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Sonderreportage November / Dezember 2021: Salzburg: Neues Gesetz mach Wohnen für Junge leistbarer

Sonderreportage November / Dezember 2021: Salzburg: Neues Gesetz mach Wohnen für Junge leistbarer

Günstiger Wohnraum für junge Salzburgerinnen und Salzburger. Das bringt die größte Baurechtsreform des Landes, die am 7. Juli im Landtag beschlossen wurde. Ein Beispiel: Dachgeschosse können nun einfacher und attraktiver ausgebaut werden.

„Ohne großen bürokratischen Aufwand können Dachböden nun bis zu 75 Zentimeter angehoben werden. So können dort Wohnungen mit ausreichend Platz ohne zusätzlichen Flächenverbrauch errichtet werden. So ist günstiges, zeitgemäßes, und nachhaltigeres Wohnen möglich“, betont Landesrat Josef Schwaiger.

„Grund und Boden ist besonders in Salzburg sehr begrenzt, beim Bauland ist eine Preisspirale in Gang, die Wohnen immer teurer macht. Deshalb setzen wir darauf, bestehende Gebäude optimal zu nutzen.

Das ist nicht nur günstiger und vermeidet zusätzliche Versiegelung. Wir schaffen Wohnraum für die Jungen, damit sie auch dort bleiben können, wo sie aufgewachsen sind“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Ausbau von Dachböden einfacher

Mit der großen Baurechtsnovelle können beispielsweise Dachböden ohne großen bürokratischen Aufwand ausgebaut und bis zu 75 Zentimeter angehoben werden. Auch wenn das Gebäude im Mindestabstand zum Nachbargrundstück steht, ist das nun möglich. „Damit wird Platz geschaffen. Das spart außerdem Geld für die jungen Familien und beugt der Bodenversiegelung vor“, betont Schwaiger.

Mehr Generationen unter einem Dach

Zusätzlicher Wohnraum für die jungen Menschen im Elternhaus ermöglicht auch generationenübergreifendes Wohnen. „Die Jüngeren und die Älteren können sich so gegenseitig im Alltag unterstützen, sei es beim Einkauf oder bei der Kinderbetreuung.

Nur, wenn alle Generationen am Land vertreten sind, funktioniert auch die Gemeinschaft“, so der Landesrat.


Landesrätin Andrea Klambauer bei der Besichtigung der Baustelle Holzbau Burgfried

Salzburg forciert den geförderten Holzwohnbau

Vor wenigen Wochen ist in Salzburg die Novelle der Wohnbauförderung in Kraft getreten. Neben gestiegenen Zuschlägen von 30 Millionen Euro in den nächsten beiden Jahren bringt sie zudem dauerhaft erhöhte Unterstützungen von Objekten in Holzbauweise. Wie gut das funktionieren kann, zeigt sich im Halleiner Stadtteil Burgfried, wo aktuell 62 geförderte Wohnungen in fünf Gebäuden aus dem natürlichen Material entstehen. Das Land steuert mehr als die Hälfte der Kosten von 9,5 Millionen Euro zu.

„Dieses Projekt zeigt, dass auch ein mehrgeschoßiger Wohnbau aus Holz möglich ist und viele Vorteile bietet. Diese Konstruktionsart ist nachhaltig und die Lebensqualität in diesen Objekten wird hervorragend sein.

Wir haben die Förderung für diese Variante deutlich erhöht, damit in Zukunft der Naturrohstoff auch für geförderte Miet- und Eigentumsunterkünften verstärkt zur Anwendung kommt“, zeigte sich Landesrätin Andrea Klambauer gestern bei einer Besichtigung vom Fortschritt begeistert. Das Land Salzburg steuert dem Projekt insgesamt 5,128 Millionen Euro zu.

Klambauer: „Rahmenbedingungen passen.“

„Derzeit ist der Anteil von geförderten Holzbauten in Salzburg noch sehr niedrig. Es freut mich deswegen umso mehr, wenn wie in Hallein Verantwortliche diese umweltfreundliche und langlebige Variante in Betracht ziehen und mit gutem Beispiel vorangehen. Durch die gestiegenen Zuschüsse der Novelle liefern wir jetzt für Bauträger und Architekten einen konkreten Anreiz umzustellen und den Holzanteil zu erhöhen. Jetzt liegt es an ihnen, weitere Leuchtturmprojekte zu realisieren“, appelliert Landesrätin Andrea Klambauer.

Lechner: „Salzburgs größter mehrgeschossiger Holzwohnbau.“

„Der zweite und dritte Abschnitt unseres Siedlungserneuerungsprojektes Hallein Burgfried mit insgesamt 124 Wohnungen ist bislang das größte mehrgeschossige Objekt, das in unserem Bundesland mit Holz errichtet wird. Bei entsprechender Planung ist dies mittlerweile durchaus auch im Geschoßwohnbau als Variante zu Massivkonstruktionen einsetzbar“, so Christian Lechner, Mitglied der Geschäftsführung der Gemeinnützigen Salzburger Wohnbaugesellschaften (GSWB).

Gefahrt: „Landesmittel gut eingesetzt.“

Auch Thomas Gefahrt, Leiter der Controlling- und Finanzierungsabteilung der GSWB zeigte sich überzeugt: „Uns sind die höheren Mittel, die das Land Salzburg für den mehrgeschossigen Holzbau zur Verfügung stellt, sehr willkommen. Damit sind wir in der Lage, einerseits verstärkt nachhaltigen Werkstoff einzusetzen und geförderte Mietobjekte innerhalb eines wirtschaftlich vertretbaren Zeitraumes zu finanzieren.“

Günstiges Eigentum

Neben der Option auf Miete, bietet das Areal auch betreute Wohnungen sowie Wohnungen mit Kaufoption. „Mit einem Quadratmeterpreis von 2.750 Euro netto inklusive Tiefgaragenplatz liegen wir deutlich unter dem Preisniveau am freien Markt und können somit vielen Menschen den Traum vom Eigenheim ermöglichen“, betont Landesrätin Andrea Klambauer.

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v.l. Landesbaudirektor Daniel Burtscher, Vizepräsident Franz Seidl, Stadträtin Martina Berthold, Landesrätin Andrea Klambauer, Präsident Rudolf Wernly

Enorme Herausforderungen in der Baubranche

Im September trafen sich die Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker des Landes, um sich über das vergangene Jahr auszutauschen. Eines der Themen waren die gestiegenen Rohstoff- und Baupreise.

„Die letzten zwölf Monate haben für die Branche enorme Herausforderungen gebracht, die hauptsächlich auf die Pandemie und die damit einhergegangenen Probleme auf dem Weltmarkt zurückzuführen sind“, so Landesräten Andrea Klambauer.

„Trotz immer geringer werdender Flächen wurde im vergangenen Jahr viel gebaut und somit gab es auch jede Menge Arbeit für die Architekten und Ingenieure“, so Landesrätin Andrea Klambauer beim gestrigen Spät-Sommerfest der Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker in Salzburg und sie fügt hinzu:

„Der Anstieg der Preise führte aber zu massiven Verzögerungen und Problemen, vor allem im gemeinnützigen Wohnbau. Wir haben im Rahmen der Wohnbauförderung sehr rasch darauf reagiert und hoffen, dass damit diese Hochpreisphase abgefedert werden kann und die Bautätigkeit bestmöglich sichergestellt ist.“

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Fotos:Land Salzburg / Franz Neumayr / zVg / dbn.at