Sport/Gesundheit
Österreichs Hühnerfleisch wird Gentechnik-frei
Großteil der heimischen Masthuhn- und Putenzüchter haben auf kontrolliert Gentechnik-freie Fütterung umgestellt Als "neuen Meilenstein für die Gentechnik-freie Lebensmittelproduktion in Öster-reich" begrüßt Markus Schörpf, Obmann der ARGE Gentechnik-frei, den Qualitätssprung beim heimischen Mastgeflügel: "Nachdem im Jahr 2010 bereits die komplette österreichische Milchwirtschaft und die komplette Frischeier-Produktion auf kontrollierte Gentechnik-freie Fütterung umgestiegen sind, folgt jetzt ein weiterer wichtiger Sektor: Mit dem heutigen Tag ist erstmals österreichisches Hühnerfleisch aus kontrolliert Gentechnik-freier Produktion in den Regalen des Lebensmittelhandels zu finden (betrifft insbesondere: Hofer, REWE Group, SPAR, Zielpunkt). In den nächsten Wochen wird Hühnerfleisch aus österreichischer Produktion bei den angeführten Lebensmittelhändlern vollständig auf Gentechnik-Freiheit umgestellt; Putenfleisch folgt danach." Hühner- und Putenfleisch aus biologischer Produktion war selbstverständlich immer schon garantiert Gentechnik-frei.
Für die konventionelle Landwirtschaft bedeutet dies einen gewichtigen Qualitäts-Schritt: Damit werden rund 80.000 Tonnen potenziell mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) belasteter Soja durch kontrolliert Gentechnik-freie Ware ersetzt. Konsumenten erkennen die Gentechnik-freie Ware am grünen Kontrollzeichen "Ohne Gentechnik hergestellt". Nur österreichische Ware bzw. Bio-Produkte können diesen besonderen Qualitätsstandard bieten.
Seit Anfang Jänner 2012 wird bei den größten Geflügelbetrieben, die rund 90% des heimischen Mastgeflügelmarktes abdecken - Hubers Landhendl in Oberösterreich, Steirerhuhn-Lugitsch und Titz in der Steiermark sowie Wech in Kärnten - Gentechnik-frei gefüttert. Damit kommt sechs bis acht Wochen nach Beginn der Fütterung das erste Hühnerfleisch mit der Qualitätsbezeichnung "Ohne Gentechnik hergestellt" auf den Markt. Aufgrund der Größe und Marktrelevanz der beteiligten Lebensmittelhändler und Betriebe kann davon ausgegangen werden, dass in kürzester Zeit die gesamte Branche folgen wird. Im ersten Schritt werden Frisch-geflügelfleisch und zerlegte Ware ausgelobt; für verarbeitete Ware (z.B. Wurst) und Importware wird noch an Lösungen gearbeitet.
TU Wien: Medikamente aus Krabbenschalen
Aus dem Chitin-Panzer von Krustentieren können Trichoderma-Pilze wichtige Chemikalien für die Arzneimittelerzeugung herstellen. Wien. - Schimmelpilze sind normalerweise eher kein Grund zur Freude – doch nun können sie als „chemische Fabriken“ eingesetzt werden: An der Technischen Universität Wien gelang es, Gene von Bakterien in Pilze der Gattung Trichoderma einzubringen, sodass die Pilze nun in der Lage sind, wichtige Chemikalien für die Arzneimittelerzeugung herzustellen. Der Rohstoff, den die Pilze dafür brauchen, ist reichlich vorhanden: Chitin, aus dem zum Beispiel die Panzer von Krustentieren aufgebaut sind. Die neue Methode konnte bereits zum Patent angemeldet werden.
Bei viralen Infekten wie etwa der Influenza werden häufig Virustatika eingesetzt, die eine Verbreitung des Virus im Organismus verhindern sollen. Diese Medikamente sind oft Derivate der N-Acetylneuraminsäure (kurz: NANA), die heute aus natürlichen Ressourcen gewonnen oder chemisch hergestellt wird – allerdings ist NANA fünfzig mal teurer als Gold: Die Chemikalie kostet etwa 2000 Euro pro Gramm. Ein Forschungsteam der TU Wien, geleitet von der Biotechnologin Astrid Mach-Aigner, setzte sich daher das Ziel, eine neue umweltfreundliche Herstellungsmethode für NANA zu finden, und diese Ziel wurde nun erreicht.
Entscheidend dafür war das umfangreiche Wissen über die Genetik der Trichoderma-Pilze, das man am Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften der TU Wien schon seit Jahren gesammelt hatte. Neben einem Team dieses Instituts (R. Gorsche, A. Mach-Aigner, R. Mach, M. Steiger) war auch das Institut für Angewandte Synthesechemie (M. Mihovilovic) und das Institut für Chemische Technologien und Analytik (E. Rosenberg) an dem durch den FWF geförderten Projekt beteiligt.
Der Schimmelpilz Trichoderma ist weit verbreitet: Er kommt in Böden, Wald und Wiesen vor. „Wir wussten, dass Trichoderma Chitin abbauen kann – genau das macht der Pilz im Boden mit Chitin“, erklärt Astrid Mach-Aigner. Dadurch war Trichoderma ein vielversprechender Kandidat für das Forschungsprojekt. Um den Pilz allerdings dazu zu bringen, das gewünschte chemische Endprodukt zu erzeugen, musste man ihm noch Gene einbauen, die in Bakterien vorkommen. „Normalerweise baut Trichoderma das Chitin zu monomeren Aminozuckern ab“, sagt Mach-Aigner. Durch die neuen Gene kommt es nun zu zwei weiteren chemischen Reaktionsschritten – und am Ende entsteht der gewünschte Arzneimittelrohstoff N-Acetylneuraminsäure.
Chitin ist nach Zellulose der zweithäufigste Bio-Polymer der Erde. Er kommt in Panzern von Krebsen und Insekten, aber auch in Schnecken und Kopffüßern sowie in der Zellwand von Pilzen vor. Man schätzt, dass allein im Meer jährlich zehn Milliarden Tonnen Chitin gebildet werden – einige hundert mal mehr als das Körpergewicht der gesamten Menschheit. Chitin ist also ein nachhaltiger nachwachsender Rohstoff für chemische Syntheseprozesse.
Der neu entwickelte Trichoderma-Stamm kann nun in Bio-Reaktoren kultiviert werden und dort Chitin in die wertvolle Säure umwandeln. Das Verfahren wurde von der TU Wien bereits patentiert und soll nun für eine billigere und umweltfreundliche Produktion von pharmakologischen Substanzen im industriellen Maßstab eingesetzt werden.
„Im Mittelpunkt steht der Kunde“ - das Landesklinikum Wr. Neustadt zog Bilanz
Der Kunde im Mittelpunkt: v.l. Regionalmanager Thermenregion DI Alfred Zens, MBA, Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger und der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek. Eröffnung des Raumzellenbaus, Vorstellung des Projektes Logistikzentrum, neue Gestaltung des Eingangsbereiches – dies waren nur einige der Neuheiten, die das Landesklinikum Wiener Neustadt 2011 zu bieten hatte. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde über das abgelaufene Jahr Bilanz gezogen. Alle getätigten Maßnahmen können unter dem Motto: „Im Mittelpunkt steht der Kunde“ zusammengefasst werden.
„Die Eröffnung des Raumzellenbaus nach nur 14-monatiger Bauzeit stellte sicher ein herausragendes Ereignis im Jahr 2011 dar. Dieser Zubau, in dem nun die 2. Interne Abteilung sowie die Unfallchirurgie untergebracht sind, ist die optimale Lösung bis zum Neubau und kann durch seine Größe, die Baugeschwindigkeit sowie seine Funktionalität mit Fug und Recht als europäisches Vorzeigeprojekt bezeichnet werden“, betont Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger.
Insgesamt bietet der aus 108 Raumzellen bestehende Zubau eine Nutzfläche von 7.147m², welche rund 180 Patientenbetten, vier Operationssäle mit acht Aufwachbetten sowie eine kardiologische Angiographie und Intensivstation mit zehn Betten beherbergt. Zudem ist er durch eine Verbindungsbrücke mit dem Haupttrakt des Klinikums verbunden. Ein Plus für Patienten und Mitarbeiter.
„Die Erfahrungsberichte aus den ersten Monaten seines Bestehens zeigen, dass der Raumzellenbau sowohl von Patienten als auch von ärztlichem und pflegerischem Personal sehr gut aufgenommen wurde und mit vielen Vorteilen verbunden ist“, so Schneeberger weiter.
Ein anderer Meilenstein 2011 war der Entschluss zur Errichtung eines Logistikzentrums in Wiener Neustadt zur Versorgung aller Kliniken der Thermenregion. Dort sollen zukünftig regelmäßig benötigte Artikel, wie Medikamente, Verbandsmaterial oder Putzmittel, gemeinsam gelagert und anschließend, je nach Bedarf, an die Kliniken in Wiener Neustadt, Neunkirchen, Hochegg, Baden-Mödling sowie Hainburg ausgeliefert werden.
„Dadurch müssen bei den Neubauprojekten der Region einerseits weniger Lagerflächen eingeplant werden, anderseits kommt es durch das gemeinsame Bestellen der Produkte aufgrund der größeren Menge zu erheblichen Kostenvorteilen im laufenden Betrieb. Es handelt sich also um ein innovatives Kostensparprojekt, von dem gleichzeitig Lieferanten, Mitarbeiter und Patienten profitieren und welches die Qualität weiter steigert“, bringt Regionalmanager DI Alfred Zens, MBA die entscheidenden Vorteile der neuen Logistikeinheit auf den Punkt.
Auch im Hochtrakt (Haus A) des Landesklinikums Wiener Neustadt hat sich 2011 viel getan. So wurde der Eingangsbereich mit einem Infopoint ausgestattet, der als zentrale Anlaufstelle für Patienten, Besucher und Angehörige fungiert, und die Ambulanzebene farbenfreundlicher und übersichtlicher gestaltet.
„Diese Maßnahmen dienen der besseren Orientierung von Patienten und Besuchern. Um die Wartezeiten zu verkürzen, gibt es in vier Ambulanzen zudem einen Quick-Check-In, wo sich Patienten mit ihrer E-Card für Kontrolltermine selbst anmelden können. Weiters setzen wir auch auf den Einsatz von natürlichen Duftölen zur Raumbeduftung welche, angstlösende Eigenschaften aufweisen und für ein angenehmes Raumklima sorgen“, erklärt der Ärztliche Direktor Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek.
Um die bestmögliche Versorgung von Krebspatienten zu gewährleisten, kommt dem Tumorboard im Landesklinikum Wiener Neustadt eine besondere Bedeutung zu. Dabei werden die Krankheitsbilder und Behandlungsmethoden von einem interdisziplinären Expertenteam analysiert und besprochen. Zu diesem Zweck werden mittels Videokonferenzen vermehrt auch Ärzte anderer Krankenhäuser einbezogen.
Babyschnuller und kindernahe Produkte dürfen kein Gesundheitsrisiko sein
Zahlreiche unabhängige Studien belegen, dass Bisphenol A bereits in Mengen weit unter dem gesetzlich geregelten Höchstwert der erlaubten Tagesdosis negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben kann. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordert, dass Gesundheitsminister Alois Stöger endlich, wie vor einem Jahr angekündigt, das Verbot der Chemikalie Bisphenol A (BPA) in Babyschnullern umsetzt. Nach einer Kampagne von GLOBAL 2000 kündigte das Gesundheitsministerium ein nationales Verbot von Bisphenol A in allen kindernahen Produkten für Anfang 2011 an. "Wir sind enttäuscht, dass die Hormonchemikalie BPA immer noch für Babyschnuller und andere kindernahe Produkte erlaubt ist" , sagt Dr. Klaus Kastenhofer, Mediziner und Geschäftsführer von GLOBAL 2000. Mittlerweile wurden Babyfläschchen aus Polycarbonat - ein Kunststoff, der die Chemikalie BPA enthält - in der EU verboten. "Es ist völlig unverständlich, dass bei Schnullern dieses Verbot bis jetzt nicht umgesetzt wurde. Zu warten, bis alle Hersteller von selbst auf ungefährliche Alternativen umstellen oder dass der Handel die BPA-hältigen Schnuller freiwillig aussortiert, widerspricht dem Gebot des Vorsorgeprinzips: Gerade Babys und Kleinkinder müssen vor dem Einfluss von künstlichen Hormonen geschützt werden und sollen nicht unnötig weiter einem Risiko ausgesetzt werden", betont Kastenhofer. Die meisten Hersteller haben nach dem "Schnullerskandal" - GLOBAL 2000 hatte im Herbst 2009 nach Anregung des Dokumentarfilms "Plastic-Planet" Kinderprodukte auf hormonell wirksame Chemikalien getestet - auf BPA-freie Produktion umgestellt. Stichproben der Umweltschützer haben aber nun ergeben, dass alte Bestände von Babyschnullern, die nicht als BPA-frei gekennzeichnet sind, nach wie vor im Handel erhältlich sind. Bei vielen kindernahen Produkten, zum Beispiel Beißringen, ist oft nicht ersichtlich, ob BPA enthalten ist. "Minister Stöger muss daher jetzt für Österreich handeln, denn auf EU-Ebene ist in absehbarer Zeit keine Regelung zu erwarten, die dem Vorsorgeprinzip Rechnung trägt", stellt Kastenhofer klar.
Zahlreiche unabhängige Studien belegen, dass Bisphenol A bereits in Mengen weit unter dem gesetzlich geregelten Höchstwert der erlaubten Tagesdosis negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben kann. Die Chemikalie, die sich aus dem Kunststoff lösen kann, steht unter dringendem Verdacht ins menschliche Hormonsystem einzugreifen und dadurch die Gesundheit zu gefährden. Aufgrund der hormonähnlichen Wirkung von Bisphenol A müssen besonders Kinder und schwangere Frauen vor der Aufnahme von Bisphenol A geschützt werden. "In Babyschnullern und Produkten, die Kinder in den Mund nehmen, hat eine solche Chemikalie gar nichts verloren. Wir wollen dem Hinauszögern eines BPA-Verbots nicht länger zusehen", bringt Kastenhofer die Forderung auf den Punkt.
NEWS: Neue Regeln für Schönheitsoperationen
"Es lassen immer mehr Menschen Schönheitsoperationen vornehmen. Klare Regelungen sind hier überfällig." Gesundheitsminister Alois Stöger hat den "Gesetzesentwurf, der Schönheitsoperationen in Österreich strenger regeln soll, vorliegen" und will ihn noch "heuer in Begutachtung" schicken. Das kündigt der Minister im Interview mit NEWS an.
Stöger: "Wir haben bei Schönheits-Operationen derzeit mehrere Probleme, die wir in den Griff bekommen müssen: Erstens wollen immer mehr Personen Schönheits-Operationen machen lassen. Zweitens werden die Patienten und vor allem Patientinnen immer jünger. Dazu kommt, dass Personen, die es gar nicht notwendig haben, sich operieren zu lassen, von Ärzten immer stärker angeworben werden. Letztlich sind die Ergebnisse der Operationen oft nicht so, wie die Patientinnen und Patienten das möchten."
Das sind die Details des Stöger-Gesetzes: - Strenge Ausbildungskriterien für Ärzte, die Schönheitsoperationen vornehmen. - Keine Schönheits-OPs für unter-14-jährige, auch wenn die Eltern zustimmen. - Ausführliche psychologische Beratung für Jugendliche bis 18 Jahren, die eine Operation vornehmen wollen. - Kostenloser Rücktritt von Operationen für Jugendliche. - Strenge Dokumentation des gesamten Beratungs- und Operationsvorgangs. - Aus für Gewinnspiele zu Schönheitsoperationen. - Ein Werbeverbot für Schönheitsoperationen.
Stöger im NEWS-Interview: "Es lassen immer mehr Menschen Schönheitsoperationen vornehmen. Klare Regelungen sind hier überfällig." Der Gesundheitsminister erklärt weiter: "Zudem wird es "Beauty-Docs" nicht mehr geben. Es wird genau definiert wer sich Schönheits-Chirurg nennen darf und welche Ausbildung dafür vorliegen muss. Es wird in Zukunft nicht genügen, irgendwelche Kurse zu machen, um Operationen durchführen zu können."
Zwei Drittel der ÖsterreicherInnen vertrauen Komplementärmedizin
Zwei Drittel der ÖsterreicherInnen vertrauen Komplementärmedizin Wenn es um ihre Gesundheit geht, zeigen sich die Österreicher sehr aufgeschlossen für andere Kulturen. Karmasin Motivforschung präsentierte im Oktober eine Studie zur Komplementärmedizin. Diese zeigt nicht nur eine positive Einstellung der Bevölkerung zu komplementärmedizinischen Methoden, sondern auch ihren Wunsch nach Veränderungen im bestehenden Gesundheitssystem. So wünschen sich mehr als drei Viertel der Österreicher eine persönlichere Behandlung durch Ärzte und fast ebenso viele legen Wert auf pflanzliche Heilmittel bei der Behandlung. Zwei Drittel der Österreicher vertrauen komplementärmedizinischen Angeboten. Auffälliges Detail: Neben Akupunktur und Homöopathie wird auch die noch wenig verbreitete Tibetische Medizin positiv bewertet. Am aufgeschlossensten für andere Behandlungsmethoden sind laut Gesundheitstypen-Einteilung von Karmasin der "Naturorientierte" (39 %) und der "Offene Typ" (43 %). Nur knapp 18 Prozent stehen der Komplementärmedizin skeptisch gegenüber ("Schulmedizin-Orientierter Typ").
"Die Österreicher vertrauen zwar der klassischen schulmedizinischen Behandlung, sie sind jedoch auch an ergänzenden Angeboten interessiert", fasst Dr. Sophie Karmasin von Karmasin-Motivforschung die wichtigsten Studienergebnisse zusammen: So ist ein Drittel der Österreicher (33 %) mit der medizinischen Versorgung durch niedergelassene Ärzte bzw. Fachärzte sehr zufrieden, für mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung (57 %) kommen aber auch andere Behandlungsmethoden als die klassische Schulmedizin in Frage.
Trotz der allgemeinen Zufriedenheit mit der medizinischen Versorgung wünschen sich 78 Prozent der Österreicher eine zeitintensivere Behandlung durch Ärzte. Der Großteil der Befragten (81 %) ist zudem der Meinung, dass Ärzte mehr auf den Einzelnen eingehen sollten. Auch der Wunsch, pflanzliche Heilmethoden in die Behandlung mit einzubeziehen, ist bei zwei Drittel der Österreicher (73 %) erkennbar. "Generell kann die österreichische Bevölkerung der Komplementärmedizin viel abgewinnen: 77 Prozent der Frauen und 57 Prozent der Männer haben eine (sehr) positive Einstellung. Die unter den Österreichern bekanntesten komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden, also Methoden, die die Schulmedizin ergänzen können, sind übrigens Homöopathie und Akupunktur mit je 82 Prozent", so Dr. Sophie Karmasin.
Die Methoden sind aber nicht nur bekannt, sondern knapp jeder Zweite (46 %) hat bereits Erfahrung mit Komplementärmedizin gemacht. Fast alle, die sich einer Behandlung unterzogen haben, waren (sehr) zufrieden damit (91 %). Auffällig dabei ist, dass die Einnahme komplementärmedizinischer Heilmittel nach wie vor in Frauenhänden liegt: 71 Prozent der Frauen sind bereit, zu Heilkräutern & Co. zu greifen, während es bei den Männern knapp über die Hälfte (51 %) sind. Daran schließt sich auch die Bereitschaft von 39 Prozent der österreichischen Bevölkerung, höhere Kosten für komplementärmedizinische Behandlungsmethoden zu übernehmen.
Wem die Österreicher im Gespräch über medizinischen Fragen am meisten Glauben schenken, erklärt Dr. Sophie Karmasin: "Um sich bei gesundheitlichen Beschwerden bzw. Gesundheitsfragen zu informieren, wird in erster Linie der Hausarzt oder der entsprechende Facharzt zu Rate gezogen (89 %). Mit 48 Prozent legt knapp die Hälfte der Österreicher Wert auf die Meinung der Familie und fast genauso viele erkundigen sich beim Apotheker (43 %)." Und während sich immerhin noch 17 Prozent der Österreicher im Internet bzw. über Zeitungen oder Magazine (15 %) informieren, spielt das Fernsehen als Informationsquelle bei medizinischen Fragen mit fünf Prozent eine untergeordnete Rolle.
Wie es neben der klassischen Schulmedizin mit dem Vertrauen gegenüber komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden bestellt ist, kategorisierte Karmasin-Motivforschung aus den Ergebnissen der Befragung und definierte drei verschiedene Gesundheitstypen: Kennzeichnend für den "Naturorientierten" (39 %) ist die Offenheit und das große Vertrauen für andere Behandlungsmethoden als die klassische Schulmedizin. Im Krankheitsfall nutzt er primär Hausmittel und kaum chemisch-synthetische Arzneimittel. Der "Offene" (43 %) schenkt sowohl der Schulmedizin als auch komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden Glauben, auch wenn er mit diesen noch kaum Erfahrung gemacht hat. Ausschließlich auf die Schulmedizin hingegen stützt sich der "Schulmedizin-Orientierte" Typ (18 %). Er kann sich demnach auch kaum vorstellen, auf andere Behandlungsmethoden wie Heilkräuter, homöopathische Mittel oder Vitamine zurückzugreifen.
Schnarchfrei mit der Gaumenspange
Schnarchfrei mit der Gaumenspange Vor fast zwei Jahren wurde das Schweizer Produkt die "Gaumenspange Velumount" gegen Schnarchen und leichte Atemaussetzer in Österreich präsentiert. Nach einem sehr erfolgreichen Start eröffnet die Firma nun weitere Institute, wo die Spange erhältlich ist.
Neben der Zentrale in 1130 Wien ist ab Februar 2012 auch in St. Pölten, Linz, Salzburg, Klagenfurt ein eigener Standort verfügbar. Graz und Innsbruck sind in Vorbereitung.
"Die Velumount(R) Schnarchspange ist ein effektives Medizinalinstrument gegen Schnarchen und Atempausen im Schlaf, das in der Schweiz bereits zu den etablierten Behandlungsmethoden gehört. Die mechanische Schienung der Weichteile in den oberen Atemwegen und/oder im Zungenbereich verhindert dass es nachts zu einer gesundheitsgefährdenden Verengung kommt. Die Spange wird individuell angeformt und nur nachts getragen. Nach kurzer Eingewöhnung ist die Gaumenspange kaum spürbar. Sprechen und Schlucken ist problemlos mit eingelegter Spange möglich." so der Hersteller.
"Als selbst Betroffener habe ich vor zehn Jahren eine einfache und zugleich wirksame Methode gegen das Schnarchen entdeckt", sagt der Erfinder der Velumount-Methode, der Schweizer, Arthur Wyss. "Die Methode ist durch wissenschaftliche Studien belegt."
Hoffnung aus dem Harn: Urin als Quelle für induzierte pluripotente Stammzellen
Urin als Quelle für induzierte pluripotente Stammzellen Embryonale Stammzellen dürfen nach dem jüngsten Verbot des Europäischen Gerichtshofes nicht mehr patentiert werden; eine Konsequenz daraus ist die Verminderung potentieller kommerzieller Nutzbarkeit. Vor kurzem gelang es einem österreichisch-chinesischen Forscherteam, in dem das Ludwig Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie im Forschungszentrum der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, die BOKU Wien, die Firma Evercyte GmbH, sowie ein Institut der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Guangzhou, China, zusammenarbeiten, eine ungewöhnliche Quelle für die Herstellung von induzierten pluripotenten Stammzellen, kurz iPS Zellen zu erschließen und auch zum Patent anzumelden: humanen Harn. Damit ist es erstmals möglich, ohne jeglichen körperlichen Eingriff von jedem Menschen, unabhängig vom Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustand, iPS Zellen herzustellen.
Herstellung von iPS Zellen ist ethisch unbedenklich.
Nach dem Patentverbot auf embryonale Stammzellen werden iPS Zellen, von immer größerer Bedeutung. Diese Zellen verhalten sich sehr ähnlich wie embryonale Stammzellen, werden aber gewöhnlich aus Hautzellen von Erwachsenen gewonnen und sind daher ethisch deutlich weniger problematisch. Derzeit finden diese Zellen Anwendung als Modellsysteme für präklinische Entwicklungen von Medikamenten, an den Problemen einer potentiellen klinische Anwendung wird vielerorts intensiv gearbeitet.
Könnten iPS Zellen schon bald für körpereigene Transplantationen eingesetzt werden?
Das kurzfristige Ziel der Herstellung von iPS Zellen ist die Verwendung in Modell- und in vitro Testsystemen für verschiedene Krankheitsbilder. Als langfristiges Ziel sehen die Wissenschaftler des Forschungsteams die autologe Transplantation für klinische Anwendungen, was soviel bedeutet wie Spender und Empfänger von Transplantaten sind dieselbe Person. Der Vorteil dieser Methode wäre, dass es zu keinerlei Abstoßungsreaktionen mehr kommen würde. Regina Grillari, Senior Vice President - Cell Line Development von Evercyte GmbH, teilt die Ansicht von Heinz Redl, Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für experimentelle und klinische Traumatologie, dazu: "Es ist verblüffend, dass Zellen, die man mit dem Urin ausgeschieden hat, sich in iPS Zellen verwandeln lassen, man diese wiederum in Leber- und Nervengewebe umwandeln kann, ebenso wie in spontan in vitro schlagendes Herzmuskelgewebe". Allerdings gibt es vor einer therapeutischen Anwendung noch viele Probleme zu lösen.
„Fastenschalttage“ – die sanfte Form des Fastens
Die Diätologinnen des Landesklinikums Wiener Neustadt empfehlen Fastenschalttage und haben für Sie einige Vorschläge zusammengestellt.
Die Ballsaison und Faschingspartys sind am Aschermittwoch vorbei, und die Fastenzeit beginnt. Für viele Menschen ist der Zeitpunkt gekommen, wieder etwas für ihre Gesundheit zu tun. Die Diatologinnen des Wiener Neustädter Landesklinikums Angelika Herczeg, Andrea Kaindlbauer, Birgit Brunner, Lisa Ringhofer und Manuela Korntheuer empfehlen die „sanfte Form des Fasten“, in Form von regelmäßigen Fastenschalttagen.
Ein- bis zweimal in der Woche kann so ein Fastenschalttag abgehalten werden. Wichtig ist, an diesen Tagen zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu trinken. Geeignete Getränke sind Leitungswasser, stilles Mineralwasser und Kräutertees. Auf Kaffee, Zucker und Salz sollte an diesen Tagen verzichten werden.
Varianten, wie ein solcher Tag gestaltet wird, gibt es viele. Im Anschluss stellen wir Ihnen zwei dieser möglichen Fastenschalttage vor. Es empfiehlt sich diese Tage an freien Wochentagen (z.B. am Wochenende) durchzuführen und keine anstrengende körperliche Tätigkeit an diesem Tag zu machen.
Die Diätologinnen warnen jedoch vor Formen des Fastens über eine längere Zeit ohne medizinische Aufsicht, da dies zu erheblichen Gesundheitsstörungen führen kann.
Hauptsächlich empfehlen sich regelmäßige Fastenschalttage, um Risikofaktoren zu vermindern. Dabei wird beispielsweise Übergewicht schonend abgebaut und einer erneuten Gewichtszunahme vorgebeugt. Erhöhte Blutfett- und Blutdruckwerte lassen sich senken, die Entlastung des Stoffwechsels und der Organe verbessert die Funktionsfähigkeit und Regeneration des gesamten Körpers.
Fastenschalttag – einfach durchführbar:
Entlastungstag mit Reis
Frühstück: Orangenreis
Zutaten: 150 g gekochter Naturreis, 1 Esslöffel Rosinen, 1 Orange, Zitronensaft, Minzeblätter.
Zubereitung: Reis erhitzen und mit den übrigen Zutaten vermischen.
Jause: 1 Reiswaffel natur
Mittag: Pilzreis
Zutaten: 150 g gekochter Naturreis, 150 g Champignons , 1 TL Petersilie, Zitronensaft
Zubereitung: Champignons in Scheiben schneiden und dünsten, mit Petersilie und Zitronensaft würzen und mit dem gekochten Naturreis vermischen.
Jause: 1 Reiswaffel natur
Abend: Reissuppe mit Gemüse
Zutaten: 50 g gekochter Naturreis, 150 ml Wasser, 1 Stangensellerie oder Fenchel, 1 Karotte, Schnittlauch, Zitronensaft
Zubereitung: Gemüse in Scheiben schneiden und dünsten. Reis und Wasser dazugeben und aufkochen lassen. Suppe mit Schnittlauch und Zitrone abschmecken.
Entlastungstag mit Molke
Pro Tag 1 Liter Molkegetränk, 200 ml frisch gepresstem Orangensaft zugefügt, wird über den Tag aufgeteilt in kleinen Schlucken getrunken.
Frühstück: 220 ml Molke-Saft-Getränk
Jause: 220 ml Molke-Saft-Getränk
Mittagessen: 220 ml Molke-Saft-Getränk
Jause: 220 ml Molke-Saft-Getränk
Abendessen: 220 ml Molke-Saft-Getränk
Zusätzlich sind zwei kleine Mahlzeiten (Mittag und Abend), bestehend aus je zwei gekochten Kartoffeln mit gedünstetem Gemüse (Zucchini, Fenchel, Karotten oder Tomaten) - so viel Sie möchten - erlaubt.
Vitamin D: Zufuhrempfehlungen vervierfacht
Die Liste der natürlichen Vitamin D-Lieferanten, die nennenswerte Mengen liefern ist kurz: Fisch (vor allem fettreiche wie Makrele, Lachs, Hering), Margarine (mit Vitamin D angereichert), Pilze (z. B. Steinpilze, Champignons) und Eigelb Bislang als Knochenvitamin weit unter seinem Preis gehandelt, lässt Vitamin D nun mit seiner präventiven Wirkung bei Darmkrebs und Herz-Kreislauferkrankungen aufhorchen. Diese Erkenntnisse haben die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nun dazu veranlasst, die Zufuhrempfehlungen von 5 auf 20 mikrogramm pro Tag für die breite Bevölkerung anzuheben. Der Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs nimmt dies zum Anlass, den neuen Stern am Nährstoffhimmel unter die Lupe zu nehmen.
Streng chemisch betrachtet nimmt Vitamin D unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein. Es kann sowohl mit der Nahrung aufgenommen als auch im Körper mit Hilfe von UVB-Licht gebildet werden. Die essenzielle Wirkung im Knochenstoffwechsel (gemeinsam mit Kalzium) ist seit Jahrzehnten unbestritten. Neu ist, dass in vielen anderen Geweben und Organen ebenfalls Vitamin-D-Rezeptoren entdeckt wurden. Vitamin D kann daher Gene vieler Zellen aktivieren, die ihrerseits wiederum positiv in den jeweiligen Stoffwechsel eingreifen. Dies lässt darauf schließen, dass dieses Vitamin weitreichende physiologische und präventive Effekte hat.
Die Hoffnung der Wissenschafter, mit Vitamin D eine Waffe im Kampf gegen eine Vielzahl chronischer Krankheiten gefunden zu haben, ist berechtigt. Bislang am überzeugendsten ist die Datenlage bei Dickdarmkrebs: Durch ausreichende Versorgung mit Vitamin D kann das Risiko für eine Erkrankung um etwa 50 % reduziert werden kann. Sogar bei bereits bestehendem Dickdarmkarzinom kann laut einer Auswertung der Nurses' Health Study die Sterblichkeit halbiert werden. Sehr gut ist heute auch die Studienlage zur Schutzwirkung von Vitamin D bei kardiovaskulären Erkrankungen. Der Grund: Vitamin D fördert indirekt die Elastizität der Gefäßwände, reduziert dort auch die Entzündungsneigung und hemmt außerdem das gefäßverengende Hormon Angiotensin. Besonders Patienten mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko profitieren von idealer Vitamin D-Versorgung. Ideal bedeutet: Mindestens 50 nmol/l im Serum.
Nur wenige Lebensmittel enthalten Vitamin D in bedeutenden Mengen. Darüber hinaus reicht vor allem von Oktober bis April die Sonneneinstrahlung in unseren Breiten nicht aus, um die jetzt empfohlenen 20 mikrogramm Vitamin D zu produzieren. Ein Mitteleuropäer müsste dazu im Dezember zur Mittagszeit etwa 1,5 Stunden ärmellos im Freien zu verbringen. Im Juni reichen dafür 7 Minuten. Bei häufiger Sonnenbestrahlung kann der Körper also die erforderliche Menge selbst erzeugen und speichern. In den Herbst- und Wintermonaten sind die Österreicher auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen - es sei denn sie starten nach dem Sommer mit gut gefüllten Vitamin D-Speichern in die kalte Jahreszeit. Aufgrund der sich wandelnden Freizeitgewohnheiten und der modernen Arbeitswelt (überwiegend Indoor-Arbeit) bleibt jedoch das Füllen der Speicher über den Sommer oft aus.
Die Liste der natürlichen Vitamin D-Lieferanten, die nennenswerte Mengen liefern ist kurz: Fisch (vor allem fettreiche wie Makrele, Lachs, Hering), Margarine (mit Vitamin D angereichert), Pilze (z. B. Steinpilze, Champignons) und Eigelb. Darüber hinaus sind im Handel bislang nur vereinzelt mit Vitamin D angereicherte Produkte zu finden. Die Phantasie der Produktentwickler überspringt derzeit im Nährstoffalphabet das so wichtige D. Es verwundert daher nicht, dass es bereits bei den bislang geltenden Empfehlungen dem Großteil der Bevölkerung nicht gelang, diese 5 mikrogramm/Tag zu erreichen. Im Schnitt nimmt der Erwachsene laut Österreichischem Ernährungsbericht 2008 nur 1,5 - 2 mikrogramm pro Tag über die Nahrung zu sich.
Angesichts der neuen Zufuhr-Empfehlungen steht man mit dem ganzheitlichen Blick auf die Vitamin-D-Versorgung vor einem Dilemma: Unsere Meere sind bereits so dramatisch überfischt, dass eine Empfehlung zu dreimal Fisch pro Woche unseriös und unrealistisch wäre. Damit fällt jedoch die beste aller natürlichen Vitamin-D-Quellen weg.
Supplemente wären zwar grundsätzlich eine Alternative, sollten aber aufgrund von möglichen Überdosierungen nicht die erste Wahl sein. Eine verpflichtende Anreicherung bestimmter Grundnahrungsmittel (ähnlich Salz & Jod) wäre eine weitere Möglichkeit, die breite Bevölkerung mit diesem Schutzvitamin zu versorgen - ist jedoch mittelfristig nicht in Sicht. Die Lebensmittelindustrie ist daher gefordert, rasch auf den D-Zug aufzuspringen und mit sinnvollen Innovationen beim Konsumenten zu punkten. So könnte gesundheitsökonomisch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gegangen werden.
Sicherheitstipps gegen Ski- und Snowboarddiebstähle
Skier sollten nicht sorglos vor der Hütte abgestellt werden. ie Wintersportsaison hat begonnen. Doch auch auf der Piste ist Vorsicht geboten, denn immer mehr Wintersportlerinnen und -sportler fallen Diebstählen zum Opfer. Die Diebe haben es vor allem auf Wintersportgeräte abgesehen. Es gibt zwei bevorzugte Tatorte für den Diebstahl: Ski- und Snowboardabstellplätze vor Skiliften und Hütten sowie ungesicherte Autodachträger und Autodachboxen.
Die Kriminalprävention empfiehlt daher:
Am sichersten aufbewahrt sind Skier, Snowboards und Stöcke im abschließbaren Dachträger. Ideal ist eine Dachbox, die auch die Skischuhe aufnehmen kann. Man sollte auch die Skiträger oder die Transportbox auf dem Dach des Autos versperren.
Man sollte Sicherheitsvorrichtungen gegen Skidiebstahl nutzen (versperrbare Skikeller und -ständer, Ski- und Skischuhschränke). Der Schlüssel zu einer solchen Sicherheitseinrichtung sollte nicht unbeaufsichtigt herumliegen. Beim Betreten der Skiabstellräume in den Unterkünften sollte man darauf achten, wer sonst diese Räumlichkeiten betritt. Diebe gehen oft mit Hotelgästen in den Skiraum und kundschaften den Sperrcode oder den Schließmechanismus der Skiständer aus.
Skier nicht sorglos vor der Hütte im Schnee abstellen. Man sollte sein Sportgerät stets im Auge behalten. Skier nach Möglichkeit nicht paarweise, sondern voneinander getrennt abstellen. Diebe nehmen sich nicht die Zeit, passende Skipaare zu suchen.
Snowboards sollten mit einem Stahlkabel (Fahrradschloss) an einem feststehenden Gegenstand (Skiständer, Geländer) gesichert werden. Die Polizei empfiehlt, das Wintersportgerät zu kennzeichnen.
Wer bestohlen wurde, soll Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Anzeigebestätigung wird für die Versicherung benötigt. Hilfreich ist es, die Serien- oder Herstellernummer der Ski samt Bindung sowie Unterlagen (Prospekt, Rechnung) bei der Anzeigenerstattung parat zu haben.
Wer versucht, einen Skidiebstahl vorzutäuschen, begeht eine strafbare Handlung.
Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen mit unabhängiger und kompetenter Beratung zur Verfügung. Weitere Tipps erhält man an der nächsten Polizeidienststelle oder unter der Polizei-Servicenummer 059133.
Guter subjektiver Gesundheitszustand bei Herr und Frau Österreicher
75% der Österreicher fühlen sich gesundheitlich sehr oder eher gut – und das relativ konstant über die letzten Jahre. Die Österreicher haben kaum Grund zum Jammern – verglichen mit Menschen des gleichen Alters schätzen 89% ihren Gesundheitszustand besser oder gleich gut ein. Das impliziert aber nicht, dass die Österreicher gedankenlos mit ihrer Gesundheit umgehen, denn 85% machen sich zumindest manchmal Gedanken um ihre Ge-sundheit (30% sogar viele oder sehr viele). Eine jährliche Studie der GfK befragte 2000 Österreicherinnen und Öster-reicher im Juli 2011 zu ausgewählten Gesundheits- und Vor-sorgethemen.
Geschlechtsunterschiede sind in Bezug auf das Gesundheitsempfinden geringer als erwartet. Männer und Frauen fühlen sich subjektiv gleich gesund und machen sich ähnlich viele Gedanken um ihre Gesundheit. Dennoch zeigen sich Männer im Verhalten (Lebensweise, Essen) definitiv weniger rücksichtsvoll gegenüber ihrer Gesundheit.
Alter und Schichtzugehörigkeit haben mehr Einfluss auf das subjektive Gesundheitsempfinden als das Geschlecht. Die Österreicher sind Rea-listen, je älter man wird umso mittelmäßiger wird der Gesundheitszu-stand erlebt. Am gesundesten fühlen sich die 15 bis 39 Jährigen (84% sehr gut oder eher gut). Eine erste Relativierung erfolgt ab dem 40. Lebensjahr (71% sehr gut oder eher gut), gefolgt von einem weiteren Einschnitt ab dem 70. Lebensjahr (54% sehr gut oder eher gut). Im Vergleich mit den Gleichaltrigen scheinen die Älteren jedoch zufriede-ner, denn 66% der 70+jährigen fühlen sich gesünder als ihre Alters-genossen (im Vergleich zu etwa einem Drittel bei den unter 40 Jähri-gen). Wirklich aus der Ruhe bringen lassen sich aber auch die älteren Österreicher nicht, sie sehen möglichen Erkrankungen genauso gelassen entgegen wie die Jungen und erweisen sich ebenso wenig als übertrieben vorsichtig. Vor allem bei der Lebensweise und speziell beim Essen wird man im Alter allerdings rücksichtsvoller seinem Körper gegenüber. Je älter man wird umso deutlicher wird der Einfluss des eigenen Verhaltens auf die Gesundheit gesehen.
Besser situierte Österreicher beurteilen ihren Gesundheitszustand subjektiv positiver (81% sehr gut oder gut), während er bei schlechter gestellten Bevölkerungsschichten eher als mittelmäßig erlebt wird (59% sehr gut oder gut). Diese Gruppen machen sich auch etwas mehr Gedanken um ihre Gesundheit und vermuten eher gesundheitliche Störungen bei sich selbst, die eine "Generalüberholung" nötig machen. Subjektiv achten sie aber nicht weniger häufig auf gesunde Lebensweise wie gehobene Bevölkerungsschichten.
Die große Mehrheit der Österreicher sieht zumindest einen gewissen Zusammenhang zwischen Gesundheit und eigenem Verhalten. Im Vergleich der letzten 7 Jahre scheint die wahrgenommene Einflussstärke allerdings zu sinken – sah vor 2010 noch mehr als ein Drittel einen deutlichen persönlichen Anteil an der Erhaltung der eigenen Gesundheit ist es jetzt etwa ein Viertel.
Erste Videokonferenz zwischen der Dermatologie des LK Wiener Neustadt und der Grazer Uniklinik
Die Dermatologische Abteilung des Landesklinikums Wiener Neustadt betritt für das optimale Management von besonders komplizierten onkologischen Patienten neue Wege. Mit der Universitätshautklinik Graz finden ab nun regelmäßige Videokonferenzen statt, im Rahmen derer Experten beider Häuser komplexe Krankheitsfälle gemeinsam analysieren.
„Diese Zusammenarbeit über die Bundeslandgrenzen hinweg ist ein wichtiger Schritt von dem vor allem die betroffenen Patienten profitieren. Mit dem Neubau des Landesklinikums und dem MedAustron Projekt wird in Wr. Neustadt in den nächsten Jahren eines der modernsten onkologischen Zentren Europas entstehen“, betonen LHStv. Mag. Wolfgang Sobotka und Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger.
Bei der Videokonferenz versammeln sich Ärzte beider Kliniken zu einem vereinbarten Termin in einem Multimediaraum. Anschließend werden Krankheitsbilder diskutiert und erläutert sowie etwaige Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Durch das Einholen mehrerer Expertenmeinungen erhofft man sich auf beiden Seiten, Krebserkrankungen in Zukunft noch besser und effizienter behandeln zu können.
Diese krankenhausübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem Landesklinikum Wiener Neustadt und der Universitätsklinik Graz wird durch modernste Technologie möglich gemacht. „Mein Dank gilt dabei auch unserer EDV-Abteilung, die mit viel Einsatz und Engagement diese Videokonferenztechnik in unserem Haus etabliert hat“, so Prim. Univ.-Doz. Dr. Robert Müllegger, Leiter der Abteilung für Dermatologie im Landesklinikum Wiener Neustadt.
Der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Wiener Neustadt Prim. Univ.-Doz. Dr. Paul Christian Hajek zeigt sich über das Projekt „Videokonferenz“ begeistert: „Diese die Bundesländergrenze überschreitende Kooperation zwischen unserem Haus und der Universitätsklinik Graz stellt eine Besonderheit dar. Der Austausch von Expertenwissen trägt zur optimalen medizinischen Versorgung unserer Patienten bei.“
ASVÖ: Die Sicherheit der Kleinsten liegt uns am Herzen
Hunderte Sicherheitswesten verteilt der Allgemeine Sportverband Oberösterreich jetzt - rechtzeitig zum Fest - an den Nachwuchs in seinen Skivereinen. Die kleinen Pistenflöhe sind damit besser sichtbar und somit sicherer.
Auch wenn zurzeit die "Unterlage" noch fehlt, wird es auch 2011/12 eine Wintersportsaison geben - und leider auch die entsprechenden Unfälle. Über eine Milliarde Lifttransporte, acht Millionen auf den österreichischen Pisten und Loipen und an die 60.000 Verunfallte zählt die Statistik in der vergangenen Saison; und auch wenn die Zahlen rückläufig und der Schneesport insgesamt sicherer geworden sind - "alles, was dazu beiträgt den Sport noch sicherer zu machen", so ASVÖ OÖ Präsident Herbert Offenberger und Vizepräsident Gerhard Buttinger, "zumal wenn es um den Nachwuchs geht, begrüßen wir natürlich!"
Die Nummer Eins, immerhin 15 Prozent der Unfälle auf der Piste, sind Kollisionen infolge unaufmerksamen oder riskanten Fahrstils bei schlechter Sicht! "Das heißt", so Offenberger, "auch das rechtzeitige Gesehen werden spielt eine wichtige Rolle und trägt dazu bei Unfälle zu vermeiden."
Mit den neuen "ASVÖ-Markierungswesten" in den Alarmfarben gelb, rot und pink werden die Skianfänger schon von weitem auf sich aufmerksam machen.
"profil"-Umfrage: Mehrheit der Österreicher für generelles Rauchverbot
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist die Mehrheit der Österreicher (54%) für ein generelles Rauchverbot, wie es die Ärztekammer kürzlich gefordert hat. 44% sind laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage für die Beibehaltung der aktuellen Lösung.
Seit 2009 müssen Lokale ab 50 Quadratmeter einen abgetrennten Raucherbereich haben. Kleinere können selbst entscheiden, ob sie das Rauchen erlauben.
Stöger: Trendwende in der Ernährung notwendig
"Ein besonderes Anliegen ist mir die gesunde Ernährung der Kinder und Jugendlichen", so Stöger weiter "Richtige, also gesunde und ausgewogene Ernährung ist ohne Zweifel eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. Laut WHO gibt es weltweit eine signifikante Zunahme an übergewichtigen und adipösen Menschen. Auch in Österreich ist jeder zweite Erwachsene und jedes vierte Kind übergewichtig. Da will ich gegensteuern", so Gesundheitsminister Alois Stöger zum morgigen Welternährungstag 2011. Aus diesem Grund habe er, so Stöger, den Nationalen Aktionsplan Ernährung (NAP.e) initiiert. Mit einem alle Lebensbereiche umfassenden Maßnahmenpaket sollen die Menschen für eine gesündere Ernährung gewonnen werden. Fachleute wurden beauftragt eine Ernährungspyramide zu erarbeiten, die leicht verständlich und selbst erklärend über gesunde Ernährung informiert. In modifizierter Form gibt es diese Ernährungspyramide auch für Schwangere und Kinder.
"Ein besonderes Anliegen ist mir die gesunde Ernährung der Kinder und Jugendlichen", so Stöger weiter, "in meinem Auftrag entwickelten Expertinnen und Experten Leitlinien für Schulbuffets, in denen ernährungswissenschaftliche Mindeststandards und praktische Umsetzungstipps enthalten sind." Ziel ist es, das Angebot in Schulbuffets Schritt für Schritt zu optimieren, damit die Kinder und Jugendlichen, ebenso wie die LehrerInnen und anderes Personal an den Schulen von einem gesundheitsförderlichen Speisen- und Getränkeangebot profitieren. "Wir müssen die Verhältnisse verbessern, den Zugang zu gesünderen Alternativen ermöglichen, damit die gesunde Wahl die leichtere wird. Je früher Kinder 'richtig essen' lernen, umso größer ist die Chance, dass aus ihnen gesunde, normalgewichtige Erwachsene werden", bekräftigt Stöger. "Ich will eine langfristige Verbesserung der Ernährung der Kinder und Jugendlichen erreichen. Das ist für mich eines der wesentlichen strategischen Projekte." Geplant ist künftig auch ein eigenes Gütezeichen für die Schulverpflegung.
"Die Wechselwirkung von Ernährung und Gesundheit ist evident. Ich appelliere deshalb am Welternährungstag an die ÖsterreicherInnen, einerseits sich eine gesündere Ernährung bewusst schmecken zu lassen und andererseits einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln zu leben. Als Gesundheitsminister will ich meinen Beitrag leisten, die ÖsterreicherInnen gesünder und fitter zu machen", so Stöger abschließend.
Wintersportunfälle: Mangelnde Kondition und Selbstüberschätzung als häufigste Unfallursache
Alpine Sicherheit: Wintersport ist gut für Körper und Geist, dennoch prognostizieren Experten auch für diese Wintersaison mehr als 50.000 Ski- und Snowboardunfälle. Oftmals werden Unfallursachen falsch eingeschätzt: Nicht schlechte Pistenverhältnisse, gewaltige Lawinen oder Zusammenstöße mit Pisten-Rowdies sind der Grund für die große Anzahl von Unfällen. 93 Prozent aller Wintersportunfälle sind Alleinunfälle ohne Fremdverschulden, die oftmals auf mangelnde körperliche Fitness und Selbstüberschätzung zurückzuführen sind.
Millionen von Wintersportbegeisterten tummeln sich jährlich in Österreichs Wintersportgebieten – doch leider nicht unfallfrei. Wie die Unfallstatistiken zeigen, verunfallen mehr als 80 Prozent der verletzten Wintersportler beim klassischen Skilauf und beim Snowboarden. „Über 500 Millionen Wintersportbegeisterte werden von Österreichs Seilbahnen jährlich befördert. Auch heuer werden davon wieder unzählige ihre Semesterferien anstatt auf der Piste im Krankenhaus verbringen. Durchschnittlich verletzen sich rund 44.300 Skifahrer und 11.900 Snowboarder pro Jahr auf Österreichs Pisten so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Doch nicht schlechte Pistenabsicherungen oder gewaltige Lawinen sind der Grund für die große Anzahl der Unfallopfer, sondern die Skifahrer und Snowboarder selbst“, erläutert Dr. Wolfram Littich, Präsident des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO).
In der Tat sind die meisten Unfälle in der Regel auf Übermüdung und Selbstüberschätzung zurückzuführen. Dennoch werden laut einer aktuellen Erhebung des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) Unfallursachen falsch eingeschätzt. So werden Schlechtwetter und schwierige Pisten von den befragten Wintersportlern als mögliche Unfallursachen deutlich überbewertet, während die Gefahr eines Unfalles ohne Fremdverschulden stark unterschätzt wird: „Sieben Prozent der Unfälle von Skifahrern oder Snowboardern pro Jahr waren auf direkte Zusammenstöße zwischen Pistenbenutzern zurückzuführen. Rund 93 Prozent aller Wintersportunfälle sind Alleinunfälle. Die häufigsten Gründe sind hierbei eine gewisse Selbstüberschätzung und oftmals mangelnde körperliche Fitness. Untersuchungen des KFV belegen, dass sich 67 Prozent der Skiunfälle am Nachmittag infolge von aufkommender Müdigkeit, mangelnder Konzentration und Kraftlosigkeit ereignen. Sich konditionell immer gut auf den Winter vorzubereiten, ist daher essentiell“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV.
Um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden, lautet die Devise auf der Piste ebenso wie im Straßenverkehr: Wer defensiv fährt, fährt auf der sicheren Seite. „Die Anforderungen der Piste sollten immer dem eigenen Fahrkönnen entsprechen. Wer seine Fähigkeiten überschätzt und trotz mangelnden Könnens zu hohe Leistungsansprüche an sich selbst stellt, erhöht sein Verletzungsrisiko deutlich. Regelmäßige Pausen beugen Übermüdung und Überforderung vor. Kommt es auf der Piste dennoch zu einem Unfall, sichern Sie die Unfallstelle ab, leisten Sie Erste Hilfe und alarmieren Sie die Rettung. Gerade das Tragen von entsprechender Schutzausrüstung wie z.B. eines Helmes ist besonders wichtig und kann vor schweren Verletzungen schützen. Umso erfreulicher ist, dass schon rund 98 Prozent der unter Sieben-Jährigen mit Schutzhelm auf den Pisten unterwegs sind“, so Thann.
Lawinen sind in jeder Wintersaison die größte Gefahr für diejenigen Wintersportler, die abseits der gesicherten Pisten unterwegs sind. „Durchschnittlich gibt es in Österreich ca. 100 Lawinenunfälle. Alleine ein Drittel der Opfer ist durch das Variantenfahren zu beklagen. Selbst wenn man sich in der Nähe der Skigebiete bewegt, ist man im freien ungesicherten Skiraum unterwegs: sorgfältige Routenplanung und das Mitführen von Schutz- und Notfallausrüstung sind unabdinglich!“, erklärt Dr. Karl Gabl, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit. Sowohl beim Skitourengehen als auch beim Variantenfahren gilt: Lawinenlagebericht und Einschätzungen der Experten beachten und die klassische Lawinenausrüstung immer mitführen. Neben einem Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (auch LVS-Gerät oder Lawinenpieps genannt), einer Lawinenschaufel, Lawinen-Sonde, Handy und Erste Hilfe Packet gehört idealerweise auch ein Lawinen-Airbag zur Ausrüstung, um für den Notfall gerüstet zu sein. „Falsche Bequemlichkeit verbunden mit geringer Erfahrung, mangelnder Planung einer Tour, schlechter Ausrüstung und fehlenden Suchstrategien hat völlig umsonst so manches Menschenleben gefordert. Professionelle Tourengeher oder Variantenfahrer sind niemals alleine unterwegs und überqueren Hänge in größeren Abständen. Außerdem zeichnet sie die Bereitschaft zur Umkehr aus“, so Gabl.
Wussten Sie, dass...
... sich durchschnittlich rund 44.300 Skifahrer und 11.900 Snowboarder auf Österreichs Pisten so schwer verletzen, dass sie im Spital behandelt werden müssen.
... rund 93 Prozent aller Wintersportunfälle aus Alleinunfällen resultieren.
… nicht schlechte Pistenabsicherungen oder schwierige Witterungsverhältnisse der Grund für die große Anzahl von Unfallopfern sind, sondern meist Selbstüberschätzung und mangelnde körperliche Fitness.
... durch einfache Maßnahmen viele Wintersport-Unfälle bereits im Vorfeld verhindert werden können: jährliche Kontrolle von Ski bzw. Snowboard durch ein Fachgeschäft, körperliche Fitness, regelmäßige Pausen, geeignete Ausrüstung und Verzicht auf Alkohol.
Saisonales Gemüse stärkt im Winter
Kraut hat denselben Gehalt an Vitamin C wie Zitrusfrüchte, Kohlsprossen enthalten sogar doppelt soviel wertvolles Vitamin C Heimisches Gemüse liefert uns wertvolle Vitamine, um gut durch den Winter zu kommen. Das Gute liegt so nah! Kraut hat denselben Gehalt an Vitamin C wie Zitrusfrüchte, Kohlsprossen enthalten sogar doppelt soviel wertvolles Vitamin C. Im Saisonkalender zeigt "die umweltberatung", welches Gemüse bei uns gerade Saison hat.
Die Auswahl an heimischem Gemüse ist im Winter natürlich kleiner als im Sommer, aber dennoch sehr bunt, vitaminreich und köstlich. Saftiger Kürbiskuchen, dampfendes Blaukraut, frisch geernteter Vogerlsalat – die saisonale Küche hat sowohl für den Gaumen als auch fürs Auge viel zu bieten.
Mit dem „Obst und Gemüse Saisonkalender“ von "die umweltberatung" kann man leicht erkennen, welches Gemüse gerade aus heimischer Produktion erhältlich ist – aus dem Lager oder frisch vom Feld.
Kohlgemüse leistet wertvolle Dienste für die Gesundheit: Als Darmreiniger sind Kraut und Kohl aus der Hausapotheke bekannt. Ihre bioaktiven Stoffe schützen vor Krebserkrankungen. Der hohe Vitamin C Gehalt stärkt zusätzlich das Immunsystem und schützt die Körperzellen. Eine 100 Gramm schwere Portion Kohl enthält bereits mehr Vitamin C als für den Tagesbedarf benötigt wird - nämlich 110 Milligramm – und übertrifft Orangen und Zitronen sogar um mehr als das doppelte! Der Vitamin C Gehalt von Kraut ist ungefähr gleich hoch wie von Zitrusfrüchten, also wertvolle 50 Milligramm pro 100 g Lebensmittel.
Auch wenn Kohl und Kraut noch so gesund sind, verursachen sie bei vielen Menschen Blähungen, weshalb diese Gemüsesorten oft gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Dabei werden sie mit den richtigen Kräutern und Gewürzen gleich viel bekömmlicher: Leicht zerstoßener Kümmel, Fenchel oder Anis, aber auch „exotische“ Gewürze wie Curry, Ingwer, Koriander und Chili helfen bei der Verdauung und geben klassischen Gerichten eine neue, würzige Note.
Zu Häuptelsalat und Eissalat gibt es im Winter heimische Alternativen wie Vogerlsalat, Chicoree, Chinakohl und Zuckerhut. Süße Früchte im Salat, wie Äpfel, Birnen und Trockenfrüchte sowie Fruchtsaft in der Marinade mildern den typischen, leicht bitteren Geschmack dieser Wintersalate.
Köstlich schmeckt auch Waldorfsalat - diese Mischung aus Sellerie, Karotten, Nüssen und Äpfeln gibt Kraft für kalte Wintertage. Typisch für die Winterzeit ist auch Salat aus roten Rüben. Er versorgt den Körper mit wertvollem Eisen und Polyphenolen, die unser Immunsystem stärken.
Rezept: Rote Rüben Salat mit Birnen
Zutaten für 4 Personen: 40 dag Rote Rüben, 1 Zwiebel, 1 EL Sonnenblumenöl, 5 EL Birnendicksaft, 100 ml Wasser, 1 EL Salz, 5 EL Apfelessig, 2 mittelgroße nicht zu weiche Birnen
Zubereitung: Rote Rüben in reichlich Wasser etwa 1 Stunde garen. Inzwischen die Zwiebel fein hacken. Für die Soße die Zwiebel in Öl glasig dünsten. Birnendicksaft und Salz dazugeben, alles bei schwacher Hitze leicht kochen. Wasser und Apfelessig dazugießen. Sud nochmals aufkochen lassen und mit wenig Salz abschmecken. Die Birnen sowie die gegarten Roten Rüben schälen, in Würfel schneiden. Die Birnenwürfel kurz in dem Sud erhitzen. Alles vermischen und abkühlen lassen.
VKI: „Knorr Vie”-Smoothie kann Obst und Gemüse nicht ersetzen
Das Handelsgericht Wien kritisierte, dass dem Verbraucher fälschlicherweise suggeriert wird, der Inhalt des Getränkes könne den Verzehr von frischem Obst und Gemüse ersetzen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat – im Auftrag des Konsumentenschutz - Ministeriums – eine Verbandsklage gegen Unilever aufgrund der Darbietung des Smoothies “Knorr Vie” eingebracht und in erster Instanz gewonnen. Das Handelsgericht Wien kritisierte, dass dem Verbraucher fälschlicherweise suggeriert wird, der Inhalt des Getränkes könne den Verzehr von frischem Obst und Gemüse ersetzen.
Der aktuellen Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung (kurz DGE) zufolge soll ein Erwachsener täglich 400g Gemüse und 200 bis 250g Obst zu sich nehmen. Dies bedeutet fünf Portionen Obst und Gemüse täglich, wobei eine dieser Portionen – und auch nur ausnahmsweise – durch 200ml Saft ersetzt werden kann. „Knorr Vie“ ist ein sogenannter „Smoothie“; das ist ein Getränk aus dem Saft von Früchten und Gemüse. Es wird in Fläschchen von 100ml angeboten.
Auf „Knorr Vie“ war zu lesen: „1 Fläschchen Knorr Vie = 50% des täglichen Bedarfs an Gemüse & Früchten“. Das führt auch im Zusammenhang mit der graphischen Gestaltung der Verpackung – so das Handelsgericht Wien – dazu, dass der durchschnittliche Verbraucher zu der irrigen Annahme komme, dass er anstelle von frischem Obst und Gemüse eine Flasche „Knorr Vie“ zu sich nehmen könne, um 50 Prozent seines Tagesbedarfes an Obst und Gemüse zu decken. Diese Annahme ist jedoch falsch. Der Verweis von Unilever, auf der Oberseite der Verpackung finde sich ohnehin der kleingedruckte Hinweis: „Jede Flasche Vie hilft Ihnen auf einfache Art und Weise Ihren täglichen Verzehr an Gemüse und Früchten zu steigern“, war dem Gericht nicht ausreichend, da die inkriminierte Werbeaussage keinerlei Verweis auf diesen Hinweis enthielt.
Auch wenn das Produkt dem Lebensmittelsicherheits- und dem Verbraucherschutzgesetz sowie dem Codex Alimentarius Austriacus entspricht, ändert das für das Gericht nichts an der Irreführung durch die plakative Werbeaussage.
„Es ist erfreulich, dass die Gerichte mit Irreführungen rund um die Gesundheitswirkungen von Lebensmitteln streng ins Gericht gehen“, freut sich Mag. Ulrike Docekal, zuständige Juristin im VKI, über das Urteil des Handelsgerichtes. Dieses ist nicht rechtskräftig.
Landeshauptleute treffen sich am Rande des Nightrace
LH-Vize Hermann Schützenhöfer, LH Erwin Pröll, LH Michael Häupl und LH Franz Voves Im Zuge des „Nightrace" in Schladming haben sich heute die Landeshauptmänner Erwin Pröll (Niederösterreich) und Michael Häupl (Wien) mit den steirischen Landeshauptleuten Franz Voves und Hermann Schützenhöfer getroffen. Bei diesem informellen Treffen wurden unter anderem auch wichtige anstehende Fragen der österreichischen Innenpolitik angesprochen. Für die Steiermark führt ja derzeit Landeshauptmann Voves als Vorsitzender die Landeshauptleute-Konferenz.
„Das heutige Treffen ist auch als symbolisches Zeichen zu verstehen, dass die Ski-WM 2013 in Schladming ein Sportgroßereignis aller Österreicher wird", so LH Voves. LH-Vize Schützenhöfer ergänzte: „Wir wollen die Reformpartnerschaft auf ganz Österreich ausdehnen und haben dazu die zwei wichtigsten Landeshauptleute im Boot."
Dieses Treffen in gemütlich steirischer Atmosphäre fand abseits des Trubels in der WM-Stadt Schladming auf der „Holzhackerstubn" auf 1050 Meter Seehöhe an der Weltcup-Strecke auf der Planai statt. Im Anschluss werden sich die Landeshauptleute gemeinsam das traditionelle Rennen ansehen und den heimischen Fahrern die Daumen drücken.
foodwatch verklagt Unilever – Becel pro.activ mit unklaren Risiken und Nebenwirkungen
Becel pro.activ von Unilever Die Verbraucherorganisation foodwatch hat gegen den Nahrungsmittelkonzern Unilever eingereicht. foodwatch will verhindern, dass das Unternehmen bedenkliche Risiken und Nebenwirkungen seiner cholesterinsenkenden Margarine Becel pro.activ verschleiert. Unilever behauptet unter Verwendung von Zitaten eines Wissenschaftlers in einer Pressemitteilung sowie in einem Antwortschreiben an Unterzeichner einer foodwatch-Protestaktion auf www.abgespeist.de, es gebe bei Becel pro.activ „aus wissenschaftlicher Sicht keinen Hinweis“ auf Nebenwirkungen. Dabei sind die der Margarine zugesetzten Pflanzensterine unter Experten höchst umstritten. Sie stehen im Verdacht, genau das zu verursachen, was sie eigentlich verhindern sollen: nämlich Ablagerungen in Gefäßen und ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten.
„Die Behauptung, es gebe keine Hinweise auf Nebenwirkungen, ist absolut haltlos“, kritisiert Oliver Huizinga von foodwatch. „Unilever ignoriert bewusst den aktuellen Stand der Wissenschaft, getreu dem bekannten Pippi-Langstrumpf-Motto: ‚Ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt‘. Kritische wissenschaftliche Stimmen und ernst zu nehmende Hinweise auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Pflanzensterinen blendet der Konzern einfach aus.“
Dabei warnen sogar das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA ausdrücklich davor, dass gesunde Menschen ohne erhöhten Cholesterinspiegel Produkte mit Pflanzensterinen zu sich nehmen. Mehr noch: Selbst für Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten ist die Unbedenklichkeit der Produkte fraglich. So kommen die europäischen Dachgesellschaften für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in ihren jüngst verabschiedeten Leitlinien zu folgendem Urteil: „Um die Sicherheit von Lebensmitteln mit Pflanzensterinzusatz bei regelmäßiger Einnahme zu garantieren, sind (…) Langzeitstudien nötig.“ Das Bundesinstitut für Risikobewertung schlägt aufgrund der Fülle an neuen Studien vor, dass die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde die Sache neu aufrollt.
Im November hatte foodwatch mit einer E-Mail-Aktion Unilever aufgefordert, Becel pro.activ nicht mehr frei zugänglich im Supermarkt zu verkaufen. Stattdessen solle der Konzern ein Zulassungsverfahren als Medikament anstrengen, damit die nach dem Arzneimittelrecht zuständigen Behörden den gesundheitlichen Nutzen sowie die Risiken und Nebenwirkungen beurteilen könnten. Mehr als 15.000 Verbraucher unterzeichneten bisher den Aufruf an den Lebensmittel-Multi.
Auf die Kritik reagierte Unilever mit einem Schreiben, in dem der Konzern die angebliche Unbedenklichkeit von Becel pro.activ beteuert. Man stehe „im ständigen Austausch mit führenden Herz-Kreislaufspezialisten, um immer auf dem aktuellsten Forschungsstand zu sein“, heißt es von Unilever. Als Beleg führt das Unternehmen zwei Professoren ins Feld: Prof. Eberhard Windler von der Universität Hamburg lobt den „Wirkmechanismus“ von Lebensmitteln, denen Pflanzensterine zugesetzt wurden. Und Prof. Hans-Ulrich Klör von der Universität Gießen bestätigt: „Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinen Hinweis darauf, dass der Verzehr Pflanzensterin-angereicherter Produkte mit Nebenwirkungen in Verbindung zu bringen ist.“
Wegen der letztgenannten Aussage versandte foodwatch am 30. November 2011 eine Abmahnung an Unilever und forderte das Unternehmen auf, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Dies lehnte das Unternehmen ab. Da Unilever weiterhin behauptet, es gebe „keinen Hinweis“ auf Nebenwirkungen durch Pflanzensterine, hat foodwatch nunmehr Klage eingereicht.
Zeit der Weihnachtsfeiern: Die gängigsten Alkohol-Mythen
Zeit der Weihnachtsfeiern: Die gängigsten Alkohol-Mythen Die Zeit der Weihnachtsfeiern hat begonnen. Kaum jemand kann ihnen entkommen. Nicht selten steigt der Alkoholspiegel über "Normal-Niveau". So sicher wie die Weihnachtszeit, kommen auch diverse, hartnäckige Alkohol-Mythen wieder in Umlauf.
"Wärmt Alkohol wirklich?", "Ist das Glaserl vor dem Schlafengehen sinnvoll?", "Betrunkene sagen die Wahrheit!" sind nur einige "Weisheiten", die nicht auszurotten sind.
Macht Strohhalmtrinken schneller betrunken?
Beim Trinken mit dem Strohhalm umspült der Alkohol die Mundschleimhaut länger. Es kann also sein, dass der Alkohol über die Mundschleimhaut direkt aufgenommen wird und direkt ins Blut gelangt. Er muss auf diese Weise nicht, so wie wenn er im Magen aufgenommen wird, durch die Leber hindurch, wo er teilweise wieder abgebaut wird. So kann es tatsächlich sein, dass man einen höheren Blutalkoholspiegel erreicht. Das trifft aber nur auf hochprozentige Getränke, wie z.B. Schnaps zu.
Ein Rausch tötet Gehirnzellen?
Unglaublich aber wahr! Alkohol ist ein Nervengift, das besonders in hoher Konzentration und Menge, Körperzellen schädigt. Es gibt zwar keine wissenschaftlichen Studien dazu, aber Experten schätzen, dass bei einem Vollrausch bis zu 30.000 Nervenzellen abgetötet werden. Allerdings muss man berücksichtigen, dass unser Körper ca. 100 Milliarden Nervenzellen hat. Auf 30.000 mehr oder weniger kommt es also nicht an.
Ist das Glaserl vor dem Schlafengehen sinnvoll?
Wie schon erwähnt, ist Alkohol ein Nervengift. In geringen Mengen wirkt er betäubend - wie auch z.B. Schlaftabletten. "Leicht angedüselt" oder auch im Vollrausch, schläft man also schneller ein. Leider leidet aber die Schlafqualität unter dem Alkoholeinfluss. Der Körper wird also im Schlaf nicht die benötigte Erholung finden und das kann über einen längeren Zeitraum sogar zu schweren Erkrankungen führen.
Wärmt Alkohol wirklich?
Alkohol erweitert die Blutgefäße und führt dazu, dass das warme Blut aus dem Körperinneren in die Extremitäten, also in die Arme und Beine fließen kann und sich diese erwärmen. Das führt aber auch dazu, dass die Wärme an die Umgebung abgegeben wird und man insgesamt schneller abkühlt.
Schützt eine gute Essensgrundlage vor einem Vollrausch?
Besonders fett- und kohlehydratreiches Essen kann die Alkoholaufnahme im Magen verzögern. Eine ordentliche Portion Käsespätzle schafft das bis zu zwei oder drei Stunden lang. In dieser Zeit hat der Körper die erste Alkoholmenge schon wieder abgebaut. Mit vollem Magen wird der maximale Alkoholspiegel im Blut also meist gar nicht erreicht.
Betrunkene sagen die Wahrheit?
Alkohol enthemmt, weil er die Kommunikation zwischen den Nervenzellen stört. So verliert man die Kontrolle über das was man sagt. Betrunkene reden unkontrollierter über das, was sie sonst vielleicht nicht sagen würden. Das kann mal eine Wahrheit sein, die man sonst verschweigen würde, es kann aber auch genauso gut eine Lüge oder nur Unsinn sein, den man sonst richtigerweise auch nicht laut aussprechen würde.
Wer eine alkoholträchtige Weihnachtsfeier also gut überstehen will, der sollte sich kurz vorher nochmal ordentlich den Magen vollschlagen und es mengenmäßig auch nicht übertreiben. Grundsätzlich sollte man auf einer Weihnachtsfeier nichts tun, was man davor oder danach nicht auch tun würde.
OP-Wartezeiten – Privatpatient bevorzugt
Gesetzlich Krankenversicherte dürfen bei der medizinischen Behandlung gegenüber Privatpatienten nicht benachteiligt werden. Die Praxis sieht teils anders aus, wie eine Erhebung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), die am 25.8. in der KONSUMENT-Septemberausgabe erscheint, zeigt. Kassenpatientinnen und -patienten mit grauem Star müssten – im Extremfall bis zu 28 Wochen – länger auf medizinische Versorgung warten.
Österreichweit wurden 29 Krankenanstalten, die Leistungen sowohl privat als auch über die Krankenkassen abrechnen, zweimal kontaktiert. Zunächst erkundigte sich eine anonyme Testperson nach einem Operationstermin, wenig später konfrontierte der VKI die Abteilungsvorstände offiziell mit denselben Fragestellungen. 18 Spitäler boten der anonymen Testperson im Falle einer Privatversicherung eine teilweise deutliche Verkürzung der Wartezeit an. Im Rahmen der offiziellen Anfrage gaben immerhin noch sieben Spitäler an, dass sich Wartezeiten dadurch verkürzen. Zehn Spitäler verweigerten auf die schriftliche Anfrage des VKI jegliche Auskunft, darunter das AKH Wien und das Landeskrankenhaus Salzburg. Die Wartezeiten reichten zum Zeitpunkt der offiziellen VKI-Erhebung von zwei (Barmherzige Schwestern Ried) bis zu 40 Wochen (Klinikum Klagenfurt, KH Zams). Sieben Spitäler gaben im Rahmen der Anfrage an, dass sich die Wartezeit bei Vorliegen einer Privatversicherung verkürzen würde. Am meisten profitieren würden Privatpatienten am Landesklinikum Waidhofen, im Landeskrankenhaus Innsbruck, im SMZ-Ost (alle jeweils bis zu 16 Wochen) sowie bei den Barmherzigen Brüdern in Wien (bis zu 20 Wochen).
Gegenüber der anonym anfragenden Testperson wurden sogar noch längere Wartezeiten von bis zu 48 Wochen – im LKH Feldkirch – genannt. Der Testerin boten nicht weniger als 18 Einrichtungen eine teilweise sogar noch deutlichere Verkürzung der Wartezeit an – das Landeskrankenhaus Vöcklabruck liegt hier mit bis zu 28 Wochen voran. Vier Spitäler (Barmherzige Brüder Linz, Klinikum Klagenfurt, Bezirkskrankenhaus Kufstein sowie Wiener Rudolfstiftung) machten der Testperson zudem ein „besonderes“ Angebot: Die Wartezeit ließe sich voraussichtlich verkürzen, wenn vor dem Eingriff ein Besuch in der Privatordination des Primars erfolgen würde – gegen entsprechende privat zu begleichende Kosten. VKIGesundheitsexpertin Dr. Bärbel Klepp: „Solche ,Küss-die-Hand-Patienten‘ darf es in einem modernen Gesundheitssystem nicht geben. Denn damit würden Patienten, die keine Privatversicherung abgeschlossen haben, wie Sonderklasse-Patienten behandelt werden. Dem Spital gehen in solchen Fällen die üblicherweise von der Zusatzversicherung geleisteten Zahlungen verloren.
Der Einzige, der davon profitiert, ist der Primar.“ „Die Praxis bestimmter Spitäler macht deutlich, wie wichtig ein bundesweites transparentes und für alle Patienten nachvollziehbares Wartezeitenmanagement ist“, betont Klepp. Eine im kommenden Jahr in Kraft tretende Novelle des Bundesgesetzes über Krankenanstalten und Kuranstalten zielt darauf ab. Klepp: „Damit lassen sich für Patienten die Wartezeiten in verschiedenen Spitälern vergleichen, was zugleich eine Entscheidungsgrundlage für oder gegen ein Spital darstellen kann. Denn auch Kassenpatienten haben das Recht, jede gemeinnützige Krankenanstalt ihrer Wahl in Anspruch zu nehmen. Mit einer Auflage: Die Transportkosten sind, wenn nicht die nächstgelegene öffentliche Krankenanstalt in Anspruch genommen wird, selbst zu bezahlen.
Es ist höchst erstaunlich und beunruhigend, dass wir so kurz vor der Gesetzesänderung in unserer offiziellen Anfrage eine starke Bevorzugung von Sonderklassepatienten zeigen konnten. Und das, obwohl sowohl das Gesundheitsministerium als auch der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger darauf hinweisen, dass sich der Unterschied zwischen Sonderklasse und Allgemeinversicherung alleine auf die Unterbringung (Hotelkomponente) beziehen darf.“
Landesklinikum Wiener Neustadt: Interdisziplinäres Notfalltraining auf höchstem Niveau
Teamtraining für den Notfall – was für Airlines seit Jahrzehnten selbstverständlich ist, wird auch im medizinischen Alltag immer mehr zur gelebten Praxis. An der Abteilung für Anästhesie, Notfall- und Allgemeine Intensivmedizin des Landesklinikums Wiener Neustadt werden derartige Trainingsprogramme regelmäßig durchgeführt.
So fand kürzlich in Kooperation mit dem Europäischen Rat für Wiederbelebung (ERC) solch ein interdisziplinäres Training statt. Unterstützt wurde die Abteilung für Anästhesie, Notfall- und Allgemeine Intensivmedizin, welche mittlerweile bereits selbst über sieben nach den Richtlinien des ERC geschulte Trainer verfügt, dabei von der Abteilung für Notfallmedizin des AKH Wien.
An drei Tagen trafen sich 25 teilnehmende Ärzte und Pflegekräfte sowie zwölf Trainer im Seminarhotel Hirschwang an der Rax. Die multiprofessionelle Gruppe, bestehend aus Anästhesisten, Internisten und Notfallmedizinern, konnte hierbei in intensiven Trainingseinheiten ihre Fähigkeiten im Beherrschen lebensbedrohlicher Erkrankungen und Krisensituationen vertiefen.
Ähnlich wie in einem Flugzeugcockpit stand bei diesem Training neben medizinischen und technischen Aspekten besonders die optimale Zusammenarbeit des Teams im Vordergrund. „Dabei gilt es, eine Vielzahl an Interaktionen zwischen dem Patienten, den an der Intensivstation, im Operationssaal oder in der Notfallversorgung eingesetzten Medikamenten, den technischen Geräten sowie den behandelnden Ärzten und Pflegern zu beherrschen“, bringt Prim. Dr. Helmut Trimmel die Anforderungen auf den Punkt.
Getragen und ausgerichtet wurde das dreitägige Training vom Karl Landsteiner Institut für Medizinische Simulation, Patientensicherheit und Notfallmedizin. Dieses wissenschaftliche Institut unter der Leitung von Dr. Trimmel ist seit 2006 an der Abteilung für Anästhesie, Notfall- und Allgemeine Intensivmedizin des Landesklinikum Wiener Neustadt eingerichtet.
Kadenbach: Dringende Maßnahmen wegen antibiotikaresistenter Keime in Hühnerfleisch erforderlich
Dringende Maßnahmen wegen antibiotikaresistenter Keime in Hühnerfleisch erforderlich "Es ist in Deutschland nun in Studien belegt, wovor das Europäische Parlament und ich als zuständige EU-Abgeordnete im Gesundheitsausschuss seit Monaten warnen: In deutschen Supermärkten ist Hühnerfleisch offenbar massiv mit antibiotikaresistenten Keimen belastet", sagt die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Der deutsche Umweltverband "Bund für Umwelt und Naturschutz" hat bei Stichprobenuntersuchungen auf jeder zweiten Probe antibiotikaresistente Keime gefunden. "Gerade bei Personen mit schwächerem Immunsystem kann das zu Problemen führen. Das Europäische Parlament hat bereits im Herbst vergangenen Jahres in einer Entschließung gefordert, die genauen Wechselwirkungen zu untersuchen, die sich aus dem Einsatz von Antibiotika in Futtermitteln und bei Pflanzen ergeben", so Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.
Für die SPÖ-Europaabgeordnete ist die Zeit des Handelns längst überfällig. Antibiotika würden zu leichtfertig eingesetzt werden. Kadenbach: "Das belastet die Gesundheit, weil die Medikamente bei wirklich ernsthaften Krankheiten später kaum mehr wirken. Außerdem handelt es sich hier auch um einen unnötigen Kostenfaktor für das Gesundheitssystem." Im konkreten Fall in Deutschland zeigt sich, dass auch über den Weg der Nahrungsmittelproduktion Antibiotikaresistenzen auftreten. "Wie bereits vom EU-Parlament vor Monaten gefordert, bedarf es nun konkreter Maßnahmen der EU-Kommission, um Antibiotika in Europa künftig weniger bzw. gezielter einzusetzen", sagt Kadenbach.
ARBÖ: Verkehr hat seit 2004 am stärksten Feinstaub reduziert
Der Verkehr hat den größten Beitrag zur Reduktion von Feinstaub-Emissionen geleistet, stellt der ARBÖ aufgrund der aktuellsten Emissions-Statistiken des Umweltbundesamtes fest. 2004 wurden im Verkehr insgesamt 9.340 Tonnen Feinstaub emittiert. 2009 (= aktuellste Daten) waren es nur mehr 7.480 Tonnen, um 20 Prozent weniger. Insgesamt wurden in Österreich in dieser Zeit die Feinstaubemissionen um 7,9 Prozent, von 38.150 auf 35.140 Tonnen reduziert.
"Diese massive Reduktion der Feinstaubemissionen beim Verkehr um ein Fünftel ist nicht vom Himmel gefallen", so die ARBÖ-Generalsekretärin Mag. Lydia Ninz, "sondern entspricht einer kontinuierlich schärferen Abgasnorm für neue Fahrzeuge." Fast hundert Prozent der in Österreich neu zugelassenen Dieselfahrzeuge haben einen Dieselpartikelfilter und damit das Feinstaubproblem durch Verbrennung (Russpartikel) vollkommen gelöst. "Der Partikelfilter hat einen maßgeblichen Beitrag zur Lösung des Feinstaubproblemes geleistet. Sein Siegeszug hat sich viel rascher vollzogen, als von den Autoexperten seinerzeit erwartet wurde", so die ARBÖ-Generalsekretärin weiter.
Im zu Ende gegangenen Jahr 2011 gab es in Österreich nach EU-Maßstab an 38 von insgesamt 141 Messstellen Überschreitungen durch Feinstaub. Das sind sogar weniger, als im Jahr davor, als an 39 von 147 Messstellen Überschreitungen registriert wurden. Für etwaige Strafzahlungen, so der ARBÖ, wird der EU-Maßstab herangezogen und nicht die strengeren hausgemachten österreichischen Werte: Können Feinstaubbelastungen, ohne dass es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt, laut EU-Maßstäben an insgesamt 35 Tagen im Jahr herrschen, sind nach österreichischen Maßstäben nur 25 Tage erlaubt.
Wie sehr die Immissionsbelastung durch Feinstaub mit dem Wetter schwankt, lässt sich aus der Überschreitungsstatistik des Umweltbundesamtes der letzten elf Jahre nachvollziehen. Der Trend zeigt aber, allen Unkenrufen zum Trotz, eine nachhaltige Verbesserung bei der Immissionsbelastung in Österreich. "Von den einstigen Feinstaub-Höchstbelastungen in den Jahren 2003, 2005 und 2006 sind wir Lichtjahre entfernt", so die ARBÖ-Generalsekretärin.
DER STANDARD-Kommentar zum Urteil im Doping-Prozess: "Schaler Nachgeschmack"
Der ehemalige Trainer des Skiverbandes musste sich vor Gericht nicht bloß für seine persönlichen Doping-Umtriebe, sondern stellvertretend für jene des gesamten heimischen Sports verantworten. Einen Eindruck wird man nach dem Schuldspruch gegen Walter Mayer im Doping-Prozess nicht los: Der ehemalige Trainer des Skiverbandes musste sich vor Gericht nicht bloß für seine persönlichen Doping-Umtriebe, sondern stellvertretend für jene des gesamten heimischen Sports verantworten. 15 Monate Haft, drei davon unbedingt, sind so oder so kein Pappenstiel.
Das lässt sich auch international als bemerkenswertes Zeichen im Kampf gegen Doping vermarkten. Ins Gefängnis müsste Mayer freilich allein, wenn das Urteil rechtskräftig wird. Straf- und nicht mehr nur sportrechtlich sind in Österreich die Organisation von Doping und der Handel mit Präparaten seit 8. August 2008 relevant. Seither ist viel geschehen, wie auch Schuldsprüche gegen den Sportmanager Stefan Matschiner und Triathletin Lisa Hütthaler zeigen. Doch den Prozess gegen Mayer wollte die Richterin schnell zu Ende bringen.
Etliche geladene Zeugen wie etwa der Geschäftsführer und der Hämatologe der inkriminierten Firma Humanplasma blieben der Veranstaltung fern. Sie hätten mehr Licht ins Dunkel bringen können, hätten Doping-Praktiken aufzeigen, Athleten nennen können. Egal. So wurde geschlossen, dass Mayer "nicht mehr feststellbare Sportler" mit Dopingmitteln versorgte.
Eine Vertagung samt neuerlichen Vorladungen wäre zumindest den Versuch wert gewesen. So bleibt ein schaler Nachgeschmack zurück.
Alle Jahre wieder: Der ungesunde Neujahrsvorsatz Diät
Alle Jahre wieder: Der ungesunde Neujahrsvorsatz Diät Vorsätze zu Neujahr haben lange Tradition, einer hat das Zeug zum Dauerbrenner: Abnehmen und Gewicht reduzieren. Diätempfehlungen haben gerade zu Jahreswechsel Hochkonjunktur. Zeitschriften und Magazine sind voll mit Rezepten und Motivationsaufrufen zum Abnehmen. Leider wird dies oft mit kurzfristiger Nahrungseinschränkung oder Crash-Diäten versucht. Von Über- aber auch von Normalgewichtigen. Und das kann bei beiden nicht nur der Gesundheit schaden, sondern zu Gewichtszunahme führen.
Die kurzfristige Einschränkung der Ernährung, wie sie in Form von Diäten betrieben wird, ist nicht dazu geeignet, dauerhaft und nachhaltig Gewicht zu verlieren, sondern im Gegenteil, zuzunehmen. Immerhin haben mehr als 50 Prozent der Normalgewichtigen und 85 Prozent% der Menschen mit Adipositas schon Diäterfahrungen und viele Kilos verloren - und diese innerhalb kürzester Zeit wieder zugenommen. In diesem Zusammenhang stellt der erste österreichische Adipositasbericht fest: Erfolglose Diätversuche sind eine Determinante für die Entstehung von Adipositas.
ExpertInnen sind sich einig: Diäten -insbesondere Blitzdiäten - sind der Einstieg für Essstörungen. Aus diesem Grund gilt auch heuer: Vorsicht vor Diäten, die rasche Gewichtsabnahmen versprechen.
"Die Debatte um eine Übergewichts-Pandemie in der westlichen Welt und die starke Medikalisierung des Themas Gewicht greifen zu kurz. Bei allen gesundheitlichen Problemen, die Adipositas unbestritten mit sich bringt, dürfen wir nicht übersehen, dass die rigide Einschränkung des Essverhaltens auch zu Essstörungen führen kann", betont die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Prof.in Beate Wimmer-Puchinger. "Auch die vielfältigen wirtschaftlichen Interessen, die hier eine Rolle spielen, müssen offen angesprochen werden: Einerseits wird viel Aufwand betrieben, auch ungesunde und dickmachende Lebensmittel optimal zu vermarkten, und andererseits haben ganze Industriezweige ein massives Interesse daran, dass wir mit unseren Körperformen und Körpergewicht unzufrieden sind und mit Unterstützung von Diätprodukten, Medikamenten oder gar chirurgischen Eingriffen einem vermeintlichen Schönheitsideal näher kommen."
Es ist zu einfach, Dünne automatisch für gesund und Dicke für krank zu erklären. Mehrere Studien zeigen, dass zu dünn nicht unbedingt gesund ist: Eine Studie an einer Million AmerikanerInnen zeigte, dass ein Body Mass Index (BMI) von 23,5 bis 24,9 bei Männern und von 22,0 bis 23,4 bei Frauen der Gesundheit am zuträglichsten war. Gerade bei älteren Menschen zeigt sich, dass Untergewichtige ein höheres vorzeitiges Sterberisiko haben. Der optimale BMI bei Menschen ab 65 Jahren lag der Studie zufolge zwischen 27 und 30, ab einem BMI von 32 stieg die Mortalität wieder stark an.
Auch Forscher der Albert-Einstein-Universität für Medizin in New York konnten in einer Fünfjahresstudie an 5.440 Personen keinen generalisierten Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Herzproblemen feststellen. Ein beträchtlicher Teil an Übergewichtigen war gesund, während etliche Normalgewichtige kardiovaskuläre Probleme auswiesen.
Gesundheitsreformen - Ziel bis 2020: Fünf gesunde Lebensjahre mehr
Österreich hat das zweitteuerste Gesundheitssystem innerhalb der EU. Auf Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramme entfällt jedoch nur ein vergleichsweise geringer Anteil: Österreich liegt mit 1,9 % der gesamten Gesundheitsausgaben deutlich niedriger als das OECD-Mittel (3 %). Laut einer OECD-Studie haben die Österreicher aber nur Aussicht auf 59,4 gesunde und beschwerdefreie Lebensjahre und damit deutlich weniger als der EU-Durchschnitt mit 60,7 Jahren. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von mehr als 80 Jahren gehen demnach mehr als 20 Jahre an Lebensqualität durch Krankheiten verloren.
Für Roman Gamerith, Geschäftsführer von Sanofi Österreich dauern viele Diskussionen und Prozesse in Österreich zu lange, z.B. der Prozess zur Definition der Rahmen-Gesundheitsziele. Bis diese festgelegt und implementiert seien, würden noch viele Monate vergehen, ist er überzeugt. Auch sei die Pharmaindustrie aus wesentlichen Diskussionen ausgeschlossen, obwohl sie über großes Wissen und Kompetenz verfüge und als Partner am Tisch einen wesentlichen Beitrag liefern könne. Mit dem Pharmarahmenvertrag beispielsweise sei ein guter Start der Zusammenarbeit gelungen. „Ich würde mir aber auch hier wünschen, dass wir so weit kommen, dass der einzelne Bürger auch einen Effekt sieht“, so Gamerith.
„In der Gesundheitsförderung und Prävention liegt der Schlüssel zu einem langen und gesunden Lebensabend“, betonte Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozial- und Gesundheitspolitik in der WKÖ und Mitinitiator der Plattform Gesundheitswirtschaft, bei der Präsentation des Jahrbuches Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft 2011, das von Sanofi gemeinsam mit der WKO Initiative Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich in Kooperation mit der Tageszeitung „Die Presse“ präsentiert wurde. Gleitsmann nannte ein Bündel von Ansatzpunkten in diese Richtung: Der Ausbau von Prävention und betrieblicher Gesundheitsförderung sei ebenso essentiell wie die Erhöhung der Anzahl der teilnehmenden Ärzte und Patienten an Disease Management Programmen, wie zum Beispiel bei Diabetes das Programm „Therapie Aktiv“. Als positives Beispiel zur Stärkung der Eigenverantwortung hob Gleitsmann auch die Implementierung des Projektes „SVA- Gesundheitsversicherung“ hervor.
Jürgen Pelikan, Professor am Institut für Soziologie der Universität Wien und österreichischer Studienleiter Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research, meint im Rahmen der Podiumsdiskussion, dass die Gesundheitskompetenz in Österreich ein erhebliches Problem für die Sicherung der Gesundheit und die Qualität der Krankenbehandlung darstelle. Der Aufbau eines eigenen Public Health Institutes zur Erstellung von spezifischen österreichischen Daten und Berichten sei notwendig. Eingriffe und Fortschritte müssten zuerst ansetzen an der „Lesbarkeit“ des Krankenbehandlungssystems und der Kommunikationsfähigkeit der Tätigen in Gesundheitsberufen. „Jede Entscheidung, die wir treffen, ist eine Gesundheitsentscheidung und hat somit direkte Folgen auf unsere Gesundheit. 80 Prozent jener Menschen, die ihre Gesundheit schlecht einschätzen, haben auch eine schlechte Gesundheitskompetenz“ betont Pelikan.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass – um das Ziel von 5 gesunden Lebensjahren mehr im Jahr 2020 zu erreichen – bereits jetzt konkrete Maßnahmen gesetzt werden müssen. Die österreichische Gesundheitswirtschaft kann zur Erreichung dieses Ziels wichtige Beiträge leisten. Die Grundsteine dafür sind in vielen Bereichen bereits gelegt, nun ist es an der Zeit, diese zu implementieren.
Westbahn: Rauchen erlaubt - Gesundheitsminister sieht Verstoß gegen Tabakgesetz
Mit der Westbahn, die ab 11. Dezember zwischen Salzburg und Wien verkehren wird, sollen Raucherabteile wieder in die österreichischen Züge zurückkehren.
Im Gesundheitsministerium sieht man das freilich nicht gerne. Das Gesetz sehe ein Rauchverbot an allen öffentlichen Orten vor, das treffe auch auf Züge zu: "Ausnahmen gibt es nur für gastronomische Betriebe oder bei Einrichtungen, die einzig für den Zweck des Rauchens geschaffen wurden - etwa die Raucherkabinen auf Flughäfen."
Bei der Westbahn sieht man die Richtlinien des Tabakgesetzes weniger eng: "Unsere Juristen haben das geprüft und sie sind überzeugt, dass eine Ausnahmeregelung wie in Lokalen auch bei uns möglich ist", sagt Westbahn-Sprecher Manfred Mader.
Es iat vorgesehen, dass sich Passagiere nur für die Dauer einer Zigarette im Raucherbereich aufhalten, erklärt Mader. Deshalb gibt es auch keine arbeitsrechtlichen Bedenken, weil das Zupersonal das Abteil nicht betreten müsse, um Tickets zu kontrollieren. Außerdem herrscht in den Abteilen Untersruck. Das heißt, dass selbst beim Öffnen von Türen, der Rauch im Abteil bleibt.
Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Martin Graf kritisiert die Einmischung des Gesundheitsministers bei der Frage des Rauchens in Zügen. "Es kann nicht sein, dass von staatlicher Seite dem privaten Betreiber Westbahn Vorschriften gemacht werden, ob er Raucherabteile schaffen darf oder nicht", so Graf. Dies sei Ausdruck einer protektionistischen Politik zu Gunsten der Staatsbahn ÖBB.
Graf, der im Jahr 2007 eine Petition gegen die Abschaffung der Raucherwaggons in den Nationalrat gebracht hat, sieht die Westbahn in dieser Debatte im Recht: "Wenn die Raucherabteile abgetrennt sind, so wie das auch in der Gastronomie bei den Raucherzimmern vorgeschrieben sind, sehe ich hier nicht das geringste Problem. Sollte die Gesetzeslage unklar sein, so muss hier dringend Klarheit geschaffen werden, und zwar zu Gunsten des Wettbewerbs", so Graf.
Gesundheitsminister Stöger wird von Graf aufgefordert, seinen Standpunkt zu überdenken und sich auch mit seiner Parteikollegin im Verkehrsministerium besser abzusprechen: "Wenn man mehr Menschen für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel gewinnen will, dann muss man den Fahrgästen mehr Service bieten - auch den Rauchern unter der Voraussetzung, dass Nichtraucher dadurch nicht beeinträchtigt werden."










