zurück zu den regulären Ausgaben von dbn.at
Oberösterreich: Sanierung als leistbare und planbare Alternative zum Neubau
NÖ Wohnbaumodell: Sonderförderungen werden um ein Jahr verlängert

Sanierungen sind wichtige Instrumente der Revitalisierung. Sie wirken der Verödung von Ortskernen und der zunehmenden Bodenversiegelung durch steigenden Flächenverbrauch entgegen. Bereits bestehende Infrastruktur wird wieder nutzbar gemacht und dadurch letztlich Wohnraum geschaffen. Die Wohnbauförderung des Landes OÖ forciert die Sanierung und bietet dafür auch neue Anreize, sowie eine weitere sehr attraktive Finanzierungsvariante. Deshalb wurde in der Regierungssitzung von August 2017 die Novelle zur Oö. Wohnhaussanierungs-Verordnung I 2012 beschlossen.
Die Novelle beinhaltet einerseits die Verlängerung der begehrten Sanierungsvariante Abbruch/Neubau mit höheren Fördersätzen und doppeltem Darlehensbetrag, andererseits wurde zusätzlich eine neue Fixzinsvariante in der Verordnung verankert. Künftig kann also der Förderwerber für sein Sanierungsvorhaben auch ein Fixzinsdarlehen vereinbaren. Dabei soll als Obergrenze für den Zinssatz der 15Yr-EUR-Swapsatz plus 125 Basispunkte gelten. Die Förderung des Landes OÖ in Form von Annuitätenzuschüssen (Zuschüsse zu Tilgung und Zinsen) bleibt unverändert.

„Fakt ist, dass diese Novelle ein wichtiger Anreiz zur Forcierung von Sanierungen für private Wohnhäuser darstellt und die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher auch hier auf mehr Planungssicherheit und attraktivere Darlehen bauen können. Wenn wir einer Verödung der Ortskerne und einer weiteren Bodenversiegelung entgegenwirken wollen, so müssen wir Anreize dafür schaffen, dass bestehende Strukturen revitalisiert werden. Eine Belebung der Ortskerne hat zudem auch viele positive Nebeneffekte, wie beispielsweise kürzere Wege zur Arbeit oder zu öffentlichen Verkehrsmitteln und schafft auch wieder den Nährboden für kleinere Nahversorger und Unternehmen“, sieht Wohnbaureferent LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner die Novellierung der Sanierungsverordnung als umfassend positiven Ansatz.

Bodenwerk

 

Die 2015 mit dem Eigenheimpaket gesetzten Maßnahmen zeigen Wirkung

Ohne einen entsprechenden Anreiz zur Sanierung laufen wir Gefahr, dass in den nächsten 10 bis 15 Jahren werden ca. 10.000 bis 15.000 Eigenheime nicht mehr weiter genutzt werden und leer stehen.
Neben einer ökonomischen Dimension ist das auch aus ökologischer Sicht natürlich nicht begrüßenswert, ebenso wenig erfreulich ist dies auch aus gesellschaftlicher Perspektive und aus Sicht der Raumordnung und des gesellschaftlichen Miteinanders. Ortskerne werden ausgedünnt und es entstehen Geisterhäuser und Geisterortschaften, während auf der „Grünen Wiese“ weiter ge- und verbaut wird und immer neue Grünflächen versiegelt werden. Wenn man bedenkt, dass in Österreich täglich ein Bauernhof mit einer Fläche von rund 20 ha verbaut wird und damit umgerechnet also ca. 30 Fußballfelder und doppelt so viel Fläche wie in der Schweiz oder Deutschland versiegelt werden, sieht man, wie dringend hier der Handlungsbedarf ist.

Daher wurde im Sommer 2015 ein Eigenheimpaket ins Leben gerufen, das Familien mit Eigenheimwunsch noch besser als bisher finanziell unter die Arme greifen und aber auch der fortschreitenden Bodenversiegelung Einhalt gebieten soll, um so auch die Natur und Grünflächen zu schützen, da die Natur unserer Heimat und deren respektvolle Nutzung ein wichtiges Anliegen ist.
Dieses Eigenheimpaket beinhaltet einerseits eine kräftige und deutliche Anhebung der Fördersätze für die Eigenheim-Sanierung, um die bestehende und ohnehin schon sehr beliebte Sanierungsförderung für Eigenheime weiter zu attraktiveren. Damit sollen Anreize geschaffen werden, die Sanierung, Nutzung und Belebung einer bestehenden Immobilie zu erwägen.
Zudem gibt es eine weitere Möglichkeit: Wenn im Falle schlechter Nutzbarkeit und Zustandes der vorhandenen Bausubstanz ein Abbruch des Gebäudes durchgeführt und auch anstatt einer Neuerrichtung auf der „Grünen Wiese“ an dieser Stelle direkt im Anschluss ein Neubau des Eigenheims vorgenommen wird, so kann dennoch die hohe Sanierungsförderung anstatt der Förderung für die Neuerrichtung von Eigenheimen in Anspruch genommen werden, sofern eben ein bereits versiegeltes und auch in der Vergangenheit für Wohnzwecke genutztes Gebäude revitalisiert wird. Damit wird der Flächenverbrauch und die Versiegelung von Grünland reduziert, bestehende Infrastruktur (z.B. Kanalisation, Energie) genutzt, es werden bestehende Siedlungsstrukturen lebendig erhalten und auch generationenübergreifendes Wohnen begünstigt.

Andererseits hat mit einer Valorisierung der Fördersätze für die Eigenheim-Neuerrichtung eine moderate Erhöhung Platz gegriffen. Daneben wurden auch im letzten noch ausstehenden Bereich der Reihen- und Doppelhäuser Erleichterungen geschaffen und die Wahlmöglichkeit der Gesamtenergieeffizienz in der energetischen Beurteilung eingeführt. Zusätzlich wurde, ähnlich wie in der Eigenheim-Sanierung, eine alternative Wahlmöglichkeit für den Förderwerber angeboten, anstatt eines geförderten Wohnbaudarlehens auch einen einmaligen Bauzuschuss zu beantragen.
Ein Barwertvergleich zeigt, dass in einer Bespielrechnung die Sanierungsförderung in ökonomischer Hinsicht jedenfalls attraktiver ist als eine analoge Eigenheimförderung. In Anbetracht der aufgezeigten Zielsetzungen wurde ein Lenkungseffekt bewusst angestrebt.

Seit 1. September 2015 sind alle Neuerungen in der Verordnung für die Eigenheim-Neuerrichtung und die Eigenheim-Sanierung in Kraft und gelten für alle Bürger, die ihre Anträge ab diesem Datum gestellt haben. Die Neuerungen finden bei den interessierten Förderwerbern und in den Beratungsgesprächen sehr großen Anklang.

Meissl baumanagement

 

LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner: Die Novelle der Bautechnik–Verordnung ist ein weiterer Schritt hin zu leistbarem Bauen.

In einer Regierungssitzung wurde die Novelle der Bautechnik-Verordnung beschlossen, nachdem die Novellierung des Bautechnikgesetzes am 8. Juni im Landtag einstimmig verabschiedet worden ist.

Die drei zentralen Punkte betreffen die vom Österreichischen Institut für Bautechnik herausgegebenen OIB–Richtlinien, die Neuregelung der Stellplatzverpflichtung und die Regelungen bezüglich Breitband.
Mit der Novelle werden – nach eingehender Prüfung durch Experten - die noch ausstehenden Teile der im Jahr 2015 überarbeiteten OIB–Richtlinien für verbindlich erklärt. Besonderes Augenmerk wurde hiebei auf Vereinfachungen und Kostenersparnis gelegt.
„Ziel meiner politischen Tätigkeit ist es, das Bauen und damit auch das Wohnen leistbarer zu machen. Zahlreiche Gespräche mit Experten belegen, dass durch die OIB-Richtlinien 2015 weitere Erleichterungen bzw. Vereinfachungen und auch Kostenersparnis gelingen, ohne aber bei Qualität und Sicherheit zu sparen. In jenen Bereichen, in denen weitere Vereinfachungen möglich waren, wie etwa im Bereich Schallschutz, haben wir Abweichungen aufgenommen. Die Bautechnikverordnung wurde auch im Sinne der Deregulierung genau unter die Lupe genommen“, zeigt sich LH-Stv. Dr. Haimbuchner zufrieden mit dem Ergebnis.

Die Stellplatzverpflichtung wird ebenfalls neu und flexibel geregelt. Als Grundsatz gilt ein Stellplatz pro Wohnung. Mit der kürzlich beschlossenen Änderung des Bautechnikgesetzes wird die Anzahl der zu errichtenden Stellplätze mittels Bebauungsplan mit zwei Stellplätzen pro Wohnung gedeckelt. Neu ist auch, dass die Gemeinden mittels Bebauungsplan weniger Stellplätze vorsehen können. Mit der Novelle der Bautechnikverordnung wird auch ein weiterer Weg zur Reduzierung der Stellplätze erreicht. So kann ein Bauwerber – sofern eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr gegeben ist – eine Ausnahmegenehmigung erwirken. Dies ist gerade im städtischen Bereich ein großer Fortschritt, weil hier aufgrund der knappen Raumverhältnisse oft teure Tiefgaragen errichtet werden müssen.
„Eine flexible Regelung bei den Stellplätzen hat mehrere positive Auswirkungen. Gerade in Gebieten, die eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr haben, brauche ich nicht zwingend ein Auto, also auch keinen Stellplatz. Weniger Stellplätze senken die Baukosten und sparen Bauland. Das ist sehr wichtig, besonders wenn wir über Bodenversiegelung sprechen“, begrüßt LH-Stv. Dr. Haimbuchner die Novellierung.

Die neuen Regelungen hinsichtlich Breitband basieren auf einer einschlägigen EU-Richtlinie. „Eine Übererfüllung von EU-Richtlinien durch ‚Golden-Plating‘ ist nicht zielführend und führt regelmäßig zu höheren finanziellen Belastungen. Wir haben auch hier gezeigt, dass eine Umsetzung mit Hausverstand ausreichend ist“, so LH-Stv. Dr. Haimbuchner.

bau Mayr

 

Wohnungsmarkt in Österreich boomt unverändert

Der Wohnungsmarkt in Österreich boomt unverändert: Zum vierten Mal in Folge steigende Verkaufszahlen und zum dritten Mal in Folge ein absoluter Rekord. Im ersten Halbjahr 2017 wurden im Österreichischen Grundbuch laut RE/MAX Austria ImmoSpiegel 25.160 Wohnungsverkäufe verbüchert. Das sind um +7,9% mehr als von Jänner bis Juni 2016 und beinahe doppelt so viele wie im Jahr 2013 (+92,6%).

Der Gesamtwert der im ersten Halbjahr gehandelten Wohnungen übersprang dabei erstmals die 5 Mrd. Euro-Marke. Das Plus von 15,2% gegenüber 2016 bedeutet einen Verkaufswert von 5,3 Mrd. Euro am heimischen Wohnungsmarkt in nur 6 Monaten!

Damit hat der Wohnungsmarkt am Gesamtimmobilienmarkt weiter an Bedeutung gewonnen: Die Anzahl der im ersten Halbjahr 2017 verbücherten Wohnungen beträgt mittlerweile 41,7% vom Gesamt-Immobilienmarkt (2016: 39,2%). Der Gesamtwert dieser Wohnungen repräsentiert mittlerweile stolze 38,2% aller Immobilienverkäufe in Österreich (2016: 35,1%).

Diese Zahlen hat Österreichs größtes Immobilien-Experten-Netzwerk auf Basis aller im ersten Halbjahr 2017 in Österreich in den Amtlichen Grundbüchern durchgeführten Verbücherungen berechnet. Diese Datenquelle enthält – im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen – die Gesamtheit aller tatsächlichen Immobilien-Transaktionen in Österreich. Die Daten-Bereitstellung als Kaufvertragssammlung erfolgte durch IMMOunited – den Experten für Immobiliendaten.

„Zum dritten Mal in Folge nach 2015 und 2016 erleben wir einen neuen Allzeit-Rekord am Eigentums-Wohnungsmarkt. Die Anzahl der verkauften Wohnungen ist im ersten Halbjahr 2017 um -0,5% geringer gewachsen als 2016. Trotzdem: +7,9% mehr als im Jahr 2016 ist schon beachtlich und zeigt den ungebrochenen Zuspruch zu Wohnungen als Wohn- bzw. Anlageform und zur Altersvorsorge. Daran wird sich mangels Alternativen auch nicht so schnell etwas ändern“, sagt der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA.

Wohnungspreise in Österreich

Eigentumswohnungspreise um 6,6% im Plus!

Österreichweit sind laut RE/MAX Austria im Jahresvergleich Jänner bis Juni die Wohnungspreise im Schnitt für eine typische Eigentumswohnung um +6,6% auf 190.603 Euro gestiegen. Das sind um +35,9% mehr als noch vor 5 Jahren.

Jede 4. Wohnung kostete heuer weniger als 113.975 Euro.

Der Wertanstieg im Jahresvergleich liegt im unteren Preissegment bei +9,5% und im fünf Jahresvergleich bei exakt +50,0%. Dagegen sind im oberen Preisviertel die Entwicklungen viel moderater: 257.500 Euro oder mehr investierte jeder vierte Käufer in seinen Wohnungskauf. Das sind +4,4% mehr als 2016 und +33,4% mehr als vor 5 Jahren.

„Die unterschiedliche Preisdynamik am unteren und oberen Ende des Preisspektrums zeigt klar: Es ist eine wesentlich stärkere Nachfrage nach billigeren Wohnungen vorhanden, als derzeit am Markt verfügbar. Schließlich ist dies das Einsteigerpreissegment für viele, die erstmals Eigentum erwerben wollen, aber auch für Investoren tendenziell interessanter als Wohnungen in höheren Preissegmenten. Am oberen Ende dämpft die signifikant geringere Nachfrage die Preisentwicklung und hält sie damit in Grenzen“, erklärt Mag. Anton Nenning, Marketingchef bei RE/MAX Austria.

Quadratmeter-Preise 2017 im Plus: +5,0%

Bundesweit kostete ein typischer Quadratmeter einer Eigentumswohnung im ersten Halbjahr heuer 3.045 Euro und damit um +5,0% mehr als im Vorjahr und um +39,8% mehr als noch vor 5 Jahren.

Die Bandbreite der Quadratmeterpreise in Österreich ist beachtlich, wird aber tendenziell geringer: Die Grenze zum untersten Viertel aller Quadratmeterpreise übersprang erstmals klar die 2.000 Euro Marke und liegt 2017 bei 2.183 Euro. Die Grenze zum oberen Preisviertel liegt dagegen bei 3.887 Euro. Alle anderen Quadratmeterpreise lagen dazwischen. So sind die niedrigeren Quadratmeterpreise um +9,3% gestiegen, die höheren dagegen „nur“ um +4,5%.

 

 

 

 

 

 

 

 

bauArt Haus

Brunner Bau

B&S Haus-Bau

LEWOG

MBW Bau

mGlass

Mittermüller Installation Heizung Solar

PME Planen Montieren Entsorgen

Swietelsky

Quabus

Bau Pesendorfer

Baumeister Ganglbauer

Lang Bau

Malerei Miki

Mühlegger Sanitär Heizung

Richter Glassysteme

Stemmer Bau

Wandl der Maler

 

/ Werbung / Fotos: Rainer Sturm / Pixelio.de / Thorben Wengert  / pixelio.de / dbn