Wirtschaft
ÖAMTC: Klare gesetzliche und technische Rahmenbedingungen für E-Mobilität definieren
Klare gesetzliche und technische Rahmenbedingungen für E-Mobilität definieren Ab heute, 1. September, stellt das Lebensministerium 500.000 Euro an Fördermitteln für neue E-Ladestationen zur Verfügung. Damit soll noch dieses Jahr der Anreiz für 1.000 neue Ladestationen geschaffen werden. "Der ÖAMTC begrüßt jede Maßnahme, die eine leistbare, individuelle Mobilität in Einklang mit Umweltschutz bringt", stellt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Mario Rohracher, klar. "Bevor breit gefördert wird, muss man aber berücksichtigen, dass gerade bei der Elektromobilität noch viel Grundlegendes nicht geklärt ist." An erster Stelle der ÖAMTC-Forderungsliste: Klare Rahmenbedingungen, sowohl gesetzliche, als auch technische.
Derzeit gibt es zwei Arten, leere Akkus zu laden:
* Zum einen über normale Haushalts-Steckdosen (herkömmliche 230 Volt-Technologie). Der Vorteil: Das können Privatpersonen mit entsprechenden Anschlüssen in Garagen nutzen und auch Firmen jederzeit ihren Mitarbeitern und Kunden anbieten. Der Nachteil: Der Ladevorgang dauert mindestens acht Stunden. "Es braucht also viel Zeit und Platz", fasst Rohracher zusammen.
* Zum anderen gibt es die Möglichkeit von Schnell-Ladestationen (Starkstrom). "Wenn E-Mobilität massentauglich werden soll, ist das zumeist die einzig wirklich sinnvolle, weil leistungsfähige Ladeinfrastruktur", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. "Genau dafür fehlen aber definierte Standards." Ungeklärt ist laut Club vor allem: Wie sieht ein einheitliches Steckerformat aus? Aber auch wirtschaftliche Fragen stellen sich: Wer darf Strom verkaufen? Wer legt die Tarife fest? Wie schaut die Preisauszeichnung aus? Wie läuft der Bezahlvorgang?
Der Club appelliert deshalb an die Politik, ein einheitliches System zu definieren und auf dieser Basis Förderungen zu vergeben. "Nur so ist gewährleistet, dass man in Zukunft mit jedem Elektrofahrzeug auch an jeder Elektrotankstelle zu fairen Preisen tanken und einheitlich bezahlen kann", sagt Rohracher abschließend.
Müssen Knödel rund sein? Tiroler Gastro- und Hotelfachmesse ante portas
Müssen Tiroler Knödel rund sein? Wo spare ich am meisten Energie? Diese und viele andere Fragen beantwortet die fafga `10 Müssen Tiroler Knödel rund sein? Wo spare ich am meisten Energie? Diese und viele andere Fragen beantwortet die fafga `10, die Fachmesse für innovative Gastlichkeit, vom 12.-15. September auf der Messe Innsbruck.
250 Aussteller zeigen die neuesten Produkte, darunter die erste zertifizierte Raucherkabine. 52 Vorträge informieren und geben wertvolle Tipps zur Optimierung von Tourismusbetrieben. Im Vordergrund des Interesses der diesjährigen fafga steht die "Sanierungsoffensive für die Hotellerie", wo sich führende Firmen zum Thema Bauen, Sanieren und Energiesparen in einer großen Leistungs- und Beratungsschau auf über 1000 m2 präsentieren. Beim neuen Themenschwerpunkt "Tiroler Hotel Know-how auf dem internationalen Markt" zeigen gebürtige Tiroler den Weg ihres Erfolges auf und führen mit best practice Beispielen zu den schönsten Hotels der Welt. Die Europakonferenz des Weltverbandes der Köche bringt die Gourmet-Elite nach Innsbruck. Meisterhaftes zeigt auch die 1. Internationale Tiroler Barista Meisterschaft und - ganz neu im Programm - die 1. Internationale Tiroler Latte Art Meisterschaft. Das fafga Symposium des Clusters Wellness Tirol steht unter dem Titel "Der Gast im Jahr 2020 - eine Branche im Wertewandel". Neben diesen Schwerpunkten zeigt die fafga auch ihr bewährtes Programm mit vielen Highlights, die letztes Jahr 15.700 Besucher auf die Fachmesse für innovative Gastlichkeit gelockt haben: Wein-, Bier- und Spirits-Degustationslounge, Big Cooking Contest, Kunst im Gastraum, Tiroler Bierzapfwettbewerb, Deko-Wettbewerb "Tischkultur vom Feinsten", Tag der Tiroler Tourismuswirtschaft und vieles andere mehr.
Die fafga ist auch eine Plattform für den touristischen Gedanken- und Erfahrungsaustausch und Treffpunkt für alle, die über den Tellerrand schauen und nicht auf der Stelle treten wollen. Auch im Tourismus gilt die Devise: die Zeichen der Zeit erkennen heißt, Maßstäbe für die Zukunft setzen.
Berlakovich: Die größte Photovoltaik-Förderaktion Österreichs
"Wir haben für heuer die Fördersumme fast verdoppelt", erklärte Umweltminister Niki Berlakovich zum Start der PV-Aktion des Klima- und Energiefonds im Juni dieses Jahres, denn "der Ausbau der Photovoltaik ist die zukunftsweisende Technologie zur klimafreundlichen Produktion von Strom. Die Förderaktion leistet einerseits einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des Zieles von 34% Anteil erneuerbare Energie in Österreich, bringt das Land auch einen großen Schritt weiter in Richtung Energieautarkie und schafft green jobs.", so der Umweltminister.
Zielgruppe der "Förderaktion Photovoltaik 2010" sind ausschließlich private Haushalte, die eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung bis zu fünf Kilowatt-Peak installieren wollen. "So viel Geld stand für die Förderung der PV in Österreich noch nie zur Verfügung", betont Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds und präzisiert: "Mit diesen 35 Millionen Euro können dreimal so viele Anlagen wie 2009 gefördert werden. Das sind in Summe mindestens 5.500 Anlagen." Auch Österreichs Wirtschaft profitiert von der PV-Aktion mit rund 110 Millionen Euro an zusätzlichen Umsätzen.
Wer sich für eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage entscheidet, kann außerdem mit höheren Fördersätzen als für eine klassische Aufdach-Anlage rechnen. Diese innovative Technologie übernimmt eine direkte Gebäudefunktion, zum Beispiel als Fassade, Dach, Balkonverkleidung oder sogar Sonnenschutz. "Die Spezialisierung österreichischer Unternehmen auf gebäudeintegrierte Photovoltaik gilt als die Zukunftshoffnung auf dem internationalen Markt. Dieser neue Baustoff ermöglicht völlig neue architektonische Lösungen und kann so ein Symbol für den Aufbruch in das Solarzeitalter werden", ist Höbarth überzeugt.
Die Förderaktion 2010 schließt direkt an die Förderung des Vorjahres an. 2009 konnten mit einem Fördervolumen von rund 20 Millionen Euro insgesamt über 1.800 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 8,400 kW errichtet werden.
Der Klima- und Energiefonds hat, um der zu erwartenden großen Nachfrage gerecht zu werden, das Einreichverfahren optimiert und die technischen Systeme erweitert. Das Einreichverfahren ist nun zweistufig gestaltet. Die Einreichtage sind nach Bundesländern gestaffelt. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online und nach dem "first-come - first-served" Prinzip. Das heißt, die Förderungen werden nach dem Einlangen der Ansuchen pro Bundesland gereiht und vergeben.
Voraussetzung für eine gültige Einreichung ist ein verbindliches Angebot.
Rotwein-Anteil an Rebfläche klettert auf ein Drittel
Im Zeitraum zwischen 1999 und 2009 hat sich die Riedenlandschaft in Österreich sichtbar verändert. Wie aus der jüngsten Weingartengrunderhebung der EU hervorgeht, ist die mit Weißweinsorten bepflanzte Fläche in diesen zehn Jahren um rund 18 Prozent auf knapp 30.000 Hektar zurückgegangen. Im Gegenzug dazu haben die Rotweinflächen um über 27 Prozent auf fast 16.000 Hektar zugelegt. Damit besteht die gesamte Rebfläche in Österreich nun zu zwei Dritteln aus Weiß-, zu einem Drittel aus Rotwein.
"Dieses Verhältnis ist in Ordnung, denn es entspricht unseren Markt- und Exportgegebenheiten", erklärt Josef Pleil, Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes, gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Ein weiteres Wachstum des Rotwein-Anteils sei nicht wünschenswert, weil "wir bei den Roten ohnehin starken Importdruck spüren, insbesondere im Billigsegment." Nicht nur aus Italien, Frankreich und Spanien würden Tausende Rotweinflaschen in die Regale der heimischen Supermärkte drängen, sondern auch immer mehr aus Produktionsländern außerhalb Europas, wie z.B. Australien oder Argentinien.
Wichtig sei, dass "wir im Handel das gesamte dort vorhandene Preisband mit österreichischen Weinen bedienen können", betont Pleil. Das dürfte schon in naher Zukunft ein schwieriges Unterfangen werden, werden doch die heurigen Wetterkapriolen die Weinproduktion deutlich unter zwei Millionen Hektoliter drücken. In einem Jahr mit normalem Witterungsverlauf sind es 2,5 bis 2,7 Millionen Hektoliter.
Trotz der zu erwartenden geringen Erntemenge rechnet der Weinbau-Präsident mit einem qualitativ sehr guten Jahrgang 2010. "Jetzt brauchen die Trauben einen langen sonnigen Herbst mit warmen Tagen und kühlen Nächten." Anhaltender Regen jedoch berge die Gefahr von Beerenfäulnis, was einen weiteren Mengenverlust bewirken würde.
100 Prozent Erneuerbare Energien bis 2050 möglich
Ein Umbau des gesamten europäischen Elektrizitätssystems auf 100 Prozent Erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 ist möglich. Das ist das Ergebnis einer Studie von McKinsey.
"Das Szenario mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien liefert genauso verlässlich und kostengünstig Strom wie andere Niedrig-CO2-Szenarien, die noch auf Kernkraft oder Kohle setzen", meint Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch. Es gebe keinen vernünftigen Grund mehr, auf diese Risikotechnologien zu setzen.
Trotz konservativer Berechnungen positives Urteil
Aufmerksamkeit verdiene die Studie insbesondere, weil sie mit sehr konservativen Zahlen der Energieindustrie rechnet und somit die Leistungsfähigkeit der erneuerbaren Energien eher unter- als überschätzt, berichtet Germanwatch auf seiner Homepage. Die Studie wurde in Beratung mit den großen Energieversorgungsunternehmen und nach Gesprächen mit einigen Nichtregierungsorganisationen, darunter auch Germanwatch, erstellt. Die Ergebnisse verantworten allerdings alleine McKinsey und die Europäische Klimastiftung.
"Zunächst gab es bei den Industrieakteuren sogar Zweifel, ob ein Szenario mit der Nutzung von 80 Prozent Erneuerbaren Energien bis 2050 mit vernünftigen Kosten und derselben Netz- und Systemsicherheit für die EU machbar sei", so Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. Schließlich zeigte sich, dass sogar eine hundertprozentige Versorgung mit derselben Sicherheit und zu denselben Kosten möglich ist.
Erneuerbare schneiden am besten ab
"Wenn die höheren Ölpreise der jüngsten Szenarien der Internationalen Energieagentur sowie höhere Kosten für die umstrittene Kernkraft zugrunde gelegt würden, würde das Erneuerbaren-Szenario sogar am besten abschneiden", erklärt Bals. Im 100-Prozent-Szenario werden 15 Prozent Stromgewinnung aus nordafrikanischen Wüsten berücksichtigt.
"Bei der Stromversorgung der Zukunft stellt sich in erster Linie die Frage der Verfügbarkeit der Primärenergie. Dadurch ist es nur logisch, dass jene Energieträger, bei denen die Primärenergie kostenlos und in gigantischem Ausmaß verfügbar ist, auch wirtschaftlich obsiegen werden", meint Hans Kronberger, Präsident des Bundesverbandes Photovoltaic Austria.
Erneuerbare Energien garantieren Versorgungssicherheit
"Versorgungssicherheit und Preisstabilität sind die wichtigsten strategischen Punkte bei einer mittelfristigen Energieversorgung", betont der Experte. "Diese können ausschließlich die regenerierbaren erneuerbaren Energieträger gewährleisten, daher stehen wir mit der Verknappung der fossilen Rohstoffe an einer dramatischen Energiewende", meint Kronberger.
Je früher die Politik dies erkenne, desto wirtschaftlicher wird auch der Übergang sein. Das Photovoltaikpotenzial übersteige zehntausendfach den gesamten Weltenergiebedarf. "Auf Grund der weltweiten Uranknappheit wird die Atomstromerzeugung im Jahr 2050 keine Rolle mehr spielen, ansonsten weist die Studie den richtigen Weg", so Kronberger abschließend.
Höchstgelegene E-Ladestation der Welt an der Großglocknerstraße
Dr. Johannes Hörl (kfm. Direktor, Großglockner Hochalpenstraßen AG), Hr. Franz Brandstätter (Verkehrsdienst, Großglockner Hochalpenstraßen AG) und Mag. Werner Pietsch (Marketingchef KELAG). Auf der Kaiser-Franz-Josef-Höhe, in 2.369 m Seehöhe, errichtete die KELAG Netz GmbH in Kooperation mit der Großglockner Hochalpenstraßen AG die höchst gelegene E-Ladesäule der Welt.
Diese moderne Ladesäule ist mit dem für E-Fahrzeuge in Europa vorgesehenen Mennekes-Steckern ausgerüstet. "Die Batterien von zwei Fahrzeugen kann gleichzeitig mit je 22 kW aufgeladen werden. Damit kann ein elektrisch betriebener Mittelklassewagen in rund einer Stunde 'vollgetankt' werden", erläutert Kelag-Vorstandssprecher Hermann Egger. Ab sofort kann jedes Elektroauto die E-Ladesäule auf der Kaiser-Franz-Josef-Höhe nutzen.
Mit dem Tesla von Essen nach Istanbul
In etwa ein Monat nach der Errichtung der Ladestation, am 18. September 2010, macht ein E-Sportwagen Tesla von RWE auf der Kaiser-Franz-Josef-Höhe Station - auf seiner 13 Tage dauernden und 4.000 km langen Fahrt von der europäischen Kulturhauptstadt Essen in die europäische Kulturhauptstadt Istanbul. Diese Fahrt soll beweisen, dass mit Elektro-Autos auch große Strecken bewältigt werden können. Die Etappe über die Großglockner Hochalpenstraße wird zeigen, dass E-Autos auch problemlos anspruchsvolle Bergstraßen bewältigen können.
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Kleinen Kinos macht die teure Digitaltechnik zu schaffen
Auf Druck der großen US-amerikanischen Filmproduktionskonzerne und Verleihfirmen, wie Disney, United Artists oder Columbia, müssen schon in Kürze alle Leinwände von der alten analogen auf die moderne Digitaltechnik umgerüstet werden. In Niederösterreich gibt es rund 30 Kinobetreiber, die 100 Leinwände mit Filmen aller Kategorien bespielen. Einem Teil dieser Unternehmen, vor allem den kleinen Programmkinos, droht jetzt Ungemach. Denn auf Druck der großen US-amerikanischen Filmproduktionskonzerne und Verleihfirmen, wie Disney, United Artists oder Columbia, müssen schon in Kürze alle Leinwände von der alten analogen auf die moderne Digitaltechnik umgerüstet werden.
"Das kostet pro Leinwand etwa 60.000 Euro", teilt Franz Lampesberger, Obmann der Fachgruppe der Lichtspieltheater und Audiovisionsveranstalter in der NÖ Wirtschaftskammer dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Diesen Betrag aufzubringen, sei für die Multiplex-Center mit ihren hohen Zuschauerzahlen kein Problem, für kleine Kinos sehr wohl. Knapp 50 Leinwände zwischen Enns und Leitha harren noch der Digitalisierung.
"Wir verhandeln gerade mit dem Land Niederösterreich, der Wirtschaftskammer und den Verleihfirmen darüber, wie man die Umrüstung bestmöglich finanzieren kann", gibt Lampesberger bekannt. Er erwarte sich eine Unterstützung des Landes, zumal "jeder Kinostandort auch ein Teil des kulturellen Angebotes in Niederösterreich ist." Auch in Tirol habe eine entsprechende Förderspritze des Landes kleine Lichtspieltheater im Zuge der Digitalisierung über Wasser gehalten.
Im Vorjahr haben rund zwei Millionen Zuschauer die niederösterreichischen Kinos besucht. Heuer rechnet Lampesberger mit einem leichten Rückgang, weil "weniger attraktive Familienfilme auf den Markt gekommen sind und wir natürlich die Konkurrenz der Fußballweltmeisterschaft gespürt haben." Für 2011 seien aber bereits wieder einige publikumsträchtige Streifen in Aussicht.
Rückgang der Baubewilligungen in Österreich bis 2011
Die aktuelle WIFO-Prognose der Wohnbaubewilligungen zeigt einen anhaltend rückläufigen Trend. 2009 sank die Zahl der Baubewilligungen gegenüber dem Vorjahr um 2%, ein etwas stärkerer Rückgang wird für 2010 und 2011 erwartet (jeweils -4% bzw. -1.500 Einheiten; Übersicht 1). 2010 wird mit insgesamt 38.900 Baubewilligungen gerechnet. Davon entfallen knapp ein Drittel (14.000 Einheiten) auf Ein- und Zweifamilienhäuser, etwa 18.700 Einheiten sind Wohnungen in Mehrgeschoßbauten und etwas über 6.000 An-, Um- und Zubauten sowie sonstige Wohneinheiten.
Gegenüber der letzten Prognose vom März 2010 wurden die Ergebnisse für 2009 etwas hinaufrevidiert, die Erwartung einer rückläufigen Entwicklung für 2010 und 2011 bleibt angesichts der schleppenden gesamtwirtschaftlichen Erholung nahezu unverändert. Für Wien wurde eine Zuschätzung der Wohnbaubewilligungen anhand von Förderzusagen vorgenommen, um eine durch die neue Erhebungsform bedingte Unterschätzung zu beheben. Das Niveau der Baubewilligungen ist dadurch erhöht. Die Baubewilligungen pro Kopf liegen in Österreich weiter über dem Durchschnitt der 19 Euroconstruct-Länder - ein Hinweis auf die Stabilität des österreichischen Wohnbaus (Übersicht 2).
Dennoch werden die Wohnbauinvestitionen durch die rückläufige Entwicklung im Wohnungsneubau gedämpft. Sie bilden mit mehr als einem Drittel aller Bauinvestitionen eine wichtige Komponente der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Nach deutlichen Einbußen 2009 schrumpften die realen Wohnbauinvestitionen auch im I. Quartal 2010. Dies könnte negative Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Produktion und den Arbeitsmarkt mit sich bringen.
Wegen des Strukturwandels infolge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise ist die vorliegende Prognose der Baubewilligungen von erhöhter Unsicherheit geprägt: Neben einem möglichen Druck zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte sind Auswirkungen auf Höhe und Struktur der Zuwanderung, eine Präferenz für Immobilien als wertbeständige Anlage gegenüber Finanzprodukten und Änderungen in der Art der Immobilienfinanzierung nur einige Faktoren, die die Zahl der Baubewilligungen maßgeblich beeinflussen können.
Mitterlehner: Exportziel von 100 Milliarden Euro erreichbar
"Die heimische Exportwirtschaft ist die wichtigste Konjunkturstütze auf dem Weg aus der Krise", sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner angesichts der stark steigenden Exportzahlen für das erste Halbjahr. Von Jänner bis Juni liegen die Exporte mit einem Volumen von 53,5 Milliarden Euro um 12,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. "Wir haben die richtigen Schwerpunkte gesetzt und sind daher auf dem besten Weg, unser Exportziel von 100 Milliarden Euro für 2010 zu erreichen. Entscheidend dafür ist, dass sich unsere Unternehmen nicht nur in Deutschland beweisen, sondern auch immer mehr neue Märkte außerhalb der EU erobern. Derzeit sind wir mit dieser Positionierung in einer Win-Win-Situation", sagt Mitterlehner.
Dieser Trend wird durch die vorliegenden Exportzahlen untermauert. Im ersten Halbjahr sind die österreichischen Exporte nach Deutschland um 15 Prozent gestiegen, in Drittstaaten außerhalb der EU um 12,1 Prozent. "Wir profitieren von der engen Vernetzung mit Deutschland als Zulieferer sowie von der Erschließung wachstumsstarker Exportmärkte wie China, Indien und Brasilien. Allein die Exporte nach China sind im ersten Halbjahr 2010 um 42,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gestiegen", betont Mitterlehner. Der Export sei jedenfalls weiterhin die zentrale Konjunkturstütze: "Die Exportstärke ist unser wichtigster Trumpf für ein echtes, sich selbst tragendes Wirtschaftswachstum in Österreich", so Mitterlehner.
Alpenresort Schwarz als Finalist des European EFQM Excellence Award
Das renommierte Hotel Schwarz am Mieminger Plateau erreichte 2010 als einziges europäisches Hotel die begehrte Finalnominierung für den EFQM Qualitätspreis. "Die EFQM mit Sitz in Brüssel, die den wichtigsten Qualitätspreis für erfolgreiche Unternehmen vergibt, hat uns als erstes österreichisches Hotel zur prestigeträchtigen Finalveranstaltung nach Bilbao eingeladen. Das EFQM-Modell wird branchenübergreifend angewandt und wir zählen bereits jetzt zu den 13 besten Bewerbern", freut sich Franz-Josef Pirktl, Inhaber des bekannten Hotels am Tiroler Mieminger Plateau. Besonders bemerkenswert: dem Alpenresort Schwarz gelang 2010 als einzigem europäischen Hotel die begehrte Finalnominierung. Zur Auswahl der Finalisten wurde jeder Betrieb von einem unabhängigen Team eine ganze Woche lang genauestens untersucht. Mit mehr als 500 Mitgliedern in über 55 Ländern und 50 Branchen bietet die EFQM eine einzigartige Plattform für Unternehmen, um voneinander zu lernen und die Qualität zu verbessern. Die besten aus den 30.000 Unternehmen, welche das Modell anwenden, haben jährlich die Möglichkeit, sich für den European Excellence Award zu bewerben. "Das EFQM-Modell lässt sich auf produzierende und auf Dienstleistungsunternehmen anwenden und diese damit objektiv vergleichen", erklärt Waltraud Dietrich, CMC, Qualitätsbeauftragte im Alpenresort Schwarz. Mit der Einführung des EFQM-Modells 2004, unterstützt durch die Beraterfirma QMS in Ensdorf, legte die Gastgeberfamilie Pirktl den Grundstein für die systematische Weiterentwicklung des bekannten Leitbetriebes.
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Eröffnung: ADEG Bachnetzer in Nassereith glänzt in modernem Design
v.l.n.r.: Manfred Krismer und Harald Böss, Errichter und Eigentümer des Gesamtobjektes; Reinhold Falbesoner, Bürgermeister der Gemeinde Nassereith; Sabine Larcher und Alexander Bachnetzer, ADEG Kaufmann und seine Lebensgefährtin sowie Johann Draschl, ADEG Vertriebsleiter Süd. Mit rund 5.000 Artikeln bietet der neue ADEG Markt von Kaufmann Alexander Bachnetzer an der Fernpassstraße 12 im Tiroler Nassereith alles, was das Einkaufsherz begehrt. Auf einer, im Vergleich zum alten Standort mehr als verdoppelten, Verkaufsfläche von 510 m2 präsentiert sich den KundInnen die gesamte ADEG Welt an Markenartikeln, Eigenmarken-Produkten sowie regionalen Spezialitäten. Das Highlight: Als österreichweit sechster Standort wurde der Markt im neuen ADEG Shopkonzept gestaltet und wartet nun mit modernstem Interieur auf.
"Wir haben unseren ADEG Markt an dem neuen Standort komplett umgestaltet und freuen uns, unseren Kundinnen und Kunden nun eine noch größere Auswahl an Produkten und - mit dem frischen Design - ein noch ansprechenderes Einkaufserlebnis bieten zu können", erklärt ADEG Kaufmann Alexander Bachnetzer anlässlich der Eröffnung seines neuen Marktes. Die Produktpalette des Shops ist vielfältig und bietet alles, was das Herz begehrt - von Markenartikeln über Eigenmarken-Produkte der REWE International AG wie clever und Ja! Natürlich bis hin zu regionalen Schmankerln. Ein besonderer Schwerpunkt im Sortiment von ADEG Bachnetzer sind außerdem Feinkost- und Convenience-Produkte. "Auch in Sachen Energieeffizienz setzen wir mit dem neuen Markt ein Zeichen: So haben wir die Tiefkühlmöbel mit Glastüren ausgestattet - das spart nicht nur Energie und Kosten, sondern ist durch die Präsentation und Schlichtung übersichtlicher gestaltet und schont vor allem auch Umwelt und Klima", so Bachnetzer.
Maklerprovisionen werden gesenkt
Das bringt für die Mieter eine Entlastung im Schnitt von rund 800 Euro“, sagt AK Präsident Herbert Tumpel. „Endlich werden jetzt die Maklerprovisionen für Mieter von Wohnungen oder Einfamilienhäusern gesenkt, die ohnehin im europäischen Vergleich im Spitzenfeld liegen. Das bringt für die Mieter eine Entlastung im Schnitt von rund 800 Euro“, sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Damit hat Minister Reinhold Mitterlehner eine langjährige Forderung der AK erfüllt. „Es wurde eine entscheidende Entlastung für die Mieter und Mieterinnen erreicht. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer gerechteren Verteilung der Lasten im Sinne der Mieter.“
Für Wohnungskäufer gibt es allerdings keine Entlastung bei der Maklerprovision. Sie bleibt bei drei Prozent des Kaufpreises. „Das ist angesichts der steigenden Wohnungspreise eine viel zu hohe Belastung. Hier muss nachgebessert werden“, fordert Tumpel. Nachbesserungen fordert die AK auch bei jenen Fällen, in denen eine Tochter- oder Subfirma des Vermieters oder Bauträgers als Makler auftritt, dies wird aus Sicht der AK derzeit unzulässiger Weise als „unabhängige Vermittlungstätigkeit“ gewertet. Die AK fordert ein Verbot von Provisionszahlungen in solchen Fällen.
Laut der Veröffentlichung des Wirtschaftsministeriums wird die Änderung der Immobilienmaklerverordnung mit 1.September 2010 in Kraft treten. Damit wird die maximal zulässige Mieterprovision gesenkt: Nur noch zwei statt drei Bruttomonats-Mieten darf die Provision bei jenen betragen, die unbefristete oder auf über drei Jahre befristete Mietverträge haben; nur noch eine statt zwei Bruttomonatsmieten bei jenen, die auf drei oder weniger Jahre befristete Mitverträge haben.
Zusätzlich zur Senkung der Provision für den „normalen“ Makler wird auch die Provision für makelnde Hausverwalter gesenkt. Sie durften bisher maximal zwei Bruttomonatsmieten verlangen, in Zukunft nur mehr eine. Bei auf drei Jahre und kürzer befristeten Mietverträgen dürfen Hausverwalter nur mehr eine halbe Bruttomonatsmiete verlangen.
AVIVA wird 3 Jahre alt und erreicht bereits 80% Jahresauslastung
AVIVA wird 3 Jahre alt und erreicht bereits 80% Jahresauslastung Das 1. Singlehotel in Europa AVIVA make friends in St. Stefan am Walde im Mühlviertel feiert Ende August den 3. Geburtstag und erreicht bereits jetzt eine Jahresauslastung von 80%.
"18 Millionen Singles im deutschsprachigem Raum und kein Hotel für diese ständig wachsende Zielgruppe" - dies war der Grund für Werner Pürmayer nach dem Hotel BERGERGUT (ausschließlich für Paare) eine touristische Lebenswelt für Singles, Alleinreisende und Freundesgruppen in St. Stefan zu errichten und 17 Mill. Euro zu investieren. Nach spannenden Herausforderungen in der ersten Zeit geht nun eine Tourismusvision in Erfüllung und mit 80% Jahresauslastung hat sich nun auch der Erfolg bereits eingestellt. Mit einem vielfältigen Mix aus Sport-, Aktiv-, Eventprogramm und Personal Coaches konnten bereits zahlreiche Stammgäste vor allem aus Österreich, Deutschland und der Schweiz gewonnen werden. Gäste, die Ihren Urlaub nicht unter Paaren und Familien, sondern Urlaub unter Gleichgesinnten und "kinderlos" verbringen wollen. "Menschen können sich in Facebook virtuell kennenlernen, im AVIVA aber in Wirklichkeit", meint Christian Grünbart, AVIVA Hoteldirektor, der zusammen mit seinem Team den Gästen einen hochqualitativen und niveauvollen Urlaub in der Lebenswelt AVIVA bietet. "Wir brauchen nicht verkuppeln, denn wir sehen wie sich täglich neue Freundschaften von alleine entwickeln!", so Grünbart. Mittlerweile umfasst das AVIVA Team bereits 60 Mitarbeiter und ist somit im oberen Mühlviertel bereits ein bedeutender Arbeitgeber geworden.
Im Juli und August ist das AVIVA durchgehend ausgebucht gewesen und im 4. Jahr will man eine Jahresauslastung von 90% erreichen. Dies soll unter anderem mit dem Ausbau des Sport- und Aktivprogramms und der technischen Erweiterung erreicht werden. So steht z. B. jedem AVIVA Gast kostenlos ein Apple IPad zur Verfügung.
Beatrix Karl: Verstärkte Zusammenarbeit mit Montenegro im Bereich Wissenschaft und Forschung
Beatrix Karl und die montenegrinische Europaministerin Gordana Durovic bei einem Arbeitsgespräch in Alpbach Auf Einladung von Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl nimmt die montenegrinische Europaministerin Dr. Gordana Durovic heuer am Europäischen Forum Alpbach teil. Am Beginn des Besuchs stand ein Arbeitsgespräch der beiden Ministerinnen. "Im Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung gibt es bereits eine sehr gute Zusammenarbeit. Ziel ist es, die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Österreich und Montenegro weiter zu verstärken", weist Beatrix Karl auf das Abkommen über die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit der beiden Länder hin, das im Vorjahr unterzeichnet wurde und heuer in Kraft getreten ist.
Unter anderem gibt es im Rahmen des BMWF-Lektoratsprogramms zum Unterricht der deutschen Sprache, Literatur und Landeskunde Österreichs an ausländischen Universitäten einen Lektoratsstandort in Montenegro. Auch im Rahmen des Mobilitätsprogramms CEEPUS (Central European Exchange Program for University) findet ein Austausch zwischen Montenegro und Österreich statt. Montenegro ist aktuell Partner in insgesamt zwölf CEEPUS-Netzwerken, in drei Viertel dieser Netzwerke kooperieren sie auch mit österreichischen Partnern.
Weiters arbeiten österreichische und montenegrinische Hochschul- und Forschungseinrichtungen auch bei EU-Programmen zusammen, unter anderem im Rahmen von TEMPUS und ERASMUS MUNDUS und besonders erfolgreich im 7. Forschungsrahmenprogramm. An 53 Prozent jener Projekte, an denen montenegrinische Forschungseinrichtungen beteiligt sind, arbeiten auch österreichische Partner mit.
Auswirkungen des Grenzgängerabkommens auf die burgenländische Wirtschaft
Im Jahr 1998 wurde ein Grenzgängerabkommen mit Ungarn geschlossen, um die grenzüberschreitende Wanderung zu erleichtern. Seitdem arbeiteten rund 2.400 ungarische Staatsangehörige im Rahmen dieses Abkommens im Burgenland. Dabei wurde eine Gruppe von Arbeitskräften angesprochen, die auf dem österreichischen Arbeitsmarkt relativ erfolgreich waren: Sie wiesen im Durchschnitt eine höhere Beschäftigungswahrscheinlichkeit auf, waren länger beschäftigt und bezogen höhere Löhne als andere ungarische Arbeitskräfte. Die Zuwanderung im Rahmen des Grenzgängerabkommens hatte im Burgenland langfristig (kumuliert über 17 Jahre) eine Steigerung der Wirtschaftsleistung um 0,5% bis zu 3,4% gegenüber einem Szenario ohne Grenzgängerabkommen zur Folge, die gesamtwirtschaftlichen Löhne wurden gegenüber dem Basisszenario um höchstens 0,8% gedämpft.
Vor allem die Landwirtschaft, das Beherbergungs- und Gaststättenwesen, das Bauwesen und das Transportwesen profitierten von der Zuwanderung. Dies trug zu einer Verschiebung der burgenländischen Wirtschaftsstruktur in Richtung dieser Sektoren bei. Während das Lohnniveau insgesamt kaum gedrückt wurde, ergab sich in einigen Bereichen allerdings ein höherer Lohnrückgang. Dies waren vor allem Branchen, in denen viele Grenzgänger und Grenzgängerinnen Beschäftigung fanden.
Im Rahmen des Grenzgängerabkommens kamen zumeist junge männliche Arbeitskräfte mit mittlerer Qualifikation ins Burgenland, die häufig in der Landwirtschaft und im Tourismus arbeiteten. Dementsprechend trug die Zuwanderung nicht zu einem Strukturwandel in Richtung jener Branchen bei, die höhere Qualifikationen nachfragen, sondern betraf vor allem die Bereiche mit kräftigem Beschäftigungswachstum. Geographisch konzentrierte sich die Beschäftigung von Grenzgängern und Grenzgängerinnen auf das Nordburgenland.
Durch die Zusammenarbeit im Rahmen des Abkommen konnten die österreichische und die ungarische Arbeitsmarktverwaltung wichtige Erfahrungen im Bereich des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktmanagements aufbauen, die auch nach dem Ende der Übergangsfristen für die Freizügigkeit der Arbeitskräfte in der EU genutzt werden können.
Grundsteinlegung für Zentrallager von LIBRO, PAGRO und eplus
(v.l.) Dir. Peter Schmitl (Dir. Wibag), Dr. Josef Taus (MTH Aufsichtsrat), Bgmst. Werner Huf (Gemeinde Müllendorf), LH Hans Niessl, Ing. Ferdinand Hager (GF A3 Businesspark), Dr. Martin Waldhäusl (MTH Geschäftsführer), LH-Stv. Mag. Franz Steindl, Mag. Thomas Zechner (LIBRO-Geschäftsführer) bei der Grundsteinlegung des Zentrallagers Die Handelsunternehmen LIBRO, PAGRO und eplus sollen in Zukunft von einem zentralen Standort aus beliefert werden. Zu diesem Zweck errichtet die MTH-Handelsgruppe, zu der die drei Unternehmen gehören, in Müllendorf auf ca. 51.000 m² ein neues, hochmodernes und leistungsfähiges Zentrallager für den österreichischen Markt. Im Herbst 2011 soll es mit vorerst 85 Mitarbeitern seine Pforten öffnen. Es werden 36 Mio. Euro investiert. Am 25. August erfolgte die Grundsteinlegung zum neuen Zentrallager durch MTH-Konzernvorstand Dr. Josef Taus und MTH-Geschäftsführer Dr. Martin Waldhäusl, LH Hans Niessl, LH-Stv. Mag. Franz Steindl, Dir. Peter Schmitl von der WiBAG sowie dem Müllendorfer Bürgermeister Werner Huf.
Die drei Unternehmen LIBRO, PAGRO und eplus haben ihre Lager bisher auf vier verschiedenen Standorten betrieben. Dadurch entstehen der MTH-Gruppe hohe Kosten durch die mehrfache Verwaltung, aufwändige interne Logistikprozesse und hohen Zwischenlagerverkehr mit LKWs. „Deshalb fiel die Entscheidung für ein gemeinsames Zentrallager“, berichtete Dr. Martin Waldhäusl, Geschäftsführer der MTH-Gruppe, bei der gestrigen Grundsteinlegung in Müllendorf. „Das neue Zentrallager für ganz Österreich ist für die MTH-Gruppe ein ganz besonderes Vorhaben“, so MTH-Konzernvorstand Dr. Josef Taus dazu. Für Müllendorf ist es nach dem Logistikzentrum von Lidl und Kolarz das dritte Zentrallager. Bürgermeister Werner Huf ist von den Standortvorteilen seiner Gemeinde überzeugt: „Wir haben einen eigenen Bahnhof und eine direkte Anschlussstelle an die A3“. WiBAG-Direktor Peter Schmitl hob ebenfalls die hochrangige Verkehrsanbindung sowie beste Standortbedingungen hervor. Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Franz Steindl betonte in seiner Festrede, dass auch rasche Verfahren sich positiv auf den Wirtschaftsstandort Burgenland auswirken würden, weiters sagte er: „Das Burgenland soll weiter wirtschaftsfit gemacht werden“.
„Das Projekt mit einer Investition von 36 Mio. Euro und 85 Arbeitsplätzen ist ein Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes“, zeigte sich Landeshauptmann Hans Niessl froh über diese Standortentscheidung. Die Standortwahl sei eine Bestätigung für die Stärken und die Qualität des Wirtschaftsstandorts Burgenland. „Am Beispiel von Müllendorf ist sehr gut belegbar, dass Verkehrswege Lebensadern der Wirtschaft sind“, hob auch der Landeshauptmann die günstige Verkehrsinfrastruktur von Müllendorf hervor.
Das Bauprojekt wird von der Europäischen Union gefördert. Der bis zu 26 Meter hohe Bau soll bis Juni 2011 fertig gestellt werden und nach einem Probebetrieb im Herbst in Echtbetrieb gehen.
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Pröll: "Wir unterstützen die Wasserkraft"
"Als Mehrheitseigentümer tragen wir Verantwortung und sind froh über diese energiepolitisch wichtige Entscheidung", zeigt sich Finanzminister Pröll erfreut über den heutigen Ministerratsbeschluss zur Verbund-Kapitalerhöhung. Aufgrund einer Verfassungsbestimmung muss der Bund mindestens 51 Prozent am Verbund halten. Deshalb ist eine Kapitalerhöhung beim Verbund nur möglich, wenn der Bund mitzieht. Mit dem heutigen Beschluss stellt die Republik nun 510 Millionen Euro für die Kapitalaufstockung bereit.
Insgesamt beabsichtigt der Verbund für sein Investitionsprogramm eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von rund 1 Milliarde Euro durchzuführen. Dadurch wird dem Verbund ermöglicht, zusätzliche Investitionen in Österreich im Ausmaß von 2,5 Milliarden Euro zu tätigen und so rund 37.000 Arbeitsplätze im Inland zu sichern. "Mit diesem Schritt fördern wir den Ausbau von sauberen Energieformen und setzen ein klares Bekenntnis zur Wasserkraft. Der Verbund kann nun Kraftwerksprojekte mit großer wirtschaftspolitischer Bedeutung realisieren", schloss Pröll.
Bundesverband Photovoltaik: Neues aus Entenhausen
Als "absolute Ente" bezeichnet der Techniker Thomas Hielscher vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Deutschland die Behauptung, die deutsche Feuerwehr habe Gebäude mit PV-Dächern aus Gründen der Gefahr vor einem Stromschlag ohne Löschversuch abbrennen lassen. Beim BSW wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Feuerwehrverband und speziell mit der Brandwache München an exakten Untersuchungen über potentielle Gefahren bei Bränden mit PV-Anlagen gearbeitet. Die schriftlichen Ergebnisse werden im Herbst vorliegen. So viel kann aber heute schon gesagt werden, es sei eine absolute Zeitungsente, die immer wieder im Sommerloch der Informationsindustrie auftaucht, dass deutsche Feuerwehren Häuser mit PV-Anlagen hätten abbrennen lassen.
Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA): "Wir sind auf der Suche nach den Hintermännern, die den Medien diese Schauergeschichten unterjubeln und werden sie gegebenenfalls vor den Vorhang holen!"
Klosterquell sprudelt jetzt auch in Griechenland
Die bekannte Limonadenmarke ”Dreh und Drink” der Klosterquell-Hofer GmbH. aus Gutenstein im Piestingtal baut ihre Exportmärkte weiter aus. Derzeit wird der griechische Markt erschlossen. Es wurden bereits über 180.000 Flaschen in vier Geschmacksrichtungen an die Hellenen geliefert und gut angenommen. Vertriebspartner ist die griechische Firma Pegasos in Athen.
Mit 80 Prozent Exportquote ist “Dreh und Drink” bereits in 20 Ländern weltweit präsent. In den meisten europäischen Ländern sowie in Saudi Arabien und Australien. Im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst teilte Geschäftsführer Kurt Hofer jun. mit, dass man in England, einem seiner größten Exportmärkte, soeben eine eigene Tochtergesellschaft gegründet habe, die sich unter der Marke “Fruity Fun Drink” um den Vertrieb kümmern werde.
“Stolz sind wir auf die ausgezeichnete Wasserqualität der Klosterquelle sowie auf die ausschließliche Verwendung von natürlichen Zutaten, wie Fruchtsaftkonzentrat, Fructose und Wasser”, sagt Hofer. Der Fruchtsaftanteil beträgt zehn Prozent. Weil seine Zielkonsumenten Kinder sind, legt Hofer wert darauf, dass die Haltbarkeit durch Pasteurisieren erzielt wird und das Produkt frei von Konservierungsstoffen ist.
Die Sirupe bezieht Klosterquell von einem langjährigen Partner aus Duisburg. “Dreh und Drink” gibt es in den sechs Standard-Geschmacksrichtungen Kirsche, Himbeere, Waldbeere, Orange, Apfel und Cola. Je nach Landesgeschmack wird variiert. So ist “Dreh und Drink” z.B. im Norden Deutschlands weniger süß als im Süden.
Mit 40 Mitarbeitern werden in Gutenstein jeden Tag 400.000 200-Milliliter-Polyethylen-Schlauchbeutelflaschen abgefüllt. Hofer rechnet vor, dass das einen Ausstoß von bis zu 400.000 Litern pro Woche und eine Jahresproduktion von etwa 50 Millionen Flaschen ergibt.
Für Investitionen und Weiterentwicklungen sind pro Jahr 500.000 Euro budgetiert. 2009 und heuer floss das Geld in den Maschinenpark, in eine neue Palettieranlage und in die Rückverfolgung der Ware mittels SAP.
Windkraft in Österreich erreicht Meilenstein von 1.000 Megawatt
Mit der Inbetriebnahme einer Windkraftanlage der WEB Windenergie AG im niederösterreichischen Maustrenk erreicht die Windkraft in Österreich eine Gesamtleistung von mehr als 1.000 Megawatt. Anlässlich der Eröffnung der Anlage sprechen NÖs Energielandesrat Stephan Pernkopf und IG Windkraft Geschäftsführer Stefan Moidl von einem Meilenstein für die heimische Windindustrie und fordern eine Reform des Ökostromgesetzes noch diesen Herbst.
Windkraft erreicht die Leistung eines AKW-Blocks
620 Windkraftwerke mit insgesamt 1.001 MW sind nun in Österreich am Netz. Dies entspricht der Leistung eines Atomreaktors. Die Erzeugung der Windräder beträgt rund 2,1 Mrd. Kilowattstunden, 580.000 Haushalte können so versorgt werden. "Seit Jahren arbeiten wir auf diesen Meilenstein von 1.000 MW hin! Wir sind stolz, dass die Windbranche trotz der Stop-and-go-Situation bei den rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich so weit gekommen ist", resümiert Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.
Reform des Ökostromgesetzes unausweichlich
"Bis 2015 wollen wir den gesamten Strombedarf des Landes Niederösterreich mit Erneuerbarer Energie abdecken", berichtet Energielandesrat Dr. Stephan Pernkopf, der die 2 MW-Anlage der W.E.B im Rahmen eines Festaktes offiziell in Betrieb nahm. "Der Windkraft kommt bei der Verwirklichung unserer Energieziele eine zentrale Rolle zu." Um bundesweit den Ausbau der Windkraft vorantreiben zu können, sei eine Reform des Ökostromgesetzes noch diesen Herbst unabdingbar. Energielandesrat Pernkopf: "Das Gesetz macht nur dann Sinn, wenn ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden und die verordneten Tarife einen wirtschaftlichen Betrieb von Ökostrom-Projekten zulassen. Die aktuelle Deckelung der Mittel im Ökostromgesetz ist Bremsklotz für unsere Wirtschaft. Der Ausbau der Erneuerbaren Energie schafft und sichert Arbeitsplätze und ist ein Schlüssel bei der Erreichung unserer Umwelt- und Klimaziele."
Das Ökostromgesetz sieht einen Ausbau der Windkraft um 700 MW bis 2015 vor. Im kürzlich von Österreich an die EU-Kommission gemeldeten Nationalen Aktionsplan ist ein Ausbau der Windkraft um rund 1570 MW bis 2020 enthalten. Dafür müssten jährlich mehr als 170 MW zugebaut werden. Derzeit reicht der Ökostromfördertopf aber lediglich für 80 MW jährlich - unter der Annahme, dass für Windkraft 50 % der Mittel verfügbar sind. "Ohne Anhebung des Ökostromdeckels sind diese Ziele unmöglich erreichbar", betont auch Stefan Moidl.
Windkraft-Ausbau kommt 2010 wieder in Gang
In der ersten großen Ausbauphase der Windkraft von 2003 bis 2006 wurden durchschnittlich 200 MW pro Jahr errichtet. Durch die Gesetzesänderung 2006 kam der Ausbau zum Stillstand. Der für 2010 geltende Tarif von 9,7 Cent/kWh ermöglicht nun erstmals wieder den Bau neuer Windparks. Dieser Tarif gilt vorerst aber nur für jene Anlagen, die 2010 behördlich bewilligt werden. Das bedeutet großen Druck für die Windkraftbetreiber und die zuständigen Stellen beim Land Niederösterreich. Denn Planung, Genehmigung und Bestellung der Anlagen sind sehr zeitintensiv. Es ist daher nicht verwunderlich, dass 2010 lediglich acht Windkraftanlagen mit rund 16 MW errichtet werden können. "Windkraftausbau benötigt konstante Bedingungen, die leider in den letzten vier Jahren in Österreich nicht gegeben waren", so Moidl dazu.
Niederösterreich führend bei Windenergie
Niederösterreich ist das Bundesland mit dem größten Windenergiepotenzial in Österreich. Bereits heute steht die Hälfte der heimischen Windkraftanlagen in Niederösterreich. Mit zehn Prozent des niederösterreichischen Verbrauchs produzieren diese Anlagen eine beachtliche Menge sauberen Stromes.
Energielandesrat Dr. Stephan Pernkopf: "Es ist kein Zufall, dass die erste Windkraftanlage Österreichs in Niederösterreich errichtet wurde. Es ist auch kein Zufall, dass das 1.000ste MW Windkraftleistung hier ans Netz geht. Ich werde mich persönlich weiterhin dafür einsetzen, dass Niederösterreich das führende Bundesland bei der Erzeugung von Erneuerbarer Energie bleibt."
ÖHV: Wirtschaftlich geführte AUA entscheidend für Österreichs Tourismus
Ein Passagierplus von 8,8 % im ersten Halbjahr und die Eröffnung zweier neuer Destinationen: Der Turnaround der AUA soll den Grundstein für ihren Ausbau legen. Österreichs Tourismus würde davon massiv profitieren.
Auf einem guten Weg sieht Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die AUA: "Im Vorjahr war sie praktisch totgeschrieben. Jetzt stellt niemand ihre Zukunft in Frage. Das ist entscheidend für Österreichs Tourismus." Die Übernahme durch die Lufthansa habe der österreichischen Airline Möglichkeiten eröffnet, von der die AUA, ihre Passagiere und Österreichs Tourismus profitieren. Höhere Effizienz, eine deutlich bessere Verhandlungsposition und mehr Marketing legen den Grundstein für optimales Management und Wachstum. Einen positiven Cashflow hätten wohl die wenigsten Analysten erwartet und auch die Senkung des Verlustes sei positiv: "Das bestätigt den richtigen Weg - der muss aber weiter gegangen werden", hält Reisenzahn fest.
"Wenn sich die Weltwirtschaft erholt hat, muss unser Homecarrier im internationalen Match um den Fluggast so richtig mitmischen können", so Reisenzahn. In der größten europäischen Airline-Gruppe sei die AUA dafür optimal aufgestellt. Höchste Priorität muss der Gewinn neuer Passagiere haben: Der Ausbau des Streckennetzes müsse ebenso vorangetrieben werden wie der Ausbau der Infrastruktur am Flughafen Wien. Die Aufnahme von Mumbai und Bagdad in den AUA-Flugplan kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: "Der Nahe und der Ferne Osten sind Zukunftsmärkte." Das Passagierplus von 8,8 Prozent im ersten Halbjahr solle seine Fortsetzung finden, so Reisenzahn: "Dann brauchen wir aber auch die dritte Piste!"
Strom von der Sonne: Photovoltaik
Photovoltaik ist die zukunftsweisende Form der Energieerzeugung: Tagtäglich schickt die Sonne unvorstellbar große Energiemengen auf die Erde, die weitgehend ungenutzt bleiben. Photovoltaik-Anlagen erzeugen Strom aus Sonnenlicht: geräuschlos, geruchlos und ohne die Abgabe von klimaschädlichem CO2.
„Unter Photovoltaik versteht man die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie mit Hilfe von Solarzellen. Die Vorteile dieser Energiegewinnung sind vielfältig: Strom wird besonders umweltfreundlich ohne schädliche Emissionen, ohne radioaktive Strahlungsgefahr, ohne den Verbrauch von endlichen Ressourcen erzeugt“ erklärt DI (FH) Hannes Obereder von "die umweltberatung".
Photovoltaikanlagen lassen sich auch an Dächern, Fassaden und anderen Flächen anbringen und sind praktisch wartungsfrei. Die Amortisationszeit liegt derzeit bei 10-20 Jahren. Die Photovoltaik ist auch ein Wirtschafts- und Entwicklungsfaktor der Zukunft, sie schafft Unabhängigkeit von anderen Energieerzeugungsformen und birgt selbst in Zeiten der Krise ein enormes Wachstumspotential.
Europäisches und Österreichisches Umweltzeichen für Bio-Hotel Leutascherhof
(v.l.): DI Günter Liebel (Lebensministerium) freute sich mit Christian und Eveline Wandl (Leutascherhof) sowie Obmann Harald Ultsch (Wirtschaftskammer/Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft) über die Auszeichnung mit dem Europäischen und dem Österreichischen Umweltzeichen. Doppelt ausgezeichnet: Europäisches und Österreichisches Umweltzeichen für Bio-Hotel Leutascherhof Höchste Angebotsqualität und konsequente Spezialisierung stehen für das 4-Sterne-Hotel "Leutascherhof" bereits seit vielen Jahren im Mittelpunkt der Arbeit. Mit der Bewerbung für das Österreichische und das Europäische Umweltzeichen setzte die engagierte Unternehmerfamilie einen weiteren Schritt: Anlässlich des europäischen Forums Alpbach wurde der "Leutascherhof" nun offiziell mit den beiden Gütesiegeln ausgezeichnet.
Träger des Österreichischen Umweltzeichens für Tourismus- und Gastronomiebetriebe signalisieren, dass in ihrem Betrieb umweltbewusstes und soziales Wirtschaften sowie ein hoher Qualitätsstandard oberste Priorität haben. Die Verwendung saisonaler Lebensmittel aus der Region und der effiziente und umweltschonende Einsatz von Ressourcen stellen u.a. die Kriterien für eine Vergabe dar. Das europäische Umweltzeichen bieten Gästen zusätzlich europaweit vergleichbare Öko-Standards.
Für die Hotelierfamilie stellt die Auszeichnung einen weiteren Schritt auf dem Weg zum ökologischen Vorzeigebetrieb dar. Christian Wandl, der mit Frau und Eltern das 100-Betten-Hotel führt, skizziert die Entwicklung der vergangenen Jahre: "Schon seit vielen Jahren setzen wir auf regionale Produkte: Höchste Qualität in der Küche war und ist meinem Vater, der unsere Gäste mit seinem Team kulinarisch verwöhnt, seit jeher ein Anliegen. Um diese Qualität langfristig sicherzustellen, war es ein logischer Schritt, vollständig auf "Bio" umzustellen. Ressourcenschonendes Wirtschaften versteht sich von selbst - die einmalige Natur ist unser größtes Kapital. Im Rahmen des Bewerbungsprozesses waren für uns somit keine großen Umstellungen nötig - eigentlich wurde nur im ganzen Haus nochmals das Bewusstsein für das, wofür wir uns täglich einsetzen, geschärft"
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WirtschaftsBlatt Wolfgang Unterhuber: Darf ein Bankvorstand Genforscher sein?
In einer Demokratie herrscht das Recht auf freie Meinungsäußerung. So können die Bürger zu jeder Stunde und Tageszeit ihre Begeisterung oder ihren Unmut über gesellschaftspolitische Entwicklungen zum Ausdruck bringen. Nur sollte dabei eine kleine Einschränkung beachtet werden. Es macht durchaus einen Unterschied, ob der Dorfälteste aus einer südsteirischen Weinbausiedlung am Stammtisch über jüdische Gene sinniert oder ob dies ein deutscher Bundesbankvorstand sozusagen vor laufender Kamera tut. Der Dorfälteste wird mit seinen Thesen, selbst wenn ihm die Möglichkeiten der digitalen Meinungsverbreitung geläufig sind, auf eher geringes Echo stoßen.
Thilo Sarrazin hingegen ist weit über seine Landesgrenzen bekannt. Schon als Berliner Finanzsenator hat er die Kunst der Provokation verstanden. Als Bundesbankvorstand provoziert er noch viel mehr. Zuletzt fiel er also als Genforscher auf. "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen", sagt er (Welches Gen wohl die Österreicher teilen?). Zudem behauptet er, dass die deutsche Gesamtbevölkerung durch den relativen Kinderreichtum schlecht gebildeter muslimischer Zuwanderer tendenziell dümmer werde. Man sieht: Menschen auch mit guter Bildung sind nicht vor Torheit geschützt.
Stellt sich die Frage: Was darf ein Bundesbankvorstand? Der Volkswirt Thilo Sarrazin kann sagen und schreiben, was er will. Der Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin darf das nicht. Abgesehen davon, dass ein Bundesbankvorstand derzeit andere Sorgen haben sollte, unterliegt er als solcher einer besonderen moralischen Verpflichtung. Unter anderem hat er Vorbild zu sein sowie seine Funktion und die seines Unternehmens nicht zu beschädigen. Innerhalb der Bundesbank sieht man das ähnlich. Sarrazin missachte "fortlaufend und in zunehmend schwerwiegendem Maße" seine Verpflichtungen gegenüber dem Institut. Von einem Antrag auf Abberufung wird dennoch abgesehen.
Naserümpfen ist darüber unangebracht. Gerade als Österreicher. Man stelle sich vor, Sarrazin wäre Vorstand in der Nationalbank und Mitglied der SPÖ. Die deutschen Sozialdemokraten wollen ihr umstrittenes Mitglied jetzt rauswerfen. Wie die österreichischen Genossen da reagieren würden - noch dazu vor zwei heißen Landtagswahlen -, wollen wir uns gar nicht erst ausmalen. In Deutschland ist Sarrazin quer über alle Parteigrenzen hinweg schwer in der Kritik. Hierzulande wäre (abgesehen von ein oder zwei Oppositionsstimmen) wohl nur mildes maßregelndes Murmeln zu vernehmen. Mehr nicht.
„Meine Chance“ als Berufsoption für Frauen im Tourismus
Im Auftrag vom Land Burgenland und dem AMS hat das abz*austria, eine Non-Profit-Frauenorganisation, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1992 die Gleichstellung von Frauen und Männern am österreichischen Arbeitsmarkt zur Aufgabe gemacht hat, von April bis August 2010 Arbeit suchenden burgenländischen Frauen die Möglichkeit geboten, sich intensiv, kreativ und vor allem praxisbezogen mit Beschäftigungsmöglichkeiten in den Regionen Oberwart, Güssing und Jennersdorf im Bereich Tourismus auseinanderzusetzen. Diese Initiative, die unter dem Motto „Meine Chance“ gestartet wurde, ist ein Projekt im Qualifikations- und Beschäftigungsprogramm des Landes „Jobs 2010“.
„Wir sind bestrebt, den Aufwärtstrend im Tourismus, diesem für das Burgenland mit Blickrichtung Ganzjahresdestination äußerst wichtigen Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor, zu prolongieren. Daher haben wir auch in die Qualität und die Optimierung des Services investiert. Wir wollten damit die Burgenländerinnen für die zahlreichen neuen Beschäftigungsmöglichkeiten in dieser Wirtschaftsbranche sensibilisieren, denn gerade im Süden des Burgenlandes gibt es dafür zahlreiche Jobchancen“, erklärte dazu Landesrat Dr. Peter Rezar.
Die Bilanz kann sich sehen lassen, denn von 12 Frauen haben bereits 4 noch während der Ausbildung eine Anstellung gefunden, nur eine Frau hat den Kurs abgebrochen. Eine Frau ist auf dem Weg in die Selbständigkeit, alle anderen haben entweder konkrete Joboptionen oder/und bereits eine Zusatzausbildung abgeschlossen. Der Kurs dauerte 20 Wochen, die wöchentliche Kurszeit betrug 30 Stunden. Inkludiert war ein dreiwöchiges Praktikum im Anschluss an die Berufsorientierungs- und Qualifizierungsphase, sowie eine abschließende einwöchige Reflexions- und Nachbetreuungsphase.
„Die unterschiedlichen Jobs der Frauen zeigen das Potenzial der Tourismusbranche. Eine Frau arbeitet als Saunameisterin, eine als Dekorateurin, eine Frau hat eine Joboption als Werbetexterin für die Tourismusbranche, eine andere Frau hat nach ihrem Abschluss zur diplomierten Wellness- und Fitnesstrainerin bereits eine Jobzusage bekommen“, betonte abz*austria - Geschäftsführerin Mag. Manuela Vollmann.
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Büroeröffnung Maschinenring Mittleres Weinviertel
v.l.n.r. Maschinenring Bundesobmann Stv. und Landesobmann NÖ BR ÖKR Friedrich Hensler, Geschäftsführer Leopold Krapf (Maschinenring Mittleres Weinviertel), Vizepräsidentin der ARGE Bäuerinnen Ingrid Stacher, Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, LAbg. Ing. Manfred Schulz (Obmann vom Maschinenring Mittleres Weinviertel), Maschinenring Bundesobmann LKR Hans Peter Werderitsch, Bürgermeister Johann Prügl, Marktgemeinde Ernstbrunn, LAbg. Ing. Hermann Haller und Geschäftsführer Stv. Akfm. Markus Göstl (Maschinenring Mittleres Weinviertel) Mit einem großen Fest wurde am Freitag, den 27. August 2010 das neue Bürogebäude des Maschinenringes Mittleres Weinviertel in Ernstbrunn eröffnet.
Am neuen Standort in der Industriestraße 1 entstand in den letzten 11 Monaten ein modernes, funktionales Bürogebäude für rund 20 Mitarbeiter.
Eine klare Gebäudestrukturierung ermöglicht rasche Arbeitsabläufe aufgrund guter Kommunikationsmöglichkeiten. Ein großer Wert wurde auf eine barrierefreie Ausstattung des Bürogebäudes gelegt. Zudem wurde auch darauf geachtet, dass genügend Parkflächen vorhanden sind und ein energieschonender Betrieb geschaffen wird. Tiefenbohrungen mit rund 400 m Leitungslängen werden künftig für die Kühlung und Beheizung mittels Erdwärmepumpe genutzt wodurch ein angenehmes Raumklima geboten wird.
6 Millionen Euro an Wirtschaftsleistungen im Bereich Agrar, MR Service und MR Personal Leasing werden derzeit von den 13 Mitarbeitern koordiniert. Diese Zahlen verdeutlichen die wirtschaftliche Bedeutung des Maschinenringes Mittleres Weinviertel für die Region. Im agrarischen Bereich werden 1.021 Mitglieder aus der Land- und Forstwirtschaft betreut. Das entspricht einer Mitgliederdichte von fast 60 %. Rund 260 zusätzliche Arbeitsplätze im nicht-landwirtschaftlichen Bereich ermöglichen den MR-Mitgliedern "Job und Hof" unter einen Hut zu bringen.
Landesrat Dr. Stephan Pernkopf betonte in seiner Rede, dass die Maschinenringe wesentlich zu einer produktionsstarken Landwirtschaft beitragen und Bäuerinnen und Bauern eine zusätzliche Einkommensquelle bieten. "Der Maschinenring ist Job-Motor und wichtiger Impulsgeber und somit ein zentraler Partner der landwirtschaftlichen Betriebe", betonte Pernkopf.
Eine Leistungsschau von Maschinenring-Gerätschaften und Gemeinschaftsmaschinen rundete das Festprogramm ab.
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Bausparen ist wieder beliebteste Sparform
Mit einem Anstieg ihrer Finanzierungsleistung auf knapp eine Milliarde Euro rechnet die Raiffeisenbausparkasse für das heurige Jahr. “Damit werden wir zwar das Jahr 2008 noch nicht erreicht haben, aber das Ergebnis 2009 deutlich übertreffen”, teilte Generaldirektor Erich Rainbacher mit. Zu den um 1,6 Prozent auf 163.447 Stück bis Ende Juli neu abgeschlossenen Bausparverträgen kommen mit dem August rund 18.000 weitere dazu. Per Ende Juli ist die Finanzierungsleistung mit 560 Millionen Euro um 26 Prozent höher ausgefallen als im letzten Jahr.
“Das Bausparen hat wieder seine Führungsrolle als attraktivste Sparform vor dem Sparbuch zurückgewonnen”, so Rainbacher. Aus einer Umfrage unter den österreichischen Landwirten im ersten Halbjahr geht hervor, dass 80 Prozent von ihnen einen Bausparvertrag haben, der damit die Reihe der drei beliebtesten Geldanlagen vor dem klassischen Sparbuch mit 78 Prozent und der Lebensversicherung mit 66 Prozent klar anführt. Der Marktanteil, den die Raiffeisenbausparkasse im bäuerlichen Segment hat, beläuft sich auf 66 Prozent.
Die Frage, welche Spar- und Anlageformen an Bedeutung gewinnen und welche eher verlieren werden, ergibt in der landwirtschaftlichen Bevölkerung ein eindeutiges Bild zugunsten der Realwerte land- und forstwirtschaftliche Grundstücke, Eigentumswohnungen sowie Haus- und Baugrundstücke, während Wertpapiere am Ende der Skala rangieren.
Da ein Bausparvertrag im Fall der Hofübergabe auch dafür verwendet kann, einen Miterben abzufinden, hat man die von einem Marktforschungsinstitut aus Oberösterreich durchgeführte Umfrage als Gelegenheit genützt, den diesbezüglichen Stand aus aktueller Sicht zu erheben. Dabei zeigte sich, dass in Ostösterreich - Niederösterreich und Burgenland - mit 82 Prozent am stärksten die Meinung überwiegt, es sei Sache des Übergebers, die finanzielle Seite der Hofübergabe zu regeln. Im Bundesdurchschnitt sind es 73 Prozent.
Was die Betriebsnachfolge als solche anlangt, schneidet der Osten Österreichs am schlechtesten ab. Hier sind nämlich erst 31 Prozent geklärt, gegenüber 61 Prozent ungeklärt und acht Prozent “ich weiß nicht”.
BERLAKOVICH zeichnet ElectroDrive Tirol und TIWAG als neue klima:aktiv mobil Projektpartner aus
vlnr Arfred Fraidl, Berlakovich, Erhard Busek, Harald Schneider Im Rahmen der Technologiegespräche wurden heute in Alpbach die ElectroDrive Tirol GmbH und die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG von Umweltminister Niki Berlakovich für Ihre Engagement im Klimaschutz als neue klima:aktiv mobil Projektpartner ausgezeichnet. Die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) ist das Ver- und Entsorgungsunternehmen in Innsbruck und steht für ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit in ihren Unternehmensbereichen. Anfang April hat sich mit der Gründung der ElectroDrive Tirol gemeinsam mit der EnergieWest die Möglichkeit ergeben, E-Mobilität in Tirol zu verwirklichen. "Es freut mich, dass wir nun mit vereinten Kräften die Elektromobilität in Österreich forcieren. Das Lebensministerium leistet seinen Beitrag dazu mit einem Schwerpunkt zur Forcierung der Markteinführung umweltfreundlicher Elektromobilität mit einem klima:aktiv movil Förderprogramm für umweltfreundliche Fuhrparks", so Umweltminister Niki Berlakovich heute bei der Auszeichnung.
"Elektrofahrzeuge und -fahrräder sind umweltfreundlich, energiesparend, insbesondere in Kombination mit der Stromerzeugung aus regenerativer Wasserkraft. Mit der ElectroDrive Tirol wollen wir einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung von Emissionszielen leisten und aktive Schritte für die Umwelt setzen", berichtet der Vorstandsdirektor der IKB Harald Schneider erfreut.
Auch das Förderprogramm für einspurige E-Fahrzeuge der TIWAG findet großen Anklang in der Tiroler Bevölkerung. "Es freut uns, dass wir mit unserem Engagement im Bereich der Elektromobilität auf lange Sicht einen Beitrag für eine saubere, heimische Luft und ein klimafreundlicheres Verkehrswesen leisten können. Als Energieunternehmen wollen wir mit gutem Beispiel voran gehen und statten deshalb auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Elektrofahrrädern aus, die für Dienstfahrten innerhalb des Stadtgebietes eine interessante Alternative zum Auto sind", so TIWAG-Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Alfred Fraidl abschließend.
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Oberösterreich und Niederösterreich: Zukunftsmarkt "Medizintechnik" wird zur gemeinsamen Sache
Wirtschafts-Landesräte Petra Bohuslav und Viktor Sigl unterzeichneten Kooperation: "Gemeinsam im Medizintechnik-Sektor mehr erreichen!" Die Bundesländer OÖ und Niederösterreich gehen mit sofortiger Wirkung eine strategische Kooperation für den Zukunftsmarkt "Medizintechnik" ein. Die konkrete Zusammenarbeit wird über die Agenturen "Clusterland OÖ GmbH" sowie "ecoplus - Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH" erfolgen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde jetzt von den Wirtschafts-Landesräten Viktor Sigl (OÖ) und Petra Bohuslav (NÖ) bei den Alpbacher Technologiegesprächen unterzeichnet.
Die Medizintechnik überzeugt mit starken Wachstumsraten und eröffnet auch Unternehmen aus anderen Bereichen - etwa aus der Automobil-, der Kunststoff- oder der Mechatronikindustrie - ein zweites, sicheres Standbein. Auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten gilt der Medizintechnik-Markt als profitabel und krisensicher. Aus diesen Gründen haben sich die Länder Oberösterreich und Niederösterreich entschlossen, in diesem Bereich eine Kooperationsvereinbarung abzuschließen.
Abfallverband startet Projekt "Energieautarke Abfallsammelzentren"
Überreichung des Schecks durch Reg.Rat Alfred Weidlich und LR Dr. Stephan Pernkopf (v.l.n.r.: NR Bgm. Hannes Fazekas, Reg.Rat Dipl.Päd. Alfred Weidlich (Präsident des NÖ Abfallwirtschaftsvereins), Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Vzbgm. Gerhard Frauenberger (Obmann des Abfallverbands Schwechat) Mit einem Pressemeeting wurde am Montag, dem 23. August 2010 an der Schwechater academia nova im Beisein von NÖ-Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf das Projekt "Energieautarke Abfallsammelzentren" gestartet.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Nationalrat Hannes Fazekas, der auf die Bedeutung moderner Technologien im Bereich Energie und Umwelt für die österreichischen Kommunen hinwies, führte Vzbgm. Gerhard Frauenberger, Obmann des Abfallverbandes Schwechat (AWS) zum Projekt "Energieautarke Abfallsammelzentren" hin.
Die Ziele des Forschungsprojekts sind die Erfassung des Status quo auf den insgesamt 21 Abfallsammelzentren im Verbandsgebiet hinsichtlich Energiebedarf und -deckung, die Ableitung von Maßnahmenvorschlägen für den energieautarken Betrieb der Sammelzentren sowie die Erarbeitung von Vorschlägen für weitere Projektphasen. Zur Erreichung dieser Vorgaben wurde seitens des AWS die academia nova aus Schwechat mit einer Studie beauftragt.
Der Geschäftsführer der academia nova, Herr DI Helmut Paugger, gab dabei einen Überblick über das Anbot der academia nova, bei der neben dem Lehrbetrieb an der Abend-HTL für Informatik (Schwerpunkt Software Engineering & Management) sowie an den Dualen Bachelorstudiengängen für Informatik, Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering auch innovative Forschungs- und Entwicklungstätigkeit geleistet wird. DI Andreas Schramek, Dozent und Senior-Coach an der academia nova, präsentierte nachfolgend "Ideenansätze und 1. Schritte" für das vorliegende Projekt des Abfallverbandes Schwechat.
In seinem Impulsreferat ging Dr. Stephan Pernkopf, NÖ Umweltlandesrat, auf die "Ziele und Maßnahmen des Landes Niederösterreich" im Energiebereich ein. "Vor allem die Erzeugung von alternativer Energie steht dabei wesentlich im Mittelpunkt. So soll bis 2020 der Anteil an alternativen Energiequellen von derzeit 20 % auf 50 % gesteigert werden."
Nachdem das Projekt "Energieautarke Abfallsammelzentren" des AWS Relevanz für jedes Abfallsammelzentrum in Niederösterreich hat, wurde die Studie vom Land NÖ mit Euro 5.000,-- und dem NÖ Abfallwirtschaftsverein mit Euro 2.000,-- gefördert!
