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Wirtschaft

03.02.2012

Paukenschlag am österreichischen Mobilfunkmarkt: Hutchison 3G Austria kauft Orange

Megadeal des Chief Executive Officer von "Drei" Jan Trionow Megadeal des Chief Executive Officer von "Drei" Jan Trionow

Hutchison 3G Austria ("H3G Austria"), eine Tochtergesellschaft von Hutchison Whampoa Limited hat heute bekannt gegeben, dass ein verbindlicher Kaufvertrag über die 100-prozentige Übernahme von Orange Austria von Mid Europa Partners ("MEP") und France Telecom unterzeichnet wurde. Im Zuge der Veräußerung werden bestimmte Frequenzen, Sendestandorte und geistige Schutz- und Urheberrechte, ebenso wie der Mobil-Discounter Yesss! Telekommunikation GmbH ("Yesss!"), umgehend nach Verkaufsabschluss an die Telekom Austria Group ("TA") verkauft.

Der Vertrag beziffert den Unternehmenswert von Orange Austria vor dem Verkauf von Vermögenswerten an die TA, auf rund 1,3 Milliarden Euro. Insgesamt erwirbt die TA die oben genannten Vermögenswerte in einem Umfang von 390 Millionen Euro. H3G Austria investiert damit insgesamt 0,9 Milliarden Euro und ist davon überzeugt, dass durch den Zusammenschluss langfristig Kosten- und Investitionssynergien im Wert von mindestens 500 Millionen Euro zu erzielen sind. Abhängig vom Erfolg des Integrationsprozesses hat H3G Austria eine Zahlung von bis zu 70 Millionen Euro an die MEP zwei Jahre nach Abschluss der Transaktion vereinbart.

Mit rund 2,8 Millionen Kunden, einem Marktanteil von 22%, und gemeinsamen Erlösen von über 700 Millionen Euro im Jahr 2011, schafft der Zusammenschluss der beiden Unternehmen einen starken wettbewerbsfähigen Player am österreichischen Markt. Die Kunden von Orange Austria genießen in Zukunft das superschnelle 3MegaNetz sowie hohe Netzabdeckung und Netzqualität. In Zukunft profitieren alle 3Kunden von einer weiter steigenden Netzqualität sowie von Innovation und Service infolge des vergrößerten Frequenzspektrums, des erweiterten Vertriebsnetzes und der Effizienzgewinne, die der Zusammenschluss möglich macht.

Die Genehmigung der Übernahme durch die Wettbewerbsbehörden wird Mitte 2012 erwartet. Bis dahin agieren H3G Austria und Orange Austria unabhängig am Markt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Hutchison 3G Austria GmbH
01.02.2012

Österreich von Schlecker Insolvenz nicht betroffen

Österreich von Schlecker Insolvenz nicht betroffen Österreich von Schlecker Insolvenz nicht betroffen

Das deutsche Drogeriehandelsunternehmen Schlecker hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Die österreichische Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H. ist von der Insolvenz nicht betroffen. Die Auslandsgeschäfte von Schlecker laufen eigenständig und rentabel. Österreich steht nicht zur Disposition.

Die in Deutschland notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen von Schlecker konnten im zeitlich gesetzten Rahmen nicht weiter umgesetzt werden, zumal eine geplante Zwischenfinanzierung nicht realisiert werden konnte. Die weitere Restrukturierung wird nun im Rahmen eines Insolvenzverfahrens fortgesetzt. Schlecker strebt dabei ein Insolvenzplanverfahren und den Erhalt der Gesellschaft als Ganzes an. Aktuell konnte die Einigung mit wesentlichen Lieferanten und damit die uneingeschränkte Betriebsfortführung erreicht werden. Dies wurde aktuell auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Die österreichische Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H. ist eine eigenständige Gesellschaft und von dem in Deutschland stattfindenden Verfahren aktuell nicht betroffen. Durch eine schnelle Einigung mit den wichtigsten Lieferanten ist die Warenversorgung in Österreich auch weiterhin sichergestellt. Der Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter. Auch von nennenswerten Schließungen von Filialen oder betriebsbedingten Kündigungen ist in Österreich ebenfalls nicht auszugehen. Die österreichischen Aktivitäten werden in ihrer Eigenständigkeit weiter geführt und nicht in das deutsche Verfahren einbezogen.

Das Unternehmen Schlecker befindet sich seit Mitte 2010 in einer umfassenden Restrukturierung und hat bereits eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht. Der Insolvenzverwalter äußerte sich positiv zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
03.02.2012

Ausbildungsmodell „Lehre und Matura“ öffnet viele Wege

AK-Direktor Mag. Gerhard Schmidt und WKS-Direktor-Stv. Dr. Manfred Pammer gratulierten Christina Pfeifenberger (rechts) und Sabine Schnell (links). Die beiden haben sowohl ihren Lehrabschluss als auch die Matura in der Tasche. AK-Direktor Mag. Gerhard Schmidt und WKS-Direktor-Stv. Dr. Manfred Pammer gratulierten Christina Pfeifenberger (rechts) und Sabine Schnell (links). Die beiden haben sowohl ihren Lehrabschluss als auch die Matura in der Tasche.

Salzburg. - Eine neue Bildungsschiene hat Karriere gemacht. Im Herbst 2008 wurde das Ausbildungsmodell „Lehre und Matura“ – eine Kombination aus Lehrlingsausbildung und kostenloser Matura – eingeführt. Die Sozialpartner Wirtschaftskammer Salzburg und Arbeiterkammer Salzburg haben dafür den Lehrlingsförderungsverein gegründet, der sich um die Abwicklung und Förderung kümmert. Bis jetzt haben bereits 1.660 Lehrlinge das Fördermodell in Anspruch genommen und die ersten 28 Jugendlichen die Matura schon in der Tasche. 47 junge SalzburgerInnen befinden sich im Endspurt. WKS und AK ziehen bei einem Pressegespräch Bilanz und laden heute, Donnerstagabend, die ersten AbsolventInnen zu einer Feier ins Kavalierhaus Klessheim.

„Das Ausbildungsmodell ist ein wichtiger Schritt zur Gleichbehandlung von Lehrlingen gegenüber AHS- und BHS-SchülerInnen. Es stellt eine optimale Zusatzqualifikation für junge, motivierte Lehrlinge dar, die einen praxisorientierten Weg zur Matura gehen wollen. Außerdem erhöht es die Attraktivität der dualen Berufsausbildung ungemein“, betont WKS-Direktor-Stellvertreter Dr. Manfred Pammer. Das bestätigen auch die Zahlen. Im Herbst 2008 haben 232 Jugendliche mit dem Modell gestartet. Mittlerweile sind es bereits 981 Lehrlinge, die derzeit – meist abends - die Schulbank drücken. Das sind knapp 10% der 10.062 Jugendlichen mit aufrechtem Lehrverhältnis in Salzburg (Stichtag: 15. November 2011). „Das war unser erklärtes Ziel und auf diesem Niveau möchten wir uns auch einpendeln“, ergänzt Pammer. Salzburg liegt hier deutlich über dem Österreichschnitt.

Das Ausbildungsmodell spricht Jugendliche an, die nicht zwischen schulischer oder praktischer Ausbildung entscheiden, sondern beides wollen. „Die Vorteile liegen auf der Hand. Durch die Kombination aus Allgemeinbildung auf Maturaniveau und betrieblicher Praxis sind AbsolventInnen der Doppelausbildung bestens für den Arbeitsmarkt gerüstet“, freut sich Pammer. Das wissen auch die Betriebe und viele Salzburger UnternehmerInnen fördern ihre Lehrlinge bei der Absolvierung der Matura. „Gute Lehrlinge zu finden, ist nicht immer einfach. Durch das Modell können Unternehmen jetzt auch jene Jugendlichen ansprechen, die die Matura anstreben, aber auch für die Lehre geeignet wären“, unterstreicht der stellvertretende WKS-Direktor.

„Das Programm stärkt sowohl den Status der Lehre als Ausbildungsform als auch der Lehrlinge selbst. Weiterbildung war schon immer wichtig. Aber die Lehre mit Matura ist wie eine Autobahn – sie erweitert den Spielraum und bietet verschiedene Spuren beruflicher Weiterentwicklung“, freut sich AK-Direktor Gerhard Schmidt über den Erfolg des gemeinsamen Projekts. Die Umsetzung der langjährigen AK-Forderung war also nicht nur richtig sondern auch zum Sichern der Ausbildungsschiene wichtig. „Davon profitieren letztendlich alle: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso wie Unternehmen“, sagt Gerhard Schmidt.

Am BFI der AK Salzburg macht sich die sorgfältige Durchführung und Vorinformation im Rahmen des Projekts jedenfalls bezahlt: „Die Jugendlichen wissen darüber Bescheid, was sie erwartet und werden laufend begleitet“, so der AK-Direktor. Dadurch sind zum Beispiel die Abbrüche im Fach Mathematik in den ersten drei Semestern auf knapp über 15% gesunken. Die Erfolgsquote bei den Abschlussprüfungen am Berufsförderungsinstitut betrug im vergangenen Jahr 88%. Das ist ein Wert, der sogar leicht über den ohnedies hohen Erfolgsquoten bei der „regulären“ Berufsreifeprüfung am BFI liegt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: WKS/Neumayr
01.02.2012

Österreicher vertrauen Markenartikeln

Österreicher vertrauen Markenartikeln Österreicher vertrauen Markenartikeln

Der Österreichische Verband der Markenartikelindustrie startete seine diesjährige Markenartikel-Kampagne "Achten Sie auf die Marke". Die bereits das 16. Mal in Serie durchgeführte Kampagne befasst sich mit dem Stellenwert der Marke im Vertrauen der Konsumenten.

Eine im Jänner 2012 vom market-Institut durchgeführte Umfrage über den "Stellenwert des Vertrauens in der österreichischen Gesellschaft" ergibt, dass einerseits das gegenseitige Einander-Vertrauen in unserer Gesellschaft eher bzw. stark abgenommen hat (70% Zustimmung), andererseits aber bekannten Markenprodukten deutlich mehr Vertrauen entgegengebracht wird als beispielsweise Diskontwaren (57% Zustimmung).

Günter Thumser, Präsident des Markenartikelverbandes: "Markenprodukte sind in der Lage, dem Konsumenten Sicherheit zu vermitteln und Vertrauen zu schaffen. Dies ist nur durch überlegene Produktleistung möglich, welche nicht zuletzt aufgrund erheblicher Aufwendungen in Forschung und Entwicklung als Garant für höchste Produktqualität und bestmögliche Sicherheitsstandard für den Konsumenten erzielt wird. Die Markenartikel-Kampagne 2012 will daher unseren Kunden und Konsumenten klar vor Augen führen, dass Markenprodukte durch entsprechende Leistungen das in sie gesetzte Vertrauen auch rechtfertigen."

Die jährliche Markenartikel-Kampagne des Österreichischen Verbandes der Markenartikelindustrie wird dieses Jahr das 16. Mal durchgeführt. In den vergangenen 15 Jahren betrug der durch die Kampagne initiierte Bruttowerbewert insgesamt rund 58 Mio. Euro. Insgesamt wurden über 215.000 Plakatstellen in ganz Österreich belegt (d.s. 14.000 Plakate/Jahr). Die Markenartikelindustrie investiert pro Jahr rund 730 Mio. Euro in Werbung (Handel und Versandhandel rund 530 Mio.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
03.02.2012

Dramatischer Anstieg der Zahlungsverzüge im Jänner 2012

Auch Unternehmer, die sich bisher auf pünktliche Zahlungen ihrer Kunden verlassen konnten, sollten sich vermehrt auf Zahlungsverzüge einstellen Auch Unternehmer, die sich bisher auf pünktliche Zahlungen ihrer Kunden verlassen konnten, sollten sich vermehrt auf Zahlungsverzüge einstellen

Im Jänner 2012 hat sich die Höhe der gemeldeten Zahlungsverzüge gegenüber den Vormonaten nahezu verdoppelt. "Unsere Einschätzung hat sich bestätigt. Im Jänner sind die von unseren Kunden gemeldeten Verzüge insgesamt nahezu doppelt so hoch wie die vom Dezember 2011. Die Krisenvorboten sind absolut vergleichbar mit 2008", so Karolina Offterdinger, Vorstand der österreichischen OeKB Versicherung AG.

Speziell betroffen sind die für Österreich so wichtigen Exportmärkte Slowenien und Ungarn. Genau diese beiden Länder rutschen laut Europäischer Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) 2012 in eine Rezession. Die EBRD prognostiziert ein negatives Wachstum von -1,1 Prozent in Slowenien und -1,5 Prozent in Ungarn.

"Auch Unternehmer, die sich bisher auf pünktliche Zahlungen ihrer Kunden verlassen konnten, sollten sich vermehrt auf Zahlungsverzüge einstellen." Dabei bezieht sie sich auf eine mit dem Österreichischem Gallup Institut durchgeführte Studie aus dem vierten Quartal 2011. Diese Umfrage unter CFOs deckte Lücken im aktuellen Risikobewusstsein auf.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: RainerSturm / pixelio.de
03.02.2012

Innsbrucker Studie belegt positiven Einfluss von Frauenquoten

Innsbrucker Studie belegt positiven Einfluss von Frauenquoten Innsbrucker Studie belegt positiven Einfluss von Frauenquoten

Innsbruck. - Maßnahmen zur Frauenförderung werden immer wieder als wirkungslose Leistungshemmer kritisiert. Diese Kritik entkräften Wirtschaftswissenschaftler der Universität Innsbruck im Fachjournal Science. In der aktuellen Ausgabe berichten sie über eine Reihe von Experimenten, in denen Effizienz und Folgen verschiedener Initiativen zur Erhöhung der Wettbewerbsfreudigkeit von Frauen getestet wurden.

Frauen begeben sich – selbst wenn sie gleich gut oder besser qualifiziert sind als ihre männlichen Kollegen – weniger gerne in Wettbewerbssituationen. Darüber herrscht laut Univ.-Prof. Matthias Sutter vom Institut für Finanzwissenschaft in der volkswirtschaftlichen Literatur weitgehend Konsens. Die geringere Wettbewerbsbereitschaft ist mit ein Grund, warum selbst höchstqualifizierte Frauen am Arbeitsmarkt schlechtere Lohn- und Aufstiegschancen haben, ihre Fähigkeiten in entsprechenden Positionen umgekehrt auch fehlen. Unternehmen und öffentliche Institutionen wirken dieser Tatsache mit verschiedenen Anreizen und Fördermaßnahmen entgegen. Weitgehend ungeklärt blieb bisher allerdings wie sich diese tatsächlich auswirken. „Seriöse Felddaten zu diesem Thema zu gewinnen ist nahezu unmöglich“, meint Matthias Sutter, der zusammen mit seinem Kollegen Dr. Loukas Balafoutas in einem Laborexperiment mit 360 Probanden geprüft hat, wie Frauen und Männer unmittelbar auf verschiedene Maßnahmen reagieren und welchen Einfluss deren Implementierung auf eine nachfolgende Zusammenarbeit hat. „Die Frage, wie sich die Maßnahmen auf die spätere Kooperation in einem Team auswirkt, hat noch niemand außer uns wissenschaftlich aufgegriffen, obwohl sie ein Kernaspekt der ganzen Diskussion ist“, streicht Sutter einen besonders innovativen Aspekt hervor.

Für die mehrstufigen Experimente wurden Sechsergruppen gebildet, die aus je drei Männern und drei Frauen bestanden. Aufgabe der Probanden war es, in einem Zeitraum von drei Minuten möglichst viele einfache Additionsaufgaben zu lösen. Dabei konnten die Probanden wählen, ob sie pro gelöster Aufgabe eine bestimmte Summe ausbezahlt bekommen oder ob sie im Wettbewerb mit anderen die dreifache Summe pro gelöster Aufgabe erhalten wollten, wenn sie zu den beiden Wettbewerbsbesten zählten. Balafoutas und Sutter untersuchten fünf Wettbewerbsvarianten: In einer wurde auf eine Intervention zugunsten der weiblichen Teilnehmer verzichtet. Die zweite entsprach der Minimalquotenregelung, wie sie in öffentlichen Institutionen üblich ist; es musste mindestens eine Frau unter den zwei Gewinnern sein. In der dritten Variante wurden Frauen gegenüber Männern bevorzugt und erhielten automatisch einen zusätzlichen Punkt; in der vierten wurden Frauen mit zwei zusätzlichen Punkten stark bevorzugt. Die fünfte Variante sah schließlich eine Wiederholung des Wettbewerbs vor für den Fall, dass keine Frau unter den Gewinnern war. „Ohne Intervention war die Wettbewerbsbereitschaft der weiblichen Teilnehmer halb so hoch wie die der männlichen. Auf drei der vier unterschiedlichen Interventionen hingegen reagierten die Frauen mit einer verstärkten Wettbewerbsbereitschaft, bei den Männern veränderte sich hingegen nichts“, fasst Sutter ein zentrales Ergebnis der Untersuchung zusammen. Einzig die Wiederholungsoption zeigte keine messbare Wirkung. Besonders hoch war die Wettbewerbsbereitschaft der Frauen, wenn sie stark bevorzugt wurden. „Das Spannende daran ist, dass die Gesamt-Performance insgesamt keinen Schaden nahm. Wir haben die Zusatzpunkte aus der durchschnittlichen Leistung der Gewinner natürlich herausgerechnet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Gewinnerinnen so qualifiziert waren, dass sie auch ohne die Zusatzpunkte besser beziehungsweise gleich gut abschnitten wie ihre männlichen Kollegen“, erläutert Sutter. „Die Ergebnisse dieser Stufe legen also nahe, dass Frauförderungsmaßnahmen durchaus positiv greifen, nämlich bei den bestqualifizierten Frauen.“

In der letzten Stufe ihrer Experimente wollten Balafoutas und Sutter wissen, ob die Implementierung von Frauenförderungsmaßnahmen zu einer späteren Diskriminierung in der Zusammenarbeit und damit zu einer Effizienzeinbuße von Teamleistung führt. – Sie kamen zu dem Ergebnis, dass keine der Maßnahmen die spätere Teamarbeit negativ beeinflusste. „Wir haben ein einfaches Koordinationsspiel durchgeführt, in dem es um die effiziente Abstimmung von Handlungen, beispielsweise wechselseitigen Informationsaustausch, ging“, schildert er. In diesem Spiel lag völlig offen, wer im vorangegangenen Wettbewerb unter welche Fördermaßnahmen fiel und wer unter den Gewinnern war. „Jemanden, der aufgrund einer bestimmten Maßnahme gewonnen hat, gezielt durch ineffizientes Handeln zu diskriminieren, wäre einfach gewesen“, beschreibt Sutter. „Dass das in keiner Weise passiert ist, hat uns selbst überrascht.“ Die Wissenschaftler hoffen, dass es irgendwann gelingt, diese Ergebnisse durch Felddaten von Unternehmen zu untermauern. – Das sei, wie Sutter hinzufügt, aber Zukunftsmusik.

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25.01.2012

Olivenöl – Kein Verlass auf den Preis

Das teuerste getestete Olivenöl aus dem Fachhandel floppte – Diskonterprodukt ist Testsieger Das teuerste getestete Olivenöl aus dem Fachhandel floppte – Diskonterprodukt ist Testsieger

Die Bilanz, die der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nach einem Olivenöltest in KONSUMENT 11/2011 ziehen mussten, war bitter: Von 15 getesteten extra nativen Ölen fielen vier durch. Bei zwei weiteren bestand der Verdacht, dass mit einer verbotenen Wärmebehandlung nachgeholfen worden war, um eine bessere Qualität vorzutäuschen. Auf Anfrage von Konsumentinnen und Konsumenten testete der VKI fünf weitere nativ extra Olivenöle.

Die Testergebnisse fielen etwas besser aus als bei der letzten Untersuchung vor drei Monaten: Bei keinem der getesteten Öle bestand der Verdacht auf unerlaubte Wärmebehandlung und lediglich im Trasimeno s.p.a. Natives Olivenöl extra wurden Weichmacher gefunden. Beim Test auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) wurden zwar auch dieses Mal keine Grenzwerte überschritten, dennoch enthielten die Öle vier bis sechs verschiedene PAK.

Wie zuletzt hatte auch dieses Mal ein Diskonter das vergleichsweise beste Öl im Regal: Kloster Toplou, erhältlich bei Hofer um rund acht Euro pro Liter. Ein in einem Wiener Fachgeschäft um 24 Euro pro Liter gekauftes spanisches Öl, Don Carlos, fiel bei der Expertenverkostung hingegen aufgrund fehlerhafter Qualität durch. Fazit: Der Preis ist auch bei Olivenöl nicht unbedingt ein Garant für Qualität.

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30.01.2012

Standard & Poor’s bestätigt erneut stabilen Ausblick für HYPO NOE Gruppe

Die HYPO NOE Gruppe wurde nach einem intensiven Prüfungsverfahren der renommierten Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P;) neu bewertet – wiederum mit einem positiven Ergebnis: Trotz Sovereign-Downgrades der Republik und zahlreicher Bundesländer konnte die HYPO NOE das gute Langfrist- und Kurzfrist-Rating „A/A-1“ (Single A) mit Ausblick „stabil“ halten. Erst im Herbst letzten Jahres konnte die HYPO NOE als eine von sehr wenigen Banken ihren Ausblick von „negativ“ auf „stabil“ steigern. Nach einer rund sechswöchigen „CreditWatch“-Phase mit vorübergehendem Ausblick „negativ“ – hervorgerufen durch die europaweite Situation – wurde der Bank ihr verbessertes Rating nun erneut bestätigt.

Ausschlaggebend für das Ergebnis sind laut S&P;vor allem die guten Kapital- und Ertragskennzahlen und das angemessene Risikoprofil der niederösterreichischen Bankengruppe. Stabilität und Sicherheit ausgehend vom Land Niederösterreich als 100-Prozent-Eigentümer wurden ebenso positiv bewertet.

„Standard & Poor’s bestätigt einmal mehr, dass die Strategie der Bank basierend auf Stabilität, Kundennähe und selektivem Wachstum richtig ist.

Wir haben unsere ‚Hausaufgaben‘ gemacht und gehen gestärkt in das neue Geschäftsjahr“, freut sich der Vorstandsvorsitzende der HYPO NOE Gruppe, Dr. Peter Harold. Dies gilt laut S&P;für den Bereich der öffentlichen Finanzierungen sowie insbesondere in der Funktion als wichtiger Partner für die regionale Wirtschaftsentwicklung.

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03.02.2012

Betriebshilfe von Wirtschaftskammer und SVA

Betriebshilfe nach einer Schwangerschaft: Charlotte Jautz, KommR Helmut Tury, Unternehmerin Mag. Barbara Geyer-Hayden mit Sohn Philip, Franziska Huber Betriebshilfe nach einer Schwangerschaft: Charlotte Jautz, KommR Helmut Tury, Unternehmerin Mag. Barbara Geyer-Hayden mit Sohn Philip, Franziska Huber

Burgenland. - Schwangerschaft, Unfall und Krankheit sind im unternehmerischen Alltag nicht eingeplant. In Klein- und Kleinstunternehmen ist rasch die wirtschaftliche Existenz des Unternehmens gefährdet. Die Wirtschaftskammer Burgenland bietet gemeinsam mit der Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft (SVA) mit der Betriebshilfe Unterstützung für die burgenländischen Unternehmer an.

Die burgenländischen Unternehmer sind Einzelkämpfer. Mehr als die Hälfte sind Ein Personen-Unternehmen und auch darüber hinaus ist die burgenländische Wirtschaft eher kleinstrukturiert. Die existenzielle Bedrohung ist groß, wenn der Unternehmer durch eine Krankheit oder einen Unfall länger ausfällt.

„Der unternehmerische Alltag gerät durch einen Unfall oder die Erkrankung des Unternehmers aus den Fugen. Die Wirtschaftskammer bietet gemeinsam mit der SVA Unterstützung an, um derartige Situationen zu überbrücken“, berichtet WK-Präsident Ing. Peter Nemeth. „Auch eine Schwangerschaft, ein freudiges Ereignis, gibt vielen Unternehmerinnen Anlass zur Sorge. Wer führt mein Unternehmer weiter? Wie überbrücke ich am besten die Zeit, bis ich wieder einsatzfähig bin? Wer betreut meinen Kundenstamm während meiner Abwesenheit weiter? Viele Fragen, die gelöst werden müssen. Und dabei möchte die Wirtschaftskammer so gut wie möglich unterstützen.“ Vor zehn Jahren wurde von Frau in der Wirtschaft das Projekt Betriebshilfe im Burgenland ins Leben gerufen.

„Am Anfang des Projekts stand die Idee, Unternehmerinnen, die ein Kind erwarten, in der ersten Zeit nach der Entbindung zu unterstützen“, so Franziska Huber, die Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft. „Vor 10 Jahren hat der Verein Betriebshilfe für die Wirtschaft die Unterstützung für Klein- und Kleinstunternehmen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer im Burgenland übernommen.

Seit 2008 erfüllt sie gemeinsam mit der SVA diese Aufgabe. Frau in der Wirtschaft kümmert sich um die Abwicklung der Fälle. Die Anzahl hat sich von anfangs zehn Anträgen mehr als vervierfacht. „Egal ob Unternehmerin oder Unternehmer, im Falle einer Erkrankung muss der Betrieb reibungslos weiterlaufen. In den letzten zehn Jahren wurde in mehr als 200 Fällen geholfen. Die Gründe für die Ausfälle reichen von Schwangerschaft über Operationen bis hin zu Autounfällen und Krebserkrankungen.“ Besonders in den handwerklichen Betrieben war Hilfe gefragt. Die Palette reicht von der Friseurbranche über Tischler- bis hin zu Steinmetzbetrieben und Handelsunternehmen.

„Die finanzielle Unterstützung soll den Mehraufwand teilweise abdecken, der durch die Beschäftigung einer Betriebshilfe entsteht“, erklärt Kommerzialrat Helmut Tury, Obmann der SVA Burgenland. Bis zu 11,82 € pro Stunde werden für höchstens 40 Stunden pro Woche und bis zu einer Höchstdauer von 70 Tagen pro Kalenderjahr gewährt. Der Zuschuss darf jedoch 80 Prozent der angefallenen Kosten nicht überschreiten.

„Im Jahr 2011 wurden für Leistungen im Rahmen der Betriebshilfe fast 120.000 Euro ausgeschüttet. Die Unterstützung wurde 2010 auch auf die Pflege von behinderten Kindern ausgeweitet“, ergänzt Tury.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: wko
25.01.2012

VKI setzt Schadenersatz für falsche Anlageberatung gerichtlich durch

VKI setzt Schadenersatz für falsche Anlageberatung gerichtlich durch VKI setzt Schadenersatz für falsche Anlageberatung gerichtlich durch

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat in drei Musterprozessen gegen verschiedene Anlageberater - geführt im Auftrag des Konsumentenschutz-ministeriums - Recht bekommen. Zwei Urteile sind rechtskräftig. In allen Fällen wurden KleinanlegerInnen riskante Produkte bzw. Kreditkonstruktionen als "sicher" verkauft und über die innewohnenden Risiken nicht aufgeklärt.

Die "EFS Euro Finanz Service Vermittlungs AG" in Salzburg und die "Contectum Investment-Consulting GmbH" in Graz haben Kleinanlegern, die einem Risiko völlig abgeneigt waren, MEL-Zertifikate als "sicheres" Investment angeboten. Das jeder Einzelaktie innewohnende Risiko von Kursverlusten bis hin zu einem Totalverlust wurde geflissentlich verschwiegen. In schriftlichen Unterlagen fanden sich zwar entsprechende Hinweise, doch diese Unterlagen wurden nur als "Formalität" abgetan und von den KonsumentInnen ungelesen unterzeichnet. Nach den Kursverlusten hat der VKI - nach Abtretung der Ansprüche - Schadenersatz gegen die Berater eingeklagt. Daraufhin kam - wie in solchen Fällen stets - das Argument, dass die Beratenen bereits zu einem früheren Zeitpunkt die falsche Beratung durchschauen hätten müssen und Schadenersatzansprüche daher verjährt seien. Die Gerichte entschieden im Sinn der geschädigten AnlegerInnen: Das Verschweigen von Risiken ist schuldhafte falsche Anlageberatung, wofür die Beratungsunternehmen haften. Die Falschberatungen seien erst im Augenblick der Kursabstürze erkennbar gewesen, die Klagen daher nicht verjährt. Die Gerichte sprachen Schadenersatz zu. Das Urteil gegen EFS ist rechtskräftig.

Im dritten - ebenfalls sehr typischen Fall - vermittelte der Vermögensberater Isamberth aus Graz zwei zwanzigjährigen Salzburgerinnen, die ursprünglich einen Kredit für einen Wohnungskauf aufnehmen wollten, einen Fremdwährungskredit weit über der benötigten Summe und überredete die Konsumentinnen, das angesparte Kapital als Einmalerlag in Lebensversicherungen - zum Teil mit einer Laufzeit von 75 Jahren (!) - zu investieren. Auch hier dasselbe Bild: Konservativen und unerfahrenen Anlegerinnen wird ein riskantes Gesamtfinanzierungskonzept vorgeschlagen, ohne die Risiken im Detail darzustellen. Auch hier wurde - vom OLG Linz bestätigt - rechtskräftig Schadenersatz zuerkannt.

Auch die rund 2.500 TeilnehmerInnen an den Sammelklagen gegen den AWD - hier steht der Vorwurf der systematischen Fehlberatung bei Immobilienaktien im Raum - schildern ähnliche Erlebnisse. Diese Verfahren werden erst in den nächsten Jahren von den Gerichten entschieden.

"Aus den zahlreichen Fällen rund um die Vermittlung von MEL-Zertifikaten, Immobilienaktien und Fremdwährungskrediten zeigt sich eines ganz klar: Die von den jeweiligen Produkt-Emittenten bezahlten Provisionen treiben die Vermittler - im finanziellen Eigeninteresse - dazu, den Kunden Produkte als sicher darzustellen und Gefahren zu verschweigen, nur um Provisionen zu verdienen. Eine anlegergerechte Beratung bleibt da sehr oft auf der Strecke", kritisiert Dr. Peter Kolba, Leiter des Bereiches Recht im VKI. "Daher müsste - will man aus den Schadensfällen lernen - eine Abkehr von der Provisionsberatung hin zu einer Honorar-beratung erfolgen."

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29.12.2011

Nowotny: Österreichs Wirtschaft ist gut gerüstet für 2012

Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny, Gouverneur, Oesterreichische Nationalbank Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny, Gouverneur, Oesterreichische Nationalbank

Mit dem Jahr 2011 geht ein weiteres ereignisreiches Jahr zu Ende. Der zu Beginn des Jahres infolge guter Konjunkturdaten bestehende Optimismus wich mit Fortdauer der Ernüchterung, dass die massiven Verschuldungsprobleme einiger Euroländer nur sehr schwer lösbar sind. Dies hat auch weitreichende nachteilige Auswirkungen auf die Wirtschaft in Österreich bzw. auf ganz Europa. Erhöhte Unsicherheit, der Rückgang des Vertrauens und die Verschlechterung der internationalen Rahmenbedingungen führen zu einem deutlichen Rückgang des Wachstums. Österreichs Wirtschaft wird im Jahr 2012 rezenten Prognosen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zufolge nur um 0,7 Prozent wachsen. Österreichs Unternehmen haben allerdings aus der letzten Krise gelernt und sind für die Herausforderungen gut gerüstet. Das gilt insbesondere für die Sicherung der Finanzierung, für die intensive Erschließung neuer Exportmärkte sowie für die Sicherung der hohen Qualität der österreichischen Arbeitskräfte.

Die Jahreswende 2011/12 steht auch im Zeichen von 10 Jahre Euro-Bargeld. Am 1.Jänner 2002 wurde der Euro als Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel in damals 12 EU-Staaten. Mittlerweile gehören 17 Länder dem Euroraum an. Wenngleich das Eurogebiet aufgrund der Finanz-, Wirtschafts- und Verschuldungskrise sehr großen Herausforderungen gegenübersteht, zeigen die Fakten, dass sich der Euro als Währung bewährt hat, sagt OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny. Der Euro ist ein sicheres, verlässliches und wertbeständiges Zahlungsmittel, hat sich international etabliert und ist damit zu einem Symbol für ein geeintes Europa geworden.

Die mit der gemeinsamen Währung verbundenen Vorteile bringen greifbaren wirtschaftlichen Nutzen für rund 330 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den 17 Ländern des Euroraums. Gerade die sehr stark exportorientierte Volkswirtschaft Österreichs hat Nutzen daraus ziehen können. „Die Exportquote ist deutlich gestiegen, das Wirtschaftswachstum liegt im langjährigen Schnitt höher als im Euroraum, die Arbeitslosigkeit ist niedrig und die jährliche Inflationsrate blieb im langjährigen Durchschnitt knapp unter 2%. Um diese positiven Effekte eines stabilen Euro auch dauerhaft abzusichern, bedarf es im Jahr 2012 aber weiterer großer Anstrengungen“, betont Nowotny.

„Für die Europäische Zentralbank (EZB) und die Zentralbanken des Eurosystems ist auch im Jahr 2012 die Sicherung der Preisstabilität als Voraussetzung für eine positive Entwicklung der europäischen Wirtschaft das vorrangige Ziel “, so Nowotny. Die EZB erwartet, dass die infolge steigender Energie- und Rohstoffpreise höhere Inflationsrate im Jahr 2011 wieder zurückgehen wird. Auch für Österreich erwarten durchgängig alle im Dezember 2011 veröffentlichten Prognosen, dass die Inflationsrate im kommenden Jahr wieder auf knapp über zwei Prozent sinken und 2013 weiter zurückgehen wird.

Großes Augenmerk wird die OeNB auf die Stabilität des Finanzmarktes legen. Die im November angekündigten aufsichtsrechtlichen Maßnahmen zur Sicherung eines nachhaltigen Geschäftsmodelles der heimischen Banken in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sollen konsequent umgesetzt werden. Bis Jahresmitte müssen zudem die drei österreichischen Großbanken ihre Eigenmittel aufstocken, um gegen eine etwaige Verschärfung der Krise besser gerüstet zu sein.

Die öffentlichen Haushalte müssen beginnend mit dem Jahr 2012 die Konsolidierung konsequent umsetzen. Zur Absicherung des jüngst durch die Ratingagentur Moody’s bestätigten besten Bonitätsgrades (Triple A) für Österreich und zur Stärkung der Glaubwürdigkeit auf den Finanzmärkten ist die Verankerung einer Schuldenbremse und den darin vorgesehenen Maßnahmen in der Bundesverfassung unbedingt erforderlich. Auch der mittelfristige Abbau der hohen Staatsschulden ist konsequent umzusetzen, fordert Nowotny.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Oesterreichische Nationalbank
02.12.2011

GLOBAL 2000 und Ökostrom: "Was für Windräder gilt, müsste längst für Atomkraftwerke gelten"

GLOBAL 2000 und Ökostrom: "Was für Windräder gilt, müsste längst für Atomkraftwerke gelten" GLOBAL 2000 und Ökostrom: "Was für Windräder gilt, müsste längst für Atomkraftwerke gelten"

Bei Windkraftprojekten muss bereits in der Planungsphase der Rückbau - sprich die Wiederherstellung der "grünen Wiese" - berücksichtigt werden, sowohl was die konkrete Umsetzung als auch die Kosten betrifft. So müssen bei den Gemeinden auch Sicherheiten z. B. in Form von Bankgarantien hinterlegt werden. Dies wird jedoch weder bei Industrieanlagen noch bei der Errichtung von fossilen Kraftwerken oder gar von Atomkraftwerken gefordert. Reinhard Uhrig, Atomexperte bei GLOBAL 2000, betont: "Dies trägt einmal mehr zur Ungleichbehandlung der Erneuerbaren bei. Eine Kostenaufstellung und Konzepte für den Rückbau von Anlagen und für die Dekontaminierung muss per Gesetz für ausnahmslos alle Energieprojekte eingeführt werden, die Rückstellungen für den immens teuren Abriss von Atomkraftwerken müssen in einem Fonds gesichert werden, mit dem die Betreiber nicht mehr wie jetzt an den Finanzmärkten zocken können. Nur so ist es möglich, neben der Kostenwahrheit auch das tatsächliche Gefahrenpotential und das Risiko, das kommende Generationen im Zusammenhang mit Nuklearenergie tragen müssen, auch wirklich sichtbar zu machen."

Ökostrom ist schon lange nicht mehr teurer als konventioneller Strom. Reinhard Uhrig erklärt, wieso dieses Vorurteil sich jedoch immer noch in den Köpfen der Menschen hält: "Es fehlt an Kostentransparenz bei Nuklearenergie, die massiv durch die SteuerzahlerInnen bezuschusst wird. Außerdem werden erneuerbare Energieformen wie oben beschrieben per Gesetz diskriminiert. Derartige Wettbewerbsverzerrungen müssen abgeschafft werden - denn je mehr KonsumentInnen sich dann für Strom aus erneuerbaren Energiequellen entscheiden, desto mehr saubere Kraftwerke können finanziert, geplant und gebaut werden und desto günstiger und wirtschaftlicher kann Ökostrom produziert werden."

Eine im Oktober 2011 von Univ. Prof. Friedrich Schneider von der Linzer Kepler Universität veröffentlichte Studie untermauert einmal mehr, dass Atomstrom nur durch die gravierende Unterversicherung von Atomkraftwerken marktfähig ist. Die enormen Schäden, die ein Atomunfall verursacht - im Fall von Fukushima werden sie derzeit auf 300 Mrd. Euro geschätzt, werden weitgehend von der Allgemeinheit getragen, die Gewinne aus der Atomkraft lukrieren die Betreiber. Wäre die Versicherungsprämie allerdings dem Risiko angepasst, würde kein Atomkraftwerk mehr betrieben werden, denn der Preis von Atomstrom würde sich vervielfachen. Die Studie errechnet einen Strompreis von 2 Euro/kWh für Atomstrom, würden AKWs so versichert sein müssen, dass materielle Schäden einigermaßen abgedeckt wären. "Die derzeitige Gesamt-Haftungssumme von Euro 2,3 Mrd. für ALLE deutschen AKWs zeigt, dass auch hier wieder Atomkraft finanziell bevorzugt wird", so Uhrig.

Die österreichische Volkswirtschaft, vor allem auch die österreichische Energiewirtschaft, ist von der Preisstützung von Atomstrom durch die bestehende Unterversicherung und die unzureichenden Rücklagen für die Dekommissionierung betroffen. Der Preis von elektrischer Energie aus Atomkraftwerken wird generell mit etwa 2 Cent/kWh abgegeben. Dies bedeutet einen bedeutenden Preisvorteil gegenüber Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Reinhard Uhrig betont: "Es ist abzulehnen, dass Atomstrom durch die mangelnde Versicherung billig angeboten wird, dadurch Gewinne in Milliardenhöhe für wenige lukriert werden, die wahren Folgekosten des Rückbaus, der Haftung und nicht zuletzt der ungelösten Endlagerung des Atommülls auf die Allgemeinheit abgewälzt wird -- und dadurch sauberer Strom europaweit klein gehalten wird."

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13.12.2011

AKNÖ-Preisvergleich: Hüttenkoks und Holzbriketts teurer

Während der Preis für Stückholz gegenüber dem Vorjahr mit 3,18 Prozent moderat angestiegen ist, sind Holzbriketts durchschnittlich um ganze 8 Prozent teurer geworden. Während der Preis für Stückholz gegenüber dem Vorjahr mit 3,18 Prozent moderat angestiegen ist, sind Holzbriketts durchschnittlich um ganze 8 Prozent teurer geworden.

Niederösterreich. - Die AKNÖ verglich Preise für Holz, Pellets, Kohle und Koks. Das Ergebnis: Holz und Koks wurden teurer, bei Pellets ist der Preisunterschied je nach Händler mit 100 Prozent am höchsten.

Wer mit festen Brennstoffen heizt, sollte Preise vergleichen. Und das vor allem bei Pellets in 15 kg Säcken. Zu diesem Ergebnis kamen AKNÖ- KonsumentenberaterInnen beim Brennstoffpreisvergleich unter 42 Firmen in ganz Niederösterreich. "Zwar ist der Preis für Pellets in Säcken im Schnitt um 4,51 Prozent zurückgegangen, doch die Preisunterschiede sind beachtlich. Beim günstigsten Händler kostet ein 15-Kilo-Sack Pellets 2,54 Euro, beim teuersten Händler 5,08 Euro. Das ist eine Preisdifferenz von 100 Prozent", stellt AKNÖ-Konsumentenberater Ing. Horst Krumholz fest.

Während der Preis für Stückholz gegenüber dem Vorjahr mit 3,18 Prozent moderat angestiegen ist, sind Holzbriketts durchschnittlich um ganze 8 Prozent teurer geworden. Auch hier bewegt sich der Preisunterschied zwischen den einzelnen Anbietern auf hohem Niveau. Bei Stückholz gibt es eine Differenz von rund 43 Prozent, bei Holzbriketts sogar bis zu 60 Prozent. Eine deutliche Preissteigerung verzeichnen die AKNÖ-ExpertInnen außerdem bei Hüttenkoks, der um 15 Prozent teurer wurde. Erfreulich sei lediglich die leichte Preissenkung bei Steinkohle gegenüber dem Vorjahr um 1,72 Prozent, so Krumholz.

Wer seinen Brennstoff geliefert haben möchte, muss sich auch auf Preisunterschiede bei der Zustellung gefasst machen. "Einige Anbieter verrechnen überhaupt keine Zustell- oder Transportkosten, andere wiederum beachtliche Beträge. Daher sollte man sich unbedingt vorher erkundigen, ob und in welcher Höhe Zustellkosten verrechnet werden", empfiehlt Krumholz.

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23.01.2012

EU reformiert ihre wirtschaftspolitische Steuerung

EU reformiert ihre wirtschaftspolitische Steuerung EU reformiert ihre wirtschaftspolitische Steuerung

Beinahe zwei Jahre rangen die Wirtschafts- und Finanzminister der EU-Mitgliedstaaten (Ecofin-Rat) um eine Reform der wirtschaftspolitischen Steuerungsarchitektur für Europa. Im November 2011 konnte eine Einigung formell verabschiedet werden. Notwendig wurde dies durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise und ihre Folgen, die Schwächen der bisherigen wirtschafts- und fiskalpolitischen Steuerung der EU offenkundig machten. Schon vor dem Ausbruch der Krise im Jahr 2008 ließen es viele Mitgliedstaaten der EU bzw. der Währungsunion trotz eines bestehenden europäischen Fiskalrahmens – der sogenannten Maastricht-Kriterien – an Disziplin fehlen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise mündete nicht zuletzt deswegen in einer Staatsschuldenkrise. Zudem war auch die wirtschaftspolitische „Methode der offenen Koordinierung“ zur Umsetzung der Lissabon-Strategie, die die EU bis zum Jahr 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt machen sollte, ebenfalls wenig effektiv. Aufkeimenden makroökonomischen Ungleichgewichten, die das Funktionieren der Wirtschaft einzelner Länder des Euro-Währungsgebiets oder der gesamten Union beeinträchtigen können, wurde vor Ausbruch der Krise kaum bzw. zu wenig Augenmerk geschenkt. Darüber hinaus hat es im Vertrag von Lissabon keine ausreichenden institutionellen und wirtschaftspolitischen Vorkehrungen zur Prävention und Bewältigung von Banken- und Staatsschuldenkrisen in der EU gegeben.

Angesichts dieser Erkenntnisse wurde eine Reform der wirtschaftspolitischen Steuerung der EU vereinbart, die mehrere Reformblöcke umfasst:

Erstens werden durch das sogenannte Europäische Semester die wirtschafts- und haushaltspolitischen Überwachungsmaßnahmen der EU zeitlich besser auf die nationalen Haushaltsverfahren abgestimmt und inhaltlich besser verzahnt.

Zweitens wird dem europäischen Fiskalrahmen „mehr Biss“ verliehen, da sowohl der präventive als auch der korrektive Arm des Stabilitäts- und Wachstumspakts (SWP) gestärkt werden und dem Monitoring der nationalen Fiskalrahmen mehr Bedeutung zukommt.

Drittens wird über die Haushaltsüberwachung hinausgehend eine Überwachung makroökonomischer Ungleichgewichte eingeführt. Damit soll das Aufkommen derartiger Ungleichgewichte auf Basis spezifischer Indikatoren, verbunden mit einem stringenten Überwachungsmechanismus, frühzeitig erkannt werden. Dies wird insbesondere dazu beitragen, nicht tragfähige Schuldenpositionen im privaten und öffentlichen Sektor, im Finanzsektor und gegenüber Drittstaaten, zu verhindern bzw. zu korrigieren.

Viertens zielt die EU-weite Überwachung von Strukturreformen in den Mitgliedstaaten darauf ab, tatsächliche Fortschritte in Richtung der in der "Europa 2020"-Strategie angepeilten Ziele für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum zu erreichen.

Darüber hinaus wird mit der Errichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) ein permanenter finanzieller Schutzschirm für die Länder des Euro-Währungsgebiets ins Leben gerufen und damit ein wichtiger Schritt in Richtung einer finanziellen Solidargemeinschaft gesetzt.

Angesichts der Komplexität dieser Governance-Reform widmet die OeNB die aktuelle Ausgabe ihrer Quartalspublikation „Geldpolitik & Wirtschaft“ diesem Themenkomplex. In zahlreichen Einzelbeiträgen wird ein umfassender Einblick in die neue Steuerungsarchitektur der EU gegeben. Ebenfalls werden die hinter den Neuregelungen stehenden Intentionen und Zielsetzungen dargelegt. Dieses Schwerpunktheft entstand aus einer institutionenübergreifenden Kooperation der OeNB mit den Ministerien für Finanzen und wirtschaftliche Angelegenheiten sowie dem Bundeskanzleramt.

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18.12.2011

"trend"-Umfrage: Österreicher wollen im nächsten Jahren bei Wirtshausbesuchen am stärksten sparen

Österreicher wollen im nächsten Jahren bei Wirtshausbesuchen am stärksten sparen Österreicher wollen im nächsten Jahren bei Wirtshausbesuchen am stärksten sparen

Schnüren die Österreicher angesichts sich verdüsternder Wirtschaftsaussichten 2012 auch ein privates Sparpaket? 16 Prozent der vom Linzer market-Institut im Auftrag des Wirtschaftsmagazins "trend" Befragten antworten defintiv "ja" auf dieser Frage. Das berichtet der "trend" in seiner am Montag erscheinenden, aktuellen Ausgabe. 34 Prozent antworten mit "ja, eher doch", 46 Prozent mit "nein"; der Rest macht keine Angaben.

Der Bereich, in dem das größte Einsparungspotenzial gesehen wird, ist die Gastronomie: 70 Prozent der Sparwilligen geben an, bei Gasthaus- und Restaurantbesuchen 2012 sparen zu wollen. Dahinter folgen Ausgaben für Unterhaltungselektronik (64 Prozent) sowie Urlaub (54 Prozent). Am geringsten ist die Sparbereitschaft bei den Gesundheitsausgaben (vier Prozent).

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29.01.2012

"trend": Wiedereinführung der Fahrradmarke Puch

Ein "Klassiker" von Puch: Das Puch Sprint Ein "Klassiker" von Puch: Das Puch Sprint

Josef Faber, bekannter Importeur von italienischen Traditionsmarken wie Vespa, Gilera, Piaggio und Moto Guzzi, kaufte die Traditionsmarke "Puch" und lässt ab sofort unter diesem klingenden Namen E-Bikes und normale Fahrräder produzieren, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner aktuellen Ausgabe. Der Katalog ist bereits ausgeliefert, der Fachhandel dem Vernehmen nach von der Wiedereinführung der Marke angetan. Die vom Design her an das gute, alte "Puch Waffenrad" angelehnten E-Bikes kosten von 1500 bis 3000 Euro, Tret-Fahrräder von 400 bis 1200 Euro.

Neben normalen Citybikes ist auch ein Transportrad "Dienstmann" in der Produktpalette, ebenso wie ein stylischer "Singlespeeder". In den nächsten Jahren soll die Produktpalette weiter ausgebaut werden. Das Ziel, so Faber im "trend", sei "ein leistbares Qualitätsprodukt für die breite Masse" herzustellen. Mittelfristig will Faber 10.000 Einheiten pro Jahr produzieren und auch den deutschen Markt bedienen.

Gebaut werden die Räder in Frankreich, und zwar von Cycleurope, dem größten europäischen Fahrradproduzenten, der zuletzt auch die Markenrechte an Puch besaß.

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01.02.2012

Hofer erweitert sein Bio-Sortiment

Hofer erweitert sein Bio-Sortiment Hofer erweitert sein Bio-Sortiment

In den Regalen von Hofer finden sich nun auch Bio-Gemüsesäfte von Zurück zum Ursprung. Damit setzt Hofer einmal mehr auf die heimische Landwirtschaft. Denn die Bio-Säfte haben ihren Ursprung im Marchfeld, wo die Bio-Karotten für die Herstellung des Karottensaftes angebaut werden, sowie dem Wein- und Waldviertel, von dort stammen die Bio-Rote-Rüben. Die Bauern wirtschaften mit aller Sorgfalt und Hingabe nach den Grundsätzen der kontrolliert biologischen Landwirtschaft und verzichten auf schnellwirkende Dünger, arbeiten stattdessen mit einem natürlichen Kreislauf von abwechselndem Anbau unterschiedlicher Pflanzen und das selbstverständlich rigoros gentechnikfrei.

Sowohl der Anbau als auch die Herstellungsweise dieser natürlichen Säfte unterliegen besonderen Auflagen: Alle Rohstoffe werden möglichst schonend verarbeitet. Das Bio-Gemüse wird zu 100 Prozent direkt gepresst, ohne Verwendung der sonst bei der Saftherstellung üblichen Enzyme. Zur Haltbarmachung werden die Säfte nur schonend erhitzt, der volle Geschmack kommt allein aus dem reifen Gemüse. Bei den Zurück zum Ursprung Bio-Gemüsesäften müssen keine Zusätze oder Hilfsmittel nachhelfen. Sie bestechen durch ihren einzigartigen und köstlich-natürlichen Geschmack. Der Bio-Karottensaft schmeckt herrlich süß und wunderbar nach frischgeernteten Karotten. Der Bio-Rote-Rübensaft ist purer, herb-würziger, frischer Genuss.

Bio-Gemüsesäfte sind eine geschmacklich köstliche Ergänzung der täglichen Ernährung, um dem Körper alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe zuzuführen. Zudem ist es mit den Bio-Gemüsesäften von Zurück zum Ursprung denkbar einfach, einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Mit dem Bio-Rote-Rübensaft werden im Vergleich zu herkömmlichem Rote-Rübensaft bei der Herstellung 11,5 Prozent CO2 eingespart und 23,9 Prozent weniger Wasser verbraucht, damit wird die Biodiversität in den Regionen Weinviertel und Waldviertel um 49 Prozent gefördert. Genauso beim Bio-Karottensaft: Hier werden bei der Herstellung 8,2 Prozent CO2 eingespart und 31,4 Prozent weniger Wasser verbraucht. Die Biodiversität in der Region Marchfeld wird damit um 52 Prozent gefördert.

Die Bio-Gemüsesäfte von Zurück zum Ursprung sind in der 0,75-Liter-Packung zu 1,99 Euro österreichweit in allen Hofer-Filialen erhältlich.

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22.01.2012

„Volksschulen zum Schnee“ bringt Kinder zum Spezialpreis in 8 niederösterreichische Skigebiete

(v.l.n.r.): Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav mit Volksschülern (v.l.n.r.): Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav mit Volksschülern

Die Aktion „Volksschulen zum Schnee“ bietet einen „all inclusive“-Skitag für Volksschulklassen in den niederösterreichischen Skigebieten Annaberg, Hochkar, Lackenhof am Ötscher, Zau[:ber:]g Semmering, JAUerling, Karlstift, Mönichkirchen/Mariensee und St. Corona.

Ab einem Preis von 22 Euro pro SchülerIn übernimmt dabei ski4free (Blaguss Reisen) als Partner des Landes Niederösterreich und der Wirtschaftskammer Niederösterreich die komplette Organisation für einen Skitag: Bustransport, altersgerechtes Leihmaterial vor Ort, eine Liftkarte für einen Skitag und optional die Betreuung durch KinderskilehrerInnen. Als besonderes Zuckerl gibt es für alle TeilnehmerInnen einen Gutschein für einen weiteren Skitag in einem der acht teilnehmenden niederösterreichischen Skigebiete.

„Mit der gemeinsamen Aktion sprechen wir gezielt VolksschullehrerInnen an und wollen sie ermutigen, bereits mit den Jüngsten einen oder mehrere Tage auf Miniskikurs zu fahren. Daher ist die Skikarte für eine Begleitperson pro sechs Kinder in dem Gesamtpaket enthalten“, erklärt Sportlandesrätin Dr. Petra Bohuslav.

Die Schulsportinitiative können Volksschulklassen aus Niederösterreich, Wien und Burgenland in Anspruch nehmen. „Für jedes Kind und jede Schule ist bei dieser Aktion das Richtige dabei. Die Anfahrtswege halten sich in Grenzen und mit dem Gutschein für eine weitere Tageskarte, die alle teilnehmenden Kinder erhalten, wird der Spaß im Schnee auch nach der Volksschul-Aktion im Kreis der Familie verlängert“, sagt Wirtschaftskammer Niederösterreich-Präsidentin Sonja Zwazl.

Die Aktion „Volksschulen zum Schnee“ läuft von Montag bis Freitag (ausgenommen sind Ferien und Feiertage) bis April 2012.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Tel 0800 300 303 und www.volksschulenzumschnee.at

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03.02.2012

Regulierungsbehörde verbietet ORF jegliche Nutzung von Facebook und Co.

Regulierungsbehörde verbietet ORF jegliche Nutzung von Facebook und Co. Regulierungsbehörde verbietet ORF jegliche Nutzung von Facebook und Co.

"Die gestern bekanntgewordene Entscheidung der Regulierungsbehörde, dem ORF jegliche Nutzung von sozialen Netzwerken praktisch zu untersagen, ist unverständlich und trifft nicht nur den ORF, sondern in erster Linie das Publikum", betont Mag. Hans Preinfalk, Vorsitzender des ORF-Publikumsrats.

"Der ORF-Publikumsrat wird sich in seiner nächsten Sitzung mit diesem Thema befassen und ich bin sicher, dass er den ORF bei allen seinen Schritten gegen diesen unverhältnismäßigen Bescheid unterstützen wird. Die Entscheidung der Regulierungsbehörde zeugt jedenfalls von wenig Verständnis für neue Medien und die Bedeutung von Social Networks für Medienunternehmen", so der Vorsitzende des ORF-Publikumsrats.

Anders sieht das die Print-Konkurrenz. „Facebook und Co. sind für den ORF tabu“, so VÖZ-Generalsekretär Gerald Grünberger. Der Verlegerverband begrüßte die Entscheidung der Medienbehörde, die die „ohnehin unmissverständliche Gesetzeslage“ bestätige. „Der ORF muss rasch alle seine Auftritte in den sozialen Medien restlos einstellen“, auch die Twitter-Seiten, so Grünberger. Der VÖZ-Generalsekretär begründete dies nicht nur mit den geltenden Gesetzen, sondern auch damit, dass „die ausufernden Social-Media-Anstrengungen des ORF negative Auswirkungen auf die gesamtösterreichischen Werbeerlöse und die österreichische Online-Branche“ hätten.

Mit der Bespielung und Bewerbung von Facebook und Twitter würde User-Traffik und in weiterer Folge potenzielle Werbeeinnahmen an US-Konzerne umgeleitet, so Grünberger.

Auch zahlreiche Kinderpsychologen sehen es schon lange als problematisch, wenn den "sozialen" Netzwerken Unmündige "zugetrieben" werden. Alleine die Ö3 - Facebookseite hat 260.000 Mitglieder - vorwiegend Kinder und Jugendliche.

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01.02.2012

Manner setzt mit UTZ CERTIFIED auf nachhaltigen Kakao

Manner setzt mit UTZ CERTIFIED auf nachhaltigen Kakao Manner setzt mit UTZ CERTIFIED auf nachhaltigen Kakao

Wien. - Seit über 120 Jahren steht das Traditionshaus Manner für Qualität von Markenprodukten, Verantwortung gegenüber Konsumenten und nachhaltige, heimische Produktion. Manner ist Österreichs größter Süßwarenproduzent, der - aufgrund hoher Qualitätsansprüche - die gesamte Schokolade von der Kakaobohne weg selbst produziert. Seit Beginn 2012 setzt Manner gemeinsam mit UTZ CERTIFIED auf nachhaltigen Schokoladegenuss.

Als Verarbeiter von Rohstoffen wie Kakao verurteilen wir jede Art von Sklaverei und Kinderarbeit. Um sicherzustellen, dass der Kakao, der in unseren Produkten Verwendung findet, unseren sozialen und ökologischen Prinzipien entspricht, ist Manner seit 2012 Mitglied von UTZ CERTIFIED, eines der weltweit größten Nachhaltigkeitsprogramme für Kaffee, Kakao und Tee. Ziel von UTZ CERTIFIED im Bezug auf Kakao ist es, ein effizientes Zertifizierungs- und Nachverfolgungsprogramm für eine sozial verantwortliche und umweltfreundliche Kakaoproduktion, bereitzustellen, das sowohl die Bedürfnisse der Hersteller als auch des Marktes erfüllt. Manner hat sich verpflichtet, ab 2012 für alle Waffel- und Schnittenprodukte der Marke Manner ausschließlich UTZ zertifizierten, nachhaltigen Kakao, zu beziehen.

Die Auditierung der Manner Werke wird voraussichtlich bereits im ersten Quartal 2012 abgeschlossen sein. Weiters ist bis 2020 geplant, den gesamten Bedarf für die Markenprodukte aus dem Haus Manner auf nachhaltigen Kakao umzustellen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Josef Manner & Comp. AG
02.02.2012

Wirtschafts- und Energieminister: Versorgungssicherheit mit Erdgas sichergestellt

Wirtschafts- und Energieminister: Versorgungssicherheit mit Erdgas sichergestellt - Gasmengen für Vier-Monats-Verbrauch gespeichert Wirtschafts- und Energieminister: Versorgungssicherheit mit Erdgas sichergestellt - Gasmengen für Vier-Monats-Verbrauch gespeichert

Die reduzierten Lieferungen von russischem Erdgas nach Europa haben keine Auswirkung auf die Gasversorgung in Österreich. "Die Versorgung der Haushalt und Unternehmen ist gesichert. Es gibt keinerlei Probleme bei der Gasversorgung. Mit den in mehreren Speichern eingelagerten Gasmengen könnte Österreich sogar bei einem totalem Lieferstopp für vier Monate versorgt werden", sagt Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner.

"Der verstärkte Ausbau der heimischen Speicher für Erdgas in den vergangenen Jahren hat sich bewährt, denn dadurch könnten auch längere Versorgungsengpässe ausgeglichen werden", so Mitterlehner weiter. Die Liefereinschränkung zeige jedoch, wie wichtig weitere Anstrengungen in eine Diversifikation der Lieferrouten und -quellen in der Gasversorgung sind.

Die Beamten des Ministeriums sind laufend mit den Vertretern der Gaswirtschaft und der Regelzonenbetreiber in Kontakt, um auf weitere Veränderungen reagieren zu können. Die Einberufung der entsprechenden Ausschüsse zur Diskussion von weiteren Maßnahmen ist derzeit weder angezeigt noch geplant.

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11.01.2012

14. Februar: Valentin lässt grüßen und die Kassen klingeln

14. Februar: Valentin lässt grüßen und die Kassen klingeln 14. Februar: Valentin lässt grüßen und die Kassen klingeln

Er ist der Tag der gegenseitigen Wertschätzung: Der Valentinstag am 14. Februar. Die schönste und persönlichste Sprache dafür ist jene der Blumen und auch in diesem Jahr werden die Floristikfachgeschäfte ihre Kundinnen und Kunden dabei unterstützen, mit individuellen und außergewöhnlichen Blumengrüßen ihre Emotionen zu zeigen.

Der Valentinstag kann auf eine lange Historie zurückblicken, auch wenn sich um seinen Entstehungsgrund gleich mehrere Quellen ranken. Fest steht: Benannt wurde der Tag nach dem Heiligen Valentin, der Blumen an Verliebte verschenkt haben soll.

„Erlaubt ist, was gefällt“ „Der Valentinstag ist die erste Gelegenheit im Jahr, mit farbenfrohen und duftenden Tulpen, Narzissen, Primeln, oder Hyazinthen Frühlingsgefühle zu verbreiten“, sagt Innungsmeister Kommerzialrat Ing. Alfred Bieberle.

Immer beliebter werden Arrangements mit den Frühlingsblühern aus heimischer Produktion – vor allem, wenn sie später im eigenen Garten gepflanzt werden können. Aber auch kontrastreiche und verspielte Sträuße liegen hoch im Trend: „Es darf durchaus bunt sein, den individuellen Vorlieben sind mittlerweile keine Grenzen mehr gesetzt. Es kommt ganz auf den Geschmack des oder der Beschenkten an, d.h. erlaubt ist, was gefällt“, so Bieberle.

Auch wenn der Valentinstag als typischer Blumenstrauß-Tag gilt, geht, besonders bei jungen Menschen, der Trend zunehmend zur wertvollen Solitärblume. „Eine einzelne Blume kann, wenn sie erstklassig inszeniert ist, viel Effekt und Show bieten“, sagt der Branchenvertreter.

Die burgenländischen Floristinnen und Floristen punkten dabei einmal mehr mit feinster Handwerkskunst, viel Erfahrung und Können und dem notwendigen Gespür für Trends, mit dem sie die Wünsche ihrer Kundinnen und Kunden erfüllen.

"Auch Topforchideen, die mit spektakulären neuen Blütenfarben überraschen, bieten ein besonderes Präsent“, sagt Bieberle. Mit erstklassiger Beratung für die optimale Pflege der schönen Exoten sorgen die heimischen Floristikfachgeschäfte dafür, dass die Beschenkten lange Zeit Freude an ihren Blumengrüßen haben.

Wer zum Valentinstag Blumen und Pflanzen aus nachhaltigem Anbau schenken möchte, kann sich bei ausgewählten Floristikfachgeschäften über faire Produkte freuen, die das Gütesiegel FFP tragen und allesamt zertifiziert sind. Das Nachhaltigkeitslabel garantiert besonders bei Rosen höchste Umwelt- und Sozialstandards im Anbau.

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03.02.2012

Schwarzarbeit im Inland, Dumpingpreise im Ausland: Niederösterreichs Friseure raufen sich die Haare

Schwarzarbeit im Inland, Dumpingpreise im Ausland: Niederösterreichs Friseure raufen sich die Haare Schwarzarbeit im Inland, Dumpingpreise im Ausland: Niederösterreichs Friseure raufen sich die Haare

Niederösterreich. - Die Schwarzarbeit im Inland, Dumpingpreise im Ausland sowie der zurzeit allgemein feststellbare Trend zum Sparen machen den rund 1.600 Friseurbetrieben in Niederösterreich das Geschäftsleben schwer. "Wenn die Konsumenten bei ihren Ausgaben zurückhaltender werden, gehören wir zu den ersten Branchen, die das zu spüren bekommen", teilt Reinhold Schulz, Landesinnungsmeister der Friseure in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Die heurige Ballsaison laufe "nicht besonders gut".

Etwa 15 Prozent aller potentiellen Kunden betreten nie einen heimischen Friseursalon, weil sie zum Haareschneiden ins grenznahe Ausland fahren. "In Tschechien und in der Slowakei liegt der Mindestlohn bei jeweils 300, in Ungarn bei 500 Euro. Diese im Vergleich zu Österreich geringen Arbeitskosten erzeugen eine für unsere Friseure unangenehme Preiskonkurrenz. Denn bei uns macht der Anteil der Personal- an den Gesamtkosten 62,5 Prozent aus", rechnet Schulz vor. Er selbst betreibt zwei Friseursalons in Waidhofen/Thaya.

Dem Pfusch im Inland, auf den nach Schätzungen des Landesinnungsmeisters 15 bis 20 Prozent des Geschäftes entfallen, versuche man heuer in Zusammenarbeit mit den Finanzbehörden verstärkt entgegenzuwirken. "Wenn wir einen konkreten Hinweis auf Schwarzarbeit erhalten, gehen wir dem Fall nach. Erhärtet sich dann der Verdacht, wird Anzeige erstattet", erklärt Schulz.

Ein spezielles Thema bei den NÖ Friseuren ist die Lehrlingssituation. Einerseits sei das Interesse an diesem Beruf bei den Jugendlichen - insbesondere bei den Mädchen - nach wie vor ungebrochen stark, berichtet der Landesinnungsmeister. Andererseits aber würden immer mehr Friseurbetriebe keine Lehrlinge mehr ausbilden. Hatte es im Jahr 2000 in Niederösterreich noch rund 1.200 Friseurlehrlinge gegeben, waren es Mitte 2011 lediglich 660 - also nur noch rund die Hälfte.

"In Niederösterreich gibt es knapp 740 Friseure, die als Ein-Personen-Unternehmen tätig sind. Das sind oft Frauen, die nach der Kindererziehungsphase wieder arbeiten gehen und zwecks Haarstyling zu den Kunden nach Hause kommen", stellt Schulz fest. Diese Kolleginnen haben oft keine Meisterprüfung, führen kein Geschäftslokal, zahlen keine Einkommen- und Mehrwertsteuer, werben mit kostengünstigen Preisen und haben keine Lehrlinge. Wenn einem Salonbetreiber so die Kunden abspenstig gemacht werden, wie soll er dann selbst noch Lehrlinge ausbilden?" fragt er.

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01.02.2012

Arbeiten an der größten Baustelle des Burgenlands liegen voll im Zeitplan

Vize-Bgm. Günter Kovacs, Landeshauptmann Hans Niessl, Kulturlandesrat Helmut Bieler, Arch. MMag. Johann Traupmann, DI Dr. Richard Woschitz, Bauaufsicht Vize-Bgm. Günter Kovacs, Landeshauptmann Hans Niessl, Kulturlandesrat Helmut Bieler, Arch. MMag. Johann Traupmann, DI Dr. Richard Woschitz, Bauaufsicht

Eisenstadt. - Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrat Helmut Bieler feierten am 31. Jänner 2012 gemeinsam mit Architekten, Bauherrn, Nutzern und den bauausführenden Firmen die Dachgleiche beim Zu- und Umbau des Kulturzentrums Eisenstadt. Mit dem Gleichenspruch und der Auszahlung des Gleichengeldes wurde diese Etappe am Bau abgeschlossen. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. Aufgrund der gewachsenen An- und Herausforderungen im kulturellen Bereich wird das rund 30 Jahre alte Gebäude des Kulturzentrums Eisenstadt seit Anfang 2011 mit reinen Baukosten in Höhe von 17,7 Millionen Euro zu einem modernen Kultur- und Veranstaltungszentrum inklusive Repräsentationsräumen ausgebaut. Bis März des Vorjahres wurde mit dem Abriss des alten Dompfarrzentrums sowie eines benachbarten Wohnhauses Platz für den Zubau zum bestehenden Kulturzentrum gemacht. Dieser Neubauteil wird im Ausmaß von ca. 5.400 m2 Nutzfläche unmittelbar an das bestehende Objekt angrenzen und mit diesem verbunden sein. Der bestehende Gebäudeteil wird mit einer Nutzfläche von 4000 m2 im Innenbereich den geänderten Anforderungen an ein zeitgemäßes Kultur- und Veranstaltungsgebäude entsprechend umgebaut.

Sowohl der Zubau, als auch die Umbaumaßnahmen erfolgen größtenteils in Stahlbetonbauweise. Die beiden obersten Geschoße des Neubaus werden in Stahlkonstruktion errichtet. Als Außenhaut ist eine perforierte Metallkonstruktion als hinterlüftete Fassade vorgesehen. Die Fundierung des Neubaus wurde mit Pfahlfundamenten hergestellt. Für den Energiehaushalt sind im Sinne einer Ressourcen schonenden Haltung besondere Maßnahmen geplant. Das Energiekonzept berücksichtigt Fernwärme aus Biomasse und Erdwärme, die auch zur Kühlung eingesetzt wird. Die Beleuchtung besteht zu einem wesentlichen Teil aus LED-Technik, um auch im Stromverbrauch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt zu verfolgen.

Im Anschluss an die Abbrucharbeiten wurden die Spezialtiefbauarbeiten und der Baugrubenaushub durchgeführt. Ab Mitte April 2011 konnte mit den Stahlbetonarbeiten des Neubaus, ab Jänner 2012 mit den Ausbauarbeiten des Neubaus begonnen werden. Die Ausbauarbeiten im bestehenden Kulturzentrum laufen seit Juli des Vorjahres. Im Altbestand konnten die Dächer bereits isoliert werden. Dort wurde bereits auch mit dem Innenausbau begonnen. Die Neueröffnung ist nach einem Probebetrieb für November 2012 vorgesehen.

Der neue Gesamtkomplex beinhaltet dann vielfältige Räume für verschiedene Anforderungen. Eine neue Innengestaltung gibt dem bestehenden Saal ein zeitgemäßes Gesicht. Zusätzlich wird ein ca. 300 Personen fassender Saal für kleinere Veranstaltungen geschaffen, der sich dank mobiler Wände flexibel in das räumliche Gesamtkonzept integrieren lässt. Vom adaptierten Foyer aus erreicht man auch die Landesgalerie, die hier eine Neupositionierung findet. Ein ansprechend ausgestatteter Bereich im obersten Geschoß ermöglicht diverse repräsentative Festlichkeiten sowie Empfänge auf nationaler und internationaler Ebene. Die hier zusammengeführten Verwaltungsgruppen der landeseigenen Kulturbetriebe machen in Einheit mit den Veranstaltungsbereichen das Ganze zu einem kulturpolitischen Hotspot.

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20.01.2012

"Mehr Landwirtschaft um weniger Geld ist ein Widerspruch"

"Mehr Landwirtschaft um weniger Geld ist ein Widerspruch" "Mehr Landwirtschaft um weniger Geld ist ein Widerspruch"

"Europa steckt in einer Banken- und Schuldenkrise. Jede Krise bringt vor allem einen klaren Produktionsauftrag für die Landwirtschaft mit sich. Die Versorgung mit regional produzierten Lebensmitteln muss sichergestellt sein. Regional und nicht industriell - lautet die Devise. Dieser Verantwortung können die bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich nur nachkommen, wenn die nächste EU-Agrarreform die Weichen richtig stellt. Weltweit verdoppelt sich bis 2050 der Bedarf an Nahrungsmitteln. Das Bevölkerungswachstum schafft Realitäten, die es umso wichtiger und notwendiger machen, diesem Versorgungsauftrag langfristig nachzukommen." Mit diesen Worten sprach sich Bauernbund-Präsident Jakob Auer heute auf der "Grünen Woche" in Berlin deutlich für den Erhalt einer flächendeckenden, bäuerlichen Landwirtschaft aus.

Damit gibt es drei Hauptziele, die von der Agrarreform aus Sicht der österreichischen Landwirtschaft eingelöst werden müssen: "Erstens die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, die Stärkung der Investitionskraft und eine neue offensive Zusammenarbeit zwischen Bauern, Verbänden und Genossenschaften", forderte Auer in Berlin. "Global brauchen wir laufend mehr Landwirtschaft, die Welt verlangt nach mehr Produktion, nach mehr Lebensmitteln, nach Energie aus nachwachsenden Rohstoffen. Aber mehr Landwirtschaft um weniger Geld kann es nicht geben. Beim derzeit herrschenden Preisniveau ist das ein völliger Widerspruch", stellte Auer klar, dass die Gelder für die bäuerliche Produktion gesichert werden müssen.

Kritisch sieht der Bauernbund-Präsident in diesem Zusammenhang die EU-Konzepte zur Flächenstilllegung. Die Vorzeichen seien völlig klar. "Wir brauchen eine produzierende und keine stillgelegte Landwirtschaft. Österreich ist dank seines vorbildlichen ÖPUL-Umweltprogramms, für das wir jahrelang von Brüssel gelobt wurden, grüner als es andere Mitgliedstaaten es je sein können", erinnerte Auer an die naturnahe Produktion. Gerade in Österreich, wo die Landwirtschaft kleinstrukturiert und die Biodiversität hoch sei, würden derartige Greening-Maßnahmen keinen Sinn machen. "Der Hunger nach Energie- und Eiweißpflanzen steigt an, hier sehe ich eine Produktionsnische, die wiederum zur Ökologisierung beiträgt", sagte Auer. Gut abgestimmt mit Verbündeten in Frankreich, Deutschland und den Vertretern im EU-Parlament werde man sich gegen überzogenes "Greening" in den Verhandlungen mit Brüssel zur Wehr setzen.

"Wenn die Säule 'Ländliche Entwicklung' in der EU-Agrarpolitik zur Gänze wegfiele, dann würde die Wertschöpfung der österreichischen Volkswirtschaft um EUR 1,4 Mrd. schrumpfen und 23.000 Jobs gingen verloren. Die landwirtschaftliche Wertschöpfung sinkt dann um 13%, das entspricht einem Gegenwert von EUR 2,7 Mrd. Allein die Bio-Anbaufläche ginge um 25% zurück, der landwirtschaftliche Umsatz fiele um 15%", zitierte Auer Studien des WIFO, um die hohe Umwegrentabilität der EU-Mittel für die Landwirtschaft zu verdeutlichen.

Bei wachsenden Produktionsanforderungen sieht Auer aber auch die Aufrechterhaltung von Qualitätsstandards bei den Lebensmitteln als sein zentrales Anliegen, er strich dabei den Zusammenhang zwischen Herkunft und Qualität hervor. "Wo Österreich draufsteht, muss Österreich drinnen sein - auch bei verarbeiteten Erzeugnissen. Der Konsument will lückenlos informiert werden. Zweifelhafte und irreführende Produktaufschriften und Herkunftsangaben gehören unterbunden. Österreichische Lebensmittel können nicht importiert werden - sie können nur im Inland produziert werden", hielt der Bauernbund-Präsident vor Medienvertretern in Berlin fest.

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30.01.2012

Die Presse - Leitartikel: "Empörung im Lager der Empörten"

"Occupy" ist jene international auftretende Masse von Empörten, die zuerst protestieren und sich dann fragen, wieso. "Occupy" ist jene international auftretende Masse von Empörten, die zuerst protestieren und sich dann fragen, wieso.

Die Systemkritiker von "Occupy" bis Attac sollten begreifen: Der "freie Markt" kann nicht an der Krise schuld sein, weil er kaum existiert.

Im Dunstkreis der österreichischen "Occupy"-Bewegung tauchten kürzlich rechte Recken und antisemitische Zinskritiker auf. "Occupy" ist jene international auftretende Masse von Empörten, die zuerst protestieren und sich dann fragen, wieso. Da ist es kein Wunder, dass allerlei Aktivisten versuchen, die neue Bewegung zu vereinnahmen. Am rechten Rand wartet man längst ungeduldig auf den Kollaps des Finanzsystems. Die Linken sind ohnehin seit Karl Marx davon überzeugt, dass der Kapitalismus nur die Vorstufe zum sozialistischen Paradies sein kann. Ein Paradies, das zu jeder Zeit nur ein, zwei brutale Machtergreifungen entfernt war und trotzdem nie kommen wollte. "Die Unterscheidung zwischen links und rechts in der Politik ist absolut wertlos. Sie war von Anfang an mangelhaft", schrieb schon der jüdische österreichische Ökonom Ludwig von Mises, den die Nazis aus Europa vertrieben. Er wies immer wieder darauf hin, dass extrem Linke wie extrem Rechte sich wirtschaftspolitisch weitestgehend einig sind. Und dass ihre sozialistische Wirtschaftspolitik dazu führen muss, dass eine kleine Elite die Masse der Bürger unterdrückt - bis das System unweigerlich zusammenbricht. Der Mises-Schüler Friedrich August von Hayek hat das in seinem Opus Magnum "Der Weg zur Knechtschaft" beschrieben. Linke wie rechte Sozialisten eint der Glaube, dass der Staat (die Gemeinschaft) über dem Individuum steht und dass es die Aufgabe dieses Staates sei, die Menschen zu steuern, zu beglücken und vor sich selbst zu beschützen - weil nur der Staat dem bösen Markt Einhalt gebieten kann. Diese Auffassung haben übrigens auch die Mitglieder der "neoliberalen Weltverschwörung" vertreten. Der Etatismus regiert nicht erst seit gestern. Deswegen ist es bedenklich, aber nicht verwunderlich, dass viele Menschen heute neosozialistischen Obskuranten ins Netz gehen. Diese propagieren populistische Symptombehandlungen, die das Problem weiter vergrößern würden.

Die Attac-Aktivisten sind genauso Meister in diesem Spiel wie die technokratischen Kommunisten der sogenannten "Zeitgeist"-Bewegung und der umstrittene WU-Professor Franz Hörmann - ein Linker, der zuletzt durch unseriöse Äußerungen zu den Verbrechen der Nazis aufgefallen ist. Hörmann träumt - wie einst Lenin - vom "Ende des Geldes". Die Russen bekamen Stalin, aber Hörmann und seine Fans glauben trotzdem fest an das Bevorstehen eines computergesteuerten Utopia. Diese Bewegungen sind sich unter dem Strich sogar weitgehend einig mit den Herrschern unserer heutigen Finanzoligarchie, die die guten Absichten der Empörten missbrauchen, um ihre Kontrolle weiter auszubauen. Nicht umsonst hat ausgerechnet der Multimilliardär George Soros den Begriff vom bösen "Marktfetischismus" populär gemacht. Die Eliten haben kein Problem mit der Forderung der Masse nach neuen Regeln. Sie schreiben diese Regeln. Es ist allerhöchste Zeit, dass die Empörten anfangen zu begreifen, dass die Formel Status quo = Kapitalismus = Krise schlichtweg falsch ist. Die ach so "kapitalistische" westliche Welt ist längst zu einem Versuchslabor sozialistischer Klempner verkommen, in dem der überwiegende Teil der Wirtschaft zentral gesteuert wird: das Geldsystem, die Löhne und die Zinsen. Jetzt werden auch noch die Banken nach und nach verstaatlicht. Nein, der "freie Markt" kann keine Schuld an der Krise haben, weil er kaum existiert. Er wäre aber ein Teil der Lösung, würde man ihm eine Chance geben.

Das natürliche Geldsystem entsteht aus dem menschlichen Handeln heraus und wird vom gesetzlichen Geldsystem lediglich unterdrückt. Auch die gefährlichen Finanzmarktmanöver der Banken wären in einem "freien Markt" ohne Zentralbanken beendet. Kapitalismus ist vor allem eine Beschreibung des menschlichen Tuns. Jede Einschränkung dieses Tuns ist ein autoritärer Akt, der sich gegen die Freiheit der Menschen richtet. Bisher haben wir den Sozialismus in seiner Kuschelvariante "Sozialstaat" erlebt. Setzt sich aber die Mär durch, dass der Kapitalismus an der Krise schuld sei, dann stehen uns dunkle Zeiten bevor.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: David Shankbone / Quelle: Die Presse Nikolaus Jilch
19.01.2012

LG strebt Marktführerschaft bei Haushaltsgeräten an

LG strebt Marktführerschaft bei Haushaltsgeräten an LG strebt Marktführerschaft bei Haushaltsgeräten an

LG Electronics (LG) präsentierte auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas die Geschäftsstrategie 2012 für den Bereich Haushaltsgeräte. Moon-bum Shin, Executive Vice President und CEO LG Home Appliance Company kündigte an, dass LG in diesem Jahr seine Arbeit darauf konzentriert, das Kerngeschäft zu stärken, um so bis zum Jahr 2014 die Nummer Eins bei Haushaltsgeräten zu werden. Auf dem Weg dort hin plant LG den Wettbewerbsvorsprung bei Kühlgeräten und Waschmaschinen weiter auszubauen und große Investitionen in smarte Haushaltsgeräte zu tätigen. Trotz einer global rückläufigen Konjunktur hat sich LG das Ziel gesteckt, 2012 zweistellige Wachstumsraten zu erreichen.

"Um unsere Leistung und das Wachstum angesichts der momentanen globalen wirtschaftlichen Herausforderungen voranzutreiben, werden wir weiterhin ein werteorientiertes, qualitatives Wachstum verfolgen und dabei einen den Fokus auf Produkte mit höherer Ertragskraft legen", so Moon-bum Shin.

Vor allem was smarte Haushaltsgeräte betrifft, setzt LG neue Maßstäbe, mit der verbesserten Smart ThinQ™ Technologie, die höchsten Komfort und Einsparungen beim Energieverbrauch ermöglicht. Die neue Version des Smart Managers, die auf der diesjährigen CES vorgestellt wurde, hilft den Kunden bei der täglichen Planung einer ausgewogenen Ernährung und erleichtert die Arbeit in der Küche. Die einzigartige LG Health Manager Funktion bietet spezielle Speisepläne und Rezepte für eine gesunde Ernährung für die gesamte Familie abgestimmt auf den Gesundheitszustand der einzelnen Personen an. Eine weitere Funktion des Smart Managers ist das Smart Shopping für den online Einkauf von Lebensmittel direkt über die LCD-Anzeige des Kühlschranks oder mithilfe eines Smartphones.

Mit smarten Haushaltsgeräte mit der verbesserten Smart ThinQ™ Technologie beweist LG seine führende Rolle als Innovator für Design, Benutzerfreundlichkeit und Technologien, die die Hausarbeit entscheidend vereinfachen. Nach der erfolgreichen Markteinführung von smarten Haushaltsgeräten 2011 plant LG sein Line-up in Zukunft kontinuierlich auszubauen.

LG hat sich das Ziel gesetzt 2012 zum fünften Mal in Folge die Nummer Eins bei verkauften Waschmaschinen zu werden. Für den Bereich Kühlgeräte wird zum dritten Mal in Folge mit Verkaufszahlen von 10 Millionen Stück gerechnet. Es wird erwartet, dass die gesamte Produktivität mit fortlaufender Innovationskraft weiter steigt. LG plant außerdem, das Premium Sortiment für energieeffiziente Kühlschränke mit enormem Fassungsvermögen und Linear Compressor Technologie sowie für LG Waschmaschinen mit Inverter Direct Drive™ Motor mit neuen, verbesserten Modellen fortzuführen.

Moon-bum Shin, der den Geschäftsbereich Home Appliance bei LG erst vor einigen Monaten übernommen hat, sieht den Erfolg von LG in der Fähigkeit die Bedürfnisse der Kunden auf den verschiedenen regionalen Märkten zu erfüllen. Auch in Zukunft setzt LG auf eine stärkere Verankerung in den lokalen Märkten. Den hohen Energiestandards in den entwickelten Märkten in Nordamerika, Europa und anderen Industriestaaten erfüllt LG durch die Ausstattung von Waschmaschinen mit Inverter Direct Drive™ Motoren. Diese Technologie ermöglicht es LG den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Geräten stark zu reduzieren. In aufstrebenden Märkten, wie in Mittel- und Südamerika, Südostasien und zentral und osteuropäischen Ländern passt LG seine Produkte den speziellen Bedürfnissen der Kunden an. So entwickelt LG beispielsweise Kühlschränke, die auch in Haushalte mit hohen Schwankungen bei der Stromversorgung problemlos funktionieren.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: LG
26.01.2012

WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Burn-out und die Rolle des Chefs

Führungskräfte spielen bei Burn-out eine große Rolle Führungskräfte spielen bei Burn-out eine große Rolle

Was Burn-out nicht ist: Burn-out ist keine Gaudi. Burn-out von 9 bis 16 Uhr - komischerweise nur in der Arbeit, danach wieder alles easy -, das gibt es zum Beispiel nicht. Burn-out ist auch nicht mit Depression gleichzusetzen, auch nicht mit Tachinieren. Auch Burn-out-Experten - eine Spezies, die in letzter Zeit immer häufiger auftritt - sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen. Wie hieß es in der Guttenberg-Affäre rund um seinen EU-Beraterjob in Sachen Internetfreiheit so schön: "Wenn ich mich mitten auf die Straße stelle und von einem Auto angefahren werde, heißt das nicht, dass ich Automechaniker bin." Burn-out-Experte ist man auch nicht dadurch, indem man einmal davon betroffen war. Was Burn-out ist: Eine ernsthafte Erkrankung - auch wenn dies noch nicht als Krankheit klassifiziert ist -, über die die Öffentlichkeit schlecht informiert ist. Auch ist kaum bekannt, wohin man sich im Ernstfall wenden kann. Der neu gegründete Verein "Burn Aut" - bei dessen Namen es sich nicht um einen Rechtschreibfehler handelt - versucht Know-how zu kanalisieren, den Betroffenen eine Anlaufstelle zu bieten und für Prävention zu sorgen.

In der Praxis kann dem aber bereits vorher begegnet werden. Wie sich herausgestellt hat, ist nicht die Arbeitsquantität, sondern die Arbeitsqualität eine der Hauptursachen für Burn-out. Das bedeutet, dass die Führungskräfte bei der Entstehung der Krankheit eine entscheidende Rolle spielen. Augenscheinlich wird das, wenn in einem Team mehrere Mitarbeiter betroffen sind. Die Frage, wie viele Führungskräfte ihren Job gut machen und tatsächlich führen können - klare Vorgaben machen, richtig Feedback geben oder jemals an einem Mitarbeiterführungsseminar teilgenommen haben -, sei an dieser Stelle dahingestellt. Laut Experten soll es sich jedenfalls nicht um die überwiegende Mehrheit handeln (Zynismus gilt übrigens als eines der ersten Symptome für Burn-out).

Was aber alle Arbeitgeber und Führungskräfte machen können, ist, sich zu informieren, wie sie betroffenen Mitarbeitern helfen können. Oder noch besser dafür sorgen, dass es gar nicht so weit kommt. Und das heißt, Seminare besuchen und sich Know-how über Burn-out anzueignen. Denn man kann ja ruhig ein schlechter Chef sein, solange man dabei nicht gleich seine Mitarbeiter verheizt - denn nicht selten reißen diese ihre schlechten Vorgesetzten im Arbeitsalltag heraus. Vor allem aber wird die Schlagkraft des Unternehmens erhöht. In jedem Fall haben beide etwas davon.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Gerd Altmann / pixelio.de / Quelle: Wirtschaftsblatt Thomas Pressberger
14.01.2012

DER STANDARD Kommentar - "Zu lange gezögert" von Andreas Schnauder

Herabstufungen in der Eurozone sollten die Strukturreformen beschleunigen Herabstufungen in der Eurozone sollten die Strukturreformen beschleunigen

Donnerstag war ein guter Tag für Europa. Spanien und Italien konnten genug Geld zu erträglichen Zinsen auftreiben, um für die nächsten Wochen über die Runden zu kommen. Sogar der Euro erholte sich von seiner bedrohlichen Schwäche. Doch die Atempause in der Schuldenkrise währte nicht lange. Am Freitag versetzte Standard & Poor's der neuen Euphorie einen gehörigen Dämpfer, wenngleich mit Deutschland die Euro-Lokomotive verschont blieb. Es wäre auch naiv gewesen zu glauben, dass im jungen Jahr die Lasten des alten einfach abgeworfen werden können. Viel zu schwer wiegen die vor allem hausgemachten Probleme, allen voran der Rucksack an Schulden, die Versäumnisse in der Krisenbewältigung, die Löcher in den Bankbilanzen, die Konstruktionsfehler der Währungsunion und zu allem Überdruss die sich nicht zuletzt wegen der genannten Defizite anbahnende Rezession.

Selbst wenn weitere Auktionen von Staatsanleihen der Wackelkandidaten gelingen sollten, sind die Kosten für die Europartner hoch, ist die Zahlungsbereitschaft der Investoren doch in hohem Maße den Hilfen der Europäischen Zentralbank geschuldet. Sie pumpt billiges Geld in den Finanzsektor, der damit Staatsanleihen kauft, um selbige als Sicherheit für neue Injektionen bei ihr zu hinterlegen. Dieses System gleicht zusehends einem Hütchenspiel, bei dem die EZB und damit letztlich die Allgemeinheit nur verlieren kann. Selbst abgehakt geglaubte Aufgaben kommen zurück auf das Tapet, wie der Fall Griechenland zeigt. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass Athen selbst nach einem Schuldenschnitt und neuen Hilfen von Währungsfonds und Eurozone den Umschwung nicht schafft und ein Austritt aus der Währungsunion unvermeidbar wird. In dieser hochexplosiven Situation fällt der EU nichts Besseres ein, als den im Dezember wegen des Vetos Großbritanniens unter hohen Verlusten ausgehandelten Fiskalpakt zu verwässern. Das ohnehin viel zu wenig weit gehende Abkommen droht damit zur Farce zu verkommen. Von einer Fiskalunion mit einer koordinierten Wirtschaftspolitik war das Merkel'sche Unterfangen ohnehin von Anfang an meilenweit entfernt. Nun muss Europa die Suppe auslöffeln, die keine Ratingagentur, sondern die Union sich selbst eingebrockt hat.

Der Verlust der Top-Bonitätsstufe mag zwar kein Beinbruch sein - AAA sei ohnehin eine aussterbende Spezies, kommentierte ein Analyst -, er kommt aber zur Unzeit. Der ohnehin aus Sicht der Märkte unterkapitalisierte Rettungsfonds EFSF braucht nun zusätzliche Garantien, was angesichts der Widerstände in den einzelnen Euroländern kein leichtes Unterfangen ist. Die jüngsten Vorgänge sollten nun keine Zweifel mehr daran bestehen lassen, dass sich die Eurozone nur selbst aus den Fängen der Finanzmärkte befreien kann. Erst wenn die Schulden deutlich gesenkt und keine neuen gemacht werden, wird Ruhe einkehren. Auch ein Ende des Geredes vom Kaputtsparen wäre angebracht, denn nur eine Rosskur kann die angeschlagenen Länder wieder zu Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit verhelfen. Gezögert wurde lange genug. Für Österreich im Zeitalter nach AAA heißt das: Wenn jetzt die Budgetlöcher wieder einmal großteils mit neuen Steuereinnahmen gefüllt werden, ist es angesichts der ungebremsten Ausgabendynamik nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Bonitätsherabstufung kommt.

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13.12.2011

WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Kaufen wir unsere Staatsschulden!

Umgerechnet auf Österreichs Gesamtschulden von etwa 210 Milliarden Euro würde das pro Österreicher 2625 Euro ausmachen Umgerechnet auf Österreichs Gesamtschulden von etwa 210 Milliarden Euro würde das pro Österreicher 2625 Euro ausmachen

Es mag ein Zeichen von italienischer Kreativität sein, es ist aber auch ein Beleg für das Vertrauen und den Zusammenhalt dieses Volkes, wenn es sage und schreibe um den Parmaschinken geht. Am Staatsanleihentag kauften unsere südlichen Nachbarn acht Milliarden Euro an italienischer Staatsschuld. Die Kampagne von Giuliano Melani - Besitzer einer Leasinggesellschaft -, "Wir kaufen uns unsere Staatsschuld", trägt Früchte. Anders gesagt: Wenn jeder Italiener Staatstitel von 4500 Euro kaufen würde, wären die gesamten Staatsschulden gedeckt.

Umgerechnet auf Österreichs Gesamtschulden von etwa 210 Milliarden Euro würde das pro Österreicher 2625 Euro ausmachen. Auf den ersten Blick klingt es lustig: Da finden die Italiener eine kreative Lösung für eine vorübergehende Schuldenbremse. Diese ist natürlich nicht nachhaltig. Aber allein die Idee ist ein probates Mittel für die Findung eines neuen Weges. Der Kauf der gemeinsamen Schulden kann nur ein erster Schritt sein. Dann gilt es, die Ausgaben drastisch zu reduzieren. Auch dafür kann man die Menschen gewinnen. Wer kann sich einem gemeinsamen Kraftakt verschließen, der den Staat in jene ruhigen Gewässer bringt, die keine hohen Zinswellen kennen? Also jene zusätzlichen 1,5 bis zwei Milliarden Euro für 2012 einzusparen, sollte auch den Österreichern nicht so schwerfallen. Wer nur auf Reichensteuern pocht oder bloß raschere Frühpensionierungen fordert, ist auf dem halben Weg. Was den österreichischen Politikern inklusive Opposition fehlt, ist genau die Fantasie, das Volk zu kreativen Eigenleistungen anzuspornen. Das hängt vielleicht auch mit dem permanenten Hang zum Jammern zusammen. Die Italiener fühlen sich angesprochen, sich selbst aus dem Sumpf zu holen. Dreijährige Staatspapiere waren mit einer Rendite von knapp sechs Prozent zu haben. Ist doch nicht schlecht. Und das soll Österreicherinnen und Österreicher nicht dazu animieren, auch für die Staatsschuld etwas springen zu lassen, zumal die Verzinsung besser ist als auf jedem Sparbuch?

Man kann die Leute ins Boot holen, indem man ihnen aufzeigt, was ihnen alles geboten wird, wenn sie ihre staatsbürgerlichen Pflichten wahrnehmen. Ganze 1,34 Milliarden Euro an nicht gezahlten Steuern schulden die Österreicher ihrem Staat - aus Umsatz-, Einkommen- und Körperschaftssteuer. Es wäre an der Zeit, die Schulden zu begleichen. Und aufzuhören, immer nur allen anderen die Schuld für die gewaltigen Staatsschulden zu geben. Am besten fängt jeder bei sich selbst an. Dann gäbe es keine Schuld mehr.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Wirtschaftsblatt Esther Mitterstieler

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