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Chronik

03.03.2021

Urroggen - Das Multitalent in der Backstube

Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt

Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt. Da das Urgetreide früher oft auf Rodungsflächen gesät wurde, ist der Urroggen heute auch unter dem Namen Waldstaudenroggen oder Waldstaudenkorn bekannt. In einigen Regionen wird er als Johannisroggen bezeichnet, da er um den Johannistag (24. Juni) ausgesät wurde.

Ursprünglich wuchs Urroggen als Unkraut auf den Weizenfeldern. Beim Vordringen des Getreideanbaus nach Norden wurde das Urgetreide wegen seiner Winterfestigkeit und seiner geringen Ansprüche an den Boden kultiviert und zum heutigen gewöhnlichen Roggen weitergezüchtet.

Urroggen geriet beinahe in Vergessenheit, weil er wesentlich kleinere Körner hat als herkömmlicher Roggen und der Ertrag daher um ca. 50 Prozent geringer ist. Da er jedoch eine extrem anspruchslose, frostunempfindliche Getreideart ist und auf kargen Böden und sogar noch auf 2.000 Metern Höhe wächst, bekommt er in der Landwirtschaft wieder zunehmend Beachtung.

Im Gegensatz zum heutigen Zuchtroggen ist Urroggen eine perennierende Getreideart, wird also meist mehrjährig angebaut. Im Herbst oder Frühjahr (ursprünglich um Johannis, den 24. Juni) werden die Körner ausgesät. Im ersten Jahr wird das Grün vor der Ährenbildung abgemäht und als Viehfutter verwendet. Die Pflanzen treiben neu aus und überwintern. Durch dieses Vorgehen bilden sich im darauffolgenden Jahr um bis zu 30 Prozent mehr Ähren. In diesem Jahr reift der Urroggen und kann geerntet werden.

In der Backstube bietet sich Urroggen als Zusatz für Brote aus handelsüblichem Roggen an, da es den Gebäcken eine ansprechende dunklere Färbung sowie einen erdigen, leicht würzigen Geschmack verleiht.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Initiative Urgetreide
05.11.2020

Corona: Jeder Vierte verdiente weniger

Corona: Jeder Vierte verdiente weniger Corona: Jeder Vierte verdiente weniger

Mehr als jeder vierte Österreicher (27%) gab bei der Umfrage der ING (www.ing.at) im September an, aufgrund der Pandemie weniger verdient zu haben. Damit liegen wir im Mittelfeld der von insgesamt 13 befragten europäischen Ländern. Viel schlimmer hat es die persönlichen Finanzen der Rumänen, Türken, Italiener und Spanier getroffen. Besser scheinen die Deutschen, Luxemburger und Niederländer durch die Krise zu kommen.

„Bisher zumindest“, sagt Barbaros Uygun, CEO der ING in Österreich und ergänzt: „Das wiederholte Runterfahren von Wirtschaft und sozialem Leben wird weitere, noch tiefere Spuren hinterlassen. In ganz Europa.“ (siehe Infografike "Europäer verdienen weniger")

Geld oder Gesundheit, Weitermachen oder Lockdown?

Die aktuelle hitzige Diskussion und uneinheitliche Meinungslage spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider.

31% meinen, dass Geld und Gesundheit für sie gleichbedeutend wären. 26% machen sich mehr Sorgen über ihre Gesundheit als über ihre Finanzen. Bei 19% ist es umgekehrt: bei ihnen stehen die Geldsorgen im Vordergrund.

Den restlichen 24% bereitet weder das eine noch das andere Kopfzerbrechen.

Jeder Zweite schränkt Ausgaben ein

Aufgrund der Pandemie lebt auch fast jeder zweite Österreicher (48%) sparsamer und schränkt seine Ausgaben ein.

„Während Einkommen sinken, steigt die Sparquote. Diese Situation beschreibt das Dilemma, in dem wir uns befinden sehr gut“, so Uygun.

Weitere Maßnahmen, die zur Bewältigung der finanziellen Coronaeffekte getroffen werden: 15% arbeiten nun mehr, 13% suchen einen neuen Job und 6% gaben an, mehr Schulden machen zu müssen.

„Auch wir kommen in der Analyse unserer Kundendaten zu einer entsprechenden Schlussfolgerung“, so der ING-Chef: „Zwar kommt es in den letzten Monaten bei mehr Kunden zu einer Überziehung des Kontos, aber die Beträge, mit denen die Menschen ins Minus sinken, sind geringer geworden. Ganz offensichtlich herrscht auch eine große Disziplin, wenn es um die Finanzen geht.“

Uygun abschließend: „Ich bin überzeugt, dass diese Diszipliniertheit der Österreicher in den nächsten Monaten besonders wichtig und hilfreich sein wird und wir somit – so gut wir können – durch die Krise kommen werden. Vorerst heißt es aber noch: durchhalten!“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
27.04.2021

Ordnung ist für manche mehr als das halbe Leben

Gerade einmal 7 Prozent der Österreicher gehen eigenen Angaben zufolge ohne schräge Angewohnheiten durchs Leben. Für den Rest gilt: Ordnung – in unterschiedlichen Ausprägungen – muss sein. Gerade einmal 7 Prozent der Österreicher gehen eigenen Angaben zufolge ohne schräge Angewohnheiten durchs Leben. Für den Rest gilt: Ordnung – in unterschiedlichen Ausprägungen – muss sein.

Wer kennt das nicht an sich selbst: Gewisse Dinge müssen einfach den eigenen Vorstellungen entsprechen – auch wenn Partner, Mitbewohner oder Freunde regelmäßig die Augen verdrehen. Und immerhin sind die Österreicherinnen und Österreicher ehrlich, was ihre mehr oder weniger schrägen Angewohnheiten betrifft, wie eine Umfrage von ImmoScout24 unter 500 Befragten ans Licht bringt. Gerade einmal 7 Prozent geben an, ohne schräge Gewohnheiten durchs Leben zu gehen. 93 Prozent sind sich dessen bewusst, dass ihre eine oder andere Angewohnheit durchaus etwas interessant sein mag.

Ordnung macht selbst vor schmutzigem Geschirr keinen Halt

Denn soviel ist klar: Ordnung spielt bei Herrn und Frau Österreicher eine nicht zu unterschätzende Rolle. Und Geschirrschränke sind davon besonders häufig betroffen: 58 Prozent der Befragten geben an, Gläser und Tassen nach einem bestimmten System in den Geschirrschrank zu räumen. Etwas ausgeprägter ist diese Herangehensweise bei Frauen (66 Prozent), aber auch jeder zweite Mann findet im eigenen Geschirrschrank – der Ordnung sei Dank – mit einem Griff das richtige Glas.

Verhältnismäßig wenig Chancen hat Unordnung auch in Österreichs Besteckladen. Immerhin 45 Prozent geben an, dass ihr Besteck in der Lade aufeinander zu liegen hat. Besonders häufig findet sich diese Angewohnheit in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen (57 Prozent). 40 Prozent haben in ihren Küchenschränken eine eigene Ordnung, nach der eingeräumt wird. Und schmutzig, aber wenigstens ordentlich, geht es auch in vielen Geschirrspülern zu. 4 von 10 geben an, ein eigenes System zu haben und dieses auch dann durchzusetzen, wenn andere die Spülmaschine befüllen. Denn im Zweifel wird das schmutzige Geschirr im Geschirrspüler einfach aus und – der eigenen Gewohnheit entsprechend– neu eingeräumt.

Bettzeug, Decken und Pölster werden geschüttelt und gefaltet

Doch nicht nur die Küche kann sich sehen lassen, auch die Schlafzimmer sind in vielen Haushalten herzeigbar. Jeder zweite Befragte gibt an, das Bett jeden Morgen zu machen, Frauen (58 Prozent) und über 50-Jährige (59 Prozent) haben sich diese Angewohnheit überdurchschnittlich oft zu eigen gemacht. Herumliegende Decken aufzuspüren und ordentlich hinzulegen ist für 40 Prozent ein absolutes Muss, das tägliche Aufschütteln der Couch-Pölster ist für ein Viertel der Befragten Gewohnheit.

Kleidungsstücke finden sich Kante auf Kante und farblich sortiert

Auch in puncto Kleidung haben die Österreicher die eine oder andere schräge Angewohnheit im Repertoire: 22 Prozent geben an, dass Kleidungsstücke ordentlich gefaltet und Kante auf Kante in Schrank oder Kommode zu liegen haben. Frauen (28 Prozent) sind hier rigoroser als Männer (16 Prozent). Und immerhin jeder Fünfte gibt zu, seine Kleidung nach Farbe zu ordnen, wobei auch das eher eine weibliche (21 Prozent) als eine männliche (8 Prozent) Angewohnheit ist.

Manch einer kennt auch bei Teppichfransen und Zigarettenstummeln kein Erbarmen

Die Binsenweisheit „Es gibt Dinge, die gibt es nicht!“ lässt sich durchaus auf die Erkenntnisse der Umfrage übertragen. So ist es 12 Prozent der Befragten ein Anliegen, dass die Fransen des hauseigenen Teppichs gerade liegen. Und immerhin 2 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gehen einem gänzlich anderen und noch ungewöhnlicheren „Hobby“ nach: sie ordnen sogar noch die Zigarettenstummel in ihren Aschenbechern.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
04.08.2020

"Mehr Gefühl für die Generation Corona"

Es stimmt auch, dass das Virus junge Praktikanten beim Ausgehen am Wolfgangsee befallen hat. Trotzdem ist dieser verbale Reflex, die Jungen sofort wieder an den Pranger zu stellen, zu einfach (das hatten wir ja schon zu Schulzeiten, als fälschlicherweise behauptet wurde, die Jüngsten wären wandelnde Superspreader). Es stimmt auch, dass das Virus junge Praktikanten beim Ausgehen am Wolfgangsee befallen hat. Trotzdem ist dieser verbale Reflex, die Jungen sofort wieder an den Pranger zu stellen, zu einfach (das hatten wir ja schon zu Schulzeiten, als fälschlicherweise behauptet wurde, die Jüngsten wären wandelnde Superspreader).

Grünen-Gesundheitsminister Rudolf Anschober entließ Österreichs junge Generation mit einer dringenden Botschaft ins Wochenende: Besonders die Jungen mögen bitteschön wieder mehr Risikobewusstsein, gepaart mit „Vernunft“, bezüglich Corona walten lassen. Prinzipiell ist gegen diesen Aufruf nichts einzuwenden, schließlich ist es Fakt, dass sich ganz Öster­reich vielerorts wieder teils beängstigend dicht drängt.

Es stimmt auch, dass das Virus junge Praktikanten beim Ausgehen am Wolfgangsee befallen hat. Trotzdem ist dieser verbale Reflex, die Jungen sofort wieder an den Pranger zu stellen, zu einfach (das hatten wir ja schon zu Schulzeiten, als fälschlicherweise behauptet wurde, die Jüngsten wären wandelnde Superspreader).

Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen wenig und könnten jeder Gruppe zugeschrieben werden – schließlich waren es vor allem Menschen mittleren Alters, die Ischgl ausgelöst haben, und es sind erwachsene Reiserückkehrer, die nicht auf einen Urlaub im Ausland verzichten wollen und damit mitunter ein höheres Infektionsrisiko in Kauf nehmen.

Wer jetzt fragt „Ja, müssen diese jungen Menschen unbedingt feiern?“, der vergisst, dass es vor allem die Jungen sind, die die sozialen Folgen der Pandemie hart treffen: Tausende fielen um Ferialjobs oder Lehrstellen um. Bei Kündigungen trifft es Junge oft am schnellsten. Für Jobwechsel gibt es wenige Optionen. Die Jungen verlieren viel Lebensgefühl, das für dieses Alter essenziell wäre. Sie haben Nachteile, die die pragmatisierte Generation gerne ausblendet. Politiker tun dies vielleicht, weil die treue Wählerschaft bei den Älteren zu finden ist.

Ja, man darf die Frage stellen, ob Österreich wieder zu leichtsinnig wird. Aber es ist unfair, besonders die Jungen zurechtzuweisen. Sie sind nicht das Virus.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Liane Pircher
27.04.2021

87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen

87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen 87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen

Eine repräsentative Umfrage von marketagent im Auftrag von Greenpeace zeigt die überwältigende Zustimmung der Menschen in Österreich zu einem Pfandsystem und verpflichtenden Mehrwegquoten. 87 Prozent fordern, dass der Großteil der Getränke bis 2030 in wiederverwendbaren Mehrweg- statt Einwegflaschen abgefüllt ist. Sogar 91 Prozent der Befragten geben an, dass sie Mehrwegflaschen (Glas oder PET) kaufen würden, sobald diese verstärkt angeboten werden. Österreich muss bis Juli 2021 die EU-Einwegplastikrichtlinie umsetzen. Doch seit Monaten blockieren WKO und Handelsketten die Zustimmung der ÖVP zu den vom Umweltministerium vorgeschlagenen Maßnahmen im neuen Abfallwirtschaftsgesetz. Greenpeace fordert, dass die Kanzlerpartei sich nicht länger gegen den Wunsch der breiten Bevölkerung stellt, sondern ein Gesetz zur Müllreduktion auf den Weg bringt.

“Die Blockade einiger weniger Unternehmen geht ganz klar gegen die Interessen der Bevölkerung. Die Supermärkte, Getränkekonzerne und die ÖVP sollten sich endlich bewusst werden, dass sie mit ihrem umweltschädlichen Verhalten die eigenen KundInnen und WählerInnen vor den Kopf stoßen. Wir brauchen ein starkes Abfallwirtschaftsgesetz mit einem flächendeckenden Pfandsystem und Mehrwegquoten, an die sich alle Supermärkte halten müssen”, so Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage von marketagent im Auftrag von Greenpeace sprechen eine deutliche Sprache: 87 Prozent der Menschen in Österreich zwischen 14 und 75 Jahren begrüßen ein Gesetz, das sicherstellt, dass mindestens die Hälfte der Getränke in umweltfreundlichen wiederbefüllbaren Mehrwegflaschen abgefüllt ist. Aktuell liegt der Mehrweganteil in den Supermärkten bei unter 20 Prozent. Auch unter den ÖVP-WählerInnen unterstützen 94 Prozent gesetzliche Mehrwegquoten und 93 Prozent ein flächendeckendes Pfandsystem für alle Getränkeflaschen und Dosen.

Innerhalb von zehn Jahren ist der Abfall aus Plastikverpackungen wie PET-Flaschen, Folien und Bechern in Österreich um rund 30 Prozent auf über 300.000 Tonnen jährlich gestiegen. Pro Jahr werden in Österreich 1,6 Milliarden Plastikflaschen entsorgt. Für jedes Kilogramm nicht recyceltem Plastikverpackungsmüll fällt seit dem 1. Jänner 2021 eine EU-weite Plastiksteuer an. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres beliefen sich damit die Strafzahlungen für Österreich auf 50 Millionen Euro. “Wenn es so weitergeht, kosten die Müllberge in Österreich die Bevölkerung jedes Jahr dreistellige Millionenbeträge an Plastik-Strafzahlungen. Obwohl die Menschen in Österreich Maßnahmen gegen den Abfall wollen, zahlt Finanzminister Blümel die Strafzahlungen aus dem allgemeinen Steuertopf, anstatt die Verursacher zur Kasse zu bitten. Die Wegwerfgesellschaft zerstört unsere Umwelt und heizt die Klimakrise an. Die Regierung muss endlich mit einem ambitionierten Abfallwirtschaftsgesetz gegensteuern, statt die umweltschädlichen Profitinteressen weniger Konzerne zu unterstützen”, fordert Panhuber.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.11.2020

56% können sich Teilnahme an Corona-Massentests vorstellen

Corona-Massentest Umfrage Corona-Massentest Umfrage

56% der Österreicherinnen und Österreicher können sich aus heutiger Sicht vorstellen, an freiwilligen Corona-Massentests vor Weihnachten teilzunehmen.

22% der Befragten würden sich laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ durchgeführten Umfrage „ganz sicher testen lassen“, 34% würden dies „möglicherweise“ tun.

20% der Befragten würden sich dagegen „ganz sicher nicht testen lassen“, wiederum 17% lehnen eine Teilnahme „eher“ ab.

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09.09.2019

Kurz-Biografin mit geschönten Referenzen

Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert. Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert.

Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert. Die Autorin Judith Grohmann behauptet in ihrem Lebenslauf, „die jüngste Investigativ-Journalistin und Schlussredakteurin Österreichs“ gewesen zu sein: „Mit 17 ging sie zum Herausgeber des bekanntesten österreichischen Enthüllungs- und Nachrichtenmagazins ,profil‘ und bot ihm an, für ihn als Investigativ-Journalistin zu arbeiten. Zwei Monate später bot ihr der selbe (sic!) Herausgeber an, neben ihrer Tätigkeit als Journalistin auch als Chefin vom Dienst für ,profil‘ zu arbeiten.“

Dazu hält „profil“ fest: Judith Grohmann dürfte 1985 zwar vorübergehend bei „profil“ tätig gewesen sein, mit Sicherheit aber nicht als Redakteurin, geschweige denn als Chefin vom Dienst. Ihr Name scheint in keinem Impressum auf. Der genannte Herausgeber – Peter Michael Lingens – kann sich nach eigenem Bekunden nicht an den Namen Grohmann erinnern.

Der Bitte der Chefredaktion um eine erklärende Stellungnahme kam Judith Grohmann bis profil-Redaktionsschluss nicht nach.

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09.07.2020

Reisewarnungen: Quarantäne muss einkalkuliert werden

Reisewarnungen: Quarantäne muss einkalkuliert werden Reisewarnungen: Quarantäne muss einkalkuliert werden

Zuerst Serbien und Bosnien-Herzegowina, jetzt Bulgarien und Rumänien – fast täglich verhängt Österreich neue Reisewarnungen. Zurück bleiben verunsicherte Beschäftigte, vor allem jene, die ihren Sommerurlaub in der alten Heimat verbringen möchten, um dort mit ihren Familien zusammen sein zu können. Die AK stellt klar, was Beschäftigte tun müssen und was nicht. Und was der Arbeitgeber darf und was nicht.

+ Wer in ein Land/Gebiet mit den Sicherheitsstufen 5 oder 6 reist, muss entweder nach der Rückkehr nach Österreich 14 Tage in Quarantäne oder muss den Behörden einen negativen Corona-Test vorweisen.

+ Die Quarantäne muss der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin in den Urlaub einkalkulieren, wenn auf Grund der Rechtslage schon vor Antritt der Reise klar war, dass eine 14-tätige Absonderung vorgeschrieben ist.

+ Der Corona-Test kann entweder im Urlaubsland oder am Flughafen gemacht werden und darf bei Wiedereinreise nicht älter als vier Tage sein. Die Kosten trägt der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin. Die AK fordert die Behörden auf, kostengünstige Möglichkeiten der Testung auch an den Grenzübergängen zu gewährleisten.

+ Der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin kann nach einem Aufenthalt in einem Gebiet der Stufe 5 oder 6 um einen Test ersuchen, um die Dauer der Quarantäne zu verkürzen. Eine Verpflichtung zum Test besteht jedoch nicht.

+ Der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin muss dem Unternehmen nicht vorab bekannt geben, wo der Urlaub verbracht wird. Die Beschäftigten sind nur verpflichtet, auf Anfrage nach dem Urlaub mitzuteilen, ob sie einem Gebiet der Stufe 5 oder 6 waren.

+ Wer in ein Gebiet/Land der Stufe 5 oder 6 fährt, kann vor der Reise mit dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin Alternativvarianten nach der Rückkehr vereinbaren. So könnte etwa statt der Quarantäne für die Dauer von zwei Wochen, wenn möglich, Homeoffice vereinbart werden. Die Entgeltfortzahlung bleibt dann jedenfalls aufrecht.

+ Es kann nach einem Urlaub keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen geben. Eine Quarantäne ist kein Kündigungs- oder Entlassungsgrund. Sollte es dennoch dazu kommen, kann die Kündigung/Entlassung grundsätzlich wegen Sozialwidrigkeit angefochten werden.

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01.11.2020

Jährlich 1.500 Verletzte beim Waldarbeiten

Jährlich müssen in Österreich rund 1.500 Personen aufgrund von Unfällen bei der privaten Waldarbeit im Krankenhaus behandelt werden. Jährlich müssen in Österreich rund 1.500 Personen aufgrund von Unfällen bei der privaten Waldarbeit im Krankenhaus behandelt werden.

Jährlich müssen in Österreich rund 1.500 Personen aufgrund von Unfällen bei der privaten Waldarbeit im Krankenhaus behandelt werden. Zum Vergleich: Im professionellen Bereich ist die Zahl mit rund 800 Verletzten pro Jahr deutlich geringer. Der November ist der Monat mit der größten Unfallgefahr.

Für viele Waldbesitzer bedeutet der Herbst eine arbeitsintensive Zeit. Auch in dieser Saison werden sich dabei allerdings wieder zahlreiche Personen schwere Verletzungen zuziehen. Die Auswertung der Unfalldatenbank des KFV zeigt, dass sich jährlich in Österreich rund 1.500 Personen bei der privaten Waldarbeit so schwer verletzen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Bei rund 40 Prozent der Unfälle müssen die Verletzten stationär aufgenommen werden. Die häufigsten Unfallursachen bei privaten Waldarbeiten sind Unachtsamkeit (40 Prozent) und Fehleinschätzung (22 Prozent) – Berufs-Waldarbeiter nennen Ablenkung dagegen seltener.

3 von 4 Personen verzichten auf den Schutzhelm

Besonders häufig treten bei der Waldarbeit Frakturen auf (ca. 46 Prozent). Die am häufigsten betroffenen Körperteile sind Unterschenkel, Finger und Fußgelenk/Knöchel. Eine Schutzausrüstung wird zwar auch im Rahmen von privaten Wald- und Holzarbeiten großteils getragen, allgemeiner Standard ist sie jedoch nicht. Gerade beim Tragen von Arbeitshandschuhen und Helmen ist Nachholbedarf gegeben.

„Ein Blick auf die Helmtragequote zeigt ein ernüchterndes Bild: Etwa 3 von 4 Personen verzichten beim privaten Waldarbeiten auf das Tragen eines Schutzhelmes. Hier ist ohne Zweifel noch viel bewusstseinsbildende Aufklärungsarbeit zu leisten“, erläutert Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. „Während für die gewerbliche Wald- und Holzarbeit klare Regeln und Schutzvorkehrungen gelten, liegt es im privaten Bereich in der Verantwortung jedes Einzelnen, sich angemessen zu schützen und auf die Arbeit im Wald vorzubereiten. Durch eine fachgerechte Vorbereitung und gute Schutzausrüstung kann das Unfallrisiko deutlich verringert werden.“

Tipps für die sichere Waldarbeit:

• Arbeiten Sie nicht alleine

• Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Waldarbeit und vermeiden Sie Zeitdruck

• Das Tragen von Schutzausrüstung ist dringend zu empfehlen

• Arbeiten Sie in Hanglagen niemals über- bzw. untereinander

• Erste Hilfe Ausrüstung sollte immer griffbereit sein

• Eine gute Ausbildung und Erfahrung erhöhen die Arbeitssicherheit

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
01.11.2020

VKI-Test Kamillentee: Erhebliche Qualitätsunterschiede

Kamillentee hat einen festen Platz als Hausmittel bei Magen-Darm-Beschwerden, Unruhe, Husten, Heiserkeit oder zur Behandlung von wunder Haut. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Kamillenpflanze Substanzen enthält, die bei einigen Beschwerden entzündungshemmend und krampflösend wirken können. Kamillentee kann allerdings auch mit Schadstoffen verunreinigt sein – sei es durch natürlichen Ursprung (Pyrrolizidinalkaloide) oder die Anbaumethode (Pflanzenschutzmittel). Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 16 Kamillentees, darunter 5 Bio-Produkte, in Drogerie- und Supermärkten, Diskontern sowie in der Apotheke eingekauft und im Labor auf Qualität und Schadstoffe untersucht. Während sich die Belastung durch Schadstoffe im Großen und Ganzen in Grenzen hielt, ging die Schere bei der Qualität der Tees weit auseinander. Letztlich wurden im Rahmen des Tests 2 „sehr gut“, 4 „gut“, 3 „durchschnittlich“, 2 „weniger“ und 5 „nicht zufriedenstellend“ vergeben. Alle Details zum Test gibt es ab dem 22.10. im Magazin KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Wenn Kamillentee zur unterstützenden Behandlung von Beschwerden eingesetzt wird, sollte grundsätzlich Kamillentee in Arzneibuchqualität verwendet werden. Arzneitee, dazu zählen 4 von 16 getesteten Kamillentee-Produkten, muss gemäß Europäischem Arzneibuch mindestens vier Milliliter ätherisches Öl je Kilogramm Blüten enthalten. Bei Kamillentee, der als reines Lebensmittel verkauft wird, genügt dagegen die halbe Menge. Während im Rahmen des Tests alle als Arzneitee deklarierten Produkte die Anforderungen erfüllten, fielen 5 der 12 „normalen“ Kamillentees (Alnatura, Julius Meinl, Lord Nelson, Pukka und Teekanne) durch. Sie enthielten bei der Überprüfung im Labor weniger als zwei Milliliter ätherische Öle je Kilogramm. Damit entsprachen sie nicht den im Lebensmittelbuch festgelegten Mindeststandards für Kamillentee.

Zudem wurden in 5 der „normalen“ Tees Pyrrolizidinalkaloide (PA) gefunden. Allerdings wurde der vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohlene Tagestoleranzwert dabei nicht überschritten. Pyrrolizidinalkaloide sind in einigen Wildkräutern enthalten, die auf den Anbaufeldern wachsen und bei maschineller Ernte mit der Kamille vermengt werden können. Sie können Leberschäden und Vergiftungen verursachen und haben sich im Tierversuch als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen.

Pflanzenschutzmittel wiederum konnten in allen Kamillentees nachgewiesen werden. Bei keinem einzigen Produkt gab es jedoch eine Überschreitung der Höchstmengen. Bio-Produkte waren tendenziell weniger belastet als konventionell angebaute Produkte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn ..
26.06.2020

Zellenfertigung ab Herbst in Oberösterreich- 80 neue Arbeitsplätze

Das BlueSky Energy Management Das BlueSky Energy Management

Der Spezialist für Stromspeicherlösungen BlueSky Energy expandiert und holt die komplette Zellenfertigung von Asien nach Frankenburg. 80 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Elektrotechnik und Montage werden für die Region geschaffen.Rund 5 Mio Euro werden in die Standortverlegung investiert. Ab Herbst 2020 werden Zellen für bis zu 30.000 Batterien auf Salzwasserbasis gefertigt. Die starke Nachfrage nach umweltfreundlichen Speicherlösungen sowie die Verkürzung der Transportwege waren ausschlaggebend, die Kerntechnologie komplett nach Österreich zu verlegen. Zur Finanzierung der Wachstumsschritte hat das Unternehmen Genussrechte begeben. Die Zeichnungsfrist läuft bis 30. September 2020.

Investitionen von 5 Millionen Euro

Die Standortverlagerung ist mit fünf Millionen Euro budgetiert. Investiert wird dabei in qualifizierte Mitarbeiter, den Aufbau einer Fertigungsstraße sowie in moderne Messtechnik. „Die Fertigungsmaschinen sind bereits bestellt. Noch heuer werden die ersten Zellen in Oberösterreich gefertigt und mit 2021 kann die Serienproduktion starten“ informiert Geschäftsführer Thomas Krausse, der den Aufbau der regionalen Fertigung verantwortet.

GREENROCK- eine grüne Batterie

Für die Produktion des Salzwasserspeichers GREENROCK wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. „Unsere Salzwasserbatterien sind nicht nur wegen ihrer Sicherheit und umweltfreundlichen Inhaltsstoffen eine grüne Batterie. Auch die Herstellungsprozesse und Transportwege sind ausschlaggebend für eine grüne Batterie, in der nachhaltige Energie aus Sonne und Wind gespeichert wird“, so Krausse weiter.

Wettbewerbsvorteil durch regionale Fertigung

Durch die Verlagerung nach Österreich werden die Lieferzeiten um acht Wochen verkürzt, da der aufwändige Schiffstransport von Asien nach Europa entfällt. „Wir erreichen eine hundertprozentige Wertschöpfung im eigenen Land“, unterstreicht Krausse.

BlueSky Energy exportiert seine Produkte aktuell in 22 Länder weltweit. Da die Nachfrage nach Salzwasserspeicher deutlich gestiegen ist, werden die Kapazitäten in der Fertigung ausgebaut und verzehnfacht. „So kann langfristig der gesteigerten Nachfrage gerecht produziert werden“, erklärt Krausse.

Finanzbeteiligung an Batterien-Produktion

BlueSky Energy ist ein privat geführtes österreichisches Unternehmen, verzeichnet seit der Gründung ein gutes Wachstum und bilanziert positiv. Investoren haben die Möglichkeit, sich mittels Genussrechten am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Um die geplanten Wachstumsschritte zu finanzieren begibt das Unternehmen 1.500 Genussrechte mit einer Nominale von jeweils 1.000 Euro. Die Zeichnungsfrist läuft bis 30. September 2020.

Über das Unternehmen BlueSky Energy- GREENROCK

BlueSky Energy ist der Spezialist für stationäre Stromspeicher-Lösungen. Das Unternehmen mit Sitz im oberösterreichischen Vöcklamarkt entwickelte GREENROCK, die sicherste und umweltfreundlichste stationäre Stromspeicher-Lösung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lithium-Ionen Lösungen setzt das Unternehmen auf Salzwasser-Technologie. Diese ist nicht entflammbar oder explosiv, berührungssicher und absolut wartungsfrei. GREENROCK Speicherlösungen eignen sich für Eigenheim und KMU, die ihren erzeugten Strom energieautark für den Eigenverbrauch optimieren möchten. Standard-Speicherlösungen von fünf bis 30 Kilowattstunden für private Anwendungen (GREENROCK Home), gewerbliche Speicherlösungen von 30 bis 270 Kilowattstunden (GREENROCK Business) und eigens abgestimmte Projektlösungen bis zu mehreren hundert Kilowattstunden sind mit GREENROCK möglich.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K. / Foto: BlueSky Energy
22.10.2019

16 Sammelklagen gegen drei Lebensversicherer eingebracht

16 Sammelklagen gegen drei Lebensversicherer eingebracht 16 Sammelklagen gegen drei Lebensversicherer eingebracht

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hatte bis Herbst 2017 eine Sammelaktion im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Lebensversicherungen durchgeführt. Nach Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) und des Obersten Gerichtshofes (OGH) stand den Versicherungsnehmern bei fehlender oder fehlerhafter Belehrung durch den Versicherer ein unbefristetes Rücktrittsrecht zu. In Folge handelte der VKI einen Rahmenvergleich für Betroffene, die vom Vertrag zurücktreten wollten, mit der Versicherungsbranche aus. Diesem stimmten jedoch drei größere Versicherer nicht zu. Gegen diese drei Versicherungsunternehmen hat der VKI nun – im Auftrag des Sozialministeriums – Klagen eingebracht.

Im Rahmen der Sammelaktion zum Rücktritt bei Lebensversicherungen hatten sich rund 7000 Konsumentinnen und Konsumenten beim VKI gemeldet, die von ihren Verträgen zurücktreten wollten und deren Rücktrittsbelehrungen nach Einschätzung des VKI fehlerhaft waren. Nach Ansicht des VKI sind nach einem Rücktritt im Wesentlichen die Prämien samt Zinsen an die Betroffenen zurückzuzahlen. Abzuziehen ist lediglich eine Risikoprämie (beispielsweise Ablebensschutz, allfälliger Berufsunfähigkeitsschutz).

Im Herbst 2017 gelang es nach intensiven Verhandlungen für die Aktionsteilnehmer einen Rahmenvergleich zu vereinbaren, dem fast alle Versicherer beitraten. Damit konnte der Großteil der Fälle verglichen werden. Die FWU Life Insurance Austria AG (vormals Skandia Leben AG), die Nürnberger Versicherung AG Österreich und die Scottish Widows Limited (vormals Clerical Medical Investment Group Ltd. – kurz CMI) waren hingegen nicht bereit, sich dem Rahmenvergleich anzuschließen.

Der VKI hat nunmehr im Auftrag des Sozialministeriums 16 Sammelklagen für insgesamt 851 Personen gegen diese drei Versicherer eingebracht. Der Gesamtstreitwert beträgt rund 14 Millionen Euro. „Wir gehen mit diesen Sammelklagen gegen jene Versicherer vor, die sich geweigert haben, die sachgerechte Branchenlösung umzusetzen. Damit lassen wir die betroffenen Konsumenten nicht im Regen stehen“, sagt Mag. Thomas Hirmke, Leiter des Bereichs Recht im VKI.

Die Roland ProzessFinanz AG aus Köln hat die Finanzierung und damit das Prozesskostenrisiko für alle 16 Klagen übernommen. Die Verbraucher tragen hier keinerlei Prozesskostenrisiko. "Ein schönes Beispiel für die konsumentenfreundliche Zusammenarbeit zwischen dem VKI und uns als Prozessfinanzierer. Hier ist Österreich einen klaren Schritt weiter als Deutschland", kommentiert Arndt Eversberg, Vorstand der ROLAND ProzessFinanz.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Chris Potter Creative-Commons-Lizenz
27.04.2021

Die „Erste Wohnmesse .digital“ mit großem Besucherecho

GF Enteco, Sebastian Berloffa, Moderator Mag. Walter Senk, Architektin DI Rita Reisinger-Schöbel, Architektin DI Doris Kutscher GF Enteco, Sebastian Berloffa, Moderator Mag. Walter Senk, Architektin DI Rita Reisinger-Schöbel, Architektin DI Doris Kutscher

Innovativ, vielfältig und enorm informativ präsentierte sich die diesjährige „Erste Wohnmesse .digital“ am 25. April 2021. Ohne Wartezeiten, völlig stressfrei und mit flexibler Zeiteinteilung nutzten rund 2.800 Besucherinnen und Besucher die Angebote des digitalen Messeerlebnisses. Mehr als zwanzig namhafte Dienstleister, Bauträger und Makler aus der Branche rund um den stets innovativen Hauptpartner Erste Bank, wie s-Real, Wiener Städtische, WINEGG, APROM, ARWAG, BUWOG, EHL, Mischek, GLORIT, Die Wohnkompanie, ÖRAG und STRABAG Real Estate begeisterten die Kunden mit speziellen Messeangeboten. Ein besondere Publikumsmagnet waren die Expertentalks. Hier konnten die Besucherinnen und Besucher alles fragen, was ihnen zum Thema Wohnungskauf, Steuern, Zinsausblick, Finanzierung, Absicherung etc. wichtig war. In Echtzeit erhielten die Teilnehmer Antworten von hochkarätigen Expertinnen und Experten auf jene Fragen, für die man normalerweise exklusive Beratungsgespräche buchen muss.

„"Der Besucherandrang - dem Schönwetter zum Trotze – war enorm. Es ist uns gelungen, mit einem intelligentem Tool-Mix den persönlichen Kontakt u.a. mittels Live-Video- und Text-Chat-Beratung zwischen Anbieter und Besucher fruchtbar zu gestalten. Die Besucher kamen im Vergleich zum Event im Herbst diesmal mit ganz konkreten Fragen und Vorstellungen. Das Messe-Highlight waren daher auch die Expertentalks und Q&A;-Runden mit über 250 Teilnehmern pro Vortrag. In Echtzeit konnte jeder Zuschauer über verschiedene Kanäle wie Facebook, Instagram, Youtube und auf der Messe selbst, Fragen an die Experten aus den verschiedenen Bereichen richten, die sofort beantwortet wurden. Obwohl Moderation und Experten sich zum Teil an verschiedenen Orten befanden, war das Messeerlebnis wie in der realen Welt , denn jeder erhielt ohne Umschweife und ganz direkt Antworten auf seine wichtigsten Fragen"“, erklärt Sebastian Berloffa, Geschäftsführer enteco Concept GmbH und Veranstalter von der „Erste Wohnmesse .digital“.

Ein exklusiver Service: Mit einem Klick in die Immobilienwelt!

Die Expertentalks stehen allen Wissenssuchenden auf www.erstewohnmesse.at ab sofort zur Verfügung. Zudem erhalten alle Besucherinnen und Besucher die wichtigen Informationen zu den Projekten der „Erste Wohnmesse .digital“ individuell und zielgruppenspezifisch zum Nachlesen. Das Profi-Know-how inklusive wertvoller Tipps steht damit jedem Interessierten auch nach der Messe weiterhin zur Verfügung.

Nach der Messe ist vor der Messe…

Immobiliensuchende aufgepasst, für Fortsetzung ist gesorgt: Bereits am 14. November 2021 gibt es ein weiteres Highlight. Auf die „Erste Wohnmesse .digital“ folgt die hybride, als Öko-Event geplante „Erste Wohnmesse real+“. Zwischen den beiden Veranstaltungen geht es dann auf die „Erste Wohnmesse on tour“. Mit einem Live-Messeevent erleben geführte Kleingruppen in angebotenen Hop-on Hop-off-Touren im Doppeldeckerbus aktuelle Bauvorhaben in Wien, mit eigenem Sicherheitskonzept im Sinne der Corona-Schutzmaßnahmen. Infos und Anmeldung zur fahrenden Messe www.erstewohnmesse.at

In seinen innovativen Veranstaltungskonzepten sieht Geschäftsführer Sebastian Berloffa eine gute Möglichkeit – für Austellerinnen und Aussteller sowie für Besucherinnen und Besucher – die analoge und digitale Welt miteinander zu verbinden: „"Das große Interesse an der „Erste Wohnmesse .digital“ zeigt uns, dass wir mit diesem hybriden Konzept, gepaart mit Know-how-Transfer, auf dem richtigen Weg sind. Ich bin überzeugt davon, dass unabhängig von der Pandemie, diese Art von Veranstaltungsmodell weiterhin bestehen bleibt. Denn mit diesen innovativen Modellen schaffen wir es, neue Zielgruppen ortsunabhängig anzusprechen, um sie ins Messegeschehen aktiv zu integrieren."“

Erste Wohnmesse 2021

Datum: 14.11.2021, 10:00 - 18:00 Uhr

Ort: Erste Campus

Am Belvedere 1, 1100 Wien, Österreich

Url: https://www.erstewohnmesse.at/

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01.11.2020

60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr

60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr 60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr

„In Österreich wurden in den vergangenen Monaten nicht nur mehr Fahrräder gekauft, die Fahrräder sind auch verstärkt als Verkehrsmittel im Einsatz“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger ein Ergebnis einer vom VCÖ beauftragten repräsentativen Umfrage des Instituts TQS zusammen. Während im Vorjahr 14 Prozent der 18- bis 69-Jährigen mehrmals die Woche im Alltag mit dem Rad fuhren, sind es heuer mit 21 Prozent um die Hälfte mehr. Auch die Gruppe jener, die mehrmals im Monat Radfahren ist größer geworden, von 14 auf 19 Prozent. Und die Gruppe jener, die keine Alltagswege mit dem Rad zurücklegen, ist kleiner geworden und von 44 auf 40 Prozent zurückgegangen.

60 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gehen davon aus, dass auch langfristig mehr Rad gefahren wird. Aber viele sehen Verbesserungsbedarf bei den Bedingungen zum Radfahren im Wohnort. 26 Prozent wünschen ein längeres Radwegenetz, ebenso viele sind mit dem Zustand und der Qualität der Rad-Verbindungen unzufrieden. 24 Prozent sagen, dass sie wichtige Ziele im Wohnort nicht sicher und einfach mit dem Fahrrad erreichen können und sogar 36 Prozent erleben das Queren von Hauptstraßen als gefährlich. Aufholbedarf wird auch bei den Radabstellplätzen gesehen: 29 Prozent sieht einen Mangel bei Fahrrad-Parkplätzen vor Geschäften, 35 Prozent allgemein bei Radabstell-Möglichkeiten im Straßenraum.

„Die Qualität der Infrastruktur bestimmt ganz wesentlich unser Mobilitätsverhalten. Die Infrastruktur für den Radverkehr wurde in der Vergangenheit vielerorts sträflich vernachlässigt. Der Aufholbedarf ist entsprechend groß“, weist VCÖ-Experte Schwendinger auf den notwendigen verstärkten Ausbau der Rad-Infrastruktur aus. In den Städten ist dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen. In den Regionen sind sichere Radverbindungen von Siedlungen zum nächstgelegenen Ortsgebiet wichtig. Und Bahnhöfe sollten immer gut mit dem Fahrrad erreichbar sein, betont der VCÖ.

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11.02.2020

Sturm "Sabine" / Innenminister: „Danke an alle Blaulichtorganisationen“

Innenminister nutzt "Europäischen Tag des Notrufs" zum Dank für Einsatz während des Sturmtiefs "Sabine" Innenminister nutzt "Europäischen Tag des Notrufs" zum Dank für Einsatz während des Sturmtiefs "Sabine"

Innenminister Karl Nehammer nutzt den „Europäischen Tag des Notrufs“ am 11.2., um den Blaulichtorganisationen zu danken. „Mein Dank und mein Respekt gilt allen Polizistinnen und Polizisten sowie den vielen Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettung, die täglich für die Menschen in Österreich im Einsatz stehen“.

Auch den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern spricht der Innenminister seinen Dank aus: „Das Ehrenamt ist ein Eckpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft. Es steht für Überzeugung, Leistungsbereitschaft und Verantwortlichkeit im Denken und Handeln. Ganz egal in welchem Bereich – ob es die Freiwilligen Feuerwehren, die Rettungsorganisationen, aber auch viele andere Vereine sind – das Ehrenamt steht für mich als Bindeglied zwischen den Menschen“, sagte Karl Nehammer.

Sturmtief „Sabine“ forderte Einsatzkräfte

„Ausnahmesituationen wie die gestrige Wetterlage führen uns vor Augen, was unsere Einsatzkräfte leisten“, sagte Nehammer. Das Sturmtief „Sabine“ forderte am 10. und in der Nacht auf 11. Februar 2020 mehr als 1600 Einsätze von Polizei und Feuerwehr. Besonders betroffen waren die Bundesländer Nieder- und Oberösterreich sowie Salzburg. So mussten beispielsweise im Bezirk Gmünd in Niederösterreich 25 Zugpassagiere wegen eines umgestürzten Baumes evakuiert werden.

„Den vielen Polizeibediensteten danke ich dafür, dass sie in Ausnahmesituationen wie dieser die Verkehrssicherheit aufrecht erhalten“, betonte der Innenminister.

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04.02.2021

Zufriedenheit mit der Wohnsituation so hoch wie noch nie

Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause

Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause. Für viele sind die eigenen vier Wände daher nicht „nur“ Wohnraum, sondern auch Arbeits- und / oder Klassenzimmer. Doch wie zufrieden sind die Österreicherinnen und Österreicher mit ihrer Wohnsituation? Dieser Frage ist die aktuelle Integral Trendstudie 2021 für ImmoScout24 unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern nachgegangen.

„Trautes Heim, Glück allein“ ist Großteils Realität

Die erfreuliche Nachricht zuerst: „Trautes Heim, Glück allein“ ist nicht nur ein Sprichwort. Denn befragt nach der Zufriedenheit mit der derzeitigen Wohnsituation, vergeben die Österreicher die Note „Gut“ (Mittelwert von 1,7; 84 Prozent sind zufrieden). Mehr als die Hälfte der Österreicher (53 Prozent) ist mit der eigenen Wohnsituation sogar sehr zufrieden, weitere 31 Prozent sind immerhin eher zufrieden. Besonders wohl in den eigenen vier Wänden fühlen sich die über 50-Jährigen. Hier sind knapp zwei Drittel sehr, 26 Prozent eher zufrieden.

Wie der Vergleich über die Jahre zeigt, ist der Wert leicht, aber kontinuierlich gestiegen: So gaben in den ImmoScout24-Trendstudien 2012 und 2017 noch 80 Prozent an, mit ihrer Wohnsituation zufrieden zu sein, 2020 waren es 81 Prozent.

Wer in Wien oder in Stadtlage wohnt, ist am wenigsten zufrieden

Im Bundesländervergleich zeigen die Wiener die geringste Zufriedenheit mit ihrer Wohnsituation: nur 78 Prozent sind zumindest eher zufrieden. Besonders gut lebt es sich hingegen in Vorarlberg (92 Prozent sind zumindest eher zufrieden), gefolgt von Niederösterreich (90 Prozent), dem Burgenland (89 Prozent) und Oberösterreich (87 Prozent). Grundsätzlich gilt zudem: Egal, in welchem Bundesland man zuhause ist, wer im Umland / Einzugsgebiet einer Stadt wohnt, ist in 9 von 10 Fällen zufrieden, in Stadtlage sind es nur mehr rund drei Viertel der Befragten.

Hohe finanzielle Belastung geht mit höherer Unzufriedenheit einher

Abgesehen vom Wohnort, sinkt die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation jedenfalls dann, wenn der finanzielle Druck hoch ist. Sei es aufgrund eines grundsätzlich geringen Einkommens oder aufgrund eines hohen Anteils der Wohnkosten am Haushalts-Nettoeinkommen bzw. aufgrund der insgesamt hohen finanziellen Belastung. Werden Wohnkosten als (sehr) belastend wahrgenommen bzw. werden mehr als 50 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens für das Wohnen ausgegeben, geben nur mehr 7 von 10 Befragten an, mit der Wohnsituation zufrieden zu sein.

Wer ein Haus bewohnt und/oder ein Eigenheim besitzt, ist zufriedener

Wer ein Haus sein Eigen nennt bzw. eine Immobilie im Eigentum besitzt, fühlt sich darin tendenziell besonders wohl (Mittelwert 1,4; 9 von 10 sind zufrieden). Die Zufriedenheit sinkt bereits, wenn „nur“ eine Wohnung bewohnt wird (78 Prozent sind zufrieden) oder man zur Miete wohnt (70 Prozent). Ein gutes Zeugnis wird auch Genossenschaftsobjekten ausgestellt (84 Prozent sind zufrieden), Gemeindeimmobilien hingegen weniger (70 Prozent).

Neben der Art der Immobilie spielt die Größe eine zentrale Rolle. Wer mehr Platz zur Verfügung hat, ist wesentlich zufriedener: bei einer Wohnfläche von 130 m2 oder mehr sind 94 Prozent der Befragten zufrieden, bei Wohnungen bis 89 m2 nur mehr 79 Prozent. In einer Wohnung, die weniger als 69 m2 hat, gar nur mehr 72 Prozent.

Top-Unzufriedenheitstreiber: die fehlende Freifläche

Abseits von finanzieller Belastung, Art der Immobilie, Lage oder Größe: Kein Faktor hat so viel Einfluss auf die Unzufriedenheit mit der Wohnsituation wie eine fehlende Freifläche. Denn wer eine zur Verfügung hat, ist überdurchschnittlich zufrieden: Zwei Drittel der Befragten mit Garten oder Terrasse sind sogar sehr zufrieden, weitere 25 Prozent immerhin eher zufrieden. Balkone, Loggien und Wintergärten machen ebenfalls glücklich – wenn auch etwas weniger (57 Prozent sehr zufrieden, 30 Prozent eher zufrieden). Fehlt die Freifläche jedoch, sinken die Werte enorm: Nur ein Viertel der Befragten bewertet die eigene Wohnsituation trotz fehlender Freifläche mit sehr, weitere 39 Prozent mit eher zufriedenstellend.

„Gerade die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig die Wohnsituation ist – und wie wichtig Platz und Freiflächen sind, wenn sich der Lebensmittelpunkt über einen längeren Zeitraum stärker als sonst in die eigenen vier Wände verlagert,“ so Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24. „Umso schöner ist es zu sehen, dass die Österreicherinnen und Österreicher im Großen und Ganzen zufrieden sind und diese Zufriedenheit über die Jahre sogar zugenommen hat,“ so Dejmek.

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13.01.2021

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Noch läuft die Analyse der Daten durch die Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E und die Suche nach dem Auslöser für den massiven Frequenzabfall, der das europäische Stromnetz am Freitag an seine Grenzen gebracht hatte. Der Vorfall hat aber jedenfalls gezeigt, dass die europäische Zusammenarbeit auch im Ernstfall funktioniert und die Schutzmechanismen gegriffen haben. Nur durch automatische Schutzeinrichtungen und das Zusammenwirken der wesentlichen Marktakteure konnte die kritische Situation rasch beherrscht und eine Stunde nach dem Vorfall das normale Betriebsniveau wieder erreicht werden. Wesentliche Grundvoraussetzung für die Bewältigung der Störung waren die ausreichend vorhandenen Reservekapazitäten. Die EU-Vorgabe 70 Prozent der grenzüberschreitenden Kapazitäten für den Handel zu reservieren ist in diesem Zusammenhang problematisch.

„Der letzte Störfall hat gezeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen schnell und zuverlässig wirken, aber auch, dass es Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif gibt. Weitere erhebliche Investitionen in den nationalen und europäischen Netzausbau, in Speicherkapazitäten, systemische Kraftwerkskapazitäten und weitere Flexibilitätsoptionen für den Krisenfall sind unabdingbar“, erklärt Michael Strugl, Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie.

Auch die Anforderung von Seiten der europäischen Ebene, dass 70 Prozent der österreichischen Grenzkapazitäten dem Stromhandel zur Verfügung gestellt werden müssen, sieht Strugl kritisch: „Durch seine geographische Lage ist Österreich eine wichtige Drehscheibe im europäischen Stromsystem – mit dieser Vorgabe müssen wir unsere Leitungskapazitäten ausreizen sodass wenig Reserven für Krisenfälle zur Verfügung stehen.“

„Auch wenn der Störfall nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Erneuerbaren Ausbau steht, erfordert die Transformation des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energieträger umso mehr den Ausbau der Netzinfrastruktur und der Speicherkapazitäten sowie von Kraftwerksreserven um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“, so Strugl.

Enormer volkswirtschaftlicher Schaden möglich

Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche ungeplante Nichtverfügbarkeit von Elektrizität im österreichischen Stromnetz bei rund 25,14 Minuten pro Kunde. Damit ist eine Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent für Österreich gewährleistet. Ein längerer großflächiger Ausfall würde einen enormen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Schätzungen zufolge belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten für einen großflächigen Stromausfall in Österreich auf 1,18 Mrd. Euro pro Tag. „Auch deshalb ist es wichtig, dass die Ausbaupläne im Netzentwicklungsplan breit mitgetragen werden und an einer Schärfung des Problembewusstseins und einer Verbesserung der Akzeptanz für diese Projekte in Österreich gearbeitet wird. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, so Strugl.

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09.07.2020

Betrugsanrufe steigen wieder stark an – seien Sie vorsichtig und lassen Sie sich nichts aufschwatzen!

Betrugsanrufe steigen wieder stark an Betrugsanrufe steigen wieder stark an

Die RTR-Meldestelle für Rufnummernmissbrauch verzeichnet seit Mai wieder einen signifikanten Anstieg von Beschwerden zu belästigenden Anrufen. „Im April erreichten wir quasi ein Tief mit ‚nur‘ 494 Beschwerden, im Mai gab es bereits wieder 681 neue Beschwerden und Ende Juni sogar 1.518 - Tendenz massiv steigend“, gibt Dr. Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation und Post zu bedenken und warnt: „Bei all diesen Anrufen, egal ob Ping-, Tech-Support- oder Robo-Calls, stehen ganz klar Betrugsabsicht, Abzocke oder Datenklau im Vordergrund. Wenn die Rufnummer am Display unbekannt ist, am besten gar nicht abheben und keinesfalls zurückrufen. Hebt man trotzdem ab, empfiehlt sich ein gesundes Misstrauen und sich nichts aufschwatzen lassen.“

Derzeit vermehrt Ping-Anrufe mit Vorwahl von Tunesien (+ 216)

Die RTR-Meldestelle verzeichnet seit einigen Tagen wieder verstärkt Beschwerden zu Ping-Anrufen mit der Vorwahl von Tunesien (+ 216). Die Anrufe werden nach nur einmaligem Klingeln (engl.: „ping“) wieder abgebrochen. Ruft man zurück, landet man unbemerkt bei teuren ausländischen Rufnummern oder Rufnummern von Satellitentelefonen. Man wird in einer Warteschleife hingehalten. Das Minutenentgelt ist ein hohes; je länger die Telefonverbindung aufrecht ist, desto höher wird der Betrag, der verrechnet wird. Im Juni wurden insgesamt 530 Beschwerden zu Ping-Anrufen registriert.

Anrufe mit Lockangeboten zur Vertragsanbahnung

„194 Beschwerden erhielten wir zu Anrufen, die mit Lockangeboten zu Vertragsabschlüssen, Vorauszahlungen oder Herausgabe von Daten animieren wollten. Das Portfolio ist groß und umfasst beispielsweise Finanzprodukte, Bitcoin-Bons, Lotteriespiele oder Gewinnspiele“, führt Steinmaurer aus.

„Die Anzeige einer Rufnummer am Display kann man fälschen. Vergleichen lässt sich das mit einem Brief, auf den man eine falsche Absenderadresse schreibt. Daher lasen sich die Übeltäter bei Betrugsanrufen auch kaum bis gar nicht eruieren“, ergänzt Steinmaurer.

Rufnummern-Missbrauch unter rufnummernmissbrauch.at melden

Rufnummernbereiche, die missbräuchlich verwendet werden, werden unter rufnummernmissbrauch.at gelistet. Dort finden Sie auch ein Formular, mit dem Sie uns verdächtige Nummern melden können. Damit können wir die Liste der betroffenen Vorwahlen immer aktuell halten, rechtzeitig Ping-Wellen erkennen und die Bevölkerung informieren.

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17.03.2021

Tiermasken auf Tierschutzaktionen trotz Verhüllungsverbots erlaubt

Daraufhin wurde er gegen seinen passiven Widerstand festgenommen, in ein Polizeifahrzeug getragen und letztlich bestraft: 150 Euro, die Maximalstrafe für dieses Delikt. Daraufhin wurde er gegen seinen passiven Widerstand festgenommen, in ein Polizeifahrzeug getragen und letztlich bestraft: 150 Euro, die Maximalstrafe für dieses Delikt.

Der VGT (Verein gegen Tierfabriken) benützt seit Jahrzehnten Tiermasken für seine Aktionen. Ob Kückenmaske gegen die Vergasung der männlichen Legehühner an ihrem ersten Lebenstag, ob Schweinemaske gegen den Vollspaltenboden oder auch Rindermaske gegen den Missbrauch von Kühen in der Milchproduktion. Eine solche Rindermaske trug der stv. VGT-Obmann David Richter, als er in Baden, NÖ, milchkritische Flugblätter anlässlich einer großen Werbeveranstaltung für konventionelle Kuhmilch verteilte. Dabei wurde er von der Polizei dazu angehalten, die Maske abzunehmen, weil sie dem Verhüllungsverbot widerspreche.

Richter nahm die Maske ab, um zu demonstrieren, dass es ihm nicht um die Verschleierung seiner Identität ginge, setzte sie aber dann wieder auf, um weiter Flugblätter zu verteilen. Daraufhin wurde er gegen seinen passiven Widerstand festgenommen, in ein Polizeifahrzeug getragen und letztlich bestraft: 150 Euro, die Maximalstrafe für dieses Delikt. Bei der Beschwerde gegen diese Strafe zum Landesverwaltungsgericht wurde sie zwar auf 70 Euro herabgesetzt, grundsätzlich aber bestätigt. Daraufhin wandte sich der VGT mithilfe von Rechtsanwältin Maria Windhager an den Verfassungsgerichtshof. Dieser hat heute sein Erkenntnis veröffentlicht, dass die Verhüllung des Gesichts dennoch erlaubt ist, wenn sie wesentlicher Teil der freien Meinungsäußerung ist, wie im vorliegenden Fall.

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09.06.2020

In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert

In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert

Aus Anlass des Weltumwelttages am 5. Juni hat die Österreichische Hagelversicherung einmal mehr davor gewarnt, die jüngsten Krisen - Umwelt, Klima und Artenschwund - als singuläre Ereignisse zu werten. Im Gegenteil: Die Umweltkrise mit Bodenverbrauch, Ressourcenschwund sowie Biodiversitätsverlust werde sich weiter zuspitzen und die Klimakrise beschleunigen. „Es sei denn, wir handeln jetzt“, stellt Vorstandsvorsitzender Kurt Weinberger klar.

Überaus kritisch ist die Lage weiter beim steigenden Flächenverbrauch. Im Vorjahr sind in Österreich jeden Tag 13 Hektar wertvoller Wiesen und Äcker für Straßen, Siedlungen, Shoppingcenter und Industriehallen verbaut worden. Das ist das Fünffache des Zielwertes von 2,5 Hektar pro Tag, der in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung erstmals im Jahr 2002 festgeschrieben und im derzeitigen Regierungsprogramm wieder verankert wurde.

Das Zubetonieren von umgerechnet 20 Fußballfeldern pro Tag hat in mehrfacher Hinsicht dramatische Auswirkungen: Durch die Verbauung sinkt der landwirtschaftliche Selbstversorgungsgrad beständig, was Österreich zunehmend durch Importe verletzbar macht. Der Boden ist aber Voraussetzung für die Lebensmittelproduktion, was auch die Corona-Krise gezeigt hat.

Darüber hinaus leiden die Kulturlandschaft und das Tourismusland Österreich. Laut einer market-Umfrage kritisieren vier von fünf Österreichern die Verschandelung ihrer Heimat, sie wollen keine weitere Verbauung. Und schließlich nimmt die Artenvielfalt ab. So leben in einem Hektar Boden rund 1,5 Millionen Regenwürmer. Jeden Tag wird also die Lebensgrundlage von rund 20 Millionen Regenwürmern zubetoniert.

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11.08.2020

Test Kombi-Kinderwagen: Mängel bei kindgerechter Gestaltung

Test Kombi-Kinderwagen: Mängel bei kindgerechter Gestaltung Test Kombi-Kinderwagen: Mängel bei kindgerechter Gestaltung

35 mal 78 Zentimeter nutzbare Liegefläche sind für eine Babywanne optimal. Doch die meisten getesteten Babywannen sind deutlich kleiner. Besonders kurz sind die Aufsätze von Britax Römer, Kinderkraft, Mutsy und Stokke. In ihnen stoßen großgeratene Kinder schon nach vier Monaten mit Kopf oder Füßen an.

Wird die Babywanne zu klein, gehen viele Eltern zur Sitzeinheit des Kombi-Kinderwagens über. Doch erst rund um den achten Monat ist es Babys aufgrund ihrer Muskulatur überhaupt möglich, sich selbst aufrecht zu halten. Deswegen sollte sich die Rückenlehne des Buggy-Aufsatzes möglichst flach einstellen lassen. Nur so schlafen Babys – und später auch Kleinkinder – bequem und rückenschonend. Doch bei keinem einzigen getesteten Kinderwagen lässt sich der Sitz in eine flache Liegeposition bringen. Das extremste Beispiel liefert Teutonia: Bei dessen Buggy-Aufsatz ist es gar nicht möglich, die Rückenlehne nach hinten zu neigen. Kinder sitzen hier stets im festen, sehr aufrechten Winkel von 98 Grad. Auch die Sitze von Joolz und Stokke lassen sich nur auf 150 Grad öffnen. „Ein Liegebedürfnis der Kinder kann so nicht oder nur bedingt erfüllt werden“, kritisiert VKI-Projektleiter Christian Undeutsch. „In puncto kindgerechter Gestaltung gibt es hier eindeutig noch Verbesserungsbedarf.“

Zwei Kinderwagen (Hauck Mars Duoset, Kinderkraft Prime) fielen zudem durch ihre hohe Schadstoffbelastung auf. Im Matratzenbezug der Babywanne von Kinderkraft befanden sich hohe Mengen des Flammschutzmittels TCPP. Diese Substanz steht in Verdacht, Krebs zu erzeugen. Der Sicherheitsgurt des Kombi-Kinderwagens von Hauck enthielt wiederum den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff Benzo(ghi)perylen. Diesem wird eine erbgutverändernde Wirkung zugeschrieben. Beide Kombi-Kinderwagen erhielten daher eine „nicht zufriedenstellende“ Bewertung. Mit unter 500 Euro zählen sie zu den günstigsten Produkten im Test. Die beiden im Test mit „gut“ bewerteten Kinderwagen befinden sich wiederum mit 950 und 1.098 Euro am oberen Ende der Preisskala der getesteten Modelle.

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01.11.2020

Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen

Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen

„Lieferverkehre und Zustelldienste haben in den letzten Jahren durch den boomenden Online-Handel stark zugenommen. Leider spiegelt sich das auch in der Unfallstatistik wider. Die Zahl der Unfälle mit Klein-Lkw hat in den vergangenen Jahren besorgniserregend zugenommen“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger die Ergebnisse einer aktuellen VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zusammen.

Klein-Lkw waren im Vorjahr in 2.398 Verkehrsunfällen mit Personenschaden involviert, das waren um 148 (plus 6,6 Prozent) mehr als noch im Jahr 2015. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Österreich um 5,9 Prozent gesunken. Mehr als die Hälfte der Unfälle mit Klein-Lkw passierte im Vorjahr im Ortsgebiet. Fußgängerinnen und Fußgänger waren die häufigsten Todesopfer, macht der VCÖ aufmerksam.

Insgesamt wurden 26 Unfallgegner bei Verkehrsunfällen mit Transportern und Lieferwagen getötet, zehn davon waren Fußgängerinnen und Fußgänger. Acht Todesopfer waren Zweiradfahrer, also mit Motorrad, Moped oder Fahrrad unterwegs, sieben waren Pkw-Insassen. Zudem kamen zehn Klein-Lkw-Fahrer bei den Unfällen ums Leben.

Der VCÖ betont, dass es zum einen klassische Verkehrssicherheitsmaßnahmen braucht, um die Anzahl der Klein-Lkw-Unfälle zu verringern. Dazu zählen verstärkte Tempokontrollen, niedrigere Tempolimits im Ortsgebiet sowie übersichtliche Kreuzungen und sichere Straßenübergänge. Um die Zahl der Gefahrenstellen im Ortsgebiet zu reduzieren, können Bürgerinnen und Bürger auf der VCÖ-Website Problemstellen, wie etwa gefährliche Übergänge, melden (https://problemstellen.vcoe.at/). Der VCÖ leitet die Einträge an die zuständigen Gemeinden und Städte weiter.

„Darüber hinaus kann die Verkehrssicherheit deutlich erhöht werden, wenn mit verbesserter Logistik, die Zahl der Lieferfahrten reduziert wird“, betont VCÖ-Experte Schwendinger. Betreiberunabhängige Paketstationen tragen ebenso zur Reduktion von Zustellfahrten bei, wie sogenannte Mikro-Hubs in Städten. Bei Mikro-Hubs erfolgt die Feinverteilung von Waren und Paketen vor allem mit Cargo-Bikes statt mit Lkw.

Darüber hinaus ist bei den Online-Shops anzusetzen, betont der VCÖ. So wie es die Möglichkeit einer Express-Zustellung gibt, sollen Kundinnen und Kunden auch eine verkehrssparende Möglichkeit mit verbesserter Logistik auswählen können, um eine bessere Bündelung mehrerer Lieferungen auf einer Zustellroute zu ermöglichen. Ein Verkehrserreger sind auch Gratis-Retouren, deshalb tritt der VCÖ für ein Verbot für Gratis-Retoursendungen ein.

Zentral sind auch verbesserte Arbeitsbedingungen für Zusteller. „Häufig stehen die Fahrer von Paket- und Zustelldiensten unter großem Zeitdruck, was sich sehr negativ auf das Fahrverhalten auswirkt und damit andere Verkehrsteilnehmer gefährdet“, stellt VCÖ-Experte Schwendinger fest.

Im Bundesländer-Vergleich passierten im Vorjahr in Wien die meisten Verkehrsunfälle mit Klein-Lkw, nämlich 526. Die meisten Todesopfer waren in Niederösterreich mit neun zu beklagen, in Oberösterreich kamen acht Menschen bei Unfällen mit Klein-Lkw ums Leben.

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24.05.2020

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne nach Einreise trüben Urlaubserlebnisse

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne

Wenn Arbeitnehmer in den kommenden Wochen ihren wohlverdienten Urlaub im Ausland verbringen möchten, sind aus heutiger Sicht erhebliche Hürden damit verbunden: Entweder ist bei der Einreise ein privater Corona-Test zu bezahlen, der bis zu 220 Euro kostet, oder man muss sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben.

„Diese aktuellen Kriterien können für die anstehende Urlaubssaison keinesfalls gelten. Die Bundesregierung muss daher rasch taugliche Lösungen erarbeiten, die zu keinen derartigen Belastungen führen“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

„Es kann nicht sein, dass etwa eine Familie mit zwei Kindern bei der Einreise nach Österreich rund 800 Euro für einen privaten Corona-Test bezahlen muss, oder sich nach dem Urlaub noch zwei weitere Wochen in Selbstquarantäne isolieren muss“, so Wieser. Es mag in diesem Zusammenhang wenig verwunderlich sein, dass private Firmen mit Corona-Tests derzeit das große Geschäft wittern.

Generell ist nicht einzusehen, dass die Kosten für diese Tests ausschließlich auf die Betroffenen übergetragen werden, überhaupt wenn diese Tests eingefordert werden. Das gilt auch für andere Bereiche, beispielsweise wenn der Arbeitgeber einen Corona-Test verlangt.

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01.04.2021

50 Verkehrstote im 1. Quartal 2021 - niedrigster Wert seit Aufzeichnungsbeginn

50 Verkehrstote im 1. Quartal 2021 - niedrigster Wert seit Aufzeichnungsbeginn 50 Verkehrstote im 1. Quartal 2021 - niedrigster Wert seit Aufzeichnungsbeginn

Laut vorläufigen Zahlen sind im österreichischen Straßenverkehr zwischen 1. Jänner und 31. März des heurigen Jahres 50 Personen tödlich verunglückt – das entspricht einem Rückgang von rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem historischen Tiefstand der Verkehrstoten zu diesem Zeitpunkt seit Aufzeichnungsbeginn. "Bei der Analyse der Daten zeigte sich, dass absolut gesehen die Zahl der getöteten Pkw-Insassen (31) nach wie vor den größten Anteil ausmacht – gefolgt von Fußgängern (7), Lkw-Insassen (4), Motorradfahrern und Radfahrern (jeweils 3). Dennoch gilt die Devise, dass jeder Verkehrstote einer zu viel ist", sagt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.

Rund 62 Prozent aller Verkehrstoten waren im Pkw unterwegs. 52 Prozent aller getöteten Pkw-Insassen kamen bei Alleinunfällen ums Leben, 39 Prozent bei Frontalkollisionen. "Die Unfallursache ist in den meisten Fällen auf Unachtsamkeit/Ablenkung und eine nicht den Verhältnissen angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen. Es braucht unbedingt weiterhin Maßnahmen, um das Sicherheitsbewusstsein unter den Verkehrsteilnehmern zu schärfen. Insbesondere im Bereich von Kreuzungen muss man sich mehrfach vergewissern, niemanden zu übersehen und darf sich nicht blind auf seinen Vorrang verlassen. Und es gilt der Grundsatz: Der Stärkere hat immer auf den Schwächeren zu achten", so Nosé.

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16.03.2020

Coronavirus: Situation für Menschen mit Behinderungen

Abschließend sagt der Präsident des Österreichischen Behindertenrates DANKE an alle die Menschen mit Behinderungen pflegen und unterstützen. Abschließend sagt der Präsident des Österreichischen Behindertenrates DANKE an alle die Menschen mit Behinderungen pflegen und unterstützen.

Für Menschen mit Behinderungen ist die Coronavirus-Epidemie eine bedrohliche Situation. Nicht alle, aber viele, gehören zur gesundheitlichen Risikogruppe. Sie sind angewiesen auf barrierefreie Informationen, haben im Alltag Pflege- und Unterstützungsbedarf und/oder erleben die psychische Belastung aufgrund von psychischen Vorerkrankungen noch massiver." „Alle zusammen machen wir uns Sorgen, die Gruppe der Menschen mit Behinderungen ist auf vielen Ebenen gefährdet. Für die Solidarität der Menschen in Österreich und auch die weitreichenden Maßnahmen die gesetzt wurden, möchten wir allen ‚Danke‘ sagen! Gemeinsam schaffen wir das!“", zeigt sich Herbert Pichler (Präsident des Österreichischen Behindertenrates) besorgt, aber hoffnungsvoll.

Die Bundesregierung hat am letzten Wochenende ein Sammelgesetz, das COVID-19 Gesetz einheitlich beschlossen, das bereits heute in Kraft tritt. Damit werden Regelungen getroffen, die die Auswirkungen des Coronavirus so gering wie möglich für die gesamte Bevölkerung und auch die Wirtschaft halten sollen. Der Österreichische Behindertenrat setzt sich dafür ein, dass in der Umsetzung die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen weiterhin gewährleistet wird.

Es ist jetzt besonders wichtig, Informationen nur von sicheren Quellen zu beziehen. Unsere Mitgliedsorganisationen, das Sozialministerium und Medien wie der ORF oder BIZEPS bieten seriöse und barrierefreie Informationen.

Abschließend sagt der Präsident des Österreichischen Behindertenrates DANKE an Alle:

die Menschen mit Behinderungen pflegen und unterstützen.

die barrierefrei informieren oder Informationen barrierefrei aufbereiten und verbreiten

die durch ihr verantwortungsvolles Handeln die Ausbreitung verlangsamen

die ihre Hilfe auf unterschiedlichen Wegen anbieten

die füreinander da sind, telefonieren, chatten, einander zuhören in dieser auch psychisch belastenden Zeit.

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29.02.2020

Die ärgerlichsten Produkte des Jahres 2019

Kelly’s reduzierte die Füllmenge von 175 Gramm auf 150 Gramm. Der Preis blieb mit 1,99 Euro gleich. Kelly’s reduzierte die Füllmenge von 175 Gramm auf 150 Gramm. Der Preis blieb mit 1,99 Euro gleich.

Erstmals seit dem zehnjährigen Bestehen des Projektes Lebensmittel-Check wird vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) der Negativpreis „KONSUM-Ente“ für das ärgerlichste Produkt des Jahres vergeben. Rund 5.300 Personen stimmten über die dreistesten Lebensmittel des Jahres 2019 ab. Als „Gewinner“ des Votings ging Kelly’s hervor: Das Unternehmen erhält den Negativpreis für eine versteckte Preiserhöhung bei den „Classic salted Chips“. Auf den Plätzen zwei und drei landeten der „Brunch Kürbiskern-Pesto“ sowie das „Spar Natur pur Bio-Urkorn-Knuspermüsli Amaranth-Mandel“. In beiden Fällen wurde die Zusammensetzung kritisiert. So waren namensgebende Inhaltsstoffe letztlich nur in homöopathischer Dosis vorhanden. Die ärgerlichsten Lebensmittel werden ab dem 27.02. ausführlich im März-KONSUMENT sowie auf www.konsument.at vorgestellt.

Das Projekt Lebensmittel-Check wurde 2010 gemeinsam mit dem Ministerium für Konsumentenschutz als Informations- und Meldeplattform ins Leben gerufen. Konsumentinnen und Konsumenten wird hier die Möglichkeit geboten, potenziell irreführende Lebensmittel zu melden. Der VKI prüft die Beschwerden, holt bei Unternehmen gegebenenfalls eine Stellungnahme ein und veröffentlicht den Sachverhalt auf der Plattform www.lebensmittel-check.at. „Die Veröffentlichung auf dieser Plattform soll nicht nur als Beitrag zur Verbraucherbildung dienen, sondern auch als Anreiz für die betroffenen Unternehmen, ihre Produkte bzw. deren Verpackungen konsumentenfreundlicher zu gestalten“, erklärt VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Siegenthaler. „Unsere Plattform dient aber nicht nur als ,Pranger‘: Wenn Unternehmen auf die Kritik reagieren und Maßnahmen zur Verbesserung setzen, dann berichten wir ebenfalls darüber.“

Seit Bestehen des Projektes gab es gesamt rund 1.000 Veröffentlichungen auf lebensmittel-check.at, davon 100 Meldungen im vergangenen Jahr, aus denen nun die ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres 2019 gewählt wurden. „Sowohl für 2019 als auch in der Gesamt-Rückschau zeigt sich, dass die Aufmachung und Verpackung von Produkten, Stichwort Mogelpackungen, am häufigsten kritisiert werden. Darauf folgen Beschwerden zur Zusammensetzung von Produkten, Herkunftsangaben sowie versteckte Preiserhöhungen“, resümiert Nina Siegenthaler.

Die Wahl der ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres führt der VKI zwar bereits seit einigen Jahren durch, ab jetzt wird nun im Rahmen dieser Wahl auch der Negativpreis „KONSUM-Ente“ für das erstgereihte Produkt vergeben. Über die Namensgebung des Preises haben die Leserinnen und Leser des Testmagazins KONSUMENT in einer Umfrage entschieden. „Die KONSUM-Ente soll künftig als klares Sinnbild für die Kritik der Konsumentinnen und Konsumenten an potenziell irreführenden Lebensmitteln dienen“, so Siegenthaler abschließend.

Die 5 ärgerlichsten Lebensmittel 2019 im Überblick

Platz 1 (KONSUM-Ente): Kelly’s Classic salted Chips

Kelly’s reduzierte die Füllmenge von 175 Gramm auf 150 Gramm. Der Preis blieb mit 1,99 Euro gleich. Das Unternehmen verwies auf Ernteausfälle und folglich gestiegene Rohstoffpreise als Grund für die Preiserhöhung. Darüber hinaus bot es folgendes Argument: „Wir wollten es den Konsumenten ermöglichen, eine Packung Chips mit nur einer Münze zu kaufen.“

Platz 2 – Brunch Kürbiskern-Pesto

Laut Kleingedrucktem auf dem Becher besteht der Brotaufstrich vor allem aus Magermilchjoghurt, Kokosfett und Palmöl. Des Weiteren sind Basilikum, Paprika, Aubergine, Zucchini, Speisesalz und Milcheiweiß enthalten. Erst an zehnter Stelle folgen Kürbiskerne mit einem Anteil von einem Prozent.

Platz 3 – Spar Natur pur Bio-Urkorn-Knuspermüsli Amaranth-Mandel

Zwei namensgebende Inhaltsstoffe sind hier nur in überschaubarer Menge enthalten: Mandeln (5%) und Amaranth (3%). Zucker findet sich dagegen bereits an dritter Stelle der Zutatenliste. Die Bezeichnung „Zucker“-Müsli wäre daher weit zutreffender für dieses Produkt. Für Ärger sorgte hier zudem, dass deutlich weniger Müsli enthalten ist, als man aufgrund der Größe der Verpackung erwarten würde.

Platz 4 – Blaschke Kokoskuppeln

Bei diesem Produkt geriet die Bewerbung mit „Das Original. Seit 1921“ zum Aufreger. Laut Inhaltstoffliste werden die Kokoskuppeln unter anderem mit Palmöl, Glukosesirup und Aroma erzeugt – allesamt Zutaten, die es vor hundert Jahren kaum gegeben haben dürfte.

Platz 5 – Knorr Mediterrane Gemüsepasta

Diese Würzbasis enthält der Verpackung zufolge „100% natürliche Zutaten“. Darauf abgebildet sind Zutaten wie Tomaten, Knoblauch, Pfeffer und Thymian. Nicht zu sehen ist dagegen jene Zutat, die gleich nach den Tomaten am häufigsten enthalten ist: Zucker. Gemäß Nährwerttabelle enthält eine Portion sogar 13 Gramm Zucker – und damit ein Viertel der Zuckermenge, die ein Erwachsener am Tag maximal zu sich nehmen sollte.

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13.10.2019

Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten

Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten

„Die Menschen wünschen sich, dass ihrem oder ihrer Verstorbenen bei Bestattungsfeierlichkeiten ein würdiges Andenken gesetzt wird. Dafür stehen die österreichischen Bestatter in einzigartiger und besonderer Art und Weise“, sagt Franz Nechansky, Bundesverbandsobmann der Bestatter in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Landesinnungsmeister in der WK Burgenland.

Gemeinsam mit Meinungsforscher David Pfarrhofer (Institutsvorstand „market“) und den Bestatter-Branchenrepräsentanten Katharina Strack-Dewanger (Bundesverbandsobmann-Stellvertreterin und Landesinnungsmeisterin in der WK Niederösterreich) und Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister in der WK Oberösterreich, präsentierte Nechansky, der oberste Interessenvertreter der Bestatter in Österreich heute, Freitag, eine großangelegte Erhebung. Ziel war es, die Stimmungslage in der österreichischen Bevölkerung rund um Bestattungen und die eigene Erwartungshaltung dazu auszuloten, zu diesem Zweck wurden repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren 2.005 Personen befragt.

Zuhören, beraten, umsetzen - Bestatter als Dienstleister in einer besonders schwierigen Phase

„Bestatter sind Dienstleister in einer besonders schwierigen Lebenssituation, wenn man nämlich – oft auch unerwartet - einen lieben Menschen verloren hat“, so Katharina Strack-Dewanger, Landesinnungsmeisterin in Niederösterreich. Gemeinsam mit Bundesverbandsobmann Franz Nechansky und Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister in Oberösterreich, formuliert sie das Motto der Branche: „Zuhören, beraten, umsetzen.“

„market“-Umfrage: Bestattungsberatung soll, ja muss persönlich stattfinden

Eindeutig ist die Stimmungslage in Österreich, wenn es darum geht, ob man bei der Organisation einer Verabschiedung die Leistungen persönlich mit dem Bestatter bespricht oder dies via Telefon und Internet erledigt. In dieser emotionalen Phase ist ein persönliches Gespräch unerlässlich, auch für junge Menschen stellen Online- und Telefonkontakt in keiner Weise eine Alternative zum persönlichen Gespräch dar.

Österreicherinnen und Österreicher haben Erfahrungen mit Bestattungen

„Faktum ist, dass viele Österreicherinnen und Österreicher bereits Erfahrungen mit Bestattungen gemacht haben - das zeigt die market-Umfrage“, so Strack-Dewanger. Nahezu alle der Befragten waren bereits zumindest einmal bei einem Begräbnis, drei Viertel davon innerhalb der vergangenen drei Jahre.“

Die positiven Eindrücke von besuchten Begräbnissen untermauern die hohe Bedeutung des persönlichen Kontakts mit dem Bestatter: Im Rückblick auf die Zusammenarbeit mit dem Bestatter streichen die Befragten die Beratung und Betreuung sowie die Organisation besonders hervor; viele positive Rückmeldungen gibt es auch zum Einfühlungsvermögen – die persönlichen Gespräche werden als wertschätzend und hilfreich empfunden.

Anforderungen an eine gelungene Bestattung resultieren sehr konkret aus eigenen Erlebnissen und Erfahrungen

„Daraus resultiert wohl, dass Österreicherinnen und Österreicher bei den Anforderungen an eine gelungene Bestattung sehr konkret an eigene Erlebnisse denken und dabei die Emotion in den Mittelpunkt stellen“, sagt Meinungsforscher David Pfarrhofer mit Blick auf die Ergebnisse der repräsentativen Erhebungen. Um von einem gelungenen Begräbnis sprechen zu können, gehören die musikalische Umrahmung, ein respektvoller, persönlicher Umgang mit dem Verstorbenen und passende Ansprachen in einer stimmigen Atmosphäre.

Anforderungen an Bestatter: Verlässlichkeit, Freundlichkeit und Organisationsqualität bei nachvollziehbaren Preisen

Die Qualität eines Bestatters wird über das Einfühlungsvermögen, die Beratungsleistung sowie die Organisation und die Individualität definiert. Verlässlichkeit und klare, transparente Kosteninformation liegen in der gestützten Ermittlung ganz oben im Ranking; weiters erwartet man freundliche, einfühlsame MitarbeiterInnen, ein Rund-um-Service bei der Organisation mit dem Friedhof und Individualität bei der Gestaltung der Parten – und dies zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis. Eindeutig ist damit, dass bei Bestattungen der Fokus auf Emotion und Qualität liegt, beim Preis erwartet man Nachvollziehbarkeit und Angemessenheit – und keine „Sonderangebote“: Herr und Frau Österreicher wünschen sich, dass bei den Bestattungsfeierlichkeiten der bzw. dem Verstorbenen ein würdiges Andenken gesetzt wird.

Hohe Zufriedenheit bei jenen, die schon einmal in die Zusammenarbeit mit einem Bestatter einbezogen waren

Immerhin etwa die Hälfte der Bevölkerung war schon einmal in die Zusammenarbeit mit einem Bestatter einbezogen. Erkundigt man sich bei jenen Personen nach dem Vorgehen bei einer neuerlichen Organisation eines Begräbnisses, so wird deutlich, dass die Bestattungsunternehmen exzellente Arbeit leisten: „Nur ein knappes Zehntel würde sich bei der neuerlichen Organisation einer Bestattung an einen anderen Anbieter wenden“, zeigen sich die Branchenvertreter Franz Nechansky, Katharina Strack-Dewanger und Martin Dobretsberger erfreut.

Begräbnis-Vorsorge derzeit noch kaum Thema – „Da ist noch Luft nach oben“

Begräbnis-Vorsorge ist für die große Mehrheit der 2.005 Befragten derzeit noch kaum Thema: Etwa die Hälfte zeigt sich an Vorsorgepaketen interessiert, „sehr großes“ Interesse haben aber nur 16 Prozent; in der Altersgruppe ab 50 liegt dieser Anteil bei 20 Prozent. Für die Mehrzahl der Österreicherinnen und Österreicher ist damit der Abschluss eines derartigen Packages in weiter Ferne. Und selbst von Interessenten haben bis dato nur wenige bereits eine Begräbnis-Vorsorge abgeschlossen. „Da ist noch Luft nach oben“, so die Bestattungs-Dienstleister Franz Nechansky, Katharina Strack-Dewanger und Martin Dobretsberger.

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11.04.2021

Wo bleibt die große Empörung?

Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld

Und wieder wurden Frauen in Österreich ermordet. Gerade erst starb jene Wiener Trafikantin, die von ihrem Ex-Partner mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet wurde. In Graz stellte sich vor wenigen Tagen ein Mann der Polizei und gestand, dass er seine Frau erstochen habe. Die vier Kinder waren zum Zeitpunkt des Mordes in der Schule.

Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld. Wenn Frauen in diesem Kontext getötet werden, ist oft von „Beziehungstat“, „Familientragödie“ oder „Eifersuchtsdrama“ die Rede. Das sind Begriffe, mit denen indirekt impliziert wird, dass die Ermordete ihr Schicksal herausgefordert hat – etwa, weil sie sich vom Mann trennen wollte. Es findet natürlich jeder verwerflich, wenn ein Mann gewalttätig wird, irgendwie aber scheint es so zu sein, dass die Gesellschaft im Ernstfall bei Männern eher damit rechnet. In der Realität sieht das dann so aus, dass in der Kriminalstatistik 2020 31 ermordete Frauen aufscheinen – fast immer von (Ex-)Partnern. Heuer sind es bis April sieben. Es töten einheimische Männer genauso wie jene mit Migrationshintergrund. Höhere Strafen durch das (entgegen allen Warnungen von Experten) durchgedrückte neue Gewaltschutzpaket haben nichts gebracht. Warum? Weil man damit mehr auf (zu) späte Strafe als auf Schutz setzt. Dass es bei Zweiterem Defizite gibt, zeigt die Tatsache, dass fast alle der zuletzt Ermordeten bereits Kontakt mit der Polizei hatten. Es braucht mehr Geld für Täterarbeit. Es wird zu wenig an patriarchalem Denken geschraubt. Auf Kränkung mit Gewalt zu reagieren muss aus Männerköpfen. Der Begriff des Femizids zerrt Frauenmorde zwar aus dem Privaten ins Öffentliche, Schutzsuchenden rechtzeitig zu helfen aber wäre Sache des Staates.

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09.07.2020

Gewittergefahr: Experten raten zum regelmäßigen Blitzableiter-Check

Gewittergefahr: Experten raten zum regelmäßigen Blitzableiter-Check Gewittergefahr: Experten raten zum regelmäßigen Blitzableiter-Check

Nach den Aufzeichnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat das Gewitterpotenzial in Österreich in den letzten 20 Jahren um 20 Prozent zugenommen. Auch Andreas Iser, Geschäftsführer der Firma Eltro Blitzschutzanlagenbau in Steinabrückl bei Wiener Neustadt und als Blitzschutzexperte Vorsitzender des Arbeitsausschusses Blitzschutz und Erdung in der Wirtschaftskammer Österreich, stellt fest, dass viele Gewitter heute anders ablaufen als in der Vergangenheit. „Was sich verändert hat, ist auf den Wetterkarten des Blitzortungssystems ALDIS klar ersichtlich: Gewitter sind regionaler geworden. Sie gehen in einem kleineren Umkreis nieder, aber mit mindestens gleich hoher Intensität, was die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags erhöht“, erklärt Iser dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Um die Gefahr von Gewittern wissen auch private Hausbesitzer. „Insbesondere in den äußeren Blitzschutz wird beim Hausbau investiert“, so Iser. Mit einem vom Fachbetrieb gestalteten Erdungssystem soll der Blitzstrom gegen die Erde abgeleitet und im Erdreich großflächig verteilt werden. „Österreichweit haben wir 100 Mitglieder in unserem Ausschuss, 20 davon sind aus Niederösterreich – nahezu alle beschäftigen sich mit dem Thema Erdungsbau, also mit dem äußeren Blitzschutz.“ Dies nicht zuletzt deswegen, da der innere Blitzschutz, der Überspannungsschutz, von Elektrofachkräften hergestellt wird.

Laut Gesetz muss das Blitzschutzsystem in privaten Haushalten alle zehn Jahre überprüft werden. Hier sieht der Experte sehr wohl Handlungsbedarf. „Ich würde mir eine regelmäßige Überprüfung wünschen, die nicht zuletzt der Sicherheit der Hausbewohner dient“, so Iser, der weiter ausführt: „In der Regel sind es andere Berufsgruppen, wie etwa der Rauchfangkehrer, der nach einem Blitzschutzprotokoll fragt. Dann ist so mancher Hausbesitzer erstaunt, wie lange denn die letzte Prüfung zurück liegt. Wartungsverträge oder Erinnerungsschreiben könnten hier Abhilfe schaffen.“

Die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme unterstreicht auch Friedrich Manschein, Innungsmeister der Elektro-, Alarm- und Kommunikationstechniker in der NÖ Wirtschaftskammer: „Der Blitzschutz ist natürlich in erster Linie Personenschutz. Aber auch der Sachschaden, der durch Blitz entsteht und mit einem ordentlichen Blitzschutz vielleicht hätte verhindert werden können, ist enorm.“

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16.11.2019

BlueSky Energy expandiert und ist auf Mitarbeitersuche

Geschäftsführer Mayer mit Salzwasserspeicher Geschäftsführer Mayer mit Salzwasserspeicher

Der oberösterreichische Hersteller von Salzwasserspeichern BlueSky Energy befindet sich auf Wachstumskurs. In diesem Jahr konnte das Unternehmen seinen Umsatz verdreifachen. Der Spezialist für umweltfreundliche und sichere Stromspeicher auf Salzwasserbasis konnte neue Märkte erschließen und vertreibt aktuell seine Heim- und Gewerbespeicherlösungen GREENROCK auf vier Kontinenten in 22 Ländern. 2020 plant das Unternehmen den Vertrieb deutlich zu erweitern. Um die Expansionspläne umzusetzen, ist das Unternehmen auf Mitarbeitersuche für den Standort in Oberösterreich. Um alle Expansionspläne zu erreichen und das Produktportfolio weiterzuentwickeln benötigt das Unternehmen technische Mitarbeiter, optimalerweise mit einer Elektrotechnik- oder Informatik-Ausbildung.

Im Zuge einer Internationalisierungsstrategie konnte das Unternehmen viele neue Vertriebspartner gewinnen und dadurch den Umsatz fast verdreifachen. Ihr Produkt, der Salzwasserspeicher ist weder entflammbar noch giftig. 70 Prozent unserer Speicher werden dort installiert, wo Sicherheit eine zentrale Anforderung ist. Dazu zählen neben Eigenheimen vor allem Schulen und öffentliche Einrichtungen.

Bisher wurde der Speichermarkt durch öffentliche Förderungen angetrieben. Heute entscheiden sich die Konsumenten zunehmend unabhängig von Förderzusagen für einen Speicher, um ihren Energieverbrauch zu optimieren.

Vertriebsausbau in 30 weiteren Länder

Aktuell verkauft das Unternehmen BlueSky Energy ihre Speicherlösungen in 22 Ländern, verteilt auf Europa, Amerika, Afrika und Asien. 30 weitere Länder werden im kommenden Jahr mit GREENROCK-Speicherlösungen beliefert; darunter auch Länder wie Indien, Norwegen, Mexiko, Brasilien und Kanada. Die Verträge mit den Vertriebspartnern vor Ort sind bereits unterzeichnet.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K. / Foto: Attersee

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