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Dienstag 07.02.2012 20:59
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Wirtschaft

03.02.2012

Dramatischer Anstieg der Zahlungsverzüge im Jänner 2012

Auch Unternehmer, die sich bisher auf pünktliche Zahlungen ihrer Kunden verlassen konnten, sollten sich vermehrt auf Zahlungsverzüge einstellen Auch Unternehmer, die sich bisher auf pünktliche Zahlungen ihrer Kunden verlassen konnten, sollten sich vermehrt auf Zahlungsverzüge einstellen

Im Jänner 2012 hat sich die Höhe der gemeldeten Zahlungsverzüge gegenüber den Vormonaten nahezu verdoppelt. "Unsere Einschätzung hat sich bestätigt. Im Jänner sind die von unseren Kunden gemeldeten Verzüge insgesamt nahezu doppelt so hoch wie die vom Dezember 2011. Die Krisenvorboten sind absolut vergleichbar mit 2008", so Karolina Offterdinger, Vorstand der österreichischen OeKB Versicherung AG.

Speziell betroffen sind die für Österreich so wichtigen Exportmärkte Slowenien und Ungarn. Genau diese beiden Länder rutschen laut Europäischer Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) 2012 in eine Rezession. Die EBRD prognostiziert ein negatives Wachstum von -1,1 Prozent in Slowenien und -1,5 Prozent in Ungarn.

"Auch Unternehmer, die sich bisher auf pünktliche Zahlungen ihrer Kunden verlassen konnten, sollten sich vermehrt auf Zahlungsverzüge einstellen." Dabei bezieht sie sich auf eine mit dem Österreichischem Gallup Institut durchgeführte Studie aus dem vierten Quartal 2011. Diese Umfrage unter CFOs deckte Lücken im aktuellen Risikobewusstsein auf.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: RainerSturm / pixelio.de
03.01.2012

Druckereien flüchten aus Kollektivvertrag

Die Druckbranche befindet sich in der Krise. Minus drei Prozent Umsatz in den ersten drei Quartalen 2011 - das macht so manchen Firmenchef erfinderisch. Die Druckbranche befindet sich in der Krise. Minus drei Prozent Umsatz in den ersten drei Quartalen 2011 - das macht so manchen Firmenchef erfinderisch.

Die Druckbranche befindet sich in der Krise. Minus drei Prozent Umsatz in den ersten drei Quartalen 2011 - das macht so manchen Firmenchef erfinderisch. Immer mehr Druckereien umgehen die strengen Auflagen ihres Branchenkollektivvertrags und lagern zwecks Einsparung von Lohnkosten ihre Mitarbeiter in kollektivvertraglich günstigere Branchen aus. Oder sie verlegen ihre Produktion gleich ins benachbarte Ausland, wo die Lohnkosten geringer sind. Die Folge: eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, die sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern schadet. Der Verband Druck & Medientechnik lädt die Gewerkschaft GPA-djp ein, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um diese negative Entwicklung zu stoppen.

Wer in einer österreichischen Druckerei arbeitet, für den gilt der Kollektivvertrag für das grafische Gewerbe. Das bedeutet beispielsweise: Die Normalarbeitszeit beträgt 37 Stunden pro Woche statt 40 Stunden, die Verschiebung einer geplanten Pause wird extra bezahlt, Nachtzuschläge gibt es für die Arbeit zwischen 18.00 Uhr und 6.00 Uhr in der Früh statt von 22.00 bis 5.00 Uhr. Außerdem gibt es zahlreiche Zulagen wie etwa einen Aufschlag von 100 Prozent für die Arbeit an automatisierten Druckmaschinen, wenn mehrere Farben verwendet werden, oder Schmutzzulagen für Tätigkeiten, die heute nicht mehr schmutzig machen. Der Verband Druck & Medientechnik steht zur Erhaltung des Kollektivvertrages. Aber: "Was als Schutz für die Arbeitnehmer gedacht war, entwickelt sich gerade zum Gegenteil", so Ing. Rudolf A. Cuturi, Präsident des Branchenverbandes, "die Druckvorstufe wird auf einmal in den wesentlich billigeren Kollektivvertrag für Werbung und Marktkommunikation ausgelagert, Etiketten- und Verpackungsdruckereien flüchten in die papierverarbeitende Industrie. Im Falle von Kampfmaßnahmen seitens der Gewerkschaft GPA-djp drohen Zeitungsdrucker ebenfalls mit der Kündigung der Mitgliedschaft beim Verband Druck & Medientechnik. Bald werden nur mehr eine Handvoll Drucker tatsächlich im grafischen Kollektivvertrag angemeldet sein. Oder der Produktionsstandort wird ganz ins Ausland ausgelagert, in Österreich befindet sich nur noch das Verkaufsbüro."

Für eine Druckerei hat die Flucht aus dem Kollektivvertrag betriebswirtschaftlich gesehen zunächst Vorteile. Sie spart Lohnkosten und kann durch ihre geringeren Produktionskosten ihren Mitbewerb unter Druck setzen. Doch macht sie dies auf Kosten der eigenen Mitarbeiter, auf Kosten des Betriebsfriedens und nicht zuletzt auf Kosten jener Betriebe, die den grafischen Kollektivvertrag anwenden. "Alleine in den letzten drei Jahren hat die Druckbranche 35 % der Dienstnehmer und 20 % der Betriebe verloren - auf Grund von Insolvenzen, Einsparungen und Umschichtung der Mitarbeiter in andere Branchen", sagt Cuturi.

"Es kann doch nicht sein, dass zwei Mitarbeiter in ein und demselben Betrieb unterschiedlich lange arbeiten müssen oder unterschiedliche Grundlagen für ihre Gehaltsermittlung haben. Wir können die Augen nicht vor diesen Tatsachen verschließen, sondern müssen aktiv werden", gibt sich der Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik kämpferisch. Der Verband möchte den Kollektivvertrag entrümpeln und für beide Seiten - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - attraktiv machen. "Das können wir natürlich nur gemeinsam mit der Gewerkschaft GPA-djp", sagt Cuturi und hofft auf die nächsten Kollektivvertragsverhandlungen am 11. Jänner 2012, denn: "Bisher waren die Gespräche mit der Gewerkschaft zwar konstruktiv, aber leider erfolglos." Dabei ist für den Verband Druck & Medientechnik schon längst Alarmstufe rot, so Cuturi, der an die Gewerkschaft appelliert: "Verbessern wir den Kollektivvertrag gemeinsam."

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: NatiSythen
05.02.2012

Spittelau neu - Hundertwassers Meisterwerk wird modernisiert und noch umweltfreundlicher

Die Müllverbrennungsanlage der Fernwärme Wien in der Spittelau Die Müllverbrennungsanlage der Fernwärme Wien in der Spittelau

Die Abfallbehandlungsanlage Spittelau verfügt über eine der weltweit modernsten Rauchgasreinigungen und verwertet jährlich rund 250.000 Tonnen Müll auf höchstem Umweltniveau. Einige Komponenten des Werks haben nun ihren Produktlebenszyklus überschritten. Um die internationale Spitzenposition der Anlage zu behaupten, investiert Wien Energie Fernwärme in den nächsten vier Jahren 130 Mio. Euro in deren Modernisierung. Ziel ist es, Hundertwassers Meisterwerk bis 2015 bei gleichem Erscheinungsbild auf neuesten technischen Stand zu bringen.

"Die Fernwärme leistet einen zentralen Beitrag zum Klimaschutz und zur Luftgüte in unserer Stadt. Bis zum Jahr 2020 wird der Fernwärmeanteil von derzeit 36 Prozent auf 50 Prozent ausgebaut. Mit dem nun gestarteten Umbau wird der Wirkungsgrad in der Spittelau auf ganze 76 Prozent erhöht und somit die Energie noch effizienter genützt", erläutert Umweltstadträtin Ulli Sima beim heutigen Pressegespräch in der Spittelau.

DI Gerhard Fida, Geschäftsführer von Wien Energie Fernwärme: "Nach 40 Jahren Betrieb müssen wesentliche Anlagenteile der Spittelau erneuert werden. Durch Sanierung, Neuerrichtung und Optimierung wird der Abfall künftig ökologischer behandelt und die im Abfall enthaltenen Energieressourcen effizienter eingesetzt. Mit dem Bauvorhaben investieren wir in die Zukunft einer nachhaltigen, emissionsarmen Energieversorgung und in den Wirtschaftsstandort Wien. Wir erhalten und schaffen so in den nächsten Jahren hunderte Arbeitsplätze."

Während der bis 2015 dauernden Umbauphase der Abfallbehandlungsanlage Spittelau bleibt bis auf wenige Monate immer eine der beiden Verbrennungslinien in Betrieb. Während des Gesamtstillstands der Anlage zwischen September 2013 und Februar 2014 übernehmen andere Verbrennungsanlagen die Kapazitäten, zugleich wird auch das bis dahin fertiggestellte Abfalllogistikzentrum in Simmering – kurz ALZ – die Zwischenlagerung des Mülls in Ballen übernehmen. Das ALZ entsteht derzeit auf einer Fläche von rund 4,5 ha bei der MVA Pfaffenau. Es werden dort im Regelfall 480 Tonnen Müll am Tag aufbereitet. Zu Spitzenzeiten, d.h. bei Stillständen der Müllverbrennungsanlagen, können sogar bis zu 2.600 Tonnen an Abfällen täglich behandelt werden. Für die Zwischenlagerung des Mülls können bis zu 44.000 Ballen gelagert und in der Folge in den Müllverbrennungsanlagen verwertet werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Alex Halada / PID
20.01.2012

"Mehr Landwirtschaft um weniger Geld ist ein Widerspruch"

"Mehr Landwirtschaft um weniger Geld ist ein Widerspruch" "Mehr Landwirtschaft um weniger Geld ist ein Widerspruch"

"Europa steckt in einer Banken- und Schuldenkrise. Jede Krise bringt vor allem einen klaren Produktionsauftrag für die Landwirtschaft mit sich. Die Versorgung mit regional produzierten Lebensmitteln muss sichergestellt sein. Regional und nicht industriell - lautet die Devise. Dieser Verantwortung können die bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich nur nachkommen, wenn die nächste EU-Agrarreform die Weichen richtig stellt. Weltweit verdoppelt sich bis 2050 der Bedarf an Nahrungsmitteln. Das Bevölkerungswachstum schafft Realitäten, die es umso wichtiger und notwendiger machen, diesem Versorgungsauftrag langfristig nachzukommen." Mit diesen Worten sprach sich Bauernbund-Präsident Jakob Auer heute auf der "Grünen Woche" in Berlin deutlich für den Erhalt einer flächendeckenden, bäuerlichen Landwirtschaft aus.

Damit gibt es drei Hauptziele, die von der Agrarreform aus Sicht der österreichischen Landwirtschaft eingelöst werden müssen: "Erstens die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, die Stärkung der Investitionskraft und eine neue offensive Zusammenarbeit zwischen Bauern, Verbänden und Genossenschaften", forderte Auer in Berlin. "Global brauchen wir laufend mehr Landwirtschaft, die Welt verlangt nach mehr Produktion, nach mehr Lebensmitteln, nach Energie aus nachwachsenden Rohstoffen. Aber mehr Landwirtschaft um weniger Geld kann es nicht geben. Beim derzeit herrschenden Preisniveau ist das ein völliger Widerspruch", stellte Auer klar, dass die Gelder für die bäuerliche Produktion gesichert werden müssen.

Kritisch sieht der Bauernbund-Präsident in diesem Zusammenhang die EU-Konzepte zur Flächenstilllegung. Die Vorzeichen seien völlig klar. "Wir brauchen eine produzierende und keine stillgelegte Landwirtschaft. Österreich ist dank seines vorbildlichen ÖPUL-Umweltprogramms, für das wir jahrelang von Brüssel gelobt wurden, grüner als es andere Mitgliedstaaten es je sein können", erinnerte Auer an die naturnahe Produktion. Gerade in Österreich, wo die Landwirtschaft kleinstrukturiert und die Biodiversität hoch sei, würden derartige Greening-Maßnahmen keinen Sinn machen. "Der Hunger nach Energie- und Eiweißpflanzen steigt an, hier sehe ich eine Produktionsnische, die wiederum zur Ökologisierung beiträgt", sagte Auer. Gut abgestimmt mit Verbündeten in Frankreich, Deutschland und den Vertretern im EU-Parlament werde man sich gegen überzogenes "Greening" in den Verhandlungen mit Brüssel zur Wehr setzen.

"Wenn die Säule 'Ländliche Entwicklung' in der EU-Agrarpolitik zur Gänze wegfiele, dann würde die Wertschöpfung der österreichischen Volkswirtschaft um EUR 1,4 Mrd. schrumpfen und 23.000 Jobs gingen verloren. Die landwirtschaftliche Wertschöpfung sinkt dann um 13%, das entspricht einem Gegenwert von EUR 2,7 Mrd. Allein die Bio-Anbaufläche ginge um 25% zurück, der landwirtschaftliche Umsatz fiele um 15%", zitierte Auer Studien des WIFO, um die hohe Umwegrentabilität der EU-Mittel für die Landwirtschaft zu verdeutlichen.

Bei wachsenden Produktionsanforderungen sieht Auer aber auch die Aufrechterhaltung von Qualitätsstandards bei den Lebensmitteln als sein zentrales Anliegen, er strich dabei den Zusammenhang zwischen Herkunft und Qualität hervor. "Wo Österreich draufsteht, muss Österreich drinnen sein - auch bei verarbeiteten Erzeugnissen. Der Konsument will lückenlos informiert werden. Zweifelhafte und irreführende Produktaufschriften und Herkunftsangaben gehören unterbunden. Österreichische Lebensmittel können nicht importiert werden - sie können nur im Inland produziert werden", hielt der Bauernbund-Präsident vor Medienvertretern in Berlin fest.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
13.12.2011

AKNÖ-Preisvergleich: Hüttenkoks und Holzbriketts teurer

Während der Preis für Stückholz gegenüber dem Vorjahr mit 3,18 Prozent moderat angestiegen ist, sind Holzbriketts durchschnittlich um ganze 8 Prozent teurer geworden. Während der Preis für Stückholz gegenüber dem Vorjahr mit 3,18 Prozent moderat angestiegen ist, sind Holzbriketts durchschnittlich um ganze 8 Prozent teurer geworden.

Niederösterreich. - Die AKNÖ verglich Preise für Holz, Pellets, Kohle und Koks. Das Ergebnis: Holz und Koks wurden teurer, bei Pellets ist der Preisunterschied je nach Händler mit 100 Prozent am höchsten.

Wer mit festen Brennstoffen heizt, sollte Preise vergleichen. Und das vor allem bei Pellets in 15 kg Säcken. Zu diesem Ergebnis kamen AKNÖ- KonsumentenberaterInnen beim Brennstoffpreisvergleich unter 42 Firmen in ganz Niederösterreich. "Zwar ist der Preis für Pellets in Säcken im Schnitt um 4,51 Prozent zurückgegangen, doch die Preisunterschiede sind beachtlich. Beim günstigsten Händler kostet ein 15-Kilo-Sack Pellets 2,54 Euro, beim teuersten Händler 5,08 Euro. Das ist eine Preisdifferenz von 100 Prozent", stellt AKNÖ-Konsumentenberater Ing. Horst Krumholz fest.

Während der Preis für Stückholz gegenüber dem Vorjahr mit 3,18 Prozent moderat angestiegen ist, sind Holzbriketts durchschnittlich um ganze 8 Prozent teurer geworden. Auch hier bewegt sich der Preisunterschied zwischen den einzelnen Anbietern auf hohem Niveau. Bei Stückholz gibt es eine Differenz von rund 43 Prozent, bei Holzbriketts sogar bis zu 60 Prozent. Eine deutliche Preissteigerung verzeichnen die AKNÖ-ExpertInnen außerdem bei Hüttenkoks, der um 15 Prozent teurer wurde. Erfreulich sei lediglich die leichte Preissenkung bei Steinkohle gegenüber dem Vorjahr um 1,72 Prozent, so Krumholz.

Wer seinen Brennstoff geliefert haben möchte, muss sich auch auf Preisunterschiede bei der Zustellung gefasst machen. "Einige Anbieter verrechnen überhaupt keine Zustell- oder Transportkosten, andere wiederum beachtliche Beträge. Daher sollte man sich unbedingt vorher erkundigen, ob und in welcher Höhe Zustellkosten verrechnet werden", empfiehlt Krumholz.

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13.01.2012

Standard & Poor's läßt die Muskeln spielen: Österreich hat sein AAA-Rating verloren

Standard & Poor's läßt wieder die Muskeln spielen: Österreich hat sein AAA-Rating verloren Standard & Poor's läßt wieder die Muskeln spielen: Österreich hat sein AAA-Rating verloren

Österreich und Frankreich wurden heute von Standard & Poor's auf AA+ herabgestuft. Die Ratingagentur hatte am 5. Dezember 2011 eine Überprüfung der Ratings sämtlicher Mitglieder der Währungsunion angekündigt.

Die Niederlande, Finnland und Luxemburg durften zwar ihre Bestnote behalten, allerdings mit negativem Ausblick. Deutschland wurde als einziges AAA-Land weiterhin mit einem positiven Ausblick bewertet.

Für das österreichische Rating dürfte unter anderem die schlechte Wirtschaftslage in Italien - zweitgrößter Handelspartner - und Ungarn für die drohende Abstufung eine entscheidende Rolle spielen. Experten sehen die Herabstufungen zahlreicher Industriestaaten durch die Ratingagenturen nicht nur berechtigt, sondern sogar überfällig. Die Kombination von jahrelangem Schuldenmachen und den Kosten der Finanzkrise hat die einst so sichere Investition in Staatsanleihen etwas weniger sicher gemacht.

Trotzdem eine Herabstufung keine Katastrophe.

Vorerst kann sich Österreich aber damit trösten, dass die anderen beiden großen Ratingagenturen - Fitch und Moody’s - Österreichs Topbonität erst kürzlich bestätigt haben.

Auch Japan hat seine Topbonität von „AAA“ längst verloren. Auch die USA leben prächtig mit „AA“ und erleben zurzeit sogar einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.01.2012

Die Presse - Leitartikel: "Empörung im Lager der Empörten"

"Occupy" ist jene international auftretende Masse von Empörten, die zuerst protestieren und sich dann fragen, wieso. "Occupy" ist jene international auftretende Masse von Empörten, die zuerst protestieren und sich dann fragen, wieso.

Die Systemkritiker von "Occupy" bis Attac sollten begreifen: Der "freie Markt" kann nicht an der Krise schuld sein, weil er kaum existiert.

Im Dunstkreis der österreichischen "Occupy"-Bewegung tauchten kürzlich rechte Recken und antisemitische Zinskritiker auf. "Occupy" ist jene international auftretende Masse von Empörten, die zuerst protestieren und sich dann fragen, wieso. Da ist es kein Wunder, dass allerlei Aktivisten versuchen, die neue Bewegung zu vereinnahmen. Am rechten Rand wartet man längst ungeduldig auf den Kollaps des Finanzsystems. Die Linken sind ohnehin seit Karl Marx davon überzeugt, dass der Kapitalismus nur die Vorstufe zum sozialistischen Paradies sein kann. Ein Paradies, das zu jeder Zeit nur ein, zwei brutale Machtergreifungen entfernt war und trotzdem nie kommen wollte. "Die Unterscheidung zwischen links und rechts in der Politik ist absolut wertlos. Sie war von Anfang an mangelhaft", schrieb schon der jüdische österreichische Ökonom Ludwig von Mises, den die Nazis aus Europa vertrieben. Er wies immer wieder darauf hin, dass extrem Linke wie extrem Rechte sich wirtschaftspolitisch weitestgehend einig sind. Und dass ihre sozialistische Wirtschaftspolitik dazu führen muss, dass eine kleine Elite die Masse der Bürger unterdrückt - bis das System unweigerlich zusammenbricht. Der Mises-Schüler Friedrich August von Hayek hat das in seinem Opus Magnum "Der Weg zur Knechtschaft" beschrieben. Linke wie rechte Sozialisten eint der Glaube, dass der Staat (die Gemeinschaft) über dem Individuum steht und dass es die Aufgabe dieses Staates sei, die Menschen zu steuern, zu beglücken und vor sich selbst zu beschützen - weil nur der Staat dem bösen Markt Einhalt gebieten kann. Diese Auffassung haben übrigens auch die Mitglieder der "neoliberalen Weltverschwörung" vertreten. Der Etatismus regiert nicht erst seit gestern. Deswegen ist es bedenklich, aber nicht verwunderlich, dass viele Menschen heute neosozialistischen Obskuranten ins Netz gehen. Diese propagieren populistische Symptombehandlungen, die das Problem weiter vergrößern würden.

Die Attac-Aktivisten sind genauso Meister in diesem Spiel wie die technokratischen Kommunisten der sogenannten "Zeitgeist"-Bewegung und der umstrittene WU-Professor Franz Hörmann - ein Linker, der zuletzt durch unseriöse Äußerungen zu den Verbrechen der Nazis aufgefallen ist. Hörmann träumt - wie einst Lenin - vom "Ende des Geldes". Die Russen bekamen Stalin, aber Hörmann und seine Fans glauben trotzdem fest an das Bevorstehen eines computergesteuerten Utopia. Diese Bewegungen sind sich unter dem Strich sogar weitgehend einig mit den Herrschern unserer heutigen Finanzoligarchie, die die guten Absichten der Empörten missbrauchen, um ihre Kontrolle weiter auszubauen. Nicht umsonst hat ausgerechnet der Multimilliardär George Soros den Begriff vom bösen "Marktfetischismus" populär gemacht. Die Eliten haben kein Problem mit der Forderung der Masse nach neuen Regeln. Sie schreiben diese Regeln. Es ist allerhöchste Zeit, dass die Empörten anfangen zu begreifen, dass die Formel Status quo = Kapitalismus = Krise schlichtweg falsch ist. Die ach so "kapitalistische" westliche Welt ist längst zu einem Versuchslabor sozialistischer Klempner verkommen, in dem der überwiegende Teil der Wirtschaft zentral gesteuert wird: das Geldsystem, die Löhne und die Zinsen. Jetzt werden auch noch die Banken nach und nach verstaatlicht. Nein, der "freie Markt" kann keine Schuld an der Krise haben, weil er kaum existiert. Er wäre aber ein Teil der Lösung, würde man ihm eine Chance geben.

Das natürliche Geldsystem entsteht aus dem menschlichen Handeln heraus und wird vom gesetzlichen Geldsystem lediglich unterdrückt. Auch die gefährlichen Finanzmarktmanöver der Banken wären in einem "freien Markt" ohne Zentralbanken beendet. Kapitalismus ist vor allem eine Beschreibung des menschlichen Tuns. Jede Einschränkung dieses Tuns ist ein autoritärer Akt, der sich gegen die Freiheit der Menschen richtet. Bisher haben wir den Sozialismus in seiner Kuschelvariante "Sozialstaat" erlebt. Setzt sich aber die Mär durch, dass der Kapitalismus an der Krise schuld sei, dann stehen uns dunkle Zeiten bevor.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: David Shankbone / Quelle: Die Presse Nikolaus Jilch
13.12.2011

WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Kaufen wir unsere Staatsschulden!

Umgerechnet auf Österreichs Gesamtschulden von etwa 210 Milliarden Euro würde das pro Österreicher 2625 Euro ausmachen Umgerechnet auf Österreichs Gesamtschulden von etwa 210 Milliarden Euro würde das pro Österreicher 2625 Euro ausmachen

Es mag ein Zeichen von italienischer Kreativität sein, es ist aber auch ein Beleg für das Vertrauen und den Zusammenhalt dieses Volkes, wenn es sage und schreibe um den Parmaschinken geht. Am Staatsanleihentag kauften unsere südlichen Nachbarn acht Milliarden Euro an italienischer Staatsschuld. Die Kampagne von Giuliano Melani - Besitzer einer Leasinggesellschaft -, "Wir kaufen uns unsere Staatsschuld", trägt Früchte. Anders gesagt: Wenn jeder Italiener Staatstitel von 4500 Euro kaufen würde, wären die gesamten Staatsschulden gedeckt.

Umgerechnet auf Österreichs Gesamtschulden von etwa 210 Milliarden Euro würde das pro Österreicher 2625 Euro ausmachen. Auf den ersten Blick klingt es lustig: Da finden die Italiener eine kreative Lösung für eine vorübergehende Schuldenbremse. Diese ist natürlich nicht nachhaltig. Aber allein die Idee ist ein probates Mittel für die Findung eines neuen Weges. Der Kauf der gemeinsamen Schulden kann nur ein erster Schritt sein. Dann gilt es, die Ausgaben drastisch zu reduzieren. Auch dafür kann man die Menschen gewinnen. Wer kann sich einem gemeinsamen Kraftakt verschließen, der den Staat in jene ruhigen Gewässer bringt, die keine hohen Zinswellen kennen? Also jene zusätzlichen 1,5 bis zwei Milliarden Euro für 2012 einzusparen, sollte auch den Österreichern nicht so schwerfallen. Wer nur auf Reichensteuern pocht oder bloß raschere Frühpensionierungen fordert, ist auf dem halben Weg. Was den österreichischen Politikern inklusive Opposition fehlt, ist genau die Fantasie, das Volk zu kreativen Eigenleistungen anzuspornen. Das hängt vielleicht auch mit dem permanenten Hang zum Jammern zusammen. Die Italiener fühlen sich angesprochen, sich selbst aus dem Sumpf zu holen. Dreijährige Staatspapiere waren mit einer Rendite von knapp sechs Prozent zu haben. Ist doch nicht schlecht. Und das soll Österreicherinnen und Österreicher nicht dazu animieren, auch für die Staatsschuld etwas springen zu lassen, zumal die Verzinsung besser ist als auf jedem Sparbuch?

Man kann die Leute ins Boot holen, indem man ihnen aufzeigt, was ihnen alles geboten wird, wenn sie ihre staatsbürgerlichen Pflichten wahrnehmen. Ganze 1,34 Milliarden Euro an nicht gezahlten Steuern schulden die Österreicher ihrem Staat - aus Umsatz-, Einkommen- und Körperschaftssteuer. Es wäre an der Zeit, die Schulden zu begleichen. Und aufzuhören, immer nur allen anderen die Schuld für die gewaltigen Staatsschulden zu geben. Am besten fängt jeder bei sich selbst an. Dann gäbe es keine Schuld mehr.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Wirtschaftsblatt Esther Mitterstieler
26.01.2012

WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Burn-out und die Rolle des Chefs

Führungskräfte spielen bei Burn-out eine große Rolle Führungskräfte spielen bei Burn-out eine große Rolle

Was Burn-out nicht ist: Burn-out ist keine Gaudi. Burn-out von 9 bis 16 Uhr - komischerweise nur in der Arbeit, danach wieder alles easy -, das gibt es zum Beispiel nicht. Burn-out ist auch nicht mit Depression gleichzusetzen, auch nicht mit Tachinieren. Auch Burn-out-Experten - eine Spezies, die in letzter Zeit immer häufiger auftritt - sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen. Wie hieß es in der Guttenberg-Affäre rund um seinen EU-Beraterjob in Sachen Internetfreiheit so schön: "Wenn ich mich mitten auf die Straße stelle und von einem Auto angefahren werde, heißt das nicht, dass ich Automechaniker bin." Burn-out-Experte ist man auch nicht dadurch, indem man einmal davon betroffen war. Was Burn-out ist: Eine ernsthafte Erkrankung - auch wenn dies noch nicht als Krankheit klassifiziert ist -, über die die Öffentlichkeit schlecht informiert ist. Auch ist kaum bekannt, wohin man sich im Ernstfall wenden kann. Der neu gegründete Verein "Burn Aut" - bei dessen Namen es sich nicht um einen Rechtschreibfehler handelt - versucht Know-how zu kanalisieren, den Betroffenen eine Anlaufstelle zu bieten und für Prävention zu sorgen.

In der Praxis kann dem aber bereits vorher begegnet werden. Wie sich herausgestellt hat, ist nicht die Arbeitsquantität, sondern die Arbeitsqualität eine der Hauptursachen für Burn-out. Das bedeutet, dass die Führungskräfte bei der Entstehung der Krankheit eine entscheidende Rolle spielen. Augenscheinlich wird das, wenn in einem Team mehrere Mitarbeiter betroffen sind. Die Frage, wie viele Führungskräfte ihren Job gut machen und tatsächlich führen können - klare Vorgaben machen, richtig Feedback geben oder jemals an einem Mitarbeiterführungsseminar teilgenommen haben -, sei an dieser Stelle dahingestellt. Laut Experten soll es sich jedenfalls nicht um die überwiegende Mehrheit handeln (Zynismus gilt übrigens als eines der ersten Symptome für Burn-out).

Was aber alle Arbeitgeber und Führungskräfte machen können, ist, sich zu informieren, wie sie betroffenen Mitarbeitern helfen können. Oder noch besser dafür sorgen, dass es gar nicht so weit kommt. Und das heißt, Seminare besuchen und sich Know-how über Burn-out anzueignen. Denn man kann ja ruhig ein schlechter Chef sein, solange man dabei nicht gleich seine Mitarbeiter verheizt - denn nicht selten reißen diese ihre schlechten Vorgesetzten im Arbeitsalltag heraus. Vor allem aber wird die Schlagkraft des Unternehmens erhöht. In jedem Fall haben beide etwas davon.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Gerd Altmann / pixelio.de / Quelle: Wirtschaftsblatt Thomas Pressberger
03.02.2012

Paukenschlag am österreichischen Mobilfunkmarkt: Hutchison 3G Austria kauft Orange

Megadeal des Chief Executive Officer von "Drei" Jan Trionow Megadeal des Chief Executive Officer von "Drei" Jan Trionow

Hutchison 3G Austria ("H3G Austria"), eine Tochtergesellschaft von Hutchison Whampoa Limited hat heute bekannt gegeben, dass ein verbindlicher Kaufvertrag über die 100-prozentige Übernahme von Orange Austria von Mid Europa Partners ("MEP") und France Telecom unterzeichnet wurde. Im Zuge der Veräußerung werden bestimmte Frequenzen, Sendestandorte und geistige Schutz- und Urheberrechte, ebenso wie der Mobil-Discounter Yesss! Telekommunikation GmbH ("Yesss!"), umgehend nach Verkaufsabschluss an die Telekom Austria Group ("TA") verkauft.

Der Vertrag beziffert den Unternehmenswert von Orange Austria vor dem Verkauf von Vermögenswerten an die TA, auf rund 1,3 Milliarden Euro. Insgesamt erwirbt die TA die oben genannten Vermögenswerte in einem Umfang von 390 Millionen Euro. H3G Austria investiert damit insgesamt 0,9 Milliarden Euro und ist davon überzeugt, dass durch den Zusammenschluss langfristig Kosten- und Investitionssynergien im Wert von mindestens 500 Millionen Euro zu erzielen sind. Abhängig vom Erfolg des Integrationsprozesses hat H3G Austria eine Zahlung von bis zu 70 Millionen Euro an die MEP zwei Jahre nach Abschluss der Transaktion vereinbart.

Mit rund 2,8 Millionen Kunden, einem Marktanteil von 22%, und gemeinsamen Erlösen von über 700 Millionen Euro im Jahr 2011, schafft der Zusammenschluss der beiden Unternehmen einen starken wettbewerbsfähigen Player am österreichischen Markt. Die Kunden von Orange Austria genießen in Zukunft das superschnelle 3MegaNetz sowie hohe Netzabdeckung und Netzqualität. In Zukunft profitieren alle 3Kunden von einer weiter steigenden Netzqualität sowie von Innovation und Service infolge des vergrößerten Frequenzspektrums, des erweiterten Vertriebsnetzes und der Effizienzgewinne, die der Zusammenschluss möglich macht.

Die Genehmigung der Übernahme durch die Wettbewerbsbehörden wird Mitte 2012 erwartet. Bis dahin agieren H3G Austria und Orange Austria unabhängig am Markt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Hutchison 3G Austria GmbH
11.01.2012

14. Februar: Valentin lässt grüßen und die Kassen klingeln

14. Februar: Valentin lässt grüßen und die Kassen klingeln 14. Februar: Valentin lässt grüßen und die Kassen klingeln

Er ist der Tag der gegenseitigen Wertschätzung: Der Valentinstag am 14. Februar. Die schönste und persönlichste Sprache dafür ist jene der Blumen und auch in diesem Jahr werden die Floristikfachgeschäfte ihre Kundinnen und Kunden dabei unterstützen, mit individuellen und außergewöhnlichen Blumengrüßen ihre Emotionen zu zeigen.

Der Valentinstag kann auf eine lange Historie zurückblicken, auch wenn sich um seinen Entstehungsgrund gleich mehrere Quellen ranken. Fest steht: Benannt wurde der Tag nach dem Heiligen Valentin, der Blumen an Verliebte verschenkt haben soll.

„Erlaubt ist, was gefällt“ „Der Valentinstag ist die erste Gelegenheit im Jahr, mit farbenfrohen und duftenden Tulpen, Narzissen, Primeln, oder Hyazinthen Frühlingsgefühle zu verbreiten“, sagt Innungsmeister Kommerzialrat Ing. Alfred Bieberle.

Immer beliebter werden Arrangements mit den Frühlingsblühern aus heimischer Produktion – vor allem, wenn sie später im eigenen Garten gepflanzt werden können. Aber auch kontrastreiche und verspielte Sträuße liegen hoch im Trend: „Es darf durchaus bunt sein, den individuellen Vorlieben sind mittlerweile keine Grenzen mehr gesetzt. Es kommt ganz auf den Geschmack des oder der Beschenkten an, d.h. erlaubt ist, was gefällt“, so Bieberle.

Auch wenn der Valentinstag als typischer Blumenstrauß-Tag gilt, geht, besonders bei jungen Menschen, der Trend zunehmend zur wertvollen Solitärblume. „Eine einzelne Blume kann, wenn sie erstklassig inszeniert ist, viel Effekt und Show bieten“, sagt der Branchenvertreter.

Die burgenländischen Floristinnen und Floristen punkten dabei einmal mehr mit feinster Handwerkskunst, viel Erfahrung und Können und dem notwendigen Gespür für Trends, mit dem sie die Wünsche ihrer Kundinnen und Kunden erfüllen.

"Auch Topforchideen, die mit spektakulären neuen Blütenfarben überraschen, bieten ein besonderes Präsent“, sagt Bieberle. Mit erstklassiger Beratung für die optimale Pflege der schönen Exoten sorgen die heimischen Floristikfachgeschäfte dafür, dass die Beschenkten lange Zeit Freude an ihren Blumengrüßen haben.

Wer zum Valentinstag Blumen und Pflanzen aus nachhaltigem Anbau schenken möchte, kann sich bei ausgewählten Floristikfachgeschäften über faire Produkte freuen, die das Gütesiegel FFP tragen und allesamt zertifiziert sind. Das Nachhaltigkeitslabel garantiert besonders bei Rosen höchste Umwelt- und Sozialstandards im Anbau.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Blumenbüro
17.11.2011

ArKay Beverages: Alkoholfreier "Whisky" nach Halal-Standards

ArKay Beverages: Alkoholfreier "Whisky" nach Halal-Standards ArKay Beverages: Alkoholfreier "Whisky" nach Halal-Standards

Wenns (Tirol). - ArKay Beverages, das erste alkoholfreie Getränk der Welt mit Whisky-Geschmack ist ausschliesslich mit zertifizierten Halal-Zutaten hergestellt. Seit der Einführung auf dem Weltmarkt vor zwei Wochen hat das Konzept eines alkoholfreien Getränks mit Whisky-Geschmack in den Medien viel Aufsehen erregt, vor allem weil es, so der Hersteller, authentisch schmeckt und einen Alkoholgehalt von 0% hat.

Das Produkt wurde für Konsumenten entwickelt, die aufgrund von gesundheitlichen oder religiösen Gründen keinen Alkohol konsumieren können, aber auch für Personen die freiwillig keinen Alkohol trinken wollen.

Für österreichische Verhältnisse besonders ist der der Umstand, dass der "alkoholfreie Whisky" sämtlichen Halal-Richtlinien entspricht. Halal ist ein arabisches Wort und kann mit „erlaubt“ und „zulässig“ übersetzt werden. Es bezeichnet alle Dinge und Taten, die nach islamischem Recht erlaubt oder zulässig sind.

ArKay Beverages gilt als der Erfinder dieses innovativen Konzepts. Nach fünf Jahren Marktforschung in der Getränkeindustrie, Umfragen und Tests entstand ArKay als alkoholfreies Getränk mit Whisky-Geschmack für den Massenkonsum. Es gilt als Erfrischungsgetränk und ist damit für Anlässe jeglicher Art oder zum jederzeitigen Genuss geeignet.

Die Reaktion auf ArKay von Verbrauchern und Händlern weltweit ist, so der Hersteller weiter, überwältigend. Was bei Bier schon lange funktioniert, könnte bei Whisky doch auch klappen. Noch ist ArKay nicht in Österreich erhältlich. Das soll sich aber in den nächsten Wochen ändern.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: ARKAY BEVERAGES SARL
27.10.2011

Berufsausweis für Makler als Mogelpackung?

"Die jetzige Funktion der immocard - ein Gewerbeschein im Scheckkartenformat - ist eindeutig zu wenig" so Christian Hrdliczka. "Die jetzige Funktion der immocard - ein Gewerbeschein im Scheckkartenformat - ist eindeutig zu wenig" so Christian Hrdliczka.

Österreich ist Vorreiter und hat als erster Staat in der europäischen Union den Berufsausweis für Immobilientreuhänder/-innen - also Immobilienmakler und Immobilienverwalter eingeführt. Am Bundesimmobilientag wurde die in der Fachgruppe Wien geborene "immocard" offiziell vom Fachverband der Immobilientreuhänder vorgestellt.

Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband (SWV) Wien hat diese Idee von Beginn an forciert: ein Ausweis für Immobilienprofis, der bestätigt, dass dem Konsumenten wirklich ein Spezialist gegenübersteht, der entweder selbst die Gewerbeberechtigung hat oder aber ein bestens ausgebildeter Mitarbeiter eines solchen Unternehmens ist. "Wir wollen mehr nachvollziehbare Qualität und Kompetenz in der Branche", unterstützt Christian Hrdliczka, Vorsitzender der Fachvereinigung Immobilientreuhänder des SWV Wien die grundsätzliche Wichtigkeit einer solchen Maßnahme.

Gewerbeberechtigte Makler und Verwalter können ab sofort für sich selbst und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre ganz persönliche Immobiliencard beantragen. Die Schwierigkeit liegt hier aber im Detail. Denn für die MitarbeiterInnen muss erst bis Ende 2013 ein genormter Ausbildungsnachweis vorgelegt werden.

"Diese Übergangsfrist ist zu lang. Die Ausbildungsmodule sind eingeführt und die Anbieter sind festgelegt. Wir können ausreichend Ausbildungsprogramme und Ressourcen anbieten, um diesen Prozess viel rascher abzuwickeln. Wir fordern daher die Ausbildungsverpflichtung innerhalb von 6 Monaten durchzuziehen", so Christian Hrdliczka.

Bisher wurden 300 Karten beantragt, und es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass nur der Gewerbeinhaber eine entsprechende Ausbildung hat, seine MitarbeiterInnen aber nicht. "Die jetzige Funktion der immocard - ein Gewerbeschein im Scheckkartenformat - ist eindeutig zu wenig" so Christian Hrdliczka. Und weiter: "Was zählt sind Qualität, kompetente Beratung und Sicherheit."

Ähnlich des Ausweises für Sachverständige österreichischer Gerichte trägt die Card den Namen des gewerbeberechtigten Unternehmens für das der Karteninhaber tätig ist, den Namen des Karteninhabers, sein Foto und eine persönliche Identifikationsnummer. "Es lohnt sich, genauer hinzusehen und auch die Rückseite der Karte zu prüfen. Hier werden die immobilienspezifischen Ausbildungen und die Zugehörigkeit zu nationalen und internationalen Verbänden eingetragen. Besonders in der Übergangszeit bis 2013 lässt sich so die Spreu vom Weizen trennen" empfiehlt Christian Hrdliczka abschließend.

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26.01.2012

Ramharter: Taxi statt Dienstwagen

Ramharter: Taxi statt Dienstwagen Ramharter: Taxi statt Dienstwagen

"Wenn sich die Regierung über Einsparungen Gedanken macht, dann sollte auch die Benützung von Taxis statt teurer Dienstwägen in Betracht gezogen werden", stellt Karl Ramharter, stellvertretender Obmann der Sparte Verkehr in der Wiener Wirtschaftskammer, zur laufenden Diskussion um Einsparungspotentiale fest. "Damit würde nicht nur die Ausgabenseite des Budgets entlastet sondern auch dem Taxigewerbe geholfen".

Ein weiterer, positiver Nebenaspekt wäre, daß die Entscheidungsträger und Politiker wissen würden, was das Volk über sie denkt. Denn Taxilenker sammeln die Meinungen ihrer Fahrgäste und geben diese gerne weiter. Das mag zwar unangenehm für die Betroffenen, aber doch auch oft hilfreich sein.

"Letztendlich wäre das auch ein deutliches Signal für die Bevölkerung, daß auch die Politik sparen kann und will", führt Ramharter weiter aus. "Denn es geht ja nicht nur um den Anschaffungspreis der PKW, sondern auch um Kosten für Treibstoff, Versicherung und die Kosten für Chauffeure", schloß Ramharter.

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18.01.2012

Leichte Anzeichen für eine Stabilisierung der Konjunktur in Österreich zu Jahresbeginn

Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators vom Jänner 2012 Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators vom Jänner 2012

Die österreichische Wirtschaft verlor zwar zu Jahresende 2011 weiter an Schwung, gleichzeitig gibt es aber auch Anzeichen für eine Stabilisierung zu Jahresbeginn 2012. Die Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators zeigen für das vierte Quartal 2011 eine Stagnation des realen BIP an. Für das Gesamtjahr 2011 ergibt sich dank starker Vorquartale dennoch ein Wachstum von 3,3%. Für das erste Quartal 2012 zeigt der Indikator ein leichtes Wachstum von 0,2% (zum Vorquartal, saison- und arbeitstägig bereinigt) an. Diese Ergebnisse bestätigen die OeNB-Prognose vom Dezember 2011 (Q4:˚0,0%; Q1: +0,1%). Die geringfügig besseren Wachstumsaussichten für das erste Quartal 2012 sind auf einen leicht zunehmenden Optimismus der Wirtschaftsakteure im November und Dezember 2011 zurückzuführen. Österreich schlittert damit zum Jahreswechsel nicht in die befürchtete Rezession, allerdings bleiben die Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung mehrheitlich nach unten gerichtet. Informationen über die aktuelle Entwicklung im Jänner sind freilich in diesen Informationen noch nicht erfasst.

Das Stimmungsbild hat sich in den letzten Wochen vor dem Jahreswechsel etwas aufgehellt. Eine Reihe von Frühindikatoren zeigen Anzeichen einer Bodenbildung oder steigen wieder leicht an und könnten damit auf ein bevorstehendes Ende der globalen Abkühlung hindeuten. Die amerikanische Wirtschaft dürfte zum Jahresende leicht gewachsen sein. In Europa wird die Stimmung durch die Schuldenkrise belastet, die realwirtschaftlichen Auswirkungen sind aber bei weitem nicht so negativ wie in der Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009. In Deutschland dürfte die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal am Ende eines starken Jahres nach ersten Schätzungen leicht (-0,2%) gesunken sein, wie es auch für den Großteil der Euroraumländer zu befürchten ist.

In Österreich waren die Exporte im Jahr 2011 die wichtigste Konjunkturstütze, sie sind aber auch am stärksten von der Abschwächung betroffen. Die Auslandsaufträge sinken seit Mai stetig, es zeigen sich aber Anzeichen einer Bodenbildung. Nach den Ergebnissen des OeNB-Exportindikators stagnierten die nominellen Güterexporte zwar im vierten Quartal, der angesichts des schwachen Oktoberwerts befürchtete Einbruch ist jedoch ausgeblieben. Die Unternehmen haben ihre Ausrüstungsinvestitionen in den letzten Quartalen vor dem Hintergrund einer kräftigen Exportnachfrage und einer ausgezeichneten Gewinnsituation ausgeweitet. Die Exportabschwächung und die wieder sinkende Kapazitätsauslastung im vierten Quartal dürften aber zu einer spürbaren Verlangsamung der Investitionsdynamik geführt haben. Die Bautätigkeit hat im vierten Quartal vom bisher sehr milden Winter profitiert. In Verbindung mit steigenden Auftragseingängen und Baubewilligungen lässt dies einen Anstieg der Bauinvestitionen erwarten.

Der realen Haushaltseinkommen werden durch die hohe Inflation belastet und wachsen trotz guter Beschäftigungsentwicklung nur schwach. Die Einzelhandelsentwicklung im Oktober und November war zwar enttäuschend, ein gutes Ergebnis des Weihnachtsgeschäfts könnte jedoch noch zu einem leichten Plus führen. Ein positives Signal kommt vom starken Anstieg der PKW-Neuzulassungen. In Summe lassen diese Entwicklungen einen leichten Anstieg des Konsums erwarten.

Generell basiert das prognostizierte Wachstum im ersten Quartal auf der Annahme, dass es in diesem Zeitraum zu keiner weiteren Verschärfung der europäischen Schuldenkrise kommt.

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14.01.2012

Industrie: Verlust der Top-Bonität aufgrund mangelnder Strukturreformen

IV-Präsident Sorger: Schuldenpolitik und fehlende Strukturreformen Ursache für Verlust des Triple-A IV-Präsident Sorger: Schuldenpolitik und fehlende Strukturreformen Ursache für Verlust des Triple-A

"Auf Standard & Poor's jetzt mit dem Finger zu zeigen, wäre der völlig falsche Ansatz. Vielmehr ist die mangelnde strukturelle Reformpolitik in Österreich - ein strenger Sanierungskurs hätte bereits 2009 eingeleitet werden müssen - ganz klar die Hauptursache für den jetzigen Verlust der Top-Bonität Österreichs" betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger in einer ersten Reaktion auf den Entzug des Triple-A durch die Ratingagentur Standard & Poor's. "Mit der völlig unnötigen Neiddebatte nach der Krise wurden wertvolle Jahre für einen echten Sanierungskurs vergeudet. Für diese Versäumnisse haben wir heute die Rechnung präsentiert bekommen", so der IV-Präsident. "Trotz dieser negativen Nachricht besteht jetzt die Chance Führung und Stärke zu zeigen." Die verfassungsmäßig verankerte Schuldenbremse sei nun dringender denn jemals zuvor. "Heute ist die Stunde der Verantwortung für den Gesamtstaat und damit eine 5-Parteien-Einigung zur Schuldenbremse", mahnt Sorger.

Seit Jahren würden internationale Organisationen sowie Rating-Agenturen auf den Reformbedarf in Österreich hinweisen: "Im Pensions- und Gesundheitssystem sowie in der ineffizienten Verwaltung versickern Milliarden, diskutiert wird aber nur über kleinere "Reförmchen" und Alibi-Maßnahmen wie Steuererhöhungen, die keine nachhaltige Sanierung des Staatshaushaltes mit sich bringen. Eine nachhaltige Sanierung Österreichs ist nur über ausgabenseitige Maßnahmen möglich. Das weiß jeder der sich mit dem Thema beschäftigt", sagt Sorger.

"Die Industriellenvereinigung tritt seit Jahren für ein kluges Zurückführen der Ausgaben" ein, bei der gerechtfertigte und sinnvolle Leistungen nicht gekürzt werden", betont der IV-Präsident: Damit gemeint seien etwa die Streichung aller ungerechten Frühpensions-Privilegien wie etwa die "Hackler"-Regelung sowie die massive Verschwendung über ineffiziente Strukturen im Gesundheitswesen und die zahlreichen unnötigen Doppelstrukturen und unklaren Zuständigkeiten in der Verwaltung. Allein eine Milliarde Euro gehe laut OECD in der Schulverwaltung durch Ineffizienzen verloren, eine Erhöhung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters um vier Jahre brächte Einsparungen von 4,8 Mrd. Euro und eine Reform des Gesundheitswesens wurde von der OECD überhaupt mit 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (das entspricht rund 6,5 Mrd. Euro) beziffert. "In Summe sind durch echte Strukturreformen ohne spürbare Leistungskürzungen für die Bürger weit über 10 Mrd. Euro an Einsparungen zu erzielen. Damit wäre Österreichs Budget nachhaltig saniert", stellt Sorger fest.

Das von Standard & Poor's ebenfalls kritisierte Risiko in Osteuropa sei auch als Chance zu verstehen, meint Sorger: "Osteuropa ist und bleibt der Wachstumsmarkt für die österreichische Wirtschaft. Allerdings muss dringend die Eigenkapitalsituation der österreichischen Banken gestärkt werden, um die Tragfähigkeit der Bilanzen für Krisensituationen zu erhöhen. Notwendige Gegenmaßnahmen sind nun die Abschaffung der Gesellschaftssteuer sowie eine neue Kapitalmarktoffensive, die sowohl Banken als auch Unternehmen den Zugang zu Kapital und Finanzierung erleichtert. Reicht dies nicht aus, ist die eigenkapitalschädige Bankensteuer ebenso auszusetzen."

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11.01.2012

Die neue Westbahn ist erfolgreich in Niederösterreich gestartet

(v.l.n.r.): Westbahn-Chef Stefan Wehinger, Stewardess Sandra und NÖ Verkehrslandesrat Mag. Karl Wilfing (v.l.n.r.): Westbahn-Chef Stefan Wehinger, Stewardess Sandra und NÖ Verkehrslandesrat Mag. Karl Wilfing

Einen Monat nach dem Start des privaten Eisenbahnunternehmens Westbahn wurde am Mittwoch, 11. Jänner, am St. Pöltner Bahnhof eine erste Zwischenbilanz gezogen und über die neuen Angebote für Pendlerinnen und Pendler in Niederösterreich informiert. "Die Westbahn hat im öffentlichen Verkehr zu einer wesentlichen Attraktivierung geführt, und die neuen Angebote werden von den Kunden in Niederösterreich angenommen", betonte Landesrat Mag. Karl Wilfing.

"Für uns als Bundesland Niederösterreich ist es eine Selbstverständlichkeit gewesen, den neuen Privatanbieter zu begrüßen, weil damit den Menschen in den Gemeinden entlang der Westbahnstrecke 13 zusätzliche Zugverbindungen angeboten werden", so Wilfing. "Rund 6.300 Pendlerinnen und Pendler nutzen täglich diese Stecke.

Die Westbahn sei als Unternehmen in den Verkehrsverbund Ostregion (VOR) aufgenommen worden, derzeit aber nur mit den Zeitkarten, so Wilfing. "Wir streben eine Vollmitgliedschaft an, damit in Zukunft alle Karten abgerechnet werden können. Jeder Wettbewerb führt zu einer Verbesserung des Gesamtangebots", betonte der Landesrat.

Was den neuen Bahnhof Tullnerfeld betreffe, der am 8. Dezember 2012 mit 600 Park & Ride Plätzen in Betrieb gehe, so solle auch dieser von der privaten Westbahn angefahren werden. "Von diesem zentralen Bahnhof vor den Toren Wiens wird man in 15 Minuten beim Hauptbahnhof bzw. Westbahnhof sein". Überdies biete das Verkehrsunternehmen NÖVOG attraktive Verbindungen mit den Wieselbussen und der Mariazellerbahn zur privaten Westbahn an.

Stefan Wehinger, Geschäftsführer der privaten Westbahn, meinte: "Die private Westbahn fährt im ersten Monat mit einer Pünktlichkeit von 98 Prozent. Über 1.500 Feedbackbögen wurden ausgewertet und haben eine sehr hohe Zufriedenheit der Kunden ergeben." Wehinger erinnerte auch an die VOR-Tickets, mit denen man bei der Westbahn mitfahren könne. Gemeinsam mit der NÖVOG werde versucht, den nächsten Fahrplan noch attraktiver zu gestalten und die bald noch modernere Mariazellerbahn mit dem privaten Eisenbahnunternehmen Westbahn besser zu vertakten. Ab Dezember 2012 werde der Fahrgast vom Westbahnhof schneller in St. Pölten sein als mit der U3 in Simmering, so Wehinger. "Vom Bahnhof Tullnerfeld braucht man dann nur 15 Minuten zum Westbahnhof", meinte der Geschäftsführer abschließend.

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03.02.2012

Regulierungsbehörde verbietet ORF jegliche Nutzung von Facebook und Co.

Regulierungsbehörde verbietet ORF jegliche Nutzung von Facebook und Co. Regulierungsbehörde verbietet ORF jegliche Nutzung von Facebook und Co.

"Die gestern bekanntgewordene Entscheidung der Regulierungsbehörde, dem ORF jegliche Nutzung von sozialen Netzwerken praktisch zu untersagen, ist unverständlich und trifft nicht nur den ORF, sondern in erster Linie das Publikum", betont Mag. Hans Preinfalk, Vorsitzender des ORF-Publikumsrats.

"Der ORF-Publikumsrat wird sich in seiner nächsten Sitzung mit diesem Thema befassen und ich bin sicher, dass er den ORF bei allen seinen Schritten gegen diesen unverhältnismäßigen Bescheid unterstützen wird. Die Entscheidung der Regulierungsbehörde zeugt jedenfalls von wenig Verständnis für neue Medien und die Bedeutung von Social Networks für Medienunternehmen", so der Vorsitzende des ORF-Publikumsrats.

Anders sieht das die Print-Konkurrenz. „Facebook und Co. sind für den ORF tabu“, so VÖZ-Generalsekretär Gerald Grünberger. Der Verlegerverband begrüßte die Entscheidung der Medienbehörde, die die „ohnehin unmissverständliche Gesetzeslage“ bestätige. „Der ORF muss rasch alle seine Auftritte in den sozialen Medien restlos einstellen“, auch die Twitter-Seiten, so Grünberger. Der VÖZ-Generalsekretär begründete dies nicht nur mit den geltenden Gesetzen, sondern auch damit, dass „die ausufernden Social-Media-Anstrengungen des ORF negative Auswirkungen auf die gesamtösterreichischen Werbeerlöse und die österreichische Online-Branche“ hätten.

Mit der Bespielung und Bewerbung von Facebook und Twitter würde User-Traffik und in weiterer Folge potenzielle Werbeeinnahmen an US-Konzerne umgeleitet, so Grünberger.

Auch zahlreiche Kinderpsychologen sehen es schon lange als problematisch, wenn den "sozialen" Netzwerken Unmündige "zugetrieben" werden. Alleine die Ö3 - Facebookseite hat 260.000 Mitglieder - vorwiegend Kinder und Jugendliche.

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25.01.2012

VKI setzt Schadenersatz für falsche Anlageberatung gerichtlich durch

VKI setzt Schadenersatz für falsche Anlageberatung gerichtlich durch VKI setzt Schadenersatz für falsche Anlageberatung gerichtlich durch

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat in drei Musterprozessen gegen verschiedene Anlageberater - geführt im Auftrag des Konsumentenschutz-ministeriums - Recht bekommen. Zwei Urteile sind rechtskräftig. In allen Fällen wurden KleinanlegerInnen riskante Produkte bzw. Kreditkonstruktionen als "sicher" verkauft und über die innewohnenden Risiken nicht aufgeklärt.

Die "EFS Euro Finanz Service Vermittlungs AG" in Salzburg und die "Contectum Investment-Consulting GmbH" in Graz haben Kleinanlegern, die einem Risiko völlig abgeneigt waren, MEL-Zertifikate als "sicheres" Investment angeboten. Das jeder Einzelaktie innewohnende Risiko von Kursverlusten bis hin zu einem Totalverlust wurde geflissentlich verschwiegen. In schriftlichen Unterlagen fanden sich zwar entsprechende Hinweise, doch diese Unterlagen wurden nur als "Formalität" abgetan und von den KonsumentInnen ungelesen unterzeichnet. Nach den Kursverlusten hat der VKI - nach Abtretung der Ansprüche - Schadenersatz gegen die Berater eingeklagt. Daraufhin kam - wie in solchen Fällen stets - das Argument, dass die Beratenen bereits zu einem früheren Zeitpunkt die falsche Beratung durchschauen hätten müssen und Schadenersatzansprüche daher verjährt seien. Die Gerichte entschieden im Sinn der geschädigten AnlegerInnen: Das Verschweigen von Risiken ist schuldhafte falsche Anlageberatung, wofür die Beratungsunternehmen haften. Die Falschberatungen seien erst im Augenblick der Kursabstürze erkennbar gewesen, die Klagen daher nicht verjährt. Die Gerichte sprachen Schadenersatz zu. Das Urteil gegen EFS ist rechtskräftig.

Im dritten - ebenfalls sehr typischen Fall - vermittelte der Vermögensberater Isamberth aus Graz zwei zwanzigjährigen Salzburgerinnen, die ursprünglich einen Kredit für einen Wohnungskauf aufnehmen wollten, einen Fremdwährungskredit weit über der benötigten Summe und überredete die Konsumentinnen, das angesparte Kapital als Einmalerlag in Lebensversicherungen - zum Teil mit einer Laufzeit von 75 Jahren (!) - zu investieren. Auch hier dasselbe Bild: Konservativen und unerfahrenen Anlegerinnen wird ein riskantes Gesamtfinanzierungskonzept vorgeschlagen, ohne die Risiken im Detail darzustellen. Auch hier wurde - vom OLG Linz bestätigt - rechtskräftig Schadenersatz zuerkannt.

Auch die rund 2.500 TeilnehmerInnen an den Sammelklagen gegen den AWD - hier steht der Vorwurf der systematischen Fehlberatung bei Immobilienaktien im Raum - schildern ähnliche Erlebnisse. Diese Verfahren werden erst in den nächsten Jahren von den Gerichten entschieden.

"Aus den zahlreichen Fällen rund um die Vermittlung von MEL-Zertifikaten, Immobilienaktien und Fremdwährungskrediten zeigt sich eines ganz klar: Die von den jeweiligen Produkt-Emittenten bezahlten Provisionen treiben die Vermittler - im finanziellen Eigeninteresse - dazu, den Kunden Produkte als sicher darzustellen und Gefahren zu verschweigen, nur um Provisionen zu verdienen. Eine anlegergerechte Beratung bleibt da sehr oft auf der Strecke", kritisiert Dr. Peter Kolba, Leiter des Bereiches Recht im VKI. "Daher müsste - will man aus den Schadensfällen lernen - eine Abkehr von der Provisionsberatung hin zu einer Honorar-beratung erfolgen."

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19.01.2012

LG strebt Marktführerschaft bei Haushaltsgeräten an

LG strebt Marktführerschaft bei Haushaltsgeräten an LG strebt Marktführerschaft bei Haushaltsgeräten an

LG Electronics (LG) präsentierte auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas die Geschäftsstrategie 2012 für den Bereich Haushaltsgeräte. Moon-bum Shin, Executive Vice President und CEO LG Home Appliance Company kündigte an, dass LG in diesem Jahr seine Arbeit darauf konzentriert, das Kerngeschäft zu stärken, um so bis zum Jahr 2014 die Nummer Eins bei Haushaltsgeräten zu werden. Auf dem Weg dort hin plant LG den Wettbewerbsvorsprung bei Kühlgeräten und Waschmaschinen weiter auszubauen und große Investitionen in smarte Haushaltsgeräte zu tätigen. Trotz einer global rückläufigen Konjunktur hat sich LG das Ziel gesteckt, 2012 zweistellige Wachstumsraten zu erreichen.

"Um unsere Leistung und das Wachstum angesichts der momentanen globalen wirtschaftlichen Herausforderungen voranzutreiben, werden wir weiterhin ein werteorientiertes, qualitatives Wachstum verfolgen und dabei einen den Fokus auf Produkte mit höherer Ertragskraft legen", so Moon-bum Shin.

Vor allem was smarte Haushaltsgeräte betrifft, setzt LG neue Maßstäbe, mit der verbesserten Smart ThinQ™ Technologie, die höchsten Komfort und Einsparungen beim Energieverbrauch ermöglicht. Die neue Version des Smart Managers, die auf der diesjährigen CES vorgestellt wurde, hilft den Kunden bei der täglichen Planung einer ausgewogenen Ernährung und erleichtert die Arbeit in der Küche. Die einzigartige LG Health Manager Funktion bietet spezielle Speisepläne und Rezepte für eine gesunde Ernährung für die gesamte Familie abgestimmt auf den Gesundheitszustand der einzelnen Personen an. Eine weitere Funktion des Smart Managers ist das Smart Shopping für den online Einkauf von Lebensmittel direkt über die LCD-Anzeige des Kühlschranks oder mithilfe eines Smartphones.

Mit smarten Haushaltsgeräte mit der verbesserten Smart ThinQ™ Technologie beweist LG seine führende Rolle als Innovator für Design, Benutzerfreundlichkeit und Technologien, die die Hausarbeit entscheidend vereinfachen. Nach der erfolgreichen Markteinführung von smarten Haushaltsgeräten 2011 plant LG sein Line-up in Zukunft kontinuierlich auszubauen.

LG hat sich das Ziel gesetzt 2012 zum fünften Mal in Folge die Nummer Eins bei verkauften Waschmaschinen zu werden. Für den Bereich Kühlgeräte wird zum dritten Mal in Folge mit Verkaufszahlen von 10 Millionen Stück gerechnet. Es wird erwartet, dass die gesamte Produktivität mit fortlaufender Innovationskraft weiter steigt. LG plant außerdem, das Premium Sortiment für energieeffiziente Kühlschränke mit enormem Fassungsvermögen und Linear Compressor Technologie sowie für LG Waschmaschinen mit Inverter Direct Drive™ Motor mit neuen, verbesserten Modellen fortzuführen.

Moon-bum Shin, der den Geschäftsbereich Home Appliance bei LG erst vor einigen Monaten übernommen hat, sieht den Erfolg von LG in der Fähigkeit die Bedürfnisse der Kunden auf den verschiedenen regionalen Märkten zu erfüllen. Auch in Zukunft setzt LG auf eine stärkere Verankerung in den lokalen Märkten. Den hohen Energiestandards in den entwickelten Märkten in Nordamerika, Europa und anderen Industriestaaten erfüllt LG durch die Ausstattung von Waschmaschinen mit Inverter Direct Drive™ Motoren. Diese Technologie ermöglicht es LG den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Geräten stark zu reduzieren. In aufstrebenden Märkten, wie in Mittel- und Südamerika, Südostasien und zentral und osteuropäischen Ländern passt LG seine Produkte den speziellen Bedürfnissen der Kunden an. So entwickelt LG beispielsweise Kühlschränke, die auch in Haushalte mit hohen Schwankungen bei der Stromversorgung problemlos funktionieren.

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13.01.2012

Treichl in der "Kronen Zeitung": "Die Krise kann in sechs Monaten vorbei sein!"

Treichl: "Die Krise kann in sechs Monaten vorbei sein!" Treichl: "Die Krise kann in sechs Monaten vorbei sein!"

In einem Interview mit der "Kronen Zeitung" zeigt sich der Chef der Erste-Group, Mag. Andreas Treichl, überraschend optimistisch: "Die Probleme, die Europa hat, sind alle lösbar. Wenn jetzt keine Patzer mehr passieren, kann die Lage ab Mitte 2012 ins Positive drehen, innerhalb von sechs Monaten könnte die Krise vorbei sein!"

Zum Unterschied zur Situation nach der Lehman-Pleite seien heute die Banken und die Unternehmen viel besser aufgestellt: "Was fehlt ist einzig und allein das Vertrauen in die Refinanzierungskraft der Staaten." Der Euro sei ein Erfolg, bei der Gründung aber habe man Fehler gemacht, die man jetzt ausmerzen müsse: "Ein, zwei Länder hätte man nie aufnehmen dürfen. Da wäre es besser, diese Staaten aus dem Euro raus zu lassen, das ist zwar schmerzhaft, aber man sollte ihnen besser dabei helfen, wieder Tritt zu fassen." Während Treichl bei Griechenland offenbar skeptisch ist, hofft er noch bei Ungarn: "Vieles was dort an Negativem passiert, ist hausgemacht und hat nichts mit der Schuldenkrise zu tun. Ungarn hätte die Chance, das Vertrauen der Investoren wieder zurück zu gewinnen."

Die Erste-Group rechne für heuer wieder mit einem guten Ergebnis, die Geschäfte in Osteuropa entwickeln sich positiv, auch in Rumänien hätte sich die Lage stabilisiert: "Osteuropa ist und bleibt unser Wachstumsmarkt. Dort wird die EU 80 Milliarden Euro in den Ausbau der Infrastruktur investieren, da muss man dabei sein."

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25.01.2012

Olivenöl – Kein Verlass auf den Preis

Das teuerste getestete Olivenöl aus dem Fachhandel floppte – Diskonterprodukt ist Testsieger Das teuerste getestete Olivenöl aus dem Fachhandel floppte – Diskonterprodukt ist Testsieger

Die Bilanz, die der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nach einem Olivenöltest in KONSUMENT 11/2011 ziehen mussten, war bitter: Von 15 getesteten extra nativen Ölen fielen vier durch. Bei zwei weiteren bestand der Verdacht, dass mit einer verbotenen Wärmebehandlung nachgeholfen worden war, um eine bessere Qualität vorzutäuschen. Auf Anfrage von Konsumentinnen und Konsumenten testete der VKI fünf weitere nativ extra Olivenöle.

Die Testergebnisse fielen etwas besser aus als bei der letzten Untersuchung vor drei Monaten: Bei keinem der getesteten Öle bestand der Verdacht auf unerlaubte Wärmebehandlung und lediglich im Trasimeno s.p.a. Natives Olivenöl extra wurden Weichmacher gefunden. Beim Test auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) wurden zwar auch dieses Mal keine Grenzwerte überschritten, dennoch enthielten die Öle vier bis sechs verschiedene PAK.

Wie zuletzt hatte auch dieses Mal ein Diskonter das vergleichsweise beste Öl im Regal: Kloster Toplou, erhältlich bei Hofer um rund acht Euro pro Liter. Ein in einem Wiener Fachgeschäft um 24 Euro pro Liter gekauftes spanisches Öl, Don Carlos, fiel bei der Expertenverkostung hingegen aufgrund fehlerhafter Qualität durch. Fazit: Der Preis ist auch bei Olivenöl nicht unbedingt ein Garant für Qualität.

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25.12.2011

Warnung vor gefälschten „Gold-Inhaberpapieren“ der Nationalbank

Warnung vor gefälschten „Gold-Inhaberpapieren“ Warnung vor gefälschten „Gold-Inhaberpapieren“

In den vergangenen Wochen sind Privatpersonen angebliche „Inhaberpapiere auf 10 Kilo Gold“, ausgestellt von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), zum Kauf bzw. zur Vermittlung angeboten worden. Die OeNB weist daher ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen „Inhaberpapieren“ um Fälschungen handelt. Von der OeNB wurden und werden derartige Inhaberpapiere auf Gold nicht ausgestellt.

Die OeNB rät Personen, die solche Urkunden angeboten bekommen, dringend von deren Kauf oder Vermittlung ab und ersucht, die Behörden zu verständigen.

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06.09.2011

Nach Puma und Nike "entgiftet" nun auch Adidas seine Produkte

Nach Puma und Nike reagiert nun auch Adidas auf die Forderungen von Greenpeace und „entgiftet“ seine Produkte. Nach Puma und Nike reagiert nun auch Adidas auf die Forderungen von Greenpeace und „entgiftet“ seine Produkte.

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller hat sich öffentlich dazu bekannt, bis zum Jahr 2020 aus der Verwendung gefährlicher Chemikalien entlang der gesamten Lieferkette sowie des gesamten Produktlebenszyklus aller Produkte auszusteigen. Eine Woche nach der Veröffentlichung des zweiten Greenpeace-Reports über „schmutzige Wäsche“ und den vorausgegangenen weltweiten Protestaktionen beugt sich auch Adidas dem Druck und folgt dem Beispiel der Sportartikelhersteller Puma und Nike, die sich bereits für eine „giftfreie“ Zukunft entschieden haben.

„Dass sich nun auch Adidas entschlossen hat, aus dem Geschäft mit ‚schmutziger Wäsche‘ auszusteigen, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Adidas liegt nach leichten Startschwierigkeiten nun mit Puma und Nike im Rennen um eine giftfreie Zukunft gleichauf. Greenpeace wird alles daran setzen, alle drei Markenproduzenten weiter anzuspornen und dafür zu sorgen, dass ihnen nicht auf halber Strecke die Luft ausgeht“, so Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz.

Nachdem Greenpeace zwei internationale Reports über Giftstoffe in der Textilproduktion veröffentlicht und KonsumentInnen weltweit zum Protest aufgerufen hatte, setzt nach Puma und Nike nun mit Adidas bereits der dritte Sportartikelhersteller einen entscheidenden Schritt und verbannt Chemikalien, die sich in der Nahrungskette anreichern und langlebig sowie hormonell wirksam sind, aus seiner Produktions- und Lieferkette. Darüber hinaus hat Adidas zugestimmt, sich verstärkt dem Konsumentenrecht auf Information zu widmen. Zukünftig will das Unternehmen volle Transparenz hinsichtlich aller Chemikalien bieten, die von den Fabriken seiner Zulieferbetriebe freigesetzt werden. Der Umsetzungsplan soll laut Adidas innerhalb der nächsten sieben Wochen vorgelegt werden. Das Unternehmen hat ausdrücklich festgelegt, an einem Ansatz mitzuarbeiten, der nicht nur das eigene Unternehmen betrifft, sondern quer über die Branche gehen soll.

„Drei der größten Sportartikelhersteller haben durch ihre öffentlichen Verpflichtungen erste Schritte für eine giftfreie Zukunft gesetzt. Nun ist es an der Zeit, dass auch andere Textilproduzenten die Herausforderung annehmen und mehr Transparenz in die gesamte Textilbranche bringen, um den Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien voran zu treiben“, so die Greenpeace-Konsumentensprecherin. Infolge der Veröffentlichung des zweiten Greenpeace-Berichts über „schmutzige Wäsche“ haben sich bereits weitere Textilproduzenten dafür entschieden, erste Schritte für eine „giftfreie“ Zukunft zu setzen. Greenpeace wird in den nächsten Wochen Gespräche mit Lacoste, G-Star Raw, Uniqlo und der chinesischen Sportmarke Li Ning führen.

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01.02.2012

Hofer erweitert sein Bio-Sortiment

Hofer erweitert sein Bio-Sortiment Hofer erweitert sein Bio-Sortiment

In den Regalen von Hofer finden sich nun auch Bio-Gemüsesäfte von Zurück zum Ursprung. Damit setzt Hofer einmal mehr auf die heimische Landwirtschaft. Denn die Bio-Säfte haben ihren Ursprung im Marchfeld, wo die Bio-Karotten für die Herstellung des Karottensaftes angebaut werden, sowie dem Wein- und Waldviertel, von dort stammen die Bio-Rote-Rüben. Die Bauern wirtschaften mit aller Sorgfalt und Hingabe nach den Grundsätzen der kontrolliert biologischen Landwirtschaft und verzichten auf schnellwirkende Dünger, arbeiten stattdessen mit einem natürlichen Kreislauf von abwechselndem Anbau unterschiedlicher Pflanzen und das selbstverständlich rigoros gentechnikfrei.

Sowohl der Anbau als auch die Herstellungsweise dieser natürlichen Säfte unterliegen besonderen Auflagen: Alle Rohstoffe werden möglichst schonend verarbeitet. Das Bio-Gemüse wird zu 100 Prozent direkt gepresst, ohne Verwendung der sonst bei der Saftherstellung üblichen Enzyme. Zur Haltbarmachung werden die Säfte nur schonend erhitzt, der volle Geschmack kommt allein aus dem reifen Gemüse. Bei den Zurück zum Ursprung Bio-Gemüsesäften müssen keine Zusätze oder Hilfsmittel nachhelfen. Sie bestechen durch ihren einzigartigen und köstlich-natürlichen Geschmack. Der Bio-Karottensaft schmeckt herrlich süß und wunderbar nach frischgeernteten Karotten. Der Bio-Rote-Rübensaft ist purer, herb-würziger, frischer Genuss.

Bio-Gemüsesäfte sind eine geschmacklich köstliche Ergänzung der täglichen Ernährung, um dem Körper alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe zuzuführen. Zudem ist es mit den Bio-Gemüsesäften von Zurück zum Ursprung denkbar einfach, einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Mit dem Bio-Rote-Rübensaft werden im Vergleich zu herkömmlichem Rote-Rübensaft bei der Herstellung 11,5 Prozent CO2 eingespart und 23,9 Prozent weniger Wasser verbraucht, damit wird die Biodiversität in den Regionen Weinviertel und Waldviertel um 49 Prozent gefördert. Genauso beim Bio-Karottensaft: Hier werden bei der Herstellung 8,2 Prozent CO2 eingespart und 31,4 Prozent weniger Wasser verbraucht. Die Biodiversität in der Region Marchfeld wird damit um 52 Prozent gefördert.

Die Bio-Gemüsesäfte von Zurück zum Ursprung sind in der 0,75-Liter-Packung zu 1,99 Euro österreichweit in allen Hofer-Filialen erhältlich.

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19.11.2011

"Die Presse" - Leitartikel: Lasst uns den Mann mit dem Schlapphut verprügeln

Lasst uns den Mann mit dem Schlapphut verprügeln Lasst uns den Mann mit dem Schlapphut verprügeln

"Sie sind da", raunt man sich dieser Tage in Wien zu. Die Mutmaßungen über die Anwesenheit von Mitarbeitern der Ratingagentur Moody's in der Reichs- und Welthauptstadt der Ratingagenturverachtung hören sich ein wenig so an, als tausche man bange Befürchtungen über die nächtliche Landung außerirdischer Wesen mit siebzehn Ohren, 50 Haifischzähnen und gepanzerten Dinosaurierschwänzen aus. Ja, tatsächlich, sie sind da, mehr noch: "Sie sind immer da", beteuerte am Freitag ein österreichisches Regierungsmitglied im Gespräch mit dieser Zeitung, und es ließ sich ein leicht verschwörerischer Unterton nicht ganz verleugnen. Vielleicht tragen sie ja schwarze Schlapphüte und Staubmäntel und schauen aus wie der Typ aus der Merkur-Werbung, den sie irgendwann einmal verprügelt haben, weil er, Anonym, die bittere Wahrheit verkündete: "Es ist verdammt hart, der Beste zu sein." Heutzutage, das zeigt die Zinsentwicklung auf dem Staatsanleihenmarkt, ist es sogar schon verdammt hart, nicht der Schlechteste zu sein. Wie konnte es kommen, dass Österreich möglicherweise in absehbarer Zeit auch schriftlich bescheinigt wird, was die Märkte bereits jetzt sagen, dass nämlich das Land nicht mehr über die höchste Bonität verfügt?

Puh, sagen die Politiker, schwer zu sagen. Wir Österreicher hätten darauf ja keinen wie immer gearteten Einfluss, erklärte vor Kurzem der Außenminister. Wenn das stimmt, dann auf eine niederschmetternde Weise, nämlich dadurch, dass wir nichts tun. Man sollte von so jemandem nicht nur keine Staatsanleihe, sondern nicht einmal einen gebrauchten Ärmelschoner kaufen. Aber Michael Spindelegger ist mit seiner Ansicht nicht allein. Es ist auf Regierungsebene Common Sense, dass die Debatte über die österreichische Bonität eine Verschwörung von maximal zehn Entscheidern ist - Chinesen, Amerikanern, Indern vielleicht, sicher Russen, die üblichen Verdächtigen halt -, die die Stabilitätsfestung Europa aus Geldgier sturmreif schießen wollen. Man ist schon zufrieden, wenn beim Vortrag solcher Verschwörungstheorien auf jene milden Formen des Antisemitismus - Stichwort "Ostküste" - verzichtet wird, mit denen dieser Eintopf aus Ratlosigkeit, Überforderung und Gutgläubigkeit üblicherweise gewürzt wird. Die Frage, ob es denn nicht sein könnte, dass die Käufer von Staatsanleihen immer höhere Zinsen verlangen, weil sie es für immer unwahrscheinlicher halten, am Ende der Laufzeit ihr eingesetztes Kapital vollständig wiederzubekommen, und ob dieses schwindende Vertrauen nicht etwas mit der Zaghaftigkeit der österreichischen Reformbemühungen zu tun haben könnte, wird schlichtweg für unzulässig erklärt: Papperlapapp, es habe sich doch während der zehn Tage, in denen die Zinsaufschläge signifikant gestiegen seien, nichts, absolut nichts verändert. Eben.

Natürlich ist gegenüber Ratingagenturen und ihren Bewertungen Skepsis angebracht. Sie machen Fehler, und diese Fehler können für die Betroffenen dramatische Auswirkungen haben. Aber die Idee, man bräuchte neue Gesetze, um Ratingagenturen für Fehler zur Verantwortung zu ziehen, kann nur in Gesellschaften aufkommen, in denen man den Wettbewerb nur vom Hörensagen kennt. Außerdem: Wer zieht denn all die anderen Prognostiker und Bewerter, von der Finanzministerin ("Es gibt sicher keinen Schuldenschnitt") bis zum NotenbankGouverneur ("Das österreichische Bankensystem ist robust") zur Verantwortung? Die Dämonisierung der Ratingagenturen ist nichts weiter als eine billige Ausrede für die eigene Untätigkeit. Staaten wie Österreich, die es nicht schaffen, ihr strukturelles Defizit abzubauen und sich deshalb auch in Zeiten der Hochkonjunktur verschulden müssen, beklagen sich tatsächlich darüber, dass die Ratingagenturen erst jetzt, obwohl doch gar nichts passiert sei, Druck ausüben. Das ist fast schon wieder witzig. Die Versuchung, den Mann mit dem Schlapphut zu verprügeln, der einen dabei ertappt hat, dass man dem Publikum schlechte Qualität unterjubeln wollte, ist irgendwie verständlich. Aber eben auch sehr entlarvend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Uwe Steinbrich / pixelio.de / Quelle: Die Presse Michael Fleischhacker
06.11.2011

Energiepreise: Bis zu 272 Euro Einsparpotenzial bei Anbieterwechsel

Energiepreise: Bis zu 272 Euro Einsparpotenzial bei Anbieterwechsel Energiepreise: Bis zu 272 Euro Einsparpotenzial bei Anbieterwechsel

Große Preisdifferenzen im Bundesländer-Vergleich - Am größten sind die Sparmöglichkeiten im Netzgebiet Wien.

Österreichs Haushalte geben durchschnittlich zwischen 584 Euro pro Jahr in Tirol und 684 Euro pro Jahr in Oberösterreich für Strom aus. Das Einsparpotenzial bei einem Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum Billigstbieter beträgt je nach Region zwischen 0 Euro pro Jahr in Salzburg und Tirol sowie 81 Euro pro Jahr in Wien. Die Zahlen wurden berechnet auf Basis eines durchschnittlichen Haushaltes, der jährlich 3.500 Kilowattstunden (kWh) Strom beim regionalen Standardanbieter bezieht.

Für Erdgas geben die Haushalte durchschnittlich zwischen 965 Euro pro Jahr in Vorarlberg und 1.160 Euro pro Jahr im Netzgebiet Wien aus. Das Einsparpotenzial bei einem Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum Billigstbieter beträgt je nach Region zwischen 0 Euro in Kärnten und Tirol sowie 190 Euro pro Jahr in Wien. Berechnet wurden diese Zahlen auf Basis eines Haushaltes, der 15.000 kWh beim regionalen Standardanbieter bezieht.

Das Sparpotenzial beim Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum Billigstbieter von Strom und Gas liegt je nach Region zwischen 0 Euro in Tirol sowie 272 Euro pro Jahr in Wien. Für individuelle Berechnungen steht der Tarifkalkulator der E-Control zur Verfügung.

Preisänderungen bei lokalen und regionalen Standardanbietern

Strom: Wels Strom erhöht den Energiepreis beim Voltino Produkt per 26.10.2011 um 11,4 Prozent (Berechnungsbasis 3.500 kWh). Gleichzeitig wurde der Neukundenbonus von 40 auf 100 Gratistage erhöht.

Gas: Mit 1. Januar 2012 erhöht die Kelag für Kunden in Kärnten den Energiepreis um 17,8 Prozent und den Gesamtpreis um 9,1 Prozent. Für ihre Kunden österreichweit beträgt die Energiepreiserhöhung 16 Prozent. Der Neukundenbonus wird erhöht.

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01.02.2012

Österreicher vertrauen Markenartikeln

Österreicher vertrauen Markenartikeln Österreicher vertrauen Markenartikeln

Der Österreichische Verband der Markenartikelindustrie startete seine diesjährige Markenartikel-Kampagne "Achten Sie auf die Marke". Die bereits das 16. Mal in Serie durchgeführte Kampagne befasst sich mit dem Stellenwert der Marke im Vertrauen der Konsumenten.

Eine im Jänner 2012 vom market-Institut durchgeführte Umfrage über den "Stellenwert des Vertrauens in der österreichischen Gesellschaft" ergibt, dass einerseits das gegenseitige Einander-Vertrauen in unserer Gesellschaft eher bzw. stark abgenommen hat (70% Zustimmung), andererseits aber bekannten Markenprodukten deutlich mehr Vertrauen entgegengebracht wird als beispielsweise Diskontwaren (57% Zustimmung).

Günter Thumser, Präsident des Markenartikelverbandes: "Markenprodukte sind in der Lage, dem Konsumenten Sicherheit zu vermitteln und Vertrauen zu schaffen. Dies ist nur durch überlegene Produktleistung möglich, welche nicht zuletzt aufgrund erheblicher Aufwendungen in Forschung und Entwicklung als Garant für höchste Produktqualität und bestmögliche Sicherheitsstandard für den Konsumenten erzielt wird. Die Markenartikel-Kampagne 2012 will daher unseren Kunden und Konsumenten klar vor Augen führen, dass Markenprodukte durch entsprechende Leistungen das in sie gesetzte Vertrauen auch rechtfertigen."

Die jährliche Markenartikel-Kampagne des Österreichischen Verbandes der Markenartikelindustrie wird dieses Jahr das 16. Mal durchgeführt. In den vergangenen 15 Jahren betrug der durch die Kampagne initiierte Bruttowerbewert insgesamt rund 58 Mio. Euro. Insgesamt wurden über 215.000 Plakatstellen in ganz Österreich belegt (d.s. 14.000 Plakate/Jahr). Die Markenartikelindustrie investiert pro Jahr rund 730 Mio. Euro in Werbung (Handel und Versandhandel rund 530 Mio.

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23.01.2012

EU reformiert ihre wirtschaftspolitische Steuerung

EU reformiert ihre wirtschaftspolitische Steuerung EU reformiert ihre wirtschaftspolitische Steuerung

Beinahe zwei Jahre rangen die Wirtschafts- und Finanzminister der EU-Mitgliedstaaten (Ecofin-Rat) um eine Reform der wirtschaftspolitischen Steuerungsarchitektur für Europa. Im November 2011 konnte eine Einigung formell verabschiedet werden. Notwendig wurde dies durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise und ihre Folgen, die Schwächen der bisherigen wirtschafts- und fiskalpolitischen Steuerung der EU offenkundig machten. Schon vor dem Ausbruch der Krise im Jahr 2008 ließen es viele Mitgliedstaaten der EU bzw. der Währungsunion trotz eines bestehenden europäischen Fiskalrahmens – der sogenannten Maastricht-Kriterien – an Disziplin fehlen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise mündete nicht zuletzt deswegen in einer Staatsschuldenkrise. Zudem war auch die wirtschaftspolitische „Methode der offenen Koordinierung“ zur Umsetzung der Lissabon-Strategie, die die EU bis zum Jahr 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt machen sollte, ebenfalls wenig effektiv. Aufkeimenden makroökonomischen Ungleichgewichten, die das Funktionieren der Wirtschaft einzelner Länder des Euro-Währungsgebiets oder der gesamten Union beeinträchtigen können, wurde vor Ausbruch der Krise kaum bzw. zu wenig Augenmerk geschenkt. Darüber hinaus hat es im Vertrag von Lissabon keine ausreichenden institutionellen und wirtschaftspolitischen Vorkehrungen zur Prävention und Bewältigung von Banken- und Staatsschuldenkrisen in der EU gegeben.

Angesichts dieser Erkenntnisse wurde eine Reform der wirtschaftspolitischen Steuerung der EU vereinbart, die mehrere Reformblöcke umfasst:

Erstens werden durch das sogenannte Europäische Semester die wirtschafts- und haushaltspolitischen Überwachungsmaßnahmen der EU zeitlich besser auf die nationalen Haushaltsverfahren abgestimmt und inhaltlich besser verzahnt.

Zweitens wird dem europäischen Fiskalrahmen „mehr Biss“ verliehen, da sowohl der präventive als auch der korrektive Arm des Stabilitäts- und Wachstumspakts (SWP) gestärkt werden und dem Monitoring der nationalen Fiskalrahmen mehr Bedeutung zukommt.

Drittens wird über die Haushaltsüberwachung hinausgehend eine Überwachung makroökonomischer Ungleichgewichte eingeführt. Damit soll das Aufkommen derartiger Ungleichgewichte auf Basis spezifischer Indikatoren, verbunden mit einem stringenten Überwachungsmechanismus, frühzeitig erkannt werden. Dies wird insbesondere dazu beitragen, nicht tragfähige Schuldenpositionen im privaten und öffentlichen Sektor, im Finanzsektor und gegenüber Drittstaaten, zu verhindern bzw. zu korrigieren.

Viertens zielt die EU-weite Überwachung von Strukturreformen in den Mitgliedstaaten darauf ab, tatsächliche Fortschritte in Richtung der in der "Europa 2020"-Strategie angepeilten Ziele für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum zu erreichen.

Darüber hinaus wird mit der Errichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) ein permanenter finanzieller Schutzschirm für die Länder des Euro-Währungsgebiets ins Leben gerufen und damit ein wichtiger Schritt in Richtung einer finanziellen Solidargemeinschaft gesetzt.

Angesichts der Komplexität dieser Governance-Reform widmet die OeNB die aktuelle Ausgabe ihrer Quartalspublikation „Geldpolitik & Wirtschaft“ diesem Themenkomplex. In zahlreichen Einzelbeiträgen wird ein umfassender Einblick in die neue Steuerungsarchitektur der EU gegeben. Ebenfalls werden die hinter den Neuregelungen stehenden Intentionen und Zielsetzungen dargelegt. Dieses Schwerpunktheft entstand aus einer institutionenübergreifenden Kooperation der OeNB mit den Ministerien für Finanzen und wirtschaftliche Angelegenheiten sowie dem Bundeskanzleramt.

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17.01.2012

WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Die EZB ist wichtiger als ein Triple A

Kein Grund zur Panik. Die Ängste aller Beteiligten waren allerdings deutlich übertrieben, denn die Märkte hatten einen solchen Schritt längst eingepreist. Kein Grund zur Panik. Die Ängste aller Beteiligten waren allerdings deutlich übertrieben, denn die Märkte hatten einen solchen Schritt längst eingepreist.

Kein Grund zur Panik. Im Vorfeld der Ratingabstufungen von neun Eurostaaten durch S&P;haben Politiker und Ökonomen gewarnt, dass die monetären Auswirkungen eines solchen Ereignisses teuer werden könnten. Insbesondere der Verlust des Triple A von Frankreich hätte gravierende Folgen, schließlich steigt nun auch die Wahrscheinlichkeit, dass die europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) kein Triple A verliehen bekommt, so der Tenor der Experten.

Die Ängste aller Beteiligten waren allerdings deutlich übertrieben, denn die Märkte hatten einen solchen Schritt längst eingepreist. Ein Blick auf die Entwicklung der Staatsanleihen-Renditen hätte genügt, um das zu erkennen. Das gestiegene Risiko ist am Markt längst angekommen, der immer kleiner werdende Kreis an Triple-A-Staaten ebenso.

Aber warum reagieren Börsen und Anleihenmärkte eigentlich derart entspannt? Die Lösung dieses Rätsels heißt EZB. Immerhin haben die Euro-Währungshüter den Banken noch im Dezember mit rund 500 Milliarden Euro zu Minizinsen und drei Jahren Laufzeit unter die Arme gegriffen. Mit dieser Geldschwemme können die Institute nun genüsslich am Anleihenmarkt shoppen gehen und hohe Margen einstreifen. Dass der Plan von EZB-Chef Mario Draghi aufgeht, zeigten die jüngst erfolgreich durchgeführten Anleihenemissionen von Problemstaaten wie Spanien und Italien. Besonders bei kürzeren Laufzeiten sind dadurch die Refinanzierungskosten für diese Staaten gegenüber dem Vorjahr dramatisch gesunken. Der nächste große Test steht am Donnerstag an. Da begeben Frankreich und Spanien zehnjährige Staatsanleihen - die langen Laufzeiten gelten hier als die eigentliche Krux. Geht beides reibungslos über die Bühne, dann wird sich die Lage an den Märkten weiter beruhigen.

Dafür spricht auch die heuer zu erwartende Defizitentwicklung. Die OECD schätzt, dass sich die Eurozone 2012 in Summe um drei Prozent des BIP neu verschulden wird. Im Vergleich dazu werden sich die Staatsdefizite von USA, Großbritannien und Japan um jeweils neun Prozent ausweiten. Dementsprechend liegt es auf der Hand, dass sich die Risikoaversion der Anleger in den kommenden Monaten von der Eurozone verabschiedet. Steigende Zinsen für US-Staatsanleihen sind daher nur eine Frage der Zeit.

In der sich abzeichnenden Entspannung in der Eurozone lauert aber auch eine Gefahr. Denn die Politik könnte dazu verleitet sein, die Sparanstrengungen dann nicht mehr ganz so ernst zu nehmen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Rolf van Melis / pixelio.de / Quelle: Wirtschaftsblatt Jochen Hahn

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