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Sonderthema Oktober / November 2020: Statistik Austria bestätigt Oberösterreichischen Weg
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Sonderthema Oktober / November 2020: Statistik Austria bestätigt Oberösterreichischen Weg

Landeshauptmann-Stellvertreter und Wohnbaureferent Dr. Manfred Haimbuchner stellt vor dem Unterausschuss Bauen und Wohnen klar, dass es momentan keinen Anlass dafür gibt, den 7 Euro-Deckel bei der Wohnbeihilfe bei privaten Wohnungsvermietungen anzuheben

„Die Zahlen für 2019 zeigen deutlich, dass wir in Oberösterreich in der glücklichen Situation sind, noch weit von den 7 Euro pro Quadratmeter entfernt zu sein. So erhob die Statistik Austria für das Jahr 2019 eine durchschnittliche Nettomiete inklusive Umsatzsteuer von 5,60 Euro für gesamt Oberösterreich. Auch private Vermietungen lagen im Durchschnitt mit 6,3 Euro weit unter dem Deckel. Und selbst wenn man Mietverträge betrachtet, die neu – also innerhalb der letzten zwei Jahre – abgeschlossen wurden, lag die Nettomiete bei 6,4 Euro“, stellt Haimbuchner einleitend zur morgigen Debatte die aktuelle Wohnkostenerhebung der Statistik Austria vor.

„Im Moment besteht also keine Notwendigkeit, diese Grenze zu erhöhen. Ich behalte das Zahlenwerk der Statistik Austria im Auge und werde nötigenfalls diese Grenze anheben. Dabei habe ich auch immer betont: Eine Anhebung birgt die Gefahr einer Verteuerung der Mieten. Es ist ganz klar ersichtlich und wird auch von Expertinnen und Experten bestätigt, dass sich diese gesetzte Grenze preisdämpfend auf den Wohnungsmarkt auswirkt“, ist Haimbuchner von der Richtigkeit dieser Maßnahme im Sinne aller Wohnbeihilfenbezieherinnen und –bezieher des Landes Oberösterreich überzeugt.

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Tischlermeister Andreas Deinhofer

Der ZukunftRaum geben

Oberösterreich bietet gegenwärtig vieles: abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaften, hohe Lebensqualität, eine erfolgreiche exportorientierte Wirtschaft und starke internationale Vernetzungen. Diese Vielfalt führt aber auch zu vielen konkurrierenden Ansprüchen an den Lebens-raum und damit zu Nutzungskonflikten.

Auch globale Entwicklungen zeigen sich in Oberöster-reich bereits sehr deutlich: der demografische Wandel, die Urbanisierung, der Klimawandel, die Digitalisierung – sie alle sind zugleich Chance und Herausforderung.ressourcenschonend.überregional.partnerschaftlichDie OÖ Raumordnungsstrategie ist ein strategisches Steuerungsinstrument für die räumliche Entwicklung Oberösterreichs. Sie legt die Ziele und Maßnahmen für räumlich wirksame und fachübergreifende Herausforderungen des Landes sowie Schwerpunkte für die Regionalent-wicklung fest.

Die Raumordnungsstrategie basiert auf der festen Überzeugung, dass die drän-genden Herausforderungen unserer Zeit nur gemeinsam gelöst werden können. Aus dieser Überzeugung heraus soll das Thema der Kooperation noch stärker als bisher in den Fokus rücken, sowohl in der Landesverwaltung als auch in den Gemeinden.

Die Nutzung unseres gemeinsamen Lebensraumes muss im Interesse der Allgemeinheit voraus-schauend geplant und gestaltet werden. Das Querschnittsthema Klimaschutz steht dabei im Zentrum des gemeinsamen Handelns. Nachhaltige räumliche Entwicklung und die Qualität von Standorten sind Garant für Zukunftsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und räumliche Solidarität.

Das zukünftige Handeln Oberösterreichs wird daher von folgenden Haltungen geprägt sein: ressourcenschonend – überregional – partnerschaftlich

Um die in der Raumordnungsstrategie formulierten, durchaus ambitionierten Ziele zu erreichen, ist das aktive Mitwirken von Personen und Institutionen auf allen Ebenen notwendig. AktiveUmsetzungspartnerschaften sollen ressort- und fachübergreifend sowie über institutionelle Grenzen hinweg gemeinsam Lösungen für künftige Herausforderungen erarbeiten.

Das ist aktive Raumentwicklungspolitik.Sie gibt der Zukunft in Oberösterreich Raum.

Herausforderungen bewältigen, Chancen nutzenDas Land Oberösterreich möchte mit der erstmaligen Erstellung einer Raumordnungsstrategie die Zukunft aktiv mitgestalten und die Chancen nutzen, die sich aus den kommenden Veränderungen ergeben.Die Gesellschaft verändert sich.

Oberösterreich wird älter und vielfältiger, in städtischen Regionen wächst die Bevölkerung, aus peripheren Regionen ziehen Menschen weg. Lebensstile ändern sich und damit auch die Ansprüche an den Lebensraum. Das bringt zum Beispiel Herausforderungen in der Planung von öffentlichen Dienstleistungen mit sich. Gleichzeitig entstehen auch neue Chancen und Potenziale, die Oberösterreich proaktiv nutzen und fördern möchte.Flächen werden knapp und teuer.Dies betrifft besonders städtische Regionen und Gebiete entlang von Verkehrsachsen. Durch hohe Immobilienpreise besteht die Gefahr eines zusätzlichen Widmungsdrucks auf das weitere Umland und in der Folge einer weiteren kostspieligen Suburbanisierung.

Zukunftsfähige Siedlungsstrukturen zu schaffen ist daher ein wichtiges Ziel der Raumentwicklung in Oberösterreich. Siedlungen flächen-sparend und vorrangig nach innen zu entwickeln sowie Leerstände und Brachflächen zu aktivieren, statt auf der grünen Wiese zu bauen, sind dabei wichtige Grundsätze. Naturräume und Kulturlandschaften kommen unter Druck.

Siedlungs- und Verkehrsflächen haben in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Die Folgen sind unter anderem Versiegelung mit all ihren Umweltfolgen und die Zerschneidung natürlicher Lebensräume. Intakte Naturräume und Kulturlandschaften sind aber zentral für die Erhaltung der Biodiversität, die Produktion von Nahrungsmitteln, den Klimaschutz und die Abwehr von Naturgefahren. Der Erhalt von Boden als wertvolle Ressource und der Natur- und Landschaftsschutz sind daher wichtige Aufgaben der Landesentwicklung. Mobilität muss neu gedacht werden.In ländlichen Räumen muss umweltfreundliche Mobilität ermöglicht werden, in städtischen Regionen müssen Verkehrsbelastungen und die damit verbundenen Umweltauswirkungen reduziert werden. Darüber hinaus sind Entwicklungen wie der Online-Handel, das autonome Fahren oder Sharing-Modelle sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Raumentwicklung.

Der Anteil des Autoverkehrs am Gesamtverkehr ist zwischen 2001 und 2012 von 62 auf 68 Prozent gestiegen. Der Standortwettbewerb verschärft sich.

Das stellt den Industrie- und Wirtschaftsstandort Oberösterreich vor vielfältige Herausforderungen: Fachkräftemangel, der Ausbau leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen und Transformationsprozesse hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft sind nur einige davon. Zugleich bieten sich dabei in räum-licher Hinsicht auch neue Chancen und Potenziale, beispielsweise durch die Digitalisierung.

ME Bau GmbH

 

RE/MAX-ImmoSpiegel 1. Halbjahr 2020: Gesamtüberblick über den österreichischen Wohnungsmarkt
  • 216.227 Euro kostete eine typische Wohnung im ersten Halbjahr 2020
  • Das billigste Viertel aller Wohnungen kostete höchstens 135.000 Euro, das teuerste Viertel mindestens 289.243 Euro
  • Mengen: Oberösterreich verkauft im ersten Halbjahr 2020 mehr Eigentumswohnungen als 2019, alle anderen Bundesländer weniger. Stärkste Rückgänge in Tirol, Burgenland und Kärnten
  • Gesamtverkaufswert für Eigentumswohnungen stagniert bei 5,6 Mrd. Euro
  • Wien mit einem Verkaufswert von 1,82 Mrd. Euro unter dem Vorjahr
  • Quadratmeterpreise im Fünfjahresvergleich um +27,7 % gestiegen
  • Preise: Steigende Preise in allen Bundesländern, am stärksten in Tirol, Oberösterreich und im Burgenland
  • Anteil der Erstbezugswohnungen steigt bundesweit von 37,0 % auf 37,9 %, am höchsten in Tirol, Salzburg und Vorarlberg
  • Preise für Erstbezug gehen um +2,7 %, jene der Gebrauchtwohnungen um +5,0 % nach oben

Zum zweiten Mal in Folge ist der Wohnungsmarkt in Österreich nicht gewachsen, sondern zurückgegangen und zwar auf knapp über das Niveau von 2016, das viertbeste Ergebnis bisher – so die RE/MAX-Immobilien-Experten. Die verkauften Mengen konsolidieren sich wieder, die Durchschnittspreise steigen noch (+4,4 %), aber nur mehr gut halb so stark wir im Vorjahr (+7,6 %). Damit liegt die Preissteigerung im ersten Halbjahr 2020 zwischen jener von 2018 und 2019.

Laut IMMOunited, den Experten für Immobiliendaten, die die Daten als Vollerhebung und nicht nur als Stichprobe aus dem Grundbuch ausgelesen haben, und den Analysten des RE/MAX-ImmoSpiegel, wurden im ersten Halbjahr 2020 in den amtlichen Grundbüchern 23.868 Wohnungskäufe registriert, um -4,0 % weniger als 2019 und -8,8 % weniger als im Rekordjahr 2018.

Der Transaktionswert ging bei rückläufigen Mengen und steigenden Preisen minimal von 5,66 auf 5,63 Mrd. Euro zurück.

Wohnungsmarkt bald nur mehr ein Drittel des Immobilienmarktes

Finanziell hat der Wohnungsmarkt an Bedeutung am Gesamt-Immobilienmarkt weiter eingebüßt. Sein Wertanteil ist im ersten Halbjahr weiter zurückgegangen, vom Höhenflug 2017 mit 38,1 % über 35,5 % (2018) und 34,6 % (2019) auf 34,4 % heuer.

„Der Eigentumswohnungsmarkt befindet sich, trotz des Rückganges um -4 % bei den Verbücherungen im Jahresvergleich, noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Das knappe Angebot hat in vielen Regionen zu weiteren Preissteigerungen geführt. Bei Anlegern, aber auch bei Eigennutzern, stehen Wohnungen trotzdem weiter hoch im Kurs. Die Auswirkungen von COVID-19 auf den Wohnungsmarkt werden erst Ende des Jahres bzw. im ersten Halbjahr 2021 sichtbar und spürbar werden. Wir erwarten für das erste Halbjahr 2021 ein steigendes Wohnungsangebot und weitestgehend konstante bzw. leicht rückläufige Preise, erklärt der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA.

WOHNUNGSPREISE in Österreich

Eigentumswohnungen kosten um 9.000 Euro mehr

Im Jahresvergleich zum ersten Halbjahr 2019 haben die typischen Preise für Eigentumswohnungen laut RE/MAX Austria um +4,4 % oder 9.045 Euro zugelegt.

Damit sind die Anschaffungskosten für Wohnungen in den letzten fünf Jahren um +26,9 % gestiegen.

Preissegment unteres Viertel: plus 6.341 Euro

Ein Viertel aller neu verbücherten Wohnungen kostete in Österreich im ersten Halbjahr 2020 weniger als 135.000 Euro. Dieser Grenzwert hat um +4,9 % zum Vorjahres-Vergleichszeitraum zugelegt, also nur geringfügig mehr als der typische Preis über alle Wohnungsgrößen. Dies ist insofern bemerkenswert, weil diese Grenze in den letzten Jahren immer wesentlich stärker als der Durchschnittspreis nach oben gewandert ist und ein Indikator dafür war, dass sich die Eintrittsbarrieren zu Wohnungseigentum überproportional erhöht haben. Im Fünfjahresvergleich stieg die Obergrenze des untersten Quartils um +36,4 %.

Preissegment oberes Viertel: plus 12.243 Euro

Das obere Preisviertel aller Wohnungen hatte in der Vergangenheit regelmäßig niedrigere Preissteigerungen als der Durchschnitt zu verzeichnen und erst recht als das Viertel des Einstiegspreissegments. Heuer ist die Situation völlig ausgeglichen und daher anders als in den Jahren zuvor: Von 277.000 auf 289.243 Euro erhöhte sich, den RE/MAX-Experten zufolge, die untere Schwelle zum obersten Preisquartil und das entspricht +4,4 %.

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Junges Wohnen in Oberösterreich

Aus der elterlichen Wohnung auszuziehen ist ein wichtiger – und manchmal notwendiger – Schritt in ein eigenständiges Leben. Ein Schritt, den man sich allerdings erst leisten können muss. Daher ist die erste Wohnung ja meistens nicht die Wohnung fürs Leben, sondern muss ganz andere Kriterien erfüllen.

Wohnbaureferent Manfred Haimbuchner (FPÖ) hat das Projekt „Junges Wohnen“ ins Leben gerufen, um den jungen Menschen den Start in die eigenen vier Wände zu erleichtern. Gemeinsam mit den gemeinnützigen Bauvereinigungen und den Gemeinden soll genau dieser Wohnraum in den nächsten Jahren geschaffen werden. Es sollen Wohnungen errichtet werden, die maximal 65 Quadratmeter groß sind und nur in Miete vergeben werden. Den überwiegenden Anteil werden aber 30- und 45-Quadratmeter-Wohnungen ausmachen. Die Verweildauer beträgt acht Jahre. Die Wohnung kann bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres bewohnt werden. Um dieses Vorhaben kostengünstig umsetzen zu können, sollen auch die Gemeinden ihren Teil dazu beitragen und entsprechende Baugrundstücke bereitstellen.

„Mit einer Anhebung der Landesförderung von 58 auf 66 Prozent erwarte ich mir einen spürbaren Rückgang der Mieten. Mir schweben hier etwa 320 Euro für 45 Quadratmeter inkl. Betriebskosten vor. Das halte ich für absolut machbar“, so Haimbuchner.

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Zum Schutz von Natur und Baukultur: Mehr wirtschaftliche Anreize

Mehr marktwirtschaftliche Anreize zum Bremsen des Bodenfraßes, zur Nutzung von Leerständen und zur Erhaltung des baukulturellen Erbes forderte heute die Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS).

„Solange die Schaffung von Nutzraum auf der grünen Wiese wesentlich billiger ist als in den bestehenden historischen Altbauten, wird die rasante Bodenversiegelung mit allen negativen Folgen für Klima, Landschaft, Wasserhaushalt und Natur fortgesetzt“, stellte IWS-GF Gottfried Kneifel fest.

Die Bodenversiegelung schreitet in Österreich wesentlich dynamischer voran als das Bevölkerungswachstum.

Die Renovierung und Weiternutzung von alten Bausubstanzen wäre nicht nur eine konkrete Maßnahme gegen die Bodenversiegelung, sondern auch eine gezielte Maßnahme zur Schaffung lohnintensiver Arbeitsplätze, für die bessere Nutzung schon bestehender Infrastruktur, wie Straßen, Wasser-, Kanal und Elektronik sowie ein großer Schritt zur Belebung von gewachsenen Orts-, Dorf-, und Stadtkernen.

Eine IWS-Studie fordert dazu die Abschaffung der Liebhaberei-Verordnung, Investitionsförderungen und Kreditgarantie für Restaurierungsprogramme, eine Sonderausgaben-Regelung für Eigentümer, die in Altbauten investieren sowie die Abschaffung der Grundsteuer, wenn ein Bauwerk im öffentlichen Interesse weiter erhalten bleiben soll.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: zVg / dbn / Land OÖ / Denise Stinglmayer/ Richard Tanzer - APA