteilungen, sondern auch im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflegeschule kann man sich ab sofort gratis ins Internet einwählen. „Zusätzlich funktioniert unser Free WLAN auch schon in allen Besprechungsräumen des Hauses, was einen großen Mehrwert für diverse Veranstaltungen und Vortragsreihen bietet, die bei uns stattfinden“, freut sich Mag. Andreas Gamlich, kaufmännischer Direktor im Landesklinikum.

Und einwählen funktioniert ganz einfach: das WLAN Kabelplus-im-Klinikum im Handy suchen, den AGB´s der Kabelplus GmbH zustimmen und Lossurfen auswählen.

Noch ist der Ausbau des freien Internetzugangs aber nicht ganz abgeschlossen. „Die WLAN Ausstattung der Ambulanzbereiche und der Institute erfolgt in den nächsten Monaten“, sagt Norbert Nakovich, Leiter der Abteilung Informations- und Kommunikationstechnologie.

Die Umsetzung in Zusammenarbeit mit der Firma Kabel Plus funktioniert reibungslos. Mit der erteilten Nutzungsfreigabe sorgt die NÖ Landeskliniken-Holding dafür, dass das Landesklinikum Wiener Neustadt noch ein Stück zukunftsfitter wird.

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