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19.05.2019

Tristes Ende von Türkis-Blau

Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von ALOIS VAHRNER

Kurz wisse genau, was er jetzt tun wolle, verlautete am Freitagabend nach dem Auftauchen des Skandal-Videos von Heinz-Christian Strache aus dem Umfeld des Kanzlers. „Katastrophal und peinlich“, befand bei seiner Rücktrittserklärung gestern selbst der zwischen bekannter Opferrolle und Entschuldigungen schwankende Vizekanzler.

Kurz hätte, was auch schon am Freitag unausweichlich war, zumindest dann zeitnah die Reißleine ziehen müssen. Stattdessen erging man sich in einem stundenlangen Poker, angeblich etwa auch um den Posten von FPÖ-Mastermind Herbert Kickl als Innenminister – als ob es nach den skandalösen Aussagen und Angeboten Straches an eine angebliche russische Oligarchin noch um Retuschen und nicht um eine ganz klare politische und moralische Linie gegangen wäre.

Erst spät­abends hat Kurz das unabwendbare Aus für Türkis-Blau erklärt. Und eingestanden, dass mit dem Risiko-Partner FPÖ zwar etliche Reformen, aber auf Dauer doch kein Staat zu machen ist. Mit seinem zu langen Zaudern hat der Kanzler gestern seinem Macherimage selbst Kratzer zugefügt. Kurz hatte nur die Auswahl zwischen Pest und Cholera: einer Koalitions-Fortsetzung mit einer schwer angezählten FPÖ, die bisher eher mit BVT-Affäre und ständigen Abgrenzungsproblemen mit dem sehr rechten Rand die VP in Bedrängnis brachte.

Ein Rückfall in aus Schwarz-Blau bekannte Korruptionsthemen schien bis zum Auftauchen des Videos kein Thema. Jetzt steuert der Kanzler, auch wenn er bei der Neuwahl wie einst Schüssel mit FPÖ-Stimmen noch kräftig zulegen könnte, auf nur eine Option hin, weil sich eine erhoffte Ehe mit den NEOS kaum ausgehen wird: eine Neuauflage der ungeliebten großen Koalition mit der SPÖ – Streit und Stillstand wohl inkludiert.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Christian Michelides / Wikipedia / Quelle:
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