Ausgabe 2026/04

14.04.2026

Industriellenvereinigung lehnt Vermögens- und Erbschaftssteuern klar ab

Foto: dbn

Industriellenvereinigung lehnt Vermögens- und Erbschaftssteuern klar ab

Die Industriellenvereinigung (IV) hat Forderungen des Pensionistenverbands nach neuen Abgaben deutlich zurückgewiesen. Insbesondere Vermögens- und Erbschaftssteuern, eine Ausweitung der Bankenabgabe sowie die Einführung einer sogenannten „KI-Steuer“ stoßen bei der Interessenvertretung der Industrie auf klare Ablehnung. Nach Ansicht der IV würden solche Maßnahmen jene treffen, die maßgeblich für Wachstum, Beschäftigung und Innovation verantwortlich sind.

Die Diskussion um zusätzliche Finanzierungsquellen für den Staat dürfe nicht dazu führen, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen, betont die IV. Die Darstellung wohlhabender Menschen und Unternehmen als nahezu unbegrenztes Steuerpotenzial sei nicht nachvollziehbar. Unternehmen und Leistungsträger würden bereits heute einen überproportionalen Beitrag leisten – sowohl durch Steuern und Abgaben als auch durch Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

IV-Generalsekretär Christoph Neumayer warnt davor, Pensionistinnen und Pensionisten gegen jene auszuspielen, die den wirtschaftlichen Wohlstand erwirtschaften. Ein solcher Ansatz sei unredlich, sachlich nicht begründbar und führe zu unnötiger Spaltung innerhalb der Gesellschaft. Statt zusätzlicher Belastungen brauche es vielmehr strukturelle Reformen im öffentlichen Bereich.

Mit Blick auf das Pensionssystem spricht sich die Industriellenvereinigung für Maßnahmen aus, die langfristig Generationengerechtigkeit sichern sollen. Dazu zählen eine schrittweise Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters sowie Einschränkungen bei Frühpensionen. Nur durch solche Reformen könne die finanzielle Stabilität des Systems nachhaltig gewährleistet werden, so die IV.

Quelle: Industriellenvereinigung

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