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18.11.2019

DEMENZ UND ICH – Wissen und Hilfe für Menschen mit Demenz

Rund 130.000 Menschen leiden in Österreich unter Demenz. Eine oft kaum bewältigbare Herausforderung für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Betreuung übernehmen. Rund 130.000 Menschen leiden in Österreich unter Demenz. Eine oft kaum bewältigbare Herausforderung für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Betreuung übernehmen.

Rund 130.000 Menschen leiden in Österreich unter Demenz. Eine oft kaum bewältigbare Herausforderung für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Betreuung übernehmen. Die Kampagne DEMENZ UND ICH von MINI MED Studium, MAS Alzheimerhilfe und Österreichischer Gesellschaft vom Goldenen Kreuze soll allen Betroffenen Wissen, Unterstützung und Erleichterung bieten.

Demenz ist derzeit ein brisantes Thema. Nicht ohne Grund: Aktuell leiden 130.000 Menschen in Österreich an Demenz. Bis zum Jahr 2030 soll die Zahl laut ExpertInnen auf rund 175.000 steigen, und für 2050 wird gar eine Verdoppelung prognostiziert. Deshalb wird die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze (ÖGGK) auf diesem Gebiet aktiv und unterstützt als Kooperationspartner das Projekt DEMENZ UND ICH, welches vom MINI MED Studium gemeinsam mit der MAS Alzheimerhilfe ins Leben gerufen wurde.

Das Programm der ÖGGK fokussiert insbesondere auf die Angehörigen von Demenzkranken, um diese in ihrer herausfordernden Aufgabe zu unterstützen. Der Hintergrund: Acht von zehn Menschen mit Demenz werden zu Hause von PartnerInnen oder Familienmitgliedern gepflegt. Und viele der BetreuerInnen gehen dabei psychisch und physisch an ihre Grenzen. Denn Demenzkranke verlieren durch das Absterben von Gehirnzellen wichtige kognitive Fähigkeiten und können ihren Alltag immer weniger selbstständig bewältigen. Auch die emotionalen und sozialen Fähigkeiten verändern sich, und es können sich ungewöhnliche Verhaltensweisen entwickeln. Das erfordert von den betreuenden und pflegenden Personen Einfühlungsvermögen, Geduld, aber auch Wissen über den richtigen Umgang. Durch gezielte Behandlung, individuelle Betreuung und spezielles Training können jedoch die Entwicklung einer Demenzerkrankung verlangsamt und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.

Schwerpunktveranstaltungen für Angehörige von Demenzkranken

Deshalb bietet die ÖGGK im Rahmen ihres Programms ganz spezielle Schwerpunktveranstaltungen: Im ersten Quartal 2020 ist das etwa ein Gedächtnistraining-Seminar mit der akademischen Gesundheits- und Pflegeberaterin Elisabeth Hahn (meinpflegegeld.at). Weiters findet ein maßgeschneidertes Konzert des Glasscherben Musikvereins statt, da Musik für Menschen mit Demenz nachweislich fördernd wirkt. Selbst wenn Vieles vergessen ist, bleiben Melodien von früher in Erinnerung und helfen dabei, andere Erinnerungen und Fähigkeiten ins Bewusstsein zurückzurufen. Und nicht zuletzt wird eine Spezialführung durch die Ausstellung der tschechischen Outsider-Künstlerin Anna Zemánková organisiert. Kuratorin Angela Stief wird dabei auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Vergesslichkeit bzw. Demenz eingehen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Begleitung der klinischen Seelsorgerin und Psychotherapeutin Katharina Schoene in Anspruch zu nehmen und sich zusätzliche Informationen zu holen.

Mehr über das Projekt DEMENZ UND ICH sowie über Demenz als Erkrankung erfährt man unter www.minimed.at/demenzundich. Auch das rund 80-Seiten-starke Wissensheft „DEMENZ UND ICH – Hilfe für Angehörige“ steht unter diesem Link zum Download zur Verfügung.

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04.05.2020

Österreich schützt sich zu wenig vor Gefahren im Internet

Österreich schützt sich zu wenig vor Gefahren im Internet Österreich schützt sich zu wenig vor Gefahren im Internet

»Um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu senken, verbringen derzeit die Menschen einen großen Teil ihrer Freizeit im World Wide Web. Leider nutzen Internetbetrüger gerade jetzt die Zeit, um sich zu bereichern«, warnt Thomas Neusiedler, CEO von Helvetia Österreich. Das bestätigt eine aktuelle Studie von marketagent im Auftrag von Helvetia Österreich, die zwischen 16. und 20. April 2020 bei 500 Personen zwischen 14 und 75 Jahren zum Thema »Cyberattacken« durchgeführt wurde. Rund 40 Prozent wurden bereits selbst Opfer von Betrug im Internet oder haben es in ihrem nahen Umfeld erlebt.

E-Mail und Surfen Spitzenreiter in der Internetnutzung während Corona

Zu den häufigsten Dingen, die derzeit im Internet erledigt werden, zählen das Bearbeiten von E-Mails (94%) und Surfen (90%) – das tun neun von zehn Österreichern täglich oder zumindest mehrmals pro Woche. Soziale Medien werden von mehr als drei Vierteln (77%) rege genutzt. Darauf folgt die Information via Nachrichten- und Websites, die 73 Prozent stark in Anspruch nehmen. Fast sechs von zehn Österreichern (57%) halten täglich oder mehrmals pro Woche Kontakt zu ihren Lieben über Videokonferenz-, Chat-Tools und -Apps. Online-Banking nutzt jeder Zweite (49%) laufend. »Online-Shopping ist – ganz entgegen dem vorherrschenden Gefühl – kein so weit verbreiteter Zeitvertreib: Nur 15 Prozent shoppen häufig Kleidung, Elektronik und dergleichen. Einkäufe des täglichen Bedarfs wickeln nur 13 Prozent mehrmals wöchentlich online ab«, erklärt Neusiedler.

Bevorzugter Schutz: Wachsamkeit und kritischer Umgang

Doch wie schützen sich Österreicher bei dem derzeit starken Internet-Traffic vor Cyberrisken oder -attacken? Sieben von zehn Befragten (69%) gaben an, keine Links zu dubiosen Seiten der E-Mails im Spam-Ordner zu öffnen. Sechs von zehn sagen aus, auf einen kritischen Umgang mit sensiblen Daten zu setzen (63%). »Das Bewusstsein, dass einfach jeder hier zur Zielscheibe werden kann, ist sicherlich gestiegen. Erhöhte Wachsamkeit bezüglich dubioser Links – Stichwort Phishing – und ein kritischer Umgang mit sensiblen Daten wie Adresse, Bank-Daten und ähnlichem, reichen als Schutz vor organisierter Kriminalität aber häufig nicht mehr aus«, erklärt Neusiedler.

Der private Finanzbereich wird offensichtlich als verletzlich gesehen: 58 Prozent der Befragten geben an, sich mit regelmäßigen Kontrollen der Kontoauszüge vor Cyberkriminalität zu schützen. »Ein Angriff muss aber keine unmittelbare Auswirkung auf das Bankkonto haben«, gibt der Helvetia-CEO zu bedenken. »Internetbetrüger haben sensible Daten aller Art im Visier. Neben finanziellen Schäden können sie damit auch Identitäten stehlen, Unternehmen erpressen oder Menschen stalken – die Gefahren im Internet sind leider vielfältig.«

Nur jeder Zweite setzt auf Passwort- und Antivirenschutz

Beim Einsatz starker Passwörter und der Nutzung von Antivirensoftware hat Österreich starken Aufholbedarf: Nur die Hälfte (51%) hat einen aktuellen Antivirenschutz; ein etwas höherer Anteil (55%) setzt alles daran, möglichst sichere Passwörter zu verwenden. »Besonders erschreckend ist, dass nur die Hälfte der Befragten eine Antivirensoftware installiert hat, obwohl diese häufig kostenlos verfügbar ist«, sagt Neusiedler. Zu den sonstigen Maßnahmen, mit denen sich die Befragten vor Cyberkriminalität schützen, zählt auch die Beschränkung der Sicherheitseinstellungen bei Social-Media-Accounts, die immerhin ein Drittel (34%) durchführt. Nur ein Viertel der Befragten nutzt dagegen VPN/Verschlüsselung in öffentlichen WLANs und informiert sich aktiv über Datenpannen und Betrugsmaschen im Internet (je 26%). Knapp fünf Prozent schützen sich gar nicht und nur etwas mehr als drei Prozent der Befragten gaben an, eine Cyberversicherung zu haben. »Eine Cyberattacke kostet im Schnitt mehrere tausende Euro pro Schadensfall, was im schlimmsten Fall existenzbedrohend sein kann«, warnt Neusiedler.

Vier von zehn Österreichern kamen bereits mit Internetbetrug in Berührung

Im starken Gegensatz zu den Schutzmaßnahmen stehen die persönlichen Erfahrungen der Befragten: Immerhin mehr als 40 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass entweder sie selbst oder jemand aus ihrem engsten Umfeld bereits einer Form von Internetbetrug zum Opfer gefallen ist. Am häufigsten genannt wurden Phishing Nachrichten (17%) sowie gefälschte Mails und Websites (16%). Danach folgen Hacks (7%), der Diebstahl von finanziellen Daten und Erpressung (je 6%). Fünf Prozent gaben an, schon einmal Identitätsdiebstahl (mit)erlebt zu haben. »Das Bewusstsein für diese unsichtbaren Risiken ist zwar grundsätzlich da, aber konkrete Schutzmaßnahmen haben großen Aufholbedarf – die Sinnhaftigkeit einer ,Schutzmaske’ für Computer, Laptop oder das Tablet zuhause wird offensichtlich erst erkannt, wenn schon etwas passiert ist«, warnt Neusiedler. »Unsere Kundinnen und Kunden sind etwas stärker sensibilisiert als der Durchschnitt – rund 2.800 unserer Privatkunden in der Haushaltsversicherung nutzen – nur ein Jahr nach dem Launch – bereits den zusätzlich buchbaren Cyberschutz.«

Günstige »Cyber-Schutzmaske« und schnelle Hilfe für Private

Internetkriminalität ist das am stärksten wachsende Kriminalitätsfeld in Österreich, wie auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) bestätigt. Daher bietet Helvetia bereits seit April 2019 die Helvetia Card Home Cyber, eine Cyberversicherung für Privatkunden, buchbar als Zusatzbaustein zur Haushaltsversicherung, an. Das Versicherungspaket bietet eine Vielzahl an nützlichen Informations- und Service-Leistungen und in bestimmten Versicherungsfällen Kostenersatz. Die 24-Stunden-Hotline der Helvetia Card Home bietet rund um die Uhr Beratung zu Schadenfällen im Zusammenhang mit Cyberkriminalität wie beispielsweise Virenbefall, Cybererpressung, unerlaubte Veröffentlichung von Fotos, unberechtigte Abmahnung bei »free«-Downloads, Identitätsdiebstahl, E-Mail-Betrug und vieles mehr. Ein wichtiger Bestandteil ist der Kauf- und Kontoschutz. Helvetia ersetzt je bis zu 3.000 Euro, wenn Bankkarten-Informationen mit gefälschten Mails oder gefälschten Websites abgefragt werden und Geld abgebucht wird. Der Kaufschutz beinhaltet eine Kostenübernahme bei Beschädigung bzw. Zerstörung innerhalb von 24 Stunden ab Kauf (über Online-Shops) von beweglichen Sachen, die dem Privatgebrauch dienen (bis je max. 3.000 Euro).

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19.11.2020

Corona-Virus wird uns noch Jahre begleiten. Wie wir lernen, damit zu leben

Die Autoren Elisabeth Tschachler und Kurt Langbein Die Autoren Elisabeth Tschachler und Kurt Langbein

Nach dem 7. Dezember wird das Virus nicht verschwunden sein, und auch die Impfstoffe im nächsten Jahr werden es nicht ausrotten. Deshalb müssen wir vielmehr darüber sprechen, wie das Zusammenleben trotz des Virus in größtmöglicher Freiheit stattfinden kann. Das fordern Kurt Langbein und Elisabeth Tschachler, Autoren des vor kurzem im Molden Verlag erschienenen Buchs „Das Virus in uns“ in einem Positionspapier.

Sie plädieren dafür, auf Vertrauen und Solidarität statt auf Spaltung und Polarisation zu setzen, auf verständliche Kommunikation und Gebote anstelle von Verboten, auf Eigenverantwortung statt Bevormundung. Denn eine informierte Zivilgesellschaft kann das Leben mit dem Virus lernen, gut ausgestattete Gesundheits- und Sozialdienste können das Infektionsgeschehen eindämmen, vulnerable Gruppen schützen und die gesundheitlichen, psychischen und sozialen Folgen mindern.

Klar ist: Die Aneinanderreihung von Lockdowns ist keine nachhaltige Strategie und entspricht nicht der Logik einer modernen Zivilgesellschaft. Vielmehr gilt es, von anderen Ländern, die bisher gut durch die Krise gekommen sind, zu lernen. Japan hat mit einer modellhaften, extrem schnellen Verfolgung der Kontaktpersonen mit dem höchsten Verbreitungsrisiko nicht einmal zehn Prozent der Infektionen, die bei uns verzeichnet werden. Südkorea und Taiwan haben ausreichend Personal für das Contact-Tracing rekrutiert. Finnland hat die herbstliche Infektionswelle bisher mit äußerst geringen Infektionszahlen fast ausschließlich auf der Basis von Empfehlungen und regional fein abgestimmten Maßnahmen bestritten.

COVID-19 ist eine ernsthafte Gesundheitsgefahr. Deshalb müssen vor allem Personen mit einem erhöhten Risiko geschützt werden – etwa mit einem massiven Ausbau der Betreuungsdienste. Prävention ist bisher in der Pandemiebekämpfung zu kurz gekommen und sollte mit entsprechenden Programmen und gut aufgebauter Information ausgebaut werden.

Mit der richtigen Strategie und Planung ist es möglich, das Erkrankungs- und Sterbegeschehen durch COVID-19 erträglich zu halten, ohne dass dabei die Kollateralschäden unverhältnismäßig groß werden. Und damit zu verhindern, dass nach dem Lockdown vor dem Lockdown heißt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Langbein&Partner;
07.06.2021

3G-Regel ab Herbst auch in Schulen

3G-Regel ab Herbst auch in Schulen 3G-Regel ab Herbst auch in Schulen

Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Montagsausgabe berichtet, soll die 3G-Regel (Geimpft, Getestet, Genesen) ab Herbst auch in den Schulen gelten. Das heißt: Geimpfte Kinder und Jugendliche müssen sich dann nicht mehr testen lassen. Entsprechende Pläne bestätigte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein im Interview mit oe24.TV und ÖSTERREICH: "Das kann ich mir vorstellen." Derzeit liefen Abstimmungen dazu mit dem Bildungsministerium. "Wir werden sehen, wie viele Kinder sich impfen lassen. Aber ich glaube, bei drei Millionen Impfdosen, die monatlich kommen, sind wir in einer guten Startposition für Herbst – auch die Impfbereitschaft ist ja im Steigen", so Mückstein.

Mückstein weiter auf oe24.TV: "Ich bin recht optimistisch, dass wir im August eine qualifizierte Menge an 12- bis 15-Jährigen geimpft haben werden. Ich habe selber zwei Töchter in dem Alter. Bestimmt wird sich die Meinung durchsetzen, dass es eine gute Idee ist, Kinder zu impfen. Sie bekommen kein Long Covid und am Ende tragen sie zur Herdenimmunität bei."

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
07.06.2021

Chaotische Zustände rund ums Impfen und Verreisen

„Viele Österreicherinnen und Österreicher freuen sich schon auf den heurigen Urlaub im Ausland, jedoch höre ich aus verschiedensten Ecken von chaotischen Zuständen rund um das Impfen und Verreisen. Durch die patscherte Vorgangsweise der Bundesregierung werden den Österreicherinnen und Österreichern leider viele unnötige Steine in den Weg gelegt“, ärgert sich SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Christian Drobits.

Damit es bei der Fahrt in den Urlaub an der Grenze zu keinen bösen Überraschungen kommt, empfiehlt Christian Drobits Österreicher*innen mit Fernweh den internationalen gelben Impfpass auf jeden Fall einzupacken. Ab 1. Juli soll das digitale EU-COVID-Zertifikat (Digital Green Certificate, Grüner Pass) gelten, mit dem das Reisen innerhalb der EU wieder einfacher werden soll. Bei internationalen Reisen sieht die Sache aber anders aus: Derzeit gilt im internationalen Reiseverkehr nur der gelbe internationale Impfpass als sicherer Impfnachweis. „Alle ÖsterreicherInnen, die bereits eine Corona-Impfung in Anspruch nehmen konnten, sollten ihre Impfung daher unbedingt auch im gelben Impfpass eintragen bzw. nachtragen lassen“, so Christian Drobits.

Dass das nicht immer so einfach ist, weiß Christian Drobits aus seinen Gesprächen mit der Bevölkerung: „Zum Beispiel werden bei vielen Impflingen die Corona-Impfungen – warum auch immer – nicht in den gelben Impfpass eingetragen. Diese müssen sich dann ärgerlicherweise beim Hausarzt um eine Nachtragung bemühen. Eine weitere Farce der Bundesregierung: Personen mit bereits durchgemachter Corona-Infektion werden prinzipiell nur einmal geimpft, obwohl die Einreise in die USA z.B. mit Biontech/Pfizer nur nach einer Vollimmunisierung (also zwei Dosen) stattfinden kann.

Ich habe auch schon von einigen Fällen gehört, bei denen Menschen mit ihrem (deutschen) Ausdruck bei den Grenzen abgewiesen werden. Ein ehemaliger Außenminister wie Kanzler Kurz sollte eigentlich wissen, was die Österreicherinnen und Österreicher zum internationalen Verreisen brauchen. In Wahrheit stellt er aber nicht sicher, dass alle Reisenden die entsprechende Dokumentation im gelben Impfpass und die ausreichende Immunisierung mit zwei Impfdosen erhalten“, kritisiert Drobits. „Ich werde als Konsumentenschutzsprecher meiner Fraktion zeitnah Gespräche mit Vertretern der Bundesregierung führen, damit Geimpfte ihre Reisefreiheit schnellstmöglich zurückerhalten.“

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24.05.2020

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne nach Einreise trüben Urlaubserlebnisse

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne

Wenn Arbeitnehmer in den kommenden Wochen ihren wohlverdienten Urlaub im Ausland verbringen möchten, sind aus heutiger Sicht erhebliche Hürden damit verbunden: Entweder ist bei der Einreise ein privater Corona-Test zu bezahlen, der bis zu 220 Euro kostet, oder man muss sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben.

„Diese aktuellen Kriterien können für die anstehende Urlaubssaison keinesfalls gelten. Die Bundesregierung muss daher rasch taugliche Lösungen erarbeiten, die zu keinen derartigen Belastungen führen“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

„Es kann nicht sein, dass etwa eine Familie mit zwei Kindern bei der Einreise nach Österreich rund 800 Euro für einen privaten Corona-Test bezahlen muss, oder sich nach dem Urlaub noch zwei weitere Wochen in Selbstquarantäne isolieren muss“, so Wieser. Es mag in diesem Zusammenhang wenig verwunderlich sein, dass private Firmen mit Corona-Tests derzeit das große Geschäft wittern.

Generell ist nicht einzusehen, dass die Kosten für diese Tests ausschließlich auf die Betroffenen übergetragen werden, überhaupt wenn diese Tests eingefordert werden. Das gilt auch für andere Bereiche, beispielsweise wenn der Arbeitgeber einen Corona-Test verlangt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Partynia Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International
04.10.2019

Wahlversprechen

Der erste Gesprächsreigen ist vorbei, allerdings kann man davon ausgehen, dass man noch einige Runden brauchen wird, bevor in der Hofburg eine neue Regierung angelobt werden kann. Und man wird auch noch öfters hören, dass Qualität vor Tempo geht – trotzdem wäre es gut, wenn die Parteien schön langsam aus der Trauerphase kommen und neben der eigenen Befindlichkeit auch über die Gestaltung des Landes reden.

Besonders bei SPÖ und FPÖ drohen die innerparteilichen Querelen zu länger anhaltenden Lähmungserscheinungen zu führen. Schade. Denn durch erfolgreiche Regierungsverhandlungen könnten beide zumindest eines der zentralen Versprechen erfüllen, die sie ihren Wählern im Wahlkampf gegeben haben.

Denn Hofer und Kickl ließen plakatieren, dass sie eine Regierung aus ÖVP und Grünen verhindern wollen. Und der SPÖ war es immer ein Anliegen, dass es nicht noch einmal zu einer türkis-blauen Zusammenarbeit kommt. Um diese Versprechen zu erfüllen, müsste man aber Verantwortung übernehmen.

Und es wäre auch an der Zeit, dass die Politik wieder die Gestaltung übernimmt. Auf Dauer ist das bloße Verwalten zu wenig. Ein Beispiel:

Gestern hat Regierungssprecher Winterstein ein Pressebriefing abgehalten und die Kollegen haben übereinstimmend festgestellt, dass man darüber nichts berichten muss.

Quelle: Oö. Volksblatt: "Wahlversprechen" von Herbert SCHICHO

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn ..
11.10.2020

Vorsicht Wildwechsel!

Infrastruktur-LR Mag. Günther Steinkellner und Hannes Langmayr vom Land OÖ bei der Anbringung neuer Wildwarner. Infrastruktur-LR Mag. Günther Steinkellner und Hannes Langmayr vom Land OÖ bei der Anbringung neuer Wildwarner.

Mit den dunkler werdenden Herbstmonaten verschlechtern sich die Sichtverhältnisse, und die Gefahr von Wildunfällen auf den heimischen Straßen steigt. Im Rahmen des Projektes Wildschutz wird jährlich in die Verbesserung des Wildschutzes investiert. Dennoch gilt für Fahrzeuglenker/innen eine erhöhte Aufmerksamkeit entlang von Waldgebieten, Waldrändern und vegetationsreichen Feldern.

Mit kürzer werdenden Tageslichtzeiten steigt auch gleichzeitig das Risiko einem Wildtier auf der Straße zu begegnen. Alleine dem Straßenverkehr fielen im vergangen Jagdjahr 15.107 Wildtiere zum Opfer. Gleich mehrere Gründe steigern in der dunkler werdenden Jahreszeit das Unfallrisiko. So fällt die Hauptverkehrszeit in die Dämmerung oder Dunkelheit. Hier sind viele Wildtiere besonders aktiv. Hinzu kommt, dass mit dem Abernten der Maisfelder viele Wildtiere ihren sicheren, gewohnten Schutz verlieren und sich deshalb auf die Suche nach neuen Lebensräumen machen. Das Wild überquert deshalb häufiger die Fahrbahnen. „Neben dem Tierleid, dem wirtschaftlichen Schaden für Autobesitzer, Versicherungen und Jagdwirtschaft stellen Wildunfälle auch ein Verletzungsrisiko für die Verkehrsteilnehmer/innen dar. Für mich als Jäger und Tierfreund gilt es zielführende Projekte, welche Leid und Schäden mildern nach Kräften zu unterstützen“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Eine innovative und überaus wirksame Maßnahme zur Steigerung der Verkehrssicherheit stellen optische und akustische Wildwarngeräte dar. Das Infrastrukturressort hat deshalb gemeinsam mit dem OÖ. Landesjagdverband und durch Unterstützung von Versicherungsunternehmen (Wiener Städtische Versicherung AG, Donau Versicherung AG, OÖ Versicherung AG) das Projekt Wildschutz ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projektes werden jährlich rund 120.000 Euro in die Ausweitung der Warninfrastruktur investiert. Je nach Streckenabschnitt haben sich die Wildunfälle bis zu 92 % reduziert. Die Finanzierung des Projekts ist bis 2024 gesichert, und so werden Oberösterreichs gefährlichste Straßenabschnitte Stück für Stück mit Wildwarnern ausgestattet, um so die Verkehrssicherheit nachhaltig zu steigern. Mittlerweile wurden über 600 Straßenkilometer durch solche Wildwarngeräte sicherer gestaltet.

Doch selbst der beste Schutz fordert die Aufmerksamkeit beim Lenken eines Kraftfahrzeuges. Besonders auf Straßen entlang von Waldgebieten, Waldrändern und vegetationsreichen Feldern gilt erhöhte Vorsicht. Um Kollisionen zu vermeiden, sollten die Warnzeichen „Achtung Wildwechsel“ beachtet, das Tempo vorausschauend angepasst und die sichern Abstände zum Vorderfahrzeug eingehalten werden. Falls das Wild auf die Straße springt, kann abblenden, mehrmaliges Betätigen der Hupe in kurzen Abständen und, falls es die Situation ermöglicht, das sichere Abbremsen helfen.

"Das Projekt ist ein großer Erfolg. An zahlreichen Straßenabschnitten konnte durch die Anbringung von Wildwarnern die Anzahl an Unfällen bereits stark reduziert werden. Bedauerlicherweise kommt es immer wieder zu mutwilligen Zerstörungen der Geräte, da die verbauten Kondensatoren offensichtlich sehr begehrt sind. Das durch den Diebstahl und die mutwillige Zerstörung sowohl mit Tier- als auch Menschenleben gespielt wird, scheint den Täterinnen und Tätern oftmals nicht bewusst zu sein", appelliert Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner an die Vernunft der Täterinnen und Täter.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Land OÖ/Sabrina Liedl
09.06.2020

In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert

In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert

Aus Anlass des Weltumwelttages am 5. Juni hat die Österreichische Hagelversicherung einmal mehr davor gewarnt, die jüngsten Krisen - Umwelt, Klima und Artenschwund - als singuläre Ereignisse zu werten. Im Gegenteil: Die Umweltkrise mit Bodenverbrauch, Ressourcenschwund sowie Biodiversitätsverlust werde sich weiter zuspitzen und die Klimakrise beschleunigen. „Es sei denn, wir handeln jetzt“, stellt Vorstandsvorsitzender Kurt Weinberger klar.

Überaus kritisch ist die Lage weiter beim steigenden Flächenverbrauch. Im Vorjahr sind in Österreich jeden Tag 13 Hektar wertvoller Wiesen und Äcker für Straßen, Siedlungen, Shoppingcenter und Industriehallen verbaut worden. Das ist das Fünffache des Zielwertes von 2,5 Hektar pro Tag, der in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung erstmals im Jahr 2002 festgeschrieben und im derzeitigen Regierungsprogramm wieder verankert wurde.

Das Zubetonieren von umgerechnet 20 Fußballfeldern pro Tag hat in mehrfacher Hinsicht dramatische Auswirkungen: Durch die Verbauung sinkt der landwirtschaftliche Selbstversorgungsgrad beständig, was Österreich zunehmend durch Importe verletzbar macht. Der Boden ist aber Voraussetzung für die Lebensmittelproduktion, was auch die Corona-Krise gezeigt hat.

Darüber hinaus leiden die Kulturlandschaft und das Tourismusland Österreich. Laut einer market-Umfrage kritisieren vier von fünf Österreichern die Verschandelung ihrer Heimat, sie wollen keine weitere Verbauung. Und schließlich nimmt die Artenvielfalt ab. So leben in einem Hektar Boden rund 1,5 Millionen Regenwürmer. Jeden Tag wird also die Lebensgrundlage von rund 20 Millionen Regenwürmern zubetoniert.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
06.09.2020

„Mir san" mir im öffentlichen Dienst

Nicht nur das Selbstverständnis der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) galoppiert davon. Auch manche Beamte haben sich mit dem „Staat im Staat“-Gen infiziert. Nicht nur das Selbstverständnis der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) galoppiert davon. Auch manche Beamte haben sich mit dem „Staat im Staat“-Gen infiziert.

Nicht nur das Selbstverständnis der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) galoppiert davon. Auch manche Beamte haben sich mit dem „Staat im Staat“-Gen infiziert.

Es ist ein Unterschied, ob man in der Champions League wie die „Mir san mir“-Bayern spielt oder in der Regionalliga Tirol. Deshalb passt manches nicht zusammen, wie das Selbstverständnis von Gewerkschaftsvertretern und mancher Spitzenbeamter. Dass bereits eingehobene Mitgliedsbeiträge ein Jahr lang nicht an die Gewerkschaft überwiesen werden, wird mit einem „Es passt ja eh alles“ ignoriert. Kritik daran wird plattgewalzt, weil Transparenz niemanden außerhalb der Gewerkschaft etwas angeht. Was müssen sich da die einfachen Mitglieder wohl denken, wenn freigestellte Funktionäre dermaßen abgehoben agieren?

Geht es um parteipolitische Interessen, gibt es hingegen weder bei den roten noch bei den schwarzen Gewerkschaftern ein Halten. Da fließen plötzlich die Gewerkschaftsbeiträge in Wahlkämpfe. Natürlich zeitgerecht und ohne Verzögerung, wie die Spende von 6520 Euro der Christlichen Gewerkschafter in der GÖD für den Landtagswahlkampf der Tiroler VP.

Apropos Selbstverständnis: Weil er als Finanzdirektor nicht zum Zug gekommen ist, drohte der stellvertretende Innsbrucker Finanzchef Hannes Verdross mit Klage und Bürgermeister Georg Willi (Grüne) wendete das mit einem lukrativen Deal ab. Willis Selbstfaller ist kaum zu verkraften, doch der Hochmut des in der Wolle gefärbten ÖVPlers Verdross (Ex-Seniorenbund-Ersatzgemeinderat und Finanzchef der Stadt-ÖVP) auch nicht.

Schließlich sitzt der Beamte Verdross im Aufsichtsrat der Patscherkofelbahn, deren Neubau finanziell aus den Fugen geriet. Die Klagsdrohung des Kofel-Aufsichtsrats an die Kritiker, dass man ausschließlich dem Unternehmensinteresse, nicht hingegen den Bürgern der Stadt Innsbruck („dem Steuerzahler“) verpflichtet sei, ist wohl keine Empfehlung als Finanzdirektor. Oder doch?

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Peter Nindle
07.06.2021

Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent

Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent

Österreichs Zöllnerinnen und Zöllner beschlagnahmten im 1. Quartal 2021 411.870 Stück Zigaretten in 292 Fällen. Damit verringerte sich die Zahl der Aufgriffe illegaler Schmuggelzigaretten im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 25,5 Prozent.

Im Gesamtzeitraum des Jahres 2020 wurden insgesamt 2,89 Millionen Stück Schmuggel-Zigaretten sichergestellt. Zusätzlich zu den Zigaretten wurden in zwei illegalen Zigarettenfabriken 15,4 Tonnen Rauchtabak beschlagnahmt. Allein aus dem 2020 aufgegriffenen Tabak hätten rund 15 Millionen Zigaretten hergestellt werden können.

1. Lockdown 2020 in Zahlen manifestiert

Insgesamt lassen sich insbesondere aus dem Vergleich des 1. und 2. Quartals 2020 die Auswirkungen der COVID 19-Pandemie und der daraus resultierenden Maßnahmen deutlich ablesen. Wurden im 1. Quartal des Vorjahres rund 433 Millionen Euro an Tabaksteuer eingenommen, waren es im 2. Quartal 2020 mit einem Plus von 17,41 Prozent rund 508 Millionen Euro. Die Aufgriffe gingen in diesem Zeitraum um rund 91 Prozent zurück. Die Zahl der beschlagnahmten Zigaretten sank um 98 Prozent von rund 1,89 Millionen Stück Zigaretten im ersten Quartal 2020 auf rund 33.000 Stück im 2. Quartal des vorigen Jahres. Die Zahl der Aufgriffe hat sich im 3. und 4. Quartal 2020 wieder auf das Niveau von vor dem 1. Lockdown eingependelt. Insgesamt konnte das Vorjahr mit 995 Zigarettenaufgriffen nicht an 2019 mit 2.062 Aufgriffen anknüpfen.

Die Reisebeschränkungen zur Eindämmung der COVID 19- Pandemie und die während des Lockdowns geöffneten Trafiken waren wesentliche Faktoren für den drastischen Rückgang des Zigarettenschmuggels und Absatzanstiegs legaler Tabakwaren.

In den Zahlen schlägt sich zusätzlich auch die Erhöhung der Tabaksteuer mit 1. Oktober 2020 nieder. Im 1. Quartal 2021 stiegen die Einnahmen aus der Tabaksteuer gegenüber dem Vorjahresquartal um 21,9 Prozent auf rund 528 Millionen Euro. Das sind 26,54 Prozent des Vorjahresaufkommens von knapp 2 Milliarden Euro.

Ermittlungen im Bereich des Zigarettenschmuggels auf nationaler und internationaler Ebene bilden einen Schwerpunkt der bundesweit tätigen Zollfahndungsteams. „Die Pandemie schlägt sich in der Tabakschmuggel-Statistik nieder“, so Finanzminister Gernot Blümel. Blümel weiter: „Auch während der Corona-Pandemie bleibt der österreichische Zoll hoch engagiert im Kampf gegen Schmuggel und für die Stärkung der heimischen Wirtschaft. Dass Steuerbetrug an der Republik Österreich unterbunden wird, kommt im Sinne der Steuergerechtigkeit jeder redlichen Steuerzahlerin und jedem Steuerzahler zu Gute.“

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21.07.2020

Achtung, Fake-Job-Inserat – Tür und Tor offen für Datenklau!

Achtung, Fake-Job-Inserat – Tür und Tor offen für Datenklau! Achtung, Fake-Job-Inserat – Tür und Tor offen für Datenklau!

Katharina O. war überglücklich. Endlich hatte sie im Internet einen Home-Office-Job in der Krypto-Branche gefunden – er schien perfekt zu passen. Um alles zu fixieren, musste sie dem Unternehmen einige persönliche Dokumente per E-Mail senden. Die Jobzusage klappte – aber nach kurzer Zeit war ihr dann doch nicht ganz geheuer. Sie sollte Geld von Unbekannten auf ihrem privaten Konto empfangen und an anonyme Hintermänner weiterleiten. Sie wandte sich an die AK. Die AK riet ihr, eine Anzeige bei der Polizei zu machen und ihre Bank zu kontaktieren.

Nach langem Suchen fand Katharina O. endlich einen Job als „Back Office MitarbeiterIn“ im Home-Office bei einem „jungen, aufstrebenden Fintech-Unternehmen in der Krypto-Branche mit Hauptsitz in Österreich“. Die Bezahlung war mehr als überzeugend: 750 Euro für zehn Stunden pro Woche sowie 13. und 14. Gehalt, freie Zeiteinteilung und unbefristetes Dienstverhältnis. Für den Arbeitsvertrag musste das Human Resource Management des Unternehmens ihre Identität überprüfen, „da es sich bei der ausgeschriebenen Stelle als Back Office Mitarbeiter/in um einen reinen Home-Office Job handelt“. Sie musste Ausweiskopie, Selfie mit Lichtbildausweis, Meldezettel, E-Card und Kontodaten senden.

Der Arbeitsvertrag wurde abgeschlossen. Katharinas Arbeit:

„Empfang, Verwaltung und systeminterne Dokumentation der SEPA-Transaktionen“, „Durchführung des Wechselprozesses in die von KundInnen gewünschte Kryptowährung über eine unserer Exchange Partnerplattformen“ und „Auszahlung der Kryptowährung an die im System hinterlegte KundInnen-Wallet“. Konkret bedeutete das:

Katharina sollte Geld von Unbekannten auf ihrem privaten Konto empfangen und es an anonyme Hintermänner weiterleiten. Das kam ihr sehr verdächtig vor. Sie wandte sich an die AK um Hilfe. „Uns war sofort klar, dass sie an Kriminelle geraten war. Aufgrund ihrer Bewerbungsunterlagen konnten sie mit ihren Daten einen Identitätsdiebstahl begehen und sie für strafbare Geldwäscherei einspannen“, sagt AK Konsumentenschützer Jakob Kalina. „Wir rieten der Konsumentin umgehend zu einer Anzeige bei der Polizei und zur Kontaktaufnahme mit der Bank, um Geldverluste abzuwenden. Allein mit ihren Daten können die Betrüger Verbrechen unter fremden Namen begehen und enormen Schaden anrichten!“

„Kriminelle versuchen im Internet laufend, die Identität von Konsumentinnen und Konsumenten zu stehlen“, weiß Kalina. „Dazu schalten sie etwa Fake-Inserate, mit denen sie an Ausweiskopien und sensible Unterlagen gelangen wollen, fordern bei privaten Käufen als Sicherheitsnachweis ein Selfie mit Reisepass oder versenden betrügerische Nachrichten, die Empfänger zur Bestätigung ihrer Identität auffordern. Uns sind Fälle bekannt, bei denen Betrüger Konten im Namen ihrer Opfer eröffnen und diese für Geldwäscherei nutzen, Einkäufe unter fremden Namen machen oder weitere Menschen unter falschem Namen betrügen“, so Kalina. „Betroffene bemerken davon oft sehr spät etwas, etwa, wenn sie eine Vorladung von der Polizei erhalten, mit unerklärbaren Inkassoforderungen zu tun haben oder wegen unbeglichener Rechnungen keine Kredite mehr erhalten. Kalina rät: „Nie Ausweiskopien und persönliche Unterlagen an unbekannte Dritte übermitteln. Das Risiko ist sehr groß, einem Verbrechen zum Opfer zu fallen.“

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29.02.2020

Corona als Globalisierungs-Bremse

Die Welt, die jahrelang mit Volldampf in Richtung weiterer Globalisierung fuhr, könnte durch Corona wieder eine andere werden. Die Welt, die jahrelang mit Volldampf in Richtung weiterer Globalisierung fuhr, könnte durch Corona wieder eine andere werden.

Die Welt, ein globales Dorf? Die zurzeit offenbar unaufhaltsame Ausbreitung des Coronavirus zeigt eine massive Schattenseite der vor allem wirtschaftlichen Globalisierung – und könnte das Rad nachhaltig zurückdrehen.

Auch so und gerade hier „funktioniert“ Globalisierung: Ende Dezember wurde, vermutlich von einem Tiermarkt in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei ausgehend, die neuartige Virus-Erkrankung Covid-19 alias Coronavirus entdeckt. Trotz drastischer und hierzulande unvorstellbarer Restriktionen Chinas verbreitet sich Corona scheinbar unaufhaltsam und extrem rasch in alle Welt:

Mittlerweile verzeichneten bereits etwa 50 Länder (die Zahl steigt praktisch täglich weiter an) in Asien, im Nahen und Mittleren Osten, in Europa, in Amerika, in Nordafrika sowie Australien Corona-Erkrankungen. Die Tendenz ist überall steigend. Noch spricht die Weltgesundheitsorganisation WHO von keiner Pandemie, das könnte sich aber bald ändern.

In Zeiten globalen Reisens und einer global arbeitsteiligen Wirtschaft kennt ein Virus keine Landesgrenzen – daher war es nur logisch, dass sich Corona ausbreitet, gerade auch ins Export- und Tourismusland Österreich mit seiner geografischen Lage mitten in Europa.

Politik und Institutionen versuchen auch hierzulande, Corona mit Riesenaufwand bis hin zur jetzt drohenden, massenhaften Absage von Veranstaltungen zumindest in Grenzen zu halten. Wie massiv freilich die kurz- oder auch längerfristigen Auswirkungen auf Tourismus und Wirtschaftsströme sein werden, lässt sich noch nicht abschätzen. An den Börsen jedenfalls rutschten diese Woche wegen der Rezessionsängste die Kurse kräftig ab.

Die Welt, die jahrelang mit Volldampf in Richtung weiterer Globalisierung fuhr, könnte durch Corona wieder eine andere werden. Es ist offensichtlich, wie störungsanfällig globale Lieferketten sind, wenn Fabriken stillgelegt und Grenzen dichtgemacht werden. Und es wird noch klarer, wie wichtig etwa eine gesicherte und damit am besten eigene europäische Versorgung etwa mit Medikamenten ist.

Genau um Versorgungssicherheit geht es aber auch bei vielen anderen Punkten, etwa beim Umstieg auf Elektroautos. Europa ist bei den benötigten seltenen Metallen gegenüber der Konkurrenz in Fernost letztlich gefährlich unterversorgt und abhängig.

Bringt Corona das von manchen Experten bereits prognostizierte Ende der Globalisierung? Das wohl nicht, aber ganz sicher eine Schubumkehr. „Trendsetter“ war hier ganz klar US-Präsident Trump mit seinem leider auch sonst wenig solidarischen „America First“.

Eine Art De-Globalisierung mit wieder mehr Handelsschranken und Einfluss der Politik – auch auf bisher teils ungezügelte Märkte.

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13.10.2019

Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten

Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten

„Die Menschen wünschen sich, dass ihrem oder ihrer Verstorbenen bei Bestattungsfeierlichkeiten ein würdiges Andenken gesetzt wird. Dafür stehen die österreichischen Bestatter in einzigartiger und besonderer Art und Weise“, sagt Franz Nechansky, Bundesverbandsobmann der Bestatter in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Landesinnungsmeister in der WK Burgenland.

Gemeinsam mit Meinungsforscher David Pfarrhofer (Institutsvorstand „market“) und den Bestatter-Branchenrepräsentanten Katharina Strack-Dewanger (Bundesverbandsobmann-Stellvertreterin und Landesinnungsmeisterin in der WK Niederösterreich) und Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister in der WK Oberösterreich, präsentierte Nechansky, der oberste Interessenvertreter der Bestatter in Österreich heute, Freitag, eine großangelegte Erhebung. Ziel war es, die Stimmungslage in der österreichischen Bevölkerung rund um Bestattungen und die eigene Erwartungshaltung dazu auszuloten, zu diesem Zweck wurden repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren 2.005 Personen befragt.

Zuhören, beraten, umsetzen - Bestatter als Dienstleister in einer besonders schwierigen Phase

„Bestatter sind Dienstleister in einer besonders schwierigen Lebenssituation, wenn man nämlich – oft auch unerwartet - einen lieben Menschen verloren hat“, so Katharina Strack-Dewanger, Landesinnungsmeisterin in Niederösterreich. Gemeinsam mit Bundesverbandsobmann Franz Nechansky und Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister in Oberösterreich, formuliert sie das Motto der Branche: „Zuhören, beraten, umsetzen.“

„market“-Umfrage: Bestattungsberatung soll, ja muss persönlich stattfinden

Eindeutig ist die Stimmungslage in Österreich, wenn es darum geht, ob man bei der Organisation einer Verabschiedung die Leistungen persönlich mit dem Bestatter bespricht oder dies via Telefon und Internet erledigt. In dieser emotionalen Phase ist ein persönliches Gespräch unerlässlich, auch für junge Menschen stellen Online- und Telefonkontakt in keiner Weise eine Alternative zum persönlichen Gespräch dar.

Österreicherinnen und Österreicher haben Erfahrungen mit Bestattungen

„Faktum ist, dass viele Österreicherinnen und Österreicher bereits Erfahrungen mit Bestattungen gemacht haben - das zeigt die market-Umfrage“, so Strack-Dewanger. Nahezu alle der Befragten waren bereits zumindest einmal bei einem Begräbnis, drei Viertel davon innerhalb der vergangenen drei Jahre.“

Die positiven Eindrücke von besuchten Begräbnissen untermauern die hohe Bedeutung des persönlichen Kontakts mit dem Bestatter: Im Rückblick auf die Zusammenarbeit mit dem Bestatter streichen die Befragten die Beratung und Betreuung sowie die Organisation besonders hervor; viele positive Rückmeldungen gibt es auch zum Einfühlungsvermögen – die persönlichen Gespräche werden als wertschätzend und hilfreich empfunden.

Anforderungen an eine gelungene Bestattung resultieren sehr konkret aus eigenen Erlebnissen und Erfahrungen

„Daraus resultiert wohl, dass Österreicherinnen und Österreicher bei den Anforderungen an eine gelungene Bestattung sehr konkret an eigene Erlebnisse denken und dabei die Emotion in den Mittelpunkt stellen“, sagt Meinungsforscher David Pfarrhofer mit Blick auf die Ergebnisse der repräsentativen Erhebungen. Um von einem gelungenen Begräbnis sprechen zu können, gehören die musikalische Umrahmung, ein respektvoller, persönlicher Umgang mit dem Verstorbenen und passende Ansprachen in einer stimmigen Atmosphäre.

Anforderungen an Bestatter: Verlässlichkeit, Freundlichkeit und Organisationsqualität bei nachvollziehbaren Preisen

Die Qualität eines Bestatters wird über das Einfühlungsvermögen, die Beratungsleistung sowie die Organisation und die Individualität definiert. Verlässlichkeit und klare, transparente Kosteninformation liegen in der gestützten Ermittlung ganz oben im Ranking; weiters erwartet man freundliche, einfühlsame MitarbeiterInnen, ein Rund-um-Service bei der Organisation mit dem Friedhof und Individualität bei der Gestaltung der Parten – und dies zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis. Eindeutig ist damit, dass bei Bestattungen der Fokus auf Emotion und Qualität liegt, beim Preis erwartet man Nachvollziehbarkeit und Angemessenheit – und keine „Sonderangebote“: Herr und Frau Österreicher wünschen sich, dass bei den Bestattungsfeierlichkeiten der bzw. dem Verstorbenen ein würdiges Andenken gesetzt wird.

Hohe Zufriedenheit bei jenen, die schon einmal in die Zusammenarbeit mit einem Bestatter einbezogen waren

Immerhin etwa die Hälfte der Bevölkerung war schon einmal in die Zusammenarbeit mit einem Bestatter einbezogen. Erkundigt man sich bei jenen Personen nach dem Vorgehen bei einer neuerlichen Organisation eines Begräbnisses, so wird deutlich, dass die Bestattungsunternehmen exzellente Arbeit leisten: „Nur ein knappes Zehntel würde sich bei der neuerlichen Organisation einer Bestattung an einen anderen Anbieter wenden“, zeigen sich die Branchenvertreter Franz Nechansky, Katharina Strack-Dewanger und Martin Dobretsberger erfreut.

Begräbnis-Vorsorge derzeit noch kaum Thema – „Da ist noch Luft nach oben“

Begräbnis-Vorsorge ist für die große Mehrheit der 2.005 Befragten derzeit noch kaum Thema: Etwa die Hälfte zeigt sich an Vorsorgepaketen interessiert, „sehr großes“ Interesse haben aber nur 16 Prozent; in der Altersgruppe ab 50 liegt dieser Anteil bei 20 Prozent. Für die Mehrzahl der Österreicherinnen und Österreicher ist damit der Abschluss eines derartigen Packages in weiter Ferne. Und selbst von Interessenten haben bis dato nur wenige bereits eine Begräbnis-Vorsorge abgeschlossen. „Da ist noch Luft nach oben“, so die Bestattungs-Dienstleister Franz Nechansky, Katharina Strack-Dewanger und Martin Dobretsberger.

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04.02.2021

Zufriedenheit mit der Wohnsituation so hoch wie noch nie

Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause

Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause. Für viele sind die eigenen vier Wände daher nicht „nur“ Wohnraum, sondern auch Arbeits- und / oder Klassenzimmer. Doch wie zufrieden sind die Österreicherinnen und Österreicher mit ihrer Wohnsituation? Dieser Frage ist die aktuelle Integral Trendstudie 2021 für ImmoScout24 unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern nachgegangen.

„Trautes Heim, Glück allein“ ist Großteils Realität

Die erfreuliche Nachricht zuerst: „Trautes Heim, Glück allein“ ist nicht nur ein Sprichwort. Denn befragt nach der Zufriedenheit mit der derzeitigen Wohnsituation, vergeben die Österreicher die Note „Gut“ (Mittelwert von 1,7; 84 Prozent sind zufrieden). Mehr als die Hälfte der Österreicher (53 Prozent) ist mit der eigenen Wohnsituation sogar sehr zufrieden, weitere 31 Prozent sind immerhin eher zufrieden. Besonders wohl in den eigenen vier Wänden fühlen sich die über 50-Jährigen. Hier sind knapp zwei Drittel sehr, 26 Prozent eher zufrieden.

Wie der Vergleich über die Jahre zeigt, ist der Wert leicht, aber kontinuierlich gestiegen: So gaben in den ImmoScout24-Trendstudien 2012 und 2017 noch 80 Prozent an, mit ihrer Wohnsituation zufrieden zu sein, 2020 waren es 81 Prozent.

Wer in Wien oder in Stadtlage wohnt, ist am wenigsten zufrieden

Im Bundesländervergleich zeigen die Wiener die geringste Zufriedenheit mit ihrer Wohnsituation: nur 78 Prozent sind zumindest eher zufrieden. Besonders gut lebt es sich hingegen in Vorarlberg (92 Prozent sind zumindest eher zufrieden), gefolgt von Niederösterreich (90 Prozent), dem Burgenland (89 Prozent) und Oberösterreich (87 Prozent). Grundsätzlich gilt zudem: Egal, in welchem Bundesland man zuhause ist, wer im Umland / Einzugsgebiet einer Stadt wohnt, ist in 9 von 10 Fällen zufrieden, in Stadtlage sind es nur mehr rund drei Viertel der Befragten.

Hohe finanzielle Belastung geht mit höherer Unzufriedenheit einher

Abgesehen vom Wohnort, sinkt die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation jedenfalls dann, wenn der finanzielle Druck hoch ist. Sei es aufgrund eines grundsätzlich geringen Einkommens oder aufgrund eines hohen Anteils der Wohnkosten am Haushalts-Nettoeinkommen bzw. aufgrund der insgesamt hohen finanziellen Belastung. Werden Wohnkosten als (sehr) belastend wahrgenommen bzw. werden mehr als 50 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens für das Wohnen ausgegeben, geben nur mehr 7 von 10 Befragten an, mit der Wohnsituation zufrieden zu sein.

Wer ein Haus bewohnt und/oder ein Eigenheim besitzt, ist zufriedener

Wer ein Haus sein Eigen nennt bzw. eine Immobilie im Eigentum besitzt, fühlt sich darin tendenziell besonders wohl (Mittelwert 1,4; 9 von 10 sind zufrieden). Die Zufriedenheit sinkt bereits, wenn „nur“ eine Wohnung bewohnt wird (78 Prozent sind zufrieden) oder man zur Miete wohnt (70 Prozent). Ein gutes Zeugnis wird auch Genossenschaftsobjekten ausgestellt (84 Prozent sind zufrieden), Gemeindeimmobilien hingegen weniger (70 Prozent).

Neben der Art der Immobilie spielt die Größe eine zentrale Rolle. Wer mehr Platz zur Verfügung hat, ist wesentlich zufriedener: bei einer Wohnfläche von 130 m2 oder mehr sind 94 Prozent der Befragten zufrieden, bei Wohnungen bis 89 m2 nur mehr 79 Prozent. In einer Wohnung, die weniger als 69 m2 hat, gar nur mehr 72 Prozent.

Top-Unzufriedenheitstreiber: die fehlende Freifläche

Abseits von finanzieller Belastung, Art der Immobilie, Lage oder Größe: Kein Faktor hat so viel Einfluss auf die Unzufriedenheit mit der Wohnsituation wie eine fehlende Freifläche. Denn wer eine zur Verfügung hat, ist überdurchschnittlich zufrieden: Zwei Drittel der Befragten mit Garten oder Terrasse sind sogar sehr zufrieden, weitere 25 Prozent immerhin eher zufrieden. Balkone, Loggien und Wintergärten machen ebenfalls glücklich – wenn auch etwas weniger (57 Prozent sehr zufrieden, 30 Prozent eher zufrieden). Fehlt die Freifläche jedoch, sinken die Werte enorm: Nur ein Viertel der Befragten bewertet die eigene Wohnsituation trotz fehlender Freifläche mit sehr, weitere 39 Prozent mit eher zufriedenstellend.

„Gerade die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig die Wohnsituation ist – und wie wichtig Platz und Freiflächen sind, wenn sich der Lebensmittelpunkt über einen längeren Zeitraum stärker als sonst in die eigenen vier Wände verlagert,“ so Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24. „Umso schöner ist es zu sehen, dass die Österreicherinnen und Österreicher im Großen und Ganzen zufrieden sind und diese Zufriedenheit über die Jahre sogar zugenommen hat,“ so Dejmek.

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11.02.2020

Österreicher unentschieden zu Aus für Tempo 140

 Eine mögliche Senkung der geltenden Tempolimits explizit aus Klimaschutzgründen findet mehrheitlich ebenfalls keine Zustimmung. Eine mögliche Senkung der geltenden Tempolimits explizit aus Klimaschutzgründen findet mehrheitlich ebenfalls keine Zustimmung.

Mit 1. März 2020 wird das Pilotprojekt Tempo 140, welches auf einigen Abschnitten der Westautobahn (A1) galt, eingestellt. Laut einer aktuellen repräsentativen AM.PULS-Umfrage des ÖAMTC halten sich Befürworter und Kritiker des Tempo-140-Versuches fast die Waage: 55 Prozent halten das großzügigere Tempolimit für eine gute oder sehr gute Idee, 45 Prozent für eine schlechte oder sehr schlechte Idee. Unter jüngeren Fahrern zwischen 18 und 29 Jahre war die Unterstützung für Tempo 140 mit 66 Prozent am deutlichsten, während Fahrer über 70 Jahren das schnellere Fahren zu 63 Prozent ablehnten.

Breite Akzeptanz für Tempo 100/130 auf Freilandstraßen bzw. Autobahnen

Viel weniger kontrovers ist dagegen das Meinungsbild zu den allgemeinen Tempolimits. 85 Prozent der Befragten halten Tempo 100 auf Freilandstraßen für angemessen, sieben Prozent wollen schneller, acht Prozent langsamer fahren. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Akzeptanz von Tempo 130 auf Autobahnen: Immerhin halten dort 64 Prozent die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für angemessen, drei Prozent halten sie für zu hoch und 33 Prozent für zu niedrig. Die offene Frage, welche Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen erlaubt sein sollte, ergab als Wunschgeschwindigkeit 133 km/h – also kaum eine Abweichung zum derzeitig gültigen Tempolimit.

Klimaschutz-Argument findet wenig Resonanz

Eine mögliche Senkung der geltenden Tempolimits explizit aus Klimaschutzgründen findet mehrheitlich ebenfalls keine Zustimmung. So lehnen 68 Prozent eine Absenkung des Tempolimits auf Freilandstraßen aus Klimaschutzgründen auf 80 km/h ab. Eine mögliche Absenkung des allgemeinen Autobahnen-Tempolimits auf 120 km/h wird von 67 Prozent, eine mögliche Absenkung auf 100 km/h gar von 86 Prozent abgelehnt. Die wichtigsten Gründe, die gegen eine Reduktion des Tempolimits aus Sicht der Befragten sprechen: 74 Prozent erwarten davon kaum Auswirkungen auf die Umwelt, 54 Prozent fürchten, dass sie nicht mehr zügig an Lkw vorbeikommen und 53 Prozent orten eine höhere Ermüdungsgefahr durch monotones Fahren.

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07.06.2021

Umfrage: 85% glauben, dass Pandemie noch lange nicht überstanden ist

Umfrage: 85% glauben, dass Pandemie noch lange nicht überstanden ist Umfrage: 85% glauben, dass Pandemie noch lange nicht überstanden ist

Wie eine vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle profil-Ausgabe durchgeführte Umfrage zeigt, glauben nur wenige Österreicher daran, bald in die alte Normalität zurückkehren zu können:

Auf die Frage, wie es mit der Corona-Pandemie weitergeht, antworten 71%, dass das Virus bleiben wird, die Menschen „durch Impfungen und neue Behandlungen“ aber damit „leben lernen“ werden.

14% halten angesichts von Mutationen auch neuerliche Lockdowns für wahrscheinlich. Nur 8% der Befragten glauben, dass durch die Impfung die Pandemie „mehr oder weniger bezwungen“ ist.

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18.05.2021

Zurück zur Normalität – auch beim Zahnarzt

Zurück zur Normalität – auch beim Zahnarzt Zurück zur Normalität – auch beim Zahnarzt

Mit den Öffnungsschritten am 19. Mai 2021 nimmt das Leben wieder etwas Fahrt auf und der Weg führt in kleinen Schritten zurück in die gewohnte Normalität. „Es war natürlich ein Widerspruch“, sagt der Präsident der Salzburger Zahnärztekammer, DDr. Martin Hönlinger, „zu sagen, bleibt wenn möglich zu Hause, und auf der anderen Seite zu betonen, keinen Termin beim Arzt auszulassen.“

Die Pandemie ist zwar noch nicht überstanden, jedoch sollte nun, anstatt der damit verbundenen Sorge, auch wieder die VOR-sorge in den Vordergrund rücken. Und zwar die Vorsorge durch den Zahnarzt. Eine intakte Mundgesundheit ist unter anderem eine zuverlässige Schutzbarriere gegen eintretende Viren, und ist daher wichtig Infektionskrankheiten zu vermeiden. Zahnbelag – etwa durch unregelmäßige Tagesabläufe im Home Office – kann zu Paradontitis und Karies führen. Auch legen mittlerweile zwei Studien nahe, dass Paradontitis einen Einfluss auf den Verlauf von COVID-19 hat.

Die lang ersehnten Öffnungsschritte sind ein wichtiger Baustein für seelisches Wohlbefinden – und Zahngesundheit hat großen Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden. „Kommen Sie deshalb wieder in die zahnärztliche Ordination“, rät DDr. Hönlinger. Es kommt die Zeit da wir unser Lächeln wieder ohne Mund- und Nasenschutz zeigen können – bereiten Sie sich mit einem Besuch beim Zahnarzt darauf vor.

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07.06.2021

Sechs Jahre Wartezeit auf Kinderbetreuungsgeld-Bescheid

Das Kind von Bettina G. ist mittlerweile sechs Jahre alt. Auf das Kinderbetreuungsgeld wartet G. aber immer noch. Nach jahrelangem Warten hat die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) G. nun aber zumindest schwarz auf weiß mitgeteilt, dass sie keines bekommen soll – in Form eines Bescheids. Den bekämpft G. nun vor Gericht: "Wir haben Anrecht auf Kinderbetreuungsgeld in Österreich", sagte sie in der ORF-Sendung "Bürgeranwalt".

Volksanwalt Bernhard Achitz kritisiert, dass "Menschen jahrelang im Kreis geschickt werden“, wenn für in Österreich lebende Kinder Kinderbetreuungsgeld beantragt wird, ein Elternteil aber in einem anderen EU-Land arbeitet. Dann verlangt die mit der Abwicklung beauftragte ÖGK zahlreiche Bestätigungen und Bescheide ausländischer Behörden, die diese aber nicht ausstellen. Bettina G.: "Wir haben kilometerlange E-Mail-Konversationen und stundenlange Telefonate geführt, um zu beweisen, dass wir unserer Mitwirkungspflicht nachkommen.“

Die Volksanwaltschaft hat wiederholt heftig kritisiert, dass das zuständige Familienministerium uneinsichtig und nicht zu einer bürger*innenfreundlichen Handhabung der Regelungen bereit ist. "Und es ist ein Skandal für sich, dass die Bescheiderstellung sechs Jahre gedauert hat“, sagt Achitz. Denn ohne Bescheid hatte G. keine Berufungsmöglichkeit. Achitz: "Aber jetzt werden die Gerichte entscheiden, ob die Behörden formal korrekt gehandelt haben. Sollte das überraschenderweise der Fall sein, ist eine Gesetzesänderung überfällig, denn es ist für Familien unzumutbar, jahrelang auf das Geld zu warten, das sie dringend zum Leben brauchen.“ Dafür muss sich Familienministerin Susanne Raab einsetzen.

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07.06.2021

Halte die Berge sauber!

Immer mehr Erholungssuchende zieht es in alpine Landschaften und mit dem Mehr an Besucher*innen wandert einiges mehr in den Rucksäcken mit. Immer mehr Erholungssuchende zieht es in alpine Landschaften und mit dem Mehr an Besucher*innen wandert einiges mehr in den Rucksäcken mit.

Ein kurzer Moment mit langfristigen Folgen: Littering, das achtlose (absichtliche oder unabsichtliche) Wegwerfen von Müll. Die Verrottungszeit eines Papiertaschentuches im Gebirge beträgt 1-5 Jahre, ein einfacher Mund-Nasen-Schutz benötigt ca. 450 Jahre bis zum vollständigen Abbau, eine Plastikflasche 100-5.000 Jahre. Der Alpenverein, die Naturfreunde und der Verband alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) wenden sich anlässlich des Weltumwelttages am 5. Juni daher erneut mit einem Appell an alle Bergbegeisterten: „Haltet die Berge sauber“.

Immer mehr Erholungssuchende zieht es in alpine Landschaften und mit dem Mehr an Besucher*innen wandert einiges mehr in den Rucksäcken mit. Leider findet man dieses Mehr nicht selten in Form von leeren Aludosen, weggeworfenen Plastikflaschen, Zigarettenstummeln und Resten von Plastikverpackungen neben den Wanderwegen. Leichtverpackungen bzw. Einwegverpackungen mögen für uns praktisch sein, die Verrottung dauert jedoch Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte. So oder so gelangen die verbliebenen Reste irgendwann wieder in den Kreislauf der Natur, in die Nahrungskette und auf der weiteren Reise manchmal auch in den menschlichen Körper – dorthin, wo wir diese Stoffe schon gar nicht haben wollen.

Halte die Berge sauber!

Grundsätzlich ist es ganz einfach: Alles Gepäck, das nach oben getragen wird, findet auch wieder den Weg ins Tal. Und das im eigenen Rucksack oder in einem eigens dafür vorgesehenen Müllsackerl, welches auf den zahlreichen Hütten erhältlich ist.

Eine klare Kommunikation mit den Erholungssuchenden ist dem Alpenverein, den Naturfreunden und dem Verband alpiner Vereine Österreichs (VAVÖ) wichtig. Bereits seit 1970 gibt es im Alpenverein die Aktion „Saubere Berge“ mit unterschiedlichsten Initiativen und Projekten. Auch die Naturfreunde bemühen sich seit vielen Jahren um eine saubere Bergwelt. Die neueste Kampagne „Respect Nature“ startet Mitte Juni 2021.

Rücksicht statt Nachsicht

Gegenseitige Rücksichtnahme ist das „A“ und „O“ am Berg bzw. in der Natur. Nicht nur gegenüber anderen, sondern auch gegenüber der Umwelt und ihren tierischen Bewohnern. Besonders in höheren Lagen reagieren die schützenswerten Ökosysteme sensibel auf Einflüsse durch den Menschen. Nicht zuletzt leistet ein rücksichtsvolles Verhalten einen wichtigen Beitrag für ein gutes Miteinander und Akzeptanz zwischen Erholungssuchenden und allen Grundbesitzer*innen, auf deren Boden wir die angelegten Wege und Rastplätze nutzen.

Daher gilt:

Achte schon vor der Wanderung auf die Art und Verpackung deiner Jause. Verwende Mehrweggebinde statt Einweg.

Nimm deinen verbleibenden Müll wieder mit ins Tal.

Bleib auf den markierten Wegen und vermeide Lärm.

Pflücke keine Pflanzen – ein Foto von ihnen ist viel langlebiger.

Bleib beim Aufeinandertreffen mit Wildtieren ruhig

Reise nach Möglichkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad an und schone schon vor der Wanderung die Umwelt.

Der Dank gilt den zahlreichen Naturliebhaber*innen, die nicht nur den eigenen Müll wieder mit nach Hause nehmen, sondern auch jenen Müll aufsammeln, der bereits achtlos in die Landschaft geworfen wurde, und diesen im Tal vorschriftsmäßig entsorgen. Denn, während es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, den eigenen Müll mitzunehmen, ist es keine Selbstverständlichkeit, sich auch um den der anderen zu kümmern.

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