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Wirtschaft

27.04.2021

Gastgewerbe: Ein Auf und Ab am Jobmarkt

Die angekündigten Öffnungen kurbeln den Jobmarkt an. Was die Pandemie für die Jobs und Jobsuchenden der Branche bedeutet, zeigt eine aktuelle Erhebung von StepStone. Die angekündigten Öffnungen kurbeln den Jobmarkt an. Was die Pandemie für die Jobs und Jobsuchenden der Branche bedeutet, zeigt eine aktuelle Erhebung von StepStone.

Kaum eine Branche war durch die Corona-Krise stärker betroffen. Das schlägt sich auch auf die Jobs der Branche nieder: In Österreich ist der Stellenmarkt für Fachkräfte der Gastronomie und Hotellerie 2020 um 25 Prozent gesunken. Das zeigt eine Auswertung von 28 Jobbörsen in Österreich, erhoben durch die Marktforschungsagentur Index im Auftrag von StepStone.

Ankündigung der Öffnung: Der Startschuss für mehr Jobs?

Alle Zeichen stehen auf Start und die Gastronom∙innen in den Startlöchern. Die Aussicht auf eine baldige Öffnung befeuert die Branche. "„Im Vorjahr waren Hoteliers und Gastronomen bei angekündigten Öffnungen eher verhalten. Die Anzeigen liefen erst an, als wirklich geöffnet wurde und die Gäste kamen. Die Jobsuchenden waren hingegen deutlich früher aktiv. Das ist jetzt anders. Wir merken auf unseren Seiten seit einigen Wochen eine verhältnismäßig frühe Aktivität bei den Ausschreibungen. Das Wettrennen um die Fachkräfte der Branche hat begonnen“", so Nikolai Dürhammer, Geschäftsführer StepStone Österreich.

Fachkräftemangel durch Corona verschärft

Ein Grund für das frühe Handeln der Unternehmer∙innen dürfte der Fachkräftemangel der Branche sein, der im vergangenen Jahr zugenommen hat. Auch die Zugriffszahlen durch Jobsuchende bei den Branchenjobbörsen von StepStone zeigen, dass weniger Menschen nach Jobs im Gastgewerbe suchen als vor Corona. "„Die Corona-Krise hat den Fachkräftemangel in unserer Branche noch weiter verschärft. Viele gute Leute haben die Branche gewechselt mangels Chancen und Perspektiven. Jetzt kommen wir aber an einen Wendepunkt, jetzt geht es aber darum, dass wir gutes Personal brauchen, um wieder öffnen zu können“", gibt Mag.(FH) Gerhard Höflehner, Wirtschaftskammer Steiermark, Fachgruppe Hotellerie zu bedenken.

"„Gastrobetriebe stehen jetzt nicht nur vor der Frage, wann und unter welchen Bedingungen sie öffnen dürfen, sondern auch, ob sie offene Stellen besetzen können“", betont Jutta Altschuh, Expertin für Hotel- und Gastronomie bei StepStone Österreich.

Die Jobsuchenden der Branche

Die Zugriffe der Jobsuchenden auf die Branchen-Jobbörsen „Hotelcareer und Gastrojobs by StepStone“ sind im März 2020 um 30 Prozent gefallen, im April um weitere 15 Prozent. Im Mai zum Restart der Branche sind die Suchen wieder angestiegen und mit leichten Schwankungen den Sommer und Herbst über relativ hoch geblieben – bis zum Bekanntwerden des zweiten Lockdowns. "„Während der zweiten Welle hat ein Großteil komplett aufgehört nach Jobs zu suchen. Seit Beginn des Jahres nehmen die Anfragen aber wieder zu und ich gehe davon aus, dass mit Bekanntwerden des Datums der nächsten Öffnung diese wieder sprungartig steigen werden“", so Altschuh.

Corona und die Gastro: eine Chronologie der Krise Nach einem vielversprechenden Jahresstart 2020 brach der Stellenmarkt der Gastro- und Hotellerie Branche während des ersten Lockdowns österreichweit regelrecht zusammen.

Nach dem starken Einbruch im Frühjahr erholte sich der Stellenmarkt über den Sommer wieder leicht und erreichte im September seinen vorläufigen Höhepunkt. Registrierungspflicht in der Gastronomie, die Verkürzungen der Öffnungszeiten und die folgenden Lockdowns führten dann zu einem neuerlichen Rückgang der Jobs. Während es laut StepStone Fachkräfteatlas in andere Branchen rund um den Jahreswechsel schon wieder bergauf ging, gab es in im Dezember 2020 in der Gastronomie 70 Prozent weniger Jobangebote als zu Jahresbeginn. Schwankungen um diese Jahreszeit sind in der Branche normal, der Tiefpunkt im Dezember und der folgende Anstieg im Jänner waren aber während der Pandemie deutlich stärker ausgeprägt als in den Vorjahren.

So gelingt der Re-Start

Einerseits hat die Corona-Pandemie die Anzahl der Jobs, aber auch der Jobsuchenden verringert. Unternehmen haben deutlich weniger ausgeschrieben, Fachkräfte haben die Branche gewechselt. Jetzt stehen alle Zeichen auf Start. Was es für den gelungenen Re-Start braucht? "„Es ist jetzt wichtiger denn je, sich gut zu präsentieren. Ausschreibende Unternehmen sollten alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, ihre Anzeigengestaltung und Candidate Experience optimieren und auch gezielt an ihrer Arbeitgebermarke arbeiten, um die besten Talente am Markt für sich zu gewinnen“", lautet die Empfehlung seitens StepStone.

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21.07.2020

Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das Kreditgeschäft vom Juli 2020

Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das Kreditgeschäft vom Juli 2020 Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das Kreditgeschäft vom Juli 2020

Die Banken verzeichneten aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Krediten durch Unternehmen. Dabei ging es vor allem um Überbrückungskredite und Refinanzierungen. Die Nachfrage nach Investitionsfinanzierungen ist hingegen eingebrochen. Die Kreditvergabe an Unternehmen war stark durch staatliche Garantien geprägt. Nach anfänglichen Problemen konnten viele der Kreditansuchen bewilligt und somit die Unternehmen in der Krise unterstützt werden. Für das dritte Quartal 2020 wird eine weiter – aber nur mehr leicht – steigende Gesamtnachfrage nach Unternehmenskrediten erwartet. Das Kreditgeschäft mit privaten Haushalten war schwächer von der COVID-19-Pandemie betroffen als das Unternehmenskundengeschäft. Das zeigen die Ergebnisse der vierteljährlichen Umfrage über das Kreditgeschäft, in der führende Banken im Euroraum und damit auch in Österreich nach ihren Einschätzungen gefragt werden. Die Umfrage wurde im Juni 2020 durchgeführt.

Die Banken konnten dem hohen Kreditbedarf nachkommen und die Wirtschaftsakteure mit benötigter Liquidität versorgen. Eine wesentliche Rolle spielten dabei Kredite mit staatlichen Garantien, die einen wichtigen Teil des Corona-Hilfspakets der Österreichischen Bundesregierung bilden. Die Garantien haben es den Banken ermöglicht, bei der Kreditvergabe weniger restriktiv zu sein, als sie es ohne staatliche Garantien aus wirtschaftlichen und regulatorischen Gründen hätten sein müssen.

Probleme im Zusammenhang mit der Gewährung von Krediten mit staatlichen Garantien

Zu Problemen im Zusammenhang mit der Gewährung und Abwicklung von Krediten mit staatlicher Garantie befragt, nannten die Banken die organisatorische Aufteilung der Garantieabwicklung auf mehrere Förderstellen und -programme. Des Weiteren wurden unklare Regelungen, die oft und kurzfristig geändert wurden, komplexe und aufwändige Antragsprozesse sowie lange Bearbeitungszeiten bei den Förderstellen aufgezählt. Mit der Zeit habe sich das Prozedere aber verbessert.

Kreditbedingungen für Unternehmenskredite im ersten Halbjahr 2020 verschärft

Vor allem die geänderte Risikosituation hat die Banken zu einer Verschärfung der Kreditbedingungen für Unternehmenskredite im ersten Halbjahr 2020 veranlasst. Kreditbedingungen sind die speziellen Konditionen des Kreditvertrags (Margen, Nebenkosten, Erfordernisse für Sicherheiten usw.). Insbesondere wurden die Margen erhöht – vor allem bei risikoreicheren Krediten. Aber auch bei anderen Kreditbedingungen, wie z. B. den Erfordernissen für Sicherheiten, wurden die Banken strenger.

Kredite an private Haushalte: Kreditnachfrage verhaltener, Angebotspolitik der Banken restriktiver

Im Privatkundengeschäft manifestierten sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weniger intensiv als im Unternehmenskundengeschäft. Die Nachfrage nach Wohnbaukrediten stagnierte im zweiten Quartal 2020, nachdem sie seit Beginn 2019 ein Wachstum verzeichnet hatte. Die Nachfrage nach Konsumkrediten und sonstigen Krediten ist laut den Umfrageergebnissen deutlich zurückgegangen. Ausschlaggebend für diese Nachfrageänderungen waren das gesunkene Konsumentenvertrauen und gesunkene Ausgaben für langlebige Konsumgüter. Angebotsseitig haben die befragten Banken im zweiten Quartal 2020 Kreditrichtlinien und Margen für Kredite an private Haushalte verschärft, was vor allem mit einer veränderten Risikoeinschätzung begründet wurde.

Notleidende Kredite: leicht steigender Einfluss auf Kreditvergabepolitik der Banken

Das gestiegene Risiko im Kreditgeschäft zeigt sich auch in den Antworten der Banken auf Fragen zu den Auswirkungen notleidender Kredite auf ihre Kreditvergabepolitik. Nach Jahren ohne nennenswerte Einflüsse haben notleidende Kredite im ersten Halbjahr eine gewisse Relevanz für das Angebotsverhalten der österreichischen Banken bekommen und leicht zu einer Verschärfung der Kreditrichtlinien und Kreditbedingungen für Unternehmenskredite sowie für Konsumkredite und sonstige Kredite an private Haushalte beigetragen. Wohnbaukredite an private Haushalte waren davon nicht betroffen. Im Ausblick auf das zweite Halbjahr 2020 wird eine Fortsetzung dieser Entwicklung in etwas stärkerem Ausmaß erwartet.

Die Zentralbanken des Euroraums – in Österreich die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) – führen gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) seit Anfang 2003 viermal jährlich eine Umfrage über das Kreditgeschäft im Euroraum durch, um ihren Informationsstand über das Kreditvergabeverhalten der Banken, die Kreditnachfrage von Unternehmen und privaten Haushalten, sowie sonstige die Geldpolitik betreffende Themen zu verbessern. Dabei wurden zuletzt 144 führende Banken aus allen Ländern des Euroraums befragt, darunter acht Institute aus Österreich.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
22.07.2019

Steter Tropfen

„Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“: „Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“:

„Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“:

Schon lange gehört dieser Stoßseufzer in unserem Sprachgebrauch zum selbstverständlichen Vokabular.

Und nicht recht viel weniger lange hören wir die hochheiligen Versprechen, dass der Bürokratie der Kampf angesagt werden muss und auch wird. Natürlich leiden insbesondere die Unternehmen unter der zu bewältigenden Papierflut, einer Vielzahl von Vorgaben, von der verpflichtenden Installierung von Beauftragten für dieses und jenes. Schließlich verursacht das alles Kosten, die verdient werden müssen— was der Konkurrenzfähigkeit nicht gerade gut tut.

Eines darf freilich auch nicht übersehen werden: Die Regelungsflut resultiert zum Teil auch daraus, dass aus Anlass-Mücken Bürokratie-Elefanten gemacht werden. Die Neigung, möglichst viel kasuistisch zu regeln, scheint offenbar stärker zu sein als das Vertrauen in Hausverstand und Selbstverantwortung. Eigentlich ist es verwunderlich, dass nicht auf jedem Messer vermerkt sein muss, dass man sich damit verletzen kann.

Klar ist aber auch, dass man vor der Bürokratie nicht kapitulieren darf. Und so kann man jeder Ansage, etwas dagegen zu tun, nur den bestmöglichen Erfolg wünschen. Steter Tropfen höhlt ja den Stein.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Oö. Volksblatt / Markus EBERT
23.10.2020

Marktforscher mit Alice Flamant als neue Vorstandsvorsitzende

Die neue Vorstandsvorsitzende des VMÖ, Alice Flamant Die neue Vorstandsvorsitzende des VMÖ, Alice Flamant

Der Verband der Marktforscher Österreichs (VMÖ) hat Alice Flamant zur neuen Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Von der Mitgliederversammlung wurde die Betriebsmarktforscherin einstimmig gewählt. Die erfahrene Marktforschungsexpertin ist bereits seit vier Jahren Mitglied des VMÖ Vorstandes und seit zwei Jahren die stellvertretende Vorsitzende. Flamant möchte den Stellenwert des Verbandes als Plattform für Wissenstransfer und Know-How künftig weiter erhöhen.

Alice Flamant folgt Robert Sobotka, der den VMÖ als Vorstandsvorsitzenden die letzten drei Amtsperioden mit viel Elan geleitet hat.

„Der VMÖ ist als unabhängige Berufs- und Interessensvertretung der Marktforschungsbranche eine wichtige Institution“, erklärt Flamant, die den Verband gemeinsam mit ihrem motivierten und engagierten Team weiterhin vorantreiben möchte. So möchte sie mit relevanten Themen den VMÖ als Austauschplattform stärken und insbesondere junge Mitglieder ansprechen. Die konkreten Pläne und Programmschwerpunkte werden Anfang November vom neuen Team festlegt.

„Ein besonderes Dankeschön gilt dem scheidenden Präsidenten Robert Sobotka, der den VMÖ in den letzten Jahren mit zahlreichen spannenden Veranstaltungen und Diskussionen auf einen neuen Level gehoben hat“, so Flamant weiter.

20 Jahre Marktforschungserfahrung

Flamant arbeitet seit 2015 für T-Mobile Austria (Magenta Telekom). Aktuell ist sie im Bereich Marketing für Marktforschung tätig. Flamant beschäftigt sich großteils mit Ableitungen aus Marktforschungsstudien, Marktbeobachtung sowie internen Datenanalysen, um die Unternehmensstrategie optimal zu unterstützen. Ihre Schwerpunkte sind Geschäftskunden- und Innovations-Themen.

Die gebürtige Wienerin verfügt über 20 Jahre Marktforschungserfahrung. Auf Institutsseite hat sie bei A.C. Nielsen und bei Integral Markt- und Meinungsforschung gearbeitet. Flamant hat an der Veterinärmedizinischen Universität Wien studiert und in Oxford eine postgraduale Ausbildung für Marketing abgeschlossen.

Der neue Vorstand des VMÖ

Der stellvertretende Vorsitzender ist Dieter Scharitzer (Ass.Prof. WU Wien und Geschäftsführer von TQS Research & Consulting), Oliver Ratschka (Edizon Innovation) ist für Finanzen zuständig. Andrea Scheiblehner (Vöslauer Mineralwasser) und Harald Blaha (AC Nielsen) sind Vorstandsmitglieder, Helmut Almhofer und Dietmar Thalhammer agieren als Rechnungsprüfer.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K. / Foto: Marlena Koenig
26.12.2019

Nichtraucherschutz - Ministerium klärt dringend notwendige Auslegungsfragen

Gut zwei Monate nach Inkrafttreten des generellen Rauchverbotes in der Gastronomie hat das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) nun eine Information zum Tabak und Nichtraucherinnen- und Nichtraucherschutzgesetz (TNRSG) an die Vollzugsbehörden ausgesandt. Gut zwei Monate nach Inkrafttreten des generellen Rauchverbotes in der Gastronomie hat das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) nun eine Information zum Tabak und Nichtraucherinnen- und Nichtraucherschutzgesetz (TNRSG) an die Vollzugsbehörden ausgesandt.

Gut zwei Monate nach Inkrafttreten des generellen Rauchverbotes in der Gastronomie hat das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) nun eine Information zum Tabak und Nichtraucherinnen- und Nichtraucherschutzgesetz (TNRSG) an die Vollzugsbehörden ausgesandt. Darin werden die dringendsten Auslegungsfragen aus der täglichen Verwaltungspraxis behandelt. „Bereits im Sommer, unmittelbar nach Veröffentlichung der gesetzlichen Regelung, haben die gastgewerblichen Fachverbände zahlreiche Unklarheiten im Gesetz aufgezeigt und das Ministerium um eine Klarstellung ersucht. Diese ist nun erfolgt“, zeigen sich die Obleute der Fachverbände Gastronomie und Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Mario Pulker und Susanne Kraus-Winkler, zufrieden. Seit 1. November ist in Gastronomiebetrieben das Rauchen nur mehr auf sogenannten „Freiflächen“ erlaubt. Diese werden im Gesetz allerdings nicht definiert, ein zentrales Element des Erlasses ist daher die Auslegung dieses Gesetzesbegriffes.

„Für unsere Mitgliedsbetriebe, die den Gästen das Rauchen im Freien durch das Anbringen von Wetterschutzeinrichtungen angenehmer gestalten wollen, bringt das Informationsschreiben des Ministeriums die dringend notwendige Rechtssicherheit und gewährleistet gleichzeitig einen österreichweit einheitlichen Vollzug des generellen Rauchverbotes in der Gastronomie. Jetzt ist klargestellt, dass auch nach oben hin überdeckte Bereiche als Freifläche gelten, sofern nicht mehr als die Hälfte der Seitenflächen geschlossen ist“, erläutert der Obmann des Fachverbands Gastronomie, Mario Pulker.

Für die Hotellerie gibt es nun eine Klarstellung bei der Kennzeichnung. „Aufgrund zahlreicher Medienberichte und Anfragen unserer Betriebe sind wir mit dem Anliegen an das Ministerium herangetreten, die Kennzeichnung im Beherbergungsbereich praxisgerecht umzusetzen,“ unterstreicht Fachverbandsobfrau Susanne Kraus-Winkler. Das Ministerium bestätigt die Ansicht des Fachverbandes Hotellerie, dass in einem „Hotelzimmer“ - auch wenn es sich dabei um eine Suite mit mehreren Räumen handelt - nicht jeder einzelne Raum mehrfach gekennzeichnet werden muss, sondern eine Kennzeichnung bspw. an der Zimmertüre ausreichend ist.“ Dies entspricht der langjährigen Praxis in der Hotellerie. „Das Rauchverbot in den Zimmern ist schließlich nicht nur ein Anliegen der Gäste, sondern auch ein Anliegen der Hoteliers,“ betont Kraus-Winkler.

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13.01.2021

Immobilien-Finanzierungsboom wird sich 2021 fortsetzen

Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt

Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt. Eduard Issel, Gründer des Kreditvermittlungsportals Creditnet.at: „Die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten und auch die niedrigen Zinsen nutzten viele Privatanleger und Investoren für ein Engagement im Immobilienmarkt.“ Kein Wunder, denn im Jahresschnitt 2020 lagen die Top-Kreditzinsen im variablen Bereich bei 0,3 Prozent und bei 20-jährigen Fix-Zinskrediten bei 1,2 Prozent effektiv. Davon profitierte auch Creditnet.at. Das Kreditvermittlungsvolumen 2020 betrug beim heimischen Kreditvermittlungs-Pionier 106 Millionen Euro. Nur rund 15 Prozent davon waren variable Darlehen, der Rest Fixzinskredite mit unterschiedlich langen Laufzeiten. Issel: „"Auch das Thema Umschuldung nahm 2020 Fahrt auf. Jedoch zahlen die Österreicher besonders bei Altkrediten wie Bausparverträgen immer noch Milliarden zu viel an Zinsen. Sehr gewundert hat uns, dass von den rund zehn Milliarden Euro in Fremdwährungskrediten nur wenige die aktuelle Niedrigzinsphase zur Umschuldung nutzten. Zu viele dieser Kreditnehmer geben sich der Hoffnung hin, die offensichtlich gewordenen Nachteile der Fremdwährung aussitzen zu können."“

Ausblick 2021

Alexander Meixner, Prokurist von Creditnet.at: „Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation rechnen wir in den nächsten drei bis fünf Jahren mit keinen wesentlichen Zinssteigerungen.“ Änderungen gibt es jedoch bei den Bonitätsansprüchen der Banken. „Waren vor der Krise für Kredite ein Eigenmittelanteil von weniger als 20 Prozent kein Problem, so bedarf es heute eines Anteils von mindestens 20 Prozent zuzüglich aller Nebenkosten, um als Kreditnehmer eine gute Chance auf ein Darlehen zu haben“, so Meixner. Auffällig ist auch, dass aufgrund der steigenden Nachfrage bei Immobilien der Druck auf die Bearbeitungszeiten deutlich gestiegen ist. Hatten die Kunden vor ein paar Jahren noch Wochen Zeit, um sich für eine Immobilie zu entscheiden und eine geeignete Finanzierung aufzustellen, so muss das heute innerhalb weniger Tage passieren. Grund: Das Angebot leistbarer Immobilien ist deutlich kleiner als die Nachfrage. Meixner: „Deshalb können wir nur allen Kunden raten, schon im Vorfeld eines Immobilieninvestments wichtige Finanzierungsfragen zu klären, um bei einem interessanten Angebot sehr schnell zuschlagen zu können und nicht wichtige Zeit beim Thema Finanzierung zu verlieren.“

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01.11.2020

Viele Hoteliers warten noch immer auf Entschädigungszahlungen

Viele Hoteliers warten noch immer auf Entschädigungszahlungen Viele Hoteliers warten noch immer auf Entschädigungszahlungen

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) warnt davor, dass nach wie vor viele Hoteliers auf ihre Entschädigungszahlungen gemäß Epidemiegesetz warten. Nach sechs Monaten seien durchschnittlich noch immer Forderungen in Höhe von rund 220.000 Euro pro Betrieb offen. „Schön langsam brennt der Hut“, beschreibt ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer die Lage vieler Betriebe vor einer ungewissen Wintersaison mit steigenden Infektionszahlen und Reisewarnungen. Abhilfe brächte die Überweisung von Entschädigungszahlungen, die Tausenden Betrieben nach den Schließungen laut Epidemiegesetz im März zustehen würden.

Eine in den Bundesländern von der ÖHV durchgeführte Umfrage liefere jedoch ein ernüchterndes Bild: Kein einziges teilnehmende Hotel habe eine Zahlung erhalten. 70 Prozent hätten noch nicht einmal eine Antwort auf ihren Antrag bekommen. Das Geld wäre aber dringend notwendig: „Die doppelten Gehälter stehen vor der Tür. Jede weitere Verzögerung kann Arbeitsplätze kosten.“ Sollten den Bezirkshauptmannschaften Ressourcen für die Abwicklung fehlen, solle ihnen das erforderliche Personal zur Verfügung gestellt werden.

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19.03.2020

Mit Milliardenspritzen gegen Corona

Wurde bis vor wenigen Tagen noch auch in Österreich bei jedem Budgetposten heftig auch um kleinere Beträge gerungen, um das Nulldefizit zu halten, wird jetzt mit ganz anderen Beträgen operiert: Wurde bis vor wenigen Tagen noch auch in Österreich bei jedem Budgetposten heftig auch um kleinere Beträge gerungen, um das Nulldefizit zu halten, wird jetzt mit ganz anderen Beträgen operiert:

Gigantische Hilfs- und Rettungspakete werden nun weltweit geschnürt, damit auch die Wirtschaft und damit möglichst viele Arbeitsplätze, die im Kampf gegen den Virus ergriffenen Radikalmaßnahmen überleben – auch in Österreich.

Die sich weiter rasant ausbreitende Coronavirus-Pandemie macht in diesen Tagen vieles möglich – im Kampf für die Gesundheit eine bei Sozialkontakten und durch Ausgangssperre bei der Bewegungsfreiheit auf „Notbetrieb“ heruntergefahrene Gesellschaft. Und weil diese Schocktherapie die gesamte Wirtschaft und mit ihr Arbeitsplätze und Wohlstand zu gefährden droht, werden jetzt rund um den Globus gigantische Milliarden-Hilfspakete geschnürt.

Wurde bis vor wenigen Tagen noch auch in Österreich bei jedem Budgetposten heftig auch um kleinere Beträge gerungen, um das Nulldefizit zu halten, wird jetzt mit ganz anderen Beträgen operiert:

Das zunächst auf 4 Mrd. Euro taxierte Hilfspaket wurde von der türkis-grünen Bundesregierung, die sich ihr erstes Koalitions-Jahr wohl auch völlig anders vorgestellt hat, binnen kürzester Zeit auf unglaubliche 38 Mrd. Euro nahezu verzehnfacht – und selbst das könnte nicht ausreichen, je nachdem, wie lange die momentane Corona-Ausnahmesituation noch andauern wird. Darüber sind sich die Experten zwar nicht einig, wohl aber darüber, dass uns diese Krise noch länger im Würgegriff halten wird.

Nulldefizit oder gar Überschüsse sind passé, ganz im Gegenteil wird Österreich wie auch wohl sehr viele andere Länder heuer ein neues Rekord-Defizit einfahren. „Koste es, was es wolle“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz mit Blick auf die versprochene Rettung von unzähligen durch die Radikal-Einschnitte in ihrer Existenz gefährdeten Unternehmen und Hunderttausenden Arbeitsplätzen – und erntete dafür gestern Zustimmung, auch von der Opposition und den Wirtschaftsforschern. Wenn der Kampf gegen Corona und den drohenden Kollaps von Teilen der Wirtschaft gelingt, was einen unvergleichlichen Schulterschluss und Kraftakt aller im Land erfordert, wird Österreich im Nachgang trotzdem noch lange an den finanziellen Folgen zu kauen haben. Klar ist trotzdem: Es gibt jetzt dazu keine Alternative.

Es ist unglaublich, wie ein von einem Tiermarkt in China auf einen Menschen übergesprungenes Virus die Welt fast aus den Angeln heben konnte. Die Weltwirtschaft wird heuer in eine tiefe Rezession stürzen, Millionen Jobs werden global wegfallen und gigantische Summen an Kursvermögen an den Börsen verglühen. Die Hoffnung bleibt allerdings vorerst, dass es möglichst bald einen Impfstoff oder besser wirkende Medikamente gegen Corona geben wird. Und dass die jetzigen Konjunktureinbrüche dann rasch in einen kräftigen Aufschwung münden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Alois Vahrner
12.11.2019

OMV will Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 unter die Erde verbannen

OMV will Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 unter die Erde verbannen OMV will Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 unter die Erde verbannen

An ihrem Produktionsstandort Aderklaa im Bezirk Gänserndorf fördert die OMV ein Gemisch aus Erdgas und Kohlendioxid (CO2) zutage. Das klimaschädliche CO2, von dem dort beim Herstellungsprozess jedes Jahr 100.000 Tonnen anfallen, „müssen wir in die Atmosphäre blasen, weil wir es nicht unterirdisch einlagern dürfen“, kritisierte OMV-Vorstandvorsitzender Rainer Seele vor Journalisten im Klub der Wirtschaftspublizisten. In Österreich fehlten nämlich die rechtlichen Rahmenbedingungen dazu.

In Norwegen hingegen würden pro Jahr eine Million Tonnen CO2 unter der Erde eingespeichert, um sie einer späteren Verwendung zuzuführen. „Das funktioniert dort ganz sicher und problemlos“, sagte Seele. Werden in Österreich die Gesetze entsprechend geändert, schlägt er vor, eine ausgeförderte Erdgaslagerstätte mit CO2 zu befüllen und dann schrittweise weitere hinzuzunehmen. „Derzeit prüfen wir, welche alten Lagerstätten sich geologisch als CO2-Speicher eignen“, erklärte der OMV-Chef.

Interessant wäre ein unterirdisches CO2-Depot in Aderklaa auch für die nur knapp 30 Kilometer entfernte Raffinerie Schwechat. Denn dort entweichen jährlich 2,7 Millionen Tonnen CO2, die sich mit Hilfe eines unterirdischen Lagers „einfangen“ ließen. Von dem klimaschädlichen Treibhausgas „könnten wir in Österreich leicht ein paar Millionen Tonnen unter dem Erdboden speichern“, rechnete Seele vor.

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27.04.2021

Valeri weiß, was Immobilien wert sind

Raiffeisen Immobilien launcht mit valeri.at einen neuen österreichweiten Online-Bewertungsrechner. Raiffeisen Immobilien launcht mit valeri.at einen neuen österreichweiten Online-Bewertungsrechner.

Laut einer aktuellen, von Raiffeisen Immobilien bei Gallup in Auftrag gegebenen Umfrage1) wünscht sich ein Drittel der Österreicher ein Online-Bewertungstool von ihrem Immobilienmakler. Denn wer ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück verkaufen möchte, steht meist zuerst vor der Frage nach dem richtigen Verkaufspreis. Online-Rechner können zwar die sachkundige Bewertung durch einen Fachmann nicht ersetzen, für eine rasche erste Einschätzung des Liegenschaftswertes aber sehr nützlich sein. Sie sind jedoch immer nur so gut wie die dahinterliegende Datenbank. Basiert diese nur auf inserierten Angebotsreisen oder auf den tatsächlich in der Region erzielten Verkaufspreisen? Wie viele Immobilien wurden in welchem Zeitraum berücksichtigt? Valeri, der neue Gratis-Bewertungsrechner von Raiffeisen Immobilien, greift auf das Know-how von über 7.000 jährlich von Raiffeisen Immobilien vermittelten Transaktionen und rund 4.000 Bewertungsgutachten zu und erlaubt seinen Usern damit die Expertise des größten heimischen Liegenschaftsbewerters für sich zu nützen.

Gratis-Insights vom größten Liegenschaftsbewerter Österreichs

Für ein Ergebnis gibt man einfach die wichtigsten Fakten zum Objekt wie Fläche, Baujahr und Lage in den Bewertungsrechner ein. Basierend auf diesen Eingaben und der Raiffeisen Immobilien Datenbank errechnet Valeri den ungefähren Schätzwert der Immobilie der dem User als PDF-Dokument zur Verfügung gestellt wird. Der Rechner bietet somit eine schnelle, einfache und bequeme Preiseinschätzung – und das völlig kostenlos für Objekte in ganz Österreich.

Erreichbar ist der neue Bewertungsrechner unter valeri.at oder auf raiffeisen-immobilien.at

1) Computer Assisted Web Interviews, durchgeführt vom Österreichischen Gallup Institut im Februar 2021, N = 1000, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 20 und 65 Jahren

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Getty Images/iStockphoto
01.11.2020

Gewerbe und Handwerk zwischen Bangen und Zuversicht

„Ich danke der Bundesregierung, dass die Geschäftslokale, Produktionsstätten und Baustellen des Gewerbes und Handwerks offenhalten dürfen. Damit wird anerkannt, dass die Corona-Maßnahmen in den Gewerbe- und Handwerksbetrieben konsequent und strikt eingehalten wurden. Ich appelliere an alle Kunden, den Betrieben die Treue zu halten und ihre Leistungen gerade auch in dieser Situation – natürlich unter Einhaltung der strengen Hygienemaßnahmen – tatsächlich in Anspruch zu nehmen“, betont Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKÖ.

„Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens bedeutet für alle Gewerbe- und Handwerksbetriebe eine schwere Zeit mit Umsatzeinbrüchen und Auslastungsproblemen. Besonders schwer getroffen werden alle Gewerbe- und Handwerksbetriebe, die direkt oder indirekt Lieferanten oder Dienstleister für die geschlossene Gastronomie, Hotellerie und die untersagten Veranstaltungen sind. Das betrifft fast alle Branchen: z.B. vom Fleischer, Bäcker und Konditor, der keine Gastro-Umsätze mehr hat, über den Bau- und Ausstattungsbereich, deren Aufträge storniert werden, bis zu den Veranstaltungstechnikern, der Film- und Musikwirtschaft, den Friseuren, Kosmetikern, Floristen und Kleidermachern, die vielfach unmittelbar von der Abhaltung von Veranstaltungen abhängen. Die Betriebe des Gewerbes und Handwerks werden mit ihren 800.000 Beschäftigten diese schwierige Lage nur mit staatlichen Hilfen überleben können. Diese Hilfen müssen rascher, unbürokratisch und in größerem Ausmaß als die bisherigen Maßnahmen erfolgen – daran wird die Bundesregierung bei der Bewältigung dieser Ausnahmesituation zu messen sein“, schließt Scheichelbauer-Schuster.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn ..
11.02.2020

Wohneigentum: Viele Mieter überschätzen Probleme beim Immobilienkauf

Wer mit dem Kauf oder Bau einer Immobilie liebäugelt, sollte Befürchtungen ernst nehmen, aber sich von ihnen nicht allzu sehr verunsichern lassen. Wer mit dem Kauf oder Bau einer Immobilie liebäugelt, sollte Befürchtungen ernst nehmen, aber sich von ihnen nicht allzu sehr verunsichern lassen.

Wer mit dem Kauf oder Bau einer Immobilie liebäugelt, sollte Befürchtungen ernst nehmen, aber sich von ihnen nicht allzu sehr verunsichern lassen. Das legen die Ergebnisse der aktuellen Wohntraumstudie der Interhyp AG nahe. Im Rahmen einer Erhebung unter 2.600 Immobilieneigentümern und Mietern wurden die Ängste von Mietern rund um den Wohneigentumserwerb mit den tatsächlichen Erfahrungen von Käufern und Bauherren verglichen. „"Wer eine Immobilie kaufen möchte, macht sich vorab viele Gedanken. Für die Befragten, die den Schritt gewagt haben, stellten sich Bedenken jedoch oft als unbegründet heraus"“, erklärt Mirjam Mohr, Vorständin beim Baufinanzierungsvermittler Interhyp. Die Baufinanzierungsexpertin stellt dabei aber klar: „"Ein Immobilienkauf sollte immer wohlüberlegt sein."“ Um auf der sicheren Seite zu sein, rät die Expertin zu einer vorsichtigen Kalkulation.

Die Befürchtungen betreffen sowohl finanzielle Aspekte als auch Themen wie den Kauf selbst oder die Marktlage. Laut Studie glauben im Schnitt 84 Prozent der Mieter, dass die hohe Nachfrage das Finden einer geeigneten Immobilie erschwert. Im Nachgang sagen aber nur 24 Prozent der Eigentümer, dass sie kein Objekt finden konnten, das ihren Vorstellungen entsprach, und dass sie deshalb Kompromisse eingehen mussten.

Diskrepanzen gibt es auch bei der Finanzierung. Laut Studie fürchten 83 Prozent der Mieter eine hohe finanzielle Belastung durch den Kredit. Bei den Käufern war eine hohe Darlehensbelastung bei 32 Prozent tatsächlich ein Thema. Und während 68 Prozent der Mieter im Vorfeld die Finanzierung als kompliziert einschätzen oder Angst vor Fehlern haben, bestätigen im Nachhinein nur 12 Prozent der Eigentümer diese Erfahrung. Mirjam Mohr: „"Vielen Mietern ist nicht bewusst, dass sich die aktuell niedrigen Kreditzinsen von oft unter einem Prozent sehr günstig auf die Gesamtbelastung auswirken."“ Dennoch sei es auch im Zinstief weiterhin wichtig, die Finanzierung wohlüberlegt zu gestalten und, etwa im Gespräch mit einem Baufinanzierungsexperten, die finanziellen Möglichkeiten genau einzuschätzen. Das bedeutet zum Beispiel für Eigennutzer, die Einnahmen und Ausgaben genau zu ermitteln. Kapitalanleger sollten bei ihrer Kalkulation die aktuellen gesetzlichen Vorgaben zu erzielbaren Mieten beachten.

Wie aus der Studie außerdem hervorgeht, werden unkalkulierbare Zusatz- und Nebenkosten mit 79 Prozent häufiger angenommen, als sie auf Käufer tatsächlich zugekommen sind (30 Prozent). Zudem sorgen sich 71 Prozent, dass ein vereinbarter Preis nicht eingehalten wird – was in der Realität in 15 Prozent der Fälle eingetreten ist.

Expertin Mirjam Mohr rät auch angesichts dieser Zahlen, das Thema Kosten weiterhin ernst zu nehmen. „"Besonders beim Kauf von Bestandsimmobilien mit Umbaumaßnahmen oder beim Bau in Eigenregie kann eine zu knappe Kalkulation problematisch werden. Die Studie zeigt, dass eine nicht passgenaue Kalkulation und unerwartete Kosten in etwa jedem dritten Fall vorkommen und der Immobilienerwerb dann teurer wird als geplant. Wer von Anbeginn realistisch kalkuliert und den Kauf oder Bau sowie die Kreditsumme entsprechend plant, kann eine Nachfinanzierung von vornherein umgehen."“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
01.06.2020

Der Event-Branche mit 140.000 Beschäftigten steht das Wasser bis zum Hals

Ein Wirtschaftszweig, den die Corona-Krise besonders hat getroffen hat, ist die Event-Branche. Seit 16. März steht das Geschäft der Veranstalter, Musiker, Bühnenbauer, Zeltaufsteller, TV-, Licht- und Tontechniker oder Caterer praktisch still. Staatliche Unterstützung haben die Betroffenen bis jetzt nicht erhalten. „Bei uns ist noch kein einziger Euro angekommen“, kritisiert Günther Polder, Geschäftsführer der auf Fernseh-Außenübertragungen und -aufzeichnungen spezialisierten Firma Euro TV Production GmbH aus St. Veit an der Gölsen im Bezirk Lilienfeld. Er ist Sprecher einer Branche, die in der Wirtschaftskammer in verschiedenen Sparten organisiert ist, nun aber mit ihren Anliegen und Forderungen geschlossen auftreten will.

In einem Interview mit der Wochenzeitung „medianet“ macht Polder seinem Ärger über die Versäumnisse Luft. „Wenn wir die gesamte Event- und TV-Branche hernehmen, brauchen wir uns auch vor einer AUA nicht zu verstecken“, sagt er. Denn zusammengerechnet seien in diesem Wirtschaftssektor in Österreich rund 140.000 Personen beschäftigt. Doch während man mit der Fluggesellschaft über ein Rettungspaket verhandle, „redet man mit uns überhaupt nicht.“

Dabei geht es für viele Unternehmen, die im Veranstaltungswesen arbeiten und nach einer IHS-Studie aus 2017 eine jährliche Wertschöpfung von 8,9 Milliarden Euro generieren, um das nackte wirtschaftliche Überleben. „Bis auf Pressekonferenzen und Floskeln kommt nichts. Fakt ist, dass spätestens in drei, vier Wochen die ersten Insolvenzen eintreten werden“, warnt Polder.

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28.10.2019

Nur 14 Prozent der Unternehmer befassen sich mit der Betriebsnachfolge

In den nächsten Jahren werden sich Tausende Unternehmer in den Ruhestand verabschieden. Damit rückt die Nachfolgeplanung unweigerlich in den Fokus der Betrachtung. In den nächsten Jahren werden sich Tausende Unternehmer in den Ruhestand verabschieden. Damit rückt die Nachfolgeplanung unweigerlich in den Fokus der Betrachtung.

In den nächsten Jahren werden sich Tausende Unternehmer in den Ruhestand verabschieden. Damit rückt die Nachfolgeplanung unweigerlich in den Fokus der Betrachtung. Sie sollte möglichst frühzeitig einsetzen und auch unvorhergesehene Notfälle einbeziehen. Eine praxiserprobte Möglichkeit, sich auf dieses Thema vorzubereiten, bietet die Teilnahme an den KMU Unternehmerboards von „The Alternative Board“ (TAB).

Eine TAB-Befragung unter 165 Firmenchefs von KMU aus dem Herbst 2018 hat ergeben, dass sich nur knapp 14 Prozent der Unternehmer mit dem Thema Nachfolge ausführlich auseinandersetzen und dass gut die Hälfte das bisher gar nicht getan hat. Ein effizienter Weg, diesen Mangel zu beheben, ist die Teilnahme an einem TAB Unternehmerboard. Seit Anfang 2019 gibt es solche Boards auch in Niederösterreich. In Form moderierter monatlich stattfindender Arbeitsmeetings bieten sie eine Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung auf Augenhöhe.

In den Boards taucht zunächst immer wieder die Frage auf, wann und wie die Vorbereitung auf eine Betriebsübergabe überhaupt starten soll. Soll die Nachfolge innerhalb der Familie erfolgen und ist die nächste Generation involviert? Oder stehen die Hereinnahme eines strategischen Partners oder der Verkauf an? Wie ist der Zustand des Unternehmens, ist in den letzten Jahren noch rechtzeitig investiert worden? Was soll die Rolle des Unternehmers sein, nachdem die Übergabe erfolgt ist? Und gibt es einen Notfallplan mit testamentarischen Regelungen für den plötzlichen Ausfall des Eigentümers?

Auf all diese und noch viele weitere Fragen erhalten die Unternehmer in den Boards Auskunft, Tipps, Ratschläge und Erfahrungsberichte von anderen Unternehmern. Ziel ist es, über den eigenen Tellerrand zu schauen und von praxiserprobten Lösungen zu profitieren. Die schlechteste aller Varianten ist, wenn die Nachfolge einfach passiert und gesetzliche Regelungen zur Anwendung kommen müssen.

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13.01.2021

willhaben präsentiert die Job-Trends für 2021

Markus Zink, Head of Jobs und Karriere bei willhaben Markus Zink, Head of Jobs und Karriere bei willhaben

Die aktuellen Entwicklungen haben auch die Job- und Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Die Art und Weise wie Menschen arbeiten, wird wohl auch in der Post-Corona Ära nicht mehr dieselbe sein. Was sich deutlich abzeichnet ist, dass die Digitalisierung bereits über viele Branchen hinaus tief verankert ist. Die Gesundheitskrise hat diesen Trend nun noch einmal bestärkt: binnen weniger Monate sind viele Betriebe digital um viele Jahre fortgeschritten. Auf welche Trends heuer besonders zu achten sein wird, stellt Markus Zink, Head of Jobs & Karriere bei willhaben, vor.

Die „Remote Work Warriors” sind gekommen, um zu bleiben

„Remote Work“ oder „flexibles Arbeiten“ stand im vergangenen Jahr auf der täglichen Agenda zahlreicher HR-Experten. Binnen kürzester Zeit haben Unternehmen teilweise noch nicht vorhandene Infrastruktur geschaffen, um Arbeit auch von Zuhause aus verrichten zu können. Wie wird es jedoch in der Post-Corona-Ära aussehen? Werden die „Remote Work Warriors“ wieder 1:1 in ihre gewohnten Bahnen zurückkehren? Die Antwortet darauf lautet zumeist wohl nein: „Durch gezieltes Remote Work Management müssen Angestellte nicht mehr zu vorbestimmten Zeiten verfügbar sein. Dabei wird die Integration des Büros in die eigenen vier Wände den HR-Bereich die nächsten Jahre vor Herausforderungen stellen. Schließlich kann mit der Verbindung von Home ins Office, das neu geschaffene ‚Hoffice‘ für Arbeitnehmer zu einer technischen, aber auch mentalen Aufgabe werden“, so Zink. Sozialen Faktoren, wie zum Beispiel der emotionalen Beziehung zwischen Arbeit und Beruf, wird somit eine völlig neue Bedeutung zugeschrieben. Schließlich verschwindet „Remote Work“ nicht mehr so schnell von der Bildfläche: künftig wird es vielerorts ein Zusammenspiel zwischen flexiblem Arbeiten und dem klassischen Büroalltag geben. „Unternehmen sind in diesem Jahr gut damit beraten, neben technologischer Infrastruktur eben auch psychologische und emotionale Unterstützung zu bieten“, betont Zink. Nach „Remote Work“ wird die „Employee Wellness“ zu einem der wesentlichen Trends im Jahr 2021.

Unternehmen brauchen echte Werte

Lange hatten die meisten Betriebe abgesehen von Nachhaltigkeitszielen wenig zu bieten. Das hat sich in den vergangenen Jahren vollends geändert und dieser Trend wird sich 2021 noch weiter intensivieren. Schließlich vollzieht sich in unserer Gesellschaft gerade ein Wertewandel: „Arbeitnehmer wollen Arbeit, die bedeutungsvoll ist, Kunden bevorzugen Marken, die inspirieren und die Gesellschaft möchte Unternehmen, die Verantwortung übernehmen. Und genau das schlägt sich auch im Job- und Karriere-Bereich nieder“, weiß der willhaben-Experte. „Viele Millenials würden demnach heute keinen Job mehr in einem Unternehmen annehmen, das keine klar definierten CSR-Werte lebt.“ Darum nehmen sich auch immer mehr große Konzerne dem Thema Nachhaltigkeit an. Auch dieser Trend wurde durch Corona beschleunigt. Mit „grünen Lorbeeren“ schmücken ist es allerdings nicht mehr einfach getan. Eine Vielzahl an Kunden, Investoren und auch Mitarbeitern fordern überprüfbare Nachhaltigkeit.

Employer Branding als DNA von Unternehmen

Die neue Wertehaltung von Unternehmen zieht sich durch die gesamte Positionierung der Marke – das Employer Branding miteingeschlossen. So wird die Arbeitgebermarke immer stärker zu einem Kern-Faktor für Unternehmen. Das positiv geschaffene Markenbild tragen die Mitarbeiter wiederum nach außen. „Denn erst, wenn die eigenen Mitarbeiter das Unternehmen wirklich lieben und verstehen, können dies auch Kunden tun.“ Employer Branding ist im Jahr 2021 in der Unternehmensvision zu verankern und greifbar zu machen – dies beginnt bei den eigenen Mitarbeitern und endet im Bewerbungsprozess. Mehr als die Hälfte aller möglichen Kandidaten recherchiert vor einer Bewerbung gezielt zum Unternehmen. „So wird zum Beispiel die ‚Candidate Experience‘ im Recruiting immer wichtiger“. Während die Bewerbung häufiger mittels automatisierter Recruiting-Prozesse vollzogen wird, suchen unzählige Unternehmen nach sogenannten Soft Skills, wie u. a. das Problemlösen, Kommunikation und Teamfähigkeit. „Employer Branding im Jahr 2021 hat den Arbeitnehmer im Fokus. Die Positionierung sollte nicht mehr nur auf Geschäftsführer-Ebene geschehen“, ist Markus Zink überzeugt.

Gen Z is Coming

Die Arbeitswelt wird nicht nur aufgrund der Digitalisierung und Corona auf den Kopf gestellt. Traditionalisten, Baby Boomer, Generation X und Millenials machen einen Großteil der Arbeitnehmer in Österreich aus. Bald schon wird die Generation Z dem bunten Mix beiwohnen. Die wachsende Zahl der Millenials und Generation Z wird zum Aufstieg der neuen Belegschaft führen. „Dadurch entstehen neue Karriereprioritäten: eine ausgewogene Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten und Remote Work“, so Markus Zink. Die Gen Z bindet sich heutzutage nicht mehr so einfach an den Arbeitgeber. Dies macht für Unternehmen nur noch einmal deutlich, wie wichtig Employer Branding und eine konsistente Arbeitgebermarke sind. Zusätzlich bringen immer mehr Arbeitnehmer Kundenmentalität an ihren Arbeitsplatz mit. „Vereinfacht ausgedrückt: Immer mehr Menschen suchen nach einer Beschäftigung, die sie dazu befähigt eigene Entscheidungen zu treffen. Durch das Zusammenkommen dieser vielen verschiedenen Generationen, müssen HR-Teams flexibler und individueller auf die Wünsche und Präferenzen der Mitarbeiter eingehen. ‚One-Size-Fits-All' funktioniert nicht mehr, hier spricht man bereits von ‚Consumerization am Arbeitsplatz‘“, bestätigt Markus Zink.

Job-Alerts werden wichtiger

Umgekehrt ist für jobsuchende Menschen die Konkurrenz am Markt größer geworden. Die Arbeitslosenrate war im Jahr 2020 so hoch wie schon lange nicht mehr. Das schlägt sich auch im Bewerbungsprozess nieder. Für immer mehr Menschen werden Job-Alerts und Suchagenten zu einem hilfreichen Tool, um sich schnellstmöglich für eine passende Stelle zu bewerben. Damit haben viele Betriebe auf Jobportalen die Möglichkeit, effektiv und rasch zu geeigneten Experten und Personal zu gelangen.

Diese fünf Trends haben eines gemeinsam: Sie sind digitaler Natur. Schließlich wird „der Megatrend Digitalisierung nicht vorübergehen“, prognostiziert Markus Zink. „Die Krise ist auch eine Chance, die österreichische Arbeitswelt über alle Branchen hinaus rundum zu digitalisieren. Nun geht es darum, diese Entwicklungen fortzuführen. Wir sollten nicht auf das zurückblicken was einmal war, sondern vielmehr die Antriebskraft nutzen und die Zukunft unserer Berufswelt mitgestalten. Während digitale Arbeitsweisen überhandnehmen, rückt dafür der Arbeitnehmer und dessen psychische Gesundheit stärker in den Fokus. Genau dieser Ansatz sollte im Mittelpunkt von Aktivitäten 2021 stehen“, fasst Markus Zink, Head of Jobs & Karriere bei willhaben, zusammen.

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17.03.2021

Interesse an Kleinwohnungen 2020 enorm hoch

Vorsorge oder Zweitwohnsitz häufigste Nutzungsarten von Kleinwohnungen Vorsorge oder Zweitwohnsitz häufigste Nutzungsarten von Kleinwohnungen

Kleinwohnungen verzeichneten in den letzten Jahren einen großen Boom und waren sowohl als Anlageobjekte als auch für die Kurzzeitvermietung gefragt. Eine Datenanalyse von ImmoScout24 zeigt, dass das Interesse an Miet- und Eigentumswohnungen bis 40 m2 im Jahr 2020 beträchtlich gestiegen ist. Bevorzugt genutzt werden die kleinen Objekte als Anlage und Zweitwohnsitze, aber auch als Wohnraum für den Nachwuchs oder als Arbeitsplatz haben sie ihre Berechtigung, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag von ImmoScout24 unter 500 Österreicherinnen und Österreichern ans Licht bringt.

Interesse an kleinen Miet- und Eigentumswohnungen enorm hoch

Rund 11.750 Mietwohnungen unter 40 m2 wurden im Jahr 2020 auf ImmoScout24 angeboten, und das Interesse war groß: Während sich die Anfragen pro Immobilie von 2018 auf 2019 für Mietwohnungen in dieser Größenordnung relativ konstant hielten, stiegen sie 2020 sprunghaft um 60 Prozent an. Bei den Eigentumswohnungen wurden 2020 etwas weniger Immobilien angeboten. Das Interesse war jedoch enorm, und die Anfragen pro Immobilie verdoppelten sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren.

Vorsorge oder Zweitwohnsitz häufigste Nutzungsarten von Kleinwohnungen

Wer sich vorstellen kann, eine Kleinwohnung zu mieten oder zu kaufen, sieht sich darin jedoch nicht unbedingt selbst: Nur 36 Prozent würden die Wohnung selbst bewohnen, wobei Personen, die derzeit zur Miete wohnen, sich das eher vorstellen können (42 Prozent) als jemand, der bereits in einer Eigentumswohnung lebt (30 Prozent). Vorherrschender ist die Nutzung als Anlageobjekt (41 Prozent), weitere 37 Prozent würden das Objekt als Zweitwohnsitz nutzen. Und auch Kinder oder die Arbeit sind Gründe für die Anschaffung einer Kleinwohnung: Jeder Fünfte, der sich vorstellen kann, ein derartiges Objekt zu kaufen oder zu mieten, würde den Nachwuchs einziehen lassen. 15 Prozent sehen die ideale Nutzung als Arbeitsplatz. Dazu Dejmek: „Vermehrtes Arbeiten von zuhause wird aller Voraussicht nach nicht von heute auf morgen der Vergangenheit angehören. Wenn die Wohnsituation sich nicht einfach an dieses Bedürfnis anpassen lässt, braucht es alternative Lösungen. Und vielleicht sehen wir hier bald einen neuen Trend, nämlich die Nutzung kleiner Immobilien als ausgelagertes Homeoffice.“

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13.10.2019

Handelskette Spar stärkt mit Eigenmarken Nachhaltigkeit und Regionalität

Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft. Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft.

Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft. „Lebensmittel sollen aus der Nähe kommen, idealerweise aus der Region“, erklärte er im Klub der Wirtschaftspublizisten. Je geringer die Distanz zwischen Produktions- und Vertriebsstandort sei, umso besser. Denn damit werde die Umwelt nur wenig belastet.

Apropos Umwelt: So wie Spar den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der Landwirtschaft ablehnt, kämpft die Handelskette auch gegen die Verwendung von Palmöl als Inhaltsstoff vieler Nahrungsmittel. „99 Prozent unserer 5.000 Eigenmarken sind palmölfrei“, sagte Drexel. Die Eigenmarken machen es dem Unternehmen möglich, auf die Produzenten in diesem Sinn einzuwirken, „bei den internationalen Markenartikelherstellern ginge das gar nicht.“

Nicht nur deshalb soll der Eigenmarken-Anteil im Spar-Sortiment weiter wachsen. „Vor 15 Jahren hatten wir erst einen Anteil von rund 20 Prozent, jetzt liegen wir bei mehr als 40 Prozent“, so Drexel. Im gesamten österreichischen Lebensmittelhandel betrage der Eigenmarken-Anteil durchschnittlich 22 Prozent.

In Österreich betreibt Spar 1.560 Standorte, wo fast 43.000 Mitarbeiter, darunter 2.100 Lehrlinge, beschäftigt sind. Mit ihnen hat die Lebensmittel-Handelskette 2018 einen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Spar-Gruppe insgesamt, zu der die Auslandstöchter in Italien, Slowenien, Ungarn und Kroatien sowie der Sporthändler Hervis und die Handelsimmobilien-Gesellschaft SES (Spar European Shopping Centers) gehören, hat im Vorjahr mit 82.700 Beschäftigten Erlöse in der Höhe von 15 Milliarden Euro erzielt.

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17.09.2019

Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten

Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten - VKI sieht dringenden Handlungsbedarf durch den österreichischen Gesetzgeber Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten - VKI sieht dringenden Handlungsbedarf durch den österreichischen Gesetzgeber

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat sich in einer aktuellen Entscheidung mit den Folgen einer vorzeitigen Kreditrückzahlung eines Kreditnehmers beschäftigt. Das Gericht entschied, dass der Verbraucher bei vorzeitiger Rückzahlung das Recht auf die Ermäßigung sämtlicher ihm auferlegten Kosten hat. Das bedeutet, dass der Verbraucher auch Anspruch darauf hat, laufzeitunabhängige Kosten wie zum Beispiel eine zu Beginn gezahlte Bearbeitungsgebühr oder eine Vermittlungsprovision teilweise zurückzuerhalten.

„Diese EuGH-Entscheidung hat auch auf Österreich große Auswirkungen. Bisher haben Banken in Österreich den Verbrauchern laufzeitunabhängige Kosten, wie etwa die Kreditbearbeitungsgebühr, bei vorzeitiger Kreditrückzahlung nämlich nicht zurückgezahlt. Dies entspricht aber nicht der europäischen Verbraucherkredite-Richtlinie, wie der EuGH nun ausgesprochen hat.

Ob sich daraus für die Vergangenheit Ansprüche der Kreditnehmer gegenüber ihrer Bank ableiten lassen, ist denkbar, muss aber noch näher geprüft werden. Denn die österreichische Regelung erwähnt im Zusammenhang mit der vorzeitigen Kreditrückzahlung nur die laufzeitabhängigen Kosten. Für die Zukunft sollte gesetzlich jedenfalls schnell klargestellt werden, dass sämtliche Kosten, und damit auch die laufzeitunabhängigen Kosten, bei vorzeitiger Kreditrückzahlung zu reduzieren sind“, so Dr. Beate Gelbmann, Leiterin der Abteilung Klagen im Verein für Konsumenteninformation (VKI).

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19.11.2020

Lockdown verursacht enorme Schäden bei Rinder- und Schweinebauern

Lockdown verursacht enorme Schäden bei Rinder- und Schweinebauern Lockdown verursacht enorme Schäden bei Rinder- und Schweinebauern

Die österreichische Landwirtschaft hat in diesem außergewöhnlichen Jahr ihre Krisenfestigkeit und Systemrelevanz eindrucksvoll bewiesen. Die Bäuerinnen und Bauern haben gezeigt, dass sie die österreichische Bevölkerung auch in einer Notsituation zuverlässig mit hochwertigen Lebensmitteln versorgen können. Dies soll auch in Zukunft gewährleistet werden können. Vor dem Hintergrund eines neuerlichen Preiseinbruchs diese Woche haben sich der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS) und die ARGE Rind als Dachorganisationen der Erzeugergemeinschaften für Schweine und Rinder in einem Schreiben an Bundeskanzler Sebastian Kurz und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger gewandt. Sie fordern rasche und effektive Maßnahmen zur Unterstützung der Rinder und Schweine haltenden Betriebe, die durch den Lockdown mit gewaltigen Umsatzeinbußen zu kämpfen haben.

Enorme Preisrückgänge durch Lockdown-Maßnahmen

Die Schließung der Gastronomie - sowohl im Frühjahr als auch im Rahmen des aktuellen Lockdowns - trifft neben den gastronomischen Betrieben auch deren Lieferanten massiv. Während im Gastrobereich eine faire Kompensation zugesichert wurde, sind momentan keine Signale bezüglich einer unbürokratischen Schadensabgeltung im Lieferantenbereich zu vernehmen. Es ist essenziell, dass hier auch die kritische Lage in der landwirtschaftlichen Urproduktion erkannt und etwa in Form der von Bundesminister Gernot Blümel angesprochenen "Vorlieferanten-Regelung" berücksichtigt wird.

Neben den Preisrückgängen seit dem ersten Lockdown und steigenden Absatzproblemen führt auch ein Corona-bedingter Personalmangel in der Schlacht- und Verarbeitungsindustrie zu Verunsicherung in der Landwirtschaft. Darüber hinaus kommt für Schweine haltende Betriebe auch noch die bedrohliche Seuchenlage in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Deutschland, Ungarn und acht weiteren EU-Ländern sowie der daraus resultierende Marktdruck aus dem Ausland erschwerend hinzu.

Wöchentliche Umsatzeinbußen in Millionenhöhe

"Unsere Schweine haltenden Landwirtinnen und Landwirte sowie die zuständigen Erzeugergemeinschaften mussten aufgrund der notwendigen Maßnahmen zur Einschränkung der COVID-19-Pandemie laut unserer Berechnung heuer bereits Umsatzeinbußen von zirka 50 Mio. Euro hinnehmen. Der Preiseinbruch durch den aktuellen Lockdown erhöht die Verluste um weitere Millionen: 1,5 Mio. Euro pro Woche sind schon gewiss, und wir befürchten mehrere Mio. Euro je Woche zusätzlich bis ins Frühjahr 2021", erläutert VÖS-Obmann Walter Lederhilger.

Laut ARGE-Rind-Obmann Josef Fradler verbuchten auch die Rinder haltenden Betriebe aufgrund der Maßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie - vor allem durch die Schließung der Gastronomie und durch die schwierige Exportlage - bereits Umsatzeinbußen von zirka 19 Mio. Euro. "Dieser Preisdruck wird sich durch den aktuellen Lockdown und die unsichere Marktlage, die in den nächsten Monaten auf die Rinderbauern zukommt, im Frühjahr 2021 noch weiter verschärfen. Wir ersuchen die Regierung, hier ähnlich schnelle und wirksame Maßnahmen wie in der Gastronomie auch für unseren Sektor zu setzen, um die existenzbedrohende Situation für unsere heimischen Betriebe abzuwenden", so Fradler.

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11.05.2020

„Wirtshaus-Paket“: Nur ein Tropfen auf den heißen Stein

„Wirtshaus-Paket“: Nur ein Tropfen auf den heißen Stein „Wirtshaus-Paket“: Nur ein Tropfen auf den heißen Stein

„Diese 500 Millionen sind bloß ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt NEOS-Wirtschafts- und Tourismussprecher Sepp Schellhorn zum heute präsentierten „Wirtshaus-Paket“. „Es ist so, als würde man einem schweren Allergiker ein Taschentuch reichen.“

Das Problem sei, so Schellhorn, dass die Gastronomie in den vergangenen 33 Jahren, in denen die ÖVP immer den Wirtschaftsminister gestellt hat, mit überbordenden Auflagen und Regulatorien, Bürokratiewahnsinn und explodierenden Lohnkosten zugeschüttet wurde. „Das hat sich massiv auf die Rentabilität in der Gastro ausgewirkt. Eine Studie von Professor Friedrich Schneider der JKU Linz zeigt, dass die Umsatzrentabilität in der Gastro 1,4 Prozent beträgt. Das heißt: Bei 1000 Euro Umsatz bleiben dem Wirt gerade einmal 14 Euro Gewinn. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die heimische Gastronomie nicht dazu in der Lage war, Rücklagen für Krisen zu bilden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kosten einfach zu viel - und verdienen zu wenig. Von einer Lohnerhöhung von einem Euro bleiben ihnen gerade einmal 40 Cent übrig.“

Das Problem in der Gastronomie sei also systemisch. Schellhorn: „Was die Regierung jetzt macht, ist maximal eine Symptombehandlung. Es braucht aber endlich Reformen im System, damit die heimische Gastronomie wieder selbst Rücklagen bilden, überleben und aus der Krise kommen kann.“

NEOS fordern daher ein echtes Gastro-Rettungspaket, das den Namen auch verdient - mit einer massiven Senkung der Lohnnebenkosten und einem raschen Bürokratieabbau: „Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss endlich mehr Netto von weniger Brutto bleiben, die Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen dringend neben den steuerlichen auch regulatorische Entlastungen. Aktuell wendet jedes EPU vier Wochen im Jahr für Bürokratie auf, Klein- und Kleinstunternehmen sogar zwei Wochen für jeden Beschäftigten. Das ist der Tod für jede Branche, da muss man ansetzen, dagegen helfen auch 500 Millionen bei Weitem nicht.“

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11.12.2020

Aktuelle Unternehmen Zukunft-Studie zu flexiblem Arbeiten

76 % der Unternehmen und MitarbeiterInnen sehen problematische Rahmenbedingungen bei Homeoffice 76 % der Unternehmen und MitarbeiterInnen sehen problematische Rahmenbedingungen bei Homeoffice

Eine im November durchgeführte repräsentative telefonische und Online- Befragung bei 500 österreichischen Unternehmen und 529 Beschäftigten zu den Erfahrungen mit Homeoffice seit Ausbruch der Corona-Krise Anfang 2019 zeigt: "Wenn Homeoffice sich auch nicht für alle Unternehmensbereiche und MitarbeiterInnen eignet, so ist es dennoch gekommen, um zu bleiben. Wo Unternehmen und Beschäftigte sich einig sind: Beide wünschen sich mehr Spielraum beim flexiblen Arbeiten und sehen einen hohen Handlungsbedarf bei der Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen. 84 Prozent der befragten Unternehmen, die in Zukunft Homeoffice nutzen wollen, halten die derzeitigen Regelungen für ungeeignet." Folgende Maßnahmen müssten aus Sicht der Arbeitgeber am dringendsten umgesetzt werden, um die Flexibilisierung der Arbeitswelt voranzutreiben: der rasche Ausbau von Breitband-Internet auch in ländlichen Regionen (75 %), eine bessere steuerliche Absetzbarkeit von Betriebsmitteln bzw. Anerkennung von Mietkosten auf Seiten der ArbeitnehmerInnen (65 %), ein dauerhafter Versicherungsschutz bei Betriebsunfällen im Homeoffice (58 %) als auch ein gesicherter Betreuungsplatz für Kinder aber dem 1. Lebensjahr (58 %). Für 7 von 10 Unternehmen wäre eine zeitgemäße Neuregelung hybrider Arbeitsformen darüber hinaus ein wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort.

Barrieren aus Sicht der Unternehmen

Der Ausbau von mobilem, flexiblem Arbeiten bedeutet für Unternehmen ein wichtiges Gestaltungsinstrument, das durch die zunehmende Digitalisierung zukünftig noch leichter umzusetzen sein wird. Folgende Faktoren stellen aus Sicht der Unternehmen die größten Hemmnisse für den Ausbau von flexiblem Arbeiten dar:

Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit (53 %)

Eingeschränkte Betreuungsmöglichkeiten für (Klein-)Kinder (43 %)

Haftungsfragen in Schadensfällen (40 %)

Fehlende Rahmenbedingungen aus Sicht der MitarbeiterInnen

Der Ausbau von Homeoffice und hybriden Arbeitsformen ist für MitarbeiterInnen nicht nur zur Bewältigung von Krisensituation wie die Corona-Pandemie geeignet, sondern generell ein wesentlicher Faktor, um Beruf und Familie auch langfristig besser vereinen zu können. Erschwerend empfinden Beschäftigte im Homeoffice:

Die geringe bis fehlende Kostenübernahme bei der technischen Ausstattung (34 %)

Eine unzureichende Internetanbindung bzw. -leistung (30 %)

Keine bzw. eine unzureichende steuerliche Anerkennung von Betriebsmitteln oder Mietkosten (28 %)

Zur aktuellen Studie von Unternehmen Zukunft

Das Ziel der Befragung zum Thema Homeoffice war es, die Erfahrungen mit flexiblem Arbeiten im heurigen Jahr sowie die Stärken und Schwächen der derzeitigen Rahmenbedingungen aus Sicht von Unternehmen und MitarbeiterInnen herauszuarbeiten. Im Zeitraum von 9.11. bis 2.12. 2019 wurden dazu einerseits 500 GeschäftsführerInnen von Unternehmen aus allen Branchen und Regionen ab einer Größe von fünf MitarbeiterInnen telefonisch befragt (Ausnahme: öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung, Landesverteidigung und Landwirtschaft), andererseits online 529 unselbstständig Beschäftigte. Die Befragung wurde von Karmasin Research & Identity GmbH durchgeführt.

Über die Initiative „Unternehmen Zukunft“

Mehrere standortrelevante Unternehmen, die Familien- und Frauenfreundlichkeit in ihrer Organisation bereits verankert haben und weiter ausbauen wollen, haben sich im Frühsommer 2019 auf Anregung von Sophie Karmasin zur Initiative Unternehmen Zukunft zusammengeschlossen: Die Verkehrsbüro Gruppe, Magenta Telekom, Casinos Austria – Österreichische Lotterien, Atos Österreich, Post AG, Infineon und die MTH Retail Group, zu der in Österreich Libro und Pagro Diskont zählen. Als neues Mitglied stieß 2019 die Kreditversicherung Acredia dazu und auch Boehringer Ingelheim trägt die Ziele und Anliegen der Initiative mit. Sie alle verstehen Familien- und Frauenfreundlichkeit nicht als „Wohlfühlthema“, sondern als Schlüsselfaktor für den Standort.

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11.09.2020

500 Kleininvestoren ermöglichen Salzwasser-Batteriefertigung

Thomas Krausse, Geschäftsführer Thomas Krausse, Geschäftsführer

BlueSky Energy startet die Fertigung von sauberen und sicheren Batteriezellen in Oberösterreich. Rund 500 Kleininvestoren haben dazu Genussrechte gezeichnet. Mit diesem Kapital wird die Fertigung finanziert, die ursprünglich in China angesiedelt war. Die Produktion findet jetzt komplett im eigenen Land statt und so werden 80 Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbare Energien geschaffen. Die Genussrecht-Zeichnungsfrist läuft noch bis 30. September 2020.

BlueSky Energy ist der Spezialist für stationäre Stromspeicher-Lösungen. Das Unternehmen mit Sitz im oberösterreichischen Vöcklamarkt entwickelte GREENROCK, eine sichere und umweltfreundliche stationäre Stromspeicher-Lösung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lithium-Ionen Lösungen setzt das Unternehmen auf Salzwasser-Technologie. Diese ist nicht entflammbar oder explosiv, berührungssicher und absolut wartungsfrei. GREENROCK Speicherlösungen eignen sich für Eigenheim und KMU, die ihren erzeugten Strom energieautark für den Eigenverbrauch optimieren möchten. Standard-Speicherlösungen von fünf bis 30 Kilowattstunden für private Anwendungen, gewerbliche Speicherlösungen von 30 bis 270 Kilowattstunden und eigens abgestimmte Projektlösungen bis zu mehreren hundert Kilowattstunden sind mit GREENROCK möglich.

Genussrechte bis 30. September

„Die Beteiligung von Kleininvestoren ermöglicht es, die Kerntechnologie aus Asien nach Österreich zu bringen. Wir haben dazu 1.500 Genussrechte zu je 1.000 Euro begeben, mit denen Investoren am künftigen Unternehmenserfolg partizipieren. Bis jetzt haben sich rund 500 Investoren beteiligt. Davon sichern sich viele gleich mehrere Genussrechte. Bis 30. September 2020 läuft noch die Zeichnungsfrist“, erklärt Geschäftsführer Thomas Krausse.

Starke Nachfrage

Ausschlaggebend für die Verlagerung der kompletten Kerntechnologie nach Österreich waren, neben der steigenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Stromspeicher-Lösungen, die Verkürzung der Transportwege sowie eine Reduktion von Lieferengpässen. „Kunden suchen verstärkt nach Alternativen zu Lithium-Ionen-Batterien“, so Krausse. „Wir bauen deshalb eine regionale Fertigung für unsere sauberen Salzwasser-Speicher auf, damit wir so die gestiegene Nachfrage ausreichend befriedigen können. Zusätzlich erfüllen wir auch die Wünsche der Politik, wichtige Kerntechnologien ins eigene Land zu holen“, so Krausse.

Produktion gestartet

Das neue Produktionswerk befindet sich im oberösterreichischen Frankenburg. Für den Aufbau einer Fertigungsstraße sowie für moderne Messtechnik werden rund fünf Millionen Euro investiert, um bis zu 30.000 Batterien auf Salzwasserbasis zu produzieren. „Die ersten Maschinen wurden geliefert und wir haben bereits die ersten Testaufbauten gestartet“, informiert Krausse über den aktuellen Stand. Im ersten Quartal 2021 startet die Serienfertigung. Die Stückzahlen werden sukzessive gesteigert. Krausse geht von jährlich 30.000 Stück innerhalb der nächsten drei Jahren aus. Neue Arbeitsplätze in den Bereichen Produktion, Elektrotechnik und Entwicklung werden in Oberösterreich geschaffen

Neu-Entwicklung ermöglicht Kostensenkung

Aktuell vertreibt BlueSky Energy ihre umweltfreundlichen und sicheren Salzwasser Stromspeicher auf vier Kontinenten in 22 Ländern. „Der Erfinder dieser Speicherlösungen hat ursprünglich eine Batterie für eine Mars-Mission entwickelt, die nicht entflammbar oder explosiv, dafür aber berührungssicher und absolut wartungsfrei ist. In der Zwischenzeit handelt sich um ein vielfach erprobtes System, welches sich für Eigenheim und KMU eignet. „Wir arbeiten intensiv mit führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen, um unsere Lösungen laufend zu optimieren. Bei unserer neuen Produktion wenden wir einen neu entwickelten Elektrodenprozess an. Dadurch können wir den Wirkungsgrad der Batterie erhöhen, erreichen einfacheres und schnelleres Handling in den Arbeitsschritten und können damit eine potentielle Kostensenkung erzielen“, so Krausse. „Durch die geplante Skalierung rechnen wir künftig mit einer weiteren Kostenreduktion der Stromspeicherung. Weniger als 0,05 Euro pro kWh sind langfristig möglich“, so Krausse weiter.

Über GREENROCK

GREENROCK ist eine anschlussfertige Gesamtspeicherlösung, die sich auch in die gängigsten Smart Home Systeme via Modbus integrieren lässt (optional auch als Notstromsystem). Mittels APP-Anwendung lassen sich Energieflüsse statistisch darstellen und auswerten. Elektroinstallateure schätzen bei dieser Speicherlösung die einfache Installation (Plug & Play).

Das Unternehmen ist innovativ und setzt mit seinen Technologien neue Standards. Hansjörg Weisskopf als Firmengründer und Horst Wolf agieren als Gesellschafter. Die operative Geschäftsführung leiten Ing. Helmut Mayer und Dr. Thomas Krausse. So ist Vertrieb und Produktion in der Verantwortlichkeit von Hr. Mayer angesiedelt. Während Hr. Krausse die Bereiche Forschung & Entwicklung sowie Finanzen verantwortet. Das Unternehmen agiert international mit Standorten in Österreich, Belgien und den USA/Idaho. BlueSky Energy legt Wert auf sichere und umweltfreundliche Lösungen und hält enge Kooperationen mit führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen (unter anderem Hochschule Landshut, Johann-Keppler-Universität Linz, FH Salzburg, Technikum Wien, Fraunhofer Institut, KIT). BlueSky Energy verkauft seine Speicherlösungen in 22 Länder, verteilt auf Europa, Amerika, Afrika und Asien.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K. / Foto: D. Zwerger
26.02.2020

Österreichs Bauern auf den Barrikaden

Geiz ist geil Mentalität ist Gift für heimische Qualitätsproduktion Geiz ist geil Mentalität ist Gift für heimische Qualitätsproduktion

Die europäische Welle an Bauernprotesten hat jetzt auch Österreich erreicht. Offiziell vom Bauernbund unterstützt und organisiert, blockieren Landwirte lautstark angekündigt in mehreren Bundesländern die Zentralläger eines großen heimischen Lebensmittelhändlers. Hannes Royer, Obmann des Vereins Land schafft Leben, sieht die Bauernproteste als ein ernstzunehmendes Warnsignal, das nicht nur den Handel wachrütteln sollte.

„Wenn wir weiterhin Lebensmittel aus Österreich konsumieren wollen, müssen wir uns wieder als Teil ein und desselben Systems betrachten. Dazu gehören Bauern, Verarbeiter, Handel, Tourismus und Konsumenten. Es geht dabei nicht um eine reine Preisdebatte sondern um ein Überdenken unserer Werte, unserer Konsumkompetenz und dessen, was ein partnerschaftliches Miteinander innerhalb eines Systems ausmacht.“, so Hannes Royer.

Die Politik habe dabei die unterstützende Aufgabe einzunehmen, unsere Lebensmittelproduktion für die Zukunft auszurichten. Royer formuliert, dass wir eine ökologisch-ökonomisch ausgerichtete und zukunftsvisionäre Landwirtschaft brauchen, aus der mit Selbstverständnis nachgefragt und konsumiert werde. Dazu gehören Konsumenten und Einkaufsverantwortliche, die sich ihrer Machtrolle bewusst sind und sich Gedanken darüber machen, was ihnen heimische Lebensmittel wert sind. Dabei gehe es nicht nur um den Preis, sondern auch um unseren Lebensraum, soziale Standards, Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz. Es stehe nicht weniger als die ganze heimische Lebensmittelproduktion und damit unsere Versorgungssicherheit auf dem Spiel.

Hannes Royer merkt an, dass der heimische Textilhandel zurzeit aufgrund der Corona-Krise um die Frühjahrskollektion zittere: „Was passiert wohl, wenn wir auch bei unseren Lebensmitteln auf Importe angewiesen sind, weil wir unsere Lebensmittelproduktion ausgelagert haben?“

Geiz ist geil Mentalität ist Gift für heimische Qualitätsproduktion

Der Anlass für die aktuellen Bauernproteste ist das enttäuschende Ergebnis in den Preisverhandlungen für den wichtigen Milchsektor. Die Proteste richten sich freilich weit über diesen Anlassfall hinaus gegen ein System mit fehlender Wertschätzung gegenüber den heimischen bäuerlichen Lebensmittelproduzenten. Berechtigterweise aufgezeigt werden Punkte wie die „chronische Aktionitis“ des Lebensmittelhandels, die fehlende Transparenz in der Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln oder auch die bewusste Konsumententäuschung durch rot-weiß-rote Fähnchen auf ausländischer Ware. Innerhalb dieses Systems gebe es für den bäuerlichen Familienbetrieb keine Zukunft, titulieren die Protestführer.

Auch Hannes Royer appelliert in Richtung Handel, die permanente Aktionierung von Lebensmitteln einzustellen. Gleichzeitig sieht er alle in der Wertschöpfungskette in der Verantwortung. Das Grundübel habe sich laut Royer im Slogan „Geiz ist geil“ verfestigt. Der Handel baut seit Jahrzehnten seine Werbestrategie darauf auf. Damit spricht er jene Areale im Konsumentenhirn an, die noch immer nach Steinzeitlogik funktionieren. Mit der Aussicht auf „leichte und billige Beute“ lockt der Handel den Urmenschen im Konsumenten ins Geschäft. Das ist die einfache aber funktionierende Logik hinter den ausufernden Aktionen. Werte und bewusstes Kaufverhalten werden dabei über Bord geworfen.

Innerhalb dieser Logik hat aber die österreichische Lebensmittelproduktion mittel- bis langfristig keine Überlebenschance. Österreichs Landwirtschaft wird im beinharten internationalen Preiskampf immer das Nachsehen haben, so Royer. Noch dazu, weil diese höchste Produktionsstandards in den Bereichen Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz einhält. Das belegt auch eine jüngst veröffentlichte internationale Studie der renommierten englischen Zeitung The Economist, die Österreichs Landwirtschaft als die nachhaltigste unter 67 untersuchten Ländern ausweist.

Alle sind gefordert, wenn Geiz nicht länger geil sein soll

Die Bedeutung der Landwirtschaft für Umwelt- und Klimaschutz macht laut Hannes Royer klar, dass die Bauernproteste ein Symptom für eine gesamtgesellschaftliche Schieflage sind:

„Es geht nicht um die Rettung unserer Bauern. Es geht um unser aller Lebensraum. Um unser aller Kapital, das hier auf dem Spiel steht und wofür wir alle Verantwortung tragen. Unsere Bauern, unsere Verarbeiter, der Handel, der Tourismus und wir Konsumenten. Alle sind wir gefordert!“

Was das für die einzelnen Teile der Wertschöpfungskette bedeutet, fasst Royer abschließend zusammen:

„Unsere Bauern stellen nicht nur Lebensmittel her, sondern sorgen auch für unser aller Lebensraum. Wir Konsumenten bestellen durch unser nachhaltiges Kaufverhalten, wie unsere Lebensmittel produziert werden und wie unser Lebensraum für die Zukunft gepflegt und erhalten wird. Der Handel beeinflusst einerseits unser Kaufverhalten und verhält sich andererseits partnerschaftlich gegenüber seinen heimischen Produzenten. Mit den Produkten, die er ins Regal stellt, bestellt er ebenfalls diese nachhaltige Form der Landwirtschaft. Der Tourismus lebt von der Vermarktung des Lebensraums und greift bewusst auf österreichische Lebensmittel zurück. Die Politik schließlich kann sich durch ein Gesetz zur verpflichtenden Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln ebenfalls ganz klar hinter eine hochqualitative bäuerliche Lebensmittelproduktion stellen, die uns alle auch in Zukunft mit Lebensmitteln versorgt.“

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12.04.2021

Google-Jobsuche in Österreich gestartet

Etwa 80 % der Jobsuchen starten in Google. Die weltweit größte Suchmaschine wartet deshalb mit einer neuen Toolinnovation auf, die schon jetzt zur weltgrößten Stellenplattform avanciert ist. Die Google-Jobsuche ist bereits in 120 Ländern verfügbar und nun auch in Österreich auf dem Markt. Das Linzer Start-up employy!GO kooperiert mit Google und unterstützt Unternehmen mit innovativen Ansätzen, „einfach, schnell und günstig“ regional die besten Mitarbeiter zu finden.

So funktioniert die neue Jobplattform von Google

Google zieht für die neue Funktion sämtliche im Netz verfügbaren Stellenausschreibungen unterschiedlichster Jobbörsen und Netzwerke heran und filtert die für den User am besten passenden Stellen heraus. Google zeigt die Ergebnisse als sogenannte Enriched Search Results vor den normalen Suchergebnissen in einer blauen Box an. BewerberInnen müssen dadurch nicht mehr verschiedene Jobportale durchforsten, es reicht eine simple Google-Suche.

Vorteile für Arbeitgeber

Vor allem für KMU ist die Google-Jobsuche eine kostengünstige Alternative zu teuren Jobinseraten und bietet den Unternehmen entscheidende Vorteile, wie eine kürzere Time-To-Hire oder eine höhere Relevanz auf Plattformen zur Bewertung von Arbeitgebern. Unternehmen können dadurch eine gute Sichtbarkeit in den Google-Job-Suchergebnissen erreichen und sich als Arbeitgeber optimal im Web präsentieren. Webexperte Hannes Gallistl, Geschäftsführer von employy!GO: "„Klassische Stellenbörsen bringen oftmals nicht mehr den gewünschten Recruiting-Erfolg. Darum haben wir gemeinsam mit Employer-Branding-Experten den gesamten Recruiting-Prozess neu gedacht. So erreichen wir nicht nur die aktiv suchenden Bewerber über die Jobsuche von Google, sondern mit gezielten Werbemaßnahmen auch latent wechselwillige Mitarbeiter im sogenannten ‚passiven Arbeitsmarkt‘.“"

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17.03.2021

Was ist die beste Heizung für mich? Neuer Rechner vergleicht Kosten und CO2-Ausstoß

Was kostet die neue Heizung, wenn neben der Anschaffung auch die nächsten 20 Jahre betrachtet werden? Ein „Quick-Check” auf meineheizung.at verschafft Klarheit: Der Rechner vergleicht, angepasst an die individuelle Wohnsituation, die bestehende mit verschiedenen neuen Heizungen objektiv und über die gesamte Betriebsdauer hinweg. Neben den Kosten wird auch der CO2-Ausstoß unterschiedlicher Heizungssysteme ermittelt.

"„Unser Quick-Check zeigt auf einen Blick für meinen Haushalt, welche Kosten und wieviel CO2-Emissionen mit welcher Heizung anfallen“", so Andreas Rotter, Obmann des Zukunftsforum SHL und Innungsmeister der Salzburger Installateure.

Schulterschluss der Wärmewirtschaft

Der Heiz- und Investitionskostenrechner wurde vom Energieinstitut Vorarlberg auf Initiative des Zukunftsforum SHL entwickelt und vom Dachverband Energie-Klima, der österreichischen Vereinigung des Sanitär- und Heizungsgroßhandels, proPellets Austria, dem Verband der Installations-Zulieferindustrie (VIZ) und Wärmepumpe Austria unterstützt. Der breite Zusammenschluss freut Rotter: "„Vom Heizteile-Hersteller bis zum Installateur möchten alle möglichst effiziente, umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösungen anbieten. Damit die Angebote zu den Heizbedürfnissen passen, ist Vergleichbarkeit wichtig.“"

Vollkosten-Rechnung mit Energiepreisen und Förderungen

Im Vergleich zu anderen Rechnern ist der Quick-Check genauer – da individualisierbar bezüglich Quadratmeter, Art der Wärmeabgabe oder Alter der bestehenden Heizung – und transparenter als andere Heizkostenrechner, weil alle Energieformen miteinander verglichen werden können.

Ein wesentlicher Bestandteil der Berechnung ist der wirtschaftliche Vollkosten-Vergleich über 20 Jahre. Dabei fließen neben den Anschaffungskosten in das Heizsystem auch alle erforderlichen laufenden Kosten, wie Brennstoffkosten, Service und Reparaturkosten – unter Berücksichtigung von Inflation und Energiepreissteigerungen – in die Berechnung ein. Auch Förderungen von Bund und Bundesland – aktuell für manche Energieträger bis zu 11.000 Euro – werden berücksichtigt.

Über MeineHeizung und das Zukunftsforum SHL

MeineHeizung ist eine Initiative des Zukunftsforum SHL. Als branchenübergreifender Zusammenschluss aus Bundes- und Landesinnungen der Installateure, Qualitätsherstellern und Großhandel gibt das Zukunftsforum SHL dem Anliegen der Erneuerung von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen eine starke Stimme. Bereits seit 2017 konnte sich der Verein als führender Ansprechpartner zu Klima- und Energiefragen etablieren und bereits zahlreiche Anliegen in der politischen Maßnahmengestaltung platzieren.

Das Zukunftsforum SHL versteht sich als unabhängige Informationsplattform rund um das Thema Heizungsmodernisierung und repräsentiert einen Wirtschaftszweig von rund 2,5 Milliarden Euro und rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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19.03.2020

Verband Österreichischer Wirtschaftsakademiker: Wirtschafts-Crash als Kollateralschaden der Virusbekämpfung?

Wirtschafts-Crash als Kollateralschaden der Virusbekämpfung? Wirtschafts-Crash als Kollateralschaden der Virusbekämpfung?

Aus unserer Sicht ist die gleichberechtigte Abgeltung aller entstandenen wirtschaftlichen Kollateralschäden die sinnvollste Art zur nachhaltigen Rettung der Österreichischen Wirtschaft.

Als Österreichweiter überparteilicher Wirtschaftsakademikerverband möchten wir zu der aktuellen Situation in Österreich Stellung nehmen und eindringlich davor warnen, unzureichende wirtschaftliche Maßnahmen im Rahmen der Bewältigung der Corona-Krise zu setzen. Hierbei möchten wir bewusst davon Abstand nehmen, zu den medizinischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus Stellung zu nehmen. Ob diese richtig oder ausreichend sind, können wir nicht beurteilen, vertrauen aber darauf, dass diese Maßnahmen notwendig und hilfreich sind.

Als Netzwerk aus hunderten Experten der Betriebs- und Volkswirtschaft können und möchten wir jedoch zur wirtschaftlichen Gefahr für Klein-, Mittel- und Großbetriebe sowie für den Öffentlichen Sektor selbst Stellung nehmen.

Die aktuelle Situation wird gerne mit einer Wirtschaftskrise wie im Jahre 2008 verglichen, was sie jedoch volkswirtschaftlich gesehen nicht ist.

Im Gegensatz zu einer Wirtschaftskrise funktionierte bis vor wenigen Tagen die Österreichische Wirtschaft noch reibungslos, was letztendlich sogar zur Anstrebung eines Nulldefizits im Staatshaushalt führte. Mit dem Beginn der Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus setzten die politischen Verantwortlichen jedoch auch das bis dahin reibungslose Zusammenspiel zwischen der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen und der Angebotsseite aus, welche bis zu diesem Zeitpunkt diese Leistungen in den meisten Branchen auch erbringen konnten. Damit kam es zu einem von der Regierung verordnetem Nachfrageverbot der Konsumenten in unterschiedlichen Branchen, für welche die Angebotsseite völlig unverschuldet nun den Kopf hinhalten muss. Dies betrifft zunächst insbesondere Branchen des öffentlichen Lebens mit den unterschiedlichsten Einkommensarten und wird zu einem Dominoeffekt des sukzessiven Wegbrechen auch weiterer Branchen führen, falls diese zu befürchtende Kettenreaktion nicht umgehend gestoppt wird.

Dies ist für das Überleben unserer Volkswirtschaft sehr gefährlich, wenn man nicht versteht, dass die davon unschuldig betroffenen Sektoren mit ihrer Wirtschaftsleistung voll und ganz für die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Schäden entschädigt werden müssen. Hierin sehen wir auch budgetär gar keine Hindernisse, denn derzeit ist kein Nulldefizit, sondern das Überleben unserer Volkswirtschaft relevant. Wenn man die Signale einer Europäischen Zentralbank und die Aussagen der Präsidentin der Europäischen Union richtig versteht, dann ist derzeit in jeder Höhe Geld für Österreich verfügbar, um die betroffenen Sektoren am Leben zu erhalten.

Deshalb ist für uns unverständlich, weshalb gerade der wirtschaftliche Rettungsanker des Epidemiegesetzes in Form einer "Sonntags-Gesetzgebung" einfach von heute auf morgen außer Kraft gesetzt wurden, welche die Wirtschaft plötzlich vom Anspruchsteller zum Bittsteller degradiert. Dieses besagt unter anderem, dass natürlichen und juristischen Personen sowie Personengesellschaften des Handelsrechtes die durch die Behinderung ihres Erwerbes entstandenen Vermögensnachteile vom Staat zu vergüten sind, wenn sie in ihrem Betrieb teilweise oder gänzlich beschränkt wurden, und dadurch ein Verdienstentgang eingetreten ist. Auch wenn dieses Bundesgesetz bereits seit 1950 in Kraft ist, ist in diesem aus unserer Sicht der Anspruch auf Entschädigung eigentlich sehr eindeutig definiert. Wieso man dieses in aller Eile genau einen Tag vor dem Eintreten der Entschädigungsansprüche außer Kraft setzt, ist für uns weder betriebswirtschaftlich noch volkswirtschaftlich nachvollziehbar. Denn dieser seit nun 70 Jahren existierende und auf seine Anwendung wartende, sinnvolle Rettungsanker unserer Volkswirtschaft ist eigentlich das, was es nun auch brauchen würde. Jedes Unternehmen hätte gleichberechtigt, egal ob Großkonzern oder Ein-Personen-Unternehmen die Gewissheit, in dieser Krisensituation einen Rechtsanspruch auf sein wirtschaftliches Überleben und auf die Abgeltung seiner Verdienstausfälle zu haben.

Setzt man dieses außer Kraft, nur weil man etwaig befürchtet, sich die Abgeltung dieser Ansprüche nicht leisten zu können, so käme dies einer einseitigen und fristlosen Kündigung einer Elementarversicherung gleich, genau wenn der Schadensfall auch wirklich eintritt. Und genau genommen haben die Österreicherinnen und Österreicher seit nun mehr 70 Jahren in diese Elementarversicherung eingezahlt. Glaubt man nun seitens der politisch Verantwortlichen, durch das Außer Kraft setzen dieser Anspruchsgrundlage Geld zu sparen, welches jedoch nicht dem Staat, sondern den Bürgern gehört, so müssen diese sich auch bewusst werden, dass letztendlich der Schaden für die gesamte Volkswirtschaft größer sein wird, als bei der nun geplanten Entschädigung nach dem Förderprinzip, welche nun aber keinen Anspruch mehr für die Wirtschaft darstellt. Denn kommt es aufgrund zu zögerlicher oder unzureichender Maßnahmen doch zu dem befürchteten Dominoeffekt und damit zum Versterben einer größerer Zahl von Unternehmen als angenommen, so wird es dem Staat etwaig um ein Vielfaches mehr aufgrund der Steuerausfälle und Zahlung von Notstandshilfen kosten, als die jetzt noch mögliche flächendeckende und faire Abgeltung der zwar in dieser Notsituation gut gemeinten, aber dennoch selbst verordneten Entkoppelung von Angebot und Nachfrage durch ein verhängtes Nachfrageverbot. Wer dies nicht glaubt, möge uns den sofortigen Anstieg der Arbeitslosigkeit um rund 49.000 Personen innerhalb von zwei Tagen erklären, von den Kursverlusten ganz zu schweigen.

Aus unserer Sicht ist daher die gleichberechtigte Abgeltung aller entstandenen wirtschaftlichen Kollateralschäden die sinnvollste Art zur nachhaltigen Rettung der Österreichischen Volkswirtschaft. Kredite und Garantien sind hierbei genau das, was ein Unternehmen jetzt gar nicht braucht, denn dies kompensiert nicht den staatlich verordneten Umsatzausfall. Nur Bares ist Wahres und Unternehmer lassen sich nur ungern hinters Licht führen. Dies mindert lediglich das Vertrauen in die Ernsthaftigkeit der Maßnahmen.

Hierbei sei auch erwähnt, dass das sich derzeit abzeichnende, für Österreich typische bürokratische Vorgehen einer Antragstellung durch die Unternehmen und die Gewährung durch den Staat wohl kaum funktionieren kann, insbesondere in einer Zeit, wo jetzt auch noch Homeoffice angesagt ist. Außergewöhnliche Zeiten brauchen jetzt auch außergewöhnliche Geschäftsprozesse. Hier möchten wir an dieser Stelle daran erinnern, dass der Umsatz der Unternehmen aufgrund der vorliegenden Steuerbescheide der letzten Jahre sehr leicht als Entschädigungsbasis herangezogen werden kann, ohne die Unternehmen in dieser schwierigen Situation auch noch mit Anträgen oder Behördenwegen zu belasten. Für Startups und Jungunternehmer braucht es hierbei jedoch natürlich andere Lösungen.

Wir hoffen, dass der sinnvolle und faire medizinische Ansatz zur Rücksichtnahme auf unsere gesundheitlichen Risikogruppen auch in wirtschaftlicher Hinsicht seine Anwendung finden wird, auch wenn die Gesundheit hierbei selbstverständlich im Vordergrund steht.

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03.11.2019

Metro-Österreich macht seine Preisschilder am Handelsregal digital

Metro-Österreich macht seine Preisschilder am Handelsregal digital Metro-Österreich macht seine Preisschilder am Handelsregal digital

Bis Ende des heurigen Jahres wird das Großhandelsunternehmen Metro-Österreich mit Sitz in Vösendorf bei Wien in zwei seiner niederösterreichischen Filialen - Langenzersdorf und Wiener Neustadt – sowie in zwei weiteren in Linz und Wien-Simmering elektronische Preisschilder an den Regalen einführen.

Die Metro-Standorte in Vösendorf und St. Pölten sind bereits mit der modernen Technologie ausgestattet. „Die Digitalisierung erleichtert auch unseren Arbeitsalltag“, stellt Metro-Vorstandsvorsitzender Xavier Plotitza in einem Interview mit dem Handels-Fachmagazin „Regal“ fest. Diese sogenannten „Electronic Shelf Label“ (ESL) machen es möglich, den ausgeschriebenen Preis eines Produkts über einen Handscanner oder per Funk zu bearbeiten, was Zeit und Kosten spart.

Jedes Jahr kommen bei dem Großhändler rund 1.000 neue Produkte in die Läden. Gewachsen ist Metro-Österreich heuer vor allem beim Beliefern der Gastgewerbebetriebe, wie Hotels, Restaurants und Cateringunternehmen. „Wir halten jetzt bei einer Zustellquote von knapp 40 Prozent“, teilt Plotitza mit. Dieser Anteil soll weiter ausgebaut werden.

Zurzeit betreibt der Großhandelsbetrieb in Österreich zwölf Standorte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 140.000 Quadratmetern. Im Geschäftsjahr 2017/18 hat Metro-Österreich mit rund 2.100 Vollzeit-Arbeitskräften einen Umsatz von fast 840 Millionen Euro erwirtschaftet, eine Periode davor sind es 828 Millionen gewesen. Der Vösendorfer Großhändler führt ein Sortiment mit 48.000 Artikeln. Nach eigenen Angaben kaufen bei Metro in Österreich mehr als 500.000 Kunden ein.

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15.04.2020

Umfrage/Coronakrise: Österreicher wollen heimische Wirtschaft unterstützen

Nicht nur bei österreichischen Produkten, auch die heimischen Unternehmen können mit wohlgesinnten Kunden rechnen Nicht nur bei österreichischen Produkten, auch die heimischen Unternehmen können mit wohlgesinnten Kunden rechnen

„Die Coronakrise hat viele Menschen stark sensibilisiert. Solidarität und Zusammenhalt sind nun wichtiger denn je. Dies ändert zum Teil auch die Einstellungen zur heimischen Wirtschaft“, sagt Barbaros Uygun, Chef der ING in Österreich, die die aktuelle Umfrage beauftragte.

Ganze 78% der Befragten gaben an, österreichischen Produkten mehr denn je den Vorzug geben zu wollen, um die heimische Wirtschaft zu fördern. Allerdings macht ein genauerer Blick auf die Details große Unterschiede zwischen Altersklassen deutlich: Während sich bei den Jungen (18 bis 24 Jahre) 65% solidarisch zeigen, sind es bei den über 65-Jährigen sogar 87%.

Bei den Bundesländern führt das Burgenland die Patriotenhitliste mit 86% an. Schlusslicht ist Vorarlberg mit 68%.

Nicht nur bei österreichischen Produkten, auch die heimischen Unternehmen können mit wohlgesinnten Kunden rechnen: 51% möchten stark betroffene Unternehmen wie die Gastronomie stärker unterstützen als sonst.

Auch hier führen die Burgenländer das Ranking an und die Vorarlberger liegen am Schluss.

Tendenziell optimistisch und vorsichtig bei Investitionen

Insgesamt 44% zeigten sich bei der Befragung optimistisch, dass sich die wirtschaftliche Situation nach dem Ende der Krise rasch bessern wird. 30% der Befragten sehen eher pessimistisch in die Zukunft.

Größere Anschaffungen werden derzeit eher aufgeschoben. Für 43% heißt es nun „warten auf bessere Zeiten“. 24% jedoch möchten gerade jetzt die Zeit nutzen, um geplante Investitionen zu realisieren.

„Lockdown und das Hinauszögern von Anschaffungen stellen viele Unternehmen auf eine harte Probe. Umso wichtiger ist nun, die Welle der Solidarität so lange wie möglich am Leben zu halten“, meint Uygun.

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12.08.2019

Österreich importiert heuer weniger Strom aus Tschechien

Österreich importiert heuer weniger Strom aus Tschechien Österreich importiert heuer weniger Strom aus Tschechien

Leicht gesunken ist die Menge an Elektrizität, die Österreich im ersten Halbjahr 2019 aus Tschechien importiert hat. Exakt 4.333 Gigawattstunden (GWh) Strom sind heuer zwischen Anfang Jänner und Ende Juni über die Hochspannungsleitungen vom nördlichen Nachbarn in das heimische Netz geflossen. Das ist ein Rückgang um 0,7 Prozent, denn im Vergleichszeitraum 2018 sind es 4.364 GWh gewesen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst aus Daten des Verbandes Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E).

Aus der Halbjahresbilanz von ENTSO-E geht auch hervor, dass es in die Gegenrichtung nur einen mageren Stromfluss gibt. In den ersten sechs Monaten 2019 hat Österreich lediglich 109 GWh elektrische Energie nach Tschechien exportiert. Im Vergleichszeitraum 2018 sind es 107 GWh gewesen.

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19.03.2020

Coronavirus: Was Arbeitgeber beachten müssen

Das COVID19-Virus beherrscht das Land: Innerhalb von drei Wochen stieg die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Österreich auf mehr als 1.400 (Stand: 18. März). Die behördlich verhängten Ausgangsbeschränkungen haben in den letzten Tagen nicht nur das soziale Leben, sondern auch die Arbeitsbedingungen geändert. StepStone Österreich hat die wichtigsten Infos für Arbeitgeber zusammengestellt.

Was Arbeitgeber beachten müssen

Das Coronavirus wirft zunächst zahlreiche gesundheitliche Fragen auf, von der Symptomatik über Ansteckungswege bis hin zu möglichen Therapien. Für Arbeitgeber bedeutet das Virus vor allem viele arbeitsrechtliche Herausforderungen: Darunter fallen sowohl die Risikobewertung zur Abklärung, welchen Gefahren der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz ausgesetzt ist, als auch die Einführung von Schutzmaßnahmen für vulnerable Arbeitnehmergruppen.

Gesetzliche Verpflichtungen der Arbeitgeber

In Zeiten einer Pandemie kommt dem Arbeitnehmerschutz noch größere Bedeutung zu als sonst. Arbeitgeber sind nach dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) und der Fürsorgepflicht verpflichtet, umfassende Schutzmaßnahmen für Leben und Gesundheit von Arbeitnehmern zu ergreifen und in weiterer Folge Gesundheitsrisiken zu reduzieren. Demnach ist der Arbeitgeber zuallererst gefordert, die Ansteckungsgefahr zu erheben und Schutzmaßnahmen auszuarbeiten. Derartige Maßnahmen könnten beispielsweise erhöhte Hygienemaßnahmen sein.

Rasches Handeln im Verdachtsfall

Bei einem Verdachtsfall oder im Falle einer Ansteckung muss der Arbeitgeber den Schutzpflichten gegenüber der restlichen Belegschaft nachkommen. Darüber hinaus ist er nach dem Epidemiegesetz zur Meldung des Falles an die Behörden verpflichtet. Ob er in weiterer Folge eine Betriebsschließung veranlasst und die Arbeitnehmer bei aufrechten Bezugszahlungen dienstfrei stellt, muss jeder Arbeitgeber selbst entscheiden.

Schutzmaßnahme: Home Office/Telearbeit

Arbeitgeber dürfen trotz gesetzlicher Verpflichtungen nach ASchG nicht einseitig das Arbeiten von zu Hause verordnen. Sind Home Office/Telearbeit allerdings im Arbeitsvertrag durch die sogenannte Versetzungsklausel geregelt, besteht vonseiten des Arbeitnehmers die Verpflichtung, der Telearbeitsanweisung Folge zu leisten.

Um den Mitarbeitern mobiles Arbeiten zu ermöglichen, sind Arbeitgeber für die technische Ausstattung verantwortlich. Darunter fällt sowohl der Zugriff auf Unternehmensnetzwerk als auch die Bereitstellung der entsprechenden Hardware (PC, Monitor, Tastatur etc.). Der Arbeitgeber muss ferner anfallende Kosten für Handy und Internet tragen.

Home Office kein rechtsfreier Raum

Als Arbeitgeber sind Sie jedoch in Ihrer Kontrollmöglichkeit eingeschränkt. Obgleich nämlich für Arbeitnehmer im Homeoffice dieselben Vorschriften und Regeln wie am Arbeitsplatz (Arbeitsgesetz, Gesundheitsschutz, Arbeitsorganisation) gelten, haben Arbeitgeber keine gesetzlich geregelte Möglichkeit zur Mitarbeiterkontrolle. Konkret heißt das, Arbeitnehmer müssen der Kontrolle in den eigenen vier Wänden ausdrücklich zustimmen.

Wichtig: Mit Arbeitnehmern in regelmäßigem Kontakt bleiben

Gerade in Krisen oder Ausnahmesituationen ist es besonders wichtig, dass Sie mit Ihren Mitarbeitern in regelmäßigem Kontakt bleiben. Vereinbaren Sie daher, virtuelle Meetings über Skype, Teams oder ähnliche Chatprogramme, um der Belegschaft das Gefühl zu geben, weiter in den Arbeitsprozess und das Unternehmen eingebunden zu sein. Auch Videotelefonie oder der klassische regelmäßige Anruf in der Normalarbeitszeit helfen, eine Art Regelbetrieb auch bei teilweisem Notbetrieb aufrechtzuerhalten.

Notbetrieb: Was Arbeitgeber wissen müssen

Business as (almost) usual: Der Notbetrieb soll gewährleisten, dass dringend notwendige Arbeiten vor Ort im Betrieb erledigt werden können und damit der Dienstbetrieb mit einer Mindestbesetzung bestmöglich weitergeführt werden kann.

Die dazu abgestellte Kernmannschaft bestehend aus Schlüsselarbeitskräften (Finanz, Personal, Führungskräfte) muss weiterhin umfassend vor Infektionen geschützt werden (Hygienemaßnahmen etc.). Um dem normalen Arbeitsalltag so nahe wie möglich zu kommen, sollten virtuelle Abläufe, wie Rechnungsfreigaben u.ä., und Meetings mit den Kollegen im Homeoffice via Skype oder Telefon eingeführt werden.

Nach Corona: Umstellung auf Normalbetrieb

Das Coronavirus hat uns in eine extreme Ausnahmesituation katapultiert. Wie lange diese Situation anhalten wird, wie lange Betriebe mit Kernmannschaften arbeiten müssen und der Großteil des beruflichen und privaten Lebens aufgrund der Beschränkungen virtuell stattfinden wird, ist derzeit nicht absehbar.

Dennoch werden die Zeiten des Normalbetriebes wiederkommen. Wichtig ist es daher, bereits heute die Belegschaft auf den Normalbetrieb vorzubereiten, um einerseits die durch die Maßnahmen überlasteten und geforderten Mitarbeiter im Büro und Home Office weiter zu motivieren und andererseits auch die zeitliche Begrenzung hervorzustreichen, um Jobängste zu nehmen.

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