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Sonderthema September 2019: Kärnten: Sanieren mit Kopfchen und Förderung

Sonderthema September 2019: Kärnten: Sanieren mit Kopfchen und Förderung

Mehr Wohnkomfort, die Senkung der Heiz- und Wohnkosten, steigendes Umweltbewusstsein und der Wunsch nach energieautonomem Wohnen - das sind die Hauptmotive für die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen im Eigenheim. Wie man am besten zur passenden Förderung kommt, erfahren Sie hier.

Ob geerbt oder gekauft – ältere Häuser und Wohnungen haben durch ihre "persönliche Geschichte" ihren ganz besonderen Reiz.

Kleiner Wermutstropfen: Sie sind – vor allem, was ihre energetische Effizienz betrifft – naturgemäß nicht mehr am neuesten Stand. Was tun, wenn man sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr wohlfühlt oder sich gar bereits Feuchtigkeit und unerwünschte Zugluft breitmachen?

"Mit dem 2018 beschlossenen Kärntner Wohnbauförderungsgesetz haben wir einen wesentlichen Schritt gesetzt, um für die Kärntner Bevölkerung qualitativ hochwertiges und leistbares Wohnen sicherzustellen.

Sowohl bei Neubauten als auch bei der Sanierung von Wohnobjekten gibt es eine Vielzahl an Förderungen für Maßnahmen, die unter klimarelevanten und ökologischen Gesichtspunkten durchgeführt werden", erklärt Angelika Fritzl, Unterabteilungsleiterin der Wohnbauförderung des Landes Kärnten.

Sei es die Senkung des Energieverbrauchs, die thermische Sanierung des Eigenheims oder bauliche Maßnahmen zur Erhöhung der Barrierefreiheit – bei all diesen Belangen werden vom Land Kärnten Förderungen ausbezahlt. Fritzl: "Gefördert werden diverse Beratungsleistungen, Maßnahmen zur Erhöhung des Wärmeschutzes einzelner Bauteile, energieeffiziente ökologische Haustechnikanlagen sowie die umfassende energetische Sanierung.

Mit 1. Jänner des heurigen Jahres wurden die Förderungen noch einmal erhöht. Entscheidet man sich für einen Austausch seiner Heizungsanlage von fossilen auf erneuerbare Energien, kann man bis zu 6.000 Euro an Förderung erhalten." Ebenso wurden die Förderrichtlinien entschärft: So wurden beispielsweise die energetischen Mindestanforderungen reduziert.

Vorrangig sei das Thema Nachhaltigkeit, so Fritzl: "Wichtig sind uns die Verwendung ökologischer, nachwachsender Bau- und Dämmstoffe, die Nutzung erneuerbarer Energien durch Solaranlagen und Photovoltaik und die Abkehr von fossilen Brennstoffen."

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Wie kommt man zur Förderung?

"Um eine Sanierungsförderung beantragen zu können, ist eine kostenlose Vor-Ort-Energieberatung nötig. Hierbei verschafft sich ein geschulter Energieberater aus dem Energienetzwerk Kärnten im Wohnobjekt des Antragstellers einen Überblick über den Gesamt-Energieverbrauch des Gebäudes und bringt entsprechende Optimierungsvorschläge.

Gleichzeitig berechnet der Energieberater auf Basis von empfohlenen thermisch-energetischen Sanierungsmaßnahmen das Einsparungspotenzial", weiß Fritzl.

Entscheidet man sich für eine umfassende energetische Sanierung, kann man sich bezüglich der organisatorischen Belange im Zusammenhang mit der Förderabwicklung professionelle Unterstützung holen – von einem sogenannten Sanierungscoach.

Dieser steht dem Antragsteller beratend zur Stelle – angefangen vom Förderungsansuchen bis hin zur korrekten Abrechnung von Bauleistungen. Wieviel Geld gibt es? "Die Förderhöhe hängt von den individuellen Sanierungsmaßnahmen ab.

Nachdem sich die Anforderungen ans Wohnen sowie die Lebensstile ständig ändern, bieten wir maßgeschneiderte Finanzierungsmodelle. So gibt es bei Förderungen beispielsweise die Wahlmöglichkeit zwischen Direktzuschüssen und Förderungskrediten", erklärt Fritzl.

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Aus alt mach neu - Sanierungsförderung für nachhaltige Beständigkeit

"Ein über die Jahre gewachsenes, architektonisches Landschaftsbild prägt alle unsere Kärntner Orte, egal ob Städte, Marktgemeinden oder Dörfer. Gebäude aus unterschiedlichen bautechnischen Epochen prägen das Ambiente der Umgebung und machen ihren malerischen Reiz aus. Die alten Juwelen vergangener Generationen mit all ihren Geschichten abzureißen, weil sie der Überalterung geschuldet ihre Zweckmäßigkeit verloren haben, verändert den Kern eines jeden Wohngebiets (Ortsbildes).

Viele der Gebäude entsprechen nicht mehr den modernen Standards. Der Energieverbrauch ist zu hoch, es gibt keine getrennten Eingänge, die Treppen sind zu steil. Da scheint die Sanierung zu teuer. Ein Neubau aber nimmt nur weitere Grünflächen in Anspruch, während andere Gebäude leer stehen – eine alles andere als umweltfreundliche Lösung. Mit den unterschiedlichen Fördermöglichkeiten aber soll Sanierung leistbar gemacht und der Erhalt bestehender Häuser forciert werden.

Egal ob Reconstructing, Barrierefreiheit oder erneuerbare Energie: Erhalten wir den alten Baubestand mit all seinen Geschichten und steuern trotzdem (oder gerade deshalb) in eine nachhaltige, energieeffiziente Zukunft! "

Sonderthema September 2019: Kärnten: Sanieren mit Kopfchen und Förderung

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Quelle: Landesregierung Kärnten / Fotos: zVg / dbn / Thorben Wengert  / pixelio.de / Gernot Gleiss