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Wirtschaft

20.03.2019

Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt

Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen

Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen. Der Preisauftrieb in Österreich lag deutlich über dem EU-Durchschnitt. Besonders stark war der Preisanstieg in den Bundesländern (ohne Wien) mit fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch in Wien hat sich das Immobilienpreiswachstum – nach einigen Quartalen mit vergleichsweise moderater Teuerung – im dritten Quartal 2018 mit einem Plus von 6,5 Prozent im Vorjahresvergleich beschleunigt. Vor diesem Hintergrund belief sich im Dezember 2018 das Wachstum der Wohnbaukreditvergabe – bei unverändert günstigen Konditionen – auf 4,9 Prozent (im Jahresabstand).

Gute Konjunkturlage in Osteuropa spiegelt sich in steigenden Wohnimmobilienpreisen wider

In den meisten CESEE-Ländern legten die Immobilienpreise laut Eurostat-Daten im zweiten und dritten Quartal 2018 deutlich stärker zu als im EU-Durchschnitt (4,3 Prozent). Die positiven Rahmenbedingungen in der Region wie das starke Einkommenswachstum, historisch niedrige Arbeitslosenquoten und relativ optimistische Wachstumsaussichten in Verbindung mit weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen zeigen sich in der hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien. Zudem wird die Nachfrage in vielen Ländern weiterhin durch zielgruppenspezifische Subventionsprogramme unterstützt.

Steigende Wohnimmobilienpreise auch in zahlreichen anderen Euro-Ländern

Neben Österreich und den CESEE-Ländern wiesen auch die Niederlande, Irland, Portugal, Spanien und Luxemburg dynamisch steigende Wohnimmobilienpreise im zweiten und dritten Quartal 2018 auf. Die Ausnahme blieb Italien, wo im gleichen Zeitraum die Preise sanken.

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01.01.2019

Der Fiskus verliert jährlich mehr als 600 Millionen Euro

Bereits rund 20 Prozent der Weihnachtsgeschenke wurden heuer über den Online-Versandhandel wie Amazon, eBay und Co gekauft.
 Bereits rund 20 Prozent der Weihnachtsgeschenke wurden heuer über den Online-Versandhandel wie Amazon, eBay und Co gekauft.


Bereits rund 20 Prozent der Weihnachtsgeschenke wurden heuer über den Online-Versandhandel wie Amazon, eBay und Co gekauft.
 Das hat eine Studie der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS) ergeben. Der Versandhandel verzeichnet vor allem beim Kauf von Büchern, Tonträgern, Fotoapparaten, bei Haushalts- und Elektroartikel sowie bei Bekleidung aller Art
besonders hohe Steigerungsraten. „Was auf der einen Seite als besonders bequem erscheint, hat nicht nur für den österreichischen stationären
Handel in den Ortszentren und Einkaufsstraßen enorme Umsatzeinbußen zur Folge, sondern auch für die Finanzverwaltung beträchtliche Nachteile“, macht IWS-Geschäftsführer Prof. Gottfried Kneifel auf eine „Lücke in der Steuergesetzgebung“ aufmerksam.

Während in Österreich jeder Betrieb eine täglich prüfbare
 Dokumentation seiner Geschäfte der Finanzbehörde vorlegen muss, können Online-Versandunternehmen mit ausländischen Betriebsstandorten
wie etwa in Luxemburg oder gar in EU-Drittländern – nicht geprüft werden.
 Nach vorsichtigen Schätzungen von IWS-Experten entgehen dem österreichischen Fiskus dadurch jährlich mehr als 600 Millionen Euro
an Mehrwertsteuer-Einnahmen, weil Steuern und Abgaben, die von österreichischen Konsumenten bei Online-Geschäften zwar, bezahlt aber nur selten bei der österreichischen Finanz landen.

Kneifel: „Steuer-Transparenz ist nicht nur eine Frage von Fairness und Gerechtigkeit.“ Es ist für unsere
 stationären Handelsbetriebe auch eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit und eine Frage der Erhaltung von Arbeitsplätzen. 
Außerdem müssen Umwelt- und Konsumentenschutz nicht nur für in Österreich
registrierte Unternehmen gelten, die überdies auch noch ARA und Alt-Elektrogeräte-Pfand abliefern müssen.
 Wir fordern daher den Gesetzgeber auf, alle Möglichkeiten der modernen elektronischen Technik auch gegenüber
 internationalen Online-Versand-Unternehmen einzusetzen, damit auch deren Geschäfte ebenso überprüfbar
werden, wie dies von der Finanzverwaltung bei Betriebsprüfungen gegenüber Handelsbetrieben mit Standort in Österreich
 praktiziert wird.“

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25.06.2018

kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen

kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen

Nach der Übernahme von kika/Leiner durch die SIGNA Gruppe ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit euro delkredere eine Warenkreditversicherung zu gewinnen und entsprechende Verträge zu unterzeichnen. Dieser Schritt unterstreicht das hohe Vertrauen in die SIGNA Gruppe und in kika/Leiner. „Dadurch ist es möglich die geordneten Geschäftsbeziehungen zwischen unseren Lieferanten und uns wieder in Gang zu setzen," so Dr. Gunnar George, Geschäftsführer kika/Leiner. Für die Kundinnen und Kunden des Unternehmens bedeutet das, "dass, wie schon bisher, bestellte Ware garantiert geliefert wird, nun aber, durch die Kreditversicherung, eine zusätzliche Sicherheit gegeben ist", so George weiter.

Der Abschluss neuer Verträge ist ein weiterer Schritt zur nachhaltigen Zukunftssicherung des österreichischen Traditionsunternehmens kika/Leiner.

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18.10.2018

INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit

INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit

Nach dem gelungenen Test in elf Hypermärkten in Salzburg und der Steiermark wird das neue, innovative Papiersackerl nun österreichweit ausgerollt. Die umweltfreundliche und recycelbare Alternative zum altbekannten dünnen Plastiksackerl gibt es ab sofort in sämtlichen INTERSPAR-Hypermärkten. Die Papiersackerl bestehen aus transparentem, FSC-zertifiziertem Pergamentpapier und sind sogar feuchtigkeitsresistent. In sauberem Zustand sind sie über das Altpapier zu entsorgen, verschmutzt über die Bio-Tonne.

Die biologisch abbaubare Alternative

„Wir sind stolz unseren Kundinnen und Kunden mit dem Papiersackerl ab sofort eine ökologisch wertvolle Alternative zum herkömmlichen Plastiksackerl anbieten zu können. Die hohe Funktionalität konnte im Testlauf eindeutig bestätigt werden und auch die Akzeptanz bei unseren Kundinnen und Kunden ist erfreulich groß. Das Thema Plastikreduktion ist in der Bevölkerung angekommen. In Zukunft bieten wir Kunden in ganz Österreich die Möglichkeit, ein klares Signal für unsere Umwelt zu setzen“, zeigt sich INTERSPAR Österreich-Geschäftsführer Mag. Markus Kaser begeistert von der Entwicklung. Die Wahlfreiheit, ob nun zum neuen, biologisch abbaubaren Papiersackerl oder zum herkömmlichen Plastiksackerl gegriffen wird, haben die Kunden dabei nach wie vor.

Maßnahmen zur Plastik-Reduktion

SPAR und INTERSPAR tragen mit unterschiedlichsten Maßnahmen zur Reduktion von Kunststoff bei. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus haben SPAR und INTERSPAR im vergangenen Jahr über 20 Prozent an Obst- und Gemüsesackerln eingespart. In allen Sortimentsbereichen wird auf eine ressourcenschonende Verpackung geachtet, so wurde beispielsweise die Verpackung der SPAR enjoy Sandwiches von Plastik auf Karton umgestellt mit einer Plastik-Einsparung von 22 Tonnen Kunststoff pro Jahr.

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06.11.2018

So spenden Österreichs Unternehmen

Fundraising Verband präsentiert neue Studie zu gesellschaftlichem Engagement von Unternehmen und startet „Aktion Wirtschaft hilft!“. Fundraising Verband präsentiert neue Studie zu gesellschaftlichem Engagement von Unternehmen und startet „Aktion Wirtschaft hilft!“.

Der Fundraising Verband Austria startete heute pünktlich zur Spendenhochsaison rund um die Adventzeit die „Aktion Wirtschaft hilft!“. Die Initiative unterstützt und informiert Österreichs Unternehmen für ihr gemein­nütziges Engagement und holt engagierte Betriebe vor den Vorhang. Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde auch eine neue Studie präsentiert. Demnach sind Österreichs Unternehmen gesellschaftlich engagiert, im internationalen Vergleich damit aber eher im Mittelfeld. Hochrangige Organisationen aber auch Persönlichkeiten wie Dr. Christian Konrad tragen die Aktion mit.

"„Wirtschaftlicher Erfolg wird auch davon beeinflusst, dass in einer Gesellschaft ein Klima der umfassenden Verantwortung für Mensch und Umwelt herrscht. Langfristig planende Unternehmen wissen das und sehen ihren wirtschaftlichen Erfolg auch als Auftrag zur Verantwortung für die nächsten Generationen“", erklärte heute Dr. Christian Konrad, Initiator der Allianz „Menschen.Würde.Österreich“ und Unterstützer der „Aktion Wirtschaft hilft!“. Die Initiative hat das Ziel, eine Brücke zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zu bauen: "„Mit unserem umfassenden Service- und Informationsangebot möchten wir möglichst viele Unternehmen – hier insbesondere die KMUs – motivieren und ihnen bei ihrem Engagement und bei der Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung beratend zur Seite stehen“", erläutert Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria und Initiator der Aktion. Vorbild könnte dabei das international verbreitete „Committed Giving“ sein. „Immer mehr Unternehmen verpflichten sich, jährlich ein oder zwei Prozent ihres Betriebsergebnisses für gemeinnützige Zwecke zu spenden. Würden Österreichs Unternehmen ein Prozent ihres Gewinns für gemeinnützige Projekte spenden, gäbe es rund 300 Millionen Euro für humanitäre, soziale, Bildungs- und Umweltanliegen.“, zeigt Lutschinger auf. Derzeit spenden Österreichs Unternehmen rund 50 Millionen Euro im Jahr für gemeinnützige Zwecke.

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen:

Insgesamt engagieren sich rund 83% der Unternehmen in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Dies zeigt die größte je durchgeführte Umfrage zum Spendenverhalten von Unternehmen im Auftrag des Fundraising Verbands. 77% bevorzugen Geld-, 48% Sach- und 36% Zeitspenden. 17% der Unternehmen unterstützen gemeinnützige Einrichtungen mit Pro-bono-Leistungen – also freiwillig geleisteter professioneller Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung.

Geldbeträge spenden Unternehmen in erster Linie für Kinderhilfe, Sportförderung, Menschen mit Behinderung und sozial Bedürftige. Durchschnittlich geben Unternehmen pro Jahr für Spenden 6.360,- Euro aus, das durchschnittliche, jährliche Sponsoring liegt bei knapp über 3.000,- Euro. Hauptmotive für die Unterstützung sind dabei allen voran die humanitäre und weltanschauliche Einstellung sowie der Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. "„Viele Firmen planen daher Spenden fix in ihrem Budget ein. Bei Großunternehmen trifft dies immerhin auf rund 73 Prozent zu, bei Kleinstunternehmen sind es rund 38 Prozent.“", betont Studienautor Dr. Bernhard Hofer, Geschäftsführer von Public Opinion.

Über die Aktion Wirtschaft hilft und den Spendenguide für Unternehmen:

Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ möchte Unternehmen unterstützen, gesellschaftlich aktiv zu werden und an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Zentrales Serviceinstrument ist der heute neu veröffentlichte Spendenguide für Unternehmen. Darin findet sich neben einem ausführlichen Service- und Informationsteil ein Überblick über die Arbeit und die Projekte von 42 gemeinnützigen Organisationen. Diese decken ein breites inhaltliches und gesellschaftliches Spektrum ab – von der Kinderhilfe über die Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu Wissenschaft und Forschung. Begleitet wird die Aktion vom Webportal www.wirtschaft-hilft.at.

Spendenideen werden prämiert:

Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ möchte engagierte Unternehmen auch vor den Vorhang holen. Bis Mitte Jänner 2019 sind Österreichs Unternehmen aufgerufen, ihre erfolgreichen, innovativen und kreativen Spendenprojekte mit österreichischen Unternehmen einzusenden. Im Frühjahr 2019 werden die besten als „Unternehmensspende des Jahres“ gekürt. Alle Ideen von der Weihnachtsspende bis zum ehrenamtlichen Einsatz eines Unternehmensteams sind willkommen. Alle Infos dazu unter www.wirtschaft-hilft.at/awards.

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13.09.2018

Neues Arbeitszeitgesetz in Kraft: Die wichtigsten Neuerungen

Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen. Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen.

Seit 1. September 2018 gelten die aktuellen Änderungen im Arbeitszeitgesetz und im Arbeitsruhegesetz. Kernstück ist die Anhebung der täglichen Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden. Über diese und wichtige weitere Änderungen informiert das Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen TPA.

Die gravierendste – und bis zuletzt heftig diskutierte – Änderung im Arbeitszeitgesetz (AZG) betrifft die Erlaubnis für Arbeitgeber, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab sofort bei Bedarf vorübergehend ohne Verwaltungsstrafen bis zu zwölf Stunden pro Tag bzw. 60 Stunden pro Woche beschäftigen zu dürfen, womit eine weitgehende Entkriminalisierung der Arbeitspraxis möglich sein sollte. Die nun mit der Novelle erlaubte zusätzliche 11. und 12. Stunde ist grundsätzlich als Überstunde abzugelten.

Aber:

Arbeitnehmer können Überstunden, die über zehn Stunden täglich bzw. 50 Stunden wöchentlich hinausgehen, ohne Angabe von Gründen ablehnen, und sie dürfen aus diesem Grund nicht benachteiligt werden – etwa, was das Entgelt oder die Aufstiegschancen betrifft.

Wird ein Arbeitnehmer dennoch gekündigt, kann die ausgesprochene Kündigung binnen zwei Wochen bei Gericht angefochten werden.

Zudem können Arbeitnehmer selbst wählen, ob sie Überstunden, die über die zehn bzw. 50 Stunden hinausgehen, in Geld oder mit Zeitausgleich vergütet bekommen wollen.

Bis 31.8.2018 durften Mitarbeiter – je nach gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Lage – maximal bis zu zehn Stunden am Tag bzw. 50 Stunden pro Woche beschäftigt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen war es allerdings möglich, per Betriebsvereinbarung oder mit Einzelvereinbarungen bis zu zwölf Stunden pro Tag bzw. 60 Stunden pro Woche beschäftigt zu werden. Diese Regelung zu Sonderüberstunden ist mit der Novelle entfallen.

Tipp: Unverändert aufrecht bleibt die Bestimmung, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Vier-Monats-Zeitraum im Schnitt maximal 48 Stunden pro Woche beschäftigt werden dürfen. Wichtig ist auch, dass alle für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer günstigere Regelungen in Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen durch die Novelle nicht berührt werden.

Für Gleitzeit-Vereinbarungen gilt künftig Folgendes: Gleitzeit-Arbeitende können seit 1.9.2018 für das gesetzlich zulässige Ausmaß der Normalarbeitszeit von zwölf Stunden herangezogen werden, wenn sichergestellt ist, dass sie ein Zeitguthaben auch ganztägig verbrauchen können und der Verbrauch im Zusammenhang mit einer wöchentlichen Ruhezeit nicht ausgeschlossen ist.

Tipp: Zu beachten ist, dass die Gleitzeitvereinbarung die Möglichkeit vorsehen muss, dass Gleittage in Anspruch genommen werden können. Und sie darf auch die Möglichkeit zur Konsumation in Form verlängerter Wochenenden nicht ausschließen.

Arbeitet nun der Mitarbeiter unter diesen Voraussetzungen an einem Tag aufgrund der autonomen, von ihm selbst vorgenommenen Zeiteinteilung mehr als zehn Stunden, aber höchstens zwölf Stunden, handelt es sich dabei um Normalarbeitszeit.

Überstunden liegen nur dann vor, wenn der Arbeitgeber trotz Gleitzeit Arbeitsstunden anordnet, die über die Normalarbeitszeit von acht Stunden am Tag bzw. 40 Stunden in der Woche hinausgehen.

Tipp: Zu beachten ist, dass viele Kollektivverträge vorsehen, dass auch bei Gleitzeit die Normalarbeitszeit mit zehn Stunden begrenzt bleibt und die 11. und die 12. Stunde des Tages als Überstunde gelten. Damit fällt für diese ein Überstundenzuschlag an.

Ausnahme von der Wochenend- und Feiertagsruhe

Das Arbeitsruhegesetz (ARG) sieht vor, dass Mitarbeitern eine ununterbrochene Ruhezeit von 36 Stunden zu gewähren ist, in die auch der Sonntag fällt. Mitarbeiter dürfen am Wochenende also grundsätzlich aufgrund der sogenannten Wochenendruhe nicht beschäftigt werden.

Seit 1. September 2018 gilt aber folgende Ausnahmeregelung: Bei vorübergehend auftretendem besonderen Arbeitsbedarf darf durch Betriebsvereinbarung eine Ausnahme von der Wochenend- und der Feiertagsruhe zugelassen werden, und zwar an maximal vier Wochenenden oder Feiertagen pro Arbeitnehmer und Jahr. In Betrieben ohne Betriebsrat ist dafür eine schriftliche Einzelvereinbarung notwendig.

Wenn zum Beispiel die Ausnahmen von der Wochenend- und Feiertagsruhe für wiederkehrende Ereignisse abgeschlossen werden – etwa jedes Jahr für die Weihnachts- oder Osterzeit – ist der entsprechende Anlass in der Betriebsvereinbarung bzw. in der schriftlichen Einzelvereinbarung festzuhalten.

Tipp: Bitte beachten Sie, dass eine Ausnahme von der Wochenendruhe nicht an vier aufeinander folgenden Wochenenden erfolgen darf.

Ohne Betriebsvereinbarung dürfen Arbeitnehmer die Wochenend- und Feiertagsarbeit grundlos ablehnen. Sie dürfen deshalb weder bei Entgelt noch bei Aufstiegsmöglichkeiten oder Versetzung benachteiligt werden. Vor allem dürfen sie deswegen nicht gekündigt werden. Wird der Arbeitnehmer dennoch gekündigt, kann er die ausgesprochene Kündigung binnen zwei Wochen bei Gericht anfechten.

Sonderregel Einzelhandel

Für den Einzelhandel gibt es die Möglichkeit, betriebsintern an vier Wochenenden oder Feiertagen pro Jahr eine Ausnahme von der Wochenende- bzw. Feiertagsruhe zu vereinbaren, nicht. Denn Verkaufstätigkeiten sind nach dem Öffnungszeitengesetz geregelt.

WICHTIG – Neue Ausnahme für nahe Angehörige

Neu ist seit 1. September 2018 auch, dass bestimmte nahe Angehörige weder dem Arbeitszeit- noch dem Arbeitsruhegesetz unterliegen. Das betrifft Familienmitglieder, die im Rahmen von Dienstverhältnissen beschäftigt und bei der Gebietskrankenkasse als Dienstnehmer gemeldet sind.

Als nahe Angehörige gelten

die Eltern,

volljährige Kinder,

der/die im gemeinsamen Haushalt lebende Ehegatte/-gattin oder eingetragene Partner/in, sowie

der/die Lebensgefährte/-gefährtin, wenn diese/r mit dem Arbeitgeber seit mindestens drei Jahren im gemeinsamen Haushalt lebt.

Diese Ausnahme wirkt auch nur, wenn es sich bei dem Unternehmen/Arbeitgeber um ein Einzelunternehmen handelt. Kapitalgesellschaften bzw. im Firmenbuch eingetragene Personengesellschaften wie Kommanditgesellschaften (KG) und offene Gesellschaften (OG) können diese Regelung nicht in Anspruch nehmen.

Die Ausnahme von AZG und vom ARG greift aber nur dann, wenn

die gesamte Arbeitszeit des nahen Angehörigen aufgrund der besonderen Merkmale der Tätigkeiten nicht messbar bzw. nicht festlegbar ist, oder

die gesamte Arbeitszeit des nahen Angehörigen aufgrund der besonderen Merkmale der Tätigkeit die Selbstfestlegung der Arbeitszeit durch den Arbeitnehmer erfordert.

Ebenfalls von den Regelungen befreit sind leitende Angestellte und – dies ist neu – sonstige Arbeitnehmer, denen maßgebliche selbstständige Entscheidungsbefugnis übertragen ist.

Sonderfall Hotel- und Gastgewerbe

Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen. Auch die nun in Kraft getretene Neuregelung sieht vor, dass für Arbeitnehmer im Hotel- und Gastgewerbe bei geteilten Diensten die tägliche Ruhezeit auf mindestens acht Stunden verkürzt werden kann.

Aber folgende wesentliche Änderungen sind dabei zu beachten: Bei geteilten Diensten

erlaubt das AZG selbst die Verkürzung der Ruhezeit,

betrifft die Verkürzung der täglichen Ruhezeit vollzeit- und auch teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer,

wird die Verkürzung der Ruhepause nicht bloß in Saisonbetrieben, sondern in allen Betrieben des Hotel- und Gastgewerbes möglich.

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21.12.2018

Glasverpackungen erleben zurzeit eine echte Renaissance

Einen eindeutigen Trend zum Kauf und zur Wiederverwendung von Glasverpackungen meldet Österreichs größter Glaserzeuger Einen eindeutigen Trend zum Kauf und zur Wiederverwendung von Glasverpackungen meldet Österreichs größter Glaserzeuger

Einen eindeutigen Trend zum Kauf und zur Wiederverwendung von Glasverpackungen meldet Österreichs größter Glaserzeuger, die Firma Vetropack Austria GmbH mit Sitz in Pöchlarn. „Die Menschen werden zunehmend sensibler, wenn sie von großen Plastikmüllinseln in den Meeren lesen“, erklärt Geschäftsführer Johann Eggerth in einem Interview mit dem Magazin „iv-positionen“. Demgegenüber sei Glas ein hochwertiges Verpackungsmaterial, das keinerlei Reaktion mit seinen Inhaltsstoffen eingehe. „Das sind Qualitäts- und Gesundheitsaspekte, die den Konsumenten immer bewusster werden“, streicht der Vetropack-Chef hervor.

2017 hat das Industrieunternehmen in Pöchlarn sowie an einem weiteren Produktionsstandort im oberösterreichischen Kremsmünster 1,7 Milliarden Stück Glasverpackungen erzeugt und verkauft – von der Bierflasche bis zum Marmeladeglas. „Es gibt keinen Haushalt in Österreich, in dem unsere Glasverpackungen nicht vorkommen“, stellt Eggerth fest. Aber auch im Ausland seien die Vetropack-Gebinde gefragt, geht doch rund die Hälfte der Produktionsmenge in den Export, insbesondere nach Italien, Frankreich und Deutschland.

In Österreich beschäftigt der Glaserzeuger 685 Mitarbeiter, 360 davon in Pöchlarn. Auch bei Vetropack spürt man den Fachkräftemangel. „Es ist sehr schwierig, technische Positionen extern zu besetzen“, sagt Eggerth. Gemeinsam mit anderen Unternehmen der Branche habe man deshalb im Vorjahr eine eigene Lehrausbildung für Glasverfahrenstechnik ins Leben gerufen. Zurzeit würden in Pöchlarn und Kremsmünster 30 Lehrlinge ausgebildet, berichtet der Geschäftsführer.

Im Geschäftsjahr 2017 hat die Vetropack Austria GmbH einen Umsatz von rund 180 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Schweizer Vetropack-Gruppe, die mit 3.000 Beschäftigten und einer Absatzmenge von fünf Milliarden Stück Verpackungsglas zu den führenden Verpackungsherstellern in Europa zählt. Neben der Schweiz und Österreich gibt es Vetropack-Niederlassungen auch in Italien, Kroatien, Tschechien, in der Slowakei und in der Ukraine.

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02.09.2018

DPD Austria schupft heuer besonders viele Packerln

DPD Austria schupft heuer besonders viele Packerln DPD Austria schupft heuer besonders viele Packerln

In Österreich treiben die gute Konjunktur im Allgemeinen und der stetig wachsende Online-Handel im Speziellen das Geschäft der Paketzusteller kräftig an. So hat der Paketdienstleister DPD Austria (Direct Parcel Distribution) mit Sitz in Leopoldsdorf im Bezirk Bruck/Leitha die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2018 mit einem Anstieg um 4,6 Prozent auf 23,6 Millionen transportierte Einheiten abgeschlossen. „Das waren um rund eine Million Pakete mehr als im ersten Halbjahr 2017“, präzisierte Geschäftsführer Rainer Schwarz.

Das Plus wäre noch größer ausgefallen, hätte DPD Austria – sowie auch seine Mitbewerber – nicht mit dem Mangel an Logistikpersonal zu kämpfen. „In Österreich fehlen der Branche mehrere Hundert Zusteller“, stellt Schwarz fest. Die Mehrheit der DPD-Pakete wird im Inland versendet und zugestellt – im ersten Halbjahr 2018 waren es mehr als 12,7 Millionen Stück.

DPD Austria - ein Joint-Venture der Speditionsfirmen Lagermax, Schachinger und Gebrüder Weiss – betreibt seine Zentrale in Leopoldsdorf. 2017 hat das Unternehmen 46,5 Millionen Pakete zugestellt und damit mehr als 184 Millionen Euro erwirtschaftet. Österreichweit beschäftigt DPD rund 1.700 Mitarbeiter und verfügt über eine Transportflotte mit mehr als 1.000 Fahrzeugen. In Niederösterreich ist der Paketdienstleister mit drei Depots in Leopoldsdorf, Leobendorf und Pöchlarn vertreten.

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13.06.2019

BlueSky Energy: 200 Elektrofachbetriebe in DACH-Region zertifiziert

Geschäftsführer Mayer freut sich über neue Partner im Dach-Raum Geschäftsführer Mayer freut sich über neue Partner im Dach-Raum

Der oberösterreichische Speicherhersteller BlueSky Energy hat die Zahl seiner Vertriebspartner in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit Jahresbeginn verdoppelt. Allein seit dem Start seines Zertifizierungsprogramms im März hat das Unternehmen mehr als 200 kleine und mittelständische Elektrofachbetriebe aus der DACH-Region geschult. Als zertifizierte Partner für die umweltfreundlichen Salzwasserstromspeicher können sie ihre Kunden nun umfassend beraten und dürfen die Heim- und Gewerbespeicher der Marke GREENROCK installieren.

Roadshows in Deutschland und Benelux

Während regelmäßig Schulungstermine am Standort des Unternehmens in Vöcklamarkt stattfinden, führten die BlueSky-Experten die Elektroinstallateure bei Roadshows in ganz Deutschland, Belgien und den Niederlanden in die Produktfamilie ein.

Mit PV-Großhändlern neue Marktsegmente erschließen

Mit AliusEnergy und Krannich Solar konnte das Unternehmen jetzt außerdem Photovoltaik-Großhändler mit hervorragenden Kontakten in den Niederlanden (AliusEnergy) und der Schweiz (Krannich Solar) gewinnen.

Zusätzlich bringt die neu geschlossene Partnerschaft mit der Fachbetriebskette enerix mehr als 50 neue Standorte in Deutschland. enerix baut auf ein Netzwerk eigenständiger, regionaler Unternehmer. So können die Vorteile der regionalen Nähe zum Kunden mit einer überregionalen Marke ausgespielt werden. „Zusammen mit den zwei Großhändlern und enerix können wir die Märkte nun noch besser erschließen“, freut sich BlueSky-Geschäftsführer Helmut Mayer.

Er ergänzt: „Wir freuen uns über das große Interesse an unserer umweltfreundlichen und sicheren Technologie, von der wir auch immer mehr Familien und öffentliche Bauträger überzeugen.“ Nach Installationen in schwedischen und Schweizer Schulen wird derzeit der erste GREENROCK-Speicher in einer Schule in Moskau aufgebaut.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K. / Foto: BlueSky Energy
24.02.2019

Amazon schupft in Großebersdorf täglich bis zu 30.000 Packerl

Amazon schupft in Großebersdorf täglich bis zu 30.000 Packerl Amazon schupft in Großebersdorf täglich bis zu 30.000 Packerl

Vor kurzem hat der US-amerikanische Online-Versandhändler Amazon sein neues Verteilzentrum in Großebersdorf im Bezirk Mistelbach, das schon seit Oktober 2018 im Probebetrieb läuft, im Beisein von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Niederösterreichs Landesrat Ludwig Schleritzko offiziell eröffnet. Der 9.800 Quadratmeter große Standort in einer Halle im Gewerbepark Eibesbrunn ist der erste des börsennotierten Konzerns in Österreich.

„Hier werden jeden Tag zwischen 25.000 und 30.000 Pakete zuerst sortiert und dann an Kunden im Ballungsraum Wien ausgeliefert“, gibt Bernd Gschaider, Direktor von Amazon Logistics, bekannt. Die Pakete erhält das Verteilzentrum in Großebersdorf von großen Logistikzentren in ganz Europa. An die Kunden zugestellt werden die Pakete von regionalen Amazon-Partnerfirmen, die dazu 250 Fahrzeuge im Einsatz haben.

Im Verteilzentrum in Großebersdorf beschäftigt der Online-Händler 150 Mitarbeiter. 2017 hat Amazon in Österreich mit dem Versandgeschäft einen Umsatz von 690 Millionen Euro erzielt. Weltweit erwirtschaftet der Konzern mit 648.000 Beschäftigten auf allen Kontinenten Erlöse in Höhe von fast 233 Milliarden US-Dollar.

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02.07.2018

Marchfeld-Schnellstraße: Sechs Verkehrsminister haben keinen Meter gebaut

Marchfeld-Schnellstraße: Sechs Verkehrsminister haben keinen Meter gebaut Marchfeld-Schnellstraße: Sechs Verkehrsminister haben keinen Meter gebaut

Im Bezirk Gänserndorf wird der Ruf nach einem raschen Bau der geplanten Marchfeld-Schnellstraße S8 immer lauter. Eine Gemeinde, die in besonderem Ausmaß unter dem herrschenden Durchzugsverkehr leidet und von der Errichtung der S8 einen Neugewinn an Lebensqualität erhofft, ist Markgrafneusiedl. „In den letzten fünf Jahren ist das Verkehrsaufkommen im Ortsgebiet um die Hälfte von 10.000 auf 15.000 Fahrzeuge pro Tag gestiegen“, rechnet Bürgermeister Franz Mathä in einem Kommentar zu aktuellen Belangen in der Marchfeld-Kommune vor. Das habe eine Auswertung der Verkehrsströme ergeben, die die Gemeinde mit einem Seitenmessradargerät selber durchgeführt hat.

Die Verkehrsbelastung sei für die Einwohner Markgrafneusiedls nicht mehr tragbar, kritisiert der Bürgermeister. Schon jedes dritte Kraftfahrzeug, das das Gemeindegebiet durchquert, ist ein Lkw. „Der Schwerverkehr rollt durch Markgrafneusiedl zu den Kiesgruben und Deponien im Osten des Marchfelds und wieder zurück“, berichtet Mathä. Ähnlich der Blechlawine ausgesetzt wie seine Kommune sei auch das nahe Raasdorf mit einem Verkehrsaufkommen von sogar 20.000 Fahrzeugen pro Tag.

Das Projekt Marchfeld-Schnellstraße, das es nicht aus den Startlöchern schafft, ist eine „unendliche Geschichte“. Im März 2006 hatte der damalige Infrastrukturminister Hubert Gorbach angekündigt, 2009 mit der Errichtung der 35 Kilometer langen vierspurigen Marchfeld-Schnellstraße zwischen Raasdorf und Marchegg beginnen zu wollen. Amtsnachfolger Werner Faymann nannte dann als Baubeginn für die S8 das Jahr 2011 - ein Termin, der wieder nicht eingehalten werden konnte. Und auch die in der Folge amtierenden Infrastrukturminister Doris Bures, Alois Stöger, Gerald Klug und Jörg Leichtfried konnten kein Grünes Licht für das für die Region immens wichtige Verkehrsprojekt geben. Mit Norbert Hofer ist nun der bereits siebente Ressortchef für das Projekt Marchfeld-Schnellstraße zuständig.

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11.06.2019

Flughafen Wien-Schwechat erwartet den bisher verkehrsstärksten Sommer

Flughafen Wien-Schwechat erwartet den bisher verkehrsstärksten Sommer Flughafen Wien-Schwechat erwartet den bisher verkehrsstärksten Sommer

Dem verkehrsstärksten Sommer aller Zeiten blickt der Flughafen Wien-Schwechat entgegen. „Ab Ende Juni erwarten wir jeden Tag zwischen 90.000 und 100.000 Passagiere, das sind so viele, wie der zweite Wiener Gemeindebezirk Einwohner hat“, sagte Flughafen-Vorstandsmitglied Julian Jäger im Klub der Wirtschaftspublizisten. In den vier Monaten von Juni bis September rechnet der Vienna International Airport (VIE) bei der Zahl der abgefertigten Fluggäste mit einem Plus von zehn Prozent. Rund 30 Millionen Passagiere werden heuer auf dem Flughafen Wien-Schwechat starten und landen.

In Anbetracht des sich im Sommer abzeichnenden Gedränges rät Jäger allen Reisenden, schon zwei Stunden vor dem geplanten Start ihres Fliegers am Flughafen zu sein. „Die Billigfluglinien schließen das Gate schon eine halbe Stunde vor dem Abflug, die sind da ganz strikt“, macht Jäger aufmerksam. Um den Urlaubern und Geschäftsreisenden unnötige Wartezeiten zu ersparen, habe der VIE 200 zusätzliche Mitarbeiter bei der Sicherheitskontrolle und bei der Flugabwicklung eingestellt.

Einmal mehr mahnte Jägers Vorstandskollege Günther Ofner die dringend notwendige Ertüchtigung des hochrangigen Straßen- und Schienennetzes rund um den Flughafen ein: „Der Brand im Tunnel Rannersdorf und die dann erforderliche Sperre der Wiener Aussenring-Schnellstraße S1 haben den Kfz-Verkehr in der Region fast zum Erliegen gebracht.“ Um die Probleme auf der Ostautobahn A4 und der S1 sowie die Kapazitätsengpässe bei der Bahnverbindung zwischen Wien und Bratislava und beim City-Airport-Train (CAT) in den Griff zu bekommen, schlägt Ofner eine gemeinsame Aktionsplattform der Bundesländer Niederösterreich und Wien, der Anrainer-Gemeinden, der ASFiNAG und der ÖBB vor.

Eine positive Zwischenbilanz zog der Flughafen-Vorstand über das zu Ostern eingeführte neue Vorfahrtsystem an der Straßenrampe zum Abflug-Terminal. „Seitdem wir dort eine Kurzparkzone haben und das Halten des Autos nur noch zehn Minuten kostenlos erlaubt ist, hat sich die Situation spürbar verbessert“, berichtet er. Viele Uber-Fahrer würden jetzt allerdings mit ihren Abholtaxis um den Airport Runden drehen – ein Problem, „dem wir uns noch stellen müssen“, so Ofner.

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08.01.2019

Baugrundstücke und Einfamilienhäuser liegen weiter im Trend

Baugrundstücke und Einfamilienhäuser liegen weiter im Trend Baugrundstücke und Einfamilienhäuser liegen weiter im Trend

In Niederösterreich werden die Immobilienpreise heuer um durchschnittlich 3,2 Prozent steigen. Diese Zahl prognostiziert die Amstettner Immobilienmakler-Firma RE/MAX Austria auf Basis einer Befragung unter 560 Branchenexperten. „Vor allem Baugrundstücke, Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in guten Lagen sind auf dem Markt die Zugpferde“, sagt RE/MAX Austria-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. Dagegen würden Immobilien in Landgemeinden, die durch Randlage und schlechte Infrastruktur gekennzeichnet sind, stagnierende, fallweise sogar auch sinkende Preise erwarten lassen.

Im Hinblick auf den gesamten Immobilienmarkt 2019 in Niederösterreich geht RE/MAX von einer um 3,1 Prozent höheren Nachfrage, jedoch nur von einem um 0,8 Prozent höheren Angebot aus. Während die Nachfrage nach Einfamilienhäusern um 4,6 Prozent zunimmt, sollen die Preise für diese beliebte Wohnform um 3,6 Prozent steigen. Deutlich höhere Immobilienpreise erwartet RE/MAX auch bei Baugrundstücken mit plus 5,5 Prozent und Eigentumswohnungen in Top-Lagen mit plus 4,0 Prozent.

Eine deutlich geringere Preisdynamik hingegen sagen die Immobilien-Experten heuer für Eigentumswohnungen in Stadtrandlagen mit plus 2,0 Prozent sowie für solche in Landgemeinden mit minus 0,6 Prozent voraus. Bei Wohnungen mit frei vereinbartem Mietzins ist laut RE/MAX-Prognose in Top-Lagen einen Preisanstieg um 2,1 Prozent zu erwarten, am Stadtrand jedoch nur noch um 0,5 Prozent. In Landgemeinden ist sogar mit einem Preisrückgang um 1,2 Prozent zu rechnen.

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13.09.2018

Hotels in St. Pölten holen mit mehr Betten und längerer Aufenthaltsdauer auf

Hotels in St. Pölten holen mit mehr Betten und längerer Aufenthaltsdauer auf Hotels in St. Pölten holen mit mehr Betten und längerer Aufenthaltsdauer auf

In St. Pölten stehen heute zwar weniger Hotels als vor zehn Jahren, die Beherbergungsbetriebe haben aber mehr Zimmer, und auch die Aufenthaltsdauer der Gäste ist gestiegen. Das geht aus einer Studie des Immobilienberatungsunternehmens Christie & Co hervor, das den Hotelmarkt in Wien und in den Landeshauptstädten unter die Lupe genommen hat. „St. Pölten holt auf“, stellen die Autoren fest.

2017 sind in St. Pölten 15 Hotels mit knapp 500 Zimmern registriert gewesen. Während die Zahl der Betriebe im Vergleich zu 2007 um 6,3 Prozent zurückgegangen ist, hat es beim Zimmerangebot ein deutliches Plus um fast ein Fünftel – 18,9 Prozent – gegeben. Die durchschnittliche Zimmeranzahl pro Hotelbetrieb ist von 26 auf 33 gestiegen.

2017 haben die Hotels in der NÖ Landeshauptstadt knapp 54.000 Ankünfte verzeichnet. Mehr als ein Drittel der Nächtigungen entfallen auf Gäste aus dem Ausland, wobei Deutschland, die Schweiz und Italien die größten Herkunftsmärkte bilden. Auffallend sei, so die Berater von Christie & Co, dass – im Gegensatz zu den anderen Landeshauptstädten - die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in St. Pölten in den letzten zehn Jahren auf 1,9 Tage gestiegen ist.

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20.08.2018

Umsatzwachstum bei Forstspezialist Stora Enso

Umsatzwachstum bei Forstspezialist Stora Enso Umsatzwachstum bei Forstspezialist Stora Enso

Österreichs größtes Sägewerk, die Waldviertler Stora Enso Wood Products GmbH, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst Angaben des Industriemagazins entnimmt, hat das Unternehmen, das seine Aktivitäten von der Zentrale in Brand im Bezirk Zwettl steuert, im Vorjahr einen Umsatz von fast 335 Millionen Euro erwirtschaftet. Das waren um 18,6 Millionen Euro oder 5,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016.

Mit rund 700 Beschäftigten betreibt Stora Enso neben dem Standort in Brand auch noch zwei Sägewerke in Ybbs/Donau sowie in Bad St. Leonhard in Kärnten. Die Mehrheit der Holzlieferanten befindet sich in einem Radius von rund 100 Kilometern um die drei Standorte. Damit hat sich Stora Enso in den letzten Jahren als einer der größten Garanten für Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft in der jeweiligen Region etabliert.

Der Stora Enso-Werk Ybbs ist das produktivste in Österreich – die jährliche Produktionskapazität liegt bei einer Million Festmeter Rundholz. Dies entspricht täglich 150 Lkw-Ladungen inklusive Anhänger. Rund 60 Prozent des verarbeiteten Rundholzes werden in Ybbs weiterverarbeitet.

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11.06.2019

Zum ersten Mal in der Geschichte, mehr Schadholz als Frischeinschlag verarbeitet

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat Österreichs Sägeindustrie im Vorjahr mehr Schadholz als Frischeinschlag verarbeitet. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat Österreichs Sägeindustrie im Vorjahr mehr Schadholz als Frischeinschlag verarbeitet.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat Österreichs Sägeindustrie im Vorjahr mehr Schadholz als Frischeinschlag verarbeitet. Während 2018 die Menge an genutztem Schadholz um 53 Prozent auf 9,93 Millionen Erntefestmeter regelrecht explodiert ist, gab es beim Neueinschlag einen Rückgang um 17 Prozent auf 9,26 Millionen Erntefestmeter. „Wir sind ein verlässlicher Abnehmer von Schadholz aus den heimischen Wäldern“, betont Herbert Jöbstl, Vorsitzender der österreichischen Sägeindustrie und Geschäftsführer der Division Wood Products des finnisch-schwedischen Forstkonzerns Stora Enso mit Sägewerken in Ybbs/Donau und Brand im Waldviertel.

Auch heuer rechnet dieser Industriezweig damit, noch mehr Rundholz aus dem Inland zur Weiterproduktion zu übernehmen. Das ist möglich, „weil sich die Baukonjunktur auf einem hohen Niveau befindet“, sagt Jöbstl. Zudem habe man mit dem von heimischen Forschern vor einigen Jahren entwickelten „Cross Laminated Timber“ (CLT) – übersetzt „Brettsperrholz“ – ein Produkt auf den Markt gebracht, das sich bei der Errichtung von Gebäuden vielfältig einsetzen lässt.

Wie Jöbstl dem NÖ Wirtschaftspressedienst bekanntgibt, sei die weltweite Nachfrage nach CLT mittlerweile so groß, dass Stora Enso die Kapazität dieser Produktionsschiene im Sägewerk Ybbs/Donau von derzeit knapp unter 100.000 Kubikmeter um weitere 12.000 Kubikmeter aufstocken wird. Dort beschäftigt das Unternehmen 450 seiner 1020 Mitarbeiter in Österreich. In Brand im Bezirk Zwettl sind es rund 250.

Für Österreich hat die Holzindustrie eine große wirtschaftliche Bedeutung. 2018 hat die Branche, dieaus den Sparten Bau, Möbel, Sägewerke und Platten sowie Schi besteht, mit mehr als 1.200 Unternehmen und etwa 26.400 Mitarbeitern in allen Bundesländern einen Produktionswert von 8,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das war ein Anstieg um fünf Prozent gegenüber dem Jahr davor. Die Exporte sind um 6,6 Prozent auf rund sechs Milliarden Euro gewachsen.

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06.11.2018

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Die aktuelle Inflation, erhöhte Personal- und Energiekosten, und die deutlich steigenden Kosten bei Rohstoffen als Folge einer schlechten Ernte bei der Braugerste aufgrund der heurigen Dürre und Hitzewelle, führen auch in der Brau Union Österreich zu Kostensteigerungen. Diese können innerhalb des Unternehmens durch Effizienzsteigerungen nur teilweise aufgefangen werden. Die Bierpreise für unsere Kunden werden deshalb ab 1. Dezember 2018 im Durchschnitt um rund 3 % Prozent angepasst.

„Unser erklärtes Ziel ist es, mit unseren Partnern in Gastronomie und Lebensmittelhandel den Konsumenten beste österreichische Qualität zu fairen Preisen anbieten zu können. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft nachhaltig die österreichische Bierkultur und die Vielfalt der heimischen Biere fördern“, betont Generaldirektor Dr. Magne Setnes.

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08.01.2019

Neues Führungsteam bei HARTL HAUS - Unternehmen bleibt in Familienhand

Dir. Yves Suter verstärkt die bisherige Geschäftsführung mit KR Dir. Roland Suter und Dir. Peter Suter. Prok. Andreas Talamas, MSc und Prok. BM Erwin Nechwatal erhielten mit Anfang Jänner die Prokura Dir. Yves Suter verstärkt die bisherige Geschäftsführung mit KR Dir. Roland Suter und Dir. Peter Suter. Prok. Andreas Talamas, MSc und Prok. BM Erwin Nechwatal erhielten mit Anfang Jänner die Prokura

Der niederösterreichische Fertighaushersteller Hartl Haus beginnt das Jahr mit einer Veränderung in der Führungsebene. KR Dir. Roland Suter und Dir. Peter Suter, die seit mittlerweile 34 Jahren das Unternehmen als Geschäftsführer leiten, holten sich mit Dir. Yves Suter einen dritten Geschäftsführer und damit die nächste Generation ins Boot. Prok. Andreas Talamas, MSc und Prok. BM Erwin Nechwatal stehen unterstützend und beratend zur Seite.

Nächste Generation

Dir. Yves Suter ist bereits seit 2006 Jahren im Unternehmen tätig und erhielt 2013 die Prokura. Dir. Yves Suter war zu Beginn seiner Zeit bei Hartl Haus maßgeblich und federführend für die Programmierung der Fertigungsbrücken und Abbundmaschinen zuständig und konnte in den vergangenen zwölf Jahren viel Erfahrung in den unterschiedlichsten Bereichen sammeln. Seit fünf Jahren ist Dir. Yves Suter im Bereich Marketing und übernahm zuletzt die Marketingleitung von seinem Vater KR Dir. Roland Suter.

Unterstützung für die Geschäftsführung

Prok. Andreas Talamas, der seit 2012 als Leiter der Verwaltungsabteilung fungiert, erhielt mit Jahresanfang die Prokura für den Bereich Rechnungswesen und Verwaltung.

Mit Prok. BM Erwin Nechwatal erhielt ein Mitarbeiter, der bereits seit 33 Jahren bei Hartl Haus tätig ist, mit Jahresanfang die Prokura. Prok. Nechwatal leitet den Bereich Objektbau. Die beiden neuen Prokuristen unterstützen und beraten die Geschäftsleitung und sind Teil des neuen Führungsteams.

Vorbereitung auf Generationswechsel

Der Wechsel von Yves Suter in die Geschäftsleitung ist bereits die Vorbereitung auf den Generationswechsel bei Hartl Haus. 2020 werden sich KR Dir. Roland Suter und Dir. Peter Suter aus der operativen Geschäftsführung der Hartl Haus Holzindustrie GmbH zurückziehen und die Geschäftsführung an Dir. Yves Suter übergeben. Dieser wird von Prok. Andreas Talamas, MSc und Prok. BM Erwin Nechwatal unterstützt.

2019 werden die Agenden an das zukünftige Führungsteam verteilt, sodass ein geordneter und reibungsloser Führungswechsel erfolgen kann. KR Dir. Roland Suter und Dir. Peter Suter sind nach dem Rückzug aus der Geschäftsführung auch weiterhin als Gesellschafter Teil der Firma Hartl Haus.

"In diesem Jahr werden wir gemeinsam mit vereinter Kraft das Schiff Hartl Haus lenken. Das neu gestaltete Führungsteam wird nach dieser Übergangsphase das Unternehmen weiter erfolgreich in die Zukunft führen", ist KR Dir. Roland Suter sicher, die richtigen Weichen für den Generationswechsel im Jahr 2020 gestellt zu haben.

"Wir können auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. In den letzten 34 Jahren ist es uns mit vereinten Kräften gelungen Hartl Haus als fixe Größe am Fertighausmarkt zu positionieren und Arbeitgeber für aktuell 300 Mitarbeiter zu sein", kann Dir. Peter Suter zurecht stolz sein.

"Jedes Jahr begleiten wir rund 300 Familien auf ihrer Reise das perfekte Heim für sich und ihre Lieben zu schaffen. Eine schönere Aufgabe kann ich mir ehrlich kaum vorstellen. Mit dem besten Team der Branche im Rücken gehe ich trotz Herausforderungen und anstehender Veränderungen meine neue Aufgabe als Geschäftsführer enthusiastisch, dankbar und hoch motiviert an", so Dir. Yves Suter.

"Auch ich möchte mit meinem Engagement dazu beitragen die Erfolgsgeschichte von Hartl Haus fortzusetzen, um weiterhin eine positive Unternehmensentwicklung zu gewährleisten", bedankte sich Prok. Andreas Talamas, MSc für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.

"Der Immobilienmarkt ist eine stark umkämpfte Branche. Ich werde meine Erfahrungen, die ich in den letzten 30 Jahren bei Hartl Haus sammeln durfte einsetzen und meinen Teil dazu beitragen, Hartl Haus auf seinem erfolgreichen Weg weiter zu begleiten", freut sich Prok. BM Erwin Nechwatal.

Hartl Haus ist Österreichs ältestes Fertighausunternehmen mit eigener Bau- und Möbeltischlerei, das derzeit 300 Mitarbeiter beschäftigt. Die in Echsenbach im Waldviertel gefertigten Hartl Häuser werden von den Kunden hoch geschätzt: 96,7 % waren im Vorjahr mit ihrem Eigenheim und den Leistungen von Hartl Haus sehr zufrieden - eine Bestmarke in der gesamten Branche.

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02.05.2019

Sektsteuer fällt mit 2022

Sektsteuer fällt mit 2022 Sektsteuer fällt mit 2022

Die seit der Wiedereinführung im Jahr 2014 geforderte Abschaffung der Sektsteuer erfolgt mit 1. April 2022. Diese Maßnahme wurde heute als Teil der geplanten Steuerreform der kommenden Jahre von der Regierung präsentiert. „"Die intensiven Gespräche unseres Hauses mit Vertretern der Regierung haben sich letztendlich bezahlt gemacht"“, so Schlumberger Vorstandsvorsitzender Dr. Arno Lippert, der eine Weitergabe der Steuerersparnis an den Konsumenten in Aussicht stellt. Ein Wermutstropfen ist die Dauer bis zur Umsetzung - drei weitere Jahre bleibt die Wettbewerbsverzerrung und Benachteiligung österreichischer Sekthersteller bestehen.

Der lange Atem in der Diskussion um die Sektsteuer hat sich aus Sicht der heimischen Sekthersteller bezahlt gemacht. Die Steuer fällt mit 1. April 2022. Dies wurde heute als eine von zahlreichen Maßnahmen der geplanten Steuerreform von der Regierung vorgestellt. Die Steuer wurde seit Wiedereinführung im Jahr 2014 aufgrund ihres wettbewerbsverzerrenden, diskriminierenden Charakters sowie des geringen Beitrags zum Steueraufkommen heftig kritisiert. Binnen zwei Jahren sorgte sie für einen Einbruch des Sektmarkts um mehr als 25 Prozent (Quelle: Nielsen 2014 & 2015), von dem sich der Markt bis heute nicht erholen konnte.

Die größte österreichische Sektkellerei Schlumberger begrüßt diesen Schritt und verweist auf die intensiven Gespräche mit der Regierung, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben.

Konstruktiver Dialog mit der Regierung

„"Seit der Wiedereinführung der Sektsteuer 2014 waren wir mit der Politik laufend in Gesprächen. Bis zuletzt haben wir die Auswirkungen dieser Bagatellsteuer auf die heimische Sekt- und Weinwirtschaft und die Benachteiligung österreichischer Hersteller in regelmäßigen Abständen aufgezeigt"“, erklärt Arno Lippert.

„"Ich möchte mich an dieser Stelle bei der aktuellen Regierung für den konstruktiven und wertschätzenden Dialog recht herzlich bedanken. Es freut mich, dass man dem Haus Schlumberger Gehör geschenkt hat und wir einen wesentlichen Beitrag zur Korrektur dieser Wettbewerbsverzerrung leisten konnten"“, so Lippert weiter.

Nicht ganz glücklich zeigt sich der Sekthersteller über die Dauer bis zur Umsetzung. Die endgültige Abschaffung und somit ein Ende der Benachteiligung erfolgt erst im Jahr 2022. Bis dahin wird Sekt, gleich wie Champagner, weiterhin besteuert. Frizzante-Produkte sind von der Steuer ausgenommen.

Preisvorteil soll voll weitergegeben werden

Wenn die Korken am 1. April 2022 dann endgültig knallen und auf das Ende der Sektsteuer angestoßen wird, sollen auch die Konsumenten etwas zu feiern haben. Dieser Ansicht ist man jedenfalls bei Schlumberger. Die Steuerersparnis von 90 Cent je Flasche soll eins zu eins weitergegeben werden. Schlumberger CEO Lippert dazu: „"Wir möchten dieses freudige Ereignis mit allen Schlumberger-Fans gemeinsam feiern. Aus diesem Grund werden wir 90 Cent voll weitergeben."“

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30.06.2019

Österreich verschenkt jährlich 750 Millionen Steuer-Euro

Österreich verschenkt jährlich 750 Millionen Steuer-Euro Österreich verschenkt jährlich 750 Millionen Steuer-Euro

Während im ganzen Land darüber diskutiert wird, ob und wie sich Papamonat, Pflegesicherung oder das Feuerwehr-Einsatzentgelt für die Betriebe gegenfinanzieren lässt, verschenkt Österreichs Finanz jährlich rund 750 Millionen Euro an den Online-Versandhandel, wie der renommierte Linzer Volkswirtschaftsprofessor Friedrich Schneider im Mai 2019 exklusiv für die Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS) errechnet hat. Dabei geht es um die Mehrwertsteuer, die von den heimischen Konsumenten zwar an die Online-Versandhändler – zumeist mit Firmensitz im Ausland – bezahlt wird, aber größtenteils nicht an die Finanz in Österreich entrichtet wird.

„Bevor jetzt neue Steuern eingeführt werden, sollten zuerst jene eingetrieben werden, die laut Gesetz ohnehin fällig sind“, fordert IWS-Geschäftsführer Gottfried Kneifel und verweist darauf, dass es bereits technische Möglichkeiten gibt, elektronisch alle Versandpakete tagesfertig und transparent auf einer Plattform zu erfassen. Denn jede Sendung ist mit einem Strichcode versehen, dessen Informationen direkt nach Übergabe des Pakets zur Plattform weitergeleitet werden können. „Die Technologie ist vorhanden, was bisher fehlte, um die internationalen Versender zur Steuerwahrheit zu zwingen, war der politische Wille“, so Kneifel. „Das wäre zudem ein längst überfälliger Akt der Steuergerechtigkeit und Fairness zwischen Online-Versandhändlern und dem stationären Handel hierzulande.“ Denn der stationären Handel muss – im Gegensatz zum Onlineanbieter – jederzeit für Betriebsprüfungen, SV-Prüfungen oder Arbeitsinspektion bereitstehen und außerdem alle gewerberechtlichen Standards einhalten. Darüber hinaus werden an den heimischen Standorten Lehrlinge ausgebildet und selbstverständlich alle Steuern pünktlich bezahlt.

„Für unsere
stationären Handelsbetriebe geht es langfristig um die Wettbewerbsfähigkeit und die Erhaltung von Arbeitsplätzen“, pocht Kneifel auf die Einhaltung der Steuergesetze.

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03.08.2018

Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet zur Urlaubszeit unter Stress

Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet zur Urlaubszeit unter Stress Jeder fünfte Arbeitnehmer leidet zur Urlaubszeit unter Stress

Urlaub ist die schönste Zeit im Jahr – aber nur, wenn man selbst davon betroffen ist. Laut einem aktuellen Online-Stimmungsbild von karriere.at ist nämlich jeder fünfte Befragte wegen Urlaubsvertretungen für Kollegen während der Sommermonate sogar stärker gestresst als sonst. Die wenigsten Arbeitnehmer und Führungskräfte können laut Umfrage ein klassisches Sommerloch mit geringer Arbeitsbelastung genießen.

552 karriere.at-User nahmen auf Arbeitnehmerseite an dem Online-Voting teil. Ergebnis: Für den Großteil ist das sprichwörtliche Sommerloch nicht mehr als ein Mythos. Jeder zweite Arbeitnehmer (52 Prozent) gibt an, dass sich die anstehende Arbeit gleichmäßig über das Jahr verteilt und der Sommer nicht die oft herbeigesehnte Stressreduktion mit sich bringt. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) steht in der Ferienzeit sogar stärker unter Druck, weil auch die Arbeit von abwesenden Kollegen übernommen werden muss. 16 Prozent geben an, dass es im Sommer „etwas ruhiger“ sei. Und nur einer von zehn Arbeitnehmern (10 Prozent) freut sich über stressfreies Arbeiten bis September.

Auch auf Seiten der Führungskräfte und HR-Manager (189 Befragte) kann nur eine Minderheit (13 Prozent) von einem wirklichen Sommerloch berichten. Die relative Mehrheit der Unternehmensvertreter (40 Prozent) stellt aber fest, dass es etwas ruhiger ist als sonst. Rund ein Drittel (31 Prozent) merkt keinen Unterschied zum Rest vom Jahr, was das Arbeitspensum anbelangt. 16 Prozent sagen, dass sie durch Urlaubsvertretungen für andere Kollegen im Sommer stärker beansprucht werden.

"„Dass mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer den Arbeitsdruck über das Jahr gesehen als konstant empfinden, spricht für die Planung in heimischen Unternehmen: Urlaubsbedingte Abwesenheiten werden meist offenbar so gut abgefedert, dass kein merklicher oder nur temporärer Mehraufwand für Urlaubsvertretungen entsteht“", analysiert Thomas Olbrich, Chief Culture Officer von karriere.at das Ergebnis des Online-Votings.

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06.11.2018

Förderprogramm JumpStart schafft für Jungunternehmen den passenden Rahmen

Dritte Ausschreibungsrunde von JumpStart erfolgreich abgeschlossen – Mit Förderung von Female Founders werden unter anderem auch weibliche Start-ups gezielt unterstützt Dritte Ausschreibungsrunde von JumpStart erfolgreich abgeschlossen – Mit Förderung von Female Founders werden unter anderem auch weibliche Start-ups gezielt unterstützt

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) hat gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) die dritte Ausschreibungsrunde des Programms JumpStart erfolgreich abgeschlossen. Aus 24 eingereichten Projekten hat eine unabhängige Expertenjury die besten Konzepte ausgewählt, die nun als Inkubatoren mit jeweils bis zu 150.000 Euro unterstützt werden. Diese sind: Female Founders, Lemmings und The Ventury aus Wien, Climate KIC aus Niederösterreich und I.E.C.T. aus Tirol. Schwerpunkt des Programms liegt dabei auf der Unterstützung und Weiterentwicklung heimischer Inkubatoren und Akzeleratoren, die innovativen Start-ups nicht nur Büro-, Labor-, oder Produktionsflächen, sondern insbesondere maßgeschneiderte Beratungsleistungen zur Verfügung stellen.

„Unsere innovativen Start-ups brauchen die besten Rahmenbedingungen. Mit dem JumpStart-Programm leisten wir einen wichtigen Beitrag, um aus Ideen erfolgreiche Geschäftsmodelle zu machen. Besonders positiv ist, dass wir in dieser Runde mit der Unterstützung von Female Founders auch gezielt Frauen in Start-ups unterstützen können. Wir brauchen mehr Gründerinnen und dafür braucht es neben Mut und Eigeninitiative auch entsprechende Rahmenbedingungen“, sagt Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Projekte aus ganz Österreich

Im Rahmen der dritten Ausschreibungsrunde wurden 24 Anträge aus ganz Österreich eingereicht. Neben bekannten und in der Szene fest verankerten Akteuren konnten in dieser Runde auch viele junge Initiativen angesprochen werden. Die Bandbreite der Bewerber und der ausgewählten Projekte reichte dabei von „Stand-alone“- über Corporate-Inkubatoren und Technologiezentren bis hin zu akademischen Akzeleratoren und verteilt sich über alle Start-up-relevanten Branchen, wie Life Sciences, IT, Web/Mobile, Dienstleistungen und Hardware.

„Um ihre Ideen umzusetzen, brauchen Start-ups neben finanziellen Ressourcen eine Arbeitsumgebung, in der sie sich ganz auf ihre Projekte konzentrieren und gleichzeitig von der Vernetzung und vom lebendigen Erfahrungsaustausch mit anderen Start-ups profitieren können. Mit aws JumpStart unterstützen wir die besten Inkubatoren und schaffen damit die notwendigen Rahmenbedingungen“, sagt die aws Geschäftsführung, Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister.

In einem ersten Schritt wurden in der Förderungsschiene nun geeignete Inkubatoren und Akzeleratoren ausgewählt und unterstützt. Damit wird für Unternehmungen ein produktiver und unbürokratischer Rahmen geschaffen, in dem sie sich entwickeln können. Zudem brauchen besonders innovative Start-ups auch selbst Finanzierung. In einem zweiten Modul des Förderungsprogramms werden daher vielversprechende Start-ups auch direkt unterstützt. Bis zu fünf der Unternehmen, die sich in einem JumpStart Inkubator/ Akzelerator befinden, werden dazu ausgewählt. Pro Start-up ist eine Förderung von 22.500 Euro vorgesehen.

Die Projekte im Überblick:

Climate KIC

Climate KIC ist Europas größtes öffentlich-privates Netzwerk für Klimaschutzinnovation, das sowohl in Österreich als auch in 31 weiteren europäischen Ländern tätig ist. Durch das enorme Partnernetzwerk von mehr als 330 Forschungsinstitutionen, Bildungseinrichtungen und KMU wird den Start-ups in den Bereichen der Entwicklung von grünen Finanzinstrumenten, nachhaltigen Produktionssystemen, klimafreundlicher Landnutzung und nachhaltiger Städtenutzung ein breites Angebot an Coachings und Workshops geboten.

Female Founders

Der Female Founders Verein wurde 2016 von Lisa-Marie Fassl, Tanja Sternbauer und Nina Wöss gegründet, um eine Plattform zur stärkeren Vernetzung und Förderung von Frauen im Start-up Bereich zu schaffen. Mittlerweile hat sich die Female Founders Community auch international einen Namen gemacht, mit Mitgliedern aus mehr als 10 Nationen. Diese Community dient in weiterer Folge der Akquise von Unternehmen für das geplante Accelerator-Programm, das ausgewählte Projekte zu einer „investment-readiness“ und einem erfolgreichen Markteintritt führen soll.

I.E.C.T.

Die private Institution I.E.C.T. – Institute for Entrepreneurship Cambridge – Tirol hat mit Ihrem Co-Founder Dr. Hermann Hauser, dem Mitbegründer des Cambridge Phenomenon, ein Urgestein mit an Bord, das einen essentiellen Beitrag zum Aufbau einer aufstrebenden Entrepreneurship-Kultur beigetragen hat. I.E.C.T. bietet bestehenden und etablierten Unternehmen als auch der Industrie durch einen Strategie-Support und Innovationsscouting die optimalen Voraussetzungen, um auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Lemmings

Lemmings ist ein Wiener Early-Stage Inkubator und Akzelerator mit einem Schwerpunkt auf Emerging Technology wie Artificial Intelligence, Blockchain und Virtual & Augmented Reality. Das Gründerteam Thomas Schranz und Allan Berger weist bereits große Erfahrung durch die Gründung Ihres Start-ups Blossom auf, dass ein Projektmanagement Service für Software-Teams bereitstellt. Lemmings hat in den letzten zwei Jahren über 200 Teilnehmer betreut und um die Talente noch besser zu fördern und anzuziehen, wird jetzt ein Programm namens "Project Magic" etabliert.

The Ventury

The Ventury wurde 2016 unter anderem von Christoph Aschberger, Christoph Bitzner und Jakob Reiter in Wien gegründet. Zusammengefunden haben sich die drei durch die gemeinsame Arbeit am Start-up Simplewish, das auch weiterhin operativ agiert. Ihre Erfahrungen sammelten die Gründer im österreichischen Start-up Ökosystem als Mentoren, Jury-Mitglieder und Vortagende für Organisationen und Bildungseinrichtungen. Der Fokus des Inkubator- und Akzelerator Programms liegt in der operativen Unterstützung von Start-ups im Bereich Conversational Interfaces, AI und Machine Learning.

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22.07.2019

Steter Tropfen

„Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“: „Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“:

„Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“:

Schon lange gehört dieser Stoßseufzer in unserem Sprachgebrauch zum selbstverständlichen Vokabular.

Und nicht recht viel weniger lange hören wir die hochheiligen Versprechen, dass der Bürokratie der Kampf angesagt werden muss und auch wird. Natürlich leiden insbesondere die Unternehmen unter der zu bewältigenden Papierflut, einer Vielzahl von Vorgaben, von der verpflichtenden Installierung von Beauftragten für dieses und jenes. Schließlich verursacht das alles Kosten, die verdient werden müssen— was der Konkurrenzfähigkeit nicht gerade gut tut.

Eines darf freilich auch nicht übersehen werden: Die Regelungsflut resultiert zum Teil auch daraus, dass aus Anlass-Mücken Bürokratie-Elefanten gemacht werden. Die Neigung, möglichst viel kasuistisch zu regeln, scheint offenbar stärker zu sein als das Vertrauen in Hausverstand und Selbstverantwortung. Eigentlich ist es verwunderlich, dass nicht auf jedem Messer vermerkt sein muss, dass man sich damit verletzen kann.

Klar ist aber auch, dass man vor der Bürokratie nicht kapitulieren darf. Und so kann man jeder Ansage, etwas dagegen zu tun, nur den bestmöglichen Erfolg wünschen. Steter Tropfen höhlt ja den Stein.

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02.05.2019

METRO Österreich engagiert sich bewusst gegen Lebensmittelverschwendung

METRO setzt konsequent darauf, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. „Nichts gegen die Lebensmittelverschwendung zu tun ist keine Option“, so CEO Xavier Plotitza anlässlich des bevorstehenden Tages gegen Lebensmittelverschwendung am 2. Mai. „Auch wenn es banal klingt: Als Handelsunternehmen wollen wir Lebensmittel verkaufen und nicht wegwerfen. Deshalb verbessern wir ständig unsere Prozesse. Unser Ziel ist es, Lebensmittelabfälle in unserem Geschäftsbetrieb bis 2025 um 50 % zu reduzieren.“

METRO versucht daher Modelle zu entwickeln, durch die das, was nicht mehr verwertbar ist, trotzdem einer sinnhaften Verwertung zugeführt wird. Vor allem ist es nach Ansicht von METRO aber notwendig, in der gesamten Wertschöpfungskette noch genauer zu planen und achtsamer mit den Bestellmengen und dem Umgang mit Lebensmitteln zu sein.

Alle zwölf METRO Großmärkte arbeiten auch seit Jahren mit caritativen Organisationen zusammen, die Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Fleisch erhalten. Seit genau einem Jahr holt die Wiener Tafel zwei Mal pro Woche auch Waren direkt von der METRO Frischeplattform in Maria Lanzendorf.

CEO Plotitza: „Wir wollen in allem, was wir tun, nachhaltig werden. Daher engagiert sich METRO auch bewusst gegen Lebensmittelverschwendung. Das kann auch gemeinsam mit der Gastronomie erfolgen, denn mit dem METRO Express, der Zustellflotte mit eVans bzw. einem eTruck, liefert METRO im Großraum Wien, in Graz, Linz und Salzburg ökologische und ökonomische Vorteile. METRO Kunden erhalten das gesamte METRO Sortiment innerhalb von drei Stunden ab Bestellung garantiert ultrafrisch zugestellt, dank Elektrofahrzeugen erfolgt die Lieferung zu 100 Prozent emissionsfrei. Gastronome sind durch den METRO Express und die 3-Stunden-Lieferung höchst flexibel im Bestellwesen und müssen die Lagerräume nicht füllen, so leisten wir gemeinsam einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung“, so Xavier Plotitza.

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24.07.2018

Diskotheken fordern Fair Play im Veranstaltungsbereich für alle

Wenn wir aber einen Event mit 400 Besuchern haben, gehen die Bestellungen in Sekundentakt ein. Und das mit Beträgen von drei bis vier Euro. Wenn wir aber einen Event mit 400 Besuchern haben, gehen die Bestellungen in Sekundentakt ein. Und das mit Beträgen von drei bis vier Euro.

Obwohl es den heimischen Diskotheken gelungen ist, ihre Gäste mit noch mehr speziellen Themenveranstaltungen erfolgreich anzusprechen, beklagt die Branche inzwischen, dass bereits an jedem Öffnungstag eine neue Attraktion erwartet wird. „Das ist schier unmöglich“, erklärt Kurt Reischer, Diskothekenbesitzer und Ausschussmitglied der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Niederösterreich dem NÖ Wirtschaftspressedienst. „Das Problem liegt eindeutig darin, dass es bereits zu viel solcher Angebote gibt und dass viele Vereine ihre Veranstaltungen mittlerweile das ganze Jahr über machen. Es vergeht wirklich kein Tag mehr, an dem nicht irgendwo ein Event stattfindet.“

Kurt Reischer fordert daher Fair Play für alle. „Es geht einfach nicht an, dass Gastronomie und Vereine nach zweierlei Maß gemessen werden. Registrierkasse, Veranstaltungsgenehmigung, Versteuerung und Mitarbeiteranmeldung müssen endlich für alle gleich gelten. Wenn das so weiter geht, können kleinere Diskotheken, Tanzlokale und Bars zusperren.“

Lob spricht Kurt Reischer hingegen der türkis-blauen Bundesregierung aus. „Für die Gastronomie ist die vieldiskutierte 12-Stunden-Regelung positiv, da es bei Veranstaltungen oft nicht anders geht“, sagt er. Auch der Grundsatz „Beraten statt strafen“ im Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung müsse positiv erwähnt werden. „Dennoch wünschen wir uns keinesfalls Gesetze, die nicht praxisgerecht sind, wie etwa die Belegerteilung bei Kleinstbeträgen“, so Kurt Reischer. „Laut Registrierkassenverordnung muss für jede Konsumation ein Beleg ausgedruckt werden. Wenn wir aber einen Event mit 400 Besuchern haben, gehen die Bestellungen in Sekundentakt ein. Und das mit Beträgen von drei bis vier Euro. Wir wollen daher, dass Rechnungen mit kleineren Beträgen ausgenommen werden und hoffen, dass das auch rasch zur Umsetzung gelangt.“

Zurzeit gibt es in Niederösterreich 278 Bars, Tanzlokale, Clubbing-Lounges und Diskotheken, die 687 Mitarbeiter beschäftigen.

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08.07.2019

Umdasch Group hatte wieder ertragreiches Geschäftsjahr

Umdasch Group hatte wieder ertragreiches Geschäftsjahr Umdasch Group hatte wieder ertragreiches Geschäftsjahr

Der größte private Arbeitgeber im westlichen Niederösterreich, die Firma Umdasch mit Sitz in Amstetten, konnte im Geschäftsjahr 2018 sowohl beim Umsatz, als auch beim Gewinn weiter zulegen. Das Industrieunternehmen, das mit seinen Tochtergesellschaften Doka in der Schalungstechnik, „umdasch The Store Makers“ im Ladenbau sowie mit der neuen Innovations-Plattform „Umdasch Group Ventures“ geschäftlich tätig ist, hat mit rund 8.400 Beschäftigten die Erlöse um 75 Millionen Euro oder 5,2 Prozent auf fast 1,52 Milliarden Euro geschraubt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist um elf Millionen Euro oder 9,6 Prozent auf 128 Millionen Euro gestiegen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der per Ende Dezember 2018 abgeschlossenen Firmenbilanz.

Die Umdasch-Konzerntochter Doka zählt zu den weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und im Vertrieb von Schalungstechnik für den Brücken-, Hoch-, Tunnel-, Kraftwerks-, Berg- und Sichtbetonbau. Im Vorjahr ist der Umsatz von Doka um sechs Prozent auf die neue Rekordmarke von mehr als 1,26 Milliarden Euro gewachsen. „Verantwortlich für das Plus sind die Regionen Zentral- und Osteuropa sowie die USA. 2018 ist die Produktion in Amstetten voll ausgelastet gewesen“, heisst es im Geschäftsbericht.

Das zweite große geschäftliche Standbein der Umdasch Group ist der Ladenbau. In diesem Segment hat das Unternehmen seinen Umsatz im Vorjahr gegenüber 2017 um 4,4 Millionen Euro oder knapp zwei Prozent auf 252,1 Millionen Euro steigern können. Kunden von „umdasch The Store Makers“ sind neben bekannten Lebensmitteleinzelhandelsketten auch global tätige Markenunternehmen, wie Swatch, Nike, Levi´s, Esprit, Hugo Boss, Polo Ralph Lauren oder Red Bull.

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16.04.2019

Heimische Figaros suchen mit Nachdruck gut ausgebildete Fachkräfte

Heimische Figaros suchen mit Nachdruck gut ausgebildete Fachkräfte Heimische Figaros suchen mit Nachdruck gut ausgebildete Fachkräfte

Viele niederösterreichische Friseure klagen über mangelnde Fachkräfte. „Obwohl es uns gelungen ist, die Lehrlingszahl von 486 im Vorjahr auf 532 zu steigern, fehlen uns gut ausgebildete Friseure“, teilte die Landesinnungsmeisterin in der NÖ Wirtschaftskammer Silvia Maria Rupp dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit. Vor allem im ländlichen Raum sowie in den Speckgürteln der großen Städte sei der Mangel an geeigneten Bewerbern zu spüren. Gründe dafür gebe es viele. „Viele Betriebe, die jahrelang gute Ausbildung geleistet haben, sind nicht mehr bereit, diese wirklich fordernde Aufgabe fortzusetzen“, erklärt die Innungsmeisterin. Der Trend zum Besuch einer Höheren Schule drücke die Zahl der für das Friseurgewerbe geeigneten Jugendlichen ebenso wie die geburtenschwachen Jahrgänge, noch dazu mit dem Image einer niedrigen Entlohnung, obwohl in den letzten Jahren die Lehrlingsentlohnung stark angehoben worden sei. So habe es 2016 eine Erhöhung um 16,4 Prozent und heuer eine weitere um durchschnittlich 7,3 Prozent gegeben.

Derzeit beschäftigen in Niederösterreich 1.642 Friseurbetriebe 3.372 Mitarbeiter. Fakt sei, so Silvia Maria Rupp, dass auch Altersteilzeit und Pflegekarenz für die Branche immer mehr zum Thema werden. „Das sind natürlich Herausforderungen, mit denen wir uns bisher kaum beschäftigen mussten“, sagt sie. Kritik übt sie auch an den Reglementierungen ihres Gewerbes, weil es neue Unternehmer gäbe, die diese Bestimmungen umgehen, Gewerbeberechtigungen erhalten und mit Teilgewerben den Geschäftsalltag anderer Kollegen mit ihrer Preispolitik erschweren. „Da wünschen wir uns von den politisch Verantwortlichen sowie der Sozialversicherung mehr Unterstützung und Kontrolle“, so die Innungsmeisterin.

In den letzten Jahren seien auch immer mehr Klein- und Mittelbetriebe, die zwei bis sechs Mitarbeiter beschäftigt haben, verschwunden. „Ihren Platz nehmen Filialbetriebe großer Ketten sowie Ein-Personen-Unternehmen ein“, so Rupp. Viele gute Mitarbeiter haben sich auf Grund ihrer Familiensituation oder aus Gründen der Unabhängigkeit als EPU selbständig gemacht. Ihr Anteil macht mittlerweile 50 Prozent aus.

All diese Umwälzungen haben der Branche im vergangenen Jahr einen Umsatzverlust von 1,5 Prozent beschert. Für heuer wird ein gleichbleibendes Ergebnis erwartet. „Klar ist, dass wir uns all diesen Aufgaben zu stellen haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir diese auch bewältigen werden“, betont Silvia Maria Rupp. „Unser Beruf ist einer der schönsten und kreativsten, die es gibt. Uns durch Maschinen ersetzen, wird kaum möglich sein. Und weil sich Qualität immer bezahlt macht, schaue ich zuversichtlich in die Zukunft.“

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12.11.2018

Flughafen Wien-Schwechat im Anflug auf neuen Passagierrekord

Flughafen Wien-Schwechat im Anflug auf neuen Passagierrekord Flughafen Wien-Schwechat im Anflug auf neuen Passagierrekord

Der Flughafen Wien-Schwechat wird heuer bei der Zahl der beförderten Passagiere eine neue Rekordmarke erreichen. „Wir erwarten erstmals mehr als 26 Millionen Reisende“, sagt Flughafen-Vorstand Julian Jäger in einem Interview mit dem Tourismus-Fachmagazin TAI. Bei den Flugbewegungen rechne er mit einem Wachstum von mehr als fünf Prozent.

Dieses Ergebnis ist insofern bemerkenswert, als die Insolvenzen der beiden Fluglinien Airberlin und NIKI, auf die zusammen rund 1,4 Millionen Passagiere entfallen sind, ein schwieriges Jahr 2018 für den Vienna International Airport hatten erwarten lassen. „Aber die entstandene Lücke wurde schnell geschlossen. Für die Reisenden gibt es heute viele neue Destinationen, ein vielfältigeres Flugangebot und niedrige Ticketpreise“, stellt Jäger fest. Der Anteil der Billig-Fluglinien, der 2017 noch 16,4 Prozent ausgemacht hat, werde heuer deutlich über 20 Prozent zu liegen kommen.

Aber auch der Verkehr auf der Langstrecke entwickelt sich für den Flughafen Wien-Schwechat erfreulich. „Heuer hat die AUA mit Kapstadt und Tokio zwei neue Langstrecken-Verbindungen in ihr Netz aufgenommen, die chinesische Hainan Airlines mit der Wirtschafts-Metropole Shenzhen eine weitere“, berichtet Jäger. Zusätzlich werden im kommenden Jahr Air Canada und die größte japanische Fluggesellschaft ANA Wien anfliegen.

Aus heutiger Sicht sei auch 2019 für den Vienna International Airport ein Wachstumsjahr zu erwarten. „Wenn sich dieser Trend weiter fortsetzt“, so der Flughafen-Vorstand, „brauchen wir die dritte Piste immer notwendiger.“

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02.09.2018

Doch eine Bananenrepublik? Europas erster Bananenwein kommt aus Österreich!

Unter der Burg Kreuzenstein wächst Europas erster Bananenwein Unter der Burg Kreuzenstein wächst Europas erster Bananenwein

Sogar das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) hat schon über das nicht alltägliche Produkt und seinen Schöpfer berichtet. Am Entstehungsort der Kuriosität im Weinviertel allerdings sind beide nahezu unbekannt: Im Erdgeschoß eines Einfamilienhauses in Leobendorf im Bezirk Korneuburg erzeugt der gebürtige Kongolese Yves Chikuru den – nach eigenen Angaben – ersten Bananenwein Europas. Aus 100 Kilogramm alten Bananen, deren Qualität top ist, die aber aufgrund der Verfärbung ihrer Außenhaut keinen Verzehr mehr finden, gewinnt er 30 bis 40 Liter Wein.

„Wenn eine Banane braune Punkte auf der Schale hat oder zu süß schmeckt, wird sie meist weggeschmissen“, stellt Chikuru fest. Solche Früchte kaufe er um den Hälftepreis - zehn Euro pro Kiste - einem Wiener Obstgroßhändler ab, verarbeite sie zu dem alkoholischen Getränk und habe so bereits 30 Tonnen Bananen „gerettet“. Wegen seines vergleichsweise hohen Zuckergehaltes entfalte Bananenwein ein besonderes Aroma und schmecke ähnlich einem Dessertwein, wie z.B. einer Beerenauslese oder einem Sherry, erklärt Chikuru.

Unter der Burg Kreuzenstein schreitet der Weinmacher aus Zentralafrika drei- bis viermal pro Jahr an die Produktion. Dazu schält er die Bananen, püriert das Fruchtfleisch durch eine Quetsche und sammelt die trübe Flüssigkeit, die sich nach einiger Zeit vom Bananenmark absetzt. Nach Zugabe von Hefe, wochenlanger Gärung im Stahltank, Schwefelung und Filtration füllt er den Bananenwein schließlich in Glasgebinde.

„Bis jetzt habe ich mehr als 4.000 Flaschen produziert und die gesamte Menge verkauft“, berichtet Chikuru dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Erhältlich ist der Bananenwein um 9,50 Euro pro Flasche an seinem Stand am Wiener Naschmarkt. Aufgrund des Erfolges mit der Paradiesfeige wagt er sich jetzt an die Verarbeitung weiterer reifer, unverkäuflicher Früchte und produziert u.a. Mangolikör, Ananaswein und Essig aus Bananen.

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15.07.2019

Flughafen Wien-Schwechat pumpt eine halbe Milliarde in den Standortausbau

Bis zum Jahr 2023 wird die Flughafen Wien AG rund 500 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur am Airport investieren Bis zum Jahr 2023 wird die Flughafen Wien AG rund 500 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur am Airport investieren

Bis zum Jahr 2023 wird die Flughafen Wien AG rund 500 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur am Airport investieren. Der Betrag fließt in die Modernisierung des alten Terminals 2 und des Pier Ost sowie in die Errichtung einer Süderweiterung, die den Terminal 3 anbinden soll. Das gaben die beiden Flughafen-Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger bekannt.

Nach Abschluss der Umbauarbeiten erwartet die Passagiere eine hochmoderne Terminalumgebung mit zentraler Sicherheitskontrolle, großflächigen Einkaufs-, Gastronomie- und Loungebereichen sowie einer zusätzlichen Gepäckausgabestation. „Mit der Modernisierung des Flughafens möchten wir ein Fünf-Sterne-Airport werden“, sagte Jäger.

In den Geschäften der Süderweiterung wolle man im Jahr 2025 rund 50 Millionen Euro umsetzen.

Am Flughafen Wien-Schwechat und den ihm angeschlossenen Betrieben – der sogenannten „Airport City“ – arbeiten bald 25.000 Beschäftigte. Die bei der Vorstellung des Projektes anwesende NÖ Landeshauptfrau Johann Mikl-Leitner hobt deshalb die Bedeutung des Luftfahrt-Drehkreuzes hervor. „Der Flughafen ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in Niederösterreich“, stellte sie fest. Die Investition von einer halben Milliarde Euro sei zur langfristigen Absicherung des Standortes enorm wichtig.

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