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Wirtschaft

28.10.2019

Nur 14 Prozent der Unternehmer befassen sich mit der Betriebsnachfolge

In den nächsten Jahren werden sich Tausende Unternehmer in den Ruhestand verabschieden. Damit rückt die Nachfolgeplanung unweigerlich in den Fokus der Betrachtung. In den nächsten Jahren werden sich Tausende Unternehmer in den Ruhestand verabschieden. Damit rückt die Nachfolgeplanung unweigerlich in den Fokus der Betrachtung.

In den nächsten Jahren werden sich Tausende Unternehmer in den Ruhestand verabschieden. Damit rückt die Nachfolgeplanung unweigerlich in den Fokus der Betrachtung. Sie sollte möglichst frühzeitig einsetzen und auch unvorhergesehene Notfälle einbeziehen. Eine praxiserprobte Möglichkeit, sich auf dieses Thema vorzubereiten, bietet die Teilnahme an den KMU Unternehmerboards von „The Alternative Board“ (TAB).

Eine TAB-Befragung unter 165 Firmenchefs von KMU aus dem Herbst 2018 hat ergeben, dass sich nur knapp 14 Prozent der Unternehmer mit dem Thema Nachfolge ausführlich auseinandersetzen und dass gut die Hälfte das bisher gar nicht getan hat. Ein effizienter Weg, diesen Mangel zu beheben, ist die Teilnahme an einem TAB Unternehmerboard. Seit Anfang 2019 gibt es solche Boards auch in Niederösterreich. In Form moderierter monatlich stattfindender Arbeitsmeetings bieten sie eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung auf Augenhöhe.

In den Boards taucht zunächst immer wieder die Frage auf, wann und wie die Vorbereitung auf eine Betriebsübergabe überhaupt starten soll. Soll die Nachfolge innerhalb der Familie erfolgen und ist die nächste Generation involviert? Oder stehen die Hereinnahme eines strategischen Partners oder der Verkauf an? Wie ist der Zustand des Unternehmens, ist in den letzten Jahren noch rechtzeitig investiert worden? Was soll die Rolle des Unternehmers sein, nachdem die Übergabe erfolgt ist? Und gibt es einen Notfallplan mit testamentarischen Regelungen für den plötzlichen Ausfall des Eigentümers?

Auf all diese und noch viele weitere Fragen erhalten die Unternehmer in den Boards Auskunft, Tipps, Ratschläge und Erfahrungsberichte von anderen Unternehmern. Ziel ist es, über den eigenen Tellerrand zu schauen und von praxiserprobten Lösungen zu profitieren. Die schlechteste aller Varianten ist, wenn die Nachfolge einfach passiert und gesetzliche Regelungen zur Anwendung kommen müssen.

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13.09.2018

Neues Arbeitszeitgesetz in Kraft: Die wichtigsten Neuerungen

Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen. Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen.

Seit 1. September 2018 gelten die aktuellen Änderungen im Arbeitszeitgesetz und im Arbeitsruhegesetz. Kernstück ist die Anhebung der täglichen Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden. Über diese und wichtige weitere Änderungen informiert das Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen TPA.

Die gravierendste – und bis zuletzt heftig diskutierte – Änderung im Arbeitszeitgesetz (AZG) betrifft die Erlaubnis für Arbeitgeber, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab sofort bei Bedarf vorübergehend ohne Verwaltungsstrafen bis zu zwölf Stunden pro Tag bzw. 60 Stunden pro Woche beschäftigen zu dürfen, womit eine weitgehende Entkriminalisierung der Arbeitspraxis möglich sein sollte. Die nun mit der Novelle erlaubte zusätzliche 11. und 12. Stunde ist grundsätzlich als Überstunde abzugelten.

Aber:

Arbeitnehmer können Überstunden, die über zehn Stunden täglich bzw. 50 Stunden wöchentlich hinausgehen, ohne Angabe von Gründen ablehnen, und sie dürfen aus diesem Grund nicht benachteiligt werden – etwa, was das Entgelt oder die Aufstiegschancen betrifft.

Wird ein Arbeitnehmer dennoch gekündigt, kann die ausgesprochene Kündigung binnen zwei Wochen bei Gericht angefochten werden.

Zudem können Arbeitnehmer selbst wählen, ob sie Überstunden, die über die zehn bzw. 50 Stunden hinausgehen, in Geld oder mit Zeitausgleich vergütet bekommen wollen.

Bis 31.8.2018 durften Mitarbeiter – je nach gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Lage – maximal bis zu zehn Stunden am Tag bzw. 50 Stunden pro Woche beschäftigt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen war es allerdings möglich, per Betriebsvereinbarung oder mit Einzelvereinbarungen bis zu zwölf Stunden pro Tag bzw. 60 Stunden pro Woche beschäftigt zu werden. Diese Regelung zu Sonderüberstunden ist mit der Novelle entfallen.

Tipp: Unverändert aufrecht bleibt die Bestimmung, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Vier-Monats-Zeitraum im Schnitt maximal 48 Stunden pro Woche beschäftigt werden dürfen. Wichtig ist auch, dass alle für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer günstigere Regelungen in Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen durch die Novelle nicht berührt werden.

Für Gleitzeit-Vereinbarungen gilt künftig Folgendes: Gleitzeit-Arbeitende können seit 1.9.2018 für das gesetzlich zulässige Ausmaß der Normalarbeitszeit von zwölf Stunden herangezogen werden, wenn sichergestellt ist, dass sie ein Zeitguthaben auch ganztägig verbrauchen können und der Verbrauch im Zusammenhang mit einer wöchentlichen Ruhezeit nicht ausgeschlossen ist.

Tipp: Zu beachten ist, dass die Gleitzeitvereinbarung die Möglichkeit vorsehen muss, dass Gleittage in Anspruch genommen werden können. Und sie darf auch die Möglichkeit zur Konsumation in Form verlängerter Wochenenden nicht ausschließen.

Arbeitet nun der Mitarbeiter unter diesen Voraussetzungen an einem Tag aufgrund der autonomen, von ihm selbst vorgenommenen Zeiteinteilung mehr als zehn Stunden, aber höchstens zwölf Stunden, handelt es sich dabei um Normalarbeitszeit.

Überstunden liegen nur dann vor, wenn der Arbeitgeber trotz Gleitzeit Arbeitsstunden anordnet, die über die Normalarbeitszeit von acht Stunden am Tag bzw. 40 Stunden in der Woche hinausgehen.

Tipp: Zu beachten ist, dass viele Kollektivverträge vorsehen, dass auch bei Gleitzeit die Normalarbeitszeit mit zehn Stunden begrenzt bleibt und die 11. und die 12. Stunde des Tages als Überstunde gelten. Damit fällt für diese ein Überstundenzuschlag an.

Ausnahme von der Wochenend- und Feiertagsruhe

Das Arbeitsruhegesetz (ARG) sieht vor, dass Mitarbeitern eine ununterbrochene Ruhezeit von 36 Stunden zu gewähren ist, in die auch der Sonntag fällt. Mitarbeiter dürfen am Wochenende also grundsätzlich aufgrund der sogenannten Wochenendruhe nicht beschäftigt werden.

Seit 1. September 2018 gilt aber folgende Ausnahmeregelung: Bei vorübergehend auftretendem besonderen Arbeitsbedarf darf durch Betriebsvereinbarung eine Ausnahme von der Wochenend- und der Feiertagsruhe zugelassen werden, und zwar an maximal vier Wochenenden oder Feiertagen pro Arbeitnehmer und Jahr. In Betrieben ohne Betriebsrat ist dafür eine schriftliche Einzelvereinbarung notwendig.

Wenn zum Beispiel die Ausnahmen von der Wochenend- und Feiertagsruhe für wiederkehrende Ereignisse abgeschlossen werden – etwa jedes Jahr für die Weihnachts- oder Osterzeit – ist der entsprechende Anlass in der Betriebsvereinbarung bzw. in der schriftlichen Einzelvereinbarung festzuhalten.

Tipp: Bitte beachten Sie, dass eine Ausnahme von der Wochenendruhe nicht an vier aufeinander folgenden Wochenenden erfolgen darf.

Ohne Betriebsvereinbarung dürfen Arbeitnehmer die Wochenend- und Feiertagsarbeit grundlos ablehnen. Sie dürfen deshalb weder bei Entgelt noch bei Aufstiegsmöglichkeiten oder Versetzung benachteiligt werden. Vor allem dürfen sie deswegen nicht gekündigt werden. Wird der Arbeitnehmer dennoch gekündigt, kann er die ausgesprochene Kündigung binnen zwei Wochen bei Gericht anfechten.

Sonderregel Einzelhandel

Für den Einzelhandel gibt es die Möglichkeit, betriebsintern an vier Wochenenden oder Feiertagen pro Jahr eine Ausnahme von der Wochenende- bzw. Feiertagsruhe zu vereinbaren, nicht. Denn Verkaufstätigkeiten sind nach dem Öffnungszeitengesetz geregelt.

WICHTIG – Neue Ausnahme für nahe Angehörige

Neu ist seit 1. September 2018 auch, dass bestimmte nahe Angehörige weder dem Arbeitszeit- noch dem Arbeitsruhegesetz unterliegen. Das betrifft Familienmitglieder, die im Rahmen von Dienstverhältnissen beschäftigt und bei der Gebietskrankenkasse als Dienstnehmer gemeldet sind.

Als nahe Angehörige gelten

die Eltern,

volljährige Kinder,

der/die im gemeinsamen Haushalt lebende Ehegatte/-gattin oder eingetragene Partner/in, sowie

der/die Lebensgefährte/-gefährtin, wenn diese/r mit dem Arbeitgeber seit mindestens drei Jahren im gemeinsamen Haushalt lebt.

Diese Ausnahme wirkt auch nur, wenn es sich bei dem Unternehmen/Arbeitgeber um ein Einzelunternehmen handelt. Kapitalgesellschaften bzw. im Firmenbuch eingetragene Personengesellschaften wie Kommanditgesellschaften (KG) und offene Gesellschaften (OG) können diese Regelung nicht in Anspruch nehmen.

Die Ausnahme von AZG und vom ARG greift aber nur dann, wenn

die gesamte Arbeitszeit des nahen Angehörigen aufgrund der besonderen Merkmale der Tätigkeiten nicht messbar bzw. nicht festlegbar ist, oder

die gesamte Arbeitszeit des nahen Angehörigen aufgrund der besonderen Merkmale der Tätigkeit die Selbstfestlegung der Arbeitszeit durch den Arbeitnehmer erfordert.

Ebenfalls von den Regelungen befreit sind leitende Angestellte und – dies ist neu – sonstige Arbeitnehmer, denen maßgebliche selbstständige Entscheidungsbefugnis übertragen ist.

Sonderfall Hotel- und Gastgewerbe

Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen. Auch die nun in Kraft getretene Neuregelung sieht vor, dass für Arbeitnehmer im Hotel- und Gastgewerbe bei geteilten Diensten die tägliche Ruhezeit auf mindestens acht Stunden verkürzt werden kann.

Aber folgende wesentliche Änderungen sind dabei zu beachten: Bei geteilten Diensten

erlaubt das AZG selbst die Verkürzung der Ruhezeit,

betrifft die Verkürzung der täglichen Ruhezeit vollzeit- und auch teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer,

wird die Verkürzung der Ruhepause nicht bloß in Saisonbetrieben, sondern in allen Betrieben des Hotel- und Gastgewerbes möglich.

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24.10.2019

Österreicher spüren Spannung auf Immobilienmarkt besonders stark

Zwischen 30 und 35 Jahren wollen 9% der Österreicher sich „Eigentümer“ nennen dürfen und 14% möchten mit über 35 ihre eigenen vier Wände beziehen können. Zwischen 30 und 35 Jahren wollen 9% der Österreicher sich „Eigentümer“ nennen dürfen und 14% möchten mit über 35 ihre eigenen vier Wände beziehen können.

75% der Österreicher gehen von weiter steigenden Preisen für Immobilien aus. Dieses Ergebnis liefert die neueste ING International Survey der ING in Österreich (www.ing.at).

Von den insgesamt 13 untersuchten Ländern in Europa sind nur die Tschechen geringfügig besorgter – dort gehen 76% aller Befragten von noch höheren Preisen innerhalb des nächsten Jahres aus.

Dennoch: „Auch wenn die Preise zuletzt wieder stark gestiegen sind – eine traditionelle Immobilienblase wie aus dem Lehrbuch ist derzeit nicht zu erkennen“, so ING Chefökonom Carsten Brzeski.

Einstieg für Junge besonders hart

65% der Österreicher sind der Ansicht, dass der Einstieg für Junge bzw. Kaufwillige immer schwieriger wird. Und nur 3% der Befragten gehen davon aus, bis 30 erstmals eine Immobilie zu besitzen. Zwischen 30 und 35 Jahren wollen 9% der Österreicher sich „Eigentümer“ nennen dürfen und 14% möchten mit über 35 ihre eigenen vier Wände beziehen können.

„Die Ergebnisse zeigen, dass der Immobilienbesitz vor allem für junge Menschen in Österreich weiter in die Ferne rückt“, merkt Brzeski an.

Insgesamt 22% der Befragten gaben an, keine Immobilie kaufen zu wollen und 38% gehen davon aus, sich ohnehin kein Eigentum leisten zu können.

Reisen und Hobbies wichtiger als Eigentum?

Zwar sind ganze 68% der Österreicher der Meinung, dass es besser ist eine Immobilie zu besitzen, als Miete zu zahlen – tatsächlich legen sie im Vergleich zum durchschnittlichen Europäer jedoch weniger Wert auf Eigentum. Denn: 42% investieren das Geld lieber in eine schöne Miete, als für das Eigentum zu sparen.

Sogar eine gut gefüllte Urlaubskassa ist den Österreichern wichtiger: 58% meinten, lieber für Reisen zu sparen als für Immobilieneigentum und noch viel mehr, nämlich 67% geben ihr Geld lieber für Hobbies aus.

Finanzierung: Auch auf Nebenkosten achten

Was die Finanzierung einer gekauften Immobilie betrifft, empfehlen die Experten der ING, unbedingt mehrere Angebote einzuholen. Zwar sind die nominalen Zinsen für Immobilienkredite in den letzten Jahren stark gesunken, viele Banken heben aber nach wie vor hohe Bearbeitungs- und Schätzgebühren ein. „Verglichen werden sollte immer mit dem Effektivzinssatz. Er bildet die Gesamtkosten des Kredits ab“, sagen die Experten der ING.

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12.11.2019

OMV will Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 unter die Erde verbannen

OMV will Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 unter die Erde verbannen OMV will Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 unter die Erde verbannen

An ihrem Produktionsstandort Aderklaa im Bezirk Gänserndorf fördert die OMV ein Gemisch aus Erdgas und Kohlendioxid (CO2) zutage. Das klimaschädliche CO2, von dem dort beim Herstellungsprozess jedes Jahr 100.000 Tonnen anfallen, „müssen wir in die Atmosphäre blasen, weil wir es nicht unterirdisch einlagern dürfen“, kritisierte OMV-Vorstandvorsitzender Rainer Seele vor Journalisten im Klub der Wirtschaftspublizisten. In Österreich fehlten nämlich die rechtlichen Rahmenbedingungen dazu.

In Norwegen hingegen würden pro Jahr eine Million Tonnen CO2 unter der Erde eingespeichert, um sie einer späteren Verwendung zuzuführen. „Das funktioniert dort ganz sicher und problemlos“, sagte Seele. Werden in Österreich die Gesetze entsprechend geändert, schlägt er vor, eine ausgeförderte Erdgaslagerstätte mit CO2 zu befüllen und dann schrittweise weitere hinzuzunehmen. „Derzeit prüfen wir, welche alten Lagerstätten sich geologisch als CO2-Speicher eignen“, erklärte der OMV-Chef.

Interessant wäre ein unterirdisches CO2-Depot in Aderklaa auch für die nur knapp 30 Kilometer entfernte Raffinerie Schwechat. Denn dort entweichen jährlich 2,7 Millionen Tonnen CO2, die sich mit Hilfe eines unterirdischen Lagers „einfangen“ ließen. Von dem klimaschädlichen Treibhausgas „könnten wir in Österreich leicht ein paar Millionen Tonnen unter dem Erdboden speichern“, rechnete Seele vor.

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03.08.2018

Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet zur Urlaubszeit unter Stress

Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet zur Urlaubszeit unter Stress Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet zur Urlaubszeit unter Stress

Urlaub ist die schönste Zeit im Jahr – aber nur, wenn man selbst davon betroffen ist. Laut einem aktuellen Online-Stimmungsbild von karriere.at ist nämlich jeder fünfte Befragte wegen Urlaubsvertretungen für Kollegen während der Sommermonate sogar stärker gestresst als sonst. Die wenigsten Arbeitnehmer und Führungskräfte können laut Umfrage ein klassisches Sommerloch mit geringer Arbeitsbelastung genießen.

552 karriere.at-User nahmen auf Arbeitnehmerseite an dem Online-Voting teil. Ergebnis: Für den Großteil ist das sprichwörtliche Sommerloch nicht mehr als ein Mythos. Jeder zweite Arbeitnehmer (52 Prozent) gibt an, dass sich die anstehende Arbeit gleichmäßig über das Jahr verteilt und der Sommer nicht die oft herbeigesehnte Stressreduktion mit sich bringt. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) steht in der Ferienzeit sogar stärker unter Druck, weil auch die Arbeit von abwesenden Kollegen übernommen werden muss. 16 Prozent geben an, dass es im Sommer „etwas ruhiger“ sei. Und nur einer von zehn Arbeitnehmern (10 Prozent) freut sich über stressfreies Arbeiten bis September.

Auch auf Seiten der Führungskräfte und HR-Manager (189 Befragte) kann nur eine Minderheit (13 Prozent) von einem wirklichen Sommerloch berichten. Die relative Mehrheit der Unternehmensvertreter (40 Prozent) stellt aber fest, dass es etwas ruhiger ist als sonst. Rund ein Drittel (31 Prozent) merkt keinen Unterschied zum Rest vom Jahr, was das Arbeitspensum anbelangt. 16 Prozent sagen, dass sie durch Urlaubsvertretungen für andere Kollegen im Sommer stärker beansprucht werden.

"„Dass mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer den Arbeitsdruck über das Jahr gesehen als konstant empfinden, spricht für die Planung in heimischen Unternehmen: Urlaubsbedingte Abwesenheiten werden meist offenbar so gut abgefedert, dass kein merklicher oder nur temporärer Mehraufwand für Urlaubsvertretungen entsteht“", analysiert Thomas Olbrich, Chief Culture Officer von karriere.at das Ergebnis des Online-Votings.

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06.11.2018

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Die aktuelle Inflation, erhöhte Personal- und Energiekosten, und die deutlich steigenden Kosten bei Rohstoffen als Folge einer schlechten Ernte bei der Braugerste aufgrund der heurigen Dürre und Hitzewelle, führen auch in der Brau Union Österreich zu Kostensteigerungen. Diese können innerhalb des Unternehmens durch Effizienzsteigerungen nur teilweise aufgefangen werden. Die Bierpreise für unsere Kunden werden deshalb ab 1. Dezember 2018 im Durchschnitt um rund 3 % Prozent angepasst.

„Unser erklärtes Ziel ist es, mit unseren Partnern in Gastronomie und Lebensmittelhandel den Konsumenten beste österreichische Qualität zu fairen Preisen anbieten zu können. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft nachhaltig die österreichische Bierkultur und die Vielfalt der heimischen Biere fördern“, betont Generaldirektor Dr. Magne Setnes.

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18.10.2018

INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit

INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit

Nach dem gelungenen Test in elf Hypermärkten in Salzburg und der Steiermark wird das neue, innovative Papiersackerl nun österreichweit ausgerollt. Die umweltfreundliche und recycelbare Alternative zum altbekannten dünnen Plastiksackerl gibt es ab sofort in sämtlichen INTERSPAR-Hypermärkten. Die Papiersackerl bestehen aus transparentem, FSC-zertifiziertem Pergamentpapier und sind sogar feuchtigkeitsresistent. In sauberem Zustand sind sie über das Altpapier zu entsorgen, verschmutzt über die Bio-Tonne.

Die biologisch abbaubare Alternative

„Wir sind stolz unseren Kundinnen und Kunden mit dem Papiersackerl ab sofort eine ökologisch wertvolle Alternative zum herkömmlichen Plastiksackerl anbieten zu können. Die hohe Funktionalität konnte im Testlauf eindeutig bestätigt werden und auch die Akzeptanz bei unseren Kundinnen und Kunden ist erfreulich groß. Das Thema Plastikreduktion ist in der Bevölkerung angekommen. In Zukunft bieten wir Kunden in ganz Österreich die Möglichkeit, ein klares Signal für unsere Umwelt zu setzen“, zeigt sich INTERSPAR Österreich-Geschäftsführer Mag. Markus Kaser begeistert von der Entwicklung. Die Wahlfreiheit, ob nun zum neuen, biologisch abbaubaren Papiersackerl oder zum herkömmlichen Plastiksackerl gegriffen wird, haben die Kunden dabei nach wie vor.

Maßnahmen zur Plastik-Reduktion

SPAR und INTERSPAR tragen mit unterschiedlichsten Maßnahmen zur Reduktion von Kunststoff bei. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus haben SPAR und INTERSPAR im vergangenen Jahr über 20 Prozent an Obst- und Gemüsesackerln eingespart. In allen Sortimentsbereichen wird auf eine ressourcenschonende Verpackung geachtet, so wurde beispielsweise die Verpackung der SPAR enjoy Sandwiches von Plastik auf Karton umgestellt mit einer Plastik-Einsparung von 22 Tonnen Kunststoff pro Jahr.

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06.11.2018

Förderprogramm JumpStart schafft für Jungunternehmen den passenden Rahmen

Dritte Ausschreibungsrunde von JumpStart erfolgreich abgeschlossen – Mit Förderung von Female Founders werden unter anderem auch weibliche Start-ups gezielt unterstützt Dritte Ausschreibungsrunde von JumpStart erfolgreich abgeschlossen – Mit Förderung von Female Founders werden unter anderem auch weibliche Start-ups gezielt unterstützt

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) hat gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) die dritte Ausschreibungsrunde des Programms JumpStart erfolgreich abgeschlossen. Aus 24 eingereichten Projekten hat eine unabhängige Expertenjury die besten Konzepte ausgewählt, die nun als Inkubatoren mit jeweils bis zu 150.000 Euro unterstützt werden. Diese sind: Female Founders, Lemmings und The Ventury aus Wien, Climate KIC aus Niederösterreich und I.E.C.T. aus Tirol. Schwerpunkt des Programms liegt dabei auf der Unterstützung und Weiterentwicklung heimischer Inkubatoren und Akzeleratoren, die innovativen Start-ups nicht nur Büro-, Labor-, oder Produktionsflächen, sondern insbesondere maßgeschneiderte Beratungsleistungen zur Verfügung stellen.

„Unsere innovativen Start-ups brauchen die besten Rahmenbedingungen. Mit dem JumpStart-Programm leisten wir einen wichtigen Beitrag, um aus Ideen erfolgreiche Geschäftsmodelle zu machen. Besonders positiv ist, dass wir in dieser Runde mit der Unterstützung von Female Founders auch gezielt Frauen in Start-ups unterstützen können. Wir brauchen mehr Gründerinnen und dafür braucht es neben Mut und Eigeninitiative auch entsprechende Rahmenbedingungen“, sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Projekte aus ganz Österreich

Im Rahmen der dritten Ausschreibungsrunde wurden 24 Anträge aus ganz Österreich eingereicht. Neben bekannten und in der Szene fest verankerten Akteuren konnten in dieser Runde auch viele junge Initiativen angesprochen werden. Die Bandbreite der Bewerber und der ausgewählten Projekte reichte dabei von „Stand-alone“- über Corporate-Inkubatoren und Technologiezentren bis hin zu akademischen Akzeleratoren und verteilt sich über alle Start-up-relevanten Branchen, wie Life Sciences, IT, Web/Mobile, Dienstleistungen und Hardware.

„Um ihre Ideen umzusetzen, brauchen Start-ups neben finanziellen Ressourcen eine Arbeitsumgebung, in der sie sich ganz auf ihre Projekte konzentrieren und gleichzeitig von der Vernetzung und vom lebendigen Erfahrungsaustausch mit anderen Start-ups profitieren können. Mit aws JumpStart unterstützen wir die besten Inkubatoren und schaffen damit die notwendigen Rahmenbedingungen“, sagt die aws Geschäftsführung, Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister.

In einem ersten Schritt wurden in der Förderungsschiene nun geeignete Inkubatoren und Akzeleratoren ausgewählt und unterstützt. Damit wird für Unternehmungen ein produktiver und unbürokratischer Rahmen geschaffen, in dem sie sich entwickeln können. Zudem brauchen besonders innovative Start-ups auch selbst Finanzierung. In einem zweiten Modul des Förderungsprogramms werden daher vielversprechende Start-ups auch direkt unterstützt. Bis zu fünf der Unternehmen, die sich in einem JumpStart Inkubator/ Akzelerator befinden, werden dazu ausgewählt. Pro Start-up ist eine Förderung von 22.500 Euro vorgesehen.

Die Projekte im Überblick:

Climate KIC

Climate KIC ist Europas größtes öffentlich-privates Netzwerk für Klimaschutzinnovation, das sowohl in Österreich als auch in 31 weiteren europäischen Ländern tätig ist. Durch das enorme Partnernetzwerk von mehr als 330 Forschungsinstitutionen, Bildungseinrichtungen und KMU wird den Start-ups in den Bereichen der Entwicklung von grünen Finanzinstrumenten, nachhaltigen Produktionssystemen, klimafreundlicher Landnutzung und nachhaltiger Städtenutzung ein breites Angebot an Coachings und Workshops geboten.

Female Founders

Der Female Founders Verein wurde 2016 von Lisa-Marie Fassl, Tanja Sternbauer und Nina Wöss gegründet, um eine Plattform zur stärkeren Vernetzung und Förderung von Frauen im Start-up Bereich zu schaffen. Mittlerweile hat sich die Female Founders Community auch international einen Namen gemacht, mit Mitgliedern aus mehr als 10 Nationen. Diese Community dient in weiterer Folge der Akquise von Unternehmen für das geplante Accelerator-Programm, das ausgewählte Projekte zu einer „investment-readiness“ und einem erfolgreichen Markteintritt führen soll.

I.E.C.T.

Die private Institution I.E.C.T. – Institute for Entrepreneurship Cambridge – Tirol hat mit Ihrem Co-Founder Dr. Hermann Hauser, dem Mitbegründer des Cambridge Phenomenon, ein Urgestein mit an Bord, das einen essentiellen Beitrag zum Aufbau einer aufstrebenden Entrepreneurship-Kultur beigetragen hat. I.E.C.T. bietet bestehenden und etablierten Unternehmen als auch der Industrie durch einen Strategie-Support und Innovationsscouting die optimalen Voraussetzungen, um auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Lemmings

Lemmings ist ein Wiener Early-Stage Inkubator und Akzelerator mit einem Schwerpunkt auf Emerging Technology wie Artificial Intelligence, Blockchain und Virtual & Augmented Reality. Das Gründerteam Thomas Schranz und Allan Berger weist bereits große Erfahrung durch die Gründung Ihres Start-ups Blossom auf, dass ein Projektmanagement Service für Software-Teams bereitstellt. Lemmings hat in den letzten zwei Jahren über 200 Teilnehmer betreut und um die Talente noch besser zu fördern und anzuziehen, wird jetzt ein Programm namens "Project Magic" etabliert.

The Ventury

The Ventury wurde 2016 unter anderem von Christoph Aschberger, Christoph Bitzner und Jakob Reiter in Wien gegründet. Zusammengefunden haben sich die drei durch die gemeinsame Arbeit am Start-up Simplewish, das auch weiterhin operativ agiert. Ihre Erfahrungen sammelten die Gründer im österreichischen Start-up Ökosystem als Mentoren, Jury-Mitglieder und Vortagende für Organisationen und Bildungseinrichtungen. Der Fokus des Inkubator- und Akzelerator Programms liegt in der operativen Unterstützung von Start-ups im Bereich Conversational Interfaces, AI und Machine Learning.

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02.05.2019

Sektsteuer fällt mit 2022

Sektsteuer fällt mit 2022 Sektsteuer fällt mit 2022

Die seit der Wiedereinführung im Jahr 2014 geforderte Abschaffung der Sektsteuer erfolgt mit 1. April 2022. Diese Maßnahme wurde heute als Teil der geplanten Steuerreform der kommenden Jahre von der Regierung präsentiert. „"Die intensiven Gespräche unseres Hauses mit Vertretern der Regierung haben sich letztendlich bezahlt gemacht"“, so Schlumberger Vorstandsvorsitzender Dr. Arno Lippert, der eine Weitergabe der Steuerersparnis an den Konsumenten in Aussicht stellt. Ein Wermutstropfen ist die Dauer bis zur Umsetzung - drei weitere Jahre bleibt die Wettbewerbsverzerrung und Benachteiligung österreichischer Sekthersteller bestehen.

Der lange Atem in der Diskussion um die Sektsteuer hat sich aus Sicht der heimischen Sekthersteller bezahlt gemacht. Die Steuer fällt mit 1. April 2022. Dies wurde heute als eine von zahlreichen Maßnahmen der geplanten Steuerreform von der Regierung vorgestellt. Die Steuer wurde seit Wiedereinführung im Jahr 2014 aufgrund ihres wettbewerbsverzerrenden, diskriminierenden Charakters sowie des geringen Beitrags zum Steueraufkommen heftig kritisiert. Binnen zwei Jahren sorgte sie für einen Einbruch des Sektmarkts um mehr als 25 Prozent (Quelle: Nielsen 2014 & 2015), von dem sich der Markt bis heute nicht erholen konnte.

Die größte österreichische Sektkellerei Schlumberger begrüßt diesen Schritt und verweist auf die intensiven Gespräche mit der Regierung, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben.

Konstruktiver Dialog mit der Regierung

„"Seit der Wiedereinführung der Sektsteuer 2014 waren wir mit der Politik laufend in Gesprächen. Bis zuletzt haben wir die Auswirkungen dieser Bagatellsteuer auf die heimische Sekt- und Weinwirtschaft und die Benachteiligung österreichischer Hersteller in regelmäßigen Abständen aufgezeigt"“, erklärt Arno Lippert.

„"Ich möchte mich an dieser Stelle bei der aktuellen Regierung für den konstruktiven und wertschätzenden Dialog recht herzlich bedanken. Es freut mich, dass man dem Haus Schlumberger Gehör geschenkt hat und wir einen wesentlichen Beitrag zur Korrektur dieser Wettbewerbsverzerrung leisten konnten"“, so Lippert weiter.

Nicht ganz glücklich zeigt sich der Sekthersteller über die Dauer bis zur Umsetzung. Die endgültige Abschaffung und somit ein Ende der Benachteiligung erfolgt erst im Jahr 2022. Bis dahin wird Sekt, gleich wie Champagner, weiterhin besteuert. Frizzante-Produkte sind von der Steuer ausgenommen.

Preisvorteil soll voll weitergegeben werden

Wenn die Korken am 1. April 2022 dann endgültig knallen und auf das Ende der Sektsteuer angestoßen wird, sollen auch die Konsumenten etwas zu feiern haben. Dieser Ansicht ist man jedenfalls bei Schlumberger. Die Steuerersparnis von 90 Cent je Flasche soll eins zu eins weitergegeben werden. Schlumberger CEO Lippert dazu: „"Wir möchten dieses freudige Ereignis mit allen Schlumberger-Fans gemeinsam feiern. Aus diesem Grund werden wir 90 Cent voll weitergeben."“

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06.11.2018

So spenden Österreichs Unternehmen

Fundraising Verband präsentiert neue Studie zu gesellschaftlichem Engagement von Unternehmen und startet „Aktion Wirtschaft hilft!“. Fundraising Verband präsentiert neue Studie zu gesellschaftlichem Engagement von Unternehmen und startet „Aktion Wirtschaft hilft!“.

Der Fundraising Verband Austria startete heute pünktlich zur Spendenhochsaison rund um die Adventzeit die „Aktion Wirtschaft hilft!“. Die Initiative unterstützt und informiert Österreichs Unternehmen für ihr gemein­nütziges Engagement und holt engagierte Betriebe vor den Vorhang. Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde auch eine neue Studie präsentiert. Demnach sind Österreichs Unternehmen gesellschaftlich engagiert, im internationalen Vergleich damit aber eher im Mittelfeld. Hochrangige Organisationen aber auch Persönlichkeiten wie Dr. Christian Konrad tragen die Aktion mit.

"„Wirtschaftlicher Erfolg wird auch davon beeinflusst, dass in einer Gesellschaft ein Klima der umfassenden Verantwortung für Mensch und Umwelt herrscht. Langfristig planende Unternehmen wissen das und sehen ihren wirtschaftlichen Erfolg auch als Auftrag zur Verantwortung für die nächsten Generationen“", erklärte heute Dr. Christian Konrad, Initiator der Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ und Unterstützer der „Aktion Wirtschaft hilft!“. Die Initiative hat das Ziel, eine Brücke zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zu bauen: "„Mit unserem umfassenden Service- und Informationsangebot möchten wir möglichst viele Unternehmen – hier insbesondere die KMUs – motivieren und ihnen bei ihrem Engagement und bei der Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung beratend zur Seite stehen“", erläutert Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria und Initiator der Aktion. Vorbild könnte dabei das international verbreitete „Committed Giving“ sein. „Immer mehr Unternehmen verpflichten sich, jährlich ein oder zwei Prozent ihres Betriebsergebnisses für gemeinnützige Zwecke zu spenden. Würden Österreichs Unternehmen ein Prozent ihres Gewinns für gemeinnützige Projekte spenden, gäbe es rund 300 Millionen Euro für humanitäre, soziale, Bildungs- und Umweltanliegen.“, zeigt Lutschinger auf. Derzeit spenden Österreichs Unternehmen rund 50 Millionen Euro im Jahr für gemeinnützige Zwecke.

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen:

Insgesamt engagieren sich rund 83% der Unternehmen in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Dies zeigt die größte je durchgeführte Umfrage zum Spendenverhalten von Unternehmen im Auftrag des Fundraising Verbands. 77% bevorzugen Geld-, 48% Sach- und 36% Zeitspenden. 17% der Unternehmen unterstützen gemeinnützige Einrichtungen mit Pro-bono-Leistungen – also freiwillig geleisteter professioneller Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung.

Geldbeträge spenden Unternehmen in erster Linie für Kinderhilfe, Sportförderung, Menschen mit Behinderung und sozial Bedürftige. Durchschnittlich geben Unternehmen pro Jahr für Spenden 6.360,- Euro aus, das durchschnittliche, jährliche Sponsoring liegt bei knapp über 3.000,- Euro. Hauptmotive für die Unterstützung sind dabei allen voran die humanitäre und weltanschauliche Einstellung sowie der Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. "„Viele Firmen planen daher Spenden fix in ihrem Budget ein. Bei Großunternehmen trifft dies immerhin auf rund 73 Prozent zu, bei Kleinstunternehmen sind es rund 38 Prozent.“", betont Studienautor Dr. Bernhard Hofer, Geschäftsführer von Public Opinion.

Über die Aktion Wirtschaft hilft und den Spendenguide für Unternehmen:

Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ möchte Unternehmen unterstützen, gesellschaftlich aktiv zu werden und an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Zentrales Serviceinstrument ist der heute neu veröffentlichte Spendenguide für Unternehmen. Darin findet sich neben einem ausführlichen Service- und Informationsteil ein Überblick über die Arbeit und die Projekte von 42 gemeinnützigen Organisationen. Diese decken ein breites inhaltliches und gesellschaftliches Spektrum ab – von der Kinderhilfe über die Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu Wissenschaft und Forschung. Begleitet wird die Aktion vom Webportal www.wirtschaft-hilft.at.

Spendenideen werden prämiert:

Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ möchte engagierte Unternehmen auch vor den Vorhang holen. Bis Mitte Jänner 2019 sind Österreichs Unternehmen aufgerufen, ihre erfolgreichen, innovativen und kreativen Spendenprojekte mit österreichischen Unternehmen einzusenden. Im Frühjahr 2019 werden die besten als „Unternehmensspende des Jahres“ gekürt. Alle Ideen von der Weihnachtsspende bis zum ehrenamtlichen Einsatz eines Unternehmensteams sind willkommen. Alle Infos dazu unter www.wirtschaft-hilft.at/awards.

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30.06.2019

Österreich verschenkt jährlich 750 Millionen Steuer-Euro

Österreich verschenkt jährlich 750 Millionen Steuer-Euro Österreich verschenkt jährlich 750 Millionen Steuer-Euro

Während im ganzen Land darüber diskutiert wird, ob und wie sich Papamonat, Pflegesicherung oder das Feuerwehr-Einsatzentgelt für die Betriebe gegenfinanzieren lässt, verschenkt Österreichs Finanz jährlich rund 750 Millionen Euro an den Online-Versandhandel, wie der renommierte Linzer Volkswirtschaftsprofessor Friedrich Schneider im Mai 2019 exklusiv für die Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS) errechnet hat. Dabei geht es um die Mehrwertsteuer, die von den heimischen Konsumenten zwar an die Online-Versandhändler – zumeist mit Firmensitz im Ausland – bezahlt wird, aber größtenteils nicht an die Finanz in Österreich entrichtet wird.

„Bevor jetzt neue Steuern eingeführt werden, sollten zuerst jene eingetrieben werden, die laut Gesetz ohnehin fällig sind“, fordert IWS-Geschäftsführer Gottfried Kneifel und verweist darauf, dass es bereits technische Möglichkeiten gibt, elektronisch alle Versandpakete tagesfertig und transparent auf einer Plattform zu erfassen. Denn jede Sendung ist mit einem Strichcode versehen, dessen Informationen direkt nach Übergabe des Pakets zur Plattform weitergeleitet werden können. „Die Technologie ist vorhanden, was bisher fehlte, um die internationalen Versender zur Steuerwahrheit zu zwingen, war der politische Wille“, so Kneifel. „Das wäre zudem ein längst überfälliger Akt der Steuergerechtigkeit und Fairness zwischen Online-Versandhändlern und dem stationären Handel hierzulande.“ Denn der stationären Handel muss – im Gegensatz zum Onlineanbieter – jederzeit für Betriebsprüfungen, SV-Prüfungen oder Arbeitsinspektion bereitstehen und außerdem alle gewerberechtlichen Standards einhalten. Darüber hinaus werden an den heimischen Standorten Lehrlinge ausgebildet und selbstverständlich alle Steuern pünktlich bezahlt.

„Für unsere
stationären Handelsbetriebe geht es langfristig um die Wettbewerbsfähigkeit und die Erhaltung von Arbeitsplätzen“, pocht Kneifel auf die Einhaltung der Steuergesetze.

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12.08.2019

Österreich importiert heuer weniger Strom aus Tschechien

Österreich importiert heuer weniger Strom aus Tschechien Österreich importiert heuer weniger Strom aus Tschechien

Leicht gesunken ist die Menge an Elektrizität, die Österreich im ersten Halbjahr 2019 aus Tschechien importiert hat. Exakt 4.333 Gigawattstunden (GWh) Strom sind heuer zwischen Anfang Jänner und Ende Juni über die Hochspannungsleitungen vom nördlichen Nachbarn in das heimische Netz geflossen. Das ist ein Rückgang um 0,7 Prozent, denn im Vergleichszeitraum 2018 sind es 4.364 GWh gewesen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst aus Daten des Verbandes Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E).

Aus der Halbjahresbilanz von ENTSO-E geht auch hervor, dass es in die Gegenrichtung nur einen mageren Stromfluss gibt. In den ersten sechs Monaten 2019 hat Österreich lediglich 109 GWh elektrische Energie nach Tschechien exportiert. Im Vergleichszeitraum 2018 sind es 107 GWh gewesen.

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02.05.2019

METRO Österreich engagiert sich bewusst gegen Lebensmittelverschwendung

METRO setzt konsequent darauf, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. „Nichts gegen die Lebensmittelverschwendung zu tun ist keine Option“, so CEO Xavier Plotitza anlässlich des bevorstehenden Tages gegen Lebensmittelverschwendung am 2. Mai. „Auch wenn es banal klingt: Als Handelsunternehmen wollen wir Lebensmittel verkaufen und nicht wegwerfen. Deshalb verbessern wir ständig unsere Prozesse. Unser Ziel ist es, Lebensmittelabfälle in unserem Geschäftsbetrieb bis 2025 um 50 % zu reduzieren.“

METRO versucht daher Modelle zu entwickeln, durch die das, was nicht mehr verwertbar ist, trotzdem einer sinnhaften Verwertung zugeführt wird. Vor allem ist es nach Ansicht von METRO aber notwendig, in der gesamten Wertschöpfungskette noch genauer zu planen und achtsamer mit den Bestellmengen und dem Umgang mit Lebensmitteln zu sein.

Alle zwölf METRO Großmärkte arbeiten auch seit Jahren mit caritativen Organisationen zusammen, die Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Fleisch erhalten. Seit genau einem Jahr holt die Wiener Tafel zwei Mal pro Woche auch Waren direkt von der METRO Frischeplattform in Maria Lanzendorf.

CEO Plotitza: „Wir wollen in allem, was wir tun, nachhaltig werden. Daher engagiert sich METRO auch bewusst gegen Lebensmittelverschwendung. Das kann auch gemeinsam mit der Gastronomie erfolgen, denn mit dem METRO Express, der Zustellflotte mit eVans bzw. einem eTruck, liefert METRO im Großraum Wien, in Graz, Linz und Salzburg ökologische und ökonomische Vorteile. METRO Kunden erhalten das gesamte METRO Sortiment innerhalb von drei Stunden ab Bestellung garantiert ultrafrisch zugestellt, dank Elektrofahrzeugen erfolgt die Lieferung zu 100 Prozent emissionsfrei. Gastronome sind durch den METRO Express und die 3-Stunden-Lieferung höchst flexibel im Bestellwesen und müssen die Lagerräume nicht füllen, so leisten wir gemeinsam einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung“, so Xavier Plotitza.

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08.07.2019

Umdasch Group hatte wieder ertragreiches Geschäftsjahr

Umdasch Group hatte wieder ertragreiches Geschäftsjahr Umdasch Group hatte wieder ertragreiches Geschäftsjahr

Der größte private Arbeitgeber im westlichen Niederösterreich, die Firma Umdasch mit Sitz in Amstetten, konnte im Geschäftsjahr 2018 sowohl beim Umsatz, als auch beim Gewinn weiter zulegen. Das Industrieunternehmen, das mit seinen Tochtergesellschaften Doka in der Schalungstechnik, „umdasch The Store Makers“ im Ladenbau sowie mit der neuen Innovations-Plattform „Umdasch Group Ventures“ geschäftlich tätig ist, hat mit rund 8.400 Beschäftigten die Erlöse um 75 Millionen Euro oder 5,2 Prozent auf fast 1,52 Milliarden Euro geschraubt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist um elf Millionen Euro oder 9,6 Prozent auf 128 Millionen Euro gestiegen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der per Ende Dezember 2018 abgeschlossenen Firmenbilanz.

Die Umdasch-Konzerntochter Doka zählt zu den weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und im Vertrieb von Schalungstechnik für den Brücken-, Hoch-, Tunnel-, Kraftwerks-, Berg- und Sichtbetonbau. Im Vorjahr ist der Umsatz von Doka um sechs Prozent auf die neue Rekordmarke von mehr als 1,26 Milliarden Euro gewachsen. „Verantwortlich für das Plus sind die Regionen Zentral- und Osteuropa sowie die USA. 2018 ist die Produktion in Amstetten voll ausgelastet gewesen“, heisst es im Geschäftsbericht.

Das zweite große geschäftliche Standbein der Umdasch Group ist der Ladenbau. In diesem Segment hat das Unternehmen seinen Umsatz im Vorjahr gegenüber 2017 um 4,4 Millionen Euro oder knapp zwei Prozent auf 252,1 Millionen Euro steigern können. Kunden von „umdasch The Store Makers“ sind neben bekannten Lebensmitteleinzelhandelsketten auch global tätige Markenunternehmen, wie Swatch, Nike, Levi´s, Esprit, Hugo Boss, Polo Ralph Lauren oder Red Bull.

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28.11.2019

Neue AMS-Maßnahme soll Frauen mit mehr als 55 Jahren wieder in Arbeit bringen

Mit der neuesten Maßnahme „Frauenpower 55+“ soll es Gemeinden, Organisationen und Betrieben leichter gemacht werden, solche Frauen, die über viel Lebens- und Berufserfahrung verfügen, zu beschäftigen. Mit der neuesten Maßnahme „Frauenpower 55+“ soll es Gemeinden, Organisationen und Betrieben leichter gemacht werden, solche Frauen, die über viel Lebens- und Berufserfahrung verfügen, zu beschäftigen.

Obwohl derzeit die Arbeitslosenzahlen noch rückläufig sind, möchte das AMS Niederösterreich in Kooperation mit der NÖ Landesregierung rechtzeitig Maßnahmen setzen, die Arbeitslosen helfen, die es bei der Vermittlung nicht leicht haben. Sei es wegen eines höheren Alters oder körperlicher oder psychischer Beeinträchtigungen. Mit der neuesten Maßnahme „Frauenpower 55+“ soll es Gemeinden, Organisationen und Betrieben leichter gemacht werden, solche Frauen, die über viel Lebens- und Berufserfahrung verfügen, zu beschäftigen.

„Mit Frauenpower 55+ wollen wir eine Sofortmaßname setzen, zumal in dieser Gruppe die Arbeitslosigkeit heuer wieder um 6,3 Prozent gestiegen ist“, erklärte der zuständige Landesrat Martin Eichtinger bei der Präsentation dieses Projekts. Nur wenn man rechtzeitig entgegenarbeite, könne man diesen Personenkreis wieder nachhaltig in Arbeit bringen.

Auch AMS-NÖ Chef Sven Hergovich betont die Wichtigkeit solcher Sofortmaßnahmen, merkt aber zugleich an, dass der Personenkreis im Alter von 55+ schon allein durch den demographischen Wandel allgemein zunimmt und damit auch die Zahl der Arbeitslosen, obwohl deren Prozentsatz in etwa gleich bleibe.

Mit „Frauenpower 55+ können derzeit 20 arbeitslose Frauen im Alter über 55 gefördert werden. Das Förderbudget beträgt 300.000 Euro. Derzeit ist diese Aktion auf die Bezirke Baden, Mödling, St. Pölten, Tulln und Gänserndorf beschränkt. Sie kann aber bei entsprechender Resonanz und Bedarf auf ganz Niederösterreich ausgedehnt werden. Auch Betriebe können sich um solche geförderte Personen bewerben.

Die Frauen, die bei dieser Aktion mitmachen, sind wieder beim Verein „Jugend & Arbeit“ angestellt. Sie werden für maximal sechs Monate überlassen, wobei angestrebt wird, dass diese Frauen in ein reguläres Dienstverhältnis übernommen werden. Die beteiligten Gemeinden, Organisationen und Betriebe leisten einen Pauschalkostenersatz von 350 Euro pro Monat.

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13.06.2019

BlueSky Energy: 200 Elektrofachbetriebe in DACH-Region zertifiziert

Geschäftsführer Mayer freut sich über neue Partner im Dach-Raum Geschäftsführer Mayer freut sich über neue Partner im Dach-Raum

Der oberösterreichische Speicherhersteller BlueSky Energy hat die Zahl seiner Vertriebspartner in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit Jahresbeginn verdoppelt. Allein seit dem Start seines Zertifizierungsprogramms im März hat das Unternehmen mehr als 200 kleine und mittelständische Elektrofachbetriebe aus der DACH-Region geschult. Als zertifizierte Partner für die umweltfreundlichen Salzwasserstromspeicher können sie ihre Kunden nun umfassend beraten und dürfen die Heim- und Gewerbespeicher der Marke GREENROCK installieren.

Roadshows in Deutschland und Benelux

Während regelmäßig Schulungstermine am Standort des Unternehmens in Vöcklamarkt stattfinden, führten die BlueSky-Experten die Elektroinstallateure bei Roadshows in ganz Deutschland, Belgien und den Niederlanden in die Produktfamilie ein.

Mit PV-Großhändlern neue Marktsegmente erschließen

Mit AliusEnergy und Krannich Solar konnte das Unternehmen jetzt außerdem Photovoltaik-Großhändler mit hervorragenden Kontakten in den Niederlanden (AliusEnergy) und der Schweiz (Krannich Solar) gewinnen.

Zusätzlich bringt die neu geschlossene Partnerschaft mit der Fachbetriebskette enerix mehr als 50 neue Standorte in Deutschland. enerix baut auf ein Netzwerk eigenständiger, regionaler Unternehmer. So können die Vorteile der regionalen Nähe zum Kunden mit einer überregionalen Marke ausgespielt werden. „Zusammen mit den zwei Großhändlern und enerix können wir die Märkte nun noch besser erschließen“, freut sich BlueSky-Geschäftsführer Helmut Mayer.

Er ergänzt: „Wir freuen uns über das große Interesse an unserer umweltfreundlichen und sicheren Technologie, von der wir auch immer mehr Familien und öffentliche Bauträger überzeugen.“ Nach Installationen in schwedischen und Schweizer Schulen wird derzeit der erste GREENROCK-Speicher in einer Schule in Moskau aufgebaut.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K. / Foto: BlueSky Energy
03.11.2019

Metro-Österreich macht seine Preisschilder am Handelsregal digital

Metro-Österreich macht seine Preisschilder am Handelsregal digital Metro-Österreich macht seine Preisschilder am Handelsregal digital

Bis Ende des heurigen Jahres wird das Großhandelsunternehmen Metro-Österreich mit Sitz in Vösendorf bei Wien in zwei seiner niederösterreichischen Filialen - Langenzersdorf und Wiener Neustadt – sowie in zwei weiteren in Linz und Wien-Simmering elektronische Preisschilder an den Regalen einführen.

Die Metro-Standorte in Vösendorf und St. Pölten sind bereits mit der modernen Technologie ausgestattet. „Die Digitalisierung erleichtert auch unseren Arbeitsalltag“, stellt Metro-Vorstandsvorsitzender Xavier Plotitza in einem Interview mit dem Handels-Fachmagazin „Regal“ fest. Diese sogenannten „Electronic Shelf Label“ (ESL) machen es möglich, den ausgeschriebenen Preis eines Produkts über einen Handscanner oder per Funk zu bearbeiten, was Zeit und Kosten spart.

Jedes Jahr kommen bei dem Großhändler rund 1.000 neue Produkte in die Läden. Gewachsen ist Metro-Österreich heuer vor allem beim Beliefern der Gastgewerbebetriebe, wie Hotels, Restaurants und Cateringunternehmen. „Wir halten jetzt bei einer Zustellquote von knapp 40 Prozent“, teilt Plotitza mit. Dieser Anteil soll weiter ausgebaut werden.

Zurzeit betreibt der Großhandelsbetrieb in Österreich zwölf Standorte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 140.000 Quadratmetern. Im Geschäftsjahr 2017/18 hat Metro-Österreich mit rund 2.100 Vollzeit-Arbeitskräften einen Umsatz von fast 840 Millionen Euro erwirtschaftet, eine Periode davor sind es 828 Millionen gewesen. Der Vösendorfer Großhändler führt ein Sortiment mit 48.000 Artikeln. Nach eigenen Angaben kaufen bei Metro in Österreich mehr als 500.000 Kunden ein.

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13.10.2019

Handelskette Spar stärkt mit Eigenmarken Nachhaltigkeit und Regionalität

Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft. Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft.

Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft. „Lebensmittel sollen aus der Nähe kommen, idealerweise aus der Region“, erklärte er im Klub der Wirtschaftspublizisten. Je geringer die Distanz zwischen Produktions- und Vertriebsstandort sei, umso besser. Denn damit werde die Umwelt nur wenig belastet.

Apropos Umwelt: So wie Spar den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der Landwirtschaft ablehnt, kämpft die Handelskette auch gegen die Verwendung von Palmöl als Inhaltsstoff vieler Nahrungsmittel. „99 Prozent unserer 5.000 Eigenmarken sind palmölfrei“, sagte Drexel. Die Eigenmarken machen es dem Unternehmen möglich, auf die Produzenten in diesem Sinn einzuwirken, „bei den internationalen Markenartikelherstellern ginge das gar nicht.“

Nicht nur deshalb soll der Eigenmarken-Anteil im Spar-Sortiment weiter wachsen. „Vor 15 Jahren hatten wir erst einen Anteil von rund 20 Prozent, jetzt liegen wir bei mehr als 40 Prozent“, so Drexel. Im gesamten österreichischen Lebensmittelhandel betrage der Eigenmarken-Anteil durchschnittlich 22 Prozent.

In Österreich betreibt Spar 1.560 Standorte, wo fast 43.000 Mitarbeiter, darunter 2.100 Lehrlinge, beschäftigt sind. Mit ihnen hat die Lebensmittel-Handelskette 2018 einen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Spar-Gruppe insgesamt, zu der die Auslandstöchter in Italien, Slowenien, Ungarn und Kroatien sowie der Sporthändler Hervis und die Handelsimmobilien-Gesellschaft SES (Spar European Shopping Centers) gehören, hat im Vorjahr mit 82.700 Beschäftigten Erlöse in der Höhe von 15 Milliarden Euro erzielt.

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25.06.2018

kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen

kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen

Nach der Übernahme von kika/Leiner durch die SIGNA Gruppe ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit euro delkredere eine Warenkreditversicherung zu gewinnen und entsprechende Verträge zu unterzeichnen. Dieser Schritt unterstreicht das hohe Vertrauen in die SIGNA Gruppe und in kika/Leiner. „Dadurch ist es möglich die geordneten Geschäftsbeziehungen zwischen unseren Lieferanten und uns wieder in Gang zu setzen," so Dr. Gunnar George, Geschäftsführer kika/Leiner. Für die Kundinnen und Kunden des Unternehmens bedeutet das, "dass, wie schon bisher, bestellte Ware garantiert geliefert wird, nun aber, durch die Kreditversicherung, eine zusätzliche Sicherheit gegeben ist", so George weiter.

Der Abschluss neuer Verträge ist ein weiterer Schritt zur nachhaltigen Zukunftssicherung des österreichischen Traditionsunternehmens kika/Leiner.

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20.03.2019

Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt

Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen

Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen. Der Preisauftrieb in Österreich lag deutlich über dem EU-Durchschnitt. Besonders stark war der Preisanstieg in den Bundesländern (ohne Wien) mit fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch in Wien hat sich das Immobilienpreiswachstum – nach einigen Quartalen mit vergleichsweise moderater Teuerung – im dritten Quartal 2018 mit einem Plus von 6,5 Prozent im Vorjahresvergleich beschleunigt. Vor diesem Hintergrund belief sich im Dezember 2018 das Wachstum der Wohnbaukreditvergabe – bei unverändert günstigen Konditionen – auf 4,9 Prozent (im Jahresabstand).

Gute Konjunkturlage in Osteuropa spiegelt sich in steigenden Wohnimmobilienpreisen wider

In den meisten CESEE-Ländern legten die Immobilienpreise laut Eurostat-Daten im zweiten und dritten Quartal 2018 deutlich stärker zu als im EU-Durchschnitt (4,3 Prozent). Die positiven Rahmenbedingungen in der Region wie das starke Einkommenswachstum, historisch niedrige Arbeitslosenquoten und relativ optimistische Wachstumsaussichten in Verbindung mit weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen zeigen sich in der hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien. Zudem wird die Nachfrage in vielen Ländern weiterhin durch zielgruppenspezifische Subventionsprogramme unterstützt.

Steigende Wohnimmobilienpreise auch in zahlreichen anderen Euro-Ländern

Neben Österreich und den CESEE-Ländern wiesen auch die Niederlande, Irland, Portugal, Spanien und Luxemburg dynamisch steigende Wohnimmobilienpreise im zweiten und dritten Quartal 2018 auf. Die Ausnahme blieb Italien, wo im gleichen Zeitraum die Preise sanken.

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08.01.2019

Neues Führungsteam bei HARTL HAUS - Unternehmen bleibt in Familienhand

Dir. Yves Suter verstärkt die bisherige Geschäftsführung mit KR Dir. Roland Suter und Dir. Peter Suter. Prok. Andreas Talamas, MSc und Prok. BM Erwin Nechwatal erhielten mit Anfang Jänner die Prokura Dir. Yves Suter verstärkt die bisherige Geschäftsführung mit KR Dir. Roland Suter und Dir. Peter Suter. Prok. Andreas Talamas, MSc und Prok. BM Erwin Nechwatal erhielten mit Anfang Jänner die Prokura

Der niederösterreichische Fertighaushersteller Hartl Haus beginnt das Jahr mit einer Veränderung in der Führungsebene. KR Dir. Roland Suter und Dir. Peter Suter, die seit mittlerweile 34 Jahren das Unternehmen als Geschäftsführer leiten, holten sich mit Dir. Yves Suter einen dritten Geschäftsführer und damit die nächste Generation ins Boot. Prok. Andreas Talamas, MSc und Prok. BM Erwin Nechwatal stehen unterstützend und beratend zur Seite.

Nächste Generation

Dir. Yves Suter ist bereits seit 2006 Jahren im Unternehmen tätig und erhielt 2013 die Prokura. Dir. Yves Suter war zu Beginn seiner Zeit bei Hartl Haus maßgeblich und federführend für die Programmierung der Fertigungsbrücken und Abbundmaschinen zuständig und konnte in den vergangenen zwölf Jahren viel Erfahrung in den unterschiedlichsten Bereichen sammeln. Seit fünf Jahren ist Dir. Yves Suter im Bereich Marketing und übernahm zuletzt die Marketingleitung von seinem Vater KR Dir. Roland Suter.

Unterstützung für die Geschäftsführung

Prok. Andreas Talamas, der seit 2012 als Leiter der Verwaltungsabteilung fungiert, erhielt mit Jahresanfang die Prokura für den Bereich Rechnungswesen und Verwaltung.

Mit Prok. BM Erwin Nechwatal erhielt ein Mitarbeiter, der bereits seit 33 Jahren bei Hartl Haus tätig ist, mit Jahresanfang die Prokura. Prok. Nechwatal leitet den Bereich Objektbau. Die beiden neuen Prokuristen unterstützen und beraten die Geschäftsleitung und sind Teil des neuen Führungsteams.

Vorbereitung auf Generationswechsel

Der Wechsel von Yves Suter in die Geschäftsleitung ist bereits die Vorbereitung auf den Generationswechsel bei Hartl Haus. 2020 werden sich KR Dir. Roland Suter und Dir. Peter Suter aus der operativen Geschäftsführung der Hartl Haus Holzindustrie GmbH zurückziehen und die Geschäftsführung an Dir. Yves Suter übergeben. Dieser wird von Prok. Andreas Talamas, MSc und Prok. BM Erwin Nechwatal unterstützt.

2019 werden die Agenden an das zukünftige Führungsteam verteilt, sodass ein geordneter und reibungsloser Führungswechsel erfolgen kann. KR Dir. Roland Suter und Dir. Peter Suter sind nach dem Rückzug aus der Geschäftsführung auch weiterhin als Gesellschafter Teil der Firma Hartl Haus.

"In diesem Jahr werden wir gemeinsam mit vereinter Kraft das Schiff Hartl Haus lenken. Das neu gestaltete Führungsteam wird nach dieser Übergangsphase das Unternehmen weiter erfolgreich in die Zukunft führen", ist KR Dir. Roland Suter sicher, die richtigen Weichen für den Generationswechsel im Jahr 2020 gestellt zu haben.

"Wir können auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. In den letzten 34 Jahren ist es uns mit vereinten Kräften gelungen Hartl Haus als fixe Größe am Fertighausmarkt zu positionieren und Arbeitgeber für aktuell 300 Mitarbeiter zu sein", kann Dir. Peter Suter zurecht stolz sein.

"Jedes Jahr begleiten wir rund 300 Familien auf ihrer Reise das perfekte Heim für sich und ihre Lieben zu schaffen. Eine schönere Aufgabe kann ich mir ehrlich kaum vorstellen. Mit dem besten Team der Branche im Rücken gehe ich trotz Herausforderungen und anstehender Veränderungen meine neue Aufgabe als Geschäftsführer enthusiastisch, dankbar und hoch motiviert an", so Dir. Yves Suter.

"Auch ich möchte mit meinem Engagement dazu beitragen die Erfolgsgeschichte von Hartl Haus fortzusetzen, um weiterhin eine positive Unternehmensentwicklung zu gewährleisten", bedankte sich Prok. Andreas Talamas, MSc für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.

"Der Immobilienmarkt ist eine stark umkämpfte Branche. Ich werde meine Erfahrungen, die ich in den letzten 30 Jahren bei Hartl Haus sammeln durfte einsetzen und meinen Teil dazu beitragen, Hartl Haus auf seinem erfolgreichen Weg weiter zu begleiten", freut sich Prok. BM Erwin Nechwatal.

Hartl Haus ist Österreichs ältestes Fertighausunternehmen mit eigener Bau- und Möbeltischlerei, das derzeit 300 Mitarbeiter beschäftigt. Die in Echsenbach im Waldviertel gefertigten Hartl Häuser werden von den Kunden hoch geschätzt: 96,7 % waren im Vorjahr mit ihrem Eigenheim und den Leistungen von Hartl Haus sehr zufrieden - eine Bestmarke in der gesamten Branche.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Hartl Haus
21.12.2018

Glasverpackungen erleben zurzeit eine echte Renaissance

Einen eindeutigen Trend zum Kauf und zur Wiederverwendung von Glasverpackungen meldet Österreichs größter Glaserzeuger Einen eindeutigen Trend zum Kauf und zur Wiederverwendung von Glasverpackungen meldet Österreichs größter Glaserzeuger

Einen eindeutigen Trend zum Kauf und zur Wiederverwendung von Glasverpackungen meldet Österreichs größter Glaserzeuger, die Firma Vetropack Austria GmbH mit Sitz in Pöchlarn. „Die Menschen werden zunehmend sensibler, wenn sie von großen Plastikmüllinseln in den Meeren lesen“, erklärt Geschäftsführer Johann Eggerth in einem Interview mit dem Magazin „iv-positionen“. Demgegenüber sei Glas ein hochwertiges Verpackungsmaterial, das keinerlei Reaktion mit seinen Inhaltsstoffen eingehe. „Das sind Qualitäts- und Gesundheitsaspekte, die den Konsumenten immer bewusster werden“, streicht der Vetropack-Chef hervor.

2017 hat das Industrieunternehmen in Pöchlarn sowie an einem weiteren Produktionsstandort im oberösterreichischen Kremsmünster 1,7 Milliarden Stück Glasverpackungen erzeugt und verkauft – von der Bierflasche bis zum Marmeladeglas. „Es gibt keinen Haushalt in Österreich, in dem unsere Glasverpackungen nicht vorkommen“, stellt Eggerth fest. Aber auch im Ausland seien die Vetropack-Gebinde gefragt, geht doch rund die Hälfte der Produktionsmenge in den Export, insbesondere nach Italien, Frankreich und Deutschland.

In Österreich beschäftigt der Glaserzeuger 685 Mitarbeiter, 360 davon in Pöchlarn. Auch bei Vetropack spürt man den Fachkräftemangel. „Es ist sehr schwierig, technische Positionen extern zu besetzen“, sagt Eggerth. Gemeinsam mit anderen Unternehmen der Branche habe man deshalb im Vorjahr eine eigene Lehrausbildung für Glasverfahrenstechnik ins Leben gerufen. Zurzeit würden in Pöchlarn und Kremsmünster 30 Lehrlinge ausgebildet, berichtet der Geschäftsführer.

Im Geschäftsjahr 2017 hat die Vetropack Austria GmbH einen Umsatz von rund 180 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Schweizer Vetropack-Gruppe, die mit 3.000 Beschäftigten und einer Absatzmenge von fünf Milliarden Stück Verpackungsglas zu den führenden Verpackungsherstellern in Europa zählt. Neben der Schweiz und Österreich gibt es Vetropack-Niederlassungen auch in Italien, Kroatien, Tschechien, in der Slowakei und in der Ukraine.

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22.07.2019

Steter Tropfen

„Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“: „Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“:

„Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“:

Schon lange gehört dieser Stoßseufzer in unserem Sprachgebrauch zum selbstverständlichen Vokabular.

Und nicht recht viel weniger lange hören wir die hochheiligen Versprechen, dass der Bürokratie der Kampf angesagt werden muss und auch wird. Natürlich leiden insbesondere die Unternehmen unter der zu bewältigenden Papierflut, einer Vielzahl von Vorgaben, von der verpflichtenden Installierung von Beauftragten für dieses und jenes. Schließlich verursacht das alles Kosten, die verdient werden müssen— was der Konkurrenzfähigkeit nicht gerade gut tut.

Eines darf freilich auch nicht übersehen werden: Die Regelungsflut resultiert zum Teil auch daraus, dass aus Anlass-Mücken Bürokratie-Elefanten gemacht werden. Die Neigung, möglichst viel kasuistisch zu regeln, scheint offenbar stärker zu sein als das Vertrauen in Hausverstand und Selbstverantwortung. Eigentlich ist es verwunderlich, dass nicht auf jedem Messer vermerkt sein muss, dass man sich damit verletzen kann.

Klar ist aber auch, dass man vor der Bürokratie nicht kapitulieren darf. Und so kann man jeder Ansage, etwas dagegen zu tun, nur den bestmöglichen Erfolg wünschen. Steter Tropfen höhlt ja den Stein.

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01.01.2019

Der Fiskus verliert jährlich mehr als 600 Millionen Euro

Bereits rund 20 Prozent der Weihnachtsgeschenke wurden heuer über den Online-Versandhandel wie Amazon, eBay und Co gekauft.
 Bereits rund 20 Prozent der Weihnachtsgeschenke wurden heuer über den Online-Versandhandel wie Amazon, eBay und Co gekauft.


Bereits rund 20 Prozent der Weihnachtsgeschenke wurden heuer über den Online-Versandhandel wie Amazon, eBay und Co gekauft.
 Das hat eine Studie der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS) ergeben. Der Versandhandel verzeichnet vor allem beim Kauf von Büchern, Tonträgern, Fotoapparaten, bei Haushalts- und Elektroartikel sowie bei Bekleidung aller Art
besonders hohe Steigerungsraten. „Was auf der einen Seite als besonders bequem erscheint, hat nicht nur für den österreichischen stationären
Handel in den Ortszentren und Einkaufsstraßen enorme Umsatzeinbußen zur Folge, sondern auch für die Finanzverwaltung beträchtliche Nachteile“, macht IWS-Geschäftsführer Prof. Gottfried Kneifel auf eine „Lücke in der Steuergesetzgebung“ aufmerksam.

Während in Österreich jeder Betrieb eine täglich prüfbare
 Dokumentation seiner Geschäfte der Finanzbehörde vorlegen muss, können Online-Versandunternehmen mit ausländischen Betriebsstandorten
wie etwa in Luxemburg oder gar in EU-Drittländern – nicht geprüft werden.
 Nach vorsichtigen Schätzungen von IWS-Experten entgehen dem österreichischen Fiskus dadurch jährlich mehr als 600 Millionen Euro
an Mehrwertsteuer-Einnahmen, weil Steuern und Abgaben, die von österreichischen Konsumenten bei Online-Geschäften zwar, bezahlt aber nur selten bei der österreichischen Finanz landen.

Kneifel: „Steuer-Transparenz ist nicht nur eine Frage von Fairness und Gerechtigkeit.“ Es ist für unsere
 stationären Handelsbetriebe auch eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit und eine Frage der Erhaltung von Arbeitsplätzen. 
Außerdem müssen Umwelt- und Konsumentenschutz nicht nur für in Österreich
registrierte Unternehmen gelten, die überdies auch noch ARA und Alt-Elektrogeräte-Pfand abliefern müssen.
 Wir fordern daher den Gesetzgeber auf, alle Möglichkeiten der modernen elektronischen Technik auch gegenüber
 internationalen Online-Versand-Unternehmen einzusetzen, damit auch deren Geschäfte ebenso überprüfbar
werden, wie dies von der Finanzverwaltung bei Betriebsprüfungen gegenüber Handelsbetrieben mit Standort in Österreich
 praktiziert wird.“

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17.09.2019

Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten

Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten - VKI sieht dringenden Handlungsbedarf durch den österreichischen Gesetzgeber Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten - VKI sieht dringenden Handlungsbedarf durch den österreichischen Gesetzgeber

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat sich in einer aktuellen Entscheidung mit den Folgen einer vorzeitigen Kreditrückzahlung eines Kreditnehmers beschäftigt. Das Gericht entschied, dass der Verbraucher bei vorzeitiger Rückzahlung das Recht auf die Ermäßigung sämtlicher ihm auferlegten Kosten hat. Das bedeutet, dass der Verbraucher auch Anspruch darauf hat, laufzeitunabhängige Kosten wie zum Beispiel eine zu Beginn gezahlte Bearbeitungsgebühr oder eine Vermittlungsprovision teilweise zurückzuerhalten.

„Diese EuGH-Entscheidung hat auch auf Österreich große Auswirkungen. Bisher haben Banken in Österreich den Verbrauchern laufzeitunabhängige Kosten, wie etwa die Kreditbearbeitungsgebühr, bei vorzeitiger Kreditrückzahlung nämlich nicht zurückgezahlt. Dies entspricht aber nicht der europäischen Verbraucherkredite-Richtlinie, wie der EuGH nun ausgesprochen hat.

Ob sich daraus für die Vergangenheit Ansprüche der Kreditnehmer gegenüber ihrer Bank ableiten lassen, ist denkbar, muss aber noch näher geprüft werden. Denn die österreichische Regelung erwähnt im Zusammenhang mit der vorzeitigen Kreditrückzahlung nur die laufzeitabhängigen Kosten. Für die Zukunft sollte gesetzlich jedenfalls schnell klargestellt werden, dass sämtliche Kosten, und damit auch die laufzeitunabhängigen Kosten, bei vorzeitiger Kreditrückzahlung zu reduzieren sind“, so Dr. Beate Gelbmann, Leiterin der Abteilung Klagen im Verein für Konsumenteninformation (VKI).

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07.10.2019

Unilever kündigt ehrgeiziges Engagement für eine abfallfreie Welt an

Unilever kündigt ehrgeiziges Engagement für eine abfallfreie Welt an Unilever kündigt ehrgeiziges Engagement für eine abfallfreie Welt an

Unilever, Eigentümer von Marken wie Dove, Ben & Jerry, Lipton und Omo, hat sein ehrgeiziges Engagement zur Reduzierung von Kunststoffabfällen und zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe angekündigt.

Bis 2025 wird das globale Konsumgüterunternehmen mehr als 100.000 Tonnen Kunststoffverpackungen eliminieren und mehr Kunststoffverpackungen sammeln und verarbeiten als es verkauft

Unilever hat folgende Maßnahmen bis 2025 bestätigt:

Halbierung der Verwendung von neuem Kunststoff durch Reduzierung der gesamten Verwendung von Kunststoffverpackungen um mehr als 100.000 Tonnen und die beschleunigte Verwendung von recyceltem Kunststoff

Sammlung und Verarbeitung von mehr Kunststoffverpackungen als verkauft werden

Damit ist Unilever das erste große globale Konsumgüterunternehmen, das sich zu einer absoluten Kunststoffreduzierung in seinem gesamten Portfolio verpflichtet hat.

Unilever ist bereits auf dem besten Weg, seine bestehenden Verpflichtungen zu erfüllen, um bis 2025 sicherzustellen, dass all seine Kunststoffverpackungen wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar sind, und mindestens 25 % recycelten Kunststoff in seinen Verpackungen zu verwenden.

Alan Jope, CEO von Unilever, meinte dazu: "Plastik hat seinen Platz, aber dieser Platz ist nicht in der Umwelt. Nur durch schnelles und radikales Handeln an allen Stellen im Kunststoffkreislauf können wir Kunststoffabfälle vermeiden.

Unser Ausgangspunkt sollte ein Design sein, das die Menge an Kunststoff, die wir verwenden, reduziert und gleichzeitig sicherstellt, dass das, was wir verwenden, zunehmend aus recycelten Quellen stammt. Wir setzen uns auch dafür ein, dass unsere gesamten Kunststoffverpackungen wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar sind.

Dies erfordert ein grundlegendes Umdenken in Bezug auf unsere Verpackungen und Produkte. Es erfordert von uns, neue und innovative Verpackungsmaterialien einzuführen und neue Geschäftsmodelle, wie Wiederverwendungs- und Nachfüllformate, mit beispielloser Geschwindigkeit und Intensität aufzuskalieren."

Unilevers Engagement erfordert, dass das Unternehmen bis 2025 jährlich rund 600.000 Tonnen Kunststoff sammelt und verarbeitet. Dies wird durch Investitionen und Partnerschaften ermöglicht, die die Infrastruktur der Abfallwirtschaft in vielen der Länder, in denen Unilever tätig ist, verbessert.

Herr Jope fügte hinzu: "Unsere Vision ist eine Welt, in der alle zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass Kunststoff in der Wirtschaft und nicht in der Umwelt bleibt. Unser Kunststoff ist unsere Verantwortung. Deshalb haben wir uns verpflichtet, im Rahmen unserer Bemühungen für eine Kreislaufwirtschaft mehr zurückzugewinnen als wir verkaufen. Eine gewaltige, aber herausfordernde Aufgabe, die dazu beitragen wird, die weltweite Nachfrage nach recyceltem Kunststoff zu steigern.

Ellen MacArthur, Gründer der Ellen MacArthur Foundation, meinte dazu: "Die heutige Ankündigung von Unilever ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe. Durch Eliminieren unnötiger Verpackung mit Innovationen wie Nachfüllen, Wiederverwenden und Konzentrate und gleichzeitiges Steigern der Verwendung von recyceltem Kunststoff demonstriert das Unternehmen, wie Unternehmen von neuen Kunststoffen wegnavigieren können. Wir fordern andere auf, dem Beispiel von Unilever zu folgen, damit wir gemeinsam den Kunststoff, den wir nicht brauchen, eliminieren und innovativ sein können, damit das, was wir brauchen, in Umlauf gebracht wird, und wir schließlich ein Wirtschaftssystem aufbauen können, in dem Kunststoffverpackungen nie zu Abfall werden."

Seit 2017 hat Unilever seinen Ansatz bei Kunststoffverpackungen durch seine "Less, Better, No Plastic"-Devise transformiert.

Mit Less Plastic hat Unilever neue Verpackungs- und Liefermöglichkeiten erforscht, einschließlich Konzentraten, wie z.B. das neue Cif Eco-Refill, das 75 % des Kunststoffs ersetzt, und neue Nachfüllstationen für Shampoo und Waschmittel, die in Geschäften, Universitäten und mobilen Verkaufsstellen in Südostasien eingeführt wurden.

Better plastic hat zu bahnbrechenden Innovationen geführt, wie z.B. dem neuen nachweisbaren Pigment, das von Axe (Lynx) und TRESemmé verwendet wird, und schwarzen Kunststoff recycelbar macht, damit er von Scannern in Recyclinganlagen erkannt und sortiert werden kann. Oder die "Festival Bottle" von Lipton, die aus 100 % recyceltem Kunststoff besteht und nach einem Pfandsystem gesammelt wird.

Mit No plastic hat Unilever Innovationen auf den Markt gebracht, darunter Shampoo-Riegel, nachfüllbare Zahnpastatabletten, Deostifte aus Karton und Bambus-Zahnbürsten. Unilever hat sich zudem bei der Loop-Plattform angemeldet, die neue Möglichkeiten für die Lieferung und Sammlung von wiederverwendbaren Produkten aus dem Haushalt der Verbraucher erforscht.

Als Teil der heutigen Ankündigung hat Unilever auf seiner Website ein Video veröffentlicht, das sich mit dem Thema Ozeanplastik beschäftigt und in dem sich das Unternehmen verpflichtet, seinen Beitrag zu leisten, damit "der blaue Planet wieder blau" wird.

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11.06.2019

Flughafen Wien-Schwechat erwartet den bisher verkehrsstärksten Sommer

Flughafen Wien-Schwechat erwartet den bisher verkehrsstärksten Sommer Flughafen Wien-Schwechat erwartet den bisher verkehrsstärksten Sommer

Dem verkehrsstärksten Sommer aller Zeiten blickt der Flughafen Wien-Schwechat entgegen. „Ab Ende Juni erwarten wir jeden Tag zwischen 90.000 und 100.000 Passagiere, das sind so viele, wie der zweite Wiener Gemeindebezirk Einwohner hat“, sagte Flughafen-Vorstandsmitglied Julian Jäger im Klub der Wirtschaftspublizisten. In den vier Monaten von Juni bis September rechnet der Vienna International Airport (VIE) bei der Zahl der abgefertigten Fluggäste mit einem Plus von zehn Prozent. Rund 30 Millionen Passagiere werden heuer auf dem Flughafen Wien-Schwechat starten und landen.

In Anbetracht des sich im Sommer abzeichnenden Gedränges rät Jäger allen Reisenden, schon zwei Stunden vor dem geplanten Start ihres Fliegers am Flughafen zu sein. „Die Billigfluglinien schließen das Gate schon eine halbe Stunde vor dem Abflug, die sind da ganz strikt“, macht Jäger aufmerksam. Um den Urlaubern und Geschäftsreisenden unnötige Wartezeiten zu ersparen, habe der VIE 200 zusätzliche Mitarbeiter bei der Sicherheitskontrolle und bei der Flugabwicklung eingestellt.

Einmal mehr mahnte Jägers Vorstandskollege Günther Ofner die dringend notwendige Ertüchtigung des hochrangigen Straßen- und Schienennetzes rund um den Flughafen ein: „Der Brand im Tunnel Rannersdorf und die dann erforderliche Sperre der Wiener Aussenring-Schnellstraße S1 haben den Kfz-Verkehr in der Region fast zum Erliegen gebracht.“ Um die Probleme auf der Ostautobahn A4 und der S1 sowie die Kapazitätsengpässe bei der Bahnverbindung zwischen Wien und Bratislava und beim City-Airport-Train (CAT) in den Griff zu bekommen, schlägt Ofner eine gemeinsame Aktionsplattform der Bundesländer Niederösterreich und Wien, der Anrainer-Gemeinden, der ASFiNAG und der ÖBB vor.

Eine positive Zwischenbilanz zog der Flughafen-Vorstand über das zu Ostern eingeführte neue Vorfahrtsystem an der Straßenrampe zum Abflug-Terminal. „Seitdem wir dort eine Kurzparkzone haben und das Halten des Autos nur noch zehn Minuten kostenlos erlaubt ist, hat sich die Situation spürbar verbessert“, berichtet er. Viele Uber-Fahrer würden jetzt allerdings mit ihren Abholtaxis um den Airport Runden drehen – ein Problem, „dem wir uns noch stellen müssen“, so Ofner.

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07.08.2018

Mostviertler Landwirte stehen vor extremen Herausforderungen

Mostviertler Landwirte stehen vor extremen Herausforderungen Mostviertler Landwirte stehen vor extremen Herausforderungen

Das Wirtschaften unter freiem Himmel wird immer schwieriger. Zu diesem Schluss kommt Andreas Pum, Hauptbezirksobmann des Bauernbundes im Bezirk Amstetten. „Unwetter, Trockenheit und Schädlingsbefall sind Folgen des Klimawandels, den die Landwirtschaft direkt und am stärksten zu spüren bekommt“, stellt er fest. Das heurige Jahr zeige sich diesbezüglich von den unterschiedlichsten Seiten, von guten Ernten bis zu 100 Prozent Ertragsausfällen. „Vor allem die Diskussion zum Thema Pflanzenschutz wird heftiger, was sowohl die Bewirtschaftung als auch die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln erschwert“, sagt Pum.

Dabei sei der Bezirk Amstetten von einer Vielfalt an Produktionsformen geprägt. „Veredelungsbetriebe für Milch und Fleisch sind der Schwerpunkt unserer Region. Und die Bioproduktion ist mittlerweile auf 20 Prozent Anteil gewachsen“, stellt Andreas Pum gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst fest. „Mit dem Ausbau der Berglandmilch, die eine neue Käserei sowie eine Milchübernahmehalle mit vier Rohmilchannahmespuren errichtet hat, sind auch die Abnahme und der Verkauf der Milchproduktion gesichert.“ Am Rinder- und Schweinesektor sorgen Vermarktungsgenossenschaften im Verkauf für mehr Stärke. Hingegen stehen zirka 18.000 Hektar Waldfläche vor einer schwierigen Entwicklung. Denn der Borkenkäferbefall, das Eschensterben und die Trockenheit setzen den Wäldern enorm zu.

Im Zunehmen im Bezirk sind die Alternativkulturen, wie etwa der häufiger angebaute Kürbis. Auch der Anbau von Soja erweise sich als Alternative mit Zukunft. Die Hauptkulturen bleiben dennoch Getreide und Mais mit rund 25.000 Hektar, obwohl die Anbauflächen im Vergleich zum Vorjahr heuer wieder reduziert worden sind. Vor allem der Rübenanbau – im Bezirk rund 800 Hektar – steht vor großen Herausforderungen. Erschwert wird die Zukunft des Anbaus durch den Druck vom Zuckermarkt, das Neonikotinoid-Verbot und die Klimaschwankungen.

Laut Andreas Pum wird das Investitionsförderprogramm im Bezirk Amstetten derzeit stärker genutzt als vorher. Investitionen, die in den letzten Jahren nicht erfolgt sind, werden jetzt nachgeholt. „Leider jedoch bewegt sich der Preisanstieg, der für eine angemessene Einkommensentwicklung notwendig wäre, noch immer hinter den Erwartungen“, stellt der Bauernbund-Obmann fest. Preise wie vor 40 Jahren würden die negative Entwicklung dokumentieren. „Die Erhöhung der Einheitswerte und der Sozialversicherungsbeiträge trägt auch nicht gerade zu einer Entspannung bei“, so Pum.

Was die Jungbauern betrifft, würden diese zwar in der Ausbildung und mit Förderungen unterstützt werden, aber trotzdem sei die Übernahme eines Hofes keine Selbstverständlichkeit, meint der Bauernbund-Obmann. Viele Faktoren würden für die Zukunft des Betriebes entscheidend sein. Sie reichen vom Mehraufwand für mehr Bürokratie, mehr Kontrollen und Auflagen in der Tierproduktion bis zur jeweiligen Situation in der Familie.

Akuten Handlungsbedarf sieht Pum bei der Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln nach deren Herkunft, die er für unabdingbar erklärt. Als wünschenswert nennt er ein Verbot von Schleuderpreisen für Lebensmittel in Handelsketten sowie einfache unbürokratische Ausgleichszahlungen für sämtliche Umwelt- und Tierschutzauflagen. Sein Schlusspunkt: „Eine faire Einkommensentwicklung unserer Landwirte, angepasst an die allgemeine gute Wirtschaftsentwicklung, sowie der Anspruch auf ein Privatleben mit Freizeit wären im 21. Jahrhundert allmählich selbstverständlich.“

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02.09.2018

Doch eine Bananenrepublik? Europas erster Bananenwein kommt aus Österreich!

Unter der Burg Kreuzenstein wächst Europas erster Bananenwein Unter der Burg Kreuzenstein wächst Europas erster Bananenwein

Sogar das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) hat schon über das nicht alltägliche Produkt und seinen Schöpfer berichtet. Am Entstehungsort der Kuriosität im Weinviertel allerdings sind beide nahezu unbekannt: Im Erdgeschoß eines Einfamilienhauses in Leobendorf im Bezirk Korneuburg erzeugt der gebürtige Kongolese Yves Chikuru den – nach eigenen Angaben – ersten Bananenwein Europas. Aus 100 Kilogramm alten Bananen, deren Qualität top ist, die aber aufgrund der Verfärbung ihrer Außenhaut keinen Verzehr mehr finden, gewinnt er 30 bis 40 Liter Wein.

„Wenn eine Banane braune Punkte auf der Schale hat oder zu süß schmeckt, wird sie meist weggeschmissen“, stellt Chikuru fest. Solche Früchte kaufe er um den Hälftepreis - zehn Euro pro Kiste - einem Wiener Obstgroßhändler ab, verarbeite sie zu dem alkoholischen Getränk und habe so bereits 30 Tonnen Bananen „gerettet“. Wegen seines vergleichsweise hohen Zuckergehaltes entfalte Bananenwein ein besonderes Aroma und schmecke ähnlich einem Dessertwein, wie z.B. einer Beerenauslese oder einem Sherry, erklärt Chikuru.

Unter der Burg Kreuzenstein schreitet der Weinmacher aus Zentralafrika drei- bis viermal pro Jahr an die Produktion. Dazu schält er die Bananen, püriert das Fruchtfleisch durch eine Quetsche und sammelt die trübe Flüssigkeit, die sich nach einiger Zeit vom Bananenmark absetzt. Nach Zugabe von Hefe, wochenlanger Gärung im Stahltank, Schwefelung und Filtration füllt er den Bananenwein schließlich in Glasgebinde.

„Bis jetzt habe ich mehr als 4.000 Flaschen produziert und die gesamte Menge verkauft“, berichtet Chikuru dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Erhältlich ist der Bananenwein um 9,50 Euro pro Flasche an seinem Stand am Wiener Naschmarkt. Aufgrund des Erfolges mit der Paradiesfeige wagt er sich jetzt an die Verarbeitung weiterer reifer, unverkäuflicher Früchte und produziert u.a. Mangolikör, Ananaswein und Essig aus Bananen.

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15.07.2019

Umsatzstärkste NÖ Industriebetriebe sind im Industrieviertel daheim

Der Glücksspielgeräte-Erzeuger Novomatic mit der Zentrale in Gumpoldskirchen, der Energieversorger EVN aus Maria Enzersdorf und der Baustoffkonzern Schmid Industrieholding mit Sitz in Wopfing im Piestingtal waren 2018 die drei umsatzstärksten Industrieunternehmen auf niederösterreichischem Boden. Der Glücksspielgeräte-Erzeuger Novomatic mit der Zentrale in Gumpoldskirchen, der Energieversorger EVN aus Maria Enzersdorf und der Baustoffkonzern Schmid Industrieholding mit Sitz in Wopfing im Piestingtal waren 2018 die drei umsatzstärksten Industrieunternehmen auf niederösterreichischem Boden.

Der Glücksspielgeräte-Erzeuger Novomatic mit der Zentrale in Gumpoldskirchen, der Energieversorger EVN aus Maria Enzersdorf und der Baustoffkonzern Schmid Industrieholding mit Sitz in Wopfing im Piestingtal waren 2018 die drei umsatzstärksten Industrieunternehmen auf niederösterreichischem Boden.

Auf den Plätzen vier bis sechs folgen drei Produktionsbetriebe aus dem Mostviertel: die auf Schalungstechnik und Ladenbau spezialisierte Umdasch Group AG aus Amstetten, der Automobil-Zulieferer ZKW aus Wieselburg sowie die im Maschinenbau tätige CNH Industrial Österreich GmbH mit Sitz in St. Valentin.

Diese Daten entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst einer Rangreihung der 250 größten Industrieunternehmen Österreichs, die die Fachzeitschrift „Industriemagazin“ erstellt hat. Demnach erwirtschaftete die Novomatic AG im Vorjahr einen Umsatz von mehr als 2,6 Milliarden Euro, was sie im Niederösterreich-Ranking auf Platz eins bringt, gefolgt von der EVN mit knapp über zwei Milliarden sowie der Schmid Industrieholding, die es mit mehr als 1,8 Umsatzmilliarden auf das Podest der Top-Drei schafft.

Die Umdasch Group AG erzielte 2018 Erlöse in Höhe von etwa 1,5 Milliarden, die ZKW Group GmbH mehr als 1,3 Milliarden sowie CNH 730 Millionen Euro.

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