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Sonderthema September 2018: Bauen und Wohnen in Oberösterreich
Sonderthema September 2018: "Sieben von zehn Haushaltsgründern nutzen die Wohnbauförderung"
„Oberösterreich will Energietechnologie-Leitregion werden. Auf diesen Weg ist der umweltverträgliche Ausbau von Photovoltaikanlagen und von innovativen Speichertechnologien eine wichtige Maßnahme", betont Wirtschafts- und Energiereferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl. Mit einer neuen Förderung unterstützt daher das Land Oberösterreich ab 3. September 2018 Unternehmen bei der Errichtung von Photovoltaik-Anlagen und stationären Solarstromspeichern für Betriebe.

Damit wird ein weiteres Ziel der oö. Energiestrategie „Energieleitregion 2050“ umgesetzt. Dieses Ziel ist auch von der österreichischen Energieagentur als eine wesentliche Maßnahme bewertet worden, Die Energieagentur hat das für unser Bundesland nutzbare Photovoltaikpotential mit einer jährlichen Stromerzeugung zwischen 800 und 2.600 GWh errechnet.

Derzeit befinden sich etwa 25.000 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von ca. 270 MWpeak im oberösterreichischen Stromnetz. Alleine letztes Jahr wurden über 2.500 neue netzgekoppelte Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen. „Das Potential in Oberösterreich derzeit nur zu einem geringen Teil genutzt wird, deshalb starten wir am 3. September mit einer neuen Förderlinie“, kündigt Energiereferent LH-Stv. Strugl an.

Gefördert werden vom Land Unternehmen mit Betriebsgebäuden in Oberösterreich, die eine Photovoltaikanlagen für den optimierten Eigenverbrauch, größer 6 kWpeak und/oder einen stationären Solarstromspeicher mit mindestens 6 Kilowattstunden Nennkapazität errichten.

Gefördert wird die PV-Anlage mit 200 Euro je kWpeak (maximal 40 Prozent, max. 200 kWpeak) bzw. der Solarstromspeicher mit 300 Euro je Kilowattstunde Nennkapazität (maximal 40 Prozent und einer maximalen Speichergröße von PV-Anlage [kWp] mal dem Faktor 1,2).

Das Thema Energiespeicher gewinnt immer mehr an Bedeutung. Besonders die dezentrale Stromerzeugung, der direkte Verbrauch dieses erzeugten Stroms für die betriebliche Produktion und die Speicherung mit innovativen Solarstromspeichern ist zunehmend ein Thema für die heimischen Unternehmen. „Gerade oberösterreichische Energietechnologie-Unternehmen sind hier auch führend in der Entwicklung neuer Technologien“, sieht LH-Stv. Strugl einen doppelten Nutzen in dieser Maßnahme. Energiespeicher werden in Oberösterreich unter anderem von der Firma Fronius oder die Firma Greenrock/Blue Sky entwickelt.

Nähere Details zu den Fördervoraussetzungen und Beantragung: Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft, Abteilung Umweltschutz, Kärntnerstraße 10-12, 4021 Linz, 732 7720-14501, E-Mail: foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at

Detaillierte Beratung und Informationen zu den Förderungen gibt es beim Energiesparverband: www.energiesparverband.at

 

 

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Noch mehr Stress am Immobilienmarkt

Weitere Preissteigerungen am Immobilienmarkt und ein noch schwierigerer Einstieg für junge Leute und Newcomer – das befürchten die meisten Österreicher für die Zukunft, wie die aktuelle Umfrage der ING zeigt.

Wie auch bei der gleichen Vorjahresbefragung gehen ganze 78% der Österreicher davon aus, dass die Immobilienpreise in ihrer Wohngegend innerhalb des nächsten Jahres weiter zulegen. 17% denken, die Preise bleiben unverändert. 4% konnten sich dazu nicht äußern.

An einen Rückgang der Immopreise glaubt jedenfalls so gut wie niemand mehr – das zeigt die repräsentative Umfrage der ING unter 1.000 Österreichern klar auf.

Vor allem in Salzburg und Wien gibt es immer mehr Stress am Immobilienmarkt. 84% der Salzburger und 83% der Wiener glauben, dass es noch teurer wird. Etwas entspannter wird die Lage in Kärnten gesehen. Aber auch hier erwarten sich immerhin 69% Preissteigerungen.

„Angesichts der zuletzt gestiegenen Immobilienpreise und der von der Bevölkerung erwarteten weiteren Preissteigerungen erscheint der Eigentumserwerb immer unrealistischer“, meint Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Österreich und Deutschland. „Dabei hat Österreich bereits heute die EU-weit zweitniedrigste Eigentumsquote.“

„Teuer und schwierig“

60% der Österreicher finden die Immobilien hierzulande zu teuer. Newcomer treffen die Preisentwicklungen dabei besonders hart. 67% der Österreicher sind der Ansicht, dass der Einstieg für Junge bzw. Kaufwillige immer schwieriger wird.

Dabei ist der Wunsch nach der Eigentumsimmobilie generell hoch. So sagen nur 19% der potenziellen Erstkäufer, grundsätzlich kein Interesse an Haus- bzw. Wohnungsbesitz zu haben. 37% schließen die Option „Eigentum“ von vornherein aus mit der Begründung, sich diese ohnehin niemals leisten zu können.

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Die Traumimmobilie der Österreicher: ein Haus am Land mit Breitband

Die Traumimmobilie der Österreicher: ein Haus am Land mit Breitband

Wie sieht die Traumimmobilie der Österreicherinnen und Österreicher aus – und was macht das Wohnen zu einem echten Albtraum? Das hat Raiffeisen Immobilien, die größte heimische Immobilientreuhand-Organisation, nach 2008 nun bereits zum zweiten Mal in einer repräsentativen Studie erhoben.[1] Der Zeitvergleich bringt dabei interessante Entwicklungen zu Tage.

Seit zehn Jahren unverändert ist das Einfamilienhaus am Land der uneingeschränkte Wohntraum der ÖsterreicherInnen: 31% der 2018 Befragten wünschen sich ein solches, auf Platz zwei landet mit 22% das Einfamilienhaus am Stadtrand. Letzteres ist vor allem bei Großstädtern, primär aus der Bundeshauptstadt, sehr beliebt: 25% der Wienerinnen und Wiener träumen vom Haus am Stadtrand, 21% von einer Bleibe im Grüngürtel rund um die Großstadt, 20% von der Stadtvilla. Von einer Mietwohnung träumen nur 10% der ÖsterreicherInnen, aber 18% der WienerInnen. Tatsächlich leben allerdings 32% der Befragten in einer Mietwohnung, 11% in einer Genossenschaftswohnung sowie 3% in einem sonstigen Mietobjekt. Die Mehrheit der ÖsterreicherInnen, nämlich 52%, wohnt laut Studie im Eigentum.

Weniger Fläche und Zimmer

Deutliche Veränderungen zeigen sich im Zeitverlauf bei der Frage nach der Größe der Traumimmobilie. Wünschten sich 2008 noch 23% der Befragten mehr als 150 m2 Wohnfläche, tun dies 2018 nur mehr 15 Prozent. Kleinere Einheiten mit bis zu 100 m2 sind hingegen deutlich beliebter (44% nach 34% in 2008). Dieser Trend spiegelt sich auch in der Frage wie viel Schlaf- bzw. Kinderzimmer die Traumimmobilie aufweist: Wünschten sich 2008 noch 33% der Befragten vier Zimmer, sind es aktuell nur mehr 15%. Ing. Mag. (FH) Peter Weinberger, Geschäftsführer von Raiffeisen Immobilien NÖ/Wien/Burgenland und Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich: „Der Trend zu kleineren Einheiten hängt mit den gestiegenen Baukosten und Immobilienpreisen zusammen. Kompaktere Einheiten sind leistbarer - die Österreicherinnen und Österreicher sind offenbar Realisten, auch wenn es um ihre Traum-Immobilie geht!“

Digitale Erreichbarkeit vor guter Verkehrs-Infrastruktur

Gewandelt haben sich in den vergangenen zehn Jahren auch die Wünsche an die Umgebung der Traumimmobilie. Spitzenreiter sind nach wie vor „Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf“, diese wünschen sich mehr als drei Viertel der Befragten in nächster Nähe zu ihrem Traum-Zuhause. Auffällig ist, dass es die „gute digitale Erreichbarkeit mittels (Breitband)Internet“ mit 67% der Nennungen gleich bei erstmaliger Abfrage in 2018 auf Platz zwei des Rankings geschafft hat, noch vor Gesundheits-Infrastruktur (66%) und guter Erreichbarkeit mit dem Auto (65%) bzw. den Öffis (64%). Mag. Nikolaus Lallitsch, Geschäftsführer von Raiffeisen Immobilien Steiermark und Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich: „Barrierefreiheit bedeutet beste Erreichbarkeit und Nutzbarkeit. Für ländliche Regionen sind daher eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur, Öffis im dichten Takt, gute Nahversorgung und eben die digitale Erreichbarkeit lebenswichtig. Ohne sie verödet eine Gegend, mit ihr kann sie leben!“ 

Häuslbauer werden weniger

Die Raiffeisen-Immobilien-Umfrage beschäftigte sich jedoch nicht nur mit den Wohnträumen der ÖsterreicherInnen, sondern auch mit deren Immobilien-Realität. Und auch hier zeigt der Vergleich mit 2008 deutliche Veränderungen. So gab vor 10 Jahren die Hälfte der befragten Hauseigentümer an, ihre Bleibe selbst gebaut zu haben. 2018 sank dieser Wert auf 31%. Der Anteil jener, die ihr Haus gekauft haben, stieg dagegen von 25% auf aktuell 30%. 26% haben ihr Haus geerbt oder geschenkt bekommen (2008: 25%). Peter Weinberger: „Immer mehr Grundstücksbesitzer bauen nicht mehr selbst, sondern verkaufen ihren Baugrund an einen professionellen Bauträger. Daher ist auch die Zahl der klassischen Häuslbauer insgesamt rückläufig. In kleineren Orten sind diese aber immer noch stark vertreten.“ 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: zVg / dbn