14.07.2026
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Mit der Umstellung auf Manifest V3 schränkt Google Chrome die Nutzung vieler bisher populärer Werbeblocker deutlich ein. Alte Erweiterungen auf Basis von Manifest V2 sollen in den kommenden Chrome-Versionen endgültig verschwinden.
Für viele Internetnutzer gehört ein Werbeblocker längst zur Standardausstattung ihres Browsers. Doch im Marktführer Google Chrome steht diese Praxis vor einem tiefgreifenden Einschnitt: Mit der schrittweisen Abschaltung der alten Erweiterungsschnittstelle Manifest V2 verlieren zahlreiche klassische Adblocker ihre bisherige technische Grundlage.
Google setzt künftig vollständig auf Manifest V3. Das neue Erweiterungsmodell ist nach Angaben des Unternehmens sicherer und leichter zu warten. Kritiker sehen darin jedoch vor allem eine Einschränkung leistungsfähiger Werbe- und Trackingblocker. Besonders betroffen sind Erweiterungen, die bisher Netzwerkanfragen in Echtzeit filtern konnten.
Die Übergangsphase für Manifest V2 läuft nun aus. In Chrome 150 wurde bereits ein wichtiger Schalter entfernt, der die Nutzung älterer Erweiterungen noch ermöglichte. Mit Chrome 151 sollen weitere verbliebene Ausnahmen gestrichen werden. Damit können Erweiterungen, die auf Manifest V2 angewiesen sind, in unterstützten Chrome-Versionen nicht mehr wie gewohnt verwendet werden.
Google begründet den Schritt mit technischer Komplexität, Sicherheitsrisiken und veralteten Funktionen. Manifest V2 habe Erweiterungen weitreichenden Zugriff auf Netzwerkvorgänge erlaubt. Mit Manifest V3 werde diese Kontrolle stärker in den Browser verlagert und über festgelegte Regeln begrenzt.
Für Nutzer bedeutet das: Bekannte Werbeblocker wie uBlock Origin können in Chrome nicht mehr in ihrer bisherigen Form arbeiten. Zwar bleiben Manifest-V3-kompatible Alternativen verfügbar, sie gelten jedoch vielfach als weniger flexibel. Auch Googles eigener Schutz gegen besonders aufdringliche Werbung ersetzt keinen vollwertigen klassischen Adblocker.
Offen bleibt, wie andere Chromium-basierte Browser reagieren. Anbieter wie Microsoft Edge oder Opera könnten ältere Schnittstellen theoretisch länger pflegen, müssten dafür aber eigenen Aufwand betreiben. Für Chrome selbst markiert die Umstellung das Ende einer Ära: Die klassischen Werbeblocker verlieren im weltweit meistgenutzten Browser endgültig ihre technische Basis.