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Mittwoch 30.11.2022 01:44
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Wirtschaft

27.11.2022

ÖGB erteilt Gewerkschaft GPA Streikfreigabe für Streiks im Handel

Der ÖGB hat der Gewerkschaft GPA die Streikfreigabe für den Handel erteilt. Die KV-Verhandlungen für die ca. 430.000 Angestellten und Lehrlinge im Bereich der Bundessparte Handel in der WKÖ haben am 22.11.2022 mit einer erneuten Verhandlungsunterbrechung geendet. Bislang sind die Arbeitgeber dezidiert nicht zu einem Abschluss mit Dauerwirkung auf die Gehälter über der Inflationsrate bereit.

Das aktuelle offizielle Angebot der Arbeitgeber liegt bei 4 Prozent Gehaltserhöhung und einer Einmalzahlung in Höhe von 3 Prozent. Das ist weit unter der zugrunde gelegten rollierenden Inflation in der Höhe von 6,9 Prozent. „Ein solches Angebot ist für die Handelsangestellten angesichts der momentanen Teuerung nicht annehmbar“, sagt die Chefverhandlerin der Gewerkschaft GPA Helga Fichtinger. Das sei eine Mogelpackung, denn 4 Prozent dauerwirksame Gehaltserhöhung und 3 Prozent Einmalzahlungen ergeben rechnerisch zwar 7 Prozent, jedoch die dauerhafte Wirkung sind nur 4 Prozent auf das Gehalt.

Die modifizierte Forderung der Gewerkschaft GPA liegt bei plus 8,5 Prozent mit einem Mindestbetrag in Höhe von EUR 200,-, was für niedrigere Gehaltsgruppen ein deutlich höheres Gehaltsplus in der Höhe von 11 Prozent bedeutet.

Am 24. und 25. November 2022 wurden die unterbrochenen Betriebsversammlungen im Handel während der Arbeitszeit wieder aufgenommen. „Die Beteiligung war noch größer als bei den ersten Informationsversammlungen. Die Beschäftigen sind wütend und enttäuscht, dass gerade sie so lange auf ein respektables Gehaltsplus warten müssen. Zum respektlosen Arbeitgeberangebot gibt es nur Kopfschütteln. Warnstreiks für den 2. und 3. Dezember 2022 wurden fast ausnahmslos einstimmig beschlossen, sollte es in der nächsten Verhandlungsrunde zu keinem akzeptablen Ergebnis kommen“, so der Vorsitzende des GPA Wirtschaftsbereichs Handel, Martin Müllauer.

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26.09.2022

Leerstandsabgabe: Werden in der Zukunft leerstehende Wohnungen teuer für den Eigentümer?

Leerstandsabgabe: Werden in der Zukunft leerstehende Wohnungen teuer für den Eigentümer? Leerstandsabgabe: Werden in der Zukunft leerstehende Wohnungen teuer für den Eigentümer?

Tausende leere Wohnungen beeinflussen die zum Teil massiven Preissteigerungen am österreichischen Wohnungsmarkt. Eine Leerstandsabgabe wurde daher bereits in mehreren Bundesländern beschlossen. Anwalt Dr. Roland Weinrauch, Gründer von Weinrauch Rechtsanwälte, erklärt, wie sich die Gesetzeslage in den unterschiedlichen Bundesländern entwickelt.

Zahlreiche Wohnungen stehen in ganz Österreich leer. Laut Schätzungen bleiben alleine in Wien mindestens 30.000 Wohnungen länger als sechs Monate unbewohnt, 10.000 Wohnungen sogar länger als zweieinhalb Jahre. Aber nicht nur in Wien ist das der Fall, auch in anderen Bundesländern und hier besonders in den Ballungszentren und Tourismusorten stehen viele Wohnimmobilien leer – ein Faktor, der unter anderem auch die Preise von Immobilien in die Höhe treibt.

Werden Wohnungseigentümer deshalb in naher Zukunft Abgaben für ihre leerstehenden Wohnungen bezahlen müssen? Anwalt Dr. Roland Weinrauch illustriert, was dazu aktuell auf rechtlicher Ebene in den Bundesländern passiert und womit in Zukunft zu rechnen sein wird.

In der Steiermark ist am 28.06.2022 das Steiermärkische Zweitwohnsitz- und Wohnungsleerstands­abgabegesetz kundgemacht worden, das mit 1.10.2022 in Kraft tritt (LGBl 46/2022). Darin steht folgendes: „Gegenstand der Abgabe bilden Wohnungen, an denen nach den Daten des Zentralen Melderegisters mehr als 26 Kalenderwochen im Jahr weder eine Meldung als Hauptwohnsitz noch als sonstiger Wohnsitz vorliegt.“

Abgabepflichtige sind die Eigentümer der Wohnung, im Fall eines Baurechts, jedoch die Baurechtsberechtigten. Die Abgabe ist nach der Nutzfläche der Wohnung und den Kalenderwochen im Jahr ohne Wohnsitz zu bemessen. Zur Bestimmung der Nutzfläche sind die Unterlagen der Baubewilligung und – falls vorhanden – die entsprechenden Daten des Gebäude- und Wohnungsregister-Gesetzes heranzuziehen. Der Abgabensatz ist durch Verordnung des Gemeinderates festzulegen, wobei auf den Verkehrswert der Liegenschaften in der Gemeinde Bedacht zu nehmen ist. Daher kann der Abgabensatz für bestimmte Teile des Gemeindegebietes in unterschiedlicher Höhe festgesetzt werden, wenn sich die für die Festsetzung maßgeblichen Umstände innerhalb der Gemeinde erheblich unterscheiden. Die Höhe der Abgabe für eine Wohnung mit 100 m² Nutzfläche darf im Kalenderjahr 1.000 Euro nicht überschreiten.

Dr. Roland Weinrauch, Gründer von Weinrauch Rechtsanwälte, zur steirischen Regelung: „Die Steiermark ist zwar Vorreiter bei der gesetzlichen Regelung des Leerstandes, allerdings bestehen auch zahlreiche Ausnahmen, beispielsweise wenn die Wohnung als Vorsorgewohnung für das eigene Kind verwendet wird, es sich um eine Dienstwohnung handelt oder nachweislich Gründe bestehen, warum sie unvermietbar ist.”

In Salzburg und Tirol wurden gleichartige Gesetze beschlossen, die mit 1.1.2023 in Kraft treten.

Bereits in den 80er Jahren wurde eine Leerstandsabgabe in Wien im Alleingang erhoben, die dann allerdings mit Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes vom 12.03.1985, GZ: G2/85, als verfassungswidrig aufgehoben wurde. Dr. Roland Weinrauch: „Die für die Aufhebung grundlegenden Aussagen des Höchstgerichtes waren, dass einerseits die Abgabe nicht so hoch sein darf, dass diese einem Zwang zur Vermietung gleichkommt und damit in weiterer Folge keine Einnahmen durch die Abgabe zu erwarten wären. Gleichzeitig müssten aber durch die Abgabe Einnahmen erzielt werden, die über den zu erwartenden Verwaltungsaufwand hinausgehen. Zudem läge die Gesetzgebungskompetenz betreffend die Einführung einer Leerstandsabgabe nicht ausschließlich bei den Ländern. Daher fordern die Landeshauptleute nun auch die Kompetenzen des ‚Volkswohnwesens‘ des Bundes in diesem Teilbereich auf die Länder zu übertragen, um entsprechende Regelungen auf Landesebene zu ermöglichen.”

Und abschließend: „Man kann davon ausgehen, dass es derartige Regelungen in Zukunft in der einen oder anderen Form in jedem Bundesland geben wird. Allerdings ist noch unklar, wie diese ausgestaltet sein werden. Zudem sind die Realeffekte auf den Wohnungsmarkt – also ob tatsächlich mehr Wohnungen (günstiger) auf dem Markt sein werden – nicht absehbar. Ich persönlich glaube, dass man diese Effekte nicht überschätzen sollte und halte daher andere Lenkungsmaßnahmen für insgesamt geeigneter.”

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20.07.2022

Edelmarken legen trotz Pandemie, Ukraine-Krieg und Inflation zu

Shoppen in Ladengeschäften ist bei ihnen ebenso wieder gefragt, wie es Reisen auf dem eigenen Kontinent sind. Shoppen in Ladengeschäften ist bei ihnen ebenso wieder gefragt, wie es Reisen auf dem eigenen Kontinent sind.

Nach dem größten Einbruch ihrer Geschichte im Jahr 2020 hat die Luxusgüterindustrie schnell in die Erfolgsspur zurückgefunden. Bereits 2021 lag der weltweite Markt für persönliche Luxusgüter, zu denen unter anderem hochwertige Kleidung, Schuhe, Lederwaren und Schmuck zählen, mit rund 288 Milliarden Euro wieder über Vor-Corona-Niveau. Und der Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie die daraus resultierende hohe Inflationsrate samt Konjunkturabschwächung haben bislang kaum Auswirkung auf die Edelmarken. Währungsbereinigt stieg der Branchenumsatz im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 bis 15 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Unternehmensberatung Bain & Company gemeinsam mit dem italienischen Luxusgüterverband Fondazione Altagamma im aktuellen Frühjahrsupdate ihrer "Luxury Goods Worldwide Market Study".

Auch in den nächsten Jahren dürfte die Branche wachsen. So ist bis 2025 je nach Konjunkturentwicklung mit einem Marktvolumen von bis zu 380 Milliarden Euro zu rechnen. "Die Luxusgüterindustrie zeigt einmal mehr hohe Resilienz, was Krisen angeht", betont Bain-Partnerin und Branchenexpertin Marie-Therese Marek. "Trotz der aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen dürfte die positive Marktentwicklung anhalten." Bis Ende 2022 sei in einem Basisszenario ein Plus von 5 bis 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu erwarten und damit ein Gesamtumsatz von bis zu 320 Milliarden Euro. Bleibe es bei der derzeit starken Dynamik, seien in einem optimistischen Szenario sogar bis zu 330 Milliarden Euro möglich.

Rasche Erholung in Europa

Bereits im Weihnachtsgeschäft 2021 war die Nachfrage nach hochwertigen Waren massiv gestiegen. Besonders der zuletzt eher schwache europäische Markt hat sich vom coronabedingten Rückschlag sehr schnell erholt. Ursächlich dafür war vielerorts der Wille der Europäerinnen und Europäer, rasch zur Normalität zurückzukehren. Shoppen in Ladengeschäften ist bei ihnen ebenso wieder gefragt, wie es Reisen auf dem eigenen Kontinent sind. Der Luxusmarkt in Europa dürfte deshalb schon Ende 2022 wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen.

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat bislang eher lokale Auswirkungen auf die Nachfrage nach Edelmarken. In Russland, dessen Anteil am weltweiten Markt für persönliche Luxusgüter 2 bis 3 Prozent ausmacht, gingen Sanktionen, Rubelabwertung und Reisebeschränkungen bislang vor allem zulasten des Konsums der Mittelklasse. Dagegen versuchen die reichen und sehr reichen Menschen im Land, mit gezielten Luxusgüterkäufen ihr Vermögen zu sichern. Allerdings machen es die von der EU auferlegten Beschränkungen für den Zugang russischer Banken zum internationalen Zahlungsverkehr russischen Reisenden schwer, im Ausland höhere Ausgaben zu tätigen. Und dies wird voraussichtlich auch mittelfristig der Fall sein.

Neue Impulse durch Diversität und Inklusion

Der Luxusmarkt in den USA wiederum wächst stärker denn je. Dort schaffen es die High-End-Anbieter zunehmend, das Potenzial aller Käufersegmente voll auszuschöpfen. Dabei wächst nicht nur der Marktanteil der jüngeren Generation. Zugleich verlagert sich der Luxuskonsum immer mehr auch in kleinere Städte und das Interesse in neuen einkommensstarken Schichten steigt. Vermehrt in den Mittelpunkt rückt im US-Geschäft zudem das Thema Diversität. "Die Top-Marken beziehen verstärkt unterschiedliche Ethnien, Altersklassen und Kundenbedürfnisse ein", so Marek. "Auf diese Weise erweitern sie noch einmal ihre Kundenbasis."

Fahrt aufgenommen in puncto Edelmarken hat Südkorea. Das Land gewinnt zunehmend an Bedeutung für das Luxusgeschäft in Asien und sein Marktanteil wächst insbesondere dank eines starken markenverliebten Mittelstands. In China zeigte sich zuletzt eine starke Nachfrage vor allem während des dortigen Neujahrsfestes und bis März 2022. Doch die seit dem Frühjahr geltenden drastischen Corona-Beschränkungen haben die Umsätze zunächst einbrechen lassen. Dem Wunsch nach Luxus tut dies in der Volksrepublik allerdings keinen Abbruch, sodass sich das Chinageschäft gegen Ende 2022 oder Anfang 2023 erholen könnte.

Wachsender Einfluss virtueller Welten

Durch Tech-Trends wie das Metaverse, Social Media oder Gaming ergeben sich für Luxusmarken neue Absatzmöglichkeiten außerhalb der traditionellen Kanäle. "Der Verkauf digitaler Produkte in der virtuellen Welt wird für Brands in Zukunft immer wichtiger werden", erklärt Bain-Partner Miltiadis Athanassiou, der die Praxisgruppe Konsumgüter und Handel in Europa, im Mittleren Osten und in Afrika (EMEA) leitet. Tatsächlich könnten Digital Assets und das Metaverse im Luxusgütermarkt bis Ende 2030 auf einen Umsatzanteil von 5 bis 10 Prozent kommen. "Die Unternehmen sollten deshalb schon heute damit beginnen, die virtuelle Welt kreativ mitzugestalten", so Athanassiou.

Gleichzeitig müssen die High-End-Anbieter verstärkt dem anhaltenden Bedürfnis der Kundschaft nach mehr Nachhaltigkeit nachkommen. Noch aber mangelt es in der Branche an klaren Umwelt- und Sozialstandards. "Die Krisen der vergangenen Monate haben die Luxusanbieter gezwungen, sich zum Teil neu zu orientieren", konstatiert Bain-Partner Athanassiou. "Den erfolgreichen Marktplayern ist dies gelungen. Sie haben sich schnell sowohl auf die geopolitischen als auch auf die kulturellen Veränderungen eingestellt." Und er ergänzt: "Branchen-Champions nutzen die Chancen der virtuellen Welt, leben wahre Nachhaltigkeit und tragen den Vorlieben der jüngeren Generationen Rechnung."

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29.08.2022

Völliger Kontrollverlust der Stadtregierung - Wien Energie Fass ohne Boden?

Waren es zuerst noch 1,75 Milliarden, die scheinbar benötigt werden, stieg der akute Finanzierungsbedarf der Wien Energie laut Angaben des Finanzministers aus einem Brief des SPÖ-Finanzstadtrats Hanke mittlerweile auf knapp 8 Milliarden Euro. Waren es zuerst noch 1,75 Milliarden, die scheinbar benötigt werden, stieg der akute Finanzierungsbedarf der Wien Energie laut Angaben des Finanzministers aus einem Brief des SPÖ-Finanzstadtrats Hanke mittlerweile auf knapp 8 Milliarden Euro.

Waren es zuerst noch 1,75 Milliarden, die scheinbar benötigt werden, stieg der akute Finanzierungsbedarf der Wien Energie laut Angaben des Finanzministers aus einem Brief des SPÖ-Finanzstadtrats Hanke mittlerweile auf knapp 8 Milliarden Euro. Davon soll der Finanzminister 6 Milliarden übernehmen. „Es offenbaren sich dramatische Zustände in Wien. Es kann nur ein Kontrollverlust der Stadtregierung vermutet werden, jetzt muss der Bürgermeister unverzüglich Stellung beziehen. Die Menschen in Wien sind tief verunsichert“, so der Landesparteiobmann der Wiener Volkspartei, Stadtrat Karl Mahrer.

Fehlendes Krisenmanagement des Bürgermeisters

Während die Bundesregierung derzeit alles daran setzt, die Energieversorgung für die 2 Millionen Wien Energie Kunden sicherzustellen, habe sich Wiens Bürgermeister noch immer nicht zu Wort gemeldet. „Das Krisenmanagement des Wiener Bürgermeisters ist erschütternd. Dieser ausufernde Finanzskandal muss restlos aufgeklärt werden“, so Klubobmann Markus Wölbitsch. „Dass sich bis jetzt noch niemand der Wiener SPÖ zu Wort gemeldet hat, zeigt die verworrene Lage der Wiener Sozialdemokratie, die mittlerweile offensichtlich in Hilflosigkeit untergeht. Unser Dank gilt Bundeskanzler Nehammer und Finanzminister Brunner, dass sie nun das Ruder übernommen haben und schlimmere Folgen für 2 Millionen Menschen in Wien abwenden“, so Landesparteiobmann Karl Mahrer abschließend.

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03.05.2022

Muttertag ist wichtiger Impuls für den Einzelhandel

Muttertag ist wichtiger Impuls für den Einzelhandel Muttertag ist wichtiger Impuls für den Einzelhandel

„Der kommende Sonntag bietet nicht nur für Mütter, sondern auch für den heimischen Handel einen Anlass zum Feiern. Und ein solcher Anlass ist nach gut zwei Jahren Corona plus neuen Unsicherheiten mehr als willkommen“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Schließlich bringe der Muttertag einen wichtigen Impuls für den Handel.

Wie hoch dieser ausfällt, hat die KMU Forschung Austria im Auftrag der Bundessparte erhoben. So gibt, wer eine Mutter beschenkt, im Schnitt 50 Euro aus. Immerhin 16 Prozent wollen dabei ihr Budget gegenüber dem Vorjahr erhöhen, nur 6 Prozent haben vor, weniger auszugeben. Der Rest - fast vier von fünf - will für den heurigen Muttertag in etwa gleich viel ausgeben wie im Vorjahr.

Insgesamt planen laut Umfrage 68 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen die eigene Mutter, Großmutter oder Partnerin zu beschenken. Dadurch werden Gesamtausgaben in Höhe von 220 Millionen Euro erwartet, wovon ein Großteil auf den Einzelhandel entfällt.

Starker Tag für den Blumenhandel, aber auch andere Bereiche profitieren

Am meisten profitiert der Blumenhandel vom Ehrentag für die Mütter: 58 Prozent der Befragten geben an, Blumen zu schenken. Hier wiederum sind Rosen am beliebtesten, gefolgt von Orchideen und Tulpen. Am zweithäufigsten werden Süßigkeiten bzw. Schokolade oder Pralinen geschenkt (26 Prozent), an dritter Stelle rangieren Restaurantbesuche mit 17 Prozent.

„Aber auch für Drogerien, Parfümerien und für den Schmuckhandel ist der Muttertag ein wichtiger Umsatzbringer“, sagt Trefelik, der außerdem noch einen Wunsch für diesen Anlass äußert: „Schön wäre, wenn bereits im Vorfeld des Muttertags oder wenigstens bald danach die Maske im gesamten Handel fällt. Das würde die im Einzelhandel arbeitenden Mütter, aber auch viele andere Mitarbeiter sowie Kunden im lebensnotwendigen Handel freuen.“

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20.07.2022

Transportkosten seit Jahresbeginn um mehr als zehn Prozent gestiegen

Diesel um 67 Prozent teurer als im Vorjahr Diesel um 67 Prozent teurer als im Vorjahr

In Anbetracht der explodierenden Energiekosten appelliert Markus Fischer, Obmann des WKÖ-Fachverbands Güterbeförderung, an Transportunternehmer, die kontinuierlich steigenden Kosten im Auge zu behalten: „Die enormen Mehrkosten können nicht bei den Transporteuren hängenbleiben“, so Fischer. Allein im heurigen Jahr sind die Transportkosten laut Transportkostenindex von Jänner bis Juni um mehr als zehn Prozent gestiegen. (Der Transportkostenindex für die konzessionierte Güterförderung sowie für das Kleintransportgewerbe wird vom Fachverband erstellt und monatlich aktualisiert). In einigen Geschäftsbereichen lagen die Steigerungen noch deutlich höher.

„Im Besonderen trifft die Transporteure die Entwicklung des Dieselpreises, zumal Treibstoffkosten einen wesentlichen Anteil der betriebswirtschaftlichen Gesamtkosten ausmachen“, so Fischer. Zu spüren seien die Preissteigerungen aber nicht nur beim Treibstoff, sondern beispielsweise auch bei Fahrzeuganschaffungen oder bei Verschleißteilen.

Diesel um 67 Prozent teurer als im Vorjahr

Der Dieselpreis ist bereits im Vorjahr um mehr als 30 Prozent gestiegen, ab Februar 2022 erklomm er fortwährend neue Rekordwerte, bis im März zum ersten Mal die Zwei-Euro-Marke pro Liter überschritten wurde. Im Juni 2022 lag der Dieselpreis in Österreich bei 2,017 Euro pro Liter. Das entspricht einer Steigerung von 67 Prozent im Vergleich zum Juni des Vorjahres. Der durchschnittliche Preis für Diesel belief sich laut dem Fachverband der Mineralölindustrie am 18. Juli 2022 auf 2,092 Euro pro Liter und lag damit um 14 Cent über dem EU-Durchschnitt.

Strenge Kontrolle der Kabotagebestimmungen nötig

In Österreichs Nachbarländern variiert der Preis pro Liter Diesel deutlich. In Deutschland wurde mit 1. Juni die Energiesteuer auf Kraftstoffe gesenkt. Diese Steuersenkung gilt bis 31. August. In Kroatien wurden die Spritpreise gedeckelt. Ein Liter Diesel kostet maximal 13,08 Kuna (1,74 Euro). In Slowenien sind die Spritpreise seit Mai gedeckelt. Laut einer aktuellen Mitteilung des slowenischen Wirtschaftsministeriums kostet ein Liter Diesel abseits der Autobahnen 1,70 Euro. In Ungarn wurde bereits im November 2021 ein Spritpreisdeckel eingeführt. Ein Liter Treibstoff kostet maximal 480 Forint, das sind umgerechnet rund 1,30 Euro. Fachverbandsobmann Markus Fischer fordert strenge Kontrollen der Kabotagebestimmungen, um die heimischen Transporteure bestmöglich zu schützen. „Wenn ausländische Mittbewerber in Nachbarländern billig tanken und dann in Österreich Transporte durchführen, ist das eine zusätzliche Wettbewerbsverzerrung. Deshalb sind strenge Kabotage-Kontrollen nötig“, so Fischer.

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03.05.2022

Zahl der Arbeitslosen im April nach elf Jahren wieder unter der 40.000-Marke

Zahl der Arbeitslosen im April nach elf Jahren wieder unter der 40.000-Marke Zahl der Arbeitslosen im April nach elf Jahren wieder unter der 40.000-Marke

Trotz der unsicheren Rahmenbedingungen ist der niederösterreichische Arbeitsmarkt Ende April 2022 noch stabil: Die Zahl der unselbständig Beschäftigten steigt weiter an und die Zahl der Arbeitslosen geht 14 Monate in Folge weiter zurück.

Erstmals nach elf Jahren liegt die Zahl der Arbeitslosen in Niederösterreich mit in Summe 37.958 deutlich unter der 40.000-Marke. Ein Ergebnis das zuletzt im April 2011 gemessen wurde. Gegenüber April des Vorjahres ergibt das ein Minus von 15.842 (oder -29,5%) bzw. ein Minus von über 9.286 (oder -19,7%) gegenüber dem Vorkrisenniveau vom April 2019. Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, sind in Niederösterreich im Vorjahresvergleich mit 47.010 um 26,7% (-17.099) weniger Personen beim AMS gemeldet.

Ende April 2022 liegt die Beschäftigung mit 652.000 wieder nicht nur deutlich über dem Vorjahreswert (+2,9% oder über 18.000 Personen), sondern auch deutlich über dem Vorkrisenniveau vom April 2019 (+3,2% od. 20.000). „Mit einer 5,5 prozentigen Arbeitslosenquote verzeichnen wir aktuell gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 2,3 Prozentpunkten“, so Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger und der Landesgeschäftsführer des AMS NÖ, Sven Hergovich. Die überaus gute Entwicklung ist allerdings von Unsicherheiten bedroht. In Folge des Kriegsausbruchs haben die Wirtschaftsforschungsinstitute ihre aktuellen Prognosen für das laufende Jahr deutlich zurückgenommen. Mögliche Einschränkungen bei Gaslieferungen sind dabei noch nicht eingerechnet.

„Mit Unterstützung gemeinsamer Projekte wie Jobchance oder der Aktion Sprungbrett, verzeichnen wir bei den Arbeitslosen über 50 ein Minus von 27%. So sind in der Altersgruppe 50+ um +9,7% mehr in diesem Jahr in Beschäftigung gekommen. Die konstruktive Zusammenarbeit wird auch in Zukunft Grundlage für gute Ergebnisse im Arbeitsmarkt sein", so Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger.

Aktuell sind 667 vom Krieg vertriebene Ukrainer bei den 22 AMS-Geschäftsstellen in Niederösterreich vorgemerkt. Darüber hinaus wurden bereits von den niederösterreichischen Betrieben insgesamt 365 Beschäftigungsbewilligungen beantragt sowie 250 offene Stellen für „Vertriebene“ dem AMS NÖ gemeldet. „Unser Anliegen ist es, den Betroffenen rasch zu helfen und ihnen auf diese Weise Sicherheit und Stabilität zu geben. Wir werden mit rascher und konsequenter Vermittlung alle bei uns vorgemerkten Personen beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben unterstützen“, erklärt AMS NÖ-Chef Sven Hergovich.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres haben die AMS NÖ-Berater den arbeitsuchenden Kunden bereits knapp 282.365 Vermittlungsvorschläge gemacht. Das sind um 9,0% mehr Vermittlungsvorschläge als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Insgesamt 36.131 Jobsuchende konnten heuer ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beenden, um 5,4% mehr als im Vorjahr.

Der starke Personalbedarf der niederösterreichischen Wirtschaft hält weiter an. Im Monat April wurden den 22 AMS-Geschäftsstellen 7.668 offene Stellen gemeldet, ein Plus von 7,9% (absolut +561) gegenüber dem Vorjahr. 6.548 freie Stellen konnten besetzt werden. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 24,2%.

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04.10.2022

WKÖ: Im Gewerbe und Handwerk ist die Stimmung gekippt

WKÖ: Im Gewerbe und Handwerk ist die Stimmung gekippt WKÖ: Im Gewerbe und Handwerk ist die Stimmung gekippt

Ein alarmierendes Stimmungsbild kommt aus Österreichs größter Arbeitgeberbranche, dem Gewerbe und Handwerk. Die jüngste Konjunktur-Umfrage von KMU Forschung Austria zeigt: Die Stimmung ist ins Negative gekippt.

Schon im ersten Halbjahr 2022 gingen die Umsätze bzw. Auftragseingänge mengenmäßig (real) um 4 Prozent zurück. Von einer Erholung von der Corona-Pandemie kann nun keine Rede mehr sein: Für das vierte Quartal 2022 dominiert bereits Pessimismus.

Kurve zeigt nach unten

„Die Kurve zeigt deutlich nach unten - bei den konsumnahen Branchen ebenso wie bei jenen, die den Baubereich umfassen. Besonders pessimistisch sind derzeit neben dem Baugewerbe das Bauhilfsgewerbe, die Fahrzeugtechnik und der Holzbau eingestellt“, sagte Christina Enichlmair von KMU Forschung Austria.

Für das vierte Quartal erwarten jetzt nur noch 22 Prozent der befragten Unternehmen eine positive Geschäftsentwicklung, der Saldo ist negativ.

In den konsumnahen Branchen steckt die Umsatzentwicklung nach Corona weiterhin im negativen Bereich fest: Im dritten Quartal 2022 konnten nur 20 Prozent der Betriebe ihre Umsätze steigern. Für 32 Prozent gab es Rückgänge, bei 48 Prozent stagnierten die Zahlen. Stagnierende Umsätze bedeuten bei der hohen Inflationsrate für diese Unternehmen reale Umsatzverluste. Somit verzeichnen in Summe 80 Prozent der Gewerbe- und Handwerksbetriebe reale Umsatzverluste.

Spielball der Energiemärkte

Ungewöhnlich einheitliche Kommentare in der aktuellen Umfrage verdeutlichen das hohe Ausmaß an Verunsicherung und Verzweiflung. Den überwiegend klein- und mittelständischen Unternehmen fehlt momentan jede Planbarkeit: Wie hoch wird die Energierechnung 2023 ausfallen? Bekomme ich noch Material; und wenn ja, zu welchem Preis? Was bedeuten die Lohnverhandlungen für meine Personalkosten?

„Das beherrschende Gefühl ist Machtlosigkeit. Die hohen Energiekosten ziehen vielen Betrieben den Boden weg“, sagte Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKÖ, am Dienstag bei einem Pressegespräch: „Unternehmer:innen wollen Herausforderungen aktiv in Angriff nehmen. Jetzt fühlen sie sich wie ein Spielball von Entwicklungen, die sie selbst nicht in der Hand haben.“

Sorge wegen Betriebsschließungen

Viele Betriebe kalkulieren bereits, ab wann sie den Betrieb schließen müssen, um nicht dauerhaft in die Verlustzone zu rutschen oder sogar zahlungsunfähig zu werden. „Wir machen uns große Sorgen, dass viele still und ohne großes Aufsehen zusperren. Und einmal weg heißt: für immer weg“, so Scheichelbauer-Schuster.

„Der jüngst angekündigte Energiekostenzuschuss ist eine wichtige Unterstützung, aber er kann nur ein erster Schritt sein. Weitere Schritte zur Unterstützung der Betriebe sind unbedingt notwendig“, ergänzte Reinhard Kainz, Geschäftsführer der WKÖ-Sparte. Er wies darauf hin, dass bestenfalls ein Drittel der faktischen Mehrkosten kompensiert werde und der Geltungszeitraum bisher nur den Zeitraum bis September 2022 abdecke.

In vielen Betrieben sei die finanzielle Decke nach der Corona-Pandemie zu dünn, um die Kosten selbst zu stemmen. Dass sie diese nicht einfach weiterverrechnen können, ist auch an steigenden Insolvenzzahlen zu erkennen.

„Wir brauchen europäische Notfallinstrumente, die die Strom- und Gaspreise dauerhaft runterbringen und unternehmerisches Handeln in Europa wieder möglich machen“, forderte Scheichelbauer-Schuster. Zur Sicherung der Liquidität in den Unternehmen wären mit einem dauerhaften Verlustrücktrag und staatlich besicherten Kreditgarantien Instrumente verfügbar, die sich schon in der Corona-Pandemie bewährt hätten – ebenso wie die Kurzarbeit.

Zudem appelliert Scheichelbauer-Schuster an die öffentliche Hand, die Krise nicht durch das Zurückhalten von Investitionen weiter zu verschärfen, sondern im Gegenteil gerade jetzt vermehrt Aufträge zu vergeben.

„Wir haben im Gewerbe und Handwerk eine besonders enge Bindung zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In Zeiten des Arbeitskräftemangels hat es für uns allerhöchste Priorität, unser Personal im Betrieb halten zu können“, so Scheichelbauer-Schuster.

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10.09.2022

Neuer Verdacht gegen CPI Immobilien

Das Nachrichtenmagazin „profil“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über eine neue Wendung im Fall der kollabierten Wiener Immobiliengruppe CPI. Nach Auskunft eines Firmenabwicklers gibt es nun Hinweise darauf, dass der im April verstorbene Unternehmensgründer Ernst Kreihsler dutzende Wiener Wohnungen an Geflüchtete vermietete und von diesen jahrelang Mieten schwarz einheben ließ: „Es wurden offenbar über einen Zeitraum von fünf Jahren 50 bis 80 ursprünglich leer stehende Wohnungen an Asylwerber vermietet.

Soweit wir wissen, tauchte jeden Monat ein Mann bei den Leuten auf, und verlangte pro Wohnung 600 bis 700 Euro in bar, zusätzlich zu den Betriebskosten. Da dürften jeden Monat plusminus 50.000 Euro zusammengekommen sein, auf fünf Jahre gerechnet rund drei Millionen Euro.“

Schriftliche Belege dafür konnten laut dem Abwickler bisher nicht aufgefunden werden.

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20.07.2022

Firmenkonkurse in Österreich steigen im ersten Halbjahr 2022 um 62 Prozent

Insgesamt gingen 1.107 Unternehmen in ein Konkursverfahren. Insgesamt gingen 1.107 Unternehmen in ein Konkursverfahren.

Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Konkurse von protokollierten Unternehmen in Österreich um 62 Prozent an. Insgesamt gingen 1.107 Unternehmen in ein Konkursverfahren. Die Analyse von Dun & Bradstreet zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Konkurses sehr stark von der Branche abhängt. Ein besonders hohes Risiko herrscht in der Transport- und Reisebranche.

Hier ist das Risiko einer Pleite um den Faktor 2,6 erhöht. Im Baugewerbe zeigt sich ein 2,5-faches Risiko und bei den Reparaturdiensten gibt es 1,8 Mal so viele Konkurse wie im österreichischen Durchschnitt. Auch die Neugründungen zeigen, dass im Markt momentan viel Unsicherheit herrscht. Mit insgesamt 11.994 Gründungen nahmen diese um fünf Prozent ab.

„Aufgrund der aktuellen Lieferengpässe, den gestiegenen Kosten für Energie und für Rohstoffe sowie mit der Ungewissheit über die Entwicklung in der Ukraine sind UnternehmerInnen momentan zurückhaltend, wenn es um die Gründung neuer Firmen geht“, sagte Macario Juan, Managing Director von Dun & Bradstreet Austria.

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24.05.2022

Lebensmittelhandel: „Endlich dürfen unsere Mitarbeiter/innen wieder durchatmen“

Denn unsere Corona-Held/innen tragen mittlerweile seit mehr als zwei Jahren Maske, teilweise bis zu acht Stunden am Tag. Denn unsere Corona-Held/innen tragen mittlerweile seit mehr als zwei Jahren Maske, teilweise bis zu acht Stunden am Tag.

„Endlich heißt es für unsere 130.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Lebensmittelhandel wieder durchatmen: Mit 1. Juni fällt auch für sie die Maskenpflicht. Das ist ein längst überfälliger Schritt, den wir gemeinsam mit unserem Sozialpartner seit langem gefordert haben. Denn unsere Corona-Held/innen tragen mittlerweile seit mehr als zwei Jahren Maske, teilweise bis zu acht Stunden am Tag. Das auch über den Sommer durchzuziehen, wäre nicht zumutbar gewesen“, sagt Christian Prauchner, Obmann des Fachverbands Lebensmittelhandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Mit dem Aus der Maskenpflicht zumindest für die heißen Sommermonate wird auch die lange ersehnte Gleichbehandlung der Mitarbeiter/innen im Lebensmittelhandel mit jenen in den meisten anderen Handelsbranchen endlich Realität: „Das Verständnis unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, warum sie Maske tragen müssen, in anderen Geschäften, aber auch bei Veranstaltungen etc. die Maskenpflicht längst aufgehoben war, war bereits enden wollend. Es ist sehr erfreulich, dass mit dieser Ungleichbehandlung nun bald Schluss ist“, so Prauchner.

Damit bewege man sich wieder in Richtung mehr Normalität und Eigenverantwortung. „Die epidemiologische Lage lässt es zu: Wir haben sinkende Infektionszahlen und eine sinkende Belegung von Spitals- und Intensivbetten. Das ist eine Zeit, die wir für mehr Eigenverantwortung und vor allem für eine Atempause für unsere Mitarbeiter/innen nutzen müssen“, so Prauchner abschließend.

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04.07.2022

SalzburgMilch: Zucker-Reduktion im Fokus

SalzburgMilch Geschäftsführer Andreas Gasteiger SalzburgMilch Geschäftsführer Andreas Gasteiger

Gerade in den letzten Jahren hat sich aufgrund der mit Covid verbundenen Maßnahmen wie Lockdowns und Homeoffice bzw. Homeschooling der immer weiter zunehmende Bewegungsmangel in der Bevölkerung noch verstärkt. Daher gilt es gerade jetzt mehr denn je, im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung ganz besonders auf den Zuckerkonsum zu achten.

Denn generell wird in Österreich zu viel Zucker konsumiert, sei es in gesüßten Getränken oder Speisen oder durch versteckten Zucker in diversen Produkten. Aus diesem Grund möchte SalzburgMilch durch Zuckerreduktion bei ihren Premium Milchprodukten der Verantwortung als Nahrungsmittelerzeuger gerecht werden und einen aktiven Beitrag zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung leisten Seit 2020 arbeitet SalzburgMilch eng mit SIPCAN sowie der zucker-raus-initiative.at zusammen und achtet bei Rezepturentwicklungen darauf, die empfohlenen Richtwerte nicht nur einzuhalten sondern wenn möglich zu unterschreiten.

“Das vorsorgemedizinische Institut SIPCAN setzt sich seit 10 Jahren für eine Reduktion des Zuckergehalts in Milchprodukten ein. Ziel ist es, die gesündere Wahl zur leichtern Wahl zu machen, ohne dass dabei auf Genuss verzichtet werden muss. Hierfür wurden jährlich rund 1.000 Produkte geprüft und klare Orientierungskriterien veröffentlicht. Diese lauten: max. 11,5 g Zucker pro 100 g bzw. ml und keine Süßstoffe“, erklärt Univ.-Lektor Mag. Dr. Manuel Schätzer, Ernährungswissenschafter und Bundeskoordinator von SIPCAN und ergänzt stolz: „Äußerst positiv ist dabei, dass der Anteil an Produkten, die den Orientierungskriterien von SIPCAN entsprechen von 16,0 % im Jahr 2012 auf mittlerweile 43,1 % gestiegen ist.

Dies ist auf die sehr positive Reaktion von Industrie bzw. Handel und das großteils gemeinsame Bestreben zur Zuckerreduktion, darunter auch der zucker-raus-initiative.at, zurückzuführen.“ Bei den Produkten von SalzburgMilch wurde der Wert der Produkte, die den strengen Orientierungskriterien entsprechen sogar von 50 % auf 76 % gesteigert, obwohl SIPCAN im Jahr 2020 die Kriterien verschärft hatte. Dies bestätigt eine kürzlich von SIPCAN veröffentlichte Analyse. Ermöglicht wurde diese Verbesserung durch neue Rezepturen, bei denen der Zuckeranteil im Schnitt von 12,2 auf 10,5 g/100g gesenkt wurde. Für Andreas Gasteiger, Geschäftsführer der SalzburgMilch, ist dabei eine Zuckerreduktion mit ausgezeichnetem Geschmack sehr gut vereinbar: „Wir haben in den letzten Jahren viele Rezepturen überarbeitet und dabei den Anteil von Zucker reduziert.

Dabei verwenden wir aus Prinzip keine Süßungsmittel für unsere SalzburgMilch Premium Produkte. Dennoch kann der ausgezeichnete Geschmack unserer Produkte beibehalten werden. Dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, zeigt uns einerseits die Reaktion unserer Konsumentinnen und Konsumenten, die nicht auf Genuss verzichten müssen und uns sehr viele positive Rückmeldungen gegeben haben. Andererseits wird dies auch immer wieder durch verschiedene Auszeichnungen, wie z.B. der Goldmedaillen durch die DLG bestätigt.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: SalzburgMilch
05.05.2022

Grundstückspreise im Wiener Umland sind kaum noch zu stemmen

Angetrieben von den Verwerfungen der Corona-Pandemie sind im Vorjahr die Grundstückspreise für Einfamilienhäuser im Wiener Umland weiter stark gestiegen Angetrieben von den Verwerfungen der Corona-Pandemie sind im Vorjahr die Grundstückspreise für Einfamilienhäuser im Wiener Umland weiter stark gestiegen

Angetrieben von den Verwerfungen der Corona-Pandemie sind im Vorjahr die Grundstückspreise für Einfamilienhäuser im Wiener Umland weiter stark gestiegen. So müssen Käufer in Perchtoldsdorf für einen Quadratmeter Baugrund mittlerweile bis zu 1.350 Euro bezahlen. Das ist das teuerste Pflaster in Niederösterreich, gefolgt vom Wohnpark Fontana in Oberwaltersdorf mit 1.250 Euro und der Hinterbrühl mit 1.200 Euro.

Preise mit mehr als 1.000 Euro pro Quadratmeter werden auch für Baugrundtücke im Zentrum der Stadt Klosterneuburg sowie in den Lagen Ölberg und Buchenberg mit jeweils 1.100 Euro sowie am Seegrund in Leopoldsdorf im Bezirk Bruck/Leitha mit 1.050 Euro verlangt. In Klosterneuburg-Weidling kosten Grundstücke für Einfamilienhäuser bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter, ebenso im Zentrum und in den Villengebieten der Stadt Mödling sowie in Maria Enzersdorf.

Die genannten Zahlen über die zurzeit auf dem Markt gehandelten Grundstückspreise gehen aus Preisangaben von Gemeinden und Maklern, echten Kaufpreisdaten aus den Grundbüchern sowie statistischen Berechnungen der Technischen Universität Wien hervor. Veröffentlicht wurden sie im Wirtschaftsmagazin „Gewinn“. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat die für das Bundesland Niederösterreich markantesten Ergebnisse der Studie unter die Lupe genommen.

Die höchsten Grundstückspreise findet man im Speckgürtel der Bundeshauptstadt. Hinter jenen Gemeinden, wo vierstellige Quadratmeterpreise für Baugründe zu bezahlen sind, folgen in der Rangliste Gießhübl mit 900 Euro sowie Brunn am Gebirge und die Villengegend am Mitterberg in der Kurstadt Baden mit jeweils 800 Euro. Links der Donau ist auch das unmittelbar an Wien angrenzende Gerasdorf in diese „Immobilien-Preisklasse“ aufgestiegen.

In völlig anderen Dimensionen hingegen bewegen sich die Grundstückspreise, wenn man einen Blick auf Niederösterreichs Randlagen wirft. Vier Euro kostet so der Quadratmeter Baugrund für ein Einfamilienhaus in der Gemeinde Ludweis-Aigen im Bezirk Waidhofen/Thaya. Billiger bekommt man ein Grundstück nirgendwo im Land.

Im Waldviertel nur wenig teurer ist der Boden auch in den Gemeinden Röhrenbach und Eisgarn mit jeweils sieben Euro pro Quadratmeter. Acht Euro zahlt man in Waldhausen, Langschlag und Drosendorf-Zissersdorf, neun Euro in Allentsteig, Eggern und Japons. Die teuerste Gemeinde des Waldviertels beim Grunderwerb ist die Stadt Krems in den Lagen Weinzierl, Mitterau und Am Steindl mit bis zu 400 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von den Wachau-Gemeinden Weißenkirchen mit 300 Euro und Dürnstein mit 279 Euro.

Ebenso wie im Waldviertel geht auch im Weinviertel die Schere zwischen billigen und teuren Grundstücken weit auseinander. In der nahe der tschechischen Grenze gelegenen Kommune Zellerndorf kostet der Quadratmeter Baugrund lediglich acht Euro. Zehn Euro sind es in Wildendürnbach, Seefeld-Kadolz, Weitersfeld und Hardegg. Hingegen finden sich die teuersten Gemeinden für Grundkäufer im Weinviertel im Bezirk Korneuburg: Hier führt Gerasdorf mit 800 Euro pro Quadratmeter das Ranking an, gefolgt vom Trio Langenzersdorf, Bisamberg und Korneuburg mit ex aequo 700 Euro.

Im Mostviertel erstreckt sich die Bandbreite der Grundstückspreise von 20 und 25 Euro pro Quadratmeter, die in den Pielachtal-Gemeinden Puchenstuben und Schwarzenbach bezahlt werden, bis zu 300 Euro in der Bezirkshauptstadt Amstetten. Dort ist es im Zentrum, in der Parksiedlung und am Kreuzberg am teuersten. In Waidhofen/Ybbs sind bis zu 250 Euro zu bezahlen.

Im Zentralraum regelrecht explodiert sind die Grundstückspreise am Seegrund in Atzenbrugg, wo man für einen Quadratmeter Baugrund mittlerweile bis zu 500 Euro bezahlen muss, sowie in der Stadt Tulln mit 430 Euro. Interessant auch die Ergebnisse aus der NÖ Landeshauptstadt St. Pölten. Hier kann man einen Quadratmeter Baugrund um 75 Euro am billigsten in den Stadtteilen Ratzersdorf und Pottenbrunn kaufen. Am Eisberg und am Kupferbrunnberg hingegen geht das Preisband bis zu 300 Euro hinauf.

Im Industrieviertel kostet ein Quadratmeter Baugrund für ein Ein- oder Zweifamilienhaus nur 19 Euro im Gemeindegebiet von Schwarzenbach in der Buckligen Welt. Hingegen werden in der Stadt Wiener Neustadt im Zehnerviertel bis zu 340 Euro verlangt. Am Flugfeld sind es maximal 200 Euro.

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