Ausgabe 2026/07

14.07.2026

Smartphone im Urlaub – Die wichtigsten Tipps zu Notruf, Roaming und Sicherheit

Foto: dbn

Smartphone im Urlaub – Die wichtigsten Tipps zu Notruf, Roaming und Sicherheit

Österreichs Reiselust ist ungebrochen: 2026 planen laut Ruefa-Reisekompass 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher eine Urlaubsreise. Im Schnitt sollen es rund 21 Urlaubstage werden, besonders beliebt ist Italien. Wer verreist, sollte neben Pass, Medikamenten und Ladegerät vor allem eines gut vorbereiten: das Smartphone.

Es ist längst mehr als Kamera, Navigationsgerät und Kommunikationsmittel. Auf Reisen kann das Handy im Ernstfall zum entscheidenden Sicherheitsfaktor werden. Das Forum Mobilkommunikation (FMK) erinnert daher rechtzeitig vor der Urlaubssaison an die wichtigsten Regeln rund um Notruf, Roaming und Geräteschutz.

112: Eine Nummer für den Notfall
Die europaweit einheitliche Notrufnummer lautet 112. Sie funktioniert kostenlos, ohne Vorwahl, auch ohne Guthaben und sogar ohne aktiven Mobilfunkvertrag. Der Euro-Notruf gilt in allen EU-Mitgliedstaaten sowie unter anderem in Großbritannien, Norwegen, Island, Liechtenstein, der Schweiz, Monaco, der Ukraine, Serbien, Montenegro und Nordmazedonien.

Roaming: In der EU meist wie zu Hause
Innerhalb der Europäischen Union können Reisende ihr Smartphone dank der Regelung „Roam like at Home“ grundsätzlich zu denselben Konditionen nutzen wie in Österreich. Auch in Island, Liechtenstein, Norwegen, Moldau und der Ukraine gilt diese Regelung. Voraussetzung ist ein vorübergehender Aufenthalt im Ausland. Beim Grenzübertritt informiert der Mobilfunkanbieter üblicherweise per SMS über die geltenden Tarife.

Außerhalb der EU drohen Kostenfallen
Wer außerhalb der EU reist, sollte sich vorab über die Roaming-Tarife des eigenen Mobilfunkanbieters informieren. Das FMK empfiehlt, die Website des Netzbetreibers zu prüfen und bei Bedarf ein passendes Roaming-Paket zu buchen. Beim Datenroaming gilt grundsätzlich eine automatische Kostenbegrenzung: Wird ein Limit von 60 Euro erreicht, erfolgt eine SMS-Benachrichtigung. Weitere Kosten entstehen erst nach ausdrücklicher Zustimmung der Kundin oder des Kunden.

Vorsicht auf Schiffen und in Flugzeugen
Besondere Aufmerksamkeit ist auf Fähren, Kreuzfahrtschiffen und während Flügen geboten. Dort kommen häufig spezielle Mobilfunknetze zum Einsatz, deren Tarife von jenen im Reiseland abweichen können. Die automatische EU-Kostenbegrenzung greift in solchen Fällen unter Umständen nicht.

Gerät schützen, Daten sichern
Auch der Geräteschutz gehört zur Reisevorbereitung. Wer außerhalb der EU unterwegs ist, sollte die Mobilbox deaktivieren oder nur bewusst verwenden. Bei Verlust oder Diebstahl des Smartphones muss der Mobilfunkanbieter rasch kontaktiert werden, damit die SIM-Karte gesperrt werden kann. Die Sperrhotline sollte daher nicht nur im Handy gespeichert, sondern zusätzlich separat notiert werden.

Zusätzliche Sicherheit bieten eine aktivierte Bildschirmsperre, eine SIM-PIN, aktuelle Software, eingeschaltete Ortungsdienste und regelmäßige Datensicherungen. Telefonnummern sollten zudem im internationalen Format gespeichert werden – aus einer österreichischen Nummer wie 06xx 1234567 wird beispielsweise +43 6xx 1234567.

Checkliste vor der Abreise
• Notrufnummer 112 kennen
• Roaming-Konditionen im Reiseland prüfen
• Bei Bedarf Roaming-Paket buchen
• Mobilbox vor allem außerhalb der EU deaktivieren
• Sperrhotline des Mobilfunkanbieters separat notieren
• Bildschirmsperre, SIM-PIN und Ortungsdienste aktivieren
• Wichtige Kontakte im internationalen Format speichern
• Ladegerät, Spannung und Stecker für das Zielland prüfen

Quelle: FMK

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