zurück zu den regulären Ausgaben von dbn.at
Niederösterreich: Wohnbauförderung für Häuslbauer und Sanierer bewilligt

Leistbares Wohnen in Niederösterreich - Damit noch was im Börsel bleibt

Die blau-gelbe Wohnbaustrategie setzt kräftige Impulse für den privaten Hausbau: „In der Sitzung der NÖ Landesregierung am 14. Juni haben wir für über 2.200 Wohneinheiten Förderungen genehmigt. Im Bereich Eigenheimbau haben wir für 259 Wohneinheiten Darlehen in der Höhe von über 8,9 Millionen Euro bewilligt. Für 1.971 Wohneinheiten in der Eigenheimsanierung wurden nicht rückzahlbare jährliche Zuschüsse in Höhe von rund 650.000 Euro auf die Dauer von zehn Jahren und nicht rückzahlbare Einmalzuschüsse von rund 3,4 Millionen bewilligt. In Zeiten steigender Baukosten wollen wir damit einerseits den privaten Wohnbau weiter ankurbeln und damit auch die heimische Wirtschaft unterstützen“, erklärt Wohnbau-Landesrat Martin Eichtinger und ergänzt: „Es sind herausfordernde Zeiten für unsere Landsleute, die einen Hausbau oder eine Sanierung planen. Mit unseren variablen Förderungsmöglichkeiten bieten wir für jedes Projekt die passende Förderung“.

Bei der Eigenheimsanierung gibt es zwei Förderungsvarianten – Sanierung mit Energieausweis und Sanierung ohne Energieausweis. Grundsätzlich wird ein Zuschuss zu einem Darlehen gewährt. Bei der Sanierung mit Energieausweis wird primär mit einem zehnprozentigen Direktzuschuss unterstützt. Diese Förderschiene ist bei Gesamtmaßnahmen, also etwa Wärmeschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen bei umfassenden Sanierungen, besonders geeignet. Die Zuschusshöhe ergibt sich aus den förderbaren Sanierungskosten, ein Zuschuss muss nicht zurückbezahlt werden. Alternativ dazu gibt es einen zweiprozentigen jährlichen Zuschuss für die Dauer von zehn Jahren, also insgesamt 20% Gesamtförderung, zur Unterstützung bei der Rückzahlung eines Darlehens.

Die Sanierung ohne Energieausweis wird für Einzelmaßnahmen wie Wärmeschutzmaßnahmen an der Gebäudehülle, Dachsanierungen oder Heizungsein- oder -umbau beantragt. Auch hier gibt es – und dies ist seit 2021 neu – zwei Alternativen, nämlich einen dreiprozentigen jährlichen Zuschuss der förderbaren Sanierungskosten für die Dauer von zehn Jahren, also insgesamt 30% Gesamtförderung, oder neu ab März einen zehnprozentigen einmaligen Zuschuss der förderbaren Sanierungskosten.

„Mit der Förderung von Sanierungsmaßnahmen helfen wir den niederösterreichischen Haushalten sowohl kurzfristig durch einen Direktzuschuss als auch langfristig die monatlichen Energiekosten zu senken und unterstützen bei der Finanzierung beziehungsweise Rückzahlung eines Darlehens“, so Eichtinger und empfiehlt abschließend: „Ein Blick auf die überarbeitete Webseite mit erklärenden Kurz-Videos bietet einen guten Überblick über die jeweiligen Förderungsmaßnahmen. Ein Gespräch mit unserem Beratungsteam bietet alle weiteren Informationen sowie alle Hinweise zu einem erfolgreichen Förderungsansuchen“.

NGT NEUE GRÜNDUNGSTECHNIK

Herbert Pree Malerbetrieb GmbH

Steiner Bau GmbH

Architekt DI Helmut Stefan Haiden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baugenossenschaft Mödling

GPA Systems

 

Absolutes Photovoltaik-Rekordjahr 2021: Zubau verdoppelt

Der jährliche Bericht „Innovative Energietechnologien in Österreich, Marktentwicklung 2021“ des Klimaschutzministeriums belegt, was die Rückmeldungen aus der Branche bereits vermuten ließen. 2021 wurden so viele Photovoltaik (PV)-Anlagen zugebaut wie nie zuvor. 740 Megawattpeak (MWp) kamen im vergangenen Jahr neu hinzu – damit wurde der PV-Zubau des Jahres davor (2020) mehr als verdoppelt. Dieser Rekordzubau stellt eine gute und wichtige Ausgangsbasis für den Weg zur Energieunabhängigkeit dar. Der Fortschritt bei der Sonnenstromerzeugung in den Bundesländern ist jedoch sehr unterschiedlich.

Die Rückmeldungen der Unternehmen ließen bereits erwarten, dass 2021 ein ausgesprochen erfolgreiches PV-Jahr war. Die Branche hat im vergangenen Jahr unglaubliches geleistet!“ zeigt sich Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverband Photovoltaic Austria bestätigt. „Das Rekordjahr 2021 muss nun als Grundlage und Motivation für den weiteren Ausbau genommen werden - die Leistung weiter auszubauen wird für alle forderndDas EAG allein ist kein Heilsbringer. Ohne massiven Netzausbau, befürchte ich, werden wir im fossilen Zeitalter stecken bleiben. Dazu fehlen noch wichtige Begleitmaßnahmen wie etwa ausreichend ausgewiesene Flächen für Photovoltaik oder die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren“, verweist Paierl einmal mehr auf die nach wie vor hinderlichen Rahmenbedingungen.

Das PV-Jahr in Zahlen

Stolze 740 MWp PV-Leistung wurde 2021 neu installiert. Das ist eine Steigerung des jährlichen Zubaus um 117% gegenüber dem Vorjahr (340 MWp in 2020). Mit der bisher gesamt installierten PV-Leistung von 2.783 MWp können knapp 5 % der österreichischen Stromnachfrage gedeckt werden. Für den enormen Zuwachs spielten besonders die weitreichende Förderlandschaft in Österreich eine Rolle. Neben der bewährten und kontinuierlichen Förderung des Klima- und Energiefonds, stand ungeplanter weise erneut eine Tarifförderung der OeMAG sowie erstmalig eine Förderung über das AWS zur Verfügung. So positiv der Bericht auch ausfällt - wir sind noch lange nicht am Ziel. Denn bis 2030 muss diese Leistung verfünffacht und der Zubau auf durchschnittlich 1.000 MWp pro Jahr gehoben werden.

Performance in den Bundesländern jedoch sehr unterschiedlich

Die meisten PV-Anlagen wurden in jenen Bundesländern zugebaut, die auch auf Grund der Flächen- und Bevölkerungsgröße den größten Ausbau zu stemmen haben. Die TOP Länder sind Niederösterreich (+195 MWp) gefolgt von Oberösterreich (+177 MWp). Die Steiermark ist vom Frontrunner leider zurückgefallen. In den westlichen Bundesländern tut sich PV mäßig überhaupt sehr wenig, doch alle Bundesländer müssen ihren Beitrag leisten, damit in Österreich bis 2030 vollständig erneuerbarer Strom fließt.

Fakten:

  • PV-Zubau 2021: 740 MW
  • Gesamte installierte PV-Leistung 2021: 2.783 MW
  • Erforderliche installierte PV-Leistung 2030: 13.000 MW
  • Erforderliche installierte PV-Leistung 2040: 30.000 MW
  • Anteil PV-Strom an der Stromnachfrage 2021: 4,7 %

ILLE DER MALER

 

/ Werbung / Fotos: Windell Oskay CC BY 2.0, dbn