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Leistbares Wohnen in Oberösterreich
Loidl Bedacht
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2000 Euro auf die Hand für jede 2021 errichtete Mietwohnung, Eigentumswohnung und jedes Eigenheim. In der heutigen Regierungssitzung wurden die Novellen der Neubauförderungs-, der Eigentumswohnungs- und der Eigenheimförderung beschlossen. 

Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie kam es in den letzten Monaten zu einem massiven Anstieg der Baukosten. Um weiterhin leistbares Wohnen zu ermöglichen, hat Wohnbaureferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner rechtzeitig gegengesteuert: So wurden die Baukostenobergrenzen für geförderte Mietwohnungen angehoben und - um keine Mehrbelastung für die Mieter zu verursachen - gleichzeitig die Förderung erhöht.

„Die gegenwärtige Entwicklung der Baukosten hat die Wohnbaugenossenschaften in eine Situation gebracht, in welcher sozialer Wohnbau zu den gesetzlichen Vorgaben nicht mehr funktioniert hätte. Wir haben hier den dringenden Handlungsbedarf erkannt und entsprechend reagiert, um auch weiterhin unserer Verantwortung im Wohnbau gerecht zu werden. Neben der Anhebung der Baukostenobergrenze haben wir auch ein System von Direktzuschüssen implementiert, damit sich die hart arbeitenden Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher auch weiterhin ein sicheres Wohnumfeld leisten können. Gemeinsam mit den Wohnbaugenossenschaften, den Bauträgern und dem Baunebengewerbe werden wir so auch zukünftig leistbaren Wohnraum für die Leistungsträger in unserer Heimat zu Verfügung stellen können“, zeigt sich Wohnbaureferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Haimbuchner zufrieden mit den gefassten Beschlüssen.

Auch wurden Anreize für nachhaltiges Bauen mit den Stufen „nachhaltig“ und „nachhaltig plus“ gesetzt. Unter dem Motto „Vorverdichten statt Nachverdichten“ soll außerdem der Bodenversiegelung Einhalt geboten werden. Wer künftig mindestens vier Vollgeschoße errichtet, erhält auch eine Förderung je Tiefgaragenparkplatz.

Aber nicht nur den Mietwohnungsmarkt würden die stark gestiegenen Baukosten massiv treffen. Auch jeder Käufer einer Eigentumswohnung, eines Reihenhauses und jeder Häuslbauer bekommt die Preissteigerungen empfindlich zu spüren. 
Daher gibt es für jede im Jahr 2021 neu errichtete Wohneinheit 2000 Euro nicht rückzahlbaren Direktzuschuss des Landes on top.

„Wohnbaureferent LH-Stv. Haimbuchner hat damit wieder eine gute und ausgewogene Lösung im Interesse des gemeinnützigen Wohnbaus und der Bewohner geschaffen“, so GBV Obmann Frank Schneider und sein Stellvertreter Herwig Pernsteiner unisono.

Zusätzlich wurden die Förderungen für Eigenheime und Eigentumswohnungen von Zinszuschüssen auf Tilgungszuschüsse umgestellt. Mit höheren Darlehenssummen, zusätzlichen Boni und flexibleren Laufzeiten werden diese Förderschienen zusätzlich attraktiviert.

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Gemeinde-Boden-Programm geht in die Verlängerung – Bodenschutz ist auch Hochwasserschutz

Während Klimaschutz, Gewässerschutz oder Naturschutz bereits selbstverständliche Ziele in Politik und Verwaltung sind, hinkt der Bodenschutz dieser Entwicklung hinterher. Dabei ist der Boden eine der wichtigsten Lebensgrundlagen für uns Menschen und eine endliche Ressource. Städte und Gemeinden spielen innerhalb ihres Gemeindegebietes eine wesentliche Rolle für die Erhaltung und Nutzung der Böden. Allerdings kommt erschwerend hinzu, dass das Thema Boden eine Querschnittsmaterie in der Gemeinde ist. Betroffen sind die Bereiche Umwelt, (Grün)Raumplanung, Tiefbau oder Landwirtschaft. Hier werden auf Gemeindeebene wichtige Entscheidungen getroffen, die den Boden beeinflussen.

Um interessierte Gemeinden auf ihrem Weg zur nachhaltigen und zukunftsorientierten Nutzung ihres Bodens zu unterstützen, wurde im Sommer 2020 das „Gemeinde-Boden-Programm“ entwickelt. Die Förderschiene geht nun in die erste Verlängerung und kann noch bis Juli 2022 von Gemeinden beantragt werden.

„Bodenschutz ist ein immens wichtiges Thema, wenn es um Klimaschutz geht. Außerdem sind unversiegelte Flächen eine wichtige Versicherung gegen die Gefahren von Hochwässern, da nur diese Wasser speichern können. Gerade jetzt wichtig, wenn wir an die verheerenden Folgen der Unwetter in Deutschland denken. Intakte Böden sind zentrale Voraussetzung für den Erhalt der Artenvielfalt“, so Klima-Landesrat Stefan Kaineder. „Wenn wir unsere Umwelt und unser Klima schützen wollen, müssen wir auch unsere Böden schützen. Es freut mich, dass wir hier weiterhin die engagierten Gemeinden unterstützen können“, so Klima-Landesrat Kaineder weiter.

Das Gemeinde-Boden-Programm umfasst drei Module, wobei jedes einzelne Modul beantragt werden kann:
•    Die Beratung und detaillierte Vorbereitung für konkrete Investitionen in Bodenschutzmaßnahmen im Gemeindegebiet, wie etwa die Erstellung eines Bodenschutz-Gemeindeprogramms, die Implementierung der Bodenfunktionsbewertung in die örtlichen Entwicklungskonzepte bzw.  Flächenwidmungspläne oder die bodenkundliche Baubegleitung bei öffentlichen Bauprojekten.
•    Es werden Informationsmaßnahmen der Gemeinde in Bezug auf geplante Projektumsetzungen im Bereich Bodenschutz gefördert, um auch das Bewusstsein der Gemeindebürgerinnen und -bürger für dieses Thema zu sensibilisieren.
•    Und schließlich können ganz konkrete bodenschonende Investitionsmaßnahmen, wie etwa die Entsiegelung oder Teilentsiegelung von Flächen, eingereicht werden.

Alle Informationen zum Programm sowie viele weitere Informationen findet man auf der Website www.land-oberoesterreich.gv.at/boden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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ELGE Elektro Gebäudetechnik GmbH

Malerei Gimbel

Oberösterreich baut auf Holz – Vielfältige Vorteile des Holzbaus weiter im Bewusstsein verankern

Oberösterreich weist von den aktiv bewirtschafteten Wäldern über die starke Sägeindustrie bis hin zu den Baufirmen die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Holzbau auf. Holz als Baustoff zu verwenden ist eine der wenigen Maßnahmen, um der Atmosphäre langfristig CO2 zu entziehen. LR Hiegelsberger setzt sich daher aktiv für die Stärkung des Holzbaus ein: „2020 haben wir gemeinsam mit proHolz eine fahrende Holzbau-Ausstellung zur Information der Gemeindeverantwortlichen durchgeführt. Heuer stehen bei der Holzbau-Kampagne gemeinsam mit der Innung der WKOÖ Unternehmen und private Häuslbauerinnen und Häuslbauer im Fokus. Im öffentlichen Bauwesen entstehen laufend neue Best-Practice Beispiele. Zusätzlich wird der Holzbau durch den Waldfonds seitens des Bundes gestärkt. Von den 350 Millionen Euro stehen 93 Millionen für den öffentlichen Zu- und Ausbau im mehrgeschossigen Wohnbau und für Gebäude für öffentliche Zwecke in Holzbauweise zur Verfügung.“

Vorteile der Holzbauweise stehen außer Frage
Ein Kubikmeter Holz bindet eine Tonne CO2 und das langfristig, weil Holzprodukte langlebig sind und so das klimaschädliche Kohlendioxid auch langfristig gebunden bleibt. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus aus Holz bindet den CO2-Ausstoß eines PKW in 26 Jahren. Die Studie „Treibhausgasbilanzierung von Holzbau“ der Ruhr-Universität in Bochum in Zusammenarbeit mit dem Johann Heinrich von Thünen-Institut zeigt enorme Treibhausgas-Einsparungen. Beim Bau eines Einfamilienhauses aus Holz entstehen zwischen 35 und 56 Prozent weniger Emissionen als bei mineralischer Bauweise.
Das Raumgefühl und Raumklima in Holzbauten spricht eindeutig für diese Bauweise und eignet sich auch besonders gut für Bildungseinrichtungen und andere öffentliche Einrichtungen.
Und dann ist der Wald klarerweise auch ein Wirtschaftsfaktor mit einer langen Wertschöpfungskette. Um die knapp 43.000 Betriebe — vom Waldbauer über Sägeindustrie, Tischler, Holz- und Baustoffhandel bis Holzbauunternehmen, ohne Papier- und Pappeerzeuger bzw.  verarbeiter — gibt es in Oberösterreich. Diese beschäftigen kumuliert alleine in Oberösterreich um die 64.100 Menschen.

Baustoff Holz bei privaten Bauvorhaben weiter stärken
Das Bewusstsein um die Vorteile des Baustoffes Holz steigt mittlerweile auch in der Bevölkerung. So haben bei einer Market-Befragung im Jahr 2018 bereits 37 Prozent der befragten Häuslbauer und -renovierer Holz als überwiegenden Baustoff ausgewählt und damit um 12 Prozent mehr als bei der ersten derartigen Befragung im Jahr 2009. „Der Anteil von Holzbauten an der Gesamtzahl der Bauvorhaben liegt in Oberösterreich bereits bei 42 Prozent. Es ist unser klares Ziel, diesen Anteil weiter zu steigern. Mit den entscheidenden Akteuren wie der Holzbau-Innung der WKOÖ sprechen wir gezielt auch private Bauherren an. Gerade für Aufstockungen und Nachverdichtungen im städtischen Bereich bieten das geringe Gewicht und der hohe Vorfertigungsgrad von Holz eindeutige Vorteile bei Statik und Fertigstellungszeit. Auch im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser hat der Holzbau noch genug Luft nach oben“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Best Practice Beispiele im öffentlichen Bauwesen
Das Land Oberösterreich und die Gemeinden gehören zu den größten Bau-Auftraggebern im Land. Um den Holzbau insgesamt voranzubringen, entstehen auch in diesem Bereich laufend neue Best-Practice Beispiele. Aktuell wird der Volksschulneubau in St. Martin im Mühlkreis in Holzbauweise ausgeführt. Projekte wie das ABZ Hagenberg, ABZ Salzkammergut in Traunkirchen oder die neue LWBFS Schlierbach, welche heute eröffnet wird, wurden bereits mit Holz gebaut. Der Neubau des ABZ Waizenkirchens soll als Holzbau realisiert werden. 
„Mittels Leuchtturmprojekten wie der Volksschule St.Martin schaffen wir laufend noch mehr Bewusstsein für den Baustoff Holz und gewinnen weiteres Know-How bezüglich der Abwicklung und Finanzierung. Wer in bereits bestehenden Holzbauten wie dem ABZ Salzkammergut in Traunkirchen zu Besuch war, wird letzte Zweifel an dieser Bauweise verlieren. Gerade bei Schulgebäuden zeigt dieser warme und atmungsaktive Baustoff seine ganzen Vorzüge“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Verstärkte Nachfrage nach Holz kommt endlich auch im Bauernwald an
Die aktuell sehr starke Baukonjunktur und die Nachfrage nach Bauholz in den wichtigsten Exportländern wie den USA lässt die Sägewerke in Oberösterreich brummen und stärkt die Nachfrage nach Rundholz aus den heimischen Wäldern. „Nach sehr entbehrungsreichen Jahren für unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer mit hohen Schadholzmengen und längst nicht mehr kostendeckenden Holzpreisen nähern wir uns nun wieder einem angemessenen Preis an. Das war auch bitter notwendig, da viele Waldeigentümer keine Zukunft mehr in der Forstwirtschaft gesehen haben. Es muss unser aller Anliegen sein, dass sich die harte Waldbewirtschaftung auch in Zukunft wieder lohnt und der Wald damit seine positiven Wirkungen entfalten kann. Daher bleibt die Stärkung des Holzbaus ganz oben auf meiner Agenda“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger abschließend. 

DI Harald Weiss

Wilhelm Stahlbau GmbH

 

Fotos:Land Oberösterreich / dbn