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Sonderthema Oktober / November 2020: Burgenländischer Handwerksbonus wird aufgestockt
Burgenländischer Handwerksbonus wird aufgestockt

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gemeinsam mit Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner

LH Doskozil und LR Dorner: „Ab 1.1.2021 werden Wohnbaudarlehen mit einem Fixzinssatz von 0,9 Prozent auf 30 Jahre angeboten werden, damit wird die Burgenländische Wohnbauförderung noch attraktiver“

Vergangene Woche wurde eine Novellierung des Raumplanungsgesetzes präsentiert, um Bauland wieder leistbar zu machen. Heute kündigten LH Hans Peter Doskozil und Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner eine weitere Aufstockung des Burgenländischen Handwerkerbonus an. „Der Handwerkerbonus wurde sehr gut angenommen, wir haben bis dato rund 2,8 Mio. Euro zur Auszahlung gebracht. 1.500 Anträge wurden bereits positiv behandelt und weitere 1.500 Anträge warten bereits. Das bedeutet, wir rechnen durchaus in diesem Jahr mit einem Finanzierungsbedarf für den Handwerkerbonus von bis zu sechs Mio. Euro. Der Burgenländische Handwerkerbonus, der im nächsten Jahr mit zwei Mio. Euro vorgesehen gewesen wäre, wird 2021 mit drei Mio. Euro dotiert werden“, kündigte LH Doskozil an.

Der Handwerkerbonus sei ein wichtiges Instrument zur Belebung der Wirtschaft, von dem „burgenländische Klein- und Mittelunternehmen sowie ihre Arbeitnehmer gerade in Zeiten der Corona-Krise enorm profitieren. Und es ermöglicht den privaten Haushalten, jene Investitionen zu tätigen und sich zu leisten, die sie vielleicht schon lange vorgehabt haben“, erklärte Doskozil. Bereits Anfang Juni hat das Land aufgrund der Corona-Krise und der negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft den Handwerkerbonus enorm ausgeweitet, Förderbeträge wurden verdoppelt und es werden seither mehr Leistungen gefördert. Der nicht rückzahlbare Zuschuss beträgt für Arbeitsleistungen 25% der förderbaren Kosten und maximal 10.000 Euro. Bei Maßnahmen, die mehr Energieeffizienz bringen, werden auch Materialkosten mit 25% und maximal 14.000 Euro gefördert. Es können weiterhin Anträge gestellt werden, die auch behandelt und – wenn alle Auflagen erfüllt werden – bewilligt werden.

Weitere Verbesserungen ganz allgemein im Bereich der Burgenländischen Wohnbauförderung betreffen die Darlehenskonditionen. Dazu sagte LR Dorner: „Konkret werden ab 1. Jänner 2021 Darlehenskonditionen mit einem fixen, höchst attraktiven Zinssatz angeboten, mit dem wir im Bundesländervergleich führend sind“. Und Doskozil: „Wir sehen uns stetig mit den Zinssituationen in der freien Wirtschaft konfrontiert. Daher sind wir zum Schluss gekommen, dass Wohnbaudarlehen ab 1.1. 2021 mit einem höchst attraktiven Fixzinssatz von 0,9 Prozent auf 30 Jahre angeboten werden“.

Weiters sind Attraktivierungen in den Bereichen Sanierung und Ökologisierung geplant. „Im Bereich der Wohnbauförderung gibt es seitens des Landes ein klares Bekenntnis zur Ökologisierung. Das bedeutet, dass wir durch gewisse Maßnahmen, biologische, ökologische Baustoffe ganz massiv bevorzugen. Auf der anderen Seite werden wir bei Abwanderungsgemeinden einen Zuschlag von bis zu 15.000 Euro gewähren“, führte der Landeshauptmann an.

Die wichtigsten Neuerungen ab 1. Jänner 2021:

·        Die Darlehenskonditionen werden attraktiver: Künftig gibt es eine Fixverzinsung von 0,9 Prozent für 30 Jahre.
·        Verbesserungen im Bereich der Sanierung:
o        Der maximal förderbare Betrag bei der energetischen Sanierung beträgt in Hinkunft 45.000 Euro (bisher: 30.000 Euro).
o        Für sonstige Verbesserungs- und Erhaltungsarbeiten an Gebäudehülle und Haustechnikanlagen (umfassende technische Sanierung), wird die Förderquote von 25 auf 50 Prozent der Kosten angehoben.
·        Erweiterung und Anpassung des Bonussystems auf Basis des Öko-Index: Wer ökologisch baut, kann sein Basisdarlehen um bis zu 40 Prozent erhöhen.
·        Dachbegrünungen und vertikale Außenbegrünungen werden bei Neubau oder Sanierung gefördert – Dachbegrünungen bis maximal 4.000 Euro, Fassaden bis maximal 5.000 Euro.
·        Höhere Förderung für bodenverbrauchssparendes Bauen: Für das Schließen von Baulücken und ähnlichen Flächen im Ortsgebiet wird die Förderung von 70 auf 100 Euro/m² angehoben; der maximale Förderbetrag wird von maximal 12.600 auf 20. 000 Euro erhöht.
·        Bonus Abwanderungsgemeinden: Wer in einer Gemeinde, in der die Bevölkerungsentwicklung rückläufig ist, baut oder saniert, bekommt bis zu 15.000 Euro höhere Darlehen.

„Mit einem ganzen Paket an Maßnahmen – sei es im Bereich der Raumplanung, der Wohnbauförderung und des Handwerkerbonus – wollen wir letzten Endes unserer Bevölkerung helfen, ihre Bauvorhaben umzusetzen“, so LR Dorner abschließend.

Kein „Corona-Preiseinbruch“ bei gekauften Wohnimmobilien

Die meisten Transaktionen gab es in Graz (Stadt), Wien Donaustadt und Bregenz
Das teuerste Einfamilienhaus (9,6 Mio. Euro) und die teuerste Wohnung (6,8 Mio. Euro) wurden in Tirol verkauft
Das größte Grundstück wechselte in Salzburg den Eigentümer

Wien, am 05. Oktober 2020: Wohnimmobilien werden von vielen Branchenexperten als krisenfeste Investition bezeichnet. Eine Analyse des zweiten Quartals 2020, den die Immobilienplattform willhaben mit dem Grundbuchexperten IMMOunited durchgeführt hat, bestätigt: „Betongold“ trägt seinen Ruf zurecht.

Q2/2020 gegenüber Q2/2019: Häuserpreise überall, Wohnungspreise fast überall im Plus
Der Durchschnittspreis von Wohnimmobilien ist im Q2/2020 gegenüber Q2/2019 nahezu überall angestiegen. Häuser verzeichneten in ganz Österreich Preissteigerungen. Auch die durchschnittlich gezahlte Summe für Eigentumswohnungen lag in den meisten Bundesländern klar im Plus: Die stärkste Preissteigerung gab es hier im Burgenland (26,1 %). Dahinter folgen Wohnhäuser in Vorarlberg (19,8 %) und Salzburg (17,4 %). Einen Rückgang der durchschnittlichen Transaktions-Summe gab es lediglich bei Wohnungen in der Steiermark, Tirol und Wien. Dieser fiel aber klein bis minimal aus.

Die Veränderung des durchschnittlichen Kaufpreises von Wohnimmobilien pro Bundesland im Q2/2020 gegenüber Q2/2019 in %

Burgenland

  • Einfamilienhaus: 9,1%
  • Wohnung: 26,1%

Kärnten

  • Einfamilienhaus: 9,0%
  • Wohnung: 3,4%

Niederösterreich

  • Einfamilienhaus: 9,9%
  • Wohnung: 3,3%

Oberösterreich

  • Einfamilienhaus: 11,9%
  • Wohnung: 2,6%

Salzburg

  • Einfamilienhaus: 17,4%
  • Wohnung: 3,4%

Steiermark

  • Einfamilienhaus: 5,9%
  • Wohnung: -2,3%

Tirol

  • Einfamilienhaus: 9,9%
  • Wohnung: -0,2%

Vorarlberg

  • Einfamilienhaus: 19,8%
  • Wohnung: 2,4%

Wien

  • Einfamilienhaus: 11,5%
  • Wohnung: -0,1%

Quelle: IMMOunited & willhaben auf Basis der Grundbuchdaten Q2/2019 und Q2/2020

Auch die aktuelle Quartalsanalyse von willhaben und IMMOunited zeigt, dass die Gesundheitskrise dem Immobilienmarkt kaum etwas anhaben konnte. Im Rahmen dieser Erhebung werden regelmäßig die bemerkenswertesten Immobilien-Verbücherungen Österreichs aufgelistet. Die untersuchten Zahlen reichen von den meisten Transaktionen, über Top-Deals im Wohnbereich, den höchsten Transaktions-Summen, bis hin zu den größten Grundstücksverkäufen. Anbei sind die interessantesten Ergebnisse des zweiten Quartals 2020.

Bezirke: Die meisten Immobilien-Transaktionen im Quartal – absolut

Österreichweit

  1. Graz (Stadt) (544)
  2. Wien 22., Donaustadt (323)
  3. Bregenz (300)
  4. Innsbruck (Land) (285)
  5. Wien 10., Favoriten (272)

Bezirke: Die meisten Immobilien Transaktionen im Quartal – relativ pro Einwohner

Top 5 – Österreichweit

  1. Kitzbühel
  2. Mistelbach
  3. Dornbirn
  4. Bregenz
  5. Korneuburg

Spitzenreiter-Bezirk in jedem Bundesland

  1. Burgenland – Güssing
  2. Kärnten – Klagenfurt (Stadt)
  3. Niederösterreich – Mistelbach
  4. Oberösterreich – Wels (Stadt)
  5. Salzburg – Zell am See
  6. Steiermark – Graz (Stadt)
  7. Tirol – Kitzbühel
  8. Vorarlberg – Dornbirn
  9. Wien – Wien 03., Landstraße

Bezirke: Die wenigsten Transaktionen im Quartal – relativ pro Einwohner

  1. Rust (Stadt)
  2. Amstetten
  3. Hartberg-Fürstenfeld
  4. Rohrbach
  5. Zwettl

Tripamer Bau

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nachhaltigkeit beim Renovieren für 50 Prozent wichtig

Das Thema Nachhaltigkeit ist für jeden zweiten Österreicher beim Renovieren wichtig. Ein Viertel plant in naher Zukunft ein Projekt. Isolierung, Beschattung und neue Fenster stehen auf der To-do-Liste ganz oben.

Die Österreicher bauen und renovieren fleißig: Ein Drittel (34 Prozent) der Österreicher hat in den letzten beiden Jahren Bau- oder Renovierungsarbeiten durchgeführt, mehr als ein Viertel (28 Prozent) plant ein Projekt in den kommenden zwei bis drei Jahren. Dass Nachhaltigkeit und Umweltschutz hier wesentliche Themen waren, zeigt die Trendumfrage von ImmoScout24: Bei bereits umgesetzten Projekten spielten sie für beinahe die Hälfte (48 Prozent) eine sehr große Rolle. Bei zukünftigen Bau- und Renovierungsarbeiten sieht die Lage ähnlich aus, hier sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz für 43 Prozent sehr wichtig.

Isolierung, Beschattung und Fenster stehen im Fokus

Gefragt nach den konkret geplanten Vorhaben, stehen Maßnahmen im Vordergrund, die sich auf die Energieeffizienz der Gebäude bzw. Wohnungen auswirken. So geben die Befragten an, am ehesten eine Verbesserung der Isolierung (28 Prozent), die Installation von Beschattungselementen wie Außenrollos bzw. Grünfassaden (28 Prozent) oder die Montage neuer Fenster (22 Prozent) in Angriff nehmen zu wollen. Auch die Umsetzung von Smart Home-Lösungen können sich 22 Prozent zumindest eher vorstellen. Was in geringerem Maße auf der Agenda steht, sind die Installation von Klimaanlagen (17 Prozent) und Sprachassistenten (15 Prozent).

Österreichern ist Energieeffizienz und stromsparende Beleuchtung besonders wichtig

Abseits der geplanten Maßnahmen wurde im Zuge der Trendumfrage auch die Wichtigkeit baulicher Maßnahmen abgefragt. Als unbedingt erforderlich erachten die Österreicher die hohe Energieeffizient von Gebäuden (62 Prozent), gefolgt von stromsparender Beleuchtung (49 Prozent). Mit etwas Abstand folgt die Beschattung von Gebäuden zur Kühlung (39 Prozent).

Eine untergeordnete Rolle spielt für den durchschnittlichen Österreicher derzeit die Nutzung alternativer Energieformen zur Beheizung und Kühlung. Nur ein Viertel der Befragten stuft diese Maßnahme als unbedingt erforderlich ein. In höheren Bildungsschichten mit Matura bzw. Universitätsabschluss steht dieses Thema hingegen hoch im Kurs: Hier sehen drei Viertel die Nutzung von Solarenergie als unbedingt erforderlich an.

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