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Sonderthema November / Dezember 2021: Eigenheimsanierung und NÖ Raus aus Öl-Bonus

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Sonderthema November / Dezember 2021: Eigenheimsanierung und NÖ Raus aus Öl-Bonus

Eigenheimsanierung
Irgendwann bedarf es einer Sanierung, damit das Haus wieder aktuellen Standards entspricht und wertvolle Energie nicht verloren geht. Die Zuschusshöhe ergibt sich aus den förderbaren Sanierungskosten. Der Zuschuss muss nicht zurückbezahlt werden. Somit hilft die Eigenheimsanierung nicht nur langfristig die monatlichen Energiekosten zu senken, sondern unterstützt auch bei der Finanzierung bzw. Rückzahlung eines Darlehens.

Sanierung mit Energieausweis
Die Sanierung mit Energieausweis soll bei Wärmeschutz- und Energie­effizienzmaßnahmen, die zu einem entsprechenden verbesserten Heizwärmebedarf führen, das Förderausmaß optimieren. Das Land Niederösterreich unterstützt Sie bei dieser Variante mit einem 10%igen Direktzuschuss und zusätzlich wahlweise einem 2 %igen jährlichen Zuschuss zur Unterstützung der Rückzahlung eines Darlehens über die Dauer von 10 Jahren.


Sanierung ohne Energieausweis
Die Sanierung ohne Energieausweis wird für Einzelmaßnahmen wie Wärmeschutz­maßnahmen an der Gebäudehülle, Dachsanierungen oder Heizungsein- oder            -umbau beantragt. Das Land Niederösterreich unterstützt Sie wahlweise; es gibt 2 Varianten. 

Fördervariante 1: 3%iger jährlicher Zuschuss der förderbaren Sanierungskosten zur Unterstützung der Rückzahlung Ihres Darlehens über die Dauer von 10 Jahren, also insgesamt 30 % Gesamtförderung, ODER
Fördervariante 2: 10%iger einmaliger Zuschuss der förderbaren Sanierungskosten.

Sowohl bei der Sanierung mit, als auch der Sanierung ohne Energieausweis ist eine höhere Förderung bei Steigerung von Energieeffizienz, Behaglichkeit und Sicherheit, sowie für die Sanierung von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden möglich. Bei der Sanierung mit Energieausweis können zudem erhöhte Förderungen für Ökologie und Sanierungen im Ortskern bzw. in Gemeinden mit negativer Bevölkerungs­entwicklung (Regionsbonus) erlangt werden. 


NÖ Raus aus Öl-Bonus
Das Land Niederösterreich unterstützt den Umstieg auf alternative Heizkessel mit bis zu € 3.000,-. Die Förderaktion läuft bis 31. Dezember 2022 und kann gleichzeitig mit dem Raus aus Öl – Bonus des Bundes, der bis zu € 7.500,- bringt, in Anspruch genommen werden. Das bedeutet, dass für den Tausch eines Heizkessels durch die Förderung des Landes und des Bundes bis zu € 10.500,- möglich sind.

In Ein- oder Zweifamilienhäusern und Reihenhäusern wird der Ersatz des bestehenden Öl-, Gaskessels oder der Gastherme bzw. eines Allesbrenners durch eine Heizungsanlage auf Basis fester biogener Brennstoffe (nur Holzprodukte), eine elektrisch betriebene Wärmepumpe oder einen Fernwärmeanschluss gefördert.

Der Zuschuss in der Höhe von 20 % der anerkannten Investitionskosten, bis zu        € 3.000-- (bei Ersatz von Allesbrennern bis zu € 1.000,-) wird als einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

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Hausbau

Der Traum vom eigenen Haus bleibt vielfach unerfüllt

Wunsch und Wirklichkeit sind beim Wohnen oft zwei Paar Schuhe. Wie und wo die Österreicher:innen gerne wohnen möchten und wie sie tatsächlich wohnen, dem ist die aktuelle Trendstudie unter 1.000 Befragten im Auftrag von ImmoScout24 nachgegangen.

Haus ist für 7 von 10 Wunschimmobilie

Könnten sich die Österreicher:innen die Immobilie, in der sie wohnen, einfach aussuchen, würden sich 70 Prozent für ein Haus entscheiden. Besonders stark ausgeprägt ist dieser Wunsch bei den 30 bis 49-Jährigen und in Haushalten mit Kindern. Die Wohnung als Erfüllung ihrer Wohnträume sehen nur 30 Prozent. Wie so oft klaffen Wunsch und Wirklichkeit hier jedoch weit auseinander. Nicht einmal jede:r Zweite (44 Prozent) bewohnt aktuell am Hauptwohnsitz ein Haus, 56 Prozent leben in einer Wohnung.

Eigentum wünschen sich 8 von 10

Noch stärker ist der Wunsch nach Eigentum in den Köpfen verankert. So geben 81 Prozent an, am liebsten in einer Immobilie wohnen zu wollen, die ihnen selbst gehört. Verglichen mit 2017 (86 Prozent) hat der Wunsch danach, die bewohnte Immobilie zu besitzen, abgenommen. Etwas gestiegen ist hingegen die Attraktivität der Mietimmobilien: 10 Prozent (2017: 7 Prozent) wünschen sich, zur Miete zu wohnen. 7 Prozent sehnen sich nach einer Genossenschaftswohnung, die Gemeindewohnung erfüllt nur 2 Prozent der Befragten einen Traum.

Große Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit bei Eigentum

Die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist beim Eigentum jedoch erheblich, der Anteil der Eigenheimbesitzer:innen liegt bei lediglich 55 Prozent. Dazu Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24: „Die Eigentumspreise sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, dass Miete damit attraktiver wird, kommt aber nur langsam in den Köpfen an. Denn die Österreicher:innen halten sehr stark an ihrem Wunsch nach einer eigenen Immobilie fest, wie die aktuellen Zahlen zeigen.“

Stadtrand und Speckgürtel sind Wunschlagen

Gefragt nach der erträumten Lage der Immobilie, zeigt sich ein etwas differenzierteres Bild. Am beliebtesten (32 Prozent) sind Lagen am Stadtrand, gefolgt von Dörfern in ländlichen Gegenden (21 Prozent). Einzugsgebiete von Städten bzw. Umlandgemeinden (20 Prozent) landen knapp dahinter auf dem dritten Platz. Immobilien in Stadtlage sind immerhin für 18 Prozent die bevorzugte Wohngegend. Am Land, außerhalb eines Ortsgebietes, möchten nur mehr 9 Prozent wohnen.

Dazu Dejmek: „Wir sehen anhand der Daten, dass die Stadtflucht, die im Zuge der Pandemie oft diskutiert wurde, kein so großes Thema ist. Zwar wünschen sich viele Menschen einen Nebenwohnsitz im Grünen, der Trend beim Hauptwohnsitz geht aber eher in Richtung Leben am Stadtrand oder im Speckgürtel, wo es urbane Annehmlichkeiten und trotzdem etwas Grün gibt.“

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RICS Österreich

Sachverständigenrunde einig: ESG wird in Zukunft die Bewertung von Immobilien maßgeblich beeinflussen

Environmental, Social und Governance Faktoren (ESG) werden künftig eine wichtige Rolle bei der Immobilienbewertung spielen und am Markt sowohl Nachfrage als auch Preise maßgeblich beeinflussen. Zu diesem Schluss kommt ein Arbeitskreis von Immobiliensachverständigen, der auf Initiative von RICS Österreich und PwC Österreich ins Leben gerufen wurde und den Einfluss von ESG-Faktoren auf die Immobilienbewertung im Rahmen der EU-Taxonomie untersuchte. Als Resultat dieses Arbeitskreises wurde ein gemeinsames Positionspapier verfasst.

EU-Taxonomie und ihre Auswirkungen auf den Immobiliensektor
„Das Umlenken von Finanzmitteln in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten, umgesetzt durch die EU-Taxonomie, steht in der EU aber auch in Österreich ganz oben auf der Agenda, um die von der UN vorgegebenen Klimaziele zu erreichen“, so Peter Fischer, Real Estate Leader bei PwC Österreich.

„Freilich trifft dies auch mit voller Wucht und nachhaltig die Immobilienwirtschaft als prominentes Mitglied des Finanzmarktes, da Gebäude für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs sowie rund 36 Prozent der Kohlenstoffdioxidemissionen in der EU verantwortlich sind.“

Entsprechend hoch ist auch der zu leistende Beitrag der Immobilienwirtschaft, um die EU-Klimaziele zu erreichen, was die gesamte Branche vor große Herausforderungen stellen wird. Es werden sämtliche Teilbereiche der Immobilienwirtschaft betroffen sein, allen voran Bau und Betrieb, aber auch Finanzierung, Vermögensanlage und Bilanzierung.

„Steigt also die Nachfrage auf Investorenseite nach nachhaltigen Immobilien, bedeutet dies in weiterer Folge, dass Assets, die nicht diesen ESG-Kriterien entsprechen, und zwar in allen Punkten bzw. Buchstaben, nachhaltig unter Druck geraten werden“, so Fischer.

„Die Umsetzung der ESG-Anforderungen wird die größte Herausforderung der Immobilienbranche in den nächsten Jahren sein. Dies wird jedenfalls auch Auswirkungen auf die Immobilienbewertung mit sich bringen“, erklärt Jenni Wenkel MRICS, Vorstandsvorsitzende RICS Österreich. „Hier sind wir als Berufsverband in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft gefordert, neue Rating- und Bewertungsmodelle anzudenken, um dem steigenden Bedarf des Marktes nach Transparenz und einheitlichen Standards nachkommen zu können.“

ESG-Faktoren beeinflussen verschiedene Parameter der Bewertung einer Immobilie, beispielsweise die Marktmiete, Bewirtschaftungskosten, Investitionsausgaben (CapEx) sowie die Nutzungsdauer. Als zentraler Parameter wurde der Kapitalisierungszinssatz identifiziert, der entsprechend dem ESG-Status eines Objekts angepasst werden muss.

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GDI2050
Dr. Clemens Demacsek, Geschäftsführung der GDI 2050

Die Energiepreise explodieren: thermische Sanierung rechnet sich!

Die Preise für Gas, Heizöl und Strom klettern seit Monaten rasant nach oben. Die bevorstehende CO2-Bepreisung wird die Kosten für Heizung und Warmwasser erneut befeuern. Ab 2026 kommen auf Hausbesitzer mit Ölheizungen Mehrkosten von ca. 850 Euro/Jahr zu – Tendenz weiter steigend. Eine rasche energetische Sanierung des Gebäudebestandes nutzt nicht nur dem Klima – wer jetzt saniert, profitiert.

In Österreich warten an die 1,9 Millionen Wohneinheiten und ca. 60.000 öffentliche Gebäude darauf, endlich klimafit gemacht zu werden. Daher entfallen immer noch gut 10 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes auf den Bereich Wohnen. Derzeit liegt jedoch die Sanierungsrate bei 1,5 Prozent statt, wie von Experten seit Jahrzehnten gefordert, bei 3 Prozent. Seit Monaten schießen die Großhandelspreise für Gas förmlich durch die Decke. Die florierende Wirtschaftsentwicklung treibt zudem die Nachfrage nach Rohöl aber auch Strom nach oben. Die Weitergabe dieser Preiserhöhungen an die Endverbraucher wird spätestens im kommenden Jahr für alle im Geldbörserl spürbar. Zusätzlich wird mit Inkrafttreten der Steuerreform 2022 und der darin enthaltenen CO2-Bepreisung eine Teuerungswelle auf fossile Energieträger ausgelöst, die im Wohnbereich nur mit einer thermischen Sanierung abgefedert werden kann.

Ökosoziale Steuerreform sorgt ab 2022 für weiteren Preisschub beim Heizen

Durch die CO2-Bepreisung wird sich ab dem Jahr 2025 die Befüllung eines Heizöltanks für ein Einfamilienhaus grob gerechnet* um zumindest 450 Euro* pro Jahr verteuern. Ab 2026, wenn der CO2-Preis pro Tonne sich am freien Markt orientiert, müssen Heizöl-befeuerte Haushalte gar mit ca. 850 Euro Mehrkosten pro Tankfüllung rechnen. „Ganz abgesehen davon, dass wir die Klimakrise in den Griff bekommen müssen, zahlt es sich jetzt aus, Gebäude nach dem Stand der Technik thermisch zu sanieren. Denn es gibt nicht nur bereitgestellte Fördermillionen, die darauf warten abgeholt zu werden, die geplante Steuerreform beinhaltet auch die Möglichkeit, Maßnahmen zur thermischen Sanierung steuerlich abzusetzen,“ appelliert Dr. Clemens Demacsek, Geschäftsführer der GDI 2050. „So breit und umfassend wie in den kommenden Jahren werden Sanierungsmaßnahmen wohl kaum mehr subventioniert werden. Der alleinige Heizkesseltausch ist dabei aber zu kurz gegriffen. Zuvor muss der energetische Bedarf des gesamten Gebäudes optimiert werden,“ gibt Clemens Demacsek zu bedenken.

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Wohnkosten

Neue Studie: 58 Prozent von explodierenden Miet- und Wohnkosten betroffen

Wohnen wird immer teurer, steigende Mieten und Betriebskosten fressen die Einkommen der österreichischen ArbeitnehmerInnen auf. So lassen sich die Ergebnisse einer heute von der Gewerkschaft vida und der Mietervereinigung Österreichs (MVÖ) in einer Pressekonferenz präsentierten neuen Studie auf den Punkt bringen. In der von Reichmann Research Consulting (RRC) durchgeführten Studie zeigt sich deutlich mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Befragten von den Preissteigerungen der letzten Jahre im Bereich des Wohnens und Mietens sehr bzw. ziemlich betroffen. Angesichts dieses alarmierenden Ergebnisses fordern vida und MVÖ von der Bundesregierung ein Entlastungspaket ein. Dieses müsse gesetzliche Regeln zur Eindämmung der Immobilien- und Bodenspekulation, eine Mietrechtsreform samt Preisobergrenzen sowie eine Steuerreform mit sozial gerechten Maßnahmen gegen Klimawandel und Armut durch zu hohe Energiekosten umfassen, betonen die stv. vida-Vorsitzende, vida-Bundesfrauenvorsitzende Olivia Janisch, und Georg Niedermühlbichler, Präsident der Mietervereinigung Österreichs.

Bei der repräsentativen RRC-Studie im Auftrag der vida und der MVÖ wurden per Online-Umfrage im Zeitraum September 2021 aktuelle Aspekte zum Thema Mieten und Wohnen unter österreichweit 2.402 Mitgliedern von vida und der MVÖ erhoben. Zu den Befragten zählen MieterInnen von Privat-, Genossenschafts- bzw. Gemeindewohnungen sowie EigenheimbesitzerInnen.

Als Verantwortliche für die Preissteigerungen nennen rund zwei Drittel (67 Prozent) die Spekulation mit Immobilien, exakt die Hälfte (50 Prozent) sieht die Verantwortung dafür bei der Politik. Mehr als ein Drittel aller Befragten sieht hier explizit die Bundesregierung in der Verantwortung, jede/r Fünfte die jeweilige Landesregierung. Mangelnder öffentlicher Wohnbau wird von 30 Prozent als Preistreiber bei Wohnen und Mieten angesehen, jeweils etwa ein Viertel sieht eine Mitschuld bei den Bauträgern sowie den Immobilienmaklern.

Die Erhebung weist unter den Befragten einen hohen Grad an erwarteter Ungerechtigkeit hinsichtlich der Lastenverteilung bei den Kosten für die Bewältigung der Klimakrise auf. Zwischen der Erwartung „Wer wird die Hauptlast tragen?“ sowie dem Anspruch „Wer soll die Hauptlast tragen?“ besteht eine Diskrepanz. Unter derzeitigen Gesichtspunkten werden die normalen Leute – vor allem ArbeitnehmerInnen, sozial Schwache, kleine LandwirtInnen sowie PensionistInnen als hauptsächliche Kostenträger gesehen. Die Frage, wer die Hauptlast tragen soll, wird ebenso eindeutig beantwortet: In erster Linie werden hier Konzerne, die industrialisierte Landwirtschaft sowie Vermögende in der Pflicht gesehen.

„Die Bundesregierung muss den Studienergebnissen und den genannten Erwartungshaltungen mit einem Entlastungspaket für Mieten und Wohnen Rechnung tragen“, fordern Janisch und Niedermühlbichler. Dazu zählt, dass Wohnen in der Verfassung als Grundrecht verankert und sozialen und gesellschaftspolitischen Aspekten im Bereich Wohnen gegenüber der Wettbewerbsfreiheit und Profitgier eindeutigen Vorrang eingeräumt werden müsse. Wie in Wien sollten mit einer bundesweiten neuen Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau“ die Kosten für Bauland und die Grundstückspekulation begrenzt werden. „Das wirkt sich preisdämpfend auf den Wohnungsmarkt aus“, konstatiert der MVÖ-Präsident.

Die MVÖ fordert zudem eine klare Preisobergrenze für alle Mietverhältnisse, womit der Wildwuchs an „Mietzuschlägen“ unterbunden werden soll. In einem Zu- und Abschlagkatalog sollten sämtliche Zuschläge auf maximal 25 Prozent vom Richtwert gedeckelt werden. „Wohnen ist ein Grundbedürfnis, das für alle leistbar sein muss. Die Bundesregierung steht hier in der Pflicht, da das Mietrecht Bundessache ist“, fordert Niedermühlbichler ein Mietrecht für alle ein, da es derzeit für die Mehrzahl der privaten Mietverhältnisse keinen gesetzlichen Preisschutz gebe. Das bedeutet Miethöhe, Ablösesummen, Betriebskostenabrechnungen und Schadensbehebungen seien hier ungeregelt. Der MVÖ-Präsident plädiert auch für ein Ende von befristeten Mieten. Diese würden den MieterInnen wichtige Rechte nehmen, dafür Unsicherheiten schaffen und zudem die Gesamtwohnkosten steigern: Alle paar Jahre fallen dadurch Kosten für u.a. Umzug, Kaution, MaklerIn und Ummeldung an.

„Durch die Steuerreform der Bundesregierung wird Mieten und Wohnen für die Durchschnittsösterreicherinnen und -österreicher nicht spürbar billiger“, stellt Janisch fest. Sie kritisiert, dass über die Höhe des Klimabonus die Postleitzahl entscheide und der erhöhte Familienbonus Familien, die ihn tatsächlich bräuchten, nicht helfen werde. Zudem hätten die Frauen bei der Reform einmal mehr das Nachsehen: „Unbezahlte, zumeist von Frauen übernommene Care-Arbeit, wie Kinderbetreuung und Pflege von Familienangehörigen, fallen aus der Berechnung der Entlastung heraus. Und für genau das, wie der Ausbau von Kindergärten, Horten und Pflegeeinrichtungen, was Frauen entlasten würde, gibt es keine zusätzlichen Budgetmittel“, prangert die vida-Bundesfrauenvorsitzende an.

Die Regierung habe es bei der Steuerreform zudem wieder verpasst, über eine Vermögenssteuer auch von den Reichen einen Beitrag für Klimaschutz und Armutsbekämpfung einzuheben. Dabei brauche es in Österreich dringend Budgetmittel gegen Armut durch zu hohe Energiekosten. „Schließlich müssen gegen die drohende Verarmung von Teilen der Bevölkerung Sozialbudgets, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe und Mindestsicherung genauso wie Miet- und Heizkostenschüsse erhöht werden, um einkommensschwächere Personen und Familien von den explodierenden Miet- und Wohnkosten zu entlasten“, bekräftigt Janisch.

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Fotos:GDI2050 / RICS Österreich/ zVg / dbn.at