14.04.2026
Foto: dbn
Für viele Jugendliche ist das Moped mehr als nur ein Fortbewegungsmittel – es steht für Freiheit, Selbstständigkeit und den ersten Schritt in die motorisierte Mobilität. Voraussetzung dafür ist der Mopedschein der Klasse AM, der zum Lenken von Motorfahrrädern bis 50 Kubikzentimeter Hubraum und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h berechtigt. Doch ein aktueller Preisvergleich zeigt: Wer den Führerschein machen möchte, sollte Angebote genau vergleichen.
Laut einer aktuellen Erhebung der Arbeiterkammer (AK) kostet die Ausbildung zum Mopedschein in Oberösterreich je nach Fahrschule zwischen 325 und 457 Euro. Hinzu kommen Behördengebühren sowie – abhängig vom Anbieter – bis zu 30 Euro für Lernunterlagen. Das günstigste Angebot stammt von der Fahrschule Nefischer: Dort zahlen Fahrschülerinnen und Fahrschüler 325 Euro für die Ausbildung, das Fahrschulmoped ist im Preis bereits enthalten. Für Lernunterlagen fallen allerdings zusätzlich 25 Euro an.
Am oberen Ende der Preisskala liegt eine Fahrschule in Linz und Leonding, die für den Mopedschein 457 Euro verlangt. In diesem Preis sind sowohl das Fahrschulmoped als auch die Lernunterlagen inkludiert. Einige Fahrschulen bieten zudem die Möglichkeit an, den Praxiskurs mit dem eigenen Moped zu absolvieren – was jedoch nicht automatisch günstiger ist.
Neben klassischen Fahrschulen können auch die Automobilclubs ARBÖ und ÖAMTC für die Prüfung gewählt werden. Beim ARBÖ muss die praktische Prüfung mit dem eigenen Moped durchgeführt werden, während der ÖAMTC die Ausbildung ausschließlich am Standort Marchtrenk anbietet.
Positiv fällt auf, dass immer mehr Anbieter auf Transparenz setzen: Fahrschulen wie Scharinger, Euroline, fairdrive, Haas, Mayr, Moritz, Noha, Pichler, Easy Drivers und Rauch sowie der ÖAMTC stellen ihre Preise online zur Verfügung. Das erleichtert Eltern und Jugendlichen den Vergleich und sorgt für zeitgemäßen Informationszugang.
Die Ausbildung zum Mopedschein kann bereits zwei Monate vor dem 15. Geburtstag begonnen werden, ausgestellt wird der Führerschein frühestens am Geburtstag selbst. Jugendliche unter 16 Jahren benötigen dafür die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten. Die Ausbildung umfasst einen Theoriekurs mit sechs Unterrichtseinheiten und eine praktische Schulung mit insgesamt acht Einheiten – davon zwei im öffentlichen Straßenverkehr. Eine Unterrichtseinheit dauert jeweils 50 Minuten.
Experten raten dazu, bei der Wahl der Fahrschule nicht ausschließlich auf den Preis zu achten. Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis, die Gruppengröße beim Fahrtraining oder die Frage, ob es spezielle Theoriekurse für Mopedfahrer gibt, können ebenfalls entscheidend sein. Auch mögliche Rabatte, etwa bei gleichzeitiger Anmeldung mehrerer Personen, sollten im Vorfeld erfragt werden.
Wer sich gut informiert, kann nicht nur Geld sparen, sondern auch von einer qualitativ hochwertigen Ausbildung profitieren – ein wichtiger Faktor für Sicherheit im Straßenverkehr von Anfang an.
Quelle: Arbeiterkammer Oberösterreich