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Sonderthema Dezember 2020 / Jänner 2021: Kärnten fordert mehr Tempo bei Neugründung
der Wohnbaubank
Kärnten fordert mehr Tempo bei Neugründung

Zu einer Reihe von wichtigen Themen – von Klimaschutz über Sanierungsraten bis hin zur Ortskernbelebung – berieten im November die Wohnbaureferentinnen und -referenten der Bundesländer. Tagesordnungspunkt 1: Die geplante Neugründung der Wohnbauinvestitionsbank.

„Ich appelliere eindringlich an den Bund, dieses Vorhaben nicht weiter aufzuschieben, sondern zügig umzusetzen. Gerade in der jetzigen Phase sind Impulse für die Bauwirtschaft, Investitionen in leistbaren Wohnraum und in nachhaltige Sanierung ganz besonders wichtig“, erklärte Kärntens Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig im Anschluss an die Videokonferenz.

Die österreichische Wohnbauinvestitionsbank war 2018 unter der Vor-Vorgängerregierung liquidiert worden.

Dass die aktuelle Bundesregierung nun umschwenkt und mit der Neugründung eine Initiative für finanzierbares Wohnen setzen will, sei begrüßenswert. Geplant ist, dass die Wohnbauinvestitionsbank von der Europäischen Zentralbank (EZB) Mittel aufnimmt, für die die Republik haftet, und diese Mittel für Wohnbau zur Verfügung stellt.

„Das darf nun nicht auf die lange Bank geschoben werden. Das Baugewerbe ist besonders arbeitsplatzintensiv. Frisches Geld für Wohnbau sichert Arbeitsplätze und stellt die Versorgung mit Wohnraum sicher“, so Schaunig, und weiter: „Wichtig ist, dass die Mittel auch ganz massiv für Sanierungen eingesetzt werden.

Bestehende Gebäude klimafit und barrierefrei zu machen, verlängert ihre Lebensdauer und verbessert die Energiebilanz. Sanierungen sind zudem sehr arbeitsintensiv und daher als Aufträge für die regionalen Unternehmen besonders wichtig.“

Im Bereich der Neubauten fordert Kärntens Wohnbaureferentin günstige Finanzierungskonditionen für gemeinnützige Bauvereinigungen, da nur hier sichergestellt sei, dass die Gelder in der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft verbleiben.

Schaunig: „Falls auch privater Mietwohnungsbau aus öffentlichen Mitteln gefördert wird, muss davor unbedingt eine effektive Mietzinsgrenze eingeführt werden.“

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Förderung Photovoltaik auf und an kommunalen Gebäuden

Verlängerung der Richtlinie „Förderung Photovoltaik auf und an kommunalen Gebäuden“

Eine Verlängerung der seit 1. Juni geltenden Förderung im Bereich Photovoltaik auf und an kommunalen Gebäuden wurde vor kurzem, in der Regierungssitzung beschlossen. „Wir erhöhen die Landesmittel massiv, um den erfolgreichen Weg weiter fortzusetzen. Das bringt nicht nur einen Schub in punkto Ausbau erneuerbarer Energien, sondern ermöglicht es den Kärntner Gemeinden auch, bei kluger Planung kostenneutrale klimarelevante Maßnahmen umzusetzen“, so Energiereferentin LR.in Sara Schaar.

Das Land Kärnten unterstützt die Kärntner Gemeinden mit bis zu 60 Prozent der Kosten, ermöglicht es aber zusätzlich, Investitionszuschüsse von dritter Stelle, wie etwa dem Bund oder der EU, in Anspruch zu nehmen. Damit kann eine Gesamtförderung von bis zu 100 Prozent erreicht werden. „Aktuell wurden 120 Projekte von Gemeinden eingereicht, die bis dato zugesagte Fördersumme beträgt 552.000 Euro für 71 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 813,5 kWp“, freut sich Schaar.

„Mit rund 55 Prozent Gesamtanteil der erneuerbaren Energieträger am energetischen Endverbrauch liegt Kärnten aktuell österreich- und europaweit im Spitzenfeld. Neben Wasserkraft und fester Biomasse setzen wir stark auf Photovoltaik“, so Schaar.

Im Bereich der Photovoltaik fördert das Land Kärnten vor allem die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf und an Gebäuden. Ein zweiter Schritt sind vorbelastete Infrastrukturflächen (wie etwa Deponieflächen, Gewerbeflächen, etc.). „Erst wenn diese Flächen ausgereizt sind und wir noch Bedarf haben, müssen wir über Alternativen auf Freiflächen nachdenken“, so Schaar.

Die Umsetzung des Photovoltaik-Ausbaus auf Dächern ist zudem eine wichtige Maßnahme im Rahmen der Klimaagenda Kärnten und entspricht den Zielen des Energiemasterplans und des Regierungsprogramms.

Die Klimaagenda Kärnten ist das wichtigste Steuerungsinstrument von derzeitigen und zukünftigen Klimaschutzmaßnahmen der Landesregierung und wirkt quer über alle Referatsbereiche des Landes. „Ziel ist es, im Jahr 2030 Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu produzieren. Bis dorthin wird zudem mit einem erhöhten Bruttostrombedarf von 0,6 TWh gerechnet.

Dieses Ziel inkl. des Strommehrbedarfes kann durch zu installierende PV-Anlagen auf Dächern realisiert werden. Dafür benötigen wir bis 2030 eine zusätzliche Kollektorfläche von 4,4 km². Die PV-Offensive wird fortgesetzt, denn Kärnten ist Sonnenland“, sagt Schaar.

  LHStv.in Schaunig

LHStv.in Schaunig: Wohnbaureferentinnen und -referenten der Länder diskutierten drängende Themen – Neue Wohnbauinvestitionsbank muss vom Bund zügig umgesetzt werden – Fokus auf nachhaltige Sanierung und leistbare Mietwohnungen

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Mietpreise in den ersten drei Quartalen um 4,6 Prozent angestiegen

Mietpreise in den ersten drei Quartalen um 4,6 Prozent angestiegen

Die Mietpreise für Wohnungen sind in Österreich in den ersten drei Quartalen 2020 um 4,6 Prozent angestiegen. Für eine 70 qm-Wohnungen bezahlen Mieter im Österreich-Schnitt derzeit 968 Euro. In Innsbruck muss man für eine Wohnung in dieser Größe 1.329 Euro rechnen und auch in Vorarlberg, Salzburg und Wien müssen Mieter mehr als 1.000 Euro für 70 Quadratmeter parat halten. Das zeigt die Auswertung der Angebote von Wohnungen auf der Immobilienplattform ImmoScout24.

Österreichweit sind die Mietpreise für Wohnungen in den ersten drei Quartalen 2020 um 4,6 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2019 angestiegen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreise liegt bei 13,8 Euro. Für eine 70 qm-Wohnung müssen Mieter also im Schnitt 968 Euro rechnen.

Höchste Steigerung in Westösterreich

Am günstigsten wohnt man nach wie vor im Burgenland. Für eine Wohnung im östlichsten Bundesland zahlen Mieter durchschnittlich 9,2 Euro. Am teuersten ist das Mieten im Tourismusland Tirol mit einem Quadratmeterpreis von 16,1 Euro, gefolgt von der Bundeshauptstadt Wien mit 15,7 Euro.

Aber auch in Vorarlberg muss man im Schnitt für eine Mietwohnung mit 15 Euro verhältnismäßig tief in die Tasche greifen, ebenso wie in Salzburg mit durchschnittlich 14,8 Euro pro Quadratmeter.

Während im Burgenland (-4,6 Prozent und Niederösterreich (-0,9 Prozent) die Preise rückläufig sind, verzeichneten Tirol, Vorarlberg und Wien Preissteigerungen zwischen 4 und 6 Prozent. „Österreichweit sind die Preise für Mietwohnungen etwas angezogen. Der Immobilienmarkt ist immer ein regionaler Markt.

Die Unterschiede bei den Mieten zwischen dem günstigsten Bundesland Burgenland und Tirol, das die höchsten Mietpreise aufweist, liegen aber inzwischen bereits bei knapp 7 Euro“, so Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24.

Betrachtet man die Mietpreise für Wohnungen in den Bundeshauptstädten, so liegt Innsbruck mit einem Quadratmeterpreis von 19 Euro klar an der Spitze, gefolgt von Salzburg mit 16,3 Euro pro Quadratmeter.

Am günstigsten wohnt man in Eisenstadt und Linz (10,1 Euro/qm). In der ehemaligen Kaiserstadt Wien müssen Mieter im Durchschnitt mit 15,7 Euro rechnen. Wer eine neue Bleibe von 70 Quadratmeter sucht, zahlt demnach in Linz und Eisenstadt rund 700 Euro, in Wien 1.102 Euro, in Innsbruck 1.329 Euro und in Bregenz 1.077 Euro.

Die letztgenannten Städte haben auch den stärksten Anstieg bei den Mietpreisen für Wohnungen im Jahr 2020 verzeichnet: in Bregenz legten die Preise um 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, in Innsbruck plus 5,4 Prozent. Vergleichsweise günstig sind Wohnungen auch in Klagenfurt mit 10,9 Euro, St. Pölten mit 12 Euro sowie Graz mit 12,3 Euro pro Quadratmeter.

„Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt. Dennoch ist und bleibt Wohnen ein Grundbedürfnis und sollte für jeden leistbar bleiben,“ so Markus Dejmek.

Über die Immobilien-Mietpreisanalyse:

Die Datengrundlage für die ImmoScout24 Preisanalyse umfasst 336.250 Datenpunkte der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebotsdaten. Die aktuelle Analyse vergleicht Daten der ersten drei Quartale 2020 mit jenen aus den ersten drei Quartalen 2019. Basis sind Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Betriebskosten, exklusive Heiz- und Stromkosten sowie etwaige Steuern.

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Fotos: Land Kärnten /J.Grollitsch, CC BY-SA 4.0 / zVg / dbn.at