Wenn Sie nicht registriert sind, dann melden Sie sich KOSTENLOS und UNVERBINDLICH an.

Anmeldung notwendig

Sie müssen angemeldet sein, um den Artikel melden zu können! Nach der Anmeldung können Sie auch selber Artikel verfassen.

Sie müssen bei der Anmeldung, aus medienrechtlichen Gründen Ihren echten Namen und eine echte Mailadresse angeben.

dbn ist ein österreichisches Unternehmen für das Datenschutz keine leere Floskel ist.

Niemals würden Ihre Daten an Dritte weitergegeben und/oder für Werbezwecke mißbraucht.

Sollten Sie sich wieder abmelden, werden alle Ihre Daten inkl. Artikel endgültig und restlos gelöscht.

Sie werden nur von dbn oder dem dbn-System per e-Mail kontaktiert.

Die Anmeldung in KOSTENLOS und verpflichtet Sie zu nichts!.

dbn behält sich vor, Benutzer auch ohne Angabe von Gründen, abzulehnen und/oder von System auszuschließen.

Sie können sich, falls Sie schon angemeldet sind, hier einloggen, oder als neuer Benutzer anmelden.

Freitag 14.12.2018 18:31
Landesausgaben: Wien WienNiederösterreich NiederösterreichOberösterreich OberösterreichBurgenland BurgenlandSteiermark SteiermarkKärnten KärntenSalzburg SalzburgTirol TirolVorarlberg Vorarlberg
oder Österreichausgabe (Das Interessanteste aus den Bundesländern)

Sie lesen gerade die Ausgabe Niederösterreich, Sparte WirtschaftRSS

inhalt
inhalt
inhalt

Wirtschaft

26.11.2018

Ökologischen Slipeinlagen: „Meine Wollke“ aus Lunz am See will die ganze Welt erobern

Ökologischen Slipeinlagen: „Meine Wollke“ aus Lunz am See will die ganze Welt erobern Ökologischen Slipeinlagen: „Meine Wollke“ aus Lunz am See will die ganze Welt erobern

Den Einstieg in den internationalen Markt bereitet die Wollke KG aus Lunz am See, Bezirk Scheibbs, mit ihren ökologischen Slipeinlagen „Meine Wollke“ vor. Schon im kommenden Jahr sollen diese Einlagen in Deutschland und Kroatien erhältlich sein und mit 2020/21 dann weltweit. Wie Start-up-Unternehmerin und Geschäftsführerin Sabine Fallmann-Hauser dem NÖ Wirtschaftspressedienst mitteilte, lösen ihre Produkte bereits eine sehr große Nachfrage aus.

„Im Rahmen meiner Tätigkeit als Sexualpädagogin haben mir viele, insbesondere junge Frauen den Wunsch nach einer wieder verwendbaren ökologischen Slipeinlage genannt. Darauf habe ich mich auf dem Markt umgeschaut, aber nichts gefunden, was meinen strengen Ansprüchen genügt hätte. Das war dann die Geburtsstunde der Slipeinlage Meine Wollke. Dieser Name soll Freiheit und Wohlbefinden assoziieren“, erklärt Fallmann-Hauser, die stolz darauf ist, dass ihre Wollken nach dem Ökotex 100 – einem weltweit einheitlichen System von Prüfmethoden, Prüfkriterien und Schadstoffgrenzwerten – zertifiziert sind.

Produziert werden die „Wollken“ bei der GW St. Pölten Integrative Betriebe GmbH. „Mir ist besonders wichtig, dass zu fairen und nachvollziehbaren Bedingungen produziert wird, dass die Näherinnen angemessen entlohnt werden und dass man ökologisch einwandfreie Materialien verwendet“, so die Unternehmerin. Das Wollken-Angebot setzt sich aus sieben Designs zusammen, die alle Frauennamen tragen. Die Einlagen bestehen aus mehreren Lagen Ökotex Baumwolle und können etwa 300mal gewaschen werden. Da Fallmann-Hauser Anregungen ihrer Kunden gern aufnimmt, wird es ab Ende November die Slipeinlagen in den Formen normal, klein und string geben.

Nicht zuletzt will Sabine Fallmann-Hauser mit ihrer Erfindung auch zu einer Verringerung des Abfalls und zu einer besseren CO2-Bilanz beitragen. „Das wird besonders von jungen Frauen der neoökologischen Bewegung geschätzt, aber auch bei älteren Frauen beginnt ein Umdenken von Wegwerfprodukten zur Wiederverwendbarkeit“, sagt sie. Bei der Start-up-Initiative des Klima- und Energiefonds „Greenstart“ ist die Wollke unter den zehn besten gereiht worden.

Erhältlich sind die Slipeinlagen um knapp 15 Euro sowohl im eigenen Online-Shop, als auch in ausgewählten Fachgeschäften, in rund 220 BIPA Filialen sowie im BIPA online-Shop. Mit einer Mitarbeiterin peilt Fallmann-Hauser heuer einen Umsatz von 120.000 Euro an. In diesem Jahr wurden etwa 17.000 Stück „Wollken“ produziert, was 2019 auf 50.000 ansteigen soll.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
26.11.2018

Umsätze bei NÖ Drogerien und Parfümerien stagnieren

Umsätze bei NÖ Drogerien und Parfümerien stagnieren Umsätze bei NÖ Drogerien und Parfümerien stagnieren

Nach Jahren des kontinuierlichen Wachstums ist die Umsatzentwicklung des NÖ Drogeriefachhandels 2017 ins Stocken geraten. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten 224 Drogeriefachgeschäfte in Niederösterreich und in Nordburgenland einen Gesamtumsatz von rund 384 Millionen Euro. Das ist zwar gegenüber den 383 Millionen Euro aus 2016 ein minimales nominelles Plus, bereinigt um die Inflationsrate von 2,1 Prozent bleibt der Branche jedoch unter dem Strich real eine „rote Null“ übrig.

Diese Zahlen hat der NÖ Wirtschaftspressedienst einer vom Marktforschungsinstitut ACNielsen durchgeführten Studie über filialisierte Drogeriemärkte und Parfümerien in Österreich entnommen. Einzelfachgeschäfte waren von dieser Untersuchung nicht erfasst. Die drei größten Drogerieketten in Niederösterreich werden von Bipa, dm-drogeriemarkt und Müller betrieben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
03.08.2018

Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet zur Urlaubszeit unter Stress

Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet zur Urlaubszeit unter Stress Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet zur Urlaubszeit unter Stress

Urlaub ist die schönste Zeit im Jahr – aber nur, wenn man selbst davon betroffen ist. Laut einem aktuellen Online-Stimmungsbild von karriere.at ist nämlich jeder fünfte Befragte wegen Urlaubsvertretungen für Kollegen während der Sommermonate sogar stärker gestresst als sonst. Die wenigsten Arbeitnehmer und Führungskräfte können laut Umfrage ein klassisches Sommerloch mit geringer Arbeitsbelastung genießen.

552 karriere.at-User nahmen auf Arbeitnehmerseite an dem Online-Voting teil. Ergebnis: Für den Großteil ist das sprichwörtliche Sommerloch nicht mehr als ein Mythos. Jeder zweite Arbeitnehmer (52 Prozent) gibt an, dass sich die anstehende Arbeit gleichmäßig über das Jahr verteilt und der Sommer nicht die oft herbeigesehnte Stressreduktion mit sich bringt. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) steht in der Ferienzeit sogar stärker unter Druck, weil auch die Arbeit von abwesenden Kollegen übernommen werden muss. 16 Prozent geben an, dass es im Sommer „etwas ruhiger“ sei. Und nur einer von zehn Arbeitnehmern (10 Prozent) freut sich über stressfreies Arbeiten bis September.

Auch auf Seiten der Führungskräfte und HR-Manager (189 Befragte) kann nur eine Minderheit (13 Prozent) von einem wirklichen Sommerloch berichten. Die relative Mehrheit der Unternehmensvertreter (40 Prozent) stellt aber fest, dass es etwas ruhiger ist als sonst. Rund ein Drittel (31 Prozent) merkt keinen Unterschied zum Rest vom Jahr, was das Arbeitspensum anbelangt. 16 Prozent sagen, dass sie durch Urlaubsvertretungen für andere Kollegen im Sommer stärker beansprucht werden.

"„Dass mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer den Arbeitsdruck über das Jahr gesehen als konstant empfinden, spricht für die Planung in heimischen Unternehmen: Urlaubsbedingte Abwesenheiten werden meist offenbar so gut abgefedert, dass kein merklicher oder nur temporärer Mehraufwand für Urlaubsvertretungen entsteht“", analysiert Thomas Olbrich, Chief Culture Officer von karriere.at das Ergebnis des Online-Votings.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
02.09.2018

DPD Austria schupft heuer besonders viele Packerln

DPD Austria schupft heuer besonders viele Packerln DPD Austria schupft heuer besonders viele Packerln

In Österreich treiben die gute Konjunktur im Allgemeinen und der stetig wachsende Online-Handel im Speziellen das Geschäft der Paketzusteller kräftig an. So hat der Paketdienstleister DPD Austria (Direct Parcel Distribution) mit Sitz in Leopoldsdorf im Bezirk Bruck/Leitha die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2018 mit einem Anstieg um 4,6 Prozent auf 23,6 Millionen transportierte Einheiten abgeschlossen. „Das waren um rund eine Million Pakete mehr als im ersten Halbjahr 2017“, präzisierte Geschäftsführer Rainer Schwarz.

Das Plus wäre noch größer ausgefallen, hätte DPD Austria – sowie auch seine Mitbewerber – nicht mit dem Mangel an Logistikpersonal zu kämpfen. „In Österreich fehlen der Branche mehrere Hundert Zusteller“, stellt Schwarz fest. Die Mehrheit der DPD-Pakete wird im Inland versendet und zugestellt – im ersten Halbjahr 2018 waren es mehr als 12,7 Millionen Stück.

DPD Austria - ein Joint-Venture der Speditionsfirmen Lagermax, Schachinger und Gebrüder Weiss – betreibt seine Zentrale in Leopoldsdorf. 2017 hat das Unternehmen 46,5 Millionen Pakete zugestellt und damit mehr als 184 Millionen Euro erwirtschaftet. Österreichweit beschäftigt DPD rund 1.700 Mitarbeiter und verfügt über eine Transportflotte mit mehr als 1.000 Fahrzeugen. In Niederösterreich ist der Paketdienstleister mit drei Depots in Leopoldsdorf, Leobendorf und Pöchlarn vertreten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
20.08.2018

Umsatzwachstum bei Forstspezialist Stora Enso

Umsatzwachstum bei Forstspezialist Stora Enso Umsatzwachstum bei Forstspezialist Stora Enso

Österreichs größtes Sägewerk, die Waldviertler Stora Enso Wood Products GmbH, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst Angaben des Industriemagazins entnimmt, hat das Unternehmen, das seine Aktivitäten von der Zentrale in Brand im Bezirk Zwettl steuert, im Vorjahr einen Umsatz von fast 335 Millionen Euro erwirtschaftet. Das waren um 18,6 Millionen Euro oder 5,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016.

Mit rund 700 Beschäftigten betreibt Stora Enso neben dem Standort in Brand auch noch zwei Sägewerke in Ybbs/Donau sowie in Bad St. Leonhard in Kärnten. Die Mehrheit der Holzlieferanten befindet sich in einem Radius von rund 100 Kilometern um die drei Standorte. Damit hat sich Stora Enso in den letzten Jahren als einer der größten Garanten für Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft in der jeweiligen Region etabliert.

Der Stora Enso-Werk Ybbs ist das produktivste in Österreich – die jährliche Produktionskapazität liegt bei einer Million Festmeter Rundholz. Dies entspricht täglich 150 Lkw-Ladungen inklusive Anhänger. Rund 60 Prozent des verarbeiteten Rundholzes werden in Ybbs weiterverarbeitet.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
02.07.2018

Marchfeld-Schnellstraße: Sechs Verkehrsminister haben keinen Meter gebaut

Marchfeld-Schnellstraße: Sechs Verkehrsminister haben keinen Meter gebaut Marchfeld-Schnellstraße: Sechs Verkehrsminister haben keinen Meter gebaut

Im Bezirk Gänserndorf wird der Ruf nach einem raschen Bau der geplanten Marchfeld-Schnellstraße S8 immer lauter. Eine Gemeinde, die in besonderem Ausmaß unter dem herrschenden Durchzugsverkehr leidet und von der Errichtung der S8 einen Neugewinn an Lebensqualität erhofft, ist Markgrafneusiedl. „In den letzten fünf Jahren ist das Verkehrsaufkommen im Ortsgebiet um die Hälfte von 10.000 auf 15.000 Fahrzeuge pro Tag gestiegen“, rechnet Bürgermeister Franz Mathä in einem Kommentar zu aktuellen Belangen in der Marchfeld-Kommune vor. Das habe eine Auswertung der Verkehrsströme ergeben, die die Gemeinde mit einem Seitenmessradargerät selber durchgeführt hat.

Die Verkehrsbelastung sei für die Einwohner Markgrafneusiedls nicht mehr tragbar, kritisiert der Bürgermeister. Schon jedes dritte Kraftfahrzeug, das das Gemeindegebiet durchquert, ist ein Lkw. „Der Schwerverkehr rollt durch Markgrafneusiedl zu den Kiesgruben und Deponien im Osten des Marchfelds und wieder zurück“, berichtet Mathä. Ähnlich der Blechlawine ausgesetzt wie seine Kommune sei auch das nahe Raasdorf mit einem Verkehrsaufkommen von sogar 20.000 Fahrzeugen pro Tag.

Das Projekt Marchfeld-Schnellstraße, das es nicht aus den Startlöchern schafft, ist eine „unendliche Geschichte“. Im März 2006 hatte der damalige Infrastrukturminister Hubert Gorbach angekündigt, 2009 mit der Errichtung der 35 Kilometer langen vierspurigen Marchfeld-Schnellstraße zwischen Raasdorf und Marchegg beginnen zu wollen. Amtsnachfolger Werner Faymann nannte dann als Baubeginn für die S8 das Jahr 2011 - ein Termin, der wieder nicht eingehalten werden konnte. Und auch die in der Folge amtierenden Infrastrukturminister Doris Bures, Alois Stöger, Gerald Klug und Jörg Leichtfried konnten kein Grünes Licht für das für die Region immens wichtige Verkehrsprojekt geben. Mit Norbert Hofer ist nun der bereits siebente Ressortchef für das Projekt Marchfeld-Schnellstraße zuständig.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
12.11.2018

Flughafen Wien-Schwechat im Anflug auf neuen Passagierrekord

Flughafen Wien-Schwechat im Anflug auf neuen Passagierrekord Flughafen Wien-Schwechat im Anflug auf neuen Passagierrekord

Der Flughafen Wien-Schwechat wird heuer bei der Zahl der beförderten Passagiere eine neue Rekordmarke erreichen. „Wir erwarten erstmals mehr als 26 Millionen Reisende“, sagt Flughafen-Vorstand Julian Jäger in einem Interview mit dem Tourismus-Fachmagazin TAI. Bei den Flugbewegungen rechne er mit einem Wachstum von mehr als fünf Prozent.

Dieses Ergebnis ist insofern bemerkenswert, als die Insolvenzen der beiden Fluglinien Airberlin und NIKI, auf die zusammen rund 1,4 Millionen Passagiere entfallen sind, ein schwieriges Jahr 2018 für den Vienna International Airport hatten erwarten lassen. „Aber die entstandene Lücke wurde schnell geschlossen. Für die Reisenden gibt es heute viele neue Destinationen, ein vielfältigeres Flugangebot und niedrige Ticketpreise“, stellt Jäger fest. Der Anteil der Billig-Fluglinien, der 2017 noch 16,4 Prozent ausgemacht hat, werde heuer deutlich über 20 Prozent zu liegen kommen.

Aber auch der Verkehr auf der Langstrecke entwickelt sich für den Flughafen Wien-Schwechat erfreulich. „Heuer hat die AUA mit Kapstadt und Tokio zwei neue Langstrecken-Verbindungen in ihr Netz aufgenommen, die chinesische Hainan Airlines mit der Wirtschafts-Metropole Shenzhen eine weitere“, berichtet Jäger. Zusätzlich werden im kommenden Jahr Air Canada und die größte japanische Fluggesellschaft ANA Wien anfliegen.

Aus heutiger Sicht sei auch 2019 für den Vienna International Airport ein Wachstumsjahr zu erwarten. „Wenn sich dieser Trend weiter fortsetzt“, so der Flughafen-Vorstand, „brauchen wir die dritte Piste immer notwendiger.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
06.11.2018

So spenden Österreichs Unternehmen

Fundraising Verband präsentiert neue Studie zu gesellschaftlichem Engagement von Unternehmen und startet „Aktion Wirtschaft hilft!“. Fundraising Verband präsentiert neue Studie zu gesellschaftlichem Engagement von Unternehmen und startet „Aktion Wirtschaft hilft!“.

Der Fundraising Verband Austria startete heute pünktlich zur Spendenhochsaison rund um die Adventzeit die „Aktion Wirtschaft hilft!“. Die Initiative unterstützt und informiert Österreichs Unternehmen für ihr gemein­nütziges Engagement und holt engagierte Betriebe vor den Vorhang. Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde auch eine neue Studie präsentiert. Demnach sind Österreichs Unternehmen gesellschaftlich engagiert, im internationalen Vergleich damit aber eher im Mittelfeld. Hochrangige Organisationen aber auch Persönlichkeiten wie Dr. Christian Konrad tragen die Aktion mit.

"„Wirtschaftlicher Erfolg wird auch davon beeinflusst, dass in einer Gesellschaft ein Klima der umfassenden Verantwortung für Mensch und Umwelt herrscht. Langfristig planende Unternehmen wissen das und sehen ihren wirtschaftlichen Erfolg auch als Auftrag zur Verantwortung für die nächsten Generationen“", erklärte heute Dr. Christian Konrad, Initiator der Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ und Unterstützer der „Aktion Wirtschaft hilft!“. Die Initiative hat das Ziel, eine Brücke zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zu bauen: "„Mit unserem umfassenden Service- und Informationsangebot möchten wir möglichst viele Unternehmen – hier insbesondere die KMUs – motivieren und ihnen bei ihrem Engagement und bei der Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung beratend zur Seite stehen“", erläutert Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria und Initiator der Aktion. Vorbild könnte dabei das international verbreitete „Committed Giving“ sein. „Immer mehr Unternehmen verpflichten sich, jährlich ein oder zwei Prozent ihres Betriebsergebnisses für gemeinnützige Zwecke zu spenden. Würden Österreichs Unternehmen ein Prozent ihres Gewinns für gemeinnützige Projekte spenden, gäbe es rund 300 Millionen Euro für humanitäre, soziale, Bildungs- und Umweltanliegen.“, zeigt Lutschinger auf. Derzeit spenden Österreichs Unternehmen rund 50 Millionen Euro im Jahr für gemeinnützige Zwecke.

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen:

Insgesamt engagieren sich rund 83% der Unternehmen in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Dies zeigt die größte je durchgeführte Umfrage zum Spendenverhalten von Unternehmen im Auftrag des Fundraising Verbands. 77% bevorzugen Geld-, 48% Sach- und 36% Zeitspenden. 17% der Unternehmen unterstützen gemeinnützige Einrichtungen mit Pro-bono-Leistungen – also freiwillig geleisteter professioneller Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung.

Geldbeträge spenden Unternehmen in erster Linie für Kinderhilfe, Sportförderung, Menschen mit Behinderung und sozial Bedürftige. Durchschnittlich geben Unternehmen pro Jahr für Spenden 6.360,- Euro aus, das durchschnittliche, jährliche Sponsoring liegt bei knapp über 3.000,- Euro. Hauptmotive für die Unterstützung sind dabei allen voran die humanitäre und weltanschauliche Einstellung sowie der Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. "„Viele Firmen planen daher Spenden fix in ihrem Budget ein. Bei Großunternehmen trifft dies immerhin auf rund 73 Prozent zu, bei Kleinstunternehmen sind es rund 38 Prozent.“", betont Studienautor Dr. Bernhard Hofer, Geschäftsführer von Public Opinion.

Über die Aktion Wirtschaft hilft und den Spendenguide für Unternehmen:

Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ möchte Unternehmen unterstützen, gesellschaftlich aktiv zu werden und an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Zentrales Serviceinstrument ist der heute neu veröffentlichte Spendenguide für Unternehmen. Darin findet sich neben einem ausführlichen Service- und Informationsteil ein Überblick über die Arbeit und die Projekte von 42 gemeinnützigen Organisationen. Diese decken ein breites inhaltliches und gesellschaftliches Spektrum ab – von der Kinderhilfe über die Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu Wissenschaft und Forschung. Begleitet wird die Aktion vom Webportal www.wirtschaft-hilft.at.

Spendenideen werden prämiert:

Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ möchte engagierte Unternehmen auch vor den Vorhang holen. Bis Mitte Jänner 2019 sind Österreichs Unternehmen aufgerufen, ihre erfolgreichen, innovativen und kreativen Spendenprojekte mit österreichischen Unternehmen einzusenden. Im Frühjahr 2019 werden die besten als „Unternehmensspende des Jahres“ gekürt. Alle Ideen von der Weihnachtsspende bis zum ehrenamtlichen Einsatz eines Unternehmensteams sind willkommen. Alle Infos dazu unter www.wirtschaft-hilft.at/awards.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
18.10.2018

Lebensmittel-Handelskette Spar baut ihre Präsenz in Niederösterreich aus

In Österreich betreibt Spar 1.617 Standorte, wo 44.200 Mitarbeiter und 2.300 Lehrlinge beschäftigt sind In Österreich betreibt Spar 1.617 Standorte, wo 44.200 Mitarbeiter und 2.300 Lehrlinge beschäftigt sind

Mit 206 Geschäften, etwa je zur Hälfte eigenen Filialen und Standorten selbstständiger Kaufleute, präsentiert sich die Lebensmittel-Einzelhandelskette Spar „als der mit Abstand größte Nahversorger Niederösterreichs.“ Das betonte der Vorstandsvorsitzende der Spar Österreich AG Gerhard Drexel vor Journalisten im Klub der Wirtschaftspublizisten. Führend sei das Handelsunternehmen auch in der Lehrlingsausbildung. Zurzeit bildet Spar in Niederösterreich 300 Jugendliche in sechs Lehrberufen aus. 150 neue Lehrlinge sucht man dringend für die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bzw. zur Einzelhandelskauffrau sowie für den Lebensmittel- und Feinkostfachverkauf.

Im Dezember wird die Handelskette in der Gemeinde Lichtenau im Bezirk Krems-Land einen neuen Spar-Markt eröffnen, den ein selbständiger Kaufmann führen wird. Heuer gab es in Niederösterreich bereits Neueröffnungen in Wiener Neustadt, Reichenau/Rax und Spitz/Donau. Bis Ende des Jahres wird Spar auch die beiden bestehenden Geschäfte in Horn und Zistersdorf von Grund auf modernisieren. Ebenfalls 2018 kommen noch zwei Tankstellen-Shops in Melk und Amstetten dazu.

In Österreich betreibt Spar 1.617 Standorte, wo 44.200 Mitarbeiter und 2.300 Lehrlinge beschäftigt sind. Mit ihnen hat die Lebensmittel-Handelskette 2017 einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Spar-Gruppe, zu der die Auslandstöchter in Italien, Slowenien, Ungarn und Tschechien sowie der Sporthändler Hervis und die Handelsimmobilien-Gesellschaft SES (Spar European Shopping Centers) zählen, hat im Vorjahr mit 81.400 Beschäftigten Erlöse in der Höhe von 14,64 Milliarden Euro erzielt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
13.09.2018

Hotels in St. Pölten holen mit mehr Betten und längerer Aufenthaltsdauer auf

Hotels in St. Pölten holen mit mehr Betten und längerer Aufenthaltsdauer auf Hotels in St. Pölten holen mit mehr Betten und längerer Aufenthaltsdauer auf

In St. Pölten stehen heute zwar weniger Hotels als vor zehn Jahren, die Beherbergungsbetriebe haben aber mehr Zimmer, und auch die Aufenthaltsdauer der Gäste ist gestiegen. Das geht aus einer Studie des Immobilienberatungsunternehmens Christie & Co hervor, das den Hotelmarkt in Wien und in den Landeshauptstädten unter die Lupe genommen hat. „St. Pölten holt auf“, stellen die Autoren fest.

2017 sind in St. Pölten 15 Hotels mit knapp 500 Zimmern registriert gewesen. Während die Zahl der Betriebe im Vergleich zu 2007 um 6,3 Prozent zurückgegangen ist, hat es beim Zimmerangebot ein deutliches Plus um fast ein Fünftel – 18,9 Prozent – gegeben. Die durchschnittliche Zimmeranzahl pro Hotelbetrieb ist von 26 auf 33 gestiegen.

2017 haben die Hotels in der NÖ Landeshauptstadt knapp 54.000 Ankünfte verzeichnet. Mehr als ein Drittel der Nächtigungen entfallen auf Gäste aus dem Ausland, wobei Deutschland, die Schweiz und Italien die größten Herkunftsmärkte bilden. Auffallend sei, so die Berater von Christie & Co, dass – im Gegensatz zu den anderen Landeshauptstädten - die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in St. Pölten in den letzten zehn Jahren auf 1,9 Tage gestiegen ist.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
07.08.2018

Mostviertler Landwirte stehen vor extremen Herausforderungen

Mostviertler Landwirte stehen vor extremen Herausforderungen Mostviertler Landwirte stehen vor extremen Herausforderungen

Das Wirtschaften unter freiem Himmel wird immer schwieriger. Zu diesem Schluss kommt Andreas Pum, Hauptbezirksobmann des Bauernbundes im Bezirk Amstetten. „Unwetter, Trockenheit und Schädlingsbefall sind Folgen des Klimawandels, den die Landwirtschaft direkt und am stärksten zu spüren bekommt“, stellt er fest. Das heurige Jahr zeige sich diesbezüglich von den unterschiedlichsten Seiten, von guten Ernten bis zu 100 Prozent Ertragsausfällen. „Vor allem die Diskussion zum Thema Pflanzenschutz wird heftiger, was sowohl die Bewirtschaftung als auch die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln erschwert“, sagt Pum.

Dabei sei der Bezirk Amstetten von einer Vielfalt an Produktionsformen geprägt. „Veredelungsbetriebe für Milch und Fleisch sind der Schwerpunkt unserer Region. Und die Bioproduktion ist mittlerweile auf 20 Prozent Anteil gewachsen“, stellt Andreas Pum gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest. „Mit dem Ausbau der Berglandmilch, die eine neue Käserei sowie eine Milchübernahmehalle mit vier Rohmilchannahmespuren errichtet hat, sind auch die Abnahme und der Verkauf der Milchproduktion gesichert.“ Am Rinder- und Schweinesektor sorgen Vermarktungsgenossenschaften im Verkauf für mehr Stärke. Hingegen stehen zirka 18.000 Hektar Waldfläche vor einer schwierigen Entwicklung. Denn der Borkenkäferbefall, das Eschensterben und die Trockenheit setzen den Wäldern enorm zu.

Im Zunehmen im Bezirk sind die Alternativkulturen, wie etwa der häufiger angebaute Kürbis. Auch der Anbau von Soja erweise sich als Alternative mit Zukunft. Die Hauptkulturen bleiben dennoch Getreide und Mais mit rund 25.000 Hektar, obwohl die Anbauflächen im Vergleich zum Vorjahr heuer wieder reduziert worden sind. Vor allem der Rübenanbau – im Bezirk rund 800 Hektar – steht vor großen Herausforderungen. Erschwert wird die Zukunft des Anbaus durch den Druck vom Zuckermarkt, das Neonikotinoid-Verbot und die Klimaschwankungen.

Laut Andreas Pum wird das Investitionsförderprogramm im Bezirk Amstetten derzeit stärker genutzt als vorher. Investitionen, die in den letzten Jahren nicht erfolgt sind, werden jetzt nachgeholt. „Leider jedoch bewegt sich der Preisanstieg, der für eine angemessene Einkommensentwicklung notwendig wäre, noch immer hinter den Erwartungen“, stellt der Bauernbund-Obmann fest. Preise wie vor 40 Jahren würden die negative Entwicklung dokumentieren. „Die Erhöhung der Einheitswerte und der Sozialversicherungsbeiträge trägt auch nicht gerade zu einer Entspannung bei“, so Pum.

Was die Jungbauern betrifft, würden diese zwar in der Ausbildung und mit Förderungen unterstützt werden, aber trotzdem sei die Übernahme eines Hofes keine Selbstverständlichkeit, meint der Bauernbund-Obmann. Viele Faktoren würden für die Zukunft des Betriebes entscheidend sein. Sie reichen vom Mehraufwand für mehr Bürokratie, mehr Kontrollen und Auflagen in der Tierproduktion bis zur jeweiligen Situation in der Familie.

Akuten Handlungsbedarf sieht Pum bei der Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln nach deren Herkunft, die er für unabdingbar erklärt. Als wünschenswert nennt er ein Verbot von Schleuderpreisen für Lebensmittel in Handelsketten sowie einfache unbürokratische Ausgleichszahlungen für sämtliche Umwelt- und Tierschutzauflagen. Sein Schlusspunkt: „Eine faire Einkommensentwicklung unserer Landwirte, angepasst an die allgemeine gute Wirtschaftsentwicklung, sowie der Anspruch auf ein Privatleben mit Freizeit wären im 21. Jahrhundert allmählich selbstverständlich.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
25.06.2018

kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen

kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen

Nach der Übernahme von kika/Leiner durch die SIGNA Gruppe ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit euro delkredere eine Warenkreditversicherung zu gewinnen und entsprechende Verträge zu unterzeichnen. Dieser Schritt unterstreicht das hohe Vertrauen in die SIGNA Gruppe und in kika/Leiner. „Dadurch ist es möglich die geordneten Geschäftsbeziehungen zwischen unseren Lieferanten und uns wieder in Gang zu setzen," so Dr. Gunnar George, Geschäftsführer kika/Leiner. Für die Kundinnen und Kunden des Unternehmens bedeutet das, "dass, wie schon bisher, bestellte Ware garantiert geliefert wird, nun aber, durch die Kreditversicherung, eine zusätzliche Sicherheit gegeben ist", so George weiter.

Der Abschluss neuer Verträge ist ein weiterer Schritt zur nachhaltigen Zukunftssicherung des österreichischen Traditionsunternehmens kika/Leiner.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
13.09.2018

Neues Arbeitszeitgesetz in Kraft: Die wichtigsten Neuerungen

Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen. Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen.

Seit 1. September 2018 gelten die aktuellen Änderungen im Arbeitszeitgesetz und im Arbeitsruhegesetz. Kernstück ist die Anhebung der täglichen Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden. Über diese und wichtige weitere Änderungen informiert das Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen TPA.

Die gravierendste – und bis zuletzt heftig diskutierte – Änderung im Arbeitszeitgesetz (AZG) betrifft die Erlaubnis für Arbeitgeber, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab sofort bei Bedarf vorübergehend ohne Verwaltungsstrafen bis zu zwölf Stunden pro Tag bzw. 60 Stunden pro Woche beschäftigen zu dürfen, womit eine weitgehende Entkriminalisierung der Arbeitspraxis möglich sein sollte. Die nun mit der Novelle erlaubte zusätzliche 11. und 12. Stunde ist grundsätzlich als Überstunde abzugelten.

Aber:

Arbeitnehmer können Überstunden, die über zehn Stunden täglich bzw. 50 Stunden wöchentlich hinausgehen, ohne Angabe von Gründen ablehnen, und sie dürfen aus diesem Grund nicht benachteiligt werden – etwa, was das Entgelt oder die Aufstiegschancen betrifft.

Wird ein Arbeitnehmer dennoch gekündigt, kann die ausgesprochene Kündigung binnen zwei Wochen bei Gericht angefochten werden.

Zudem können Arbeitnehmer selbst wählen, ob sie Überstunden, die über die zehn bzw. 50 Stunden hinausgehen, in Geld oder mit Zeitausgleich vergütet bekommen wollen.

Bis 31.8.2018 durften Mitarbeiter – je nach gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Lage – maximal bis zu zehn Stunden am Tag bzw. 50 Stunden pro Woche beschäftigt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen war es allerdings möglich, per Betriebsvereinbarung oder mit Einzelvereinbarungen bis zu zwölf Stunden pro Tag bzw. 60 Stunden pro Woche beschäftigt zu werden. Diese Regelung zu Sonderüberstunden ist mit der Novelle entfallen.

Tipp: Unverändert aufrecht bleibt die Bestimmung, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Vier-Monats-Zeitraum im Schnitt maximal 48 Stunden pro Woche beschäftigt werden dürfen. Wichtig ist auch, dass alle für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer günstigere Regelungen in Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen durch die Novelle nicht berührt werden.

Für Gleitzeit-Vereinbarungen gilt künftig Folgendes: Gleitzeit-Arbeitende können seit 1.9.2018 für das gesetzlich zulässige Ausmaß der Normalarbeitszeit von zwölf Stunden herangezogen werden, wenn sichergestellt ist, dass sie ein Zeitguthaben auch ganztägig verbrauchen können und der Verbrauch im Zusammenhang mit einer wöchentlichen Ruhezeit nicht ausgeschlossen ist.

Tipp: Zu beachten ist, dass die Gleitzeitvereinbarung die Möglichkeit vorsehen muss, dass Gleittage in Anspruch genommen werden können. Und sie darf auch die Möglichkeit zur Konsumation in Form verlängerter Wochenenden nicht ausschließen.

Arbeitet nun der Mitarbeiter unter diesen Voraussetzungen an einem Tag aufgrund der autonomen, von ihm selbst vorgenommenen Zeiteinteilung mehr als zehn Stunden, aber höchstens zwölf Stunden, handelt es sich dabei um Normalarbeitszeit.

Überstunden liegen nur dann vor, wenn der Arbeitgeber trotz Gleitzeit Arbeitsstunden anordnet, die über die Normalarbeitszeit von acht Stunden am Tag bzw. 40 Stunden in der Woche hinausgehen.

Tipp: Zu beachten ist, dass viele Kollektivverträge vorsehen, dass auch bei Gleitzeit die Normalarbeitszeit mit zehn Stunden begrenzt bleibt und die 11. und die 12. Stunde des Tages als Überstunde gelten. Damit fällt für diese ein Überstundenzuschlag an.

Ausnahme von der Wochenend- und Feiertagsruhe

Das Arbeitsruhegesetz (ARG) sieht vor, dass Mitarbeitern eine ununterbrochene Ruhezeit von 36 Stunden zu gewähren ist, in die auch der Sonntag fällt. Mitarbeiter dürfen am Wochenende also grundsätzlich aufgrund der sogenannten Wochenendruhe nicht beschäftigt werden.

Seit 1. September 2018 gilt aber folgende Ausnahmeregelung: Bei vorübergehend auftretendem besonderen Arbeitsbedarf darf durch Betriebsvereinbarung eine Ausnahme von der Wochenend- und der Feiertagsruhe zugelassen werden, und zwar an maximal vier Wochenenden oder Feiertagen pro Arbeitnehmer und Jahr. In Betrieben ohne Betriebsrat ist dafür eine schriftliche Einzelvereinbarung notwendig.

Wenn zum Beispiel die Ausnahmen von der Wochenend- und Feiertagsruhe für wiederkehrende Ereignisse abgeschlossen werden – etwa jedes Jahr für die Weihnachts- oder Osterzeit – ist der entsprechende Anlass in der Betriebsvereinbarung bzw. in der schriftlichen Einzelvereinbarung festzuhalten.

Tipp: Bitte beachten Sie, dass eine Ausnahme von der Wochenendruhe nicht an vier aufeinander folgenden Wochenenden erfolgen darf.

Ohne Betriebsvereinbarung dürfen Arbeitnehmer die Wochenend- und Feiertagsarbeit grundlos ablehnen. Sie dürfen deshalb weder bei Entgelt noch bei Aufstiegsmöglichkeiten oder Versetzung benachteiligt werden. Vor allem dürfen sie deswegen nicht gekündigt werden. Wird der Arbeitnehmer dennoch gekündigt, kann er die ausgesprochene Kündigung binnen zwei Wochen bei Gericht anfechten.

Sonderregel Einzelhandel

Für den Einzelhandel gibt es die Möglichkeit, betriebsintern an vier Wochenenden oder Feiertagen pro Jahr eine Ausnahme von der Wochenende- bzw. Feiertagsruhe zu vereinbaren, nicht. Denn Verkaufstätigkeiten sind nach dem Öffnungszeitengesetz geregelt.

WICHTIG – Neue Ausnahme für nahe Angehörige

Neu ist seit 1. September 2018 auch, dass bestimmte nahe Angehörige weder dem Arbeitszeit- noch dem Arbeitsruhegesetz unterliegen. Das betrifft Familienmitglieder, die im Rahmen von Dienstverhältnissen beschäftigt und bei der Gebietskrankenkasse als Dienstnehmer gemeldet sind.

Als nahe Angehörige gelten

die Eltern,

volljährige Kinder,

der/die im gemeinsamen Haushalt lebende Ehegatte/-gattin oder eingetragene Partner/in, sowie

der/die Lebensgefährte/-gefährtin, wenn diese/r mit dem Arbeitgeber seit mindestens drei Jahren im gemeinsamen Haushalt lebt.

Diese Ausnahme wirkt auch nur, wenn es sich bei dem Unternehmen/Arbeitgeber um ein Einzelunternehmen handelt. Kapitalgesellschaften bzw. im Firmenbuch eingetragene Personengesellschaften wie Kommanditgesellschaften (KG) und offene Gesellschaften (OG) können diese Regelung nicht in Anspruch nehmen.

Die Ausnahme von AZG und vom ARG greift aber nur dann, wenn

die gesamte Arbeitszeit des nahen Angehörigen aufgrund der besonderen Merkmale der Tätigkeiten nicht messbar bzw. nicht festlegbar ist, oder

die gesamte Arbeitszeit des nahen Angehörigen aufgrund der besonderen Merkmale der Tätigkeit die Selbstfestlegung der Arbeitszeit durch den Arbeitnehmer erfordert.

Ebenfalls von den Regelungen befreit sind leitende Angestellte und – dies ist neu – sonstige Arbeitnehmer, denen maßgebliche selbstständige Entscheidungsbefugnis übertragen ist.

Sonderfall Hotel- und Gastgewerbe

Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen. Auch die nun in Kraft getretene Neuregelung sieht vor, dass für Arbeitnehmer im Hotel- und Gastgewerbe bei geteilten Diensten die tägliche Ruhezeit auf mindestens acht Stunden verkürzt werden kann.

Aber folgende wesentliche Änderungen sind dabei zu beachten: Bei geteilten Diensten

erlaubt das AZG selbst die Verkürzung der Ruhezeit,

betrifft die Verkürzung der täglichen Ruhezeit vollzeit- und auch teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer,

wird die Verkürzung der Ruhepause nicht bloß in Saisonbetrieben, sondern in allen Betrieben des Hotel- und Gastgewerbes möglich.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
inhalt
inhalt
inhalt
inhalt
inhalt
inhalt
inhalt
inhalt
inhalt
inhalt
18.10.2018

INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit

INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit

Nach dem gelungenen Test in elf Hypermärkten in Salzburg und der Steiermark wird das neue, innovative Papiersackerl nun österreichweit ausgerollt. Die umweltfreundliche und recycelbare Alternative zum altbekannten dünnen Plastiksackerl gibt es ab sofort in sämtlichen INTERSPAR-Hypermärkten. Die Papiersackerl bestehen aus transparentem, FSC-zertifiziertem Pergamentpapier und sind sogar feuchtigkeitsresistent. In sauberem Zustand sind sie über das Altpapier zu entsorgen, verschmutzt über die Bio-Tonne.

Die biologisch abbaubare Alternative

„Wir sind stolz unseren Kundinnen und Kunden mit dem Papiersackerl ab sofort eine ökologisch wertvolle Alternative zum herkömmlichen Plastiksackerl anbieten zu können. Die hohe Funktionalität konnte im Testlauf eindeutig bestätigt werden und auch die Akzeptanz bei unseren Kundinnen und Kunden ist erfreulich groß. Das Thema Plastikreduktion ist in der Bevölkerung angekommen. In Zukunft bieten wir Kunden in ganz Österreich die Möglichkeit, ein klares Signal für unsere Umwelt zu setzen“, zeigt sich INTERSPAR Österreich-Geschäftsführer Mag. Markus Kaser begeistert von der Entwicklung. Die Wahlfreiheit, ob nun zum neuen, biologisch abbaubaren Papiersackerl oder zum herkömmlichen Plastiksackerl gegriffen wird, haben die Kunden dabei nach wie vor.

Maßnahmen zur Plastik-Reduktion

SPAR und INTERSPAR tragen mit unterschiedlichsten Maßnahmen zur Reduktion von Kunststoff bei. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus haben SPAR und INTERSPAR im vergangenen Jahr über 20 Prozent an Obst- und Gemüsesackerln eingespart. In allen Sortimentsbereichen wird auf eine ressourcenschonende Verpackung geachtet, so wurde beispielsweise die Verpackung der SPAR enjoy Sandwiches von Plastik auf Karton umgestellt mit einer Plastik-Einsparung von 22 Tonnen Kunststoff pro Jahr.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
24.07.2018

Diskotheken fordern Fair Play im Veranstaltungsbereich für alle

Wenn wir aber einen Event mit 400 Besuchern haben, gehen die Bestellungen in Sekundentakt ein. Und das mit Beträgen von drei bis vier Euro. Wenn wir aber einen Event mit 400 Besuchern haben, gehen die Bestellungen in Sekundentakt ein. Und das mit Beträgen von drei bis vier Euro.

Obwohl es den heimischen Diskotheken gelungen ist, ihre Gäste mit noch mehr speziellen Themenveranstaltungen erfolgreich anzusprechen, beklagt die Branche inzwischen, dass bereits an jedem Öffnungstag eine neue Attraktion erwartet wird. „Das ist schier unmöglich“, erklärt Kurt Reischer, Diskothekenbesitzer und Ausschussmitglied der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Niederösterreich dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Das Problem liegt eindeutig darin, dass es bereits zu viel solcher Angebote gibt und dass viele Vereine ihre Veranstaltungen mittlerweile das ganze Jahr über machen. Es vergeht wirklich kein Tag mehr, an dem nicht irgendwo ein Event stattfindet.“

Kurt Reischer fordert daher Fair Play für alle. „Es geht einfach nicht an, dass Gastronomie und Vereine nach zweierlei Maß gemessen werden. Registrierkasse, Veranstaltungsgenehmigung, Versteuerung und Mitarbeiteranmeldung müssen endlich für alle gleich gelten. Wenn das so weiter geht, können kleinere Diskotheken, Tanzlokale und Bars zusperren.“

Lob spricht Kurt Reischer hingegen der türkis-blauen Bundesregierung aus. „Für die Gastronomie ist die vieldiskutierte 12-Stunden-Regelung positiv, da es bei Veranstaltungen oft nicht anders geht“, sagt er. Auch der Grundsatz „Beraten statt strafen“ im Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung müsse positiv erwähnt werden. „Dennoch wünschen wir uns keinesfalls Gesetze, die nicht praxisgerecht sind, wie etwa die Belegerteilung bei Kleinstbeträgen“, so Kurt Reischer. „Laut Registrierkassenverordnung muss für jede Konsumation ein Beleg ausgedruckt werden. Wenn wir aber einen Event mit 400 Besuchern haben, gehen die Bestellungen in Sekundentakt ein. Und das mit Beträgen von drei bis vier Euro. Wir wollen daher, dass Rechnungen mit kleineren Beträgen ausgenommen werden und hoffen, dass das auch rasch zur Umsetzung gelangt.“

Zurzeit gibt es in Niederösterreich 278 Bars, Tanzlokale, Clubbing-Lounges und Diskotheken, die 687 Mitarbeiter beschäftigen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
26.11.2018

Fotografengewerbe hat Mühe, im Strukturwandel festen Boden zu gewinnen

 „Nur 200 der in ganz Österreich tätigen 8.000 Fotografen haben eine Zertifzierung – den Qualified Austrian Photographer, und 100 davon einen Meistertitel“ „Nur 200 der in ganz Österreich tätigen 8.000 Fotografen haben eine Zertifzierung – den Qualified Austrian Photographer, und 100 davon einen Meistertitel“

„Über viele Jahre hat es im Bezirk Baden rund 40 bis 50 Fotografen gegeben. Dann kam im Jahr 2014 die Liberalisierung, und heute sind rund 300 Fotografen allein in meiner Region gemeldet“, teilt Christian Schörg, Fotografen-Innungsmeister-Stellvertreter in der NÖ Wirtschaftskammer dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. „Das bedeutet, dass es nur mehr über den Preis geht. Früher ging es darum, wie beispielsweise eine Hochzeit fotografisch zu gestalten ist. Heute bekomme ich eine Anfrage per Mail, was eine Hochzeit kostet. Da ich eine solche Frage ohne Zusatzinformation nicht beantworten kann – schließlich können es 400 Euro bei einer standesamtlichen Hochzeit sein, aber auch 5.000 Euro, und das schreibe ich auch so zurück –, höre und sehe ich in der Regel nichts mehr, weil sicher ein Kollege bereits ohne Rückfrage 300 Euro zurückgeschrieben hat.“

In Österreich gibt es derzeit 8.000 Fotografen gegenüber 2.300 bis 2.800 davor. In Niederösterreich sind es jetzt rund 1.500 Fotografen gegenüber etwa 300 vor der Liberalisierung. Viele dieser neu angemeldeten Fotografen betreiben dieses Gewerbe nur im Nebenerwerb. „Das bedeutet,“ sagt Schörg, „sie können ihre Leistung günstiger anbieten, weil sie in der Regel nur Einpersonenunternehmer sind, während ich Mitarbeiter habe, die fix mit einem Gehalt angestellt sind. Darüber hinaus fallen diese Kollegen vielfach unter die Kleinunternehmerregelung ohne Umsatzsteuer – was für mich als hauptberuflichen Unternehmer mit mehreren Standorten auch nicht gilt“, so der Innungsmeister-Stellvertreter, Jedenfalls sieht er darin eine massive Benachteiligung der hauptberuflichen Fotografen.

Was Christian Schörg insbesondere bemängelt, ist der Umstand, dass der Großteil der neu angemeldeten Fotografen Fotos herstellt, ohne eine Ausbildung zu haben. „Nur 200 der in ganz Österreich tätigen 8.000 Fotografen haben eine Zertifzierung – den Qualified Austrian Photographer, und 100 davon einen Meistertitel“, berichtet er. Die Liberalisierung der Fotobranche habe die Meisterprüfung als bis dahin gültige höchste Ausbildungsstufe obsolet gemacht. Allerdings gäbe es nach wie vor viele Kunden aus der Industrie, die ISO-zertifizierte Industriefotografie zu schätzen wissen. Zudem hätten sich viele hauptberufliche Fotografen oft bedarfsgerecht spezialisiert, was entsprechende Anfragen und Aufträge zur Folge hat. Dazu zählen beispielsweise Imagekampagnen, Luftbilder oder die Schulfotografie.

Nicht erfreulich ist der Stand der Lehrlingsausbildung. Gab es in Niederösterreich heuer vor dem Sommer sieben Lehrlinge, sind es noch vor wenigen Jahren über 100 gewesen. Dass das Interesse an einer hauptberuflichen Ausbildung in dieser Branche nur gering ist, verwundert den langjährigen Fotografen allerdings nicht. „Nur rund 600 der 8.000 Fotografen in Österreich können davon auch wirklich leben“, resümiert Schörg.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
06.11.2018

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Die aktuelle Inflation, erhöhte Personal- und Energiekosten, und die deutlich steigenden Kosten bei Rohstoffen als Folge einer schlechten Ernte bei der Braugerste aufgrund der heurigen Dürre und Hitzewelle, führen auch in der Brau Union Österreich zu Kostensteigerungen. Diese können innerhalb des Unternehmens durch Effizienzsteigerungen nur teilweise aufgefangen werden. Die Bierpreise für unsere Kunden werden deshalb ab 1. Dezember 2018 im Durchschnitt um rund 3 % Prozent angepasst.

„Unser erklärtes Ziel ist es, mit unseren Partnern in Gastronomie und Lebensmittelhandel den Konsumenten beste österreichische Qualität zu fairen Preisen anbieten zu können. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft nachhaltig die österreichische Bierkultur und die Vielfalt der heimischen Biere fördern“, betont Generaldirektor Dr. Magne Setnes.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
06.11.2018

Förderprogramm JumpStart schafft für Jungunternehmen den passenden Rahmen

Dritte Ausschreibungsrunde von JumpStart erfolgreich abgeschlossen – Mit Förderung von Female Founders werden unter anderem auch weibliche Start-ups gezielt unterstützt Dritte Ausschreibungsrunde von JumpStart erfolgreich abgeschlossen – Mit Förderung von Female Founders werden unter anderem auch weibliche Start-ups gezielt unterstützt

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) hat gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) die dritte Ausschreibungsrunde des Programms JumpStart erfolgreich abgeschlossen. Aus 24 eingereichten Projekten hat eine unabhängige Expertenjury die besten Konzepte ausgewählt, die nun als Inkubatoren mit jeweils bis zu 150.000 Euro unterstützt werden. Diese sind: Female Founders, Lemmings und The Ventury aus Wien, Climate KIC aus Niederösterreich und I.E.C.T. aus Tirol. Schwerpunkt des Programms liegt dabei auf der Unterstützung und Weiterentwicklung heimischer Inkubatoren und Akzeleratoren, die innovativen Start-ups nicht nur Büro-, Labor-, oder Produktionsflächen, sondern insbesondere maßgeschneiderte Beratungsleistungen zur Verfügung stellen.

„Unsere innovativen Start-ups brauchen die besten Rahmenbedingungen. Mit dem JumpStart-Programm leisten wir einen wichtigen Beitrag, um aus Ideen erfolgreiche Geschäftsmodelle zu machen. Besonders positiv ist, dass wir in dieser Runde mit der Unterstützung von Female Founders auch gezielt Frauen in Start-ups unterstützen können. Wir brauchen mehr Gründerinnen und dafür braucht es neben Mut und Eigeninitiative auch entsprechende Rahmenbedingungen“, sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Projekte aus ganz Österreich

Im Rahmen der dritten Ausschreibungsrunde wurden 24 Anträge aus ganz Österreich eingereicht. Neben bekannten und in der Szene fest verankerten Akteuren konnten in dieser Runde auch viele junge Initiativen angesprochen werden. Die Bandbreite der Bewerber und der ausgewählten Projekte reichte dabei von „Stand-alone“- über Corporate-Inkubatoren und Technologiezentren bis hin zu akademischen Akzeleratoren und verteilt sich über alle Start-up-relevanten Branchen, wie Life Sciences, IT, Web/Mobile, Dienstleistungen und Hardware.

„Um ihre Ideen umzusetzen, brauchen Start-ups neben finanziellen Ressourcen eine Arbeitsumgebung, in der sie sich ganz auf ihre Projekte konzentrieren und gleichzeitig von der Vernetzung und vom lebendigen Erfahrungsaustausch mit anderen Start-ups profitieren können. Mit aws JumpStart unterstützen wir die besten Inkubatoren und schaffen damit die notwendigen Rahmenbedingungen“, sagt die aws Geschäftsführung, Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister.

In einem ersten Schritt wurden in der Förderungsschiene nun geeignete Inkubatoren und Akzeleratoren ausgewählt und unterstützt. Damit wird für Unternehmungen ein produktiver und unbürokratischer Rahmen geschaffen, in dem sie sich entwickeln können. Zudem brauchen besonders innovative Start-ups auch selbst Finanzierung. In einem zweiten Modul des Förderungsprogramms werden daher vielversprechende Start-ups auch direkt unterstützt. Bis zu fünf der Unternehmen, die sich in einem JumpStart Inkubator/ Akzelerator befinden, werden dazu ausgewählt. Pro Start-up ist eine Förderung von 22.500 Euro vorgesehen.

Die Projekte im Überblick:

Climate KIC

Climate KIC ist Europas größtes öffentlich-privates Netzwerk für Klimaschutzinnovation, das sowohl in Österreich als auch in 31 weiteren europäischen Ländern tätig ist. Durch das enorme Partnernetzwerk von mehr als 330 Forschungsinstitutionen, Bildungseinrichtungen und KMU wird den Start-ups in den Bereichen der Entwicklung von grünen Finanzinstrumenten, nachhaltigen Produktionssystemen, klimafreundlicher Landnutzung und nachhaltiger Städtenutzung ein breites Angebot an Coachings und Workshops geboten.

Female Founders

Der Female Founders Verein wurde 2016 von Lisa-Marie Fassl, Tanja Sternbauer und Nina Wöss gegründet, um eine Plattform zur stärkeren Vernetzung und Förderung von Frauen im Start-up Bereich zu schaffen. Mittlerweile hat sich die Female Founders Community auch international einen Namen gemacht, mit Mitgliedern aus mehr als 10 Nationen. Diese Community dient in weiterer Folge der Akquise von Unternehmen für das geplante Accelerator-Programm, das ausgewählte Projekte zu einer „investment-readiness“ und einem erfolgreichen Markteintritt führen soll.

I.E.C.T.

Die private Institution I.E.C.T. – Institute for Entrepreneurship Cambridge – Tirol hat mit Ihrem Co-Founder Dr. Hermann Hauser, dem Mitbegründer des Cambridge Phenomenon, ein Urgestein mit an Bord, das einen essentiellen Beitrag zum Aufbau einer aufstrebenden Entrepreneurship-Kultur beigetragen hat. I.E.C.T. bietet bestehenden und etablierten Unternehmen als auch der Industrie durch einen Strategie-Support und Innovationsscouting die optimalen Voraussetzungen, um auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Lemmings

Lemmings ist ein Wiener Early-Stage Inkubator und Akzelerator mit einem Schwerpunkt auf Emerging Technology wie Artificial Intelligence, Blockchain und Virtual & Augmented Reality. Das Gründerteam Thomas Schranz und Allan Berger weist bereits große Erfahrung durch die Gründung Ihres Start-ups Blossom auf, dass ein Projektmanagement Service für Software-Teams bereitstellt. Lemmings hat in den letzten zwei Jahren über 200 Teilnehmer betreut und um die Talente noch besser zu fördern und anzuziehen, wird jetzt ein Programm namens "Project Magic" etabliert.

The Ventury

The Ventury wurde 2016 unter anderem von Christoph Aschberger, Christoph Bitzner und Jakob Reiter in Wien gegründet. Zusammengefunden haben sich die drei durch die gemeinsame Arbeit am Start-up Simplewish, das auch weiterhin operativ agiert. Ihre Erfahrungen sammelten die Gründer im österreichischen Start-up Ökosystem als Mentoren, Jury-Mitglieder und Vortagende für Organisationen und Bildungseinrichtungen. Der Fokus des Inkubator- und Akzelerator Programms liegt in der operativen Unterstützung von Start-ups im Bereich Conversational Interfaces, AI und Machine Learning.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
18.10.2018

In NÖ generieren Einkaufs- und Fachmarktzentren fast 2,7 Umsatzmilliarden

In NÖ generieren Einkaufs- und Fachmarktzentren fast 2,7 Umsatzmilliarden In NÖ generieren Einkaufs- und Fachmarktzentren fast 2,7 Umsatzmilliarden

Einen Gesamtumsatz von knapp zwei Milliarden Euro – exakt 1,95 Milliarden – haben die 17 großen Einkaufszentren (Shopping Malls) 2017 in Niederösterreich erwirtschaftet. Sie erstrecken sich über eine vermietbare Fläche von 546.000 Quadratmetern und beherbergen unter ihrem Dach fast 1.200 Geschäfte der verschiedensten Branchen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst einer aktuellen Studie über die österreichischen Handelsagglomerationen, die das Badener Marktforschungsinstitut Standort+Markt erstellt hat.

Mit Abstand größtes Einkaufszentrum Niederösterreichs und auch von Österreich ist die Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf. Dort sind auf fast 200.000 Quadratmetern Mietfläche 328 Geschäfte situiert. Im landesweiten Ranking der Einkaufszentren auf Platz zwei liegt das G3 Shopping Resort Gerasdorf mit 70.000 Quadratmetern Mietfläche und 139 Geschäften, gefolgt vom Fischapark Wiener Neustadt mit 43.000 Quadratmetern und 116 Geschäften auf Rang drei.

Unter die Lupe genommen hat Standort+Markt auch die Fachmarktzentren (Retail Parks). Hier liegt Niederösterreich im Vergleich der Bundesländer bei den Kennzahlen vermietbare Fläche, Zahl der Geschäfte und erzielter Umsatz klar an der Spitze. 2017 haben zwischen Enns und Leitha 30 Fachmarktzentren mit 544 Geschäften auf 306.000 Quadratmetern Mietfläche einen Gesamtumsatz von 676 Millionen Euro erwirtschaftet.

In der Statistik dieser Studie fällt das starke Wachstum der Handelsflächen in der Waldviertler Bezirkshauptstadt Horn auf. Dort ist das Fachmarktzentrum Shopping Horn mit 31.900 Quadratmetern vermietbarer Fläche und 49 Geschäften zu Niederösterreichs größtem Retail Park aufgestiegen. Auf Platz zwei liegt das Fachmarktzentrum Shopping Bruck/Leitha mit 25.000 Quadratmetern und 40 Geschäften, auf Platz drei das Wiener Neustädter Fachmarktzentrum Neustadt Nord mit 18.500 Quadratmetern und 26 Geschäften.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
02.09.2018

Doch eine Bananenrepublik? Europas erster Bananenwein kommt aus Österreich!

Unter der Burg Kreuzenstein wächst Europas erster Bananenwein Unter der Burg Kreuzenstein wächst Europas erster Bananenwein

Sogar das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) hat schon über das nicht alltägliche Produkt und seinen Schöpfer berichtet. Am Entstehungsort der Kuriosität im Weinviertel allerdings sind beide nahezu unbekannt: Im Erdgeschoß eines Einfamilienhauses in Leobendorf im Bezirk Korneuburg erzeugt der gebürtige Kongolese Yves Chikuru den – nach eigenen Angaben – ersten Bananenwein Europas. Aus 100 Kilogramm alten Bananen, deren Qualität top ist, die aber aufgrund der Verfärbung ihrer Außenhaut keinen Verzehr mehr finden, gewinnt er 30 bis 40 Liter Wein.

„Wenn eine Banane braune Punkte auf der Schale hat oder zu süß schmeckt, wird sie meist weggeschmissen“, stellt Chikuru fest. Solche Früchte kaufe er um den Hälftepreis - zehn Euro pro Kiste - einem Wiener Obstgroßhändler ab, verarbeite sie zu dem alkoholischen Getränk und habe so bereits 30 Tonnen Bananen „gerettet“. Wegen seines vergleichsweise hohen Zuckergehaltes entfalte Bananenwein ein besonderes Aroma und schmecke ähnlich einem Dessertwein, wie z.B. einer Beerenauslese oder einem Sherry, erklärt Chikuru.

Unter der Burg Kreuzenstein schreitet der Weinmacher aus Zentralafrika drei- bis viermal pro Jahr an die Produktion. Dazu schält er die Bananen, püriert das Fruchtfleisch durch eine Quetsche und sammelt die trübe Flüssigkeit, die sich nach einiger Zeit vom Bananenmark absetzt. Nach Zugabe von Hefe, wochenlanger Gärung im Stahltank, Schwefelung und Filtration füllt er den Bananenwein schließlich in Glasgebinde.

„Bis jetzt habe ich mehr als 4.000 Flaschen produziert und die gesamte Menge verkauft“, berichtet Chikuru dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Erhältlich ist der Bananenwein um 9,50 Euro pro Flasche an seinem Stand am Wiener Naschmarkt. Aufgrund des Erfolges mit der Paradiesfeige wagt er sich jetzt an die Verarbeitung weiterer reifer, unverkäuflicher Früchte und produziert u.a. Mangolikör, Ananaswein und Essig aus Bananen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn

ganz nach oben

RSS Feeds dbn - Du bist Nachrichten RSS: WienNiederösterreichOberösterreichBurgenlandSteiermarkKärntenSalzburgTirolVorarlberg

Über dbn ImpressumKontakt Häufige Fragen & Antworten Leserbrief

 

 

Die Artikel auf dbn.at werden von einem wirtschaftlich und politisch unabhängigen Redaktionsteam und teilweise auch von autorisierten Benutzern veröffentlicht.

Die Platzierung, Reihung, Veröffentlichungsdauer und eine eventuelle Löschung der Artikel wird ausschließlich von den Lesern durch direkte und indirekte Bewertungen bestimmt.

© 2008 -2018 dbn.at



Danke für Ihre Meinung zu diesem Artikel!

Sie haben dadurch die Platzierung und die Veröffentlichungsdauer des Artikels aktiv beeinflusst.

Laden Sie Ihre Freunde und Bekannte ein, auch ihre Meinung abzugeben!