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Sonderthema März 2020: Oberösterreich: Sanierungsoffensive gegen Zersiedelung und Flächenfraß
Sanierungsoffensive gegen Zersiedelung und Flächenfraß

Oberösterreich ist seit Jahren Spitzenreiter, was die Sanierung und somit die ressourcenschonende Schaffung und Erhaltung von Wohnraum betrifft. Um diesen Trend noch verstärken zu können und um ganz gezielt gegen Zersiedelung und Bodenversiegelung anzugehen, wurden die Sanierungsverordnungen einer umfassenden Überarbeitung unterzogen.

Die Kernpunkte der neuen Verordnungen werden Anreize zur Nachverdichtung und die sinnvolle Nachnutzung verbauter Liegenschaften sein. Im Bereich von Eigenheimen wird anstatt der bisherigen Sanierungsstufen ein Modell von attraktiven Pauschalbeträgen und Boni für Sanierungsmaßnahmen treten. Auch im mehrgeschoßigen Wohnbau findet eine Verlagerung von der Überdämmung hin zur Ressourcenschonung statt.

Dadurch freiwerdende Mittel werden gezielt in den Kampf gegen Bodenversiegelung und für die Nachverdichtung und Revitalisierung von Ortskernen investiert.

Gänzlich neu ist, dass das Sanierungsmodell „Abriss-Neubau“ – welches sich im Eigenheimbereich sehr bewährt hat – nun auch auf Wohnhäuser mit mehr als drei Wohneinheiten anwendbar sein wird.

„Mit den neuen Sanierungsverordnungen setzen wir gezielt Förderanreize in Richtung der Nachverdichtung und der ressourcenschonenden Schaffung und Erhaltung von Wohnraum. Die Nachnutzung bebauter Grundstücke ist ein wichtiges Instrument, um Bodenversiegelung und Zersiedelung hintanzuhalten. Ebenso forcieren wir die Sanierung auf das kosten- und energieoptimale Niveau, also kein Dämmen um des Dämmen Willens. Die überarbeiteten Verordnungen gehen in den nächsten Tagen in Begutachtung“, zeigt sich Wohnbaureferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Haimbuchner erfreut.

Sonderthema März 2020: Burgenland: Handwerkerbonus entlastet Bevölkerung, stärkt regionale Betriebe und fördert Klimaschutz

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Sonderthema März 2020: Burgenland: Handwerkerbonus entlastet Bevölkerung, stärkt regionale Betriebe und fördert Klimaschutz

10 Jahre VerantwortungMag.a Irene Simader und Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimuchner

10 Jahre Verantwortung

Seit dem Bilanzjahr 2010 zeichnet Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner für die Wohnungspolitik in Oberösterreich verantwortlich.Unter seiner Ägide wurden in den letzten 10 Jahren Förderungsmittel in Höhe von insgesamt 2,85 Mrd. Euro für die Wohnbauförderung bereitgestellt. Das sind umgelegt pro Tag 780.000 Euro, die für leistbares Wohnen in unserem Bundesland eingesetzt wurden.Gefördert werden konnten in diesem Zeitraum insgesamt 19.309 Eigenheime,26.270 Miet–und Eigentumswohnungenund 3.607 Heimplätze. Die Summe der neu errichteten Wohnungen bliebeaber unerheblich,wenndie Leistbarkeitnicht gegeben wäre. Hier ist der soziale Wohnbau der einzige Garant für leistbaren Wohnraum. Eine Mietwohnungmuss auch über ihre gesamte Nutzungsdauer leistbar sein und bleiben. Durch die Abänderung der Tilgungspläne und somit die Glättung der Annuitätensprünge hat die Wohnbaupolitik dafür gesorgt, dass es zu keinenKostensprüngen kommt. Das schafft Planbarkeit und Sicherheit für die Mieterinnen und Mieter.Die Sanierung von 109.794 Häusern und Wohnungen wurde mit Annuitätenzuschüssen unterstützt. So wurden allein in den letzten 10 Jahren über 18 Prozent aller Hauptwohnsitze (Alt–und Neubau) in OÖ gefördert saniert.

Durch die hohe Sanierungsförderung ist es gelungen, den Anteil von Wohnungen der Ausstattungskategorie „A“ in den letzten 10 Jahren von 94,5 % auf 96,4 % anzuheben. Im Bundesländervergleich weist Oberösterreich somit den höchsten Anteil an Kategorie„A“ und „B“ Wohnungen auf.Durch diese effiziente Förderungsleistung konnte ein breit gefächertes Angebot am Wohnungsmarkt erzielt werden, das zu einem günstigen Mietniveau beigetragen hat, welches sich auch in den Kosten für Hauptmietwohnungen, die von der Statistik Austria erhoben werden, widerspiegelt.Im Jahr 2009 waren die Nettomietenin Oberösterreich noch über dem Österreichdurchschnitt.Die konsequente Förderungspolitik hat in den letzten Jahren Früchte getragen und so lagdie Nettomiete im Jahr 2018 um 30 Cent unter dem Durchschnitt. „Es freut mich, dass wir in den letzten 10 Jahren durch ein positives Zusammenwirken von Bauträgern, Verwaltung und Politik auf eine Wohnbaupolitik verweisen können, die es in einem sehr hohen Maße schafft, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Schon 2018 hat eine Studie von ECO-Austria Oberösterreichs Wohnbaupolitik Rosen gestreut und auch der BERICHTSSTANDARD WOHNBAUFÖRDERUNG 2019 des Institutes für Immobilien, Bauen und Wohnen zeichnet ein positives Bild unseres Handelns. Durch eine gute planerische Grundlage schaffen wir in Oberösterreich Kontinuität, wenn es darum geht leistbaren Wohnraum zur Verfügung stellen zu können. Ohne unsere verlässlichen Partner –die gemeinnützigen und gewerblichen Bauträger, die bauausführenden Unternehmen und die Kreditinstitute –wäre das nicht möglich. Daher an dieser Stelle nochmals mein ausdrücklicher Dank. Durch diese gemeinsame Leistung schaffen wir Sicherheit für unsere Heimat in Form von leistbarem Wohnraum“, zieht Wohnbaureferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Haimbuchner Resümee.

Sonderthema März 2020: Burgenland: Handwerkerbonus entlastet Bevölkerung, stärkt regionale Betriebe und fördert Klimaschutz

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Sonderthema März 2020: Burgenland: Handwerkerbonus entlastet Bevölkerung, stärkt regionale Betriebe und fördert Klimaschutz

klimaaktiv-Auszeichnung für ökologische und energieeffiziente Gebäude

klimaaktiv-Auszeichnung für ökologische und energieeffiziente Gebäude

Im Rahmen des Wiener Kongresses für zukunftsfähiges Bauen (BauZ!) zeichnete Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie insgesamt 31 nachhaltige Gebäude aus. Die Projekte aus dem Programm "klimaaktiv Bauen und Sanieren" und der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNB) wurden für ihre herausragende Leistung in Sachen Ökologie und Energieeffizienz prämiert. Sie gehen als Vorzeigebeispiele voran und zeigen, wie klima- und umweltschonendes Bauen und Sanieren, unter Wahrung aller Anforderungen an die Finanzierbarkeit, in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann.

„Beim Neubau und der Sanierung werden heute Entscheidungen getroffen, die sich auf die nächsten Jahrzehnte auswirken. Somit kommt dem Gebäudesektor auf dem Weg in ein klimaneutrales Österreich eine besondere Bedeutung zu. Jedes einzelne Bauprojekt, egal ob Bürogebäude oder Einfamilienhaus, bietet die Chance nach ökologischen Gesichtspunkten zu planen, die Energieeffizienz zu steigern und auf erneuerbare Energieträger zu setzen. Die ausgezeichneten Projekte verdeutlichen, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit optimal zusammenpassen“, betont Bundesministerin Leonore Gewessler die wichtige Rolle der Bauwirtschaft in der Erreichung der österreichischen Klimaschutzziele.

Gold, Silber und Bronze für nachhaltige Bauprojekte

Unter den 31 ausgezeichneten Bauprojekten befinden sich 20 aus dem Programm "klimaaktiv Bauen und Sanieren" und fünf Immobilien, die sowohl eine Gebäudebewertung nach klimaaktiv und ÖGNB besitzen. 14 dieser Vorzeigeprojekte erhielten die klimaaktiv Plakette in Gold. Sie erfüllen damit die höchsten Anforderungen hinsichtlich Energieeffizienz, nachhaltiger Planung und Ausführung, Baustoffen und Konstruktion sowie Komfort und Raumluftqualität. Drei weitere Gebäude wurden mit dem klimaaktiv Silber-Standard und acht mit der Bronze-Plakette ausgezeichnet. Sie zählen damit zu den über 870 Gebäuden in ganz Österreich, die das klimaaktiv Gütesiegel tragen. Weitere sechs Bauprojekte wurden nach dem Bewertungssystem der ÖGNB ausgezeichnet.

Hohe Standards für klimaschonendes Bauen und Sanieren

Der klimaaktiv Gebäudestandard des BMK ist das europaweit erfolgreichste und gleichzeitig anspruchsvollste Gütesiegel für nachhaltiges Bauen, denn er definiert die im internationalen Vergleich strengsten Anforderungen im Bereich Energieeffizienz. Er ist somit ein idealer Leitfaden, um klimafreundliches, ökologisches und behagliches Wohnen sowie Arbeiten zu garantieren – sei es im Falle eines Neubaus oder einer qualitativ hochwertigen Sanierung. Alle Kriterienkataloge sind nach einem 1.000-Punkte-System aufgebaut, anhand dessen die Gebäude rasch bewertet und verglichen werden können. Die Bewertung der Gebäude nach dem klimaaktiv Kriterienkatalog erfolgt mit Bronze, Silber und Gold in drei Qualitätsstufen.

Holistic Building Program der BIG als zukunftsträchtiger Meilenstein für Bundesbauten

Der BIG Konzern realisiert rund 25 Neubauten und Sanierungsprojekte jedes Jahr mit einem Auftragsvolumen von rund 380 Mio. Euro. Mit dem Holistic Building Program (HBP) der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) wurde vor kurzem ein konzernweit verpflichtender nachhaltiger Mindeststandard vorgestellt, der seit 1. Jänner 2020 für alle Neubauten und Generalsanierungen des BIG Konzerns gilt. Der BIG Mindeststandard geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und stellt sicher, dass alle Projekte von BIG und Tochter ARE jedenfalls den klimaaktiv SILBER-Standard erreichen.

Durch die Umsetzung des Mindeststandards werden die CO2-Emissionswerte deutlich reduziert, klimaschädliche Baustoffe vermieden und der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen forciert. "Die nachhaltige Entwicklung von Immobilien gewinnt national wie international rasant an Bedeutung. Als Bundesimmobiliengesellschaft sehen wir uns in der Verantwortung, in diesem Bereich besondere Standards zu setzen. Die Implementierung des nachhaltigen Mindeststandards ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu einer verbesserten Ressourcen- und Energieeffizienz", sagt BIG Geschäftsführer Hans-Peter Weiss. Bundesministerin Leonore Gewessler zeichnete im Rahmen der Veranstaltung zwei Projekte mit klimaaktiv Gold aus.

klimaaktiv Gebäudedatenbank

Alle klimaaktiv Gebäude werden auf folgender Website umfassend dargestellt:

www.klimaaktiv-gebaut.at

Das Holistic Building Program und damit den nachhaltigen Mindeststandard der BIG finden Sie unter: hbp.big.at

Über klimaaktiv

klimaaktiv ist die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). Mit der Entwicklung und Bereitstellung von Qualitätsstandards, der Aus- und Weiterbildung von Profis, mit Beratung, Information und einem großen Partnernetzwerk ergänzt klimaaktiv die Klimaschutzförderungen und -vorschriften. Erfahren Sie mehr über die Ziele, Aktivitäten und Akteure: www.klimaaktiv.at

Klimaschutz geht uns alle an! Im Alltag gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leisten. Die neue Service-Plattform von klimaaktiv bietet Informationen und praktische Klimaschutz-Tipps für das tägliche Leben: www.tipps.klimaaktiv.at

Sonderthema März 2020: Burgenland: Handwerkerbonus entlastet Bevölkerung, stärkt regionale Betriebe und fördert Klimaschutz

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Sonderthema März 2020: Burgenland: Handwerkerbonus entlastet Bevölkerung, stärkt regionale Betriebe und fördert Klimaschutz

Wohnbau schafft soziale SicherheitMag.a Irene Simader und Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimuchner

Wohnbau schafft soziale Sicherheit

Wohnraum ist eines der zentralen menschlichen Lebensbedürfnisse. Der Schaffung kostengünstiger Marktsegmentedurch den Staat und seine Körperschaften kommt daher eine besondere, gesellschaftliche Bedeutung zu. Die koordinierte und zielgerichtete Schaffung von leistbarem Wohnraumist eines der zentralen Instrumente jeder umfassenden Formder Verteilungs- und Sozialpolitik. Der gesellschaftliche und sozialpolitische Auftragder Wohnbauförderung des Landes Oberösterreich besteht darin, mit Förderungen „Wohnen“ leistbarerzu machenund die Bevölkerung mit ausreichend qualitativemund leistbarem Wohnraum zu versorgen. Dieses Modell des sozialen Wohnbaus funktioniert in Österreich auffallend gut, wie auch aus der Studie „Berichtsstandard Wohnbauförderung 2019“ des Institutes für Immobilien, Bauen und Wohnen vom Dezember 2019 klar hervorgeht.

Durch die hohe Bedarfsdeckung–Oberösterreich war hier in den letzten 10 Jahren im bundesweiten Vergleich führend –bildet der geförderte Wohnbau einstarkes Gegengewicht zum privaten Mietsektor und hält dadurch die Mieten in einem leistbaren Bereich.Aufgrund der Tatsache, dass der soziale Wohnbau durch großzügig ausgestaltete Einkommensgrenzen einer sehr breiten Gesellschaftsschicht offensteht, findet dort auch eine soziale Durchmischung statt, welche einer „Ghettobildung“ weitgehend entgegenwirkt. Der Wohnbau schafft somit soziale Sicherheitund fördert ein gedeihliches Miteinander.Ebenso wichtig, wie die Schaffung von leistbarem Wohnraumim Bereich der Mietwohnungenist der Wohnbauförderung in Oberösterreich die Unterstützung bei der Schaffung von Eigentum. Mit einer besonders attraktiven Finanzierungsvariante, welche gemeinsam mit der HYPO Oberösterreich angeboten werden kann, bietet die Wohnbauförderung ein einzigartiges Modell.

Sowohl für Häuslbauer, als auch für diejenigen, welche sich eine Eigentumswohnung kaufen, gibt es die Möglichkeit eines fixverzinsten Darlehens mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einer effektiven Zinsbelastung von 0,75%.Unverzichtbar ist in Zeiten zunehmender Bodenversiegelung auch die Sanierung als Instrument,ressourcenschonend Wohnraum zu schaffen.Zugleich wird durch die Sanierung bestehender Objekte auch die thermische Hülle verbessert, was einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutzleistet. Die Emissionen sind laut dem Umweltbundesamt zwischen 1990 und 2014 um 5,4Mio. t CO2-Äquivalent gesunken. Der Erfolg bis 2014 ist dahingehend beachtlich, wenn man bedenkt, dass im gleichen Zeitraum die Bevölkerungin Österreich um rund 12% anwuchs, die Anzahl der Hauptwohnsitze um 30% zunahm und die Gesamtwohnnutzfläche von Hauptwohnsitzen um etwa 43% anstieg. Maßnahmen der Wohnbauförderung haben zu der positiven Bilanz beigetragen.


Durch die breite Streuung der einzelnenFörderschienen ist es möglich, zielgerichtetjedes Jahr eine beträchtliche Anzahl von Förderanträgen in den Bereichen Subjekt-und Objektförderungpositiv abzuwickeln und zu genehmigen. Durch den gezielten und sinnvollen Einsatz von Steuermitteln profitiert nicht zuletzt auch die heimische Wirtschaft: Jeder Euro, der im Bereich der Wohnbauförderung seitens des Landes investiert wird, ist ein Gewinn für Oberösterreichund seine Bewohner. Die Wertschöpfung bleibtim Wesentlichen in unserem Bundesland. Die Wohnbauförderung ist darüber hinaus mit ein Garant für soziale Absicherung und Lebensqualität.„Die Wohnbauförderung trägt in vielen Bereichen unseres Lebens zu positiven Entwicklungen bei und trägt somit auch eine entsprechende Verantwortung. Durch eine ausgewogene Förderlandschaft und durch eine gute Zusammenarbeit mit allen Partnern haben wir es geschafft, Oberösterreich zu einem der Vorreiter im Wohnbau zu machen. Hohe Bedarfsdeckung, eine vergleichsweise geringeSteigerung der Mieten auch am freien Markt, ein hohes Maß an Energieeffizienz und konjunkturstärkende Effektetragen entscheidend dazu bei, dass Oberösterreich dasWohnbauland ist“,weistWohnbaureferent Landeshauptmann-Stv.Dr. Manfred Haimbuchner auf die Rolle der Wohnbauförderung in der Gesellschaft hin.

Sonderthema März 2020: Burgenland: Handwerkerbonus entlastet Bevölkerung, stärkt regionale Betriebe und fördert Klimaschutz

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Sonderthema März 2020: Burgenland: Handwerkerbonus entlastet Bevölkerung, stärkt regionale Betriebe und fördert Klimaschutz

Nachhaltigkeit und Wohnen: Jeder Zweite leidet bei Wohnqualität unter Klimawandel

Nachhaltigkeit und Wohnen: Jeder Zweite leidet bei Wohnqualität unter Klimawandel

Nachhaltigkeit ist mittlerweile in allen Bereichen ein zentrales Thema. Aber wie wichtig ist den Österreichern im Bereich Wohnen und welchen Stellenwert hat es bei der Entscheidung für den Kauf oder die Miete einer neuen Immobilie? Das hat ImmobilienScout24 in einer aktuellen Integral Trendumfrage* unter 500 Österreicherinnen und Österreichern erhoben.

Bereits jeder Zweite fühlt sich in seiner Wohnqualität durch den Klimawandel beeinträchtigt. Die Österreicherinnen und Österreicher messen dem Thema Nachhaltigkeit im Bereich Wohnen dementsprechend einen hohen Stellenwert zu. Zwei von drei Österreichern halten es für wichtig, für ein Drittel hat nachhaltiges Bauen und Wohnen, geringerer Energieverbrauch und Schonung der Ressourcen beim Bau und Betrieb von Wohnungen und Häusern sogar oberste Priorität. Wer den Klimawandel am eigenen Leib – das heißt im unmittelbaren Wohnumfeld – spürt, misst dem Thema wenig überraschend noch größere Bedeutung zu (44 Prozent). Tendenziell lässt sich festhalten: Das Interesse steigt mit dem Einkommen und der Bildung.

Ost-West-Gefälle

Wenn es um ressourcenschonendes Wohnen geht, dann gibt es ein klares Ost-West-Gefälle. Die Oberösterreicher, Salzburger, Tiroler und Vorarlberger sind dafür nahezu doppelt so stark sensibilisiert (43 Prozent) wie die Steirer, Burgenländer und Kärntner (25 Prozent). Gut jeder dritte Wiener interessiert sich sehr für nachhaltiges Wohnen.

Immobilien: Nachhaltigkeit hat starken Einfluss auf Kaufentscheidung

Rund ein Viertel der Österreicher plant in den kommenden zwei Jahren eine neue Wohnung zu mieten oder zu kaufen. Das Thema Nachhaltigkeit hat für diese Gruppe einen sehr starken Einfluss auf die Kaufentscheidung bei einer Immobilie. Es ist für jeden Österreicher, der eine in naher Zukunft eine Wohnung oder ein Haus kaufen möchte, eines der Top 2 Kauf-Kriterien und liegt tendenziell vor den Aspekten Ausstattung und Infrastruktur. Auch für jeden Dritten, der eine neue Immobilie anmieten möchte, hat Nachhaltigkeit eine hohe Relevanz.

Insgesamt muss sich aber dennoch jeder nach der Decke strecken. Über den Querschnitt aller Österreicher betrachtet, ist und bleibt der Preis nach wie vor das wichtigste Entscheidungskriterium für eine neue Immobilie, gefolgt von der Lage.

Über die Studie:

*) Für die Studie „Nachhaltigkeit und Wohnen“ hat Integral Markt- und Meinungsforschung im Jänner 2020 für ImmobilienScout24 rund 500 Österreicher/innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe befragt.

Sonderthema März 2020: Burgenland: Handwerkerbonus entlastet Bevölkerung, stärkt regionale Betriebe und fördert Klimaschutz

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Heißer Draht – Wenn Kautionen, Mietzins, Makler-Angebote & Co zur Falle werden

Heißer Draht – Wenn Kautionen, Mietzins, Makler-Angebote & Co zur Falle werden

Stark nachgefragt – rund 20.800 Menschen suchten im Vorjahr Rat und Hilfe in der Wiener AK Miet- und Wohnrechtsberatung. Thomas Ritt, Abteilungsleiter Kommunalpolitik und Wohnen der AK Wien, bilanziert: „Wir haben im Vorjahr unser Beratungsangebot stark ausgebaut und eine Wohnrechts-Hotline installiert. Erhaltungspflichten, Kautionsrückzahlungen, gesetzliche Mietzinsbegrenzung, Maklerangebote und -provisionen waren die Aufreger.

Wir haben mehr geklagt und interveniert und im Vorjahr für unsere Mitglieder rund 263.300 Euro herausgeholt.“

Die AK hat im Rahmen unseres Zukunftsprogramms AK Extra auch ihr Beratungs- und Serviceangebot rund ums Wohnen ausgebaut. Die AK Hotline für Miet- und Wohnrechtsfragen startete am 15. Februar 2019.

Ritt zieht Bilanz: „In den Wohnberatungen spielt das Mietrecht eine große Rolle, also die privaten Wohnungen und Genossenschaftswohnungen. Hier ging es vor allem um Erhaltungspflichten, Rückzahlung der Kaution und gesetzliche Mietzins-Begrenzung. Auch Kündigungen, Betriebskosten und Befristungen waren immer wieder Thema genauso wie MaklerInnen. Hier drehten sich die Anfragen beispielsweise um Rücktrittsmöglichkeiten und die Höhe der zulässigen MaklerInnenprovision.

WohnungseigentümerInnen hatten meist Probleme mit Reparaturen, laufenden Kosten sowie Beschlüssen und deren Anfechtungsmöglichkeiten.“ Die AK hat zudem ihre Interventionen und Klagen, also Musterverfahren und Abmahnungen, deutlich ausgeweitet. „Wir konnten für unsere Mitglieder durch Interventionen insgesamt 18.320 Euro herausholen, durch Klagen rund 245.000 Euro“, so Ritt.

Nur ein interessanter Fall aus der Beratung: Eine Mieterin wandte sich an die AK Wohnrechts-Hotline mit einer Frage zur Kaution. Ihr Vater, mit dem sie in den vergangenen Jahren kaum Kontakt hatte, war in seiner Wohnung verstorben. Der Leichnam wurde erst nach mehreren Tagen gefunden. Dadurch war der Parkettboden an der Stelle, an der die Leiche gelegen war, stark in Mittleidenschaft gezogen wurde.

Da der Vermieter den Leichenfleck trotz intensiven Schrubbens nicht entfernen konnte, war er der Ansicht, er könne die Kosten für die Erneuerung des Bodens von der Kaution einbehalten. So geht’s nicht, sagten die WohnrechtsberaterInnen. Ein Mieter muss nur dann Abzüge aus der Kaution hinnehmen, wenn die Beschädigung der Wohnung schuldhaft verursacht wurde. Das war hier nicht der Fall.

Bau Pesendorfer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Land Oberösterreich / BMK Alfred Arzt/ zVg / dbn.at