zurück zu den regulären Ausgaben von dbn.at
dbn - Du bist Nachrichten in Niederösterreich, Tirol, Vorarlberg, Burgenland und Oberösterreich
Sonderthema Oktober / November 2021: Burgenland: Leistbares Wohnen zentrale Herausforderung in den kommenden Jahren
Sonderthema Oktober / November 2021: Burgenland: Leistbares Wohnen zentrale Herausforderung in den kommenden Jahren

B-SÜD-Studie bestätigt Schwerpunktsetzung des Landes – große Zufriedenheit mit Wohnsituation – Preisthematik für Bevölkerung im Vordergrund

Leistbares Wohnen Burgenland


Die aktuellen Ergebnisse einer B-SÜD-Wohnbaustudie waren Dienstagabend Thema einer Podiumsdiskussion in der Genussakademie Burgenland in Donnerskirchen mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Wohnbaulandesrat Heinrich Dorner, B-SÜD-Geschäftsführer Johann Fellinger und Meinungsforscher Peter Hajek. Wesentlichste Aussage der Studie: Er herrscht große Zufriedenheit bei den Burgenländerinnen und Burgenländern über ihre aktuelle Wohnsituation, aber auch Zukunftsskepsis aufgrund des steigenden Preisdrucks.

LH Doskozil sieht sich in der Wohnraumfrage im Weg des Landes bestätigt: „Es ist eine der zentralen Herausforderungen für die Landespolitik, das Thema ‚leistbares Wohnen‘ weiter voranzutreiben. Wir haben dazu auch eine Vielzahl von Maßnahmen in unserem Regierungsprogramm verankert, die wir nun Punkt für Punkt abarbeiten werden.

Mit der Wohnbauförderung haben wir dazu einen starken Hebel in der Hand. Die Burgenländerinnen und Burgenländer können sich darauf verlassen, dass wir dafür sorgen, dass sie im Burgenland nicht nur gut und sicher leben, sondern auch leistbar wohnen können.“

Landesrat Dorner betonte die große Bedeutung von geförderten Wohninitiativen: „Wir müssen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse beim Schaffen von Wohnraum noch mehr Rücksicht nehmen. Besonders im Burgenland ist etwa die öffentliche Verkehrsanbindung ein entscheidender Faktor in Hinblick auf die Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner.

Wir müssen hier gemeinsam mit gemeinnützigen Bauträgern wie der B-SÜD versuchen, für die Burgenländerinnen und Burgenländer leistbaren und vor allem auch lebbaren Wohnraum zu schaffen.“

Leistbares Wohnen Burgenland

Die Studie zeige eines sehr deutlich: „Auch bei Burgenländerinnen und Burgenländern steht beim Wohnraum die Preisfrage an erster Stelle. Umso mehr sehen wir uns als gemeinnützige Wohnbauträger in die Pflicht genommen – denn leistbarer Wohnraum wird in den kommenden Jahren noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Gleichzeitig sind wir aber auch gefordert, nach wie vor qualitativ und innovativ zu bauen, um nachhaltige Werte für kommende Generationen zu schaffen“, so B-SÜD-Geschäftsführer Fellinger bei der Präsentation der Studie, bei der auch zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Nordburgenland teilnahmen.

Studie zeigt große Zufriedenheit, aber auch Zukunftsskepsis
Die im August dieses Jahres vorgenommene Befragung – durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Unique Research unter der Studienleitung von Peter Hajek – macht eines ganz deutlich:

94 Prozent der befragten Burgenländerinnen und Burgenländer zeigen sich mit ihrer aktuellen Wohnsituation nach wie vor zufrieden – überaus große Zustimmung gibt es aktuell zu Größe (95 Prozent), Lage und Umgebung (93 Prozent) sowie Raumaufteilung (93 Prozent) der eigenen vier Wände.

Die Zufriedenheit manifestiert sich auch sehr deutlich im Bereich Stabilität und Kontinuität: 86 Prozent leben schon länger als drei Jahre in ihrem Haus oder ihrer Wohnung und nur 8 Prozent sind derzeit auf Wohnungssuche.

Wenn es um die Schaffung von Wohnraum geht, dann steht die Preisthematik ganz weit oben auf der Agenda: Bei 46 Prozent der befragten Burgenländerinnen und Burgenländer steht die Preisfrage an erster Stelle, gefolgt von der lokalen Gesundheitsversorgung (45 Prozent) und der Lage (37 Prozent) sowie Energieeffizienz (37 Prozent) Hingegen spielen Architektur (15 Prozent) und Freiräume (11 Prozent) nur eine untergeordnete Rolle.

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie: 77 Prozent der Befragten sind mit dem Preis–Leistungsverhältnis des Wohnens im Burgenland zufrieden und rund zwei Drittel unterstreichen auch die Qualität im gemeinnützigen Wohnbau. 57 Prozent sehen den gemeinnützigen Wohnbau auch als innovativ.

Leistbares Wohnen

Die Studie kommt aber auch zum Ergebnis: Der Preisdruck und die gestiegenen Wohnraumkosten werden auch von den Burgenländerinnen und Burgenländern wahrgenommen, auch wenn hierzulande knapp 70 Prozent der Befragten laut Studie im Einfamilienhaus leben. „Für gemeinnützige Wohnbauträger wird es auch aufgrund der steigenden Grundstücks- und Baukosten immer schwieriger, die gewohnte Qualität zu liefern.

Wir stellen uns aber gerne der Herausforderung und werden in den kommenden Jahren weiter daran arbeiten, für die Burgendländerinnen und Burgenländer attraktiven und vor allem leistbaren Wohnraum zu schaffen“, so Fellinger abschließend.

http://www.romocea-bau.at/

http://www.ingschindler.at/

Ausmisten, verschönern oder gar umbauen stehen hoch im Kurs

Ausmisten, verschönern oder gar umbauen stehen hoch im Kurs

Corona hat das Thema Wohnen für viele Österreicher:innen in den Fokus gerückt. Welche Verschönerungsaktionen, Umbauarbeiten und Renovierungen in den eigenen vier Wänden umgesetzt wurden, dem ist die aktuelle Trendstudie unter 1.000 Befragten im Auftrag von ImmoScout24 nachgegangen.

Entrümpeln wurde zum Volkssport

Mehr Zeit – vor allem mehr Zeit in den eigenen vier Wänden – hat viele Österreicher:innen offenbar dazu gebracht, sich die eigenen Besitztümer einmal näher anzusehen.

So hat mehr als die Hälfte der Österreicher:innen die Pandemie dazu genutzt, sich von Dingen zu lösen, die nicht mehr gebraucht werden. 53 Prozent geben an, bereits ausgemistet zu haben, weitere 18 Prozent planen, dieses Projekt in Angriff zu nehmen.

Die Entrümpelungs-Hochburgen sind Salzburg, hier haben sieben von zehn ordentlich ausgemistet, Vorarlberg (67 Prozent) und das Burgenland (59 Prozent).

Auch wer Kinder hat, hat die Zeit eher dazu genutzt, nicht mehr Benötigtes loszuwerden. Haushalte mit mehr als 2 Kindern haben überdurchschnittliches Gefallen am Entrümpeln gefunden (62 Prozent). Auch die Wohnungsgröße hatte Auswirkungen darauf, ob für mehr Ordnung gesorgt wurde oder nicht.

Allerdings haben Haushalte mit mehr Wohnfläche die Zeit eher zum Ausmisten genutzt als Bewohner kleinerer Wohnungen, die nicht überdurchschnittlich anfällig dafür waren, sich von Dingen zu trennen.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Auch die Motivation, etwas Hand an der Wohnung anzulegen und sie zu verschönern, war in der Pandemie gegeben. Mehr als ein Drittel der Befragten hat mit neuen Heimtextilien, etwas Farbe oder Deko-Elementen dafür gesorgt, die Wohnsituation umzugestalten. Überdurchschnittlich oft haben Bewohner von Städten und Mietwohnungen diese Maßnahmen ergriffen.

Weiter gegangen ist etwas mehr als ein Fünftel (22 Prozent) der Befragten. Sie haben die Gelegenheit genutzt und gleich neue Möbel angeschafft.

„Wenn mehr Zeit zuhause verbracht wird, wird Verbesserungspotenzial meist deutlicher. So ist es nicht verwunderlich, dass Wohnraum an die eigenen Bedürfnisse angepasst oder einfach verschönert wurde“, erläutert Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24, die Situation.

Hör mal wer da hämmert

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass in der Pandemie nicht nur mit kleinen, eher einfachen Maßnahmen versucht wurde, das Wohngefühl zu verbessern.

  https://derbadprofi.at/burgenland/

https://www.berger-gmbh.com/

https://www.malermeister-feiner.at/

https://www.tischlerei-feitl.at/

http://www.fol-tec.at

https://www.paar.co.at/

https://www.skalski-tischler.at/

https://www.lindner-tischlerei.at/

https://www.sicherheit-tr.at/

Ein Viertel der Befragten gibt an, größere Umbau- oder Renovierungsprojekte begonnen oder zumindest geplant zu haben. Unter Hausbewohner:innen ist es sogar ein Drittel, das sich mit kleinen Verschönerungen nicht zufrieden gegeben hat.

Umgebaut wurden bzw. werden vor allem Wohnzimmer (44 Prozent), Küchen (37 Prozent), Bäder und WCs (34 Prozent) und Schlafzimmer (32 Prozent), gefolgt von Essbereichen (28 Prozent) und Arbeitszimmern (23 Prozent).

 

 

 

 

 

 

 

 

Leistbares Wohnen Burgenland

Studienleiter Peter Hajek, Unique Research, Wohnbaulandesrat Heinrich Dorner, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und B-SÜD-Geschäftsführer Johann Fellinger (v.l.n.r.)

Fotos: Bgld. Landesmedienservice / zVg / dbn.at