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Wirtschaft

13.01.2021

Immobilien-Finanzierungsboom wird sich 2021 fortsetzen

Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt

Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt. Eduard Issel, Gründer des Kreditvermittlungsportals Creditnet.at: „Die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten und auch die niedrigen Zinsen nutzten viele Privatanleger und Investoren für ein Engagement im Immobilienmarkt.“ Kein Wunder, denn im Jahresschnitt 2020 lagen die Top-Kreditzinsen im variablen Bereich bei 0,3 Prozent und bei 20-jährigen Fix-Zinskrediten bei 1,2 Prozent effektiv. Davon profitierte auch Creditnet.at. Das Kreditvermittlungsvolumen 2020 betrug beim heimischen Kreditvermittlungs-Pionier 106 Millionen Euro. Nur rund 15 Prozent davon waren variable Darlehen, der Rest Fixzinskredite mit unterschiedlich langen Laufzeiten. Issel: „"Auch das Thema Umschuldung nahm 2020 Fahrt auf. Jedoch zahlen die Österreicher besonders bei Altkrediten wie Bausparverträgen immer noch Milliarden zu viel an Zinsen. Sehr gewundert hat uns, dass von den rund zehn Milliarden Euro in Fremdwährungskrediten nur wenige die aktuelle Niedrigzinsphase zur Umschuldung nutzten. Zu viele dieser Kreditnehmer geben sich der Hoffnung hin, die offensichtlich gewordenen Nachteile der Fremdwährung aussitzen zu können."“

Ausblick 2021

Alexander Meixner, Prokurist von Creditnet.at: „Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation rechnen wir in den nächsten drei bis fünf Jahren mit keinen wesentlichen Zinssteigerungen.“ Änderungen gibt es jedoch bei den Bonitätsansprüchen der Banken. „Waren vor der Krise für Kredite ein Eigenmittelanteil von weniger als 20 Prozent kein Problem, so bedarf es heute eines Anteils von mindestens 20 Prozent zuzüglich aller Nebenkosten, um als Kreditnehmer eine gute Chance auf ein Darlehen zu haben“, so Meixner. Auffällig ist auch, dass aufgrund der steigenden Nachfrage bei Immobilien der Druck auf die Bearbeitungszeiten deutlich gestiegen ist. Hatten die Kunden vor ein paar Jahren noch Wochen Zeit, um sich für eine Immobilie zu entscheiden und eine geeignete Finanzierung aufzustellen, so muss das heute innerhalb weniger Tage passieren. Grund: Das Angebot leistbarer Immobilien ist deutlich kleiner als die Nachfrage. Meixner: „Deshalb können wir nur allen Kunden raten, schon im Vorfeld eines Immobilieninvestments wichtige Finanzierungsfragen zu klären, um bei einem interessanten Angebot sehr schnell zuschlagen zu können und nicht wichtige Zeit beim Thema Finanzierung zu verlieren.“

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11.12.2020

Aktuelle Unternehmen Zukunft-Studie zu flexiblem Arbeiten

76 % der Unternehmen und MitarbeiterInnen sehen problematische Rahmenbedingungen bei Homeoffice 76 % der Unternehmen und MitarbeiterInnen sehen problematische Rahmenbedingungen bei Homeoffice

Eine im November durchgeführte repräsentative telefonische und Online- Befragung bei 500 österreichischen Unternehmen und 529 Beschäftigten zu den Erfahrungen mit Homeoffice seit Ausbruch der Corona-Krise Anfang 2019 zeigt: "Wenn Homeoffice sich auch nicht für alle Unternehmensbereiche und MitarbeiterInnen eignet, so ist es dennoch gekommen, um zu bleiben. Wo Unternehmen und Beschäftigte sich einig sind: Beide wünschen sich mehr Spielraum beim flexiblen Arbeiten und sehen einen hohen Handlungsbedarf bei der Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen. 84 Prozent der befragten Unternehmen, die in Zukunft Homeoffice nutzen wollen, halten die derzeitigen Regelungen für ungeeignet." Folgende Maßnahmen müssten aus Sicht der Arbeitgeber am dringendsten umgesetzt werden, um die Flexibilisierung der Arbeitswelt voranzutreiben: der rasche Ausbau von Breitband-Internet auch in ländlichen Regionen (75 %), eine bessere steuerliche Absetzbarkeit von Betriebsmitteln bzw. Anerkennung von Mietkosten auf Seiten der ArbeitnehmerInnen (65 %), ein dauerhafter Versicherungsschutz bei Betriebsunfällen im Homeoffice (58 %) als auch ein gesicherter Betreuungsplatz für Kinder aber dem 1. Lebensjahr (58 %). Für 7 von 10 Unternehmen wäre eine zeitgemäße Neuregelung hybrider Arbeitsformen darüber hinaus ein wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort.

Barrieren aus Sicht der Unternehmen

Der Ausbau von mobilem, flexiblem Arbeiten bedeutet für Unternehmen ein wichtiges Gestaltungsinstrument, das durch die zunehmende Digitalisierung zukünftig noch leichter umzusetzen sein wird. Folgende Faktoren stellen aus Sicht der Unternehmen die größten Hemmnisse für den Ausbau von flexiblem Arbeiten dar:

Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit (53 %)

Eingeschränkte Betreuungsmöglichkeiten für (Klein-)Kinder (43 %)

Haftungsfragen in Schadensfällen (40 %)

Fehlende Rahmenbedingungen aus Sicht der MitarbeiterInnen

Der Ausbau von Homeoffice und hybriden Arbeitsformen ist für MitarbeiterInnen nicht nur zur Bewältigung von Krisensituation wie die Corona-Pandemie geeignet, sondern generell ein wesentlicher Faktor, um Beruf und Familie auch langfristig besser vereinen zu können. Erschwerend empfinden Beschäftigte im Homeoffice:

Die geringe bis fehlende Kostenübernahme bei der technischen Ausstattung (34 %)

Eine unzureichende Internetanbindung bzw. -leistung (30 %)

Keine bzw. eine unzureichende steuerliche Anerkennung von Betriebsmitteln oder Mietkosten (28 %)

Zur aktuellen Studie von Unternehmen Zukunft

Das Ziel der Befragung zum Thema Homeoffice war es, die Erfahrungen mit flexiblem Arbeiten im heurigen Jahr sowie die Stärken und Schwächen der derzeitigen Rahmenbedingungen aus Sicht von Unternehmen und MitarbeiterInnen herauszuarbeiten. Im Zeitraum von 9.11. bis 2.12. 2019 wurden dazu einerseits 500 GeschäftsführerInnen von Unternehmen aus allen Branchen und Regionen ab einer Größe von fünf MitarbeiterInnen telefonisch befragt (Ausnahme: öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung, Landesverteidigung und Landwirtschaft), andererseits online 529 unselbstständig Beschäftigte. Die Befragung wurde von Karmasin Research & Identity GmbH durchgeführt.

Über die Initiative „Unternehmen Zukunft“

Mehrere standortrelevante Unternehmen, die Familien- und Frauenfreundlichkeit in ihrer Organisation bereits verankert haben und weiter ausbauen wollen, haben sich im Frühsommer 2019 auf Anregung von Sophie Karmasin zur Initiative Unternehmen Zukunft zusammengeschlossen: Die Verkehrsbüro Gruppe, Magenta Telekom, Casinos Austria – Österreichische Lotterien, Atos Österreich, Post AG, Infineon und die MTH Retail Group, zu der in Österreich Libro und Pagro Diskont zählen. Als neues Mitglied stieß 2019 die Kreditversicherung Acredia dazu und auch Boehringer Ingelheim trägt die Ziele und Anliegen der Initiative mit. Sie alle verstehen Familien- und Frauenfreundlichkeit nicht als „Wohlfühlthema“, sondern als Schlüsselfaktor für den Standort.

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17.03.2021

Was ist die beste Heizung für mich? Neuer Rechner vergleicht Kosten und CO2-Ausstoß

Was kostet die neue Heizung, wenn neben der Anschaffung auch die nächsten 20 Jahre betrachtet werden? Ein „Quick-Check” auf meineheizung.at verschafft Klarheit: Der Rechner vergleicht, angepasst an die individuelle Wohnsituation, die bestehende mit verschiedenen neuen Heizungen objektiv und über die gesamte Betriebsdauer hinweg. Neben den Kosten wird auch der CO2-Ausstoß unterschiedlicher Heizungssysteme ermittelt.

"„Unser Quick-Check zeigt auf einen Blick für meinen Haushalt, welche Kosten und wieviel CO2-Emissionen mit welcher Heizung anfallen“", so Andreas Rotter, Obmann des Zukunftsforum SHL und Innungsmeister der Salzburger Installateure.

Schulterschluss der Wärmewirtschaft

Der Heiz- und Investitionskostenrechner wurde vom Energieinstitut Vorarlberg auf Initiative des Zukunftsforum SHL entwickelt und vom Dachverband Energie-Klima, der österreichischen Vereinigung des Sanitär- und Heizungsgroßhandels, proPellets Austria, dem Verband der Installations-Zulieferindustrie (VIZ) und Wärmepumpe Austria unterstützt. Der breite Zusammenschluss freut Rotter: "„Vom Heizteile-Hersteller bis zum Installateur möchten alle möglichst effiziente, umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösungen anbieten. Damit die Angebote zu den Heizbedürfnissen passen, ist Vergleichbarkeit wichtig.“"

Vollkosten-Rechnung mit Energiepreisen und Förderungen

Im Vergleich zu anderen Rechnern ist der Quick-Check genauer – da individualisierbar bezüglich Quadratmeter, Art der Wärmeabgabe oder Alter der bestehenden Heizung – und transparenter als andere Heizkostenrechner, weil alle Energieformen miteinander verglichen werden können.

Ein wesentlicher Bestandteil der Berechnung ist der wirtschaftliche Vollkosten-Vergleich über 20 Jahre. Dabei fließen neben den Anschaffungskosten in das Heizsystem auch alle erforderlichen laufenden Kosten, wie Brennstoffkosten, Service und Reparaturkosten – unter Berücksichtigung von Inflation und Energiepreissteigerungen – in die Berechnung ein. Auch Förderungen von Bund und Bundesland – aktuell für manche Energieträger bis zu 11.000 Euro – werden berücksichtigt.

Über MeineHeizung und das Zukunftsforum SHL

MeineHeizung ist eine Initiative des Zukunftsforum SHL. Als branchenübergreifender Zusammenschluss aus Bundes- und Landesinnungen der Installateure, Qualitätsherstellern und Großhandel gibt das Zukunftsforum SHL dem Anliegen der Erneuerung von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen eine starke Stimme. Bereits seit 2017 konnte sich der Verein als führender Ansprechpartner zu Klima- und Energiefragen etablieren und bereits zahlreiche Anliegen in der politischen Maßnahmengestaltung platzieren.

Das Zukunftsforum SHL versteht sich als unabhängige Informationsplattform rund um das Thema Heizungsmodernisierung und repräsentiert einen Wirtschaftszweig von rund 2,5 Milliarden Euro und rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Zukunftsforum SHL/ freepik.com
12.04.2021

Google-Jobsuche in Österreich gestartet

Etwa 80 % der Jobsuchen starten in Google. Die weltweit größte Suchmaschine wartet deshalb mit einer neuen Toolinnovation auf, die schon jetzt zur weltgrößten Stellenplattform avanciert ist. Die Google-Jobsuche ist bereits in 120 Ländern verfügbar und nun auch in Österreich auf dem Markt. Das Linzer Start-up employy!GO kooperiert mit Google und unterstützt Unternehmen mit innovativen Ansätzen, „einfach, schnell und günstig“ regional die besten Mitarbeiter zu finden.

So funktioniert die neue Jobplattform von Google

Google zieht für die neue Funktion sämtliche im Netz verfügbaren Stellenausschreibungen unterschiedlichster Jobbörsen und Netzwerke heran und filtert die für den User am besten passenden Stellen heraus. Google zeigt die Ergebnisse als sogenannte Enriched Search Results vor den normalen Suchergebnissen in einer blauen Box an. BewerberInnen müssen dadurch nicht mehr verschiedene Jobportale durchforsten, es reicht eine simple Google-Suche.

Vorteile für Arbeitgeber

Vor allem für KMU ist die Google-Jobsuche eine kostengünstige Alternative zu teuren Jobinseraten und bietet den Unternehmen entscheidende Vorteile, wie eine kürzere Time-To-Hire oder eine höhere Relevanz auf Plattformen zur Bewertung von Arbeitgebern. Unternehmen können dadurch eine gute Sichtbarkeit in den Google-Job-Suchergebnissen erreichen und sich als Arbeitgeber optimal im Web präsentieren. Webexperte Hannes Gallistl, Geschäftsführer von employy!GO: "„Klassische Stellenbörsen bringen oftmals nicht mehr den gewünschten Recruiting-Erfolg. Darum haben wir gemeinsam mit Employer-Branding-Experten den gesamten Recruiting-Prozess neu gedacht. So erreichen wir nicht nur die aktiv suchenden Bewerber über die Jobsuche von Google, sondern mit gezielten Werbemaßnahmen auch latent wechselwillige Mitarbeiter im sogenannten ‚passiven Arbeitsmarkt‘.“"

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01.11.2020

Sammelklage: Prozessauftakt gegen Nürnberger Lebensversicherung

Grundlegenden Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) und des Obersten Gerichtshofes (OGH) zufolge können Versicherungsnehmer, die nicht oder fehlerhaft über ihr Rücktrittsrecht bei Lebensversicherungen informiert wurden, unbefristet vom Vertrag zurücktreten („Spätrücktritt“). Im Fall eines Rücktritts sind die Verträge rückabzuwickeln. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) konnte bereits im Herbst 2017 einen Vergleich mit der Versicherungsbranche erzielen. Drei größere Versicherer weigerten sich allerdings, dieser Lösung beizutreten, unter anderem die Nürnberger Versicherung AG Österreich (Nürnberger) aus Salzburg. Der VKI brachte daher vor einem Jahr im Auftrag des Sozialministeriums eine Sammelklage gegen die Nürnberger ein. Heute beginnt der Prozess beim Landesgericht Salzburg (LG Salzburg). Dabei vertritt der VKI 181 Betroffene, die vor dem 01.01.2019 den Rücktritt von ihrer Lebensversicherung erklärt hatten, und klagt einen Kapitalverlust von 800.000 Euro plus Zinsen ein. Das Prozesskostenrisiko wurde von der OMNI BRIDGEWAY übernommen.

In der Sammelklage gegen die Nürnberger Versicherung AG Österreich (Nürnberger) wird ein Kapitalverlust von insgesamt rund 800.000 Euro geltend gemacht, Der hohe Kapitalverlust von durchschnittlich 4.400 Euro, den die Konsumentinnen und Konsumenten erlitten haben, ergibt sich aus der Differenz zwischen den einbezahlten Prämien und dem ausbezahlten Rückkaufswert. Hinzu kommen noch Zinsen von 4 Prozent für die Prämienzahlungen. Der Gesamtstreitwert beträgt samt Zinsen rund 2,2 Millionen Euro.

Das LG Salzburg wird im Verfahren die Differenz zwischen dem Rückkaufswert und jenem Wert behandeln, der nach einem Rücktritt auszuzahlen ist. Nach Ansicht des VKI sind dabei im Wesentlichen die Prämien plus Zinsen an die Betroffenen zurückzuzahlen. Abzuziehen ist lediglich eine Risikoprämie.

Die Nürnberger bestreitet unter anderem die Fehlerhaftigkeit der Rücktrittsbelehrungen. Dem steht allerdings die Tatsache gegenüber, dass Informationen zum Rücktritt für die Betroffenen nur an versteckten Stellen in den Unterlagen zu finden waren. Damit kann aus Sicht des VKI nicht von einer korrekten Belehrung gesprochen werden.

Thema werden auch die massiven Kosten sein, die bei diesen Lebensversicherungen verrechnet wurden. Die Kostenabzüge der Nürnberger betrugen im Durchschnitt mehrere tausend Euro und überschreiten in einigen Fällen sogar deutlich die 10.000-Euro-Grenze.

„Das Rücktrittsrecht soll Konsumentinnen und Konsumenten vor falschen Anlageentscheidungen schützen. Der immense Kapitalverlust von rund 800.000 Euro zeigt deutlich, welche Bedeutung diesem Rücktrittsrecht zukommt. Betroffene haben zigtausend Euro bei ihrer Lebensversicherung verloren. Das liegt vor allem auch an den massiven Kostenabzügen der Nürnberger. All dies zeigt deutlich, dass Konsumentinnen und Konsumenten vor solchen Verträgen und Verlusten geschützt werden müssen“, betont Mag. Thomas Hirmke, Leiter des Bereiches Recht im VKI.

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13.01.2021

willhaben präsentiert die Job-Trends für 2021

Markus Zink, Head of Jobs und Karriere bei willhaben Markus Zink, Head of Jobs und Karriere bei willhaben

Die aktuellen Entwicklungen haben auch die Job- und Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Die Art und Weise wie Menschen arbeiten, wird wohl auch in der Post-Corona Ära nicht mehr dieselbe sein. Was sich deutlich abzeichnet ist, dass die Digitalisierung bereits über viele Branchen hinaus tief verankert ist. Die Gesundheitskrise hat diesen Trend nun noch einmal bestärkt: binnen weniger Monate sind viele Betriebe digital um viele Jahre fortgeschritten. Auf welche Trends heuer besonders zu achten sein wird, stellt Markus Zink, Head of Jobs & Karriere bei willhaben, vor.

Die „Remote Work Warriors” sind gekommen, um zu bleiben

„Remote Work“ oder „flexibles Arbeiten“ stand im vergangenen Jahr auf der täglichen Agenda zahlreicher HR-Experten. Binnen kürzester Zeit haben Unternehmen teilweise noch nicht vorhandene Infrastruktur geschaffen, um Arbeit auch von Zuhause aus verrichten zu können. Wie wird es jedoch in der Post-Corona-Ära aussehen? Werden die „Remote Work Warriors“ wieder 1:1 in ihre gewohnten Bahnen zurückkehren? Die Antwortet darauf lautet zumeist wohl nein: „Durch gezieltes Remote Work Management müssen Angestellte nicht mehr zu vorbestimmten Zeiten verfügbar sein. Dabei wird die Integration des Büros in die eigenen vier Wände den HR-Bereich die nächsten Jahre vor Herausforderungen stellen. Schließlich kann mit der Verbindung von Home ins Office, das neu geschaffene ‚Hoffice‘ für Arbeitnehmer zu einer technischen, aber auch mentalen Aufgabe werden“, so Zink. Sozialen Faktoren, wie zum Beispiel der emotionalen Beziehung zwischen Arbeit und Beruf, wird somit eine völlig neue Bedeutung zugeschrieben. Schließlich verschwindet „Remote Work“ nicht mehr so schnell von der Bildfläche: künftig wird es vielerorts ein Zusammenspiel zwischen flexiblem Arbeiten und dem klassischen Büroalltag geben. „Unternehmen sind in diesem Jahr gut damit beraten, neben technologischer Infrastruktur eben auch psychologische und emotionale Unterstützung zu bieten“, betont Zink. Nach „Remote Work“ wird die „Employee Wellness“ zu einem der wesentlichen Trends im Jahr 2021.

Unternehmen brauchen echte Werte

Lange hatten die meisten Betriebe abgesehen von Nachhaltigkeitszielen wenig zu bieten. Das hat sich in den vergangenen Jahren vollends geändert und dieser Trend wird sich 2021 noch weiter intensivieren. Schließlich vollzieht sich in unserer Gesellschaft gerade ein Wertewandel: „Arbeitnehmer wollen Arbeit, die bedeutungsvoll ist, Kunden bevorzugen Marken, die inspirieren und die Gesellschaft möchte Unternehmen, die Verantwortung übernehmen. Und genau das schlägt sich auch im Job- und Karriere-Bereich nieder“, weiß der willhaben-Experte. „Viele Millenials würden demnach heute keinen Job mehr in einem Unternehmen annehmen, das keine klar definierten CSR-Werte lebt.“ Darum nehmen sich auch immer mehr große Konzerne dem Thema Nachhaltigkeit an. Auch dieser Trend wurde durch Corona beschleunigt. Mit „grünen Lorbeeren“ schmücken ist es allerdings nicht mehr einfach getan. Eine Vielzahl an Kunden, Investoren und auch Mitarbeitern fordern überprüfbare Nachhaltigkeit.

Employer Branding als DNA von Unternehmen

Die neue Wertehaltung von Unternehmen zieht sich durch die gesamte Positionierung der Marke – das Employer Branding miteingeschlossen. So wird die Arbeitgebermarke immer stärker zu einem Kern-Faktor für Unternehmen. Das positiv geschaffene Markenbild tragen die Mitarbeiter wiederum nach außen. „Denn erst, wenn die eigenen Mitarbeiter das Unternehmen wirklich lieben und verstehen, können dies auch Kunden tun.“ Employer Branding ist im Jahr 2021 in der Unternehmensvision zu verankern und greifbar zu machen – dies beginnt bei den eigenen Mitarbeitern und endet im Bewerbungsprozess. Mehr als die Hälfte aller möglichen Kandidaten recherchiert vor einer Bewerbung gezielt zum Unternehmen. „So wird zum Beispiel die ‚Candidate Experience‘ im Recruiting immer wichtiger“. Während die Bewerbung häufiger mittels automatisierter Recruiting-Prozesse vollzogen wird, suchen unzählige Unternehmen nach sogenannten Soft Skills, wie u. a. das Problemlösen, Kommunikation und Teamfähigkeit. „Employer Branding im Jahr 2021 hat den Arbeitnehmer im Fokus. Die Positionierung sollte nicht mehr nur auf Geschäftsführer-Ebene geschehen“, ist Markus Zink überzeugt.

Gen Z is Coming

Die Arbeitswelt wird nicht nur aufgrund der Digitalisierung und Corona auf den Kopf gestellt. Traditionalisten, Baby Boomer, Generation X und Millenials machen einen Großteil der Arbeitnehmer in Österreich aus. Bald schon wird die Generation Z dem bunten Mix beiwohnen. Die wachsende Zahl der Millenials und Generation Z wird zum Aufstieg der neuen Belegschaft führen. „Dadurch entstehen neue Karriereprioritäten: eine ausgewogene Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten und Remote Work“, so Markus Zink. Die Gen Z bindet sich heutzutage nicht mehr so einfach an den Arbeitgeber. Dies macht für Unternehmen nur noch einmal deutlich, wie wichtig Employer Branding und eine konsistente Arbeitgebermarke sind. Zusätzlich bringen immer mehr Arbeitnehmer Kundenmentalität an ihren Arbeitsplatz mit. „Vereinfacht ausgedrückt: Immer mehr Menschen suchen nach einer Beschäftigung, die sie dazu befähigt eigene Entscheidungen zu treffen. Durch das Zusammenkommen dieser vielen verschiedenen Generationen, müssen HR-Teams flexibler und individueller auf die Wünsche und Präferenzen der Mitarbeiter eingehen. ‚One-Size-Fits-All' funktioniert nicht mehr, hier spricht man bereits von ‚Consumerization am Arbeitsplatz‘“, bestätigt Markus Zink.

Job-Alerts werden wichtiger

Umgekehrt ist für jobsuchende Menschen die Konkurrenz am Markt größer geworden. Die Arbeitslosenrate war im Jahr 2020 so hoch wie schon lange nicht mehr. Das schlägt sich auch im Bewerbungsprozess nieder. Für immer mehr Menschen werden Job-Alerts und Suchagenten zu einem hilfreichen Tool, um sich schnellstmöglich für eine passende Stelle zu bewerben. Damit haben viele Betriebe auf Jobportalen die Möglichkeit, effektiv und rasch zu geeigneten Experten und Personal zu gelangen.

Diese fünf Trends haben eines gemeinsam: Sie sind digitaler Natur. Schließlich wird „der Megatrend Digitalisierung nicht vorübergehen“, prognostiziert Markus Zink. „Die Krise ist auch eine Chance, die österreichische Arbeitswelt über alle Branchen hinaus rundum zu digitalisieren. Nun geht es darum, diese Entwicklungen fortzuführen. Wir sollten nicht auf das zurückblicken was einmal war, sondern vielmehr die Antriebskraft nutzen und die Zukunft unserer Berufswelt mitgestalten. Während digitale Arbeitsweisen überhandnehmen, rückt dafür der Arbeitnehmer und dessen psychische Gesundheit stärker in den Fokus. Genau dieser Ansatz sollte im Mittelpunkt von Aktivitäten 2021 stehen“, fasst Markus Zink, Head of Jobs & Karriere bei willhaben, zusammen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: willhaben
19.11.2020

Lockdown verursacht enorme Schäden bei Rinder- und Schweinebauern

Lockdown verursacht enorme Schäden bei Rinder- und Schweinebauern Lockdown verursacht enorme Schäden bei Rinder- und Schweinebauern

Die österreichische Landwirtschaft hat in diesem außergewöhnlichen Jahr ihre Krisenfestigkeit und Systemrelevanz eindrucksvoll bewiesen. Die Bäuerinnen und Bauern haben gezeigt, dass sie die österreichische Bevölkerung auch in einer Notsituation zuverlässig mit hochwertigen Lebensmitteln versorgen können. Dies soll auch in Zukunft gewährleistet werden können. Vor dem Hintergrund eines neuerlichen Preiseinbruchs diese Woche haben sich der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS) und die ARGE Rind als Dachorganisationen der Erzeugergemeinschaften für Schweine und Rinder in einem Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger gewandt. Sie fordern rasche und effektive Maßnahmen zur Unterstützung der Rinder und Schweine haltenden Betriebe, die durch den Lockdown mit gewaltigen Umsatzeinbußen zu kämpfen haben.

Enorme Preisrückgänge durch Lockdown-Maßnahmen

Die Schließung der Gastronomie - sowohl im Frühjahr als auch im Rahmen des aktuellen Lockdowns - trifft neben den gastronomischen Betrieben auch deren Lieferanten massiv. Während im Gastrobereich eine faire Kompensation zugesichert wurde, sind momentan keine Signale bezüglich einer unbürokratischen Schadensabgeltung im Lieferantenbereich zu vernehmen. Es ist essenziell, dass hier auch die kritische Lage in der landwirtschaftlichen Urproduktion erkannt und etwa in Form der von Bundesminister Gernot Blümel angesprochenen "Vorlieferanten-Regelung" berücksichtigt wird.

Neben den Preisrückgängen seit dem ersten Lockdown und steigenden Absatzproblemen führt auch ein Corona-bedingter Personalmangel in der Schlacht- und Verarbeitungsindustrie zu Verunsicherung in der Landwirtschaft. Darüber hinaus kommt für Schweine haltende Betriebe auch noch die bedrohliche Seuchenlage in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland, Ungarn und acht weiteren EU-Ländern sowie der daraus resultierende Marktdruck aus dem Ausland erschwerend hinzu.

Wöchentliche Umsatzeinbußen in Millionenhöhe

"Unsere Schweine haltenden Landwirtinnen und Landwirte sowie die zuständigen Erzeugergemeinschaften mussten aufgrund der notwendigen Maßnahmen zur Einschränkung der COVID-19-Pandemie laut unserer Berechnung heuer bereits Umsatzeinbußen von zirka 50 Mio. Euro hinnehmen. Der Preiseinbruch durch den aktuellen Lockdown erhöht die Verluste um weitere Millionen: 1,5 Mio. Euro pro Woche sind schon gewiss, und wir befürchten mehrere Mio. Euro je Woche zusätzlich bis ins Frühjahr 2021", erläutert VÖS-Obmann Walter Lederhilger.

Laut ARGE-Rind-Obmann Josef Fradler verbuchten auch die Rinder haltenden Betriebe aufgrund der Maßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie - vor allem durch die Schließung der Gastronomie und durch die schwierige Exportlage - bereits Umsatzeinbußen von zirka 19 Mio. Euro. "Dieser Preisdruck wird sich durch den aktuellen Lockdown und die unsichere Marktlage, die in den nächsten Monaten auf die Rinderbauern zukommt, im Frühjahr 2021 noch weiter verschärfen. Wir ersuchen die Regierung, hier ähnlich schnelle und wirksame Maßnahmen wie in der Gastronomie auch für unseren Sektor zu setzen, um die existenzbedrohende Situation für unsere heimischen Betriebe abzuwenden", so Fradler.

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13.08.2021

Baukosten stiegen im Juli 2021 weiter an

Baukosten stiegen im Juli 2021 weiter an Baukosten stiegen im Juli 2021 weiter an

Im Juli 2021 lag der Baukostenindex (Basis 2020) für den Wohnhaus- und Siedlungsbau laut Berechnungen von Statistik Austria bei 113,6 Indexpunkten. Verglichen mit Juli 2020 entspricht das einem Anstieg von 13,6%. Gegenüber dem Vormonat Juni 2021 stieg der Index um 1,1%.

Die Tiefbausparten verzeichneten ebenfalls allesamt Kostenanstiege. So erreichte der Index für den Straßenbau 109,8 Punkte und lag damit um 10,0% über dem Wert von Juli 2020 (+0,9% im Vergleich zu Juni 2021). Der Brückenbau hielt bei 119,0 Indexpunkten, die Kosten stiegen somit um 19,4% gegenüber dem Vorjahresmonat sowie um 1,5% gegenüber dem Vormonat. Die Kosten für den Siedlungswasserbau (109,9 Punkte) stiegen gegenüber Juli 2020 um 9,7% und gegenüber Juni 2021 um 0,8%.

Im Vergleich zum Juli 2020 verzeichneten die durch Stahlprodukte geprägten Warengruppen starke Preisanstiege, was sich insbesondere im Brückenbau niederschlug. Auch die Kosten für Kunststoffwaren stiegen weiterhin erheblich. Im Wohnhaus- und Siedlungsbau waren erneut Holz sowie Polystyrol, Schaumstoffplatten beträchtliche Kostentreiber. Die Warengruppe Diesel, Treibstoffe verzeichnete ebenfalls einen wesentlichen Kostenanstieg, was sich vor allem auf die Tiefbausparten auswirkte.

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20.07.2021

Hohe Dünge- und Futtermittelpreise bringen landwirtschaftliche Einkommen unter Druck

Am Weltmarkt erreichten die Preise für Phosphordünger den höchsten Stand seit 13 Jahren, bei den wichtigsten Stickstoffdüngern ist ein 9-Jahreshoch erreicht. Am Weltmarkt erreichten die Preise für Phosphordünger den höchsten Stand seit 13 Jahren, bei den wichtigsten Stickstoffdüngern ist ein 9-Jahreshoch erreicht.

Die Erlössituation in der Landwirtschaft ist sehr stark von internationalen Märkten abhängig. Dies betrifft einerseits die Produktpreise für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse – Getreide und eingeschränkt auch Milch sind internationale Handelsgüter, anderseits aber auch die notwendigen Betriebs- und Futtermittel wie Dünger und Soja bzw. Sojaschrot. Hier zeichnet sich gerade ein internationales Preishoch ab, das auch die heimischen Bauerneinkommen unter Druck bringt. Die Ursachen dieser Kostenexplosion sind die seit den Lock Downs noch nicht völlig wiederhergestellten Lieferketten und die weltweite Rohstoffknappheit. „Die herrschende Hochkonjunktur lässt in fast allen Branchen die Preise steigen. Höhere Preise für Vorprodukte und Rohstoffe können von den meisten Unternehmen durch höhere Verkaufspreise kompensiert werden. Das gilt für die Landwirtschaft nur in eingeschränktem Ausmaß. Trotz historisch hoher Preise für Betriebsmittel wie die notwendigen Pflanzennährstoffe steigen die Erlöse für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse nicht. Unterm Strich verringert das die Einkommen unserer bäuerlichen Betriebe und erhöht den Druck Richtung Betriebsvergrößerung“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Globale Preisrally bei Betriebsmitteln

Am Weltmarkt erreichten die Preise für Phosphordünger den höchsten Stand seit 13 Jahren, bei den wichtigsten Stickstoffdüngern ist ein 9-Jahreshoch erreicht. Gründe dafür sind hohe Getreidepreise in der abgelaufenen Saison, hohe Energiepreise und die durch Corona unterbrochenen und immer noch nicht ganz wiederhergestellten Logistikketten zwischen China und dem Rest der Welt. Da diese Nährstoffe trotz der hohen Preise in derselben Menge auf den heimischen Flächen gebraucht werden, sind die bäuerlichen Betriebe mit hohen Kosten konfrontiert. Ebenso verhält es sich bei Sojaschrot – auch hier stehen die Notierungen auf einem vergleichsweise hohen Niveau und haben im letzten Jahr um gut die Hälfte zugelegt. Betriebliche Investitionen wie bauliche Maßnahmen sowie die Energiekosten sind für die Betriebe aktuell ebenfalls eine größere Belastung.

Fairness in der gesamten Wertschöpfungskette gefordert

In dieser Situation appelliert Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger an Fairness in der gesamten Wertschöpfungskette: „Die Menschen im Land schätzen die hohe Qualität der heimischen Lebensmittelerzeugung und möchten die bäuerliche Struktur mit eher kleinen Betriebsgrößen erhalten. Die bäuerlichen Familienbetriebe prägen unser Land und werden in der Werbung auch gerne als Botschafter verwendet. Entscheidend ist dann aber, was abseits der Werbebotschaften in den Preisverhandlungen passiert. Die heimischen Produkte mit Konkurrenz aus dem Ausland unter Druck zu bringen und damit unsere heimischen Familienbetriebe auf eine Stufe zu stellen mit Großbetrieben aus dem Ausland ist kein fairer Umgang und schadet langfristig den gesamten Agrarsektor bis hin zum Lebensmittelhandel. Die hohen Betriebsmittelpreise müssen daher auch in den Produktpreisen Niederschlag finden.“

Finanzielle Stabilität der Betriebe entscheidend für nachhaltige Landwirtschaft

Wenn im Zuge der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) neue klima- und umweltpolitische Anforderungen an die bäuerlichen Betriebe gestellt werden, so muss auch ein finanzieller Ausgleich dafür sicher gestellt sein. Eine stärkere ökologische Ausrichtung der GAP resultiert bei den Bäuerinnen und Bauern in erhöhten Produktionskosten im Zusammenhang mit Artenvielfalt, Gewässerschutz und Tierwohl. Die Umsetzung dieser gesamtgesellschaftlichen Anliegen muss seitens der öffentlichen Hand im Sinne von Gemeinwohlleistungen aber auch von Seiten des Marktes entsprechend abgegolten werden.

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27.04.2021

Gastgewerbe: Ein Auf und Ab am Jobmarkt

Die angekündigten Öffnungen kurbeln den Jobmarkt an. Was die Pandemie für die Jobs und Jobsuchenden der Branche bedeutet, zeigt eine aktuelle Erhebung von StepStone. Die angekündigten Öffnungen kurbeln den Jobmarkt an. Was die Pandemie für die Jobs und Jobsuchenden der Branche bedeutet, zeigt eine aktuelle Erhebung von StepStone.

Kaum eine Branche war durch die Corona-Krise stärker betroffen. Das schlägt sich auch auf die Jobs der Branche nieder: In Österreich ist der Stellenmarkt für Fachkräfte der Gastronomie und Hotellerie 2020 um 25 Prozent gesunken. Das zeigt eine Auswertung von 28 Jobbörsen in Österreich, erhoben durch die Marktforschungsagentur Index im Auftrag von StepStone.

Ankündigung der Öffnung: Der Startschuss für mehr Jobs?

Alle Zeichen stehen auf Start und die Gastronom∙innen in den Startlöchern. Die Aussicht auf eine baldige Öffnung befeuert die Branche. "„Im Vorjahr waren Hoteliers und Gastronomen bei angekündigten Öffnungen eher verhalten. Die Anzeigen liefen erst an, als wirklich geöffnet wurde und die Gäste kamen. Die Jobsuchenden waren hingegen deutlich früher aktiv. Das ist jetzt anders. Wir merken auf unseren Seiten seit einigen Wochen eine verhältnismäßig frühe Aktivität bei den Ausschreibungen. Das Wettrennen um die Fachkräfte der Branche hat begonnen“", so Nikolai Dürhammer, Geschäftsführer StepStone Österreich.

Fachkräftemangel durch Corona verschärft

Ein Grund für das frühe Handeln der Unternehmer∙innen dürfte der Fachkräftemangel der Branche sein, der im vergangenen Jahr zugenommen hat. Auch die Zugriffszahlen durch Jobsuchende bei den Branchenjobbörsen von StepStone zeigen, dass weniger Menschen nach Jobs im Gastgewerbe suchen als vor Corona. "„Die Corona-Krise hat den Fachkräftemangel in unserer Branche noch weiter verschärft. Viele gute Leute haben die Branche gewechselt mangels Chancen und Perspektiven. Jetzt kommen wir aber an einen Wendepunkt, jetzt geht es aber darum, dass wir gutes Personal brauchen, um wieder öffnen zu können“", gibt Mag.(FH) Gerhard Höflehner, Wirtschaftskammer Steiermark, Fachgruppe Hotellerie zu bedenken.

"„Gastrobetriebe stehen jetzt nicht nur vor der Frage, wann und unter welchen Bedingungen sie öffnen dürfen, sondern auch, ob sie offene Stellen besetzen können“", betont Jutta Altschuh, Expertin für Hotel- und Gastronomie bei StepStone Österreich.

Die Jobsuchenden der Branche

Die Zugriffe der Jobsuchenden auf die Branchen-Jobbörsen „Hotelcareer und Gastrojobs by StepStone“ sind im März 2020 um 30 Prozent gefallen, im April um weitere 15 Prozent. Im Mai zum Restart der Branche sind die Suchen wieder angestiegen und mit leichten Schwankungen den Sommer und Herbst über relativ hoch geblieben – bis zum Bekanntwerden des zweiten Lockdowns. "„Während der zweiten Welle hat ein Großteil komplett aufgehört nach Jobs zu suchen. Seit Beginn des Jahres nehmen die Anfragen aber wieder zu und ich gehe davon aus, dass mit Bekanntwerden des Datums der nächsten Öffnung diese wieder sprungartig steigen werden“", so Altschuh.

Corona und die Gastro: eine Chronologie der Krise Nach einem vielversprechenden Jahresstart 2020 brach der Stellenmarkt der Gastro- und Hotellerie Branche während des ersten Lockdowns österreichweit regelrecht zusammen.

Nach dem starken Einbruch im Frühjahr erholte sich der Stellenmarkt über den Sommer wieder leicht und erreichte im September seinen vorläufigen Höhepunkt. Registrierungspflicht in der Gastronomie, die Verkürzungen der Öffnungszeiten und die folgenden Lockdowns führten dann zu einem neuerlichen Rückgang der Jobs. Während es laut StepStone Fachkräfteatlas in andere Branchen rund um den Jahreswechsel schon wieder bergauf ging, gab es in im Dezember 2020 in der Gastronomie 70 Prozent weniger Jobangebote als zu Jahresbeginn. Schwankungen um diese Jahreszeit sind in der Branche normal, der Tiefpunkt im Dezember und der folgende Anstieg im Jänner waren aber während der Pandemie deutlich stärker ausgeprägt als in den Vorjahren.

So gelingt der Re-Start

Einerseits hat die Corona-Pandemie die Anzahl der Jobs, aber auch der Jobsuchenden verringert. Unternehmen haben deutlich weniger ausgeschrieben, Fachkräfte haben die Branche gewechselt. Jetzt stehen alle Zeichen auf Start. Was es für den gelungenen Re-Start braucht? "„Es ist jetzt wichtiger denn je, sich gut zu präsentieren. Ausschreibende Unternehmen sollten alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, ihre Anzeigengestaltung und Candidate Experience optimieren und auch gezielt an ihrer Arbeitgebermarke arbeiten, um die besten Talente am Markt für sich zu gewinnen“", lautet die Empfehlung seitens StepStone.

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18.05.2021

Startsignal an Stadthotels in ganz Österreich!

„Sicherer Tourismus ist möglich. Das zeigen die Erfahrungen vom vergangenen Sommer, das zeigt sich in Vorarlberg und der ÖHV-Kongress 2021 in Linz liefert ab 6. Juni endgültig den Beweis dafür: Professionelle Großveranstaltungen sind mit professionellen Sicherheitsmaßnahmen möglich“, freut sich ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer auf das erste Großevent der Branche nach dem Mega-Lockdown: „Holen wir die Stadthotellerie und den Kongresstourismus aus dem Dornröschenschlaf!“

Tourismusdirektor Steiner: „Freuen uns auf Begegnungen von Mensch zu Mensch!“

Auch Linz Tourismus blickt dem Restart freudig entgegen: „‚Alles bleibt anders‘ ist das Motto beim ÖHV-Kongress 2021. Das ist die perfekte Ergänzung zu unserem Slogan ‚Linz verändert‘. Wir freuen uns auf Begegnungen von Mensch zu Mensch beim ersten ÖHV-Sommerkongress in Linz, der auch für uns den Neustart markiert“, hält Tourismusdirektor Prof. Georg Steiner fest: „Danke der ÖHV für das Vertrauen und die fruchtbare Zusammenarbeit in dieser kritischen Zeit. Das Ungewöhnliche möge uns befruchten und motivieren für neue Erfolgsgeschichten mit und nach Corona.“

Oberösterreich Tourismus – Andreas Winkelhofer: Wenn aus Vorfreude echte Freude wird!

„Das Motto für das Comeback der oberösterreichischen Tourismusbranche trifft auf den ÖHV-Kongress gleichermaßen zu. Dieser bringt nicht nur endlich wieder Leben in die Stadthotellerie und Kongresshäuser zurück, sondern lässt uns auch die Freude von echten Begegnungen und Erlebnissen spüren“, streicht Oberösterreich Tourismus Geschäftsführer Mag. Andreas Winkelhofer hervor. Als erste Veranstaltung markiert der ÖHV-Kongress auch ein positives Startsignal für den Geschäfts- und Tagungstourismus in Oberösterreich: „Es freut uns daher sehr, Gastgeber-Bundesland dieses besonderen ÖHV-Sommerkongresses zu sein und dem Tourismus eine Bühne zu geben!“

ÖHV-Schick: Lichtblick für Stadt- und Businesshotels in ganz Österreich

Die Vorfreude auf das Startsignal für eine ganze Branche strahlt weit über Linz hinaus, wie Sophie Schick, Landesvorsitzende der ÖHV in Oberösterreich und Gastgeberin im Welser Boutique Hotel Hauser, bestätigt: „Wir bekommen von Hoteliers in ganz Oberösterreich und dazu von Stadt- und Businesshotels aus ganz Österreich enormen Zuspruch für den ersten Vor-Ort-Kongress nach dem Lockdown. Nach mehr als einem Jahr Totalausfall ist das für uns alle ein echter Lichtblick!“ Im Mittelpunkt stehen alte und neue Herausforderungen für Gastgeber.

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01.11.2020

Gewerbe und Handwerk zwischen Bangen und Zuversicht

„Ich danke der Bundesregierung, dass die Geschäftslokale, Produktionsstätten und Baustellen des Gewerbes und Handwerks offenhalten dürfen. Damit wird anerkannt, dass die Corona-Maßnahmen in den Gewerbe- und Handwerksbetrieben konsequent und strikt eingehalten wurden. Ich appelliere an alle Kunden, den Betrieben die Treue zu halten und ihre Leistungen gerade auch in dieser Situation – natürlich unter Einhaltung der strengen Hygienemaßnahmen – tatsächlich in Anspruch zu nehmen“, betont Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKÖ.

„Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens bedeutet für alle Gewerbe- und Handwerksbetriebe eine schwere Zeit mit Umsatzeinbrüchen und Auslastungsproblemen. Besonders schwer getroffen werden alle Gewerbe- und Handwerksbetriebe, die direkt oder indirekt Lieferanten oder Dienstleister für die geschlossene Gastronomie, Hotellerie und die untersagten Veranstaltungen sind. Das betrifft fast alle Branchen: z.B. vom Fleischer, Bäcker und Konditor, der keine Gastro-Umsätze mehr hat, über den Bau- und Ausstattungsbereich, deren Aufträge storniert werden, bis zu den Veranstaltungstechnikern, der Film- und Musikwirtschaft, den Friseuren, Kosmetikern, Floristen und Kleidermachern, die vielfach unmittelbar von der Abhaltung von Veranstaltungen abhängen. Die Betriebe des Gewerbes und Handwerks werden mit ihren 800.000 Beschäftigten diese schwierige Lage nur mit staatlichen Hilfen überleben können. Diese Hilfen müssen rascher, unbürokratisch und in größerem Ausmaß als die bisherigen Maßnahmen erfolgen – daran wird die Bundesregierung bei der Bewältigung dieser Ausnahmesituation zu messen sein“, schließt Scheichelbauer-Schuster.

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27.04.2021

Valeri weiß, was Immobilien wert sind

Raiffeisen Immobilien launcht mit valeri.at einen neuen österreichweiten Online-Bewertungsrechner. Raiffeisen Immobilien launcht mit valeri.at einen neuen österreichweiten Online-Bewertungsrechner.

Laut einer aktuellen, von Raiffeisen Immobilien bei Gallup in Auftrag gegebenen Umfrage1) wünscht sich ein Drittel der Österreicher ein Online-Bewertungstool von ihrem Immobilienmakler. Denn wer ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück verkaufen möchte, steht meist zuerst vor der Frage nach dem richtigen Verkaufspreis. Online-Rechner können zwar die sachkundige Bewertung durch einen Fachmann nicht ersetzen, für eine rasche erste Einschätzung des Liegenschaftswertes aber sehr nützlich sein. Sie sind jedoch immer nur so gut wie die dahinterliegende Datenbank. Basiert diese nur auf inserierten Angebotsreisen oder auf den tatsächlich in der Region erzielten Verkaufspreisen? Wie viele Immobilien wurden in welchem Zeitraum berücksichtigt? Valeri, der neue Gratis-Bewertungsrechner von Raiffeisen Immobilien, greift auf das Know-how von über 7.000 jährlich von Raiffeisen Immobilien vermittelten Transaktionen und rund 4.000 Bewertungsgutachten zu und erlaubt seinen Usern damit die Expertise des größten heimischen Liegenschaftsbewerters für sich zu nützen.

Gratis-Insights vom größten Liegenschaftsbewerter Österreichs

Für ein Ergebnis gibt man einfach die wichtigsten Fakten zum Objekt wie Fläche, Baujahr und Lage in den Bewertungsrechner ein. Basierend auf diesen Eingaben und der Raiffeisen Immobilien Datenbank errechnet Valeri den ungefähren Schätzwert der Immobilie der dem User als PDF-Dokument zur Verfügung gestellt wird. Der Rechner bietet somit eine schnelle, einfache und bequeme Preiseinschätzung – und das völlig kostenlos für Objekte in ganz Österreich.

Erreichbar ist der neue Bewertungsrechner unter valeri.at oder auf raiffeisen-immobilien.at

1) Computer Assisted Web Interviews, durchgeführt vom Österreichischen Gallup Institut im Februar 2021, N = 1000, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 20 und 65 Jahren

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24.06.2021

82 Prozent legen Markenloyalität ab

Österreicher*innen kaufen nach der Pandemie bewusster, nachhaltiger und regionaler und legen mehr Wert auf Qualität - unabhängig von Marken. Dies zeigt die brandaktuelle Studie „Post Corona-Consumer“ von TQS Research & Consulting und dem Marketing Circle Austria. Beim gestrigen Event der vier größten Marketingverbände (DMVÖ, IAB Austria, MCÖ und ÖMG) und der Fachgruppe Werbung Wien präsentierte WU Professor Dieter Scharitzer die Ergebnisse der repräsentativen Studie.

Befragt wurden im Juni 2021 über 1000 Österreicher*innen (270 Fragen). Die gegenwärtige Corona-Pandemie hat den stationären und digitalen Handel grundlegend verändert und die Prioritäten der österreichischen Gesellschaft verschoben. 80 Prozent der Befragten glauben an eine starke Veränderung der Bevölkerung und die Mehrheit der Studienteilnehmer*innen ist davon überzeugt, dass die Pandemie zu einem Wertewandel der Gesellschaft führen kann. Dabei stellen Österreicher*innen Werte wie Gesundheit (90%), Familie (88%), Digitalisierung (86%) sowie Nachhaltigkeit (76%) und Klimaschutz (75%) als bedeutende Aspekte für die zukünftige Gesellschaft in den Vordergrund.

Schwindende Markenloyalität

Dies spiegelt sich auch im Konsumverhalten wider: Verbraucher*innen werden zunehmend kritischer und erwarten von Marken, dass sie klare Stellung beziehen und mehr bieten als reine Funktionalität. Weniger als die Hälfte der Österreicher*innen legen bei der Kaufentscheidung Wert auf ein Markenprodukt eines bekannten Herstellers. Für 83 Prozent sind Markenprodukte inzwischen keine Garantie mehr für besondere Qualität und 82 Prozent der Befragten verzichten bei vergleichbaren günstigeren Alternativen auf das Markenprodukt. Stattdessen legen Konsument*innen Wert auf Wiederverwertbarkeit und die Möglichkeit zum Recycling (83 %), Regionalität bzw. Unterstützung der regionalen Wirtschaft (82 %), Nachhaltigkeit (80 %) und ökologische Überlegungen (76 %).

Nach wie vor bestimmt das Wissen über Kundenverhalten den Unternehmenserfolg. Das Verhalten der Konsument*innen hat sich jedoch durch die Digitalisierung und die Pandemie stark und schnell verändert. „"Die Post-Corona Consumer lassen sich nicht pauschalisieren. Die Segmentierung und die Zielgruppenansprache bleiben wichtig. Besonders durch die Krise und durch die verschiedenen Maßnahmen kommt es laufend zu Veränderungen im Verhalten. Regelmäßige Marktforschung bringt die relevanten Insights für datengestützte Entscheidungen"“, erklärt Professor Dieter Scharitzer, Geschäftsführer von TQS Research & Consulting und Studienautor.

Keine Wahl zwischen Online-Sein oder Nicht-Sein

Durch die Krise konnte der Online-Handel hohe Wachstumsraten verzeichnen. Auch wenn mit den Lockerungen ein Stück Normalität zurückkehrt, werden die Menschen auch nach der Krise vermehrt online sein, soziale Netzwerke nutzen, digital kommunizieren und online einkaufen. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (90%) kauft seit Beginn der Pandemie gleich viel bis viel mehr online ein als zuvor. 43 Prozent kaufen nun andere bzw. weitere Produkte online, die sie davor nur im stationären Handel gekauft haben. Am häufigsten werden dabei Produkte wie Bekleidung (20 %), Schuhe & Handtaschen (14 %), Produkte für Küche & Haushalt (14 %), Elektronik (13 %) sowie Drogerieprodukte (13 %) genannt. Lediglich drei Prozent der Österreicher*innen verzichten generell auf Online-Einkäufe. Damit gibt es für den Handel keine Wahl zwischen Online-Sein oder Nicht-Sein: In Zukunft sind nur die erfolgreich, die Multi- und Omnichannel anbieten können. Das Einkaufen im Geschäft macht heute für mehr als die Hälfte der Österreicher*innen weniger Spaß als vor der Pandemie und lediglich fünf Prozent der Befragten waren seit dem Lockdown wieder im stationären Handel einkaufen. „"Der Coronakunde ist zum Onlineshopper geworden, der Post Corona Kunde wird es bleiben! Die einzige Möglichkeit, abseits aller Onlinebereiche die Kunden zu erreichen, ist ein umfassender Marketingansatz. Wer das nicht am Radar hat wird im Nachteil sein"“, sagt Andreas Ladich, Marketing Circle Austria. Somit müssen kanalübergreifende Handlungs- und Interaktionsmöglichkeiten (Hybrider Vertrieb) geschaffen werden um eine stärkere Verbindung mit den Konsument*innen herzustellen und nahtlose Kauferlebnisse zu schaffen. Denn für knapp die Hälfte der Befragten (42%) ist Shoppen nur denkbar, wenn der Handel ein Erlebnis bietet.

Klimaschutz ist weiblich

Drei Viertel der Befragten geben an aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Teilnehmer*innen sind bereit Änderungen von Konsumentscheidungen als Beitrag zum Klimaschutz vorzunehmen. So würden 89 Prozent der Teilnehmer*innen beim Kauf eines neuen Haushaltsgeräts auf einen niedrigen Energieverbrauch achten, 88 Prozent wollen den Abfall reduzieren und recyclen und 84 Prozent sind bereit, ihren Verbrauch an Einwegartikeln zu reduzieren. Auch beim Lebensmittelkauf wollten immerhin mehr als zwei Drittel (70 %) stärker auf den CO2-Fußabdruck achten und mehr als die Hälfte (57 %) wollen sogar ihren Fleischkonsum reduzieren bzw. gänzlich auf Fleisch verzichten. Analysiert man diese Ergebnisse nach dem Geschlecht ist auffällig, dass Aspekte wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit derzeit höhere Zustimmung von Frauen erhalten.

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17.03.2021

Interesse an Kleinwohnungen 2020 enorm hoch

Vorsorge oder Zweitwohnsitz häufigste Nutzungsarten von Kleinwohnungen Vorsorge oder Zweitwohnsitz häufigste Nutzungsarten von Kleinwohnungen

Kleinwohnungen verzeichneten in den letzten Jahren einen großen Boom und waren sowohl als Anlageobjekte als auch für die Kurzzeitvermietung gefragt. Eine Datenanalyse von ImmoScout24 zeigt, dass das Interesse an Miet- und Eigentumswohnungen bis 40 m2 im Jahr 2020 beträchtlich gestiegen ist. Bevorzugt genutzt werden die kleinen Objekte als Anlage und Zweitwohnsitze, aber auch als Wohnraum für den Nachwuchs oder als Arbeitsplatz haben sie ihre Berechtigung, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag von ImmoScout24 unter 500 Österreicherinnen und Österreichern ans Licht bringt.

Interesse an kleinen Miet- und Eigentumswohnungen enorm hoch

Rund 11.750 Mietwohnungen unter 40 m2 wurden im Jahr 2020 auf ImmoScout24 angeboten, und das Interesse war groß: Während sich die Anfragen pro Immobilie von 2018 auf 2019 für Mietwohnungen in dieser Größenordnung relativ konstant hielten, stiegen sie 2020 sprunghaft um 60 Prozent an. Bei den Eigentumswohnungen wurden 2020 etwas weniger Immobilien angeboten. Das Interesse war jedoch enorm, und die Anfragen pro Immobilie verdoppelten sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren.

Vorsorge oder Zweitwohnsitz häufigste Nutzungsarten von Kleinwohnungen

Wer sich vorstellen kann, eine Kleinwohnung zu mieten oder zu kaufen, sieht sich darin jedoch nicht unbedingt selbst: Nur 36 Prozent würden die Wohnung selbst bewohnen, wobei Personen, die derzeit zur Miete wohnen, sich das eher vorstellen können (42 Prozent) als jemand, der bereits in einer Eigentumswohnung lebt (30 Prozent). Vorherrschender ist die Nutzung als Anlageobjekt (41 Prozent), weitere 37 Prozent würden das Objekt als Zweitwohnsitz nutzen. Und auch Kinder oder die Arbeit sind Gründe für die Anschaffung einer Kleinwohnung: Jeder Fünfte, der sich vorstellen kann, ein derartiges Objekt zu kaufen oder zu mieten, würde den Nachwuchs einziehen lassen. 15 Prozent sehen die ideale Nutzung als Arbeitsplatz. Dazu Dejmek: „Vermehrtes Arbeiten von zuhause wird aller Voraussicht nach nicht von heute auf morgen der Vergangenheit angehören. Wenn die Wohnsituation sich nicht einfach an dieses Bedürfnis anpassen lässt, braucht es alternative Lösungen. Und vielleicht sehen wir hier bald einen neuen Trend, nämlich die Nutzung kleiner Immobilien als ausgelagertes Homeoffice.“

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30.11.2020

Betrug bei Wirtschaftskammerwahl in mehreren Bundesländern

Das Nachrichtenmagazin „profil“ veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe neue Details zum Wahlbetrug bei der Wirtschaftskammerwahl im März. Demnach ermittelt die Staatsanwaltschaft Linz nun gegen den Chef einer oberösterreichischen Pflegeagentur, der im Fachgruppenausschuss der Kammer sitzt. Der Verdacht: Fälschung und Täuschung bei einer Wahl.

„profil“ zitiert aus der „Niederschrift über das Abstimmungsergebnis für die Fachgruppe Personenbetreuung“: „Die Spartenwahlkommission hat eine signifikante Häufung von Vorzugsstimmen für Hrn. [Name anonymisiert] festgestellt, wobei es auffallende Ähnlichkeiten bei den Schriftbildern, mit denen diese Vorzugsstimmen vergeben wurden, gegeben hat.“ Die Ermittler vermuten, dass Mitarbeiter der Agentur die Stimmzettel der Pflegerinnen im Sinne des Chefs ausgefüllt haben – ohne das Wissen der Frauen.

Eine tschechische Pflegerin, die mit der Agentur des Kammerfunktionärs zusammenarbeitet, erhärtete den Verdacht in ihrer Einvernahme: Eine Mitarbeiterin der Agentur sei mit einem Zettel zu ihr gekommen: „Sie hat mir gesagt, ich soll unterschreiben. Ich habe sie gefragt, was das ist. Sie hat gesagt: wegen Wahlen. Ich habe ihr gesagt: Ich darf hier nicht wählen, ich bin aus Tschechien. Sie hat dann gesagt, das ist nur intern für die Agentur.“ Die Pflegerin sagte weiter aus, sie habe bestimmt keinen Stimmzettel „ausgefüllt oder angekreuzt“. Die Mitarbeiterin der Agentur habe ihr „nicht erklärt, wofür das ist“: „Sie hat mit mir Slowakisch gesprochen. Ich habe nur unterschrieben, weil sie mir gesagt hat, ich soll unterschreiben.“ Die Agenturmitarbeiterin habe den Zettel (die Wahlkarte, Anm.) dann „wieder mitgenommen“.

Auch in anderen Bundesländern gibt es Betrugsvorwürfe: Fünf kroatische Pflegerinnen erzählten „profil“ erstmals, wie sie in der Steiermark, in Tirol und im Burgenland zu Unterschriften gedrängt wurden. Eine 24 Stunden-Betreuerin berichtet, dass die Mitarbeiterin einer steirischen Agentur ihr ein „WKO-Papier“ mit den Worten hingehalten habe, „dass ich unterschreiben soll“. Den Text „zu lesen und zu verstehen“ sei „nicht notwendig“, sei ihr beschieden worden.

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13.01.2021

AK: Corona lässt auch Beratungszahlen explodieren

Noch nie suchten so viele Menschen Hilfe bei den Servicestellen der AK Oberösterreich wie im Jahr 2020 Noch nie suchten so viele Menschen Hilfe bei den Servicestellen der AK Oberösterreich wie im Jahr 2020

Noch nie suchten so viele Menschen Hilfe bei den Servicestellen der AK Oberösterreich wie im Jahr 2020. Die Zahl der Anfragen erreichte eine Rekordhöhe: Rund 375.000 Anfragen bearbeiteten die AK-Experten/-innen. Um 15 Prozent mehr als im Jahr davor. Im Mittelpunkt standen vor allem die Auswirkungen der zahlreichen Gesetze und kurzfristig erlassenen Verordnungen zur Bekämpfung der Covid-19-Verbreitung. Ausnahmezustand und umfangreiche staatliche Unterstützungen hielten leider manche Unternehmen nicht davon ab, ihren Beschäftigten Zahlungen vorzuenthalten. Daher mussten die AK-Rechtsschützer/-innen immer wieder intervenieren und retteten so den AK-Mitgliedern 119,7 Millionen Euro. „"Diese eindrucksvollen Zahlen zeigen, wie wichtig unser kostenloser Rechtsschutz für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist"“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Ob rechtliche Unklarheiten bei Verordnungen, neue Kurzarbeitsregelungen, Corona-Schutzbestimmungen in den Betrieben oder Home-Office – die Palette der Rechtsfragen war riesengroß. Die politischen und juristischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen, wie zum Beispiel Kurzarbeit und Personalabbau, verunsicherten viele Arbeitnehmer/-innen. Zudem stellte die Betreuungssituation infolge der Schulschließungen die Eltern vor fast unlösbare Probleme. Entsprechend groß war im Vorjahr der Beratungsbedarf der AK-Mitglieder. Die Zahl der Hilfesuchenden stieg stark an.

Vor allem zu Beginn des ersten „Lockdowns“ am 16. März, als ein Großteil der Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe schließen musste, gab es einen bis dahin nicht gekannten Ansturm auf die Servicedienste der AK Oberösterreich. An diesem Tag registrierte man 5.011 Telefonanrufe sowie 756 Mail-Anfragen. Insgesamt halfen die AK-Experten/-innen im Vorjahr 374.812 mal mit Rat und Tat.

Durch Lockdown und Corona-Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz waren persönliche Beratungen monatelang nur mehr eingeschränkt möglich. Ihr Anteil sank übers Jahr gerechnet um 28 Prozent auf rund 45.000. Das tat der Beratungsqualität jedoch keinen Abbruch. Denn umso mehr wurden Telefon und Internet für die Fragebeantwortung genutzt. So stieg die Zahl der Mail-Anfragen um 71 Prozent auf mehr als 50.000. Die meisten Anfragen erfolgten aber per Telefon. Fast 280.000 mal griffen die AK-Mitglieder zum Hörer, um sich Rat zu holen. Das entspricht einem Anteil von 74,6 Prozent und einem Anstieg von 20 Prozent.

Auch AK OÖ-Homepage stark nachgefragt

Die vorübergehende Einstellung der persönlichen Beratungen wirkte sich im Vorjahr auch auf die Nutzung der AK Oberösterreich-Website – ooe.arbeiterkammer.at – enorm aus. Sie wurde um 50 Prozent mehr aufgerufen als im Jahr davor. Der größte Teil des Zuwachses betraf Corona-relevante Arbeitsrechtsthemen. Der Online-Besuch des Bereichs „Arbeit & Recht“ verdreifachte sich nahezu von 521.000 auf 1.371.660 Seitenaufrufe (+165 Prozent). „Beruf & Familie“ stieg von 106.000 auf 267.000 Seitenaufrufe (+150 Prozent) an.

Nachgefragtester Online-Artikel war jener zum Thema „Kurzarbeit wegen Corona“, der ab Mitte März ziemlich genau 500.000 mal aufgerufen wurde. Alleine am 19. März 2020 wurde er 46.000 mal angeklickt. An diesem Tag zählte die AK OÖ-Homepage fast 80.000 Seitenaufrufe, fast sechsmal so viele wie an einem normalen Wochentag. Hohe Klickzahlen erreichten auch die Themen „Home-Office“ (45.000) sowie „Schwangere und Corona“ (40.000).

Fast 120 Millionen Euro an vorenthaltenen Zahlungen erkämpft

Trotz der Ausnahmesituation kam die „klassische“ Rechtsberatung nicht zu kurz. Insgesamt konnte die AK Oberösterreich 2020 für ihre Mitglieder 119,7 Millionen Euro erkämpfen. Geld, das den Betroffenen eigentlich zugestanden wäre, das sie aber erst mit AK-Hilfe bekommen haben: darunter vorenthaltene Löhne, unbezahlte Überstunden, fehlende Kündigungsentschädigungen oder höheres Pflegegeld.

Der Großteil – rund 56,2 Millionen Euro – entfiel auf das Sozialrecht (Pension, Pflegegeld etc.). Ein weiterer großer Anteil – nämlich 46,4 Millionen Euro – wurde in Insolvenzverfahren für die von Firmenpleiten betroffenen Beschäftigten erkämpft. Hier sorgten die Insolvenzen großer Betriebe wie Kremsmüller und Wick für ein enorme Steigerung von rund 50 Prozent. Und in Arbeitsrechtsangelegenheiten holte die AK 13,8 Millionen Euro herein, rund zwei Millionen mehr als im Jahr 2019. Dabei reichten die erkämpften Einzelbeträge von 12,87 bis zu 86.151 Euro. Der Rest des Gesamtbetrags entfällt auf Interventionen in Konsumentenschutzangelegenheiten und auf die Lohnsteuerberatung.

„Diese Zahlen und Daten zeigen einmal mehr, wie wichtig unser kostenloser Rechtsschutz für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist. "Die Corona-Pandemie wird auch in den nächsten Monaten die wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Entwicklung dominieren. Schwierige politische Entscheidungen sind zu erwarten. Wir werden alles dafür tun, damit das alles nicht auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geht"“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: E. Wimmer, Arbeiterkammer Oberösterreich

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